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woertliche Rede

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Christina Kunze

unread,
May 14, 2013, 7:31:41 AM5/14/13
to
Ich kᅵmpfe mal wieder mit (gefᅵhlten) Sonderfᅵllen der wᅵrtlichen Rede.
Es geht immer noch um den Text, in dem massenweise verba dicendi
vorkommen, die ich irgendwie sinnerhaltend ᅵndern will.

Damit die Struktur nicht immer so aussieht:
> "So ist das", sagte er. "Ich denke nᅵmlich", fuhr er mit
> erhobener STimme fort, "dass du auch ganz anders handeln
> kᅵnntest. Und ᅵberhaupt", schrie er aufgebracht, "ist das
> eine Schweinerei!", brᅵllte er.
[erfunden, im TExt sind die Redepassagen zwischen den
verba dicendi lᅵnger],

versuche ich, ganze Sᅵtze einzubauen.
Nur weiᅵ ich nicht, ob solche Sᅵtze wie der hier

"Also Zeus", Hera schᅵttelte den Kopf, "was du dir da wieder ausgedacht
hast!"

erlaubt sind, und ob die Zeichensetzung so richtig ist oder eher so sein
sollte:

"Also Zeus!" Hera schᅵttelte den Kopf. "Was du dir da wieder ausgedacht
hast."

(Eigentlich ist das dazwischen ja ein ganzer Satz, andererseits finde
ich, dass die Rede vorn nicht abgeschlossen ist, sondern hinten
weitergeht, deshalb wᅵrde ich gern nach "Zeus" kein Satzzeichen setzen.)

Oder sogar:
Hera schᅵttelte den Kopf: "Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht hast!"

Findet Ihr, dass die erste Version geht? Ich habe gerade auf der
Dudenseite nach den Interpunktionsregeln gesucht, aber so ein Beispiel
habe ich nicht gefunden.

chr

Jakob Achterndiek

unread,
May 14, 2013, 8:06:04 AM5/14/13
to
Am 14.05.2013, 13:31 Uhr, schrieb Christina Kunze <ku...@revesz.de>:

> Ich kᅵmpfe mal wieder mit (gefᅵhlten) Sonderfᅵllen der wᅵrtlichen
> Rede. Es geht immer noch um den Text, in dem massenweise verba
> dicendi vorkommen, die ich irgendwie sinnerhaltend ᅵndern will.

Von den von Dir erwogenen Mᅵglichkeiten scheint mir gleich die
erste die beste zu sein; die Begrᅵndung hast Du selbst gegeben.
> "Also Zeus", Hera schᅵttelte den Kopf, "was du dir da wieder
> ausgedacht hast!"

Was die Suche im Duden betrifft: Irgend jemandem gibt der Duden
frᅵher oder spᅵter doch nach. Dann doch, bitteschᅵn, besser Dir
als jemandem mit weniger gut erwogenen Abweichungen.

j/\a
--

Martin Schoenbeck

unread,
May 14, 2013, 8:06:28 AM5/14/13
to
Hallo Christina,

Christina Kunze schrieb:

> Findet Ihr, dass die erste Version geht? Ich habe gerade auf der
> Dudenseite nach den Interpunktionsregeln gesucht, aber so ein Beispiel
> habe ich nicht gefunden.

Ich finde nur die erste Version wirklich gut. Weil nur die zum Ausdruck
bringt, da� das Kopfsch�tteln direkt mit dem Gesagten zusammenh�ngt und
nicht mit irgendetwas fr�her oder sp�ter gesagtem.

Gru� Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die pa�t so.

Paul Ney

unread,
May 14, 2013, 8:22:08 AM5/14/13
to

"Christina Kunze" <ku...@revesz.de> schrieb am 14.05.2013 13:31 den
Newsbeitrag news:kmt7b0$51k$1...@news.albasani.net

> Ich kämpfe mal wieder mit (gefühlten) Sonderfällen der wörtlichen
> Rede. Es geht immer noch um den Text, in dem massenweise verba dicendi
> vorkommen, die ich irgendwie sinnerhaltend ändern will.

Da sehe ich manche Unklarheiten bzgl. des "sinnerhaltend ändern", denn
Dir liegen Absätze vor, wo die Rede des/r Sprechers/in durch Hinweise
zur Aussprache und Mimik unterbrochen wird. Wird die Rede zu einem
ganzen Satz bzw. Absatz zusammengezogen, gehen die plastischen Meta-
Kommentare verloren. Aber das ist nicht Deine Absicht, nehme ich an.

> Damit die Struktur nicht immer so aussieht:
>> "So ist das", sagte er. "Ich denke nämlich", fuhr er mit
>> erhobener STimme fort, "dass du auch ganz anders handeln
>> könntest. Und überhaupt", schrie er aufgebracht, "ist das
>> eine Schweinerei!", brüllte er.
> [erfunden, im TExt sind die Redepassagen zwischen den verba dicendi
> länger],
>
> versuche ich, ganze Sätze einzubauen.
> Nur weiß ich nicht, ob solche Sätze wie der hier
>
> "Also Zeus", Hera schüttelte den Kopf, "was du dir da wieder
> ausgedacht hast!"

