> Bestimmte Aktivisten aus dem Gebiet der F�rderung der Frauen
> w�nschten es, ausdr�cklich deutlich zu machen, da� auch
> Frauen bestimmte Positionen besetzen k�nnen, indem die
> weibliche Form ausdr�cklich genannt wird, also etwa
> �Studentinnen und Studenten� (oder sogar nur �Studentinnen�)
> statt �Studenten�.
>
> Ich glaube, wenn nur oft von �Studierenden� gesprochen wird,
> dann wird diese Anliegen vielleicht mi�verstanden, so als
> gehe es nicht um die /Nennung/ der weiblichen Form, sondern
> nur um die /Vermeidung/ einer Form die als rein-m�nnlich
> (Sexus) (mi�)verstanden werden kann.
Das hast du aber wirklich fein rausgekriegt.
Dein Scharfsinn erstaunt mich immer wieder.
> Das Wort �Student� hat ja nur m�nnlichen Genus, kann aber
> auch Referenten mit weibliche Sexus bezeichnen. Die
> Singular-Wortform �Studierende� kann sowohl mit m�nnlichem
> als auch mit weiblichen Genus verwendet werden, wenn sie
> einem bestimmten Artikel folgt. Der artikellose Plural
> �Studierende� kann dementsprechen als Wort mit m�nnlichen
> oder weiblichen Genus interpretiert werden.
Nein, im Ernst?
> Jedoch wird die Forderung der zuvor genannt Aktivisten durch
> die Verwendung von �Studierende� ja gerade wieder nicht
> erf�llt, da dies ja nun wieder keine eindeutig weibliche
> Form im Text sichtbar macht, genauer gesagt: Keine Wortform
> die eindeutig einen Referenten mit weiblichem Sexus
> bezeichnet wird so im Text sich.
Dieser Absatz Grammatikfehlers mehrerer.
> Also erf�llt sie das Anliegen der Aktivisten gar nicht.
Ja klar. Verwende ich eine Form, die gleicherma�en f�r m�nnliche wie
f�r weibliche gilt, f�hlen sich die Weiber wieder benachteiligt...
> Als Anmerkung sei noch angef�gt: Es ist auch schwierig,
> sprachlogisch nachzuvollziehen,
Kannst du uns verklickern, was du unter 'sprachlogisch' verstehst?
> ob �Studierende� nun mehr
> auch das weibliche Geschlecht einbezieht als �Studenten�,
> da auch noch folgendes gilt:
>
> Zun�chst scheint der artikellose Plural �Studierende�
> tats�chlich Studenten zu bezeichnet, die sowohl m�nnlich als
> auch weiblich sein k�nnen, da es die Pluralform des
> Singulars �der Studierende� und auch des Singulars �die
> Studierende� ist.
>
> Interpretiert man es als Plural von �die Studierende�,
> dann bezeichnet �Studierende� als artikelloser Plural
> eine Vielzahl, die nur aus weiblichen Personen besteht.
>
> Interpretiert man es als Plural von �der Studierende�,
> dann bezeichnet �Studierende� als artikelloser Plural
> eine Vielzahl, die nur aus m�nnlichen Personen besteht.
Und benutzt man einfach einen Plural, der f�r beide Genera gleich
ist, dann k�nnen tats�chlich beide gemeint sein. Oder war das
jetzt nicht strikt 'sprachlogisch'?
> L��t man die Interpretation offen, dann l��t man es also
> offen, ob �Studierende� eine rein-weibliche oder eine
> rein-m�nnliche Gruppe bezeichnet, aber in keinem Fall kann
> es nach dieser Sprachlogik eine heterogene Vielzahl bezeichnen.
> Man k�nnte nun nat�rlich einwenden, es gebe eben eine
> zus�tzliche Regel, nach der dieser Plural auch ein
> gemischtgeschlechtliche Vielzahl bezeichnen kann.
