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Re: [fr]Betonung "bresso"

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Joachim Pense

unread,
Mar 1, 2013, 5:46:14 PM3/1/13
to
Am 01.03.2013 23:32, schrieb Stefan Ram:
> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch,de.etc.sprache.misc
>
> Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>> On Fri, 1 Mar 2013, Lothar Frings wrote:
>>> Sie sprechen es wie ein wie ein französisches "bressoh
>>> (Betonung auf der zweiten Silbe), nicht wie ein italienisches
>>> "bresso" (Betonung auf der ersten).
>> Die Bresse, wo solcher Käse eine Spezialität ist, liegt ja auch in
>> Frankreich.
>

Früher wurde das "Bressot" geschrieben, irgendwann hat man das
inDeutschland auf "Bresso" geändert. In dieser Schreibweise ganz klar
"Pr'essoh"

Joachim
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Helmut Richter

unread,
Mar 2, 2013, 5:12:41 AM3/2/13
to
On Sat, 2 Mar 2013, Stefan Ram wrote:

> Für einen Ungebildeten (ich habe nie Französisch gelernt) ist dies
> ganz schön verwirrend. Mit einer Web-Suchmaschine fand ich folgende
> Aussagen auf verschiedenen Web-Seiten:
>
> - Im Französischen gibt es keinen Wortakzent.
> (Es gibt vielmehr einen Akzent für prosodische Wortgruppen
> [wohl auch »Satzakzent« genannt].)

Das ist im Deutschen auch so. Wer betont schon jedes Wort? Man betont im
vorvorigen Satz das "auch" mit einem Hauptton und "Deu-" mit einem
Nebenton und den Rest gar nicht.

Im Französischen ist nur dieser Effekt dadurch noch wesentlich stärker, dass
zusammengehörige Phrasen im Satz wirklich zu phonetischen Wörtern verschmolzen
werden, während im Deutschen die einzelnen Wörter stärker isoliert gesprochen
werden, u.a. mittels des Glottisschlages, z.B. "er hat ein Ei"
[?e6,hat?aen'?ae] statt "il a un œuf" [ilaE~'nœf].

> - Im Französischen wird immer die Endsilbe eines Wortes betont.

Dem würde ich zustimmen. Vorsicht bei "stummem" -e am Wortende: nicht nur in
vielen, vor allem südlichen Dialekten wird es als Schwa gesprochen, sondern
meist auch beim hochsprachlichen Singen. Das ist dann natürlich nicht betont.

> - Im Französischen ist für ein bestimmtes Wort keine bestimmte
> Silbe als Trägerin des Wortakzentes festgelegt, vielmehr darf
> jede Silbe dafür beim Sprechen gewählt werden.

Das halte ich eher für eine total überdrehte Formulierung, dass der Wortakzent
eine geringere Rolle spielt als im Deutschen. Wer frei wählt, wird meist
danebenliegen.

(Schweizer, soweit ich weiß auch Welschschweizer, haben eine Tendenz, öfter
eine weiter vorne liegende Silbe stärker zu betonen. So charmant das klingen
mag: aus dem Munde eines Fremden klingt jeder spezielle Akzent eher
lächerlich.)

--
Helmut Richter

Christian Weisgerber

unread,
Mar 2, 2013, 3:35:06 PM3/2/13
to
Stefan Ram <r...@zedat.fu-berlin.de> wrote:

> - Im Franzᅵsischen gibt es keinen Wortakzent.
> (Es gibt vielmehr einen Akzent fᅵr prosodische Wortgruppen
> [wohl auch ᅵSatzakzentᅵ genannt].)

Das ist korrekt. Die Betonung liegt auf der letzten Vollsilbe (kein
Schwa) der prosodischen Wortgruppe.[1]

> - Im Franzᅵsischen wird immer die Endsilbe eines Wortes betont.

Falsch, auᅵer wenn man ein Wort allein ausspricht und es damit seine
eigene prosodische Wortgruppe bildet.