> Oder sogar:
> Hera schüttelte den Kopf: "Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht
> hast!"

Hat Hera ihren hübschen Kopf während der ganzen Rede (spastisch) oder
nur einmal davor geschüttelt?! ;-)

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Carsten Thumulla

unread,
May 14, 2013, 8:40:16 AM5/14/13
to
Am 14.05.2013 14:06, schrieb Martin Schoenbeck:
>
> Ich finde nur die erste Version wirklich gut. Weil nur die zum Ausdruck
> bringt, daᅵ das Kopfschᅵtteln direkt mit dem Gesagten zusammenhᅵngt und
> nicht mit irgendetwas frᅵher oder spᅵter gesagtem.

Ja, aber soll man die Interpunktion bei Verwendung von
Anfᅵhrungsstrichen nicht weglassen?


ct

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
May 14, 2013, 9:10:07 AM5/14/13
to
Christina Kunze wrote:

> Ich kämpfe mal wieder mit (gefühlten) Sonderfällen der wörtlichen Rede.
> Es geht immer noch um den Text, in dem massenweise verba dicendi
> vorkommen, die ich irgendwie sinnerhaltend ändern will.
>
> Damit die Struktur nicht immer so aussieht:
> > "So ist das", sagte er. "Ich denke nämlich", fuhr er mit
> > erhobener STimme fort, "dass du auch ganz anders handeln
> > könntest. Und überhaupt", schrie er aufgebracht, "ist das
> > eine Schweinerei!", brüllte er.

Die letzte Wortgruppe sollte MUSEN weg. Nach dem Ausrufezeichen ist hier
die Rede und Teilhandlung zuende. Das „schrie er aufgebracht“ verstehe ich
als Einschub, beziehe es daher auf beide Teile der Rede, und erwarte danach
nichts mehr.

> [erfunden, im TExt sind die Redepassagen zwischen den
> verba dicendi länger],
>
> versuche ich, ganze Sätze einzubauen.
> Nur weiß ich nicht, ob solche Sätze wie der hier
>
> "Also Zeus", Hera schüttelte den Kopf, "was du dir da wieder ausgedacht
> hast!"
>
> erlaubt sind, und ob die Zeichensetzung so richtig ist oder eher so sein
> sollte:
>
> "Also Zeus!" Hera schüttelte den Kopf. "Was du dir da wieder ausgedacht
> hast."

MUSE erwartet nach dem ersten Teil der Rede ein Komma. Die Schreibung ohne
Komma kommt mir hingegen nicht etwa spanisch, sondern englisch vor.¹ (Zur
Zeit lese ich als E-Book den Sherlock-Holmes-Roman “The Valley of Fear” von
A. C. Doyle; dort wird diese Schreibweise verwendet.)

______
¹ Was ist die Etymologie von „es kommt mir spanisch vor“?

> (Eigentlich ist das dazwischen ja ein ganzer Satz, andererseits finde
> ich, dass die Rede vorn nicht abgeschlossen ist, sondern hinten
> weitergeht, deshalb würde ich gern nach "Zeus" kein Satzzeichen setzen.)
>
> Oder sogar:
> Hera schüttelte den Kopf: "Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht
> hast!"

Passt.

> Findet Ihr, dass die erste Version geht?

Nein, denn ich erwarte dort „sagte Hera kopfschüttelnd“. Wobei „sagte“
durch andere Formen von Ausdrucksverben, wie „flüsterte“, „rief“, „schrie“,
„lachte“, „weinte“ usw. ersetzbar wäre.

> Ich habe gerade auf der Dudenseite nach den Interpunktionsregeln gesucht,
> aber so ein Beispiel habe ich nicht gefunden.

Im Zweifel muss es leicht les- und verstehbar sein, nicht Duden-gerecht.
Die Schreibweise mit Komma oder die Variante mit Doppelpunkt finde ich
leichter lesbar als die ohne; einerseits aus Gewohnheit und andererseits,
weil das Komma bzw. der Doppelpunkt das Gesagte mit der Art, wie es gesagt
wird, verbindet.


HTH

--
PointedEars

Twitter: @PointedEars2
Please do not Cc: me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.
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Christina Kunze

unread,
May 14, 2013, 4:58:35 PM5/14/13
to
Am 14.05.2013 17:00, schrieb Martin Gerdes:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> schrieb:
>
>> "Also Zeus!" Hera sch�ttelte den Kopf. "Was du dir da wieder ausgedacht
>> hast."

