Das Geheimnis von Offenbarung 23
"Offenbarung 23. Die Wahrheit ist unsterblich"
von Jan Gaspard
301 Seiten - L³bbe, Dezember 2005
Amazon.de Verkaufsrang 19.923
Amazon Kundenrezensionen Bewertungen (5 = bestens, 1 = schlechtest)
17.11.05: 5 "Dieses Buch wird die Welt verSndern!!!"
21.11.05: 1 "schlechteste Buch, da ich in den letzten Jahren gelesen habe"
24.11.05: 5 "nur wSrmstens empfehlen. Sehr sch÷n!"
24.11.05: 5 "Man wird NSchte lang mit anderen dieses Buch wund diskutieren!"
24.11.05: 5 "300 Seiten Spannung pur"
24.11.05: 5 "bin total begeistert."
02.01.06: 1 "Niveau eines Schulaufsatzes...nie ein roter Faden zu erkennen"
12.01.06: 1 "³ber ³bliche Weltverschw÷rungen hinaus ins absolut LScherliche"
15.01.06: 5 "ungew÷hnlichste Buch der letzten Jahre"
22.01.06: 5 "offenbart sich echtes Meisterwerk."
24.01.06: 5 "Ein deutscher Autor ³bertrifft sie alle."
02.02.06: 1 "Nee. Nein. Aua. Au Weh. Hilfe."
05.02.06: 5 "Kunstwerk auf der absoluten H÷he der Zeit"
Nach dem ich bereits Rezensionen der O23 CDs hier schrieb soll auch das Buch
einen Kommentar bekommen. Ich wollte abwarten was andere dazu sagen. Aber
ausser vier Lesern bei Amazon ist mir nichts begegnet. Die sind recht
eindeutig. Sie sind nicht von mir oder mir bekannten Personen geschrieben.
Im Gegensatz zu Gaspards Wirken dort, man schaue nur auf das Datum im
November.
Gnadenlose Werbung
Die Hoerspielreihe und besonders das Buch zu "Offenbarung 23" hat Anfang
2006 etwas Aufmerksamkeit in den Medien bekommen. Grund war die Nennung
des Familiennamens des Hackers Tron, sowohl im Buch als auch bei Wikipedia.
Es war nicht ganz klar warum Wikipedia, entgegen dem mehrfachen Wunsch der
Eltern, dies tat. Man beharrte bei Wikimedia Berlin auf der Rechtslage und
bekam dies vom Landgericht auch bestaetigt.
Warum der Name im Buch genannt wurde, das war deutlich klarer. In einem
Interview auf der Buchmesse im Herbst 2005 sagte Lars Peter Lueg ueber sein
Produkt: "...alles ist sehr gut recherchiert. Da ist sehr viel Potential
drin, dass es da auch Aerger gibt mit einigen Grosskonzernen oder
Privatpersonen." Interviewer darauf: "Was besseres kann einem eigentlich
immer nicht passieren fuer die Publicity."
Da Grosskonzerne nicht genannt wurden und Trons Name der einzige Realname
war, war damit klar auf was man hoffte. Waehrend Trons Eltern Geld und
Nerven vor Gericht verloren erhoehte sich die Bekanntheit und damit der
Absatz des Buches. Vielleicht war das auch die Motivation fuer Wikipedia.
Ein gut informierter Anwalt, Ewald T. Riethm³ller, schrieb dazu am
21.05.2006 oeffentlich:
"Ich bin - so glaube ich - sehr gut informiert, was in Wikipedia in der
Tron Diskussion gelaufen ist. Da gab es einen Herrn der sinngemS
schrieb: "...f³r 300 Euro Gerichts- und Anwaltskosten k÷nnen wir mit
dem Hochspielen der Sache Tron Werbung - im Wert von 30.000 Euro - f³r
Wikipedia machen.""
Ob es bei Luebbe mehr Buchabsatz und bei Wikipedia wirklich mehr User und
mehr Spendengelder gab bleibt offen. Wenn es so war zahlten den Preis andere.
Mit Entsetzen schrieb eine Wikipedianerin ueber ihren Kontakt mit Trons
Mutter, dass diese "einem Nervenzusammenbruch nahe ist und nur noch weinend
zu Haus sitzt."
