> überschreibt die Online-FAZ einen Beitrag über Gewinnstrategien
> beim Lottospielen <http://www.faz.net/-hc1-74a5i>.
> Mir erschließt sich das anscheinend absichtliche doppelte "spielen" > in der Titelzeile nicht. Auch wenn in dem Beitrag nicht tatsächlich
> Lotto gespielt wird, sondern nur drüber geredet: Geredet wird doch aber
> übers tatsächliche Lottospielen, und nicht übers Lottospielenspielen.
Ähnlich auch bei "ein Spiel spielen".
Was sollte man denn sonst mit einem Spiel tun?
Früher sagte man auch "wir wollen Fernsehen sehen".
> berschreibt die Online-FAZ einen Beitrag ber Gewinnstrategien
> beim Lottospielen <http://www.faz.net/-hc1-74a5i>.
> Mir erschlie t sich das anscheinend absichtliche doppelte "spielen"
> in der Titelzeile nicht. Auch wenn in dem Beitrag nicht tats chlich
> Lotto gespielt wird, sondern nur dr ber geredet: Geredet wird doch aber
> bers tats chliche Lottospielen, und nicht bers Lottospielenspielen.
Lottospielen ist f r fast alle Spieler eine todternste Angelegenheit. Wer das spielerisch angehen kann, hat offenbar genug Kapital, um es als Spiel zu testen.
Man k nnte zB eine Wettgemeinschaft bilden, die ein paar Tausend pro Woche nach bestimmten Mustern setzt und viel h here Eins tze intern an bestimmte Ereignisse koppelt.
Also die Art Meta-Spiel, das Italiener, Chinesen und Serben mit dem Champions-Liga-Toto so treiben. Oder Versicherungen, die Lebensversicherungen als Wetten vetreiben.
Es w re nat rlich hinterh ltiger gewesen, die berschrift
"Lottospielen spielen, aber falsch" als zutreffender dar ber zu setzen. Denn egal, wer Sekund rspiele anbietet, reicher werden die Spieler dadurch auch nicht.
> > Mir erschließt sich das anscheinend
> > absichtliche doppelte "spielen" in der
> > Titelzeile nicht. Auch wenn in dem Beitrag
> > nicht tatsächlich Lotto gespielt wird,
> > sondern nur drüber geredet: Geredet wird
> > doch aber übers tatsächliche Lottospielen,
> > und nicht übers Lottospielenspielen.
> Ähnlich auch bei "ein Spiel spielen".
Ein Skatspiel spielen? Ein Schachspiel spielen? Monopolyspiel spielen?
> Früher sagte man auch "wir wollen Fernsehen
> sehen".
>>> Mir erschließt sich das anscheinend
>>> absichtliche doppelte "spielen" in der
>>> Titelzeile nicht. Auch wenn in dem Beitrag
>>> nicht tatsächlich Lotto gespielt wird,
>>> sondern nur drüber geredet: Geredet wird
>>> doch aber übers tatsächliche Lottospielen,
>>> und nicht übers Lottospielenspielen.
>> Ähnlich auch bei "ein Spiel spielen".
> Ein Skatspiel spielen? Ein Schachspiel spielen? Monopolyspiel spielen?
"Was wollen wir tun?" - "Ein Spiel spielen."
>> Früher sagte man auch "wir wollen Fernsehen
>> sehen".
> Ich will Fern sehen?
Was du willst, weiß ich nicht. ;-)
Man sagte "der Fernseher" und "das Fernsehen", wobei mit letzterem
Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war: "Ich habe jetzt Fernsehen."
Irgend etwas sträubte sich bei den Menschen, "ich sehe fern" zu sagen.
Das machte man schon vorher mit dem Fernglas.
Detlef Meißner wrote:
> "Was wollen wir tun?" - "Ein Spiel spielen."
Ja, meinetwegen. Wenn man sich dann aber auf ein bestimmtes Spiel geeinigt hat, wird dieses Spiel und nicht das Spielspiel gespielt.
> Man sagte "der Fernseher" und "das
> Fernsehen", wobei mit letzterem
> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war:
> "Ich habe jetzt Fernsehen."
Ja. Sag ich heute noch, wenn auch deutlich seltener, schließlich hab ich ja kein Fernsehen.
Trotzdem würde ich Lotto spielen oder Lottospielen simulieren, aber Lottospiel(e) spielen fände ich komisch. Vor allem, wenn damit Lotto spielen gemeint wäre.
> Ja, meinetwegen. Wenn man sich dann aber auf ein bestimmtes Spiel > geeinigt hat, wird dieses Spiel und nicht das Spielspiel gespielt.
>> Man sagte "der Fernseher" und "das
>> Fernsehen", wobei mit letzterem
>> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war:
>> "Ich habe jetzt Fernsehen."
> Ja. Sag ich heute noch, wenn auch deutlich seltener, schließlich hab > ich ja kein Fernsehen.