Dies ist die Version, in der ich die erste w�rtliche Rede als einen
Hauptsatz und den Satz nach den Anf�hrungszeichen als einen anderen,
unabh�ngigen Hauptsatz verstehe.
Da "sch�ttelte" kein verbum dicendi ist, muss das legitim sein.

"Hilfe!" Die Made kroch aufgeregt zur�ck in die Rinde.

Aber ich sehe, diese meine Auffassung stiftet Verwirrung.

> Oben stimmt die Zeichensetzung, unten fehlt unseren Erstkl�sslern das
> Komma hinter dem ersten Teilsatz. Du bist diesbez�glich offenbar noch
> alten Konventionen verhaftet:
>
> "Also Zeus!", Hera sch�ttelte den Kopf (Komma oder Punkt) "Was du dir da
> wieder ausgedacht hast!"
>
> Wolf Schneider mag "sch�tteln" nicht als verbum dicendi, aber der
> Durchschnittsjournalist heutiger Tage sieht das nat�rlich anders.

Als verbum dicendi st�nde es anderswo:

*"Also Zeus!", sch�ttelte Hera den Kopf.

Diese Verwendung geht nicht nur Herrn Schneider gegen den Strich,
sondern auch mir; ich hoffe, die LEser meiner �bersetzungen sind mir
daf�r dankbar, auf Ungarisch kann n�mlich statt des verbum dicendi jedes
Verb stehen. Kommentar eines Ungarn: Dass da jemand etwas sagt, wei� man
doch, das ist doch redundant. Lustige Auffassung in einer Sprache, die
keine Anf�hrungszeichen benutzt und in der au�erdem die indirekte Rede
im Indikativ steht.

chr

Stefan Schmitz

unread,
May 14, 2013, 5:42:15 PM5/14/13
to
On May 14, 10:58 pm, Christina Kunze <k...@revesz.de> wrote:

> Als verbum dicendi stünde es anderswo:
>
> *"Also Zeus!", schüttelte Hera den Kopf.
>
> Diese Verwendung geht nicht nur Herrn Schneider gegen den Strich,
> sondern auch mir;

Mir gefällt sie jedenfalls wesentlich besser als mit der anderen
Wortstellung.

> ich hoffe, die LEser meiner Übersetzungen sind mir
> dafür dankbar, auf Ungarisch kann nämlich statt des verbum dicendi jedes
> Verb stehen.

Im Deutschen gibt es auch eine große Auswahl verwendbarer Verben. Da
passt 'kopfschütteln' IMHO gerade noch hinein.

> Kommentar eines Ungarn: Dass da jemand etwas sagt, weiß man
> doch, das ist doch redundant.

Finde ich auch. Ständiges "sagte X" ermüdet. Und wenn über längere
Zeit weder gebrüllt noch geflüstert wird, bedarf es gewisser
Kreativität.
Message has been deleted

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
May 14, 2013, 7:07:29 PM5/14/13
to
Christina Kunze wrote:

> Am 14.05.2013 17:00, schrieb Martin Gerdes:
>> Oben stimmt die Zeichensetzung, unten fehlt unseren Erstklässlern das
>> Komma hinter dem ersten Teilsatz. Du bist diesbezüglich offenbar noch
>> alten Konventionen verhaftet:
>>
>> "Also Zeus!", Hera schüttelte den Kopf (Komma oder Punkt) "Was du dir da
>> wieder ausgedacht hast!"
>>
>> Wolf Schneider mag "schütteln" nicht als verbum dicendi, aber der
>> Durchschnittsjournalist heutiger Tage sieht das natürlich anders.
>
> Als verbum dicendi stünde es anderswo:
>
> *"Also Zeus!", schüttelte Hera den Kopf.
>
> Diese Verwendung geht nicht nur Herrn Schneider gegen den Strich,
> sondern auch mir; ich hoffe, die LEser meiner Übersetzungen sind mir
> dafür dankbar, auf Ungarisch kann nämlich statt des verbum dicendi jedes
> Verb stehen. Kommentar eines Ungarn: Dass da jemand etwas sagt, weiß man
> doch, das ist doch redundant. Lustige Auffassung in einer Sprache, die
> keine Anführungszeichen benutzt und in der außerdem die indirekte Rede
> im Indikativ steht.

Dass es sich um eine Übersetzung handelt, ging aus Deinem Posting nicht
hervor. In dem Fall gäbe es noch die Möglichkeit, das von der jeweiligen
Person Gesagte ohne zusätzliches Verb in einem eigenen Absatz
unterzubringen. Ein Beispiel aus einer deutschen Übersetzung von
“Spock’s World” von Diane Duane [1]:

Der Captain nickte. »Sir, ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten,
aber ich muß diese Frage stellen. […]«
Sarek schwieg einige Sekunden lang. »T’Pau /versucht/ nichts«,
antwortete er schließlich. […]
»Ich verstehe«, sagte Kirk.
»[…] oder wenn ich zu dem Schluß komme, daß man übermäßig starken
Druck auf mich ausübt… In dem Fall würde ich sofort zurücktreten.«
»Doch diese Möglichkeit haben Sie bisher nicht wahrgenommen.«
»Man sollte sich nie zu voreiligen Reaktionen hinreißen lassen«,
entgegnete Sarek.