>
> Wenn man aber die Existenz solcher Extraregeln anerkennt,
> dann kann man auch die Existenz der Extraregel anerkennen,
> derzufolge auch der Plural �Studenten� eine
> gemischtgeschlechtliche Vielzahl bezeichnen kann.
Donnerwetter!
Deine Dialektik ist wirklich einzigartig. Die rhetorische Brillianz,
mit der du auf der Kugeloberfl�che den Mittelpunkt gefunden hast, ist
geeignet, Mathematik und Geographie zu revolutionieren. Alle Achtung!
Und damit, liebe DESD-Delegierte und
DESD-Delegiertinnen, Gute Nacht!
Wenn hier wieder Verstand eingekehrt ist, k�nnen wir ja mal ein paar
Vorschl�ge f�r geschlechtsneutrale Formulierungen suchen.
F.
> Ich glaube, wenn nur oft von �Studierenden� gesprochen wird,
> dann wird diese Anliegen vielleicht mi�verstanden, so als
> gehe es nicht um die /Nennung/ der weiblichen Form, sondern
> nur um die /Vermeidung/ einer Form die als rein-m�nnlich
> (Sexus) (mi�)verstanden werden kann.
Endlich kommt mal einer drauf.
> Das Wort �Student� hat ja nur m�nnlichen Genus,
Sehr zum Unterschied vom Wort "Genus".
> kann aber auch Referenten mit weibliche Sexus bezeichnen.
Es ist nicht so, da� das Wort "Sexus" �berhaupt kein Genus h�tte.
> Singular-Wortform �Studierende� kann sowohl mit m�nnlichem
> als auch mit weiblichen Genus verwendet werden, wenn sie
> einem bestimmten Artikel folgt. Der artikellose Plural
> �Studierende� kann dementsprechen als Wort mit m�nnlichen
> oder weiblichen Genus interpretiert werden.
Blitzmerker!
> Jedoch wird die Forderung der zuvor genannt Aktivisten durch
> die Verwendung von �Studierende� ja gerade wieder nicht
> erf�llt, da dies ja nun wieder keine eindeutig weibliche
> Form im Text sichtbar macht, genauer gesagt: Keine Wortform
> die eindeutig einen Referenten mit weiblichem Sexus
> bezeichnet wird so im Text sich. Also erf�llt sie das
> Anliegen der Aktivisten gar nicht.
Nixversteh. Das Anliegen dieser Aktivisten liegt doch gerade in der Suche
nach einer bez�glich des Sexus neutralen Form.
> Wenn man aber die Existenz solcher Extraregeln anerkennt,
> dann kann man auch die Existenz der Extraregel anerkennen,
> derzufolge auch der Plural �Studenten� eine
> gemischtgeschlechtliche Vielzahl bezeichnen kann.
Du mu�t jetzt ein ganz gro�er, starker Junge sein: Das ist keine Extraregel,
sondern der einklich richtige Sprachgebrauch. Da� "der Student" nur
biologisch m�nnlich sein k�nne und daher durch "die Studentin"
erg�nzungsbed�rftig sei, ist eine Erfindung der pc-Fraktion.
Fragt man zur�ck, ob sie (sprachlich) auch etwas dagegen haben, da� Jungen
zu Waisen oder M�nner als Geiseln genommen werden k�nnen, wird man von
dieser Person bzw. diesem Personer zurechtgewiesen, nicht albern zu sein.
vG
--
"Zum Beispiel das Konzept einer Haftpflichtversicherung �berfordert den
Deutschen intellektuell v�llig. Ein Leben lang jedes Jahr 50 Euro
einzahlen - und dann passiert nie was! Da wird der Deutsche nerv�s!"
(Volker Pispers, "Bis neulich")
___________
( das Husel )
-----------
o
o \_\_ _/_/
o \__/ x
(--)\_______/
(__)\ )
||----, |
|| ||
Mit meiner Korrektur ist das erste Beispiel in Ordnung.