Werbung statt Recherche
Wer von Trons Geschichte etwas Ahnung hat und es schafft das Buch zu Ende
zu lesen, findet kaum Hinweise auf eine Recherche. Ausser dem Familienname
ist nahezu alles falsch. Weder hatte Tron blonde Haare, noch sprach er
Berliner Akzent (S. 9). Auch hatte er nie eine "Gefaengnisstrafe reumuetig
auf sich genommen" (S. 136), denn er bekam Bewaehrung. Nahezu nichts an
historischen Ereignissen ist richtig wiedergegeben.
Auch im Zeitablauf mangelts: Am 18.10.98 sagt wer ueber Karl Koch "wird
mittlerweile ein Film gedreht" (S. 39). Dabei war er bereits fertig und
Tron hatte ihn schon gesehen. Im Buch (S. 269) erfolgte die Beerdigung vor
dem 1.11.98, in der Realitaet aber danach. Und Sarajevo liegt nicht in
Kroatien, wie auf Seite 248 impliziert.
Auf Seite 176 wird beschrieben, dass ein antiker Papyrus oefters aufgerollt
und wieder verstaut wird. Jedem Konservator laesst schon der Gedanke daran
die Haare zu Berg stehen. Ich hatte mal mit einem nur 500 Jahre altem
Pergament gearbeitet. Es war steif wie ein Brett, man haette damit den
Tee servieren koennen. Das "aufrollen" eines immer zerbrechlichen antiken
Papyrus ist ein laengerer Prozess der nur von erfahrenen Spezialisten
durchgefuehrt wird und in manchen Faellen sogar mehrere Jahre dauert.
Auf dem Basar in Kairo beschien in einem Laden "fahles Licht" die Auslagen
und ueber den Ladenbesitzer (S.238): "Ich konnte mir sehr gut vorstellen,
dass dieser Mann rein gar nichts wusste von der modernen Welt ausserhalb
dieses Basars. Von Handys oder Computern hatte er bestimmt noch nie
gehoert." Sicher war der Autor nie in einem Basar in Kairo oder sonst
einer arabischen Grossstadt. Man verwendet Halogenstrahler oder spezielle
Leuchtstofflampen um die Farben zur Geltung zu bringen. Einen Basari
fraegt man eher wieviele Handys er in Benutzung hat, alles andere waere
schon fast eine Beleidigung.
Der Ladenbesitzer wird als koptischer Pater geschildert. Sollten die so
hinterwaeldlerisch sein? Der echte Tron besichtigte mal auf einer Aegypten
Reise ein koptisches Kloster in der Wueste zwischen Alexandria und Kairo.
Dort wurde er von einem Moench in ganz passablem Deutsch angesprochen. Bald
diskutierten sie ueber Commodore Computer und den C64 den der Moench besass
und sehr schaetzte. Am Ende bekam Tron auch noch seinen Segen. Der Moench
war Aegypter und hatte seine deutsch Grundkenntnisse vom Satelliten TV.
Soweit Tron ueber den von ihm immer behaupteten Naehrwert fremdsprachiger
Sat Programme.
In Trons realem Bekanntenkreis gab es tatsaechliche eine Person die wie die
Hauptperson des Romans hies, naemlich "Ian G." Der echte Ian war davon
ueberhaupt nicht begeistert. Er tipte auf Zufall und vermutete, dass "Ian G."
im Roman fuer "Jan Gaspard" stand, das Pseudonym des Autors. Nach der oben
beschriebenen Qualitaet der Recherche kann er damit eigentlich nur Recht
haben. Der "Ian G." im Roman ist ein Unsterblicher der bereits Promoter von
Jesus Christus war. Ja, wirklich, das Niveau ist nach unten offen.
Wahrscheinlich wusste der Autor, dass fuer die Antike die Buchstaben I und
J synonym waren und wird diese Aufloesung irgendwann praesentieren.
Literarische Qualitaet
Vom Stil ist O23 etwas an Shea und Wilsons "Illuminatus!" Trilogie
orientiert: Sex und extreme Gewalt garnieren eine Einfuehrung in die
schraegsten Geheimnisse der Menschheit. Der O23 Held, der Unsterbliche
"Ian G.", durchlebt mit gequetschten Hoden allerdings mehr Schrecken als
Wollust. Der Boese, konkret "der Teufel", ist ein ebenfalls unsterblicher
Baron mit Atributen aus der antisemitischen Mottenkiste der Nazizeit.