HTH
_________
[1] Duane, Diane. Spocks Welt. S. 102 f. Weltbild, Augsburg 1995.
ISBN 3–89604–113–4.

Daniela Duerbeck

unread,
May 14, 2013, 8:11:39 PM5/14/13
to
Jakob Achterndiek wrote:

> Von den von Dir erwogenen Mᅵglichkeiten scheint mir gleich die
> erste die beste zu sein; die Begrᅵndung hast Du selbst gegeben.

Mir auch, aber hast Du (Christina) mal Recherche betrieben, wie andere
dieses Problem lᅵsen?
Also z.B. in anderen ᅵbersetzten Romanen geschaut, wie da das Problem
gelᅵst wird?

Viele Grᅵᅵe von Dani

Daniela Duerbeck

unread,
May 14, 2013, 8:28:43 PM5/14/13
to
Martin Gerdes wrote:

> Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die

Bl�de Frage: Gibt es das Wort "dorten" �berhaupt?

Viele Gr��e von Dani

Daniela Duerbeck

unread,
May 14, 2013, 8:18:00 PM5/14/13
to
Paul Ney wrote:

> Hat Hera ihren hᅵbschen Kopf wᅵhrend der ganzen Rede (spastisch) oder
> nur einmal davor geschᅵttelt?! ;-)

Ich weiᅵ jetzt nicht, wie Gᅵttinnen reden, aber ich wᅵrde z.b: das "Also
Zeus" kopfschᅵttelnd sagen und den Rest mit stillgehaltenem Kopf.

Also:
"Also Zeus!" meinte Hera kopfschᅵttelnd, "Was Du Dir da wieder
ausgedacht hast."

Stephen Hust

unread,
May 14, 2013, 8:39:07 PM5/14/13
to
Daniela Duerbeck <daniela....@gmx.de> wrote:

> Martin Gerdes wrote:

>> Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch
>> die

> Bl�de Frage: Gibt es das Wort "dorten" �berhaupt?

Ja.

<http://www.dwds.de/?qu=dorten&view=1>

<http://www.duden.de/rechtschreibung/dorten>

--
Steve

My e-mail address works as is.

Paul Ney

unread,
May 14, 2013, 8:46:10 PM5/14/13
to

"Daniela Duerbeck" <daniela....@gmx.de> schrieb am 15.05.2013 02:18
den Newsbeitrag
news:5192d43a$0$6570$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net

> Paul Ney wrote:
>
>> Hat Hera ihren hübschen Kopf während der ganzen Rede (spastisch) oder
>> nur einmal davor geschüttelt?! ;-)
>
> Ich weiß jetzt nicht, wie Göttinnen reden,

Jetzt dürften manche schlafen und ggf. im Schlaf reden...

> aber ich würde z.b: das "Also Zeus" kopfschüttelnd sagen und den Rest
> mit stillgehaltenem Kopf.

... und starrem Blick!

> Also:
> "Also Zeus!" meinte Hera kopfschüttelnd, "Was Du Dir da wieder
> ausgedacht hast."
>
> Viele Grüße von Dani

Au, au! Hast Du da nicht etwas vergessen? Schreib's schnell, bevor die Christina das sieht ;-)

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Volker Gringmuth

unread,
May 15, 2013, 12:49:38 AM5/15/13
to
Christina Kunze wrote:

> auf Ungarisch kann nämlich statt des verbum dicendi jedes
> Verb stehen.

„Im Deutschen geht das auch“, setzen manche Leute sich an ihren
Schreibtisch. „Klingt auch gleich viel kreativer“, legen sie sich die
Tastatur zurecht und beginnen zu tippen: „Ich schreibe erst mal den Brief
an meine Mutter.“


vG

Volker Gringmuth

unread,
May 15, 2013, 12:50:29 AM5/15/13
to
Daniela Duerbeck wrote:

> > Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die
>
> Blöde Frage: Gibt es das Wort "dorten" überhaupt?

Natürlich, steht doch zweimal in diesem Posting. Nasobēme gibts ja auch.


vG

Reinhold {Rey} Aman

unread,
May 15, 2013, 1:59:33 AM5/15/13
to
Paul Ney wrote:
>
> Daniela Duerbeck schrieb:
>>
>> Viele Gr��e von Dani
>>
> Au, au! Hast Du da nicht etwas vergessen?
>
Gottseidank!

