K.L.
> Was soll das sein: drahtig?
Mager, aber kräftig.
Man sieht extrem so aus, wenn man von Gunther von Hagens operiert
wurde!
Gruss
Walter
> Was soll das sein: drahtig?
Jemand der d�nn, sehnig und flink ist, und dabei viel Kraft hat. Stell Dir
einen �thiopischen Marathonl�ufer vor, oder einen Boxer im
Fliegengewicht...
Gr��e,
Frank
So weit, so geglückt...!
Bloß, warum dafür den Draht genommen? Draht, einmal
verbogen, ist in der Regel nicht zurückschnellend und
elastisch. Verbogene Gestalten passen nicht recht ins
"drahtige" Bild.
K.L.
Aber in Bild der fr�hen Fliegerzeit. Sperrholzskelett
+Spanndr�hte+Papierhaut, geringer Energiebedarf. Dasselbe f�r die Piloten.
--
Roland Franzius
Stimmt: Musiker würden es nicht schätzen, wenn man ihre Saiten
als "Draht" bezeichnete, obwohl sie das - rein technisch gesehen
- meistens sind.
Gruss
Walter
Sind Geigensaiten nicht meist aus Darm? Man sagt zumindest: "Der geigt aber
einen flotten Darm."
Ciao
Wolfram
--
Es gibt viel zu tun - Warten wir's ab.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> Sind Geigensaiten nicht meist aus Darm? Man sagt zumindest: "Der geigt aber
> einen flotten Darm."
Einmal k�nnten Saiten f�r Instrumenten in der Geigefamilie aus
Darm gemacht werden. Ich weiss nicht, wie es heute ist, aber ich
vermute, dass Kunststoffe den Darm auskonkurriert haben.
Saiten f�r klassische Gitarre sind aus Nylon gemacht. Die drei
(vieleicht vier) tiefen sind mit Metall (Messing) umgewickelt.
F�r Westerngitarre und elektrische Gitarre werden die Saiten aus
Metall gemacht. Auch hier sind drei (vier) mit Metall
umgewickelt.
--
Bertel
http://bertel.lundhansen.dk/ FIDUSO: http://fiduso.dk/
> Sind Geigensaiten nicht meist aus Darm? Man sagt zumindest: "Der geigt aber
> einen flotten Darm."
Hatte ich hier gelacht! Den Spruch kannte ich
noch nicht. Ein Herzensbrecher im Schalltrichter.
K.L.
Gezogener Draht, eine Bayerische Erfindung, hat eine hohe
Dehnfestigkeit. Saiten heißen deshalb auch "piano wire" auf English.
Richard
> > > Bloß, warum dafür den Draht genommen? Draht, einmal
> > > verbogen, ist in der Regel nicht zurückschnellend und
> > > elastisch. Verbogene Gestalten passen nicht recht ins
> > > "drahtige" Bild.
>
> > Stimmt: Musiker würden es nicht schätzen, wenn man ihre Saiten
> > als "Draht" bezeichnete, obwohl sie das - rein technisch gesehen
> > - meistens sind.
> Gezogener Draht, eine Bayerische Erfindung, hat eine hohe
> Dehnfestigkeit. Saiten heißen deshalb auch "piano wire" auf English.
Ich sah einmal nach:
"Schon um das 3. Jahrhundert v. Chr. fertigten die Ägypter
durch verschiedene Techniken Golddrähte und verarbeiteten
sie zu Schmuckstücken weiter. Seit dem 5. Jahrhundert
n. Chr. bis zum 14. Jahrhundert war das aus Eisendraht
hergestellte Kettenhemd die wichtigste Schutzausrüstung
von Kriegern. Tausende von Drahtringen wurden miteinander
zu Kettenpanzern verflochten.
Die Ursprünge der deutschen Drahtherstellung liegen im
Bereich des Sauerlandes. Insbesondere um die Stadt
Altena, in dem sich heute das Deutsche Drahtmuseum
befindet, waren schon im Mittelalter viele Drahtzieher
angesiedelt. Man nutzte dort die Wasserkraft der zahl-
reichen Bäche, um die Ziehmaschinen anzutreiben, was
seit dem 14. Jahrhundert belegt ist."
aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Draht
Originell finde ich den Eingangssatz im wikipedia-Beitrag:
"Ein Draht ist ein dünnes, langes, biegsames Stück
Metall mit oft kreisförmigem Querschnitt; Weitere Quer-
schittsformen sind: Flach, Vierkant oder Profildrähte.
Aufgrund der Länge wird es in der Regel auf Rollen
(Spulen) gewickelt."