Gruß
G.O.
> Bestimmte Aktivisten aus dem Gebiet der F�rderung der Frauen
> w�nschten es, ausdr�cklich deutlich zu machen, da� auch
> Frauen bestimmte Positionen besetzen k�nnen, indem die
> weibliche Form ausdr�cklich genannt wird, also etwa
> �Studentinnen und Studenten� (oder sogar nur �Studentinnen�)
> statt �Studenten�.
> Der artikellose Plural �Studierende� kann dementsprechen als Wort mit
> m�nnlichen oder weiblichen Genus interpretiert werden.
Kurze Anmerkung: Umgangssprachlich wird auch die plurale Kurzform "Studis"
verwendet. Das Thema ist sonst "tages-aktuell" ;-)
MfG, PY
Der Abbildung nach ist der aber nicht ganz neutral. Ich
muss doch sehr darum bitten, im Interesse einer politisch
korrekten Fehldeutungsresistenz der Darstellung das
Anh�ngsel zu entfernen, aber umgehend! :-)
F.
> Kurze Anmerkung: Umgangssprachlich wird auch die plurale
> Kurzform "Studis" verwendet.
Sind das die Studioten unter den Bachis?
j/\a
--
["Studierende" (pl.)]
> Man k�nnte nun nat�rlich einwenden, es gebe eben eine
> zus�tzliche Regel, nach der dieser Plural auch ein
> gemischtgeschlechtliche Vielzahl bezeichnen kann.
>
> Wenn man aber die Existenz solcher Extraregeln anerkennt,
> dann kann man auch die Existenz der Extraregel anerkennen,
> derzufolge auch der Plural �Studenten� eine
> gemischtgeschlechtliche Vielzahl bezeichnen kann.
Nicht parallel, da "Studenten" nicht Plural eines Wortes weiblichen
Genus ist (etwa: "die Studente").
Wenn Du schon so ins Einzelne gehst, h�tte Dir dieser "kleine
Unterschied" nun auch auffallen k�nnen.
--
GOGELICH,gogelig, (...) 'fr�hlich, lustig, ausgelassen'
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
Ich war ziemlich überrascht, als mir mal eine Frau sagte: "Ich bin
Studierende."
Wenn die nicht mal das Wort "Studentin" verwendet, verschwindet das
vielleicht allmählich ganz aus dem Sprachschatz?
Von den politisch ganz korrekten "Studierendinnen" ganz zu schweigen.
/Walter
> Die Erfindung des Ausdrucks "Studierende" macht aus pc-Gr�nden doch
> nur dann Sinn, wenn es um mehrere Personen geht.
Das hatten wir doch schon mal. "Studierende" kling aktiver als "Student".
> Ich war ziemlich �berrascht, als mir mal eine Frau sagte: "Ich bin
> Studierende."
Sie ist studierend, das hei�t sie ist voll und ganz mit der T�tigkeit des
Studierens besch�ftigt.
> Wenn die nicht mal das Wort "Studentin" verwendet, verschwindet das
> vielleicht allm�hlich ganz aus dem Sprachschatz?
"Student" kann auch jemand sein, der hauptberuflich Taxi f�hrt oder eine
Kneipe betreibt, dabei aber (aus welchen Gr�nden auch immer) an eine Uni
eingeschrieben ist. "Studierender" klingt zumindest in meinen Ohren
irgendwie aktiver, und ist wohl auch aus diesem Grunde so gew�hlt.
Gr��e,
Frank
Aber nicht für alle. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, womit
du diese Ansicht begründest.
> "Student" kann auch jemand sein, der hauptberuflich Taxi fährt oder eine
> Kneipe betreibt, dabei aber (aus welchen Gründen auch immer) an eine Uni
> eingeschrieben ist.
Diese Unterscheidung ist an den Haaren herbeigezogen.