Viele ganz liebe Gr��e von

~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~

Gunhild Simon

unread,
May 15, 2013, 2:20:29 AM5/15/13
to
On 15 Mai, 02:39, Stephen Hust <shNOS...@a1.net> wrote:
> Daniela Duerbeck <daniela.duerb...@gmx.de> wrote:
> > Martin Gerdes wrote:
> >> Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch
> >> die
> > Bl de Frage: Gibt es das Wort "dorten" berhaupt?
>
> Ja.
>
> <http://www.dwds.de/?qu=dorten&view=1>
>
> <http://www.duden.de/rechtschreibung/dorten>

Ein jiddisches Lied, gesungen von "Zupfgeigenhansel" so um 1977,
lautet im Titel: "Oi, dorten, dorten".

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
May 15, 2013, 2:24:31 AM5/15/13
to
Laut Ilias und anderen Epen und Dramen der Zeit sollte man Zeus und Hera
nicht ohne weiteres den Kopf schᅵtteln lassen.

Das bedeutet in der griechischen Mythologie mindestens ein Erdbeben der
Stᅵrke sieben und das Ende der matriarchalischen minoischen
Zivilisation, einen Gewittersturm, der ganze Landstriche den Ida oder
Olymp herabschwemmt oder eben den Zusammenbruch des Euro und das
Erwachen aus dem amerikanischen Traum.

--

Roland Franzius

Bertel Lund Hansen

unread,
May 15, 2013, 3:15:23 AM5/15/13
to
Christina Kunze skrev:

[aber ich antworte in einer anderen Reihenfolge:]

> Findet Ihr, dass die erste Version geht?

Ja. Nur so kannst du beschreiben, das irgendeine Reaktion
parallel mit dem Sprechen vorgeht.

> "Also Zeus", Hera sch�ttelte den Kopf, "was du dir da wieder ausgedacht
> hast!"

Wenn du schreibest:

Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht hast!
Hera sch�ttelte den Kopf.

dann sch�ttelt sie es nur nachher, dass sie gesprochen hat.

> erlaubt sind, und ob die Zeichensetzung so richtig ist oder eher so sein
> sollte:

Ich w�rde es so schreiben:

"Also Zeus," Hera sch�ttelte den Kopf, "was du dir da wieder
ausgedacht hast!"

weil der umkr�nzende Satz eigentlich so aussieht:

"Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht hast!"

Aber ich kenne nicht die spezifischen deutschen Regeln.

> Oder sogar:
> Hera sch�ttelte den Kopf: "Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht hast!"

So k�nnte man schreiben, aber die 'gebrochene' version ist
besser.

--
Gru�
Bertel, D�nemark

Helmut Richter

unread,
May 15, 2013, 3:42:20 AM5/15/13
to
On Wed, 15 May 2013, Daniela Duerbeck wrote:

> Martin Gerdes wrote:
>
> > Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die
>
> Blöde Frage: Gibt es das Wort "dorten" überhaupt?

Hier in unserer oberbayerischen Heimat Oberbayern gibts das natürlich, mit
der Unterscheidung zwischen "da hier da" und "da dorten".

Sonst fällt mir das Kirchenlied "Ach, bleib mit deiner Gnade" ein mit der
Verszeile "dass uns beid' hier und dorten sei Güt und Heil beschert",
inzwischen etwas fragwürdig geglättet zu "dass uns sei hier und dorte dein
Güt und Heil beschert". Die zwei "-orte" reimen sich jetzt; vielleicht
taten sie es früher schon einmal. Dichter ist Josua Stegmann (*1588 bei
Meiningen (Thüringen); †1632 in Rinteln (Weserbergland)). Es ist also kein
reiner Südismus.

Man findet auch leicht weitere Belege.

--
Helmut Richter
Message has been deleted

Helmut Richter

unread,
May 15, 2013, 5:52:21 AM5/15/13
to
On Wed, 15 May 2013, Helmut Richter wrote:

> Hier in unserer oberbayerischen Heimat Oberbayern gibts das natürlich, mit
> der Unterscheidung zwischen "da hier da" und "da dorten".
>
> Sonst fällt mir das Kirchenlied "Ach, bleib mit deiner Gnade" ein mit der
> Verszeile "dass uns beid' hier und dorten sei Güt und Heil beschert",
> inzwischen etwas fragwürdig geglättet zu "dass uns sei hier und dorte dein
> Güt und Heil beschert". Die zwei "-orte" reimen sich jetzt; vielleicht
> taten sie es früher schon einmal. Dichter ist Josua Stegmann (*1588 bei
> Meiningen (Thüringen); †1632 in Rinteln (Weserbergland)). Es ist also kein
> reiner Südismus.

War schlecht recherchiert: auch ältere Versionen hatten die Form "dorte".