Das heißt, ein drahtiger Bursche o.ä. könnte dann auf
Rollen aufgespult sei und runden, flachen, vierkantigen
oder ähnlichen Querschnitt haben. Auf jeden Fall
wäre er als eiserner Bursche in die Länge gezogen,
so zum drahtigen Burschen gemacht. Hm. Interessant.
K.L.
Guter Hinweis.
K.L.
> Was soll das sein: drahtig?
Muskeln wie Stahldraht.
So stark und z�h, aber hoffentlich elastischer.
--
Klaus Pommerening
Ich bin ein ruppiger Bursche und ber�chtigt daf�r, dass ich Croissants
mit blo�en H�nden zerbreche. (Raymond Chandler)
Dieses "hoffentlich" erregt den Verdacht, daß
es nicht so sein wird.
K.L.
http://vub-virtuelleuniversittfrdasbauwesen.blogspot.com/
> Karl-Ludwig Diehl begehrte zu wissen:
>
>> Was soll das sein: drahtig?
>
> Muskeln wie Stahldraht.
> So stark und z�h, aber hoffentlich elastischer.
Selbst das ist mir noch zu detailliert. D�nn, aber stark - das reicht
mir, diese Metapher zu f�llen. Jemand, der keine gro�en Muskeln hat,
aber deutliche.
--
gugelfranz, m., sp�ttische bezeichnung eines m�nchs
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
Schlank und ambitioniert? Mit Muskelspielen hat das nichts.
K.L.
So weit, so gegl�ckt...!
Blo�, warum daf�r den Draht genommen? Draht, einmal
verbogen, ist in der Regel nicht zur�ckschnellend und
elastisch. Verbogene Gestalten passen nicht recht ins
"drahtige" Bild.
-----------
Stell� Dir an Stelle der Sehnen Dr�hte vor!
Gru�
Klaus
>> Am Mon, 23 Nov 2009 06:07:26 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:
>>
>>> Was soll das sein: drahtig?
>>
>> Jemand der dünn, sehnig und flink ist, und dabei viel Kraft hat. Stell Dir
>> einen äthiopischen Marathonläufer vor, oder einen Boxer im
>> Fliegengewicht...
>
> So weit, so geglückt...!
>
> Bloß, warum dafür den Draht genommen? Draht, einmal
> verbogen, ist in der Regel nicht zurückschnellend und
> elastisch. Verbogene Gestalten passen nicht recht ins
> "drahtige" Bild.
So weit solltest du Metaphern selten dehnen. Drahtig heißt hier: Dünn wie
ein Draht, stark wie ein Draht. Ein drahtiger Mensch muß nicht alle
Eigenschaften von Draht haben.
Ciao
Wolfram
--
Wenn die Worte nicht stimmen, stimmen die Begriffe nicht. Wenn die Begriffe
nicht stimmen, wird die Vernunft verwirrt. Wenn die Vernunft verwirrt ist,
gerät das Volk in Unruhe. Wenn das Volk unruhig wird, gerät die
Gesellschaft in Unordnung. Wenn die Gesellschaft in Unordnung gerät, ist
der Staat in Gefahr.
KONFUZIUS
So verbogen möcht ich lieber nicht dastehen... ;-)
K.L.
http://luerik.blogspot.com/
Hm, drahtige können auch wohlbeleibte Menschen sein, sagt das,
und es ist auch so. Es geht glaube ich alles mehr um den Zustand
einer eleganten und dynamischen Bewegung des menschlichen
Körpers. Andererseits: Irren ist menschlich. Was als drahtig
bezeichnet
ist, muß nicht für alle drahtig sein.
> On 24 Nov., 17:37, Wolfram Heinrich <i...@theodor-rieh.de> wrote:
>> Karl-Ludwig Diehl schrieb:
>>> Bloß, warum dafür den Draht genommen? Draht, einmal
>>> verbogen, ist in der Regel nicht zurückschnellend und
>>> elastisch. Verbogene Gestalten passen nicht recht ins
>>> "drahtige" Bild.
>>
>> So weit solltest du Metaphern selten dehnen. Drahtig heißt hier: Dünn wie
>> ein Draht, stark wie ein Draht. Ein drahtiger Mensch muß nicht alle
>> Eigenschaften von Draht haben.
>
> Hm, drahtige können auch wohlbeleibte Menschen sein, sagt das,
> und es ist auch so.
Nein, das sagt es nicht und es ist auch nicht so. Wie kommst du drauf, daß
meine obigen Ausführungen darauf hindeuten, es könnten auch dicke Menschen
drahtig sein?
