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Kai-Uwe Thiessenhusen  
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 More options Sep 25 2001, 10:40 am
Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch
From: Kai-Uwe Thiessenhusen <k...@gmx.li>
Date: 25 Sep 2001 14:31:23 GMT
Local: Tues, Sep 25 2001 10:31 am
Subject: Re: Bahnerdeutsch

Martin Gerdes <martin.ger...@gmx.de> wrote:
> erm...@compuserve.com (Markus Ermert) schrieb:
>>Sehe ich anders. Bei der DR war es vielerorts üblich, sowohl Gleise als  
>>auch Bahnsteige zu nummerieren bzw. durchzubuchstabieren. Das führte an  
>>vielen Bahnhöfen zu Verwirrung bzw. unnötigem Buchstaben-Zahlensalat.
> Die Numerierung und Buchstabierung der Bahnsteige finde ich
> sehr viel leichter nachzuvollziehen als den obigen Absatz.

Ja, und ich fuerchte, Du hast dieses Ziel bei diesem Absatz nicht so
ganz erreicht. ;-)

> Wo siehst Du Probleme?
> Die Gleise sind durchnumeriert, die Nummern sind an den
> Treppenaufgängen in aller Regel wiederholt, und die
> Bahnsteige tragen Buchstaben von A bis F. Die Buchstaben
> korrespondieren mit dem Wagenstandsanzeiger, so daß man sich
> passend zur Reservierung auf den Bahnsteig stellen kann.

Das meinte Markus nicht.
Markus meinte ein System, dass es in den 70er/80er-Jahren
in und um Berlin (und nicht in der Rest-DDR) gab. Dort waren
die Gleise zwar numeriert, aber das tauchte auf den
Abfahrtsplaenen nicht auf. Dort stand nur "15.14 Uhr,
Bahnsteig D".
Dann ging man auf diesen Bahnsteig, wo dann gesagt und
angezeigt wurde, ob der Zug von der einen Seite (Gleis 22)
oder von der anderen (Gleis 21) faehrt.

Mit den damals im Westen und heute generell ueblichen
Bahnsteigabschnitten hatte das nichts zu tun.

> Manchmal fahren zwei Züge zu praktisch gleicher Zeit am
> gleichen Bahnsteig ab (v.A. Vorort-Kurzzüge - S-Bahn), das
> ist aber stets mit einem zusätzlichen "Vorsicht!" gut
> ausgeschildert.

Solche Verfahrensweise halte ich fuer ein Argument dafuer,
dass das seinerzeitige Berliner System gar nicht so unueber-
sichtlich war. Dort musste man im Zweifelsfall nur einige
Meter quer ueber den Bahnsteig; auch fuer die alte Oma
ein kuerzer Weg als laengs ueber den Bahnsteig zum richtigen
Zug/Wagen. Und uebersichtlicher als die Frage, wo nun auf
einem Bahnhof mit nur 3 Fernbahnsteigen Gleis 21 zu suchen ist.

Kai


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