--
Helmut Richter

Uwe Schickedanz

unread,
May 15, 2013, 6:38:20 AM5/15/13
to
On Wed, 15 May 2013 11:52:21 +0200, Helmut Richter <hh...@web.de>
wrote:

>On Wed, 15 May 2013, Helmut Richter wrote:
>
>> Hier in unserer oberbayerischen Heimat Oberbayern gibts das nat�rlich, mit
>> der Unterscheidung zwischen "da hier da" und "da dorten".
>>
>> Sonst f�llt mir das Kirchenlied "Ach, bleib mit deiner Gnade" ein mit der
>> Verszeile "dass uns beid' hier und dorten sei G�t und Heil beschert",
>> inzwischen etwas fragw�rdig gegl�ttet zu "dass uns sei hier und dorte dein
>> G�t und Heil beschert". Die zwei "-orte" reimen sich jetzt; vielleicht
>> taten sie es fr�her schon einmal. Dichter ist Josua Stegmann (*1588 bei
>> Meiningen (Th�ringen); �1632 in Rinteln (Weserbergland)). Es ist also kein
>> reiner S�dismus.
>
>War schlecht recherchiert: auch �ltere Versionen hatten die Form "dorte".

Man fand das Wort 'dorten'
allerorten -
sogar nebenan.
Nur D�rte,
die st�rte
sich gar sehr daran.

Gru� Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln m�chte, ist es eine gute
Idee, f�r jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist nat�rlich keine gute Idee, alles zu ver�ffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===
Message has been deleted

Joachim Pense

unread,
May 15, 2013, 12:36:28 PM5/15/13
to
Dieser Stil ist charakteristisch für den "Kicker".

Joachim

Paul Ney

unread,
May 16, 2013, 7:12:31 AM5/16/13
to

"Christina Kunze" <ku...@revesz.de> schrieb am 14.05.2013 13:31 den
Newsbeitrag news:kmt7b0$51k$1...@news.albasani.net

> Ich kämpfe mal wieder mit (gefühlten) Sonderfällen der wörtlichen
> Rede. Es geht immer noch um den Text, in dem massenweise verba dicendi
> vorkommen, die ich irgendwie sinnerhaltend ändern will.
>
> Damit die Struktur nicht immer so aussieht:
>> "So ist das", sagte er. "Ich denke nämlich", fuhr er mit
>> erhobener STimme fort, "dass du auch ganz anders handeln
>> könntest. Und überhaupt", schrie er aufgebracht, "ist das
>> eine Schweinerei!", brüllte er.
> [erfunden, im TExt sind die Redepassagen zwischen den
> verba dicendi länger],
>
> versuche ich, ganze Sätze einzubauen.

| > "So ist das [1]. Ich denke nämlich [2], dass du auch ganz anders
| > handeln könntest. Und überhaupt [3], ist das eine Schweinerei!" [4].
* [1] sagte er, [2] fuhr er mit erhobener STimme fort, [3] schrie er
* aufgebracht, [4] brüllte er

Das wäre nun auch eine Lösung, die Rede zusammenzuziehen und die Meta-
Anweisungen (zur Aussprache, Mimik, Gestikulation usw.) mittels
Absatzendnoten (Fußnoten wären m.E. nicht geeignet) einzubinden. Das
verändert jedoch den (Prosa-)Stil des Autors und da stellt sich die
Frage, wozu bzw. "cui bono".

Manchmal werden narrative Texte so oder ähnlich umgearbeitet, um ein
Drehbuch oder Theaterstück daraus zu machen. Vllt. würden manche auch
die Drehbuch-Fassung eines Liebling-Romans lesen wollen, ich würde
lieber passen, besonders im Falle des Liebling-Romans, obwohl ich
Drehbücher oder Theaterstücke manchmal (gerne) lese.

Partitur: Die Noten-Zeile über den Text zeigt an, wie er zu singen ist.
Die Darstellung *Noten oben und Text unten* hat sich eingebürgert, aber
auch umgekehrt wäre sie verständlich. Der narrative Text könnte auch so
-- Passage oben, Meta-Anweisunge strikt darunter -- dargestellt werden;
ich selbst hätte aber kaum Freude daran.

> "Also Zeus", Hera schüttelte den Kopf, "was du dir da wieder
> ausgedacht hast!"

> Oder sogar:
> Hera schüttelte den Kopf: "Also Zeus, was du dir da wieder ausgedacht
> hast!"
>
> Findet Ihr, dass die erste Version geht? Ich habe gerade auf der
> Dudenseite nach den Interpunktionsregeln gesucht,

Mit Interpunktionsregeln wollte ich diesmal nicht punkten ;-)

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Volker Gringmuth

unread,
May 16, 2013, 6:05:27 PM5/16/13
to
Joachim Pense wrote:

> Dieser Stil ist charakteristisch für den "Kicker".

Erstaunlich, denn so was lese ich nun wirklich absolut gar nicht.

vG

Oliver Cromm

unread,
May 17, 2013, 1:52:05 PM5/17/13
to
* Helmut Richter:

> On Wed, 15 May 2013, Daniela Duerbeck wrote:
>
>> Martin Gerdes wrote:
>>
>>> Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die
>>
>> Bl�de Frage: Gibt es das Wort "dorten" �berhaupt?
>
> Hier in unserer oberbayerischen Heimat Oberbayern gibts das nat�rlich, mit
> der Unterscheidung zwischen "da hier da" und "da dorten".