> Andererseits: Irren ist menschlich. Was als drahtig
> bezeichnet ist, muß nicht für alle drahtig sein.
>
Wollen mal so sagen: Es wäre schon nicht schlecht, wenn der Sprecher unter
einem Wort in etwa das Gleiche versteht wie der Zuhörer.
Ciao
Wolfram
--
ist der rüde müde / ist er drum nicht prüde / sondern eben müde
> > Hm, drahtige können auch wohlbeleibte Menschen sein, sagt das,
> > und es ist auch so.
>
> Nein, das sagt es nicht und es ist auch nicht so. Wie kommst du drauf, daß
> meine obigen Ausführungen darauf hindeuten, es könnten auch dicke Menschen
> drahtig sein?
Hm, ja. Wie heißt es doch, "man ist so jung, wie man sich fühlt",
folglich:
"Man ist so drahtig, wie man sich fühlt" (Von den Frauen ganz zu
schweigen!).
> Wollen mal so sagen: Es wäre schon nicht schlecht, wenn der Sprecher unter
> einem Wort in etwa das Gleiche versteht wie der Zuhörer.
Haha! Der war gut! Bloß: wir reden hier nicht, wir schreiben! (Amen)
> On 24 Nov., 18:28, Wolfram Heinrich <i...@theodor-rieh.de> wrote:
>> Am Tue, 24 Nov 2009 09:14:32 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:
>
>>> Hm, drahtige k�nnen auch wohlbeleibte Menschen sein, sagt das,
>>> und es ist auch so.
>>
>> Nein, das sagt es nicht und es ist auch nicht so. Wie kommst du drauf, da�
>> meine obigen Ausf�hrungen darauf hindeuten, es k�nnten auch dicke Menschen
>> drahtig sein?
>
> Hm, ja. Wie hei�t es doch, "man ist so jung, wie man sich f�hlt",
> folglich:
> "Man ist so drahtig, wie man sich f�hlt" (Von den Frauen ganz zu
> schweigen!).
Um Dich ein wenig vor Wolfram in Schutz zu nehmen: Ja, es ist nicht
verboten, sich beim Gebrauch der Sprache zu vertun.
Nur wundern sollte man sich dann auch nicht, �ber die Folgen.
--
GUGELN, vb., um sich schlagen
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Hm, drahtige können auch wohlbeleibte Menschen sein, sagt das,
> und es ist auch so. Es geht glaube ich alles mehr um den Zustand
> einer eleganten und dynamischen Bewegung des menschlichen
> Körpers. Andererseits: Irren ist menschlich. Was als drahtig
> bezeichnet
> ist, muß nicht für alle drahtig sein.
Wie kommt es bloß, daß so viele blödsinnige Postings
mit "Hm," anfangen?
>Oliver Cromm schrieb:
>
>> Um Dich ein wenig vor Wolfram in Schutz zu nehmen: Ja, es ist nicht
>> verboten, sich beim Gebrauch der Sprache zu vertun.
>
>Ist das "ja" an dieser Stelle idiomatisch? MUSEN w�re es ein "nein".
Ist das nicht eine ewige Diskussion?
["Ja, das ist nicht eine ewige Diskussion"]
--
Erick
> Oliver Cromm schrieb:
>
>> Um Dich ein wenig vor Wolfram in Schutz zu nehmen: Ja, es ist nicht
>> verboten, sich beim Gebrauch der Sprache zu vertun.
>
> Ist das "ja" an dieser Stelle idiomatisch? MUSEN w�re es ein "nein".
Im Grunde stimme ich Dir zu. Ein vorg�ngiger Kontext k�nnte das "ja"
zwar rechtfertigen, hier war aber kein solcher, und ist es wohl Folge
des Redigierens.
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelm�nche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> > Hm, ja. Wie heißt es doch, "man ist so jung, wie man sich fühlt",
> > folglich:
> > "Man ist so drahtig, wie man sich fühlt" (Von den Frauen ganz zu
> > schweigen!).
>
> Um Dich ein wenig vor Wolfram in Schutz zu nehmen: Ja, es ist nicht
> verboten, sich beim Gebrauch der Sprache zu vertun.
Tja, das ist die Frage, ob das ein Vertun ist.
> Nur wundern sollte man sich dann auch nicht, über die Folgen.
Was aus Worten und Sätzen erfolgt, darum geht es ja
eigentlich. Denn das Wortbedeutungsfeld ist einengbar oder
erweiterbar. Niemals bleibt es konstant. Zudem ist es funktions-
gebunden. Also: "Immer auf Draht bleiben!" ;-)
K.L.
> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Sind Geigensaiten nicht meist aus Darm? Man sagt zumindest: "Der geigt aber
>> einen flotten Darm."
>
> Für die historische Aufführungspraxis werden anstelle von Stahlsaiten
> /wieder/ Darmsaitern verwendet.
>
Die klingen wahrscheinlich darmiger.
Ciao
Wolfram
--
Postminister Ebenböck
War einmal ein Postminister, / Hieß Ebenböck, / War Postminister.
Daher kommt dieser furzende Ton von HIP.
Gruss
Walter
"Oh ist a ein saudamiger Klang!"
K.L.
> > Drahtige können auch wohlbeleibte Menschen sein, sagt das,
Ich hab das "Hm" kurz ' mal weggenommen. Zufriedener?
Nun, wenn drahtig elastisch ist, dann sind unglaublich bewegliche
füllige Menschen, die sich gelegentlich unfaßbar schnell und
gelenkig bewegen, eben drahtig. Du triffst das in New York z.B. hier
und da an und staunst über solche drahtigen Menschen.
Schafsdarmiger Klang, soweit ich weiß. Ich weiß aber nicht viel.
Ciao
Wolfram
--
"Ich wollt', ich wär' ein Arsch", / So sprach der Arsch ganz barsch. / "Du
bist's doch schon, du dumme Nuß!" / Ereifert sich drauf der Uterus.
> On 25 Nov., 01:39, Oliver Cromm <lispamat...@yahoo.de> wrote:
>> * Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:
>
>>> Hm, ja. Wie hei�t es doch, "man ist so jung, wie man sich f�hlt",
>>> folglich:
>>> "Man ist so drahtig, wie man sich f�hlt" (Von den Frauen ganz zu
>>> schweigen!).
>>
>> Um Dich ein wenig vor Wolfram in Schutz zu nehmen: Ja, es ist nicht
>> verboten, sich beim Gebrauch der Sprache zu vertun.
>
> Tja, das ist die Frage, ob das ein Vertun ist.
Man kann Metaphern immer neu erfinden, auch mit W�rtern, die schon eine
konventionelle Metaphorik tragen. Die neue Bedeutung mu� dann aber im
Kontext recht pr�gnant sein, um so mehr, je eingef�hrter die
konventionelle Bedeutung ist - im Schriftlichen noch mal extra. Und
"drahtig" ist schon recht �blich.
> Was aus Worten und S�tzen erfolgt, darum geht es ja
> eigentlich. Denn das Wortbedeutungsfeld ist einengbar oder
> erweiterbar. Niemals bleibt es konstant. Zudem ist es funktions-
> gebunden. Also: "Immer auf Draht bleiben!" ;-)
Allemal gerne.
--
gugelfechten, vb., sich n�rrisch auff�hren, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Man kann Metaphern immer neu erfinden, auch mit Wörtern, die schon eine
> konventionelle Metaphorik tragen. Die neue Bedeutung muß dann aber im
> Kontext recht prägnant sein, um so mehr, je eingeführter die
> konventionelle Bedeutung ist - im Schriftlichen noch mal extra. Und
> "drahtig" ist schon recht üblich.
"Schon recht üblich", sagt nur, derzeit eher so betrachtet,
sagt aber nicht, ob solche Verwendung dem/der "Drahtigen"
gerecht wird. Bei "lahm" (ein Lahmaffe, etc.) wird kein
Unterschied zwischen dicken und dünnen Menschen ge-
macht. Geht es korrekt zu, dann können alle Menschen
unabhängig davon, ob sie dick oder dünn sind, drahtig
sein (beweglich, elastisch, usw.). Das erweiterte oder abge-
änderte Bedeutungsfeld des Adjektiv "drahtig" scheint mir
sinnvoller zu sein.
> > Was aus Worten und Sätzen erfolgt, darum geht es ja
> > eigentlich. Denn das Wortbedeutungsfeld ist einengbar oder
> > erweiterbar. Niemals bleibt es konstant. Zudem ist es funktions-
> > gebunden. Also: "Immer auf Draht bleiben!" ;-)
>
> Allemal gerne.
Aber bitte "wireless"! ;-)
K.L.
> On 25 Nov., 18:54, Oliver Cromm <lispamat...@yahoo.de> wrote:
>> Man kann Metaphern immer neu erfinden, auch mit Wörtern, die schon eine
>> konventionelle Metaphorik tragen. Die neue Bedeutung muß dann aber im
>> Kontext recht prägnant sein, um so mehr, je eingeführter die
>> konventionelle Bedeutung ist - im Schriftlichen noch mal extra. Und
>> "drahtig" ist schon recht üblich.
