mein Nachbar (EG) und ich (2.OG) haben jeweils einen 10.000er
Cable-Internetzugang von Unitymedia. Jetzt haben wir beiden uns überlegt
(da wir ohnehin nie gleichzeitig on sind) die zu einem 20.000er Zugang
zu bündeln.
Ist das Möglich? Hat da jemand Erfahrung? Brauche ich dafür einen Server
(wenn ja, welche Dienste usw. unter Linux?) Kabel können wir leider
nicht ziehen, da zwei Stockwerke dazwischen liegen und meine Vermieterin
am ausflippen war als ich sie gefragt habe (obwohl der im EG ihr Sohn
ist), es müsste also über WLAN laufen (irgendwie). Ist das möglich?
LG
Frank
Möglich ist es, aber nicht besonders praktikabel, zum einen wegen dem
langsamen WLAN, zum anderen wegen der Kosten, und außerdem bringt's bei
weitem keine Verdoppelung der Geschwindigkeit - nicht bei zwei Nutzern.
Für solche Zwecke gibt's spezielle Router mit Lastverteilung.
Selberbasteln miot Linux geht auch, ist aber komplizierter.
(Wir hätten auch noch einen dritten im Haus, der auch einen solchen
Anschluß hat aber ich pers. finde den enorm unsympatisch, sodass ich ihn
nicht fragen werde - oder nur im absoluten Notfall).
Gibt's evtl. irgendwo eine Internetseite, wo was zum mit "Linuxbasteln"
beschrieben ist oder, wo es zumindest irgendwelche Infos gibt? Wie heißt
das, was ich vor habe - wonach googlen?
Habe schon nach ethernet bonding, lan bonding usw. geschaut aber das
funtzt glaube ich nicht, so wie ich das bisher verstanden habe (anderes
OSI Layer usw.).
LG Frank
Bernhard Geier schrieb:
Eine LUG kann Dir Starthilfe geben. Ansonsten findest Du hier einiges
als Anfangspunkte:
<http://de.wikipedia.org/wiki/TCP/IP>
<http://de.wikipedia.org/wiki/Linux>
Viele Grüsse,
VB.
--
Bitte beachten Sie auch die Rückseite dieses Schreibens!
Das Fachwort für dein Vorhaben heißt "Bonding". Praktisch realisiert
ist sowas im Viprinet VPN Router. Dort aber für 3-4 UMTS Karten. Als
kostenlose Variante unter Linux hab ich nix gefunden, bin aber gerade
dabei ne eigene Linux-Distribution zu bauen. Ich nehm das in die
Wunschliste mit auf.
Das Hauptproblem scheint wohl zu sein, dass jeder Internet-zugang
ne eigene IP-Adresse vom Provider kriegt und man die irgendwie
zusammenfriemeln muss.
> Das Hauptproblem scheint wohl zu sein, dass jeder Internet-zugang
> ne eigene IP-Adresse vom Provider kriegt und man die irgendwie
> zusammenfriemeln muss.
Japp,... genau damit bin ich auch am verzweifeln :-( Was auch Kacke ist,
ist, dass wenn man eine Anfrage sonstwohin über zwei verschiedene
IP-Adressen geteilt rausschickt... kommt entweder nix oder Müll zurück :-(
Ich habe mir auch mal überlegt etwas passendes zu basteln.
Allerdingst braucht man dafür einen Gegenstelle mit schneller
Internetanbindung.
Gerade für Linux und UMTS schien mir das eine Lösung
zu sein. Leider habe ich irgendwann mitbekommen, dass
UMTS und GPRS eine Datenrate pro Basisstation hat, die
sich alle Nutzer teilen.
Bei Kabelmodem's und PLC ist es vergleichbar. Auch
hier gibt es eine Gesamtdatenrate, die sich alle Nutzer
teilen. Wenn jetzt eine Gesamtdatenrate von 15MBit
vorhanden ist, so kommen keine 20Mbit bei einer
2*10MBit Schaltung raus. Selbstverständlich ist dem
Netzbetreiber daran gelegen, dass die Nutzer davon
erfahren, weswegen man solche Details in Schrift-
größe 4 im Tonersparmodus druckt.
Allerdings handelt man sich viele zu bewältigende
Probleme ein:
- Reihenfolge der Datenpakete entspricht nicht
der Sendereihenfolge
- Verlust von Datenpaketen
- Manipulation von Datenpaketen
- unterschiedliche Laufzeiten auf den Strecken
Soweit es sich um verschiedene Ziele handelt braucht
es keine Gegenstelle im Internet, da hier vergleichbar
NAT jedes neue Ziel seine source-IP/Port vom Router
bekommt. Damit lädt dann aber eine Webseite nicht
mehr unbedingt schneller.
Gibt es ein howto wie man mit einer zweite öffentlichen
IP umgeht. (schließlich ist sie ja bezahlt) Reicht es
einfach in iptables die Pakete für die Interfaces getrennt
freizugeben und aufs auto-routing zu vertrauen?
Bei einem einzigen Download bringt dir das Ganze nichts, wenn du z.B.
zwei parallele Downloads hast und dein Nachbar grade nichts machst
kannst du seine Leitung für den zweiten Download mitnutzen (und
andersrum). Das gilt auch für Uploads.
Dein Rechner hat dann nicht mehr eine öffentliche IP-Adresse sondern zwei.
Frank Adolf schrieb:
Volker Birk schrieb:
> Geht's vielleicht noch ungenauer?
Ja: lartc.
> Volker Birk schrieb:
> > <http://de.wikipedia.org/wiki/TCP/IP>
> > <http://de.wikipedia.org/wiki/Linux>
Wolf'Linux advanced Routing and Traffic Shaping HowTo'gang
BTW: Dieser Fred l�uft || in dcoulm.
--
Nirgendwo h�ngt der Schulerfolg so stark von Einkommen und Vorbildung
der Eltern ab wie in D'land. Das dt. Schulsystem versagt bei der
F�rderung von Arbeiter- und Migrantenkindern. (dpa/FTD 22.11.04)