> "Studierender" klingt zumindest in meinen Ohren
Eben.
> irgendwie aktiver,
"Irgendwie": Begründen kannst du das also nicht. Du hegst eher die
dumpfe Vermutung, das sei der Grund.
> und ist wohl auch aus diesem Grunde so gewählt.
Weniger subjektiv ist folgende Begründung: Die Dame hat das im
Unisprech übliche Pluralwort "Studierende" schon so internalisiert,
dass es für sie der normale Ausdruck geworden ist. Deshalb verwendet
sie's auch im Singular.
Ch.
> Ein Studierender studiert dem Wortlaut nach, er seziert
> beispielsweise gerade eine Lindenblüte, um die Natur
> zu erforschen (um sie zu »studieren«), könnte aber auch
> einen Fachtext lesen.
>
> Ein Student kann auch bloß eingeschrieben sein, ohne zu
> studieren. Er kann seinen Studentenstatus durch seinen
> Studentenausweis nachweisen. Er muß sich aber nicht
> wirklich inhaltlich mit einem Fachgebiet beschäftigen.
Wer sagt das außer dir und Frank? Ich halte diese Unterscheidung für
realiter inexistent und aus dem Bemühen entstanden, Synonyme
semantisch doch noch zu differenzieren.
Ch.
Ist das auszudrücken wirklich beabsichtigt? Ich dachte, es geht nur um
die Geschlechtsneutralität.
> > Ich war ziemlich überrascht, als mir mal eine Frau sagte: "Ich bin
> > Studierende."
>
> Sie ist studierend, das heißt sie ist voll und ganz mit der Tätigkeit des
> Studierens beschäftigt.
Sie ist MUSEN gerade im Moment damit beschäftigt. Stimmt aber nicht,
da sie gerade mit mir redete.
Als Selbstbezeichnung finde ich das eh völlig daneben. Es sagt ja auch
niemand, er sei lesend, tennisspielend oder essend.
Als Aussage über einen anderen wäre es dagegen okay. (In der Bib:
"Psst, da sitzt eine Lesende.")
Es gibt auch z.B. Fleisch fressende Pflanzen, die gerade hungern.
<wolfram>Ja, ja</wolfram>
/Walter
> Stefan Ram schrieb:
>> Christian Seidl <se...@indoger.unizh.ch> writes:
>>>> Das hatten wir doch schon mal. "Studierende" kling aktiver als "Student".
>>> Aber nicht für alle. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, womit
>>> du diese Ansicht begründest.
>>
>> Ein Studierender studiert dem Wortlaut nach, er seziert
>> beispielsweise gerade eine Lindenblüte, um die Natur
>> zu erforschen (um sie zu »studieren«), könnte aber auch
>> einen Fachtext lesen.
>>
>> Ein Student kann auch bloß eingeschrieben sein, ohne zu
>> studieren. Er kann seinen Studentenstatus durch seinen
>> Studentenausweis nachweisen. Er muß sich aber nicht
>> wirklich inhaltlich mit einem Fachgebiet beschäftigen.
>>
>
> Es gibt auch z.B. Fleisch fressende Pflanzen, die gerade hungern.
>
> <wolfram>Ja, ja</wolfram>
>
Ja, ja.
Ciao
Wolfram
--
Astrachan
In meinem Pelz aus Astrachan, / Bin ich so stolz, bin ich so schan. / Ach,
wenn Ihr mich nur könntet sahn, / In meinem Pelz aus Astrachan.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
Nein, es gibt auch noch andere und durchaus sprachmächtige Leute, die
dieser Meinung sind. Die Unterscheidung ist nicht nachträglich getan
sondern liegt
in der Natur der Semantik.
Ein Leser könnte ein eingetragener Bibliotheksbenutzer sein oder ein
Böll-Verehrer. Er ist ein Leser, auch wenn er grad Suppe kocht oder
schläft.