Oha, ich kannte "da dorten", habe das aber immer als scherzhaft
aufgefa�t. In nichtoberbayrischen Heimaten au�erhalb Oberbayerns
ist es das vielleicht auch.

--
Smith & Wesson--the original point and click interface
Message has been deleted

Oliver Cromm

unread,
May 17, 2013, 5:56:26 PM5/17/13
to
* Heinz Brueckner:

> am Fri, 17 May 2013 13:52:05 -0400 schrieb Oliver Cromm
> <lispa...@crommatograph.info>:
>
>>>> Bl�de Frage: Gibt es das Wort "dorten" �berhaupt?
>>>
>>> Hier in unserer oberbayerischen Heimat Oberbayern gibts das nat�rlich, mit
>>> der Unterscheidung zwischen "da hier da" und "da dorten".
>>
>> Oha, ich kannte "da dorten", habe das aber immer als scherzhaft
>> aufgefa�t. In nichtoberbayrischen Heimaten au�erhalb Oberbayerns
>> ist es das vielleicht auch.
>
> Da war doch was, "Wanderer, kommst du ... verk�ndige dorten ..."
>
> Nicht wahr? - HB-

Ja - aber nicht "da dorten". "Da dorten" klingt mir nach Heinz
Erhardt. "Dorten" alleine ist altmodisch/poetisch.

--
Failover worked - the system failed, then it was over.
(freely translated from a remark by Dietz Proepper
in de.alt.sysadmin.recovery)

Gunhild Simon

unread,
May 18, 2013, 3:30:12 AM5/18/13
to
On 15 Mai, 09:42, Helmut Richter <hh...@web.de> wrote:
> On Wed, 15 May 2013, Daniela Duerbeck wrote:
> > Martin Gerdes wrote:
>
> > > Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die
>
> > Blöde Frage: Gibt es das Wort "dorten" überhaupt?
>
> Hier in unserer oberbayerischen Heimat Oberbayern gibts das natürlich, mit
> der Unterscheidung zwischen "da hier da" und "da dorten".
>
> Sonst fällt mir das Kirchenlied "Ach, bleib mit deiner Gnade" ein mit der
> Verszeile "dass uns beid' hier und dorten sei Güt und Heil beschert",
> inzwischen etwas fragwürdig geglättet zu "dass uns sei hier und dorte dein
> Güt und Heil beschert".

Es reimen sich in diesem Vers "Worte" und "dorte":

" Ach bleib mit deinem Worte
bei uns, Erlöser wert,
daß uns sei hier und dorte
dein Güt und Heil beschert."


Mein Eindruck ist eher, daß hinter "dorte" nur eine in dichterischer
Freiheit ausgeführte Verlängerung vorliegt, die dem Versmaß gehorcht -
nach dem Muster "der Monde verbleicht."

Reimtechnisch wäre ja auch "Worten - dorten" denkbar.
(Aber ich verstehe schon, daß "das Wort Gottes" eine andere Bedeutung
- die der Botschaft - hat als seine "Worte" - etwa "Und Gott
sprach: ...".)

Gruß
Gunhild



Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Jun 26, 2013, 8:57:03 AM6/26/13
to
Martin Gerdes wrote:

> Daniela Duerbeck <daniela....@gmx.de> schrieb:
>>> Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die
>>Blöde Frage: Gibt es das Wort "dorten" überhaupt?
>
> Ts,ts.
>
> "Kuno, sag ich, sieh mich an!
> Höre zu und merke auf!
> Richte itzo deinen Lauf
> Dahin, wo ich dir befehle,
> Nämlich in die Kellerhöhle.
> _Dorten_ lieget auf dem Stroh
> Eine Flasche voll Bordeaux.
> Diese Flasche, sag ich dir,
> Zieh herfür und bringe mir!"

Wahrscheinlich hier allein der Einhaltung des Versmasses geschuldet:

. . . . . . .
_Dorten_ lieget auf dem Stroh
. . . . . . .
Eine Flasche voll Bordeaux.

Lothar Frings

unread,
Jun 26, 2013, 9:47:28 AM6/26/13
to
Thomas 'PointedEars' Lahn tat kund:

> Wahrscheinlich hier allein der Einhaltung des Versmasses geschuldet:
> . . . . . . .
> _Dorten_ lieget auf dem Stroh
> . . . . . . .
> Eine Flasche voll Bordeaux.

duden.de hat es jedenfalls. Als "veraltet"
zwar, ist aber drin.