Wenn franzᅵsische Fremdwᅵrter in eine Sprache mit freiem Wortakzent
wie Deutsch ᅵbernommen werden, dann werden sie dort typischerweise
auf der letzten Silbe betont.

> - Im Franzᅵsischen ist fᅵr ein bestimmtes Wort keine bestimmte
> Silbe als Trᅵgerin des Wortakzentes festgelegt, vielmehr darf
> jede Silbe dafᅵr beim Sprechen gewᅵhlt werden.

Unsinn.

----
[1] Fagyal/Kibbee/Jenkins, French: A Linguistic Introduction,
Cambridge University Press, 2006.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
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Helmut Richter

unread,
Mar 3, 2013, 12:15:39 PM3/3/13
to
On Sun, 3 Mar 2013, Stefan Ram wrote:

> Da mehrere Autoren hier widersprachen:
>
> »Das Französische z.B. hat einen beweglichen Wortakzent;
> in einem Wort wie université kann er auf jede der fünf
> Silben fallen.«

Da warte ich mal auf das erste Tondokument, bei dem eine der drei
mittleren Silben betont wird (die erste hat einen Nebenton, und
vielleicht kann man durch einen Gegensatz diversité--université ihr sogar
den hauptton verpassen); dann werde ich das glauben. Vorher nicht.
Ich bin nicht in der Lage, einen Satz zu bauen, in dem das nicht grob
daneben klingt.

Ich halte die Aussage nach wie vor für Quatsch.

--
Helmut Richter
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Oliver Cromm

unread,
Mar 4, 2013, 1:02:10 PM3/4/13
to
* Joachim Pense:

> Am 01.03.2013 23:32, schrieb Stefan Ram:
>> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch,de.etc.sprache.misc
>>
>> Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>>> On Fri, 1 Mar 2013, Lothar Frings wrote:
>>>> Sie sprechen es wie ein wie ein französisches "bressoh
>>>> (Betonung auf der zweiten Silbe), nicht wie ein italienisches
>>>> "bresso" (Betonung auf der ersten).
>>> Die Bresse, wo solcher Käse eine Spezialität ist, liegt ja auch in
>>> Frankreich.

Der Name kommt sicher daher, was unter dem Namen verkauft wird,
ist aber großenteils keine Spezialität der Bresse, scheint mir.

> Früher wurde das "Bressot" geschrieben, irgendwann hat man das
> inDeutschland auf "Bresso" geändert.

Ich finde keinen Hinweis darauf, daß dieser Käse in Frankreich
verkauft wird. Die Herstellerfirma (Bongrain) hat in Frankreich
als verwandten Namen nur den Weichkäse "Bresse Bleu" im Angebot,
die Marke "Bresso" nur in Deutschland und Österreich.

--
Failover worked - the system failed, then it was over.
(freely translated from a remark by Dietz Proepper
in de.alt.sysadmin.recovery)

Lanarcam

unread,
Mar 4, 2013, 1:22:22 PM3/4/13
to
Le 04/03/2013 19:02, Oliver Cromm a �crit :
> * Joachim Pense:
>
>> Am 01.03.2013 23:32, schrieb Stefan Ram:
>>> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch,de.etc.sprache.misc
>>>
>>> Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>>>> On Fri, 1 Mar 2013, Lothar Frings wrote:
>>>>> Sie sprechen es wie ein wie ein franz�sisches "bressoh
>>>>> (Betonung auf der zweiten Silbe), nicht wie ein italienisches
>>>>> "bresso" (Betonung auf der ersten).
>>>> Die Bresse, wo solcher K�se eine Spezialit�t ist, liegt ja auch in
>>>> Frankreich.
>
> Der Name kommt sicher daher, was unter dem Namen verkauft wird,
> ist aber gro�enteils keine Spezialit�t der Bresse, scheint mir.
>
>> Fr�her wurde das "Bressot" geschrieben, irgendwann hat man das
>> inDeutschland auf "Bresso" ge�ndert.
>
> Ich finde keinen Hinweis darauf, da� dieser K�se in Frankreich
> verkauft wird. Die Herstellerfirma (Bongrain) hat in Frankreich
> als verwandten Namen nur den Weichk�se "Bresse Bleu" im Angebot,
> die Marke "Bresso" nur in Deutschland und �sterreich.
>
Das ist wahr, man findet keinen "Bresso" K�se in Frankreich.