Ein Lesender liest im beschriebenen Moment, auch wenn er ansonsten
Fleischfachverkäufer ist.
Ein Schwimmer kann schwimmen. Michel Phelps ist ein Schwimmer auch
wenn er sich abtrocknet. Er ist aber erst dann ein Schwimmender, wenn
er schwimmt.
Demzufolge ist ein Studierender jemand etwas studiert, zB die
Morgenzeitung, das Antlitz der Geliebten oder den Falck-Stadtplan und
zwar tut er das im Moment. Ein Student ist jemand, der an einer Uni/HS
immatrikuliert ist und wenn er derzeit der Liebe fröhnt oder im Kino
sitzt, bleibt er ein Student, auch wenn er im Moment kein Studierender
ist.
Die deutsche Sprache ist zu schön, um sie auf dem Altar des radikalen
Feminismus zu opfern. IMO sind mit "Studenten" die M und W gemeint,
wie auch bei Beamten, Verkehrsteilnehmern und Ministern. So lange
keine Femina auf Wortspielchen wie VerbrecherInnen, LangweilerInnen
und TerroristInnen besteht, sehe ich nicht ein, in vorauseilendem
Gehorsam mir die Sprache auf diese Art verhunzen zu lassen.
Der eine mags kleinlich finden, aber die Schönheit der Sprache beruht
u.a. auch auf diesen Feinheiten.
KP
> "Student" kann auch jemand sein, der hauptberuflich Taxi f�hrt oder eine
> Kneipe betreibt, dabei aber (aus welchen Gr�nden auch immer) an eine Uni
> eingeschrieben ist. "Studierender" klingt zumindest in meinen Ohren
> irgendwie aktiver, und ist wohl auch aus diesem Grunde so gew�hlt.
Eh. Nicht jede Stille ist ja auch eine Stillende.
Ciao
Toscha
--
Wimps and posers leave the hall!.
[Manowar]
>
> Die deutsche Sprache ist zu sch�n, um sie auf dem Altar des radikalen
> Feminismus zu opfern. IMO sind mit "Studenten" die M und W gemeint,
> wie auch bei Beamten, Verkehrsteilnehmern und Ministern. So lange
> keine Femina auf Wortspielchen wie VerbrecherInnen, LangweilerInnen
> und TerroristInnen besteht, sehe ich nicht ein, in vorauseilendem
> Gehorsam mir die Sprache auf diese Art verhunzen zu lassen.
>
> Der eine mags kleinlich finden, aber die Sch�nheit der Sprache beruht
> u.a. auch auf diesen Feinheiten.
"Stimme eines Rufenden in der W�ste"
Aber trotzdem - sch�n zu h�ren, dass man nicht ganz alleine ist.
Danke!
/Walter
> Ganz recht, hier wird ein Bedeutungsunterschied konstruiert, um das
> umständliche "Studierende" zu rechtfertigen.
Ganz im Geigentel: Hier wird der Unterschied herausgearbeitet, der
zeigt, dass es eben keine Synonyme sind.
"Student" ist ein bloßer Status, keine Beschreibung einer Tätigkeit.
Gruß
G.O.
Vergleichbar dem Sch�ler, der ja auch nicht schult. Im Unterschied dazu
ist der Student nicht unbedingt eifernd, aber voll vergn�gungs- und
satisfaktionsf�hig.
--
Roland Franzius
Aber nur *weil* sie hungern - allerdings mit der ständigen Eigenschaft
von Verhungerung, was die Zusammenschreibung begründet, ja ja -
nämlich wegen ihrer Anpassung an stickstoffarme Böden, fressen sie
Fleisch.
Näheres von der Botanikexpertin findet Ihr hier:
http://www.blog.institut1.de/2008/sonnentau-fleischfressende-pflanze-im-heimischen-moor/
Gruß
Gunhild
Stimmt, das klingt in der Tat etwas seltsam. Jetzt fehlen nur noch die
studierenden Protestanten ;-)
SCNR,
Frank
Deiner Erklärung zufolge hätte also in der geschilderten Situation
die Frau "ich bin Studentin" sagen müssen, es sei denn, das gerade
geführt Gespräch wäre Bestandteil ihres Studiums gewesen.