> Trotzdem würde ich Lotto spielen oder Lottospielen simulieren, aber > Lottospiel(e) spielen fände ich komisch. Vor allem, wenn damit Lotto > spielen gemeint wäre.
Natürlich. Es war auch nicht meine Absicht, dir zu widersprechen. Ich
wollte nur ähnlich gelagerte Fälle anführen.
> Ähnlich auch bei "ein Spiel spielen". Was sollte man denn > sonst mit einem Spiel tun?
Das Deutsche hat leider nicht sowas Praktisches wie
die englischen "play" und "game". Für "Spiel(en)"
gibt es auch kaum Ersatz. Man könnte "eine Partie/Runde ...
spielen" sagen, aber das paßt beim Lotto nicht.
>> Ähnlich auch bei "ein Spiel spielen". Was sollte man denn >> sonst mit einem Spiel tun?
> Das Deutsche hat leider nicht sowas Praktisches wie
> die englischen "play" und "game". Für "Spiel(en)"
> gibt es auch kaum Ersatz. Man könnte "eine Partie/Runde ...
> spielen" sagen, aber das paßt beim Lotto nicht.
Ich habe mal darüber nachgedacht (!).
Nennt man nun das Spiel Lotto oder Lottospiel? (Tennis - Tennisspiel,
Fußball - Fußballspiel, Schach - Schachspiel...)
Früher sagte man: "Ich gehe zum Fußballspiel", heute hingegen: "Ich gehe
zum Fußball", was natürlich Quatsch ist. Ebenso: "Ich schaue Fußball."
Wenn man das bewusste Spiel mit dem Fußball spielt, dann spielt man auch
nicht Fußball, es sei denn, man zieht sich entsprechend an, lässt sich
treten und rollt über den Boden.
Allerdings kann man Räuber und Gendarm spielen.
Sprache wandelt sich eben und die exakte Ausdrucksweise bleibt dann
häufig auf der Strecke. Fällt dann vermutlich nur noch Ausländern auf,
die Deutsch lernen.
Vielleicht ist in einigen Jahren "Ich Fußball" üblich.
Am Tue, 13 Nov 2012 16:12:26 +0100 schrieb Detlef Meißner:
> Früher sagte man: "Ich gehe zum Fußballspiel", heute hingegen: "Ich gehe
> zum Fußball", was natürlich Quatsch ist.
Beim ersten Fall ist nicht so ganz klar, ob man aktiv mitspielt. Gut,
meistens heißt es dann "Ich habe ein (Fußball-)Spiel".
> Vielleicht ist in einigen Jahren "Ich Fußball" üblich.
"Ich habe (heute) Fußball" ist zumindest bei den Jugendlichen üblich, mit
denen mein Sohn im Verein spielt. Das heißt dann eigentlich "Ich habe
(heute) Fußballtraining". Finde ich aber umgangssprachlich unauffällig,
ähnlich wie "Ich habe Klavier/Tennis/Nachhilfe".
> Am Tue, 13 Nov 2012 16:12:26 +0100 schrieb Detlef Meißner:
>> Früher sagte man: "Ich gehe zum Fußballspiel", heute hingegen: "Ich gehe
>> zum Fußball", was natürlich Quatsch ist.
> Beim ersten Fall ist nicht so ganz klar, ob man aktiv mitspielt. Gut,
> meistens heißt es dann "Ich habe ein (Fußball-)Spiel".
>> Vielleicht ist in einigen Jahren "Ich Fußball" üblich.
> "Ich habe (heute) Fußball" ist zumindest bei den Jugendlichen üblich, mit
> denen mein Sohn im Verein spielt. Das heißt dann eigentlich "Ich habe
> (heute) Fußballtraining".
>> > Mir erschließt sich das anscheinend
>> > absichtliche doppelte "spielen" in der
>> > Titelzeile nicht. Auch wenn in dem Beitrag
>> > nicht tatsächlich Lotto gespielt wird,
>> > sondern nur drüber geredet: Geredet wird
>> > doch aber übers tatsächliche Lottospielen,
>> > und nicht übers Lottospielenspielen.
>> Ähnlich auch bei "ein Spiel spielen".
> Ein Skatspiel spielen? Ein Schachspiel spielen? Monopolyspiel spielen?
Nein. Ein Skat-/Schach-/Monopolyspiel würde ich kaufen und damit
Skat/Schach/Monopoly spielen.
> Man sagte "der Fernseher" und "das Fernsehen", wobei mit letzterem
> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war: "Ich habe jetzt Fernsehen."
Damit ist m.E. das Gesamtsystem gemeint (hallo, anderer Faden!).
Wenn man nur den Apparat hatte, aber keinen Empfang, hätte man
nicht "Fernsehen gehabt".
-- Spell checker (n.) One who gives examinations on witchcraft.
Herman Rubin in sci.lang
>> Man sagte "der Fernseher" und "das Fernsehen", wobei mit letzterem
>> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war: "Ich habe jetzt Fernsehen."