Wahrscheinlich eine sich nicht erfuellte Hoffnung auf ein Gerichtsverfahren
zur PR Steigerung.
"Illuminatus!" enthaelt ein paar Splitter aus der Realitaet, verwoben in
eine surreale Darstellung der Welt. Wilson und Sheas Werk wird auch als
"Operation Mindfuck" bezeichnet. Denn ein Jugendlicher, der sich darauf
einmal einlaesst, wird es danach nicht leicht haben die Verhaeltnisse in
der realen Welt noch sinnvoll zu beurteilen. Dies war wahrscheinlich die
Absicht der Autoren, denn zumindest Wilson haette deutlich relevanteres
produzieren koennen. Im Gegensatz zum Autor von O23. Aus Mangel an
Faehigkeit arbeitet er mit direkter Ueberzeugung, Typ Dampfwalze:
Seite 234:
Parish unterbrach meinen Vortrag. +Jedes Zeitalter erhob sein
wichtigstes Thema zum Sternengott? Verstehe ich das richtig?½
+So ungefShr. Die Christen symbolisieren Christus mit dem Fisch, als
Zeichen seiner Reinheit. Christus wird auch als Lamm tituliert, daher
wurde aus dem Ackerbauern am Himmel der Widder, der dem Lamm vorausging
und dieses zeugte. Widder und Ackerbauer sind auch in einigen
berlieferungen identisch mit Mithras, dem Stiert÷ter - eben jener, der
das Zeitalter des Stiers beendete und eine neue Epoche einleitete.
Schon verwirrend, oder? Jede Epoche hat ihre Geschichte und ihr Wissen
in die Sterne gebracht. Aber fSllt dir etwas auf? Sie blieben immer in
der gleichen Systematik. Sie nahmen die Sternbilder, durch die die
Planeten wandern, benannten sie nach ihrem Gusto und erzShlten die
Geschichte der Menschheit aus ihrer jeweiligen Sicht. Aber nun pass auf:
Es gibt einen roten Faden. Eine unendliche Symmetrie der Geschichte.
Wir haben ja schon einmal dar³ber gesprochen, warum ich mal von Mithra
und mal von Mithras rede. Nun, der eine ist der r÷mische Mithras,
der andere sein Slterer persischer VorgSnger Mithra. Es kommt aber noch
verwirrender: Es gibt auch noch die Mitra, ohne >H< geschrieben. Und
auch diese Mitra ist eine G÷ttin; genau genommen war sie eine weibliche
Naturg÷ttin in Persien, deren Entstehungszeit bis in prShistorische
Dunkelheit zur³ckreicht.
Der Name Mitra bedeutet hier >die erste, h÷chste Mutter<. Sie wurde
spSter gleichgesetzt mit der Astarte bei den Ph÷niziern, der Aphrodite
bei den Griechen, der Mylitta bei den Assyrern, der al-Lat beziehungsweise
Alitta bei den Arabern und der phrygischen Kybele, aus der auch die
r÷mische Magna Mater hervorging. Kapierst du was?½
Parish nickte. +Ich ahne, worauf du hinauswillst.½"
Zwei Buecher, ein Autor?
"Tron - Tod eines Hackers" war das Sachbuch von Burkhard Schroeder von
Ende 1999. Es ging seitenweise ueber Chipkarten, Pay-TV und Gerichtsmedizin.
"Offenbarung 23" von Pseudonym "Jan Gaspard" ist ein Roman, der als
"Thriller" angepriesen wird. Er handelt von fiktiven Geheimgesellschaften,
Unsterblichen und einer Bootsfahrt nach Israel. Niemand kaeme zunaechst auf
die Idee da Aehnlichkeiten zu finden. Doch es gibt erstaunliche Paralellen:
Nach beiden Autoren begeht Tron Selbstmord. Bei O23 scheint es zunaechst
nicht so sicher, es wurde dort nur von einem der "Boesen" behauptet. Doch
in einer e-mail bestaetigte es mir der Autor. Das ist etwas verblueffend,
denn es entspricht nicht der Plottlinie von O23. Man hat den Eindruck es
waere zwangsweise in die Story hineingedrueckt worden.