--
Marc
> Deiner Erklärung zufolge hätte also in der geschilderten Situation
> die Frau "ich bin Studentin" sagen müssen, es sei denn, das gerade
> geführt Gespräch wäre Bestandteil ihres Studiums gewesen.
Auch im letzteren Fall würde ich an ihrer Stelle nie "Ich bin
Studierende" oder "ich bin studierend" sagen, sondern "ich studiere
gerade".
Gerade noch durchgehen lassen würde ich "Ich bin eine Studierende".
Gibt es irgendein Verb, bei dem man statt "ich ...e gerade" sagt "ich
bin ...end"?
Ich bin leidend, hungernd oder verm�gend.
--
Roland Franzius
> Stefan Schmitz schrieb:
>> Auch im letzteren Fall wᅵrde ich an ihrer Stelle nie
>> "Ich bin Studierende" oder "ich bin studierend" sagen,
>> sondern "ich studiere gerade".
>> Gerade noch durchgehen lassen wᅵrde ich "Ich bin eine
>> Studierende". Gibt es irgendein Verb, bei dem man statt
>> "ich ...e gerade" sagt "ich bin ...end"?
>
> Ich bin leidend, hungernd oder vermᅵgend.
>
Bemerkenswert bei "leidend": Frᅵher und in der Literatur
bezeichnete es gerade keinen akuten, sondern einen lᅵnger
andauernden Zustand, wenn gesagt wurde: "Sie oder er war
leidend."
j/\a
--
> > Wer sagt das außer dir und Frank? Ich halte diese Unterscheidung für
> > realiter inexistent und aus dem Bemühen entstanden, Synonyme
> > semantisch doch noch zu differenzieren.
>
> Nein, es gibt auch noch andere und durchaus sprachmächtige Leute, die
> dieser Meinung sind.
Dann bitte ich um Quellenangaben.
> Ein Leser könnte ein eingetragener Bibliotheksbenutzer sein oder ein
> Böll-Verehrer. Er ist ein Leser, auch wenn er grad Suppe kocht oder
> schläft.
> Ein Lesender liest im beschriebenen Moment, auch wenn er ansonsten
> Fleischfachverkäufer ist.
Der Unterschied zum "Studierenden" liegt aber darin, dass der
"Lesende" kein lexikalisiertes Wort ist, sondern höchstens als ad-hoc-
Substantivierung des Partizips I "lesend" verwendet werden kann. Der
"Studierende" ist hingegen seit wenigstens 100 Jahren eindeutig ein
Synonym für den "Studenten". Man sehe sich die Belege im Digitalen
Wörterbuch der deutschen Sprache an. Da hilft es auch nicht, die
Etymologie zu bemühen, um die – angeblich – "richtige" Bedeutung des
Wortes festzumachen.
> Ein Schwimmer kann schwimmen. Michel Phelps ist ein Schwimmer auch
> wenn er sich abtrocknet. Er ist aber erst dann ein Schwimmender, wenn
> er schwimmt.
Auch dein "Schwimmender" kommt im realen Leben nur als ad-hoc-
Substantivierung des Partizips I "schwimmend" vor.
>
> Demzufolge ist ein Studierender jemand etwas studiert, zB die
> Morgenzeitung, das Antlitz der Geliebten oder den Falck-Stadtplan und
> zwar tut er das im Moment.
Das allein wird dem Begriff nicht gerecht.
> Ein Student ist jemand, der an einer Uni/HS
> immatrikuliert ist und wenn er derzeit der Liebe fröhnt oder im Kino
> sitzt, bleibt er ein Student, auch wenn er im Moment kein Studierender
> ist.