Hanspeter Mathys

unread,
Mar 4, 2013, 1:54:16 PM3/4/13
to
Am 04.03.2013 19:02, schrieb Oliver Cromm:
> "Bresse Bleu" im Angebot,
> die Marke "Bresso" nur in Deutschland und Österreich.

"Bresse Bleu" oder "Bleu de Bresse" ist ein französischer. rezenter
Blauschimmelkäse. Bei diesem "Bresso" handelt es sich um gewöhnlichen,
wahrscheinlich ziemlich faden Frischkäse. Das sind zwei völlig
verschiedene Käsesorten. M.W. stammt der deutsche "Bresso" gar nicht aus
Frankreich. Ursprünglich hiess der deutsche "Bresso" "Bressot" - was
einen gewissen französischen Touch hatte. Weshalb das "t" am Schluss
später weggelassen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bleu_de_Bresse
http://bresso.de/produkthistorie.phtml

Gruss
H.P. Mathys

Joachim Pense

unread,
Mar 4, 2013, 3:18:20 PM3/4/13
to
Am 04.03.2013 19:02, schrieb Oliver Cromm:

>
>> Fr�her wurde das "Bressot" geschrieben, irgendwann hat man das
>> inDeutschland auf "Bresso" ge�ndert.
>
> Ich finde keinen Hinweis darauf, da� dieser K�se in Frankreich
> verkauft wird. Die Herstellerfirma (Bongrain) hat in Frankreich
> als verwandten Namen nur den Weichk�se "Bresse Bleu" im Angebot,
> die Marke "Bresso" nur in Deutschland und �sterreich.
>

Kann ja alles sein. Aber fr�her hie� das Zeug in Deutschland "Bressot",
und heute "Bresso".

Joachim.

Joachim Pense

unread,
Mar 4, 2013, 3:19:15 PM3/4/13
to
Am 04.03.2013 19:54, schrieb Hanspeter Mathys:
> Am 04.03.2013 19:02, schrieb Oliver Cromm:
>> "Bresse Bleu" im Angebot,
>> die Marke "Bresso" nur in Deutschland und �sterreich.
>
> "Bresse Bleu" oder "Bleu de Bresse" ist ein franz�sischer. rezenter
> Blauschimmelk�se. Bei diesem "Bresso" handelt es sich um gew�hnlichen,
> wahrscheinlich ziemlich faden Frischk�se. Das sind zwei v�llig
> verschiedene K�sesorten. M.W. stammt der deutsche "Bresso" gar nicht aus
> Frankreich. Urspr�nglich hiess der deutsche "Bresso" "Bressot" - was
> einen gewissen franz�sischen Touch hatte. Weshalb das "t" am Schluss
> sp�ter weggelassen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
>

So ist das. Nix Blauschimmel, und das "t" ist irgendwann verschwunden.

Joachim

Helmut Richter

unread,
Mar 4, 2013, 5:16:30 PM3/4/13
to
On Mon, 4 Mar 2013, Oliver Cromm wrote:

> Der Name kommt sicher daher, was unter dem Namen verkauft wird,
> ist aber gro�enteils keine Spezialit�t der Bresse, scheint mir.

Weicher Blauschimmelk�se aus Kuhmilch wird unter dem Namen "Bresse Bleu"
verkauft und stammt aus der Bresse. Ich ging bis jetzt davon aus, dass das in
der Bresse Tradition hat, die �lter als diese Marke ist, kann das aber nicht
�berpr�fen. Ebenso ging ich davon aus, dass die �hnlichkeit des Namens einer
deutschen Sorte von weichem Blauschimmelk�se aus Kuhmilch beabsichtigt ist.