> Damit ist m.E. das Gesamtsystem gemeint (hallo, anderer Faden!).
> Wenn man nur den Apparat hatte, aber keinen Empfang, hätte man
> nicht "Fernsehen gehabt".
Logisch. Aber da man sich den Fernseher aufstellen ließ, hatte man auch
den Empfang.
Empfang ohne Apparat geht übrigens auch nicht.
Besucher: "Ah, du hast jetzt auch Fernsehen!" - "Nö, der Apparat steht
nur rum."
(Für GEZ-Besuch sicherlich auch nicht besonders hilfreich.)
> * Detlef Mei ner:
>> Man sagte "der Fernseher" und "das Fernsehen", wobei mit letzterem
>> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war: "Ich habe jetzt Fernsehen."
> Damit ist m.E. das Gesamtsystem gemeint (hallo, anderer Faden!).
> Wenn man nur den Apparat hatte, aber keinen Empfang, h tte man
> nicht "Fernsehen gehabt".
Wohingegen man Fernsehen haben konnte, ohne ber das erforderliche
Empfangsger t zu verf gen.
Ciao
Toscha
-- Beauty lies in the eyes of the beerholder.
> Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> schrieb:
>> Lottospielen ist für fast alle Spieler eine todternste Angelegenheit.
> Hast du jetzt bloß nicht gewußt, ob es "toternst" oder "todernst"
> heißt und daher dem Leser überlassen, selbst das Richtige auszu-
> wählen, oder sollte das ein Gag sein, den ich nicht verstehe?
>>> Man sagte "der Fernseher" und "das Fernsehen", wobei mit letzterem
>>> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war: "Ich habe jetzt Fernsehen."
>> Damit ist m.E. das Gesamtsystem gemeint (hallo, anderer Faden!).
>> Wenn man nur den Apparat hatte, aber keinen Empfang, hätte man
>> nicht "Fernsehen gehabt".
> Logisch. Aber da man sich den Fernseher aufstellen ließ, hatte man auch
> den Empfang.
> Empfang ohne Apparat geht übrigens auch nicht.
> Besucher: "Ah, du hast jetzt auch Fernsehen!" - "Nö, der Apparat steht
> nur rum."
Den Apparat kenne ich nur als Fernseher. "Fernsehen" deutet immer
darauf hin, daß man damit tatsächlich eine Sendung empfängt. Klar
zeigt man dabei eventuell auf den Apparat, aber man denkt die
Sendung mit. Wenn man damit nur Videokassetten ansieht, heißt es
"wir haben jetzt Video", nicht "wir haben jetzt Fernsehen".
Es ist natürlich möglich, daß das in Deinem Umfeld anders ist/war.
-- A computer will do what you tell it to do, but that may be much
different from what you had in mind. - Joseph Weizenbaum
>>>> Man sagte "der Fernseher" und "das Fernsehen", wobei mit letzterem
>>>> Ausdruck oft noch der Apparat gemeint war: "Ich habe jetzt Fernsehen."
>>> Damit ist m.E. das Gesamtsystem gemeint (hallo, anderer Faden!).
>>> Wenn man nur den Apparat hatte, aber keinen Empfang, hätte man
>>> nicht "Fernsehen gehabt".
>> Logisch. Aber da man sich den Fernseher aufstellen ließ, hatte man auch
>> den Empfang.
>> Empfang ohne Apparat geht übrigens auch nicht.
>> Besucher: "Ah, du hast jetzt auch Fernsehen!" - "Nö, der Apparat steht
>> nur rum."
> Den Apparat kenne ich nur als Fernseher. "Fernsehen" deutet immer
> darauf hin, daß man damit tatsächlich eine Sendung empfängt. Klar
> zeigt man dabei eventuell auf den Apparat, aber man denkt die
> Sendung mit. Wenn man damit nur Videokassetten ansieht, heißt es
> "wir haben jetzt Video", nicht "wir haben jetzt Fernsehen".
> Es ist natürlich möglich, daß das in Deinem Umfeld anders ist/war.
> Oliver Cromm schrieb:
>> Den Apparat kenne ich nur als Fernseher. "Fernsehen" deutet immer
>> darauf hin, daß man damit tatsächlich eine Sendung empfängt. Klar
>> zeigt man dabei eventuell auf den Apparat, aber man denkt die
>> Sendung mit. Wenn man damit nur Videokassetten ansieht, heißt es
>> "wir haben jetzt Video", nicht "wir haben jetzt Fernsehen".
>> Es ist natürlich möglich, daß das in Deinem Umfeld anders ist/war.
> Jo, denn da gab es noch kein Video.
Klar, das war später, aber der mir vertraute Sprachgebrauch dazu
folgt derselben Logik.
-- It wouldn't be a bad country if only we could kick out the fucking
pig Americans, eh?
-- Margaret Atwood, Surfacing, p.1??