Joachim Pense

unread,
Jun 26, 2013, 3:46:27 PM6/26/13
to
Am 26.06.2013 14:57, schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Martin Gerdes wrote:
>
>> Daniela Duerbeck <daniela....@gmx.de> schrieb:
>>>> Am Wochenende war ich in der Hauptstadt und ging dorten durch die
>>> Blöde Frage: Gibt es das Wort "dorten" überhaupt?
>>
>> Ts,ts.
>>
>> "Kuno, sag ich, sieh mich an!
>> Höre zu und merke auf!
>> Richte itzo deinen Lauf
>> Dahin, wo ich dir befehle,
>> Nämlich in die Kellerhöhle.
>> _Dorten_ lieget auf dem Stroh
>> Eine Flasche voll Bordeaux.
>> Diese Flasche, sag ich dir,
>> Zieh herfür und bringe mir!"
>
> Wahrscheinlich hier allein der Einhaltung des Versmasses geschuldet:
>
> . . . . . . .
> _Dorten_ lieget auf dem Stroh
> . . . . . . .
> Eine Flasche voll Bordeaux.
>

Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten du habest
uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.

Joachim

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 26, 2013, 4:04:14 PM6/26/13
to
Am 26.06.2013 21:46, schrieb Joachim Pense:

> Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten du habest
> uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.
>
> Joachim

Typisch Griechen. Anstatt zu kämpfen liegen sie herum.
--
mfg hdw

Walter P. Zähl

unread,
Jun 26, 2013, 7:18:54 PM6/26/13
to
Und noch dazu in heißen Bädern - Thermo-Pfühlen oder so.

/Walter

Volker Gringmuth

unread,
Jun 27, 2013, 12:56:28 AM6/27/13
to
Walter P. Zähl wrote:

> >> Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten du habest
> >> uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.
> >
> > Typisch Griechen. Anstatt zu kämpfen liegen sie herum.
>
> Und noch dazu in heißen Bädern - Thermo-Pfühlen oder so.

Damit kann auch der Kochtopf eines Kannibalendorfes gemeint sein.


vG

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 27, 2013, 1:06:29 AM6/27/13
to
Griechischer Kannibaleneintopf mit Fleischeinlage.
--
mfg hdw

Volker Gringmuth

unread,
Jun 27, 2013, 1:10:29 AM6/27/13
to
Horst-D.Winzler wrote:

> > Damit kann auch der Kochtopf eines Kannibalendorfes gemeint sein.
>
> Griechischer Kannibaleneintopf mit Fleischeinlage.

Im Gegensatz zum vegetarischen Kannibaleneintopf?


vG

Walter P. Zähl

unread,
Jun 27, 2013, 1:18:21 AM6/27/13
to
Man sollte überhaupt nur vegetarische Kannibalen essen. Salate, Gräser und
so.

(Warum nennt man das Recycling von Leichen der eigenen Art bei Pflanzen
eigentlich nicht Kannibalismus?
Weil sie's nicht absichtlich tun?)

/Walter

Gunhild Simon

unread,
Jun 27, 2013, 4:26:10 AM6/27/13
to
Am Donnerstag, 27. Juni 2013 07:18:21 UTC+2 schrieb Walter P. Zähl:

...
> (Warum nennt man das Recycling von Leichen der eigenen Art bei Pflanzen
>
> eigentlich nicht Kannibalismus?
>
> Weil sie's nicht absichtlich tun?)

Pflanzen können organisches Material in der Regel nicht aufspalten, also in anorganische Bausteine zurückverwandeln. Es ist Aufgabe der Mikroorganismen, die zu den Pilzen gehören. Erst nach diesem Zersetzungs- oder Fäulnisprozess sind wieder aufnahmefähige anorganische Stoffe entstanden, die den Pflanzen als Nahrung zugänglich sind.

Gruß
Gunhild

Gruß
Gunhild

Volker Gringmuth

unread,
Jun 27, 2013, 4:48:12 AM6/27/13
to
Gunhild Simon wrote:

> Pflanzen können organisches Material in der Regel nicht aufspalten, also
> in anorganische Bausteine zurückverwandeln. Es ist Aufgabe der
> Mikroorganismen, die zu den Pilzen gehören.
>
> […]
>
> Gruß
> Gunhild
>
> Gruß
> Gunhild

Diese Mikroorganismen haben sich offenbar
auch schon deine Grußformel vorgeknöpft.


vG

Gunhild Simon

unread,
Jun 27, 2013, 5:01:31 AM6/27/13
to
Am Donnerstag, 27. Juni 2013 10:48:12 UTC+2 schrieb Volker Gringmuth:
> Gunhild Simon wrote:

...
> > Gruß
>
> > Gunhild

> > Gruß
>
> > Gunhild

> Diese Mikroorganismen haben sich offenbar
>
> auch schon deine Grußformel vorgeknöpft.

Stimmt.

Aber dafür habe ich den oberen Teil optisch gekürzt, um mir nicht weitere Drohungen Olivers zuzuziehen.

Gruß
Gunhild


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