Sonst kenne ich an franz�sischem Blauschimmelk�se den Roquefort aus dem
Aveyron. Der ist aber kr�melig-feucht und wird aus Schafsmilch gemacht, sieht
also ganz anders aus und schmeckt ganz anders.

> Ich finde keinen Hinweis darauf, da� dieser K�se in Frankreich
> verkauft wird. Die Herstellerfirma (Bongrain) hat in Frankreich
> als verwandten Namen nur den Weichk�se "Bresse Bleu" im Angebot,
> die Marke "Bresso" nur in Deutschland und �sterreich.

Das wird wohl so sein.

--
Helmut Richter

Oliver Cromm

unread,
Mar 4, 2013, 6:21:38 PM3/4/13
to
* Hanspeter Mathys:

> Am 04.03.2013 19:02, schrieb Oliver Cromm:
>> "Bresse Bleu" im Angebot,
>> die Marke "Bresso" nur in Deutschland und �sterreich.
>
> "Bresse Bleu" oder "Bleu de Bresse" ist ein franz�sischer. rezenter
> Blauschimmelk�se. Bei diesem "Bresso" handelt es sich um gew�hnlichen,
> wahrscheinlich ziemlich faden Frischk�se. Das sind zwei v�llig
> verschiedene K�sesorten.

Richtig, aber es ging auch um den Namen; den Zusammenhang mit
"Bresse" hat Helmut R. vermutet.

Es gibt unter dem Namen "Bresso" auch Weichk�se, aber keinen
blauen - n�heres wei� ich nicht, auch nicht, wo der hergestellt
wird. Die Firma dahinter ist allerdings franz�sisch.

--
Who would know aught of art must learn and then take his ease.

Oliver Cromm

unread,
Mar 4, 2013, 6:21:41 PM3/4/13
to
* Joachim Pense:
Die Aussage "man hat das in Deutschland ge�ndert" impliziert halt,
da� man es anderswo bei "Bressot" belassen habe, aber das stimmt
so nicht. Eher so:

Der in Deutschland verkaufte K�se, der sich fr�her franz�selnd
"Bressot" nannte, wurde irgendwann zu "Bresso".

--
People are not onions, as he so reasonably pointed out,
they stay under.
-- Margaret Atwood, Surfacing, p.104

Helmut Richter

unread,
Mar 5, 2013, 3:06:40 AM3/5/13
to
On Mon, 4 Mar 2013, Helmut Richter wrote:

> Ebenso ging ich davon aus, dass die �hnlichkeit des Namens einer
> deutschen Sorte von weichem Blauschimmelk�se aus Kuhmilch beabsichtigt ist.

Da lag ich wohl falsch. Bresso[t] macht keinen Blauschimmelk�se.

Und ob sie mit Frankreich was am Hut haben au�er dem "s�dfranz�sischen
Lebensstil" dessen ja jeder pflegen kann, geht aus dem Webauftritt schon
mal nicht hervor.

--
Helmut Richter

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Apr 9, 2013, 4:23:33 PM4/9/13
to
Stefan Ram wrote:

> Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>> Das musste ich zweimal lesen. Es gibt ja durchaus Wellen aus
>> Schwermetall; nur heißen die auf Englisch nicht "wave".
>
> »The most probably explanation of this involves the
> migration of the wave of heavy metal sulphide deposits
> through the bed.« (Quelle: Web-Suche)

Korrekt ist jedoch:

”The most _probable_ explanation of this involves the migration of the
wave of heavy metal sulphide deposits through the bed.”

“probably” ist hier fhcsal, denn erforderlich ist nicht ein Adverb, sondern
ein Adjektiv (zum Substantiv /explanation/):

„Die wahrscheinlichste Erklärung beinhaltet …“.

Alternativ, mit Bedeutungsveränderung:

“Most probably the explanation of this *is* the migration of the wave of
heavy metal sulphide deposits through the bed.”

(„Höchstwahrscheinlich ist die Erklärung dafür …“)

> Hier geht es eigentlich um »sulphide deposits«, aber die
> enthalten ihrerseits Schwermetalle. Ist also nahe dran.