Bei beiden Buechern fehlt ein Motiv fuer Selbstmord. Schroeder tut alles um
irgendwie Gruende fuer einen Selbstmord Trons finden. Was die
Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamts Berlin nicht schaffte gelang ihm
aber auch nicht. Fuer die Anhaenger der Selbstmordhypothese bleibt es
letztlich unklar warum er es haette tun sollen. Ebenso bei O23. Dort wird
dies sogar zum Ueberplot. Raetsel ueber Tron sollen geloest werden um
seinen Tod zu verstehen. Die ganze Hoerspielreihe soll darauf aufbauen.
Beide behaupten Tron solle zum Mythos gemacht werden. Schroeder verschwieg
in seinem Buch was er nach Ende seiner Recherchen in einem Artikel schrieb:
Dass Tron bereits zu Lebzeiten in Fachkreisen als Genie und einer der besten
Hacker ueberhaupt galt. Statt dessen argumentierte er, Tron wollte durch
seinen Suizid beruehmt und zum Mythos werden. Spaeter behauptete er Trons
Freunde wollten Tron zum Mythos machen. In O23 ist es eine okkulte
Verschwoerergruppe, "die 7 Zwerge", die ihn zum Mythos, sogar zum Nachfolger
von Jesus Christus (!) machen wollen. Der Autor von O23 beschrieb sein Werk
am 25.01.2006 in de.org.ccc so: "Thema ist nicht Tron, sondern was andere
omin÷se Menschen aus Tron und seiner Geschichte machen wollen."
In O23 gibt es einen Jeep mit UN Bemalung (weiss mit schwarzen UN Buchstaben).
Darin sitzen ein paar Leute die die Beerdigung Trons beobachten. Das ist
tatsaechlich so passiert. Der Bereich der UN Ueberwachung Ex-Jugoslawiens
ist sehr weit von Istrien entfernt. Ein solcher Jeep wurde noch nie zuvor
in Zentral Istrien gesehen. Danach tauchte er wieder vor dem Lokal auf wo
die Beerdigungsgesellschaft sich getroffen hatte und beobachtete weiter.
Der Sinn war wohl einigen Trauergaesten klar zu machen: "Wir sind immer
ueberall, also halte die Klappe!" Die Atmosphaere war dadurch sehr
bedrueckend und ja, es hat gewirkt. Andy hat eine Videoaufnahme des Jeeps.
Da wir aber genug amtliche Infos hatten um den Suizid zu wiederlegen,
entschieden wir die Jeep Sache nicht zu veroeffentlichen. Es wurde auch
sonst nirgendwo bekannt gemacht. Hiermit wird es zum ersten mal erwaehnt.
Wie kam nun ein Autor, der nicht in der Lage war die oeffentlichen Quellen
zu verwerten, zu diesem unveroeffentlichten Detail? Auch hier deutet alles
wieder auf Burkhard Schroeder. Ihm wurde bei seinen Recherchen von dem Jeep
erzaehlt, verwertet hatte er es aber nicht. BurkS war auch die einzige
Person, die ausserdem nicht wusste, dass Tron immer nur Hochdeutsch sprach.
In O23 wurde er ja faelschlich mit Berliner Aktzent beschrieben (S. 9).
Ist also Burkhard Schroeder "Jan Gaspard"? Dienten die ganz offensichtlichen
Fehler in der Beschreibung Trons ("blonde Haare") nur dazu zu verbergen
wie gut informiert der Autor in Wirklichkeit war? Moeglich waere das schon.
Andere haben auch behauptet, dass Burks schon mehrere miteinander streitende
Iddentitaeten im Netz erschuf um damit Aufmerksamkeit zu erhalten. Wuerde
auch hier passen. Aber der Schreibstil von Burks ist anders. So lange es
keine Beweise fuer eine Iddentitaet gibt gehe zumindest ich von der
einfacheren und ueberzeugenderen Annahme aus, dass Burks den O23 Autor nur
unterstuetzte. Sicher nicht fuer lau, denn "Jan Gaspard" ist letztlich auch
nur auf einen schnellen Euro aus.
