Gerade erinnere ich mich wieder an meine Kindheit, die ich als native
speaker des (ungefaehr) Pfaelzischen Dialekts (Kohl-Bluem-Scharping-
Hochdeutsch) zubrachte. Damals war 'feisch' (feige), wer z. B. ein
Spielzeug nicht hergab oder so etwas.
Der Duden 7 (Herkunftswoerterbuch) ist zwar aufschlussreich, aber ich kann
mir kaum vorstellen, dass ein Dialekt althochdeutsche Woerter bis auf den
heutigen Tag konserviert, obgleich er jahrhundertelang mit anderen
Bedeutungen dieser Woerter bombardiert wurde.
War das nur ein kindliches Missverstaendnis des Worts, oder bewahrte der
Dialekt tatsaechlich eine fossile Vokabel mit ihrer Bedeutung? Oder hat
sich im Dialekt viel spaeter eine falsche Bedeutung im Volk
herausgebildet, wie es z. B. beim Hamburger mit 'gediegen' passierte?
Ciao!
Arnulf
as...@sopp.on-luebeck.de (Arnulf Sopp)
http://www.on-luebeck.de/~asopp/
--
j...@mail.aalborghus.dk
Arnulf Sopp skrev i meddelelsen <6tFdq...@sopp.on-luebeck.de>...
in de.etc.sprache.deutsch Arnulf Sopp <as...@sopp.on-luebeck.de> wrote:
> Gerade erinnere ich mich wieder an meine Kindheit, die ich als native
> speaker des (ungefaehr) Pfaelzischen Dialekts (Kohl-Bluem-Scharping-
> Hochdeutsch) zubrachte. Damals war 'feisch' (feige), wer z. B. ein
> Spielzeug nicht hergab oder so etwas.
> Der Duden 7 (Herkunftswoerterbuch) ist zwar aufschlussreich, aber ich kann
> mir kaum vorstellen, dass ein Dialekt althochdeutsche Woerter bis auf den
> heutigen Tag konserviert, obgleich er jahrhundertelang mit anderen
> Bedeutungen dieser Woerter bombardiert wurde.
Auch Berliner Kinder sagen "feige", wenn sie "unfair" meinen.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Ob einer gehen kann, weiß er erst, wenn er läuft.