Nein. “{{heavy metal} sulphide}” ist ein feststehender Begriff, wobei das
angehängte “deposits” daraus ein noch längeres Kompositum macht (im
Englischen werden dabei in der Regel keine Bindestriche gesetzt). “Heavy
metal” (Schwermetall-) “sulphides” (Sulfide; AE: /sulfides/ [1]) ist dabei
die Gruppe aller Sulfide, die neben Sulfid (S²⁻)- auch aus Schwermetall-
Ionen zusammengesetzt sind. [2]

Es geht hier um die Verlagerung/Wanderung (/migration/) der Welle (/wave/)
der *Ablagerungen* (/deposits/) von Schwermetallsulfiden (/heavy metal
sulphides/) bzw. Schwermetallsulfid-Mineralen, wie zum Beispiel CuFeS₂
(Chalkopyrit, /chalcopyrite/). Zum Beispiel Cu (Kupfer, /copper/, von lat.
/cuprum/) und Fe (Eisen; /iron/, jedoch auch /ferrite/ in Zusammensetzungen,
von lat. /ferrum/) gelten als Schwermetalle (“heavy metals”).

Die Welle (/wave/) ist hier IMHO als ein sich in zeitlichen Abständen
wiederholendes Ereignis zu verstehen.

Siehe auch: <http://de.wikipedia.org/wiki/Bioleaching> f.


[1]
<http://dict.leo.org/ende/?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=&search=sulphide>
[2] <http://en.wikipedia.org/wiki/Sulfide_mineral>


F'up2 .misc

--
PointedEars, IANAC

Twitter: @PointedEars2
Please do not Cc: me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Apr 9, 2013, 4:34:31 PM4/9/13
to
Stefan Ram wrote:

> [repost] Durch einen von mir begangenen Fehler ist mein
> Posting <wave-2013...@ram.dialup.fu-berlin.de> auf
> einigen Newsservern nicht lesbar. Daher hier ein Repost. Ich
> bitte um Entschuldigung, falls jemand dies nun doppelt sieht!
>
> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch,de.etc.sprache.misc
>
> Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>>Das musste ich zweimal lesen. Es gibt ja durchaus Wellen aus Schwermetall;
>>nur heißen die auf Englisch nicht "wave".
>
> »The most probably explanation of this involves the
> migration of the wave of heavy metal sulphide deposits
> through the bed.« (Quelle: Web-Suche)
>
> Hier geht es eigentlich um »sulphide deposits«, aber die
> enthalten ihrerseits Schwermetalle. Ist also nahe dran.

Fhcsal, siehe <news:5648304.y...@PointedEars.de>.

F'up2 .misc

--
PointedEars

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Apr 9, 2013, 4:34:52 PM4/9/13
to
Stefan Ram wrote:

> [repost][repost] Durch zwei von mir begangene Fehler sind meine
> Postings <wave-2013...@ram.dialup.fu-berlin.de> und
> leider nun auch <wave-20130301...@ram.dialup.fu-berlin.de>
> auf einigen Newsservern nicht lesbar. Daher hier noch ein Repost.
> Ich bitte um Entschuldigung, falls jemand dies nun doppelt
> oder dreifach sieht!
>
> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch,de.etc.sprache.misc
>
> Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>>Das musste ich zweimal lesen. Es gibt ja durchaus Wellen aus Schwermetall;
>>nur heißen die auf Englisch nicht "wave".
>
> »The most probably explanation of this involves the
> migration of the wave of heavy metal sulphide deposits
> through the bed.« (Quelle: Web-Suche)
>
> Hier geht es eigentlich um »sulphide deposits«, aber die
> enthalten ihrerseits Schwermetalle. Ist also nahe dran.

Immer noch alchfs, siehe <news:5648304.y...@PointedEars.de>.