Das Geheimnis von Offenbarung 23
Im Jahre 1967 veroeffentlichte Leonard C. Lewin in den USA ein Buch mit dem
Titel: "The Report From Iron Mountain: On the Possibility and Desirability
of Peace." Lewin schrieb im Vorwort der Report sei das Werk einer geheimen
Studiengruppe der US Regierung. Er habe das Manuskript von einem Mitglied
dieser Gruppe erhalten. Diese Person stimmte mit dem Report ueberein und
hielt diesen von allgemeinem Nutzen fuer die Gesellschaft. Der Report
forderte im wesentlichen eine Beibehaltung der Ruestungsausgaben und
hielt einen weltweiten Frieden fuer nicht wuenschenswert. Denn die
Faehigkeit zur Kriegsfuehrung sei essentiell fuer einen Staat (zumindest
die USA), seine Wirtschaft und Gesellschaft.
Es gab eine laengere Diskussion in den Medien, ob der Report echt sei und
seine Schlussfolgerungen richtig. Lewin behauptete dann 1972 alles sei
eine von ihm selbst geschriebene Satire. Er koenne dies auch beweisen, da
er spezielle Fehler in das Buch einbaute. Sicher ist jedenfalls, dass
Lewin mit dem Report einen Klassiker unter den Verschwoerungstheorien
veroeffentlichte. Ob der Autor von O23 je davon gehoert hatte darf man
bezweifeln. Burks kann man das aber schon zutrauen.
Wer Trons Geschichte kennt und es schafft O23 bis zum Ende zu lesen, der
wird tatsaechlich an eine Satire erinnert. Eine sehr schlechte Satire
zumindest. Haette der Autor seinen Realnamen verwendet, so haetten es die
meisten fuer ein Pseudo gehalten und das Buch fuer eine "Luegengeschichte".
Aber selbst die O23 Werbung bei Amazon geht deutlich ins satirische. Der
Pseudonyme Autor "Jan Gaspard" wurde so vorgestellt:
"Einer der verwegensten Rechercheure des 21. Jahrhunderts. Ein Mann mit
vielen Biografien. 64 verschiedene Visitenkarten geben seine
augenblickliche Existenz wieder. Er hat f³r Unternehmen von Axel Springer,
Leo Kirch, Rupert Murdoch, Ross Perot, Dick Cheney und vielen mehr
gearbeitet. Vier Bundeskanzler hat er pers÷nlich kennen gelernt. Einen hat
er f³r seinen Auftritt im Zirkel der mSchtigsten Wirtschaftsbosse der Welt
vorbereitet. Sein bisher gr÷ ter und wohl frechster Coup. Und keiner hat
geahnt, mit wem er es da eigentlich wirklich zu tun hatte. Keiner kannte
und kennt die wahre IdentitSt des Mannes mit dem Laptop. Des Mannes, der
wahrlich keine Geheimnisse kennt."
Der letzte Satz wurde von den meisten als peinlicher Fehler interpretiert.
Aber warum sollte der Verlag das dann bis heute, also bald ein Jahr lang,
so stehen lassen? Im Buch gibt es noch eine aehnliche Stelle. Auf Seite 78
steht der Satz: "Tron kannte keine Geheimnisse." Man kann ihn so
interpretieren, dass Tron nichts geheim halten wollte. Aber selbst das passt
nicht in die Story. Denn ganz O23 ist aufgebaut als eine Schnitzeljagd nach
Geheimnissen von Tron. Erfundene Geheimnisse eines erfundenen Tron natuerlich.
All das legt nahe, dass der Autor irgendwann, wahrscheinlich wenn sich
Folge 50 nicht mehr verkauft, das ganze Projekt O23 als Satire enthuellt.
Zuvor wird O23 neben "Illuminatus!" als Kultobjekt der Hackerszene
hochgejubelt. Um dann um so besser zeigen zu koennen wie laecherlich unreif
Hacker und ihre Verschwoerungstheorien doch sind. Nebenbei hat man damit
auch noch den echten Tron mit ins Reich der Satire verschoben: Alles Mythos,
nichts ist wahr und Burks hat das ja schon immer so gesagt.
--
www.tronland.net
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