>
> "Schon recht üblich", sagt nur, derzeit eher so betrachtet,
> sagt aber nicht, ob solche Verwendung dem/der "Drahtigen"
> gerecht wird. Bei "lahm" (ein Lahmaffe, etc.) wird kein
> Unterschied zwischen dicken und dünnen Menschen ge-
> macht. Geht es korrekt zu, dann können alle Menschen
> unabhängig davon, ob sie dick oder dünn sind, drahtig
> sein (beweglich, elastisch, usw.). Das erweiterte oder abge-
> änderte Bedeutungsfeld des Adjektiv "drahtig" scheint mir
> sinnvoller zu sein.
>
Niemand hindert dich daran, "drahtig" auf einen dicken Menschen anzuwenden,
du kannst auch wahlweise "präsumptiv" dazu sagen oder "gorlogogisch".
Mißverständnisse solltest du dann allerdings einkalkulieren.
Ciao
Wolfram
--
Ich bin nackt und bekackt / Und wenn nicht, bin ich befrackt. / Ich bin ein
Diplomat.
> On 25 Nov., 01:39, Oliver Cromm <lispamat...@yahoo.de> wrote:
>
> > * Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:
> > > Hm, ja. Wie heißt es doch, "man ist so jung, wie man sich fühlt",
> > > folglich:
> > > "Man ist so drahtig, wie man sich fühlt" (Von den Frauen ganz zu
> > > schweigen!).
>
> > Um Dich ein wenig vor Wolfram in Schutz zu nehmen: Ja, es ist nicht
> > verboten, sich beim Gebrauch der Sprache zu vertun.
>
> Tja, das ist die Frage, ob das ein Vertun ist.
Oje... die Schlacht ums Vertun...
> > "Schon recht üblich", sagt nur, derzeit eher so betrachtet,
> > sagt aber nicht, ob solche Verwendung dem/der "Drahtigen"
> > gerecht wird. Bei "lahm" (ein Lahmaffe, etc.) wird kein
> > Unterschied zwischen dicken und dünnen Menschen ge-
> > macht. Geht es korrekt zu, dann können alle Menschen
> > unabhängig davon, ob sie dick oder dünn sind, drahtig
> > sein (beweglich, elastisch, usw.). Das erweiterte oder abge-
> > änderte Bedeutungsfeld des Adjektiv "drahtig" scheint mir
> > sinnvoller zu sein.
>
> Niemand hindert dich daran, "drahtig" auf einen dicken Menschen anzuwenden,
> du kannst auch wahlweise "präsumptiv" dazu sagen oder "gorlogogisch".
> Mißverständnisse solltest du dann allerdings einkalkulieren.
"Die Mißverständnisse schaffen erst das Arbeits-
feld zum eigentlichen Verständnis der benannten
Gegenstände", sprach der Wissenschaftler und
freute sich an der allgemeinen Konfusion.... :-)
K.L.
> > Tja, das ist die Frage, ob das ein Vertun ist.
>
> Oje... die Schlacht ums Vertun...
Tja der 1.Weltkrieg, immer noch nicht zu Ende. :-)))
K.L.
> "Schon recht �blich", sagt nur, derzeit eher so betrachtet,
> sagt aber nicht, ob solche Verwendung dem/der "Drahtigen"
> gerecht wird.
Eine �bliche Ausdrucksweise wird der Sache gerecht, weil sie der Sache
gerecht verstanden wird. Das ist ein Fundamentalprinzip der Sprache und
macht sie so �berraschend effektiv.
Wenn Du Dich "einer anderen Logik" folgend ausdr�ckst, dann interessiert
nicht so sehr, ob Deine Logik logischer ist als die der anderen, es ist
zun�chst relevanter, ob die Logik bekannt ist.
--
GOGELN, vb., flattern, sich (schwankend) hin und her bewegen, gaukelei
treiben, gesticulari. zur herkunft vgl. gogel, adj., und gaukeln, vb.;
in fast allen mundarten verbreitet, literarisch bis ins 17. jh. bezeugt;
s. auch gugeln und gageln.
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> > Die klingen wahrscheinlich darmiger.
>
> Ja, "wärmer" sagt man aber wohl. Man kann es hören und sicher auch
> messen.
Bei "riechen" wäre es darmig, so nur "gehörig darmig".
K.L.