Lothar Frings

unread,
Apr 9, 2013, 5:33:23 PM4/9/13
to
Thomas 'PointedEars' Lahn tat kund:

> Stefan Ram wrote:
> > Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
> >> Das musste ich zweimal lesen. Es gibt ja durchaus Wellen aus
> >> Schwermetall; nur heißen die auf Englisch nicht "wave".
>
> >       »The most probably explanation of this involves the
> >       migration of the wave of heavy metal sulphide deposits
> >       through the bed.« (Quelle: Web-Suche)
>
> Korrekt ist jedoch:
>
>   ”The most _probable_ explanation of this involves the migration of the
>    wave of heavy metal sulphide deposits through the bed.”

Ja, das weiß wohl jeder mit mehr als einem Jahr Schulenglisch.

>
> “probably” ist hier fhcsal, denn erforderlich ist nicht ein Adverb, sondern
> ein Adjektiv (zum Substantiv /explanation/):
>
>   „Die wahrscheinlichste Erklärung beinhaltet …“.
>
> Alternativ, mit Bedeutungsveränderung:
>
>   “Most probably the explanation of this *is* the migration of the wave of
>    heavy metal sulphide deposits through the bed.”
>
>   („Höchstwahrscheinlich ist die Erklärung dafür …“)
>
> >   Hier geht es eigentlich um »sulphide deposits«, aber die
> >   enthalten ihrerseits Schwermetalle. Ist also nahe dran.
>
> Nein.  “{{heavy metal} sulphide}” ist ein feststehender Begriff, wobei das
> angehängte “deposits” daraus ein noch längeres Kompositum macht (im
> Englischen werden dabei in der Regel keine Bindestriche gesetzt).  “Heavy
> metal” (Schwermetall-) “sulphides” (Sulfide; AE: /sulfides/ [1]) ist dabei
> die Gruppe aller Sulfide, die neben Sulfid (S²⁻)- auch aus Schwermetall-
> Ionen zusammengesetzt sind. [2]
>
> Es geht hier um die Verlagerung/Wanderung (/migration/) der Welle (/wave/)
> der *Ablagerungen* (/deposits/) von Schwermetallsulfiden (/heavy metal
> sulphides/) bzw. Schwermetallsulfid-Mineralen, wie zum Beispiel CuFeS₂
> (Chalkopyrit, /chalcopyrite/).  Zum Beispiel Cu (Kupfer, /copper/, von lat.
> /cuprum/) und Fe (Eisen; /iron/, jedoch auch /ferrite/ in Zusammensetzungen,
> von lat. /ferrum/) gelten als Schwermetalle (“heavy metals”).
>
> Die Welle (/wave/) ist hier IMHO als ein sich in zeitlichen Abständen
> wiederholendes Ereignis zu verstehen.

Sorry, ich bin wohl zwischendrin eingenickt.
Aber war ja wohl auch nix Wichtiges.

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Apr 9, 2013, 5:46:46 PM4/9/13
to
Lothar Frings wrote:

> Thomas 'PointedEars' Lahn tat kund:
>> Stefan Ram wrote:
>> > Helmut Richter <hh...@web.de> writes:
>> >> Das musste ich zweimal lesen. Es gibt ja durchaus Wellen aus
>> >> Schwermetall; nur heißen die auf Englisch nicht "wave".
>> >
>> > »The most probably explanation of this involves the
>> > migration of the wave of heavy metal sulphide deposits
>> > through the bed.« (Quelle: Web-Suche)
>>
>> Korrekt ist jedoch:
>>
>> ”The most _probable_ explanation of this involves the migration of the
>> wave of heavy metal sulphide deposits through the bed.”
>
> Ja, das weiß wohl jeder mit mehr als einem Jahr Schulenglisch.

Deshalb stand da ja auch noch mehr.

>> [Schwermetallsulfide]
> Sorry, ich bin wohl zwischendrin eingenickt.

Gut. Nur die Studenten, die genügend Intelligenz besitzen, dem Thema zu
folgen, sind zum Schluss noch wach.

> Aber war ja wohl auch nix Wichtiges.

Nicht alles, was Du nicht verstehst, ist deshalb auch nicht wichtig.



--
PointedEars
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