Das ist Unfug. Schau dir nur den Sprachgebrauch an.
> Die deutsche Sprache ist zu schön, um sie auf dem Altar des radikalen
> Feminismus zu opfern.
Und die deutsche Sprache ist zu schön, als dass man in ihr, von einer
pseudowissenschaftlichen Auffassung von Etymologie ausgehend (man
beachte das Partizip I), verkehrte Ansichten formulieren sollte.
> IMO sind mit "Studenten" die M und W gemeint,
> wie auch bei Beamten, Verkehrsteilnehmern und Ministern.
Genau. So wie es in einem Schweizer Gesetzesentwurf mal hieß: "Wenn
ein Schweizer einen Ausländer heiratet (...)". Damals war aber die
Homo-Ehe in der Schweiz noch verboten. Ein anderer Brüller ist: "Bei
der Geburt ihrer Kinder erleiden viele Patienten einen Dammriss".
Brüller? Nein! Deiner – nicht einmal bescheidenen – Meinung nach sind
diese Undinger ja korrektes Deutsch.
> So lange
> keine Femina auf Wortspielchen wie VerbrecherInnen, LangweilerInnen
> und TerroristInnen besteht, sehe ich nicht ein, in vorauseilendem
> Gehorsam mir die Sprache auf diese Art verhunzen zu lassen.
Deine Zivilcourage ist beeindruckend. Du bist also ein
Beeindruckender.
> Der eine mags kleinlich finden, aber die Schönheit der Sprache beruht
> u.a. auch auf diesen Feinheiten.
Bzw., müsste man zusätzlich formulieren, auf der Negierung von
Feinheiten, die man nicht zur Kenntnis nehmen will.
Ch.
>> Gibt es irgendein Verb, bei dem man statt "ich ...e gerade" sagt "ich
>> bin ...end"?
>
> Ich bin leidend, hungernd oder verm�gend.
'Verm�gend' passt da aber nicht rein:
ich bin leidend - ich leide
ich bin hungernd - ich hungere
das passt. Aber:
ich bin verm�gend - ich verm�ge
das klingt schr�g.
Ciao
Toscha
--
Wie nennt man einen Auszubildenden beim Gyn�kologen?
Yvccrafgvsg
>> Ich bin leidend, hungernd oder vermögend.
>
> 'Vermögend' passt da aber nicht rein:
>
> ich bin leidend - ich leide
> ich bin hungernd - ich hungere
>
> das passt. Aber:
>
> ich bin vermögend - ich vermöge
>
> das klingt schräg.
Ja - es muss nämlich heißen "ich vermag": und das passt schon wieder ("ich
kann (mir ein e Menge unnützen Klimbim leisten)"
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
> Bemerkenswert bei "leidend": Fr�her und in der Literatur
> bezeichnete es gerade keinen akuten, sondern einen l�nger
> andauernden Zustand, wenn gesagt wurde: "Sie oder er war
> leidend."
Das war in Wienerischen bis vor kurzm g�ngig. Vergleiche den
"Herrn Karl": "... sie is' leidend 'wor'n ..."
M.
>
> ich bin verm�gend - ich verm�ge
>
> das klingt schr�g.
>
>
Ich vermag dir sogar zu sagen, warum.
Aber egal, auf neudeutsch hei�t es eh "Yes I can".
Gru�
Roman
--
lay down all thought surrender to the void
>> ich bin verm�gend - ich verm�ge
>>
>> das klingt schr�g.
>>
>>
>
> Ich vermag dir sogar zu sagen, warum.
> Aber egal, auf neudeutsch hei�t es eh "Yes I can".
Ihr beide, also du und Diedrich, habt soweit nat�rlich recht. Nur,
gefordert war, in
<badf5145-db5f-4037...@j24g2000yqa.googlegroups.com>,
'irgendein Verb, bei dem man statt "ich ...e gerade" sagt "ich
bin ...end"'. Dazu passt 'verm�gend' eben nur in der Form 'ich verm�ge';
bestenfalls noch 'ich vermage'. Ob's die Form �berhaupt gibt, steht auf
einem ganz anderen Blatt.
