Joachim Pense wrote:
> Wenn jemand gerade ungewöhnlich witzig drauf ist, fragt man ihn, ob er
> einen "Clown gefrühstückt" hätte. Diese Redewendung kenne ich erst seit
> wenigen Jahren, und das kannibalistische Bild ist mir etwas unklar. Kann
> jemand was zu dieser Redewendung sagen?
Der Redewendung liegt anscheinend die Vorstellung zugrunde, dass wie man
einen Tag beginnt entscheidend für das eigene Verhalten an diesem Tag ist.
Vergleiche „mit dem falschen Bein aufgestanden“, „es war was im Kaffee“
oder „er hat einen im Tee“.
Populär wurde dieses Konzept auch durch Jürgen von der Lippes Lied
„Guten Morgen liebe Sorgen“ (1987):
Guten Morgen liebe Sorgen,
seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen?
Na, dann ist ja alles klar.
Wir schwingen unser linkes Bein
behende aus dem Bett;
der Bettvorleger gibt uns Schwung
bis direkt vors Klosett.
Na, wo wir schon mal da sind,
da bleib’n wir auch hier …
Wooaah! Fertig:
wo ist das Papier?
Guten Morgen liebe Sorgen …
Wenn ein Tag so wunderschön
beginnt, ist alles drin:
heute bleibt die Dusche kalt,
das Wasserrohr ist hin.
Wir gleiten auf den Fliesen aus
und prellen uns den Steiß;
als Krönung schmeckt der Kaffee heute
irgendwie nach Schweiß.
(usw.)
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PointedEars
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