Ciao
Toscha
--
Wer Teppichb�den richtig verlegt, der findet sie auch wieder.
Mit den Steigerungen dieser Imports�lze sind wir ja gerade verw�hlt worden.
"Deutschland kann mehr" und "wir k�nnen es besser". Was genau hat man
wohl weder in den New Yorker Zentralen der Gehirnst�rmerkanister f�r
Kampagnenplanung noch ihren hiesigen Dependenzen zu sagen gewusst.
Dagegen war doch "mehr Prosciutto in petto" eine echte Aussage.
--
Roland Franzius
> Ihr beide, also du und Diedrich, habt soweit natürlich recht. Nur,
> gefordert war, in
> <badf5145-db5f-4037...@j24g2000yqa.googlegroups.com>,
> 'irgendein Verb, bei dem man statt "ich ...e gerade" sagt "ich
> bin ...end"'. Dazu passt 'vermögend' eben nur in der Form 'ich vermöge';
> bestenfalls noch 'ich vermage'. Ob's die Form überhaupt gibt, steht auf
> einem ganz anderen Blatt.
Die gibts nicht. Zwar werden die meisten Verben mit "ich <erikativ>e"
konjugiert, aber eben nicht alle; einige haben statt dessen einen anderen
Vokal: neben "mögen/mag" zählen auch "wollen/will", "können/kann",
"dürfen/darf", "müssen/muss" dazu. Hingegen wird das Partizip 1 vom
Infinitiv ausgehend gebildet, auch in diesen Fällen.
Insofern ist die Forderung, die du da zitierst, in Bezug auf diese Verben
unsinnig, und ich glaube auch nicht, dass sie so buchstabengetreu gemeint
ist wie du es da interpretierst.
Die gibt es erst seit 1996, sind also ein sehr sp�tes Produkt der
Evolution, eng verwandt mit den allein stehenden Frauen.
Andreas
> Walter P. Zaehl schrieb:
>>
>> Es gibt auch z.B. Fleisch fressende Pflanzen, die gerade hungern.
>
> Die gibt es erst seit 1996, sind also ein sehr spätes Produkt der
> Evolution, eng verwandt mit den allein stehenden Frauen.
>
Bei den Fleisch fressenden Pflanzen stelle ich mir gerne ein Blümelein vor,
wie es genüßlich an einem Schnitzerl kaut.
Ciao
Wolfram
--
Mein fürstlicher Name ist Otto von Baum / Ich furze gnadenlos in den Raum.
/ Es rührt mich dann auch kein Gewimmer, / Ich pinkel euch roh in das
Zimmer.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
Denkst du Frauen k�nnen nicht alleine stehen?
Nicht an einem Fleischpflanzerl?
Andreas
Die Diskussionen hier um Getrennt- und Zusammenschreibung in der
deutschen Amtssprache sind spurlos an dir vor�bergegangen? Neu hier?
Andreas
Das wär natürlich stilechter, ja.
Ciao
Wolfram
--
Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen.
GEORG SCHRAMM
> Christian Seidl schrieb:
>
>>> Das hatten wir doch schon mal. "Studierende" kling aktiver als "Student".
>>
>> Aber nicht f�r alle. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, womit
>> du diese Ansicht begr�ndest.
>
> Die im Lesesaal einer B�cherei �ber den B�chern hocken, sind in dem Moment
> Studierende, egal, ob sie sonst Studenten, B�cker oder M�ller sind.
Aber nur die Studenten sind es auch dann noch, wenn sie nach Hause
gehen.
--
binsaugnesseln, hummelsk�l, m�nchspfeffer, gugelk�pf, minbr�derm�ntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches W�rterbuch