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"sich verwahren" oder "jdm etw. verwehren"

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Gunhild Simon

unread,
May 15, 2013, 2:09:10 AM5/15/13
to
"Mit einem Gesetzentwurf ... geht Cameron auf die Eurokritiker zu –
und verwehrt sich dagegen, in Panik geraten zu sein."
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/cameron-gesetzentwurf-eu-referendum

Eine Verwechslung? Gar nur ein mißlicher Tipfehler?
Oder kann man "sich verwehren"?

(An Jornalistensprache minder Interessierte können sich diesen Thread
schenken und sich am Bekenntnis zur Faq-Liste erfreuen.)

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
May 15, 2013, 2:32:10 AM5/15/13
to
Am 15.05.2013 08:09, schrieb Gunhild Simon:
> "Mit einem Gesetzentwurf ... geht Cameron auf die Eurokritiker zu �
> und verwehrt sich dagegen, in Panik geraten zu sein."
> http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/cameron-gesetzentwurf-eu-referendum
>
> Eine Verwechslung? Gar nur ein mi�licher Tipfehler?
> Oder kann man "sich verwehren"?
>
> (An Jornalistensprache minder Interessierte k�nnen sich diesen Thread
> schenken und sich am Bekenntnis zur Faq-Liste erfreuen.)

K�nnte eine unbedachte Reanimation der erstarrten Formel aus Zeiten von
Satisfaktion und Sekundanz und "Er verwahrte sich dagegen".

Oder kommt das von verwahren?

--

Roland Franzius

Ralph Babel

unread,
May 14, 2013, 8:00:00 PM5/14/13
to
Gunhild Simon zitierte und fragte:

> "Mit einem Gesetzentwurf ... geht Cameron auf
> die Eurokritiker zu - und verwehrt sich dagegen,
> Eine Verwechslung? Gar nur ein mi�licher
> Tipfehler? Oder kann man "sich verwehren"?

http://groups.google.de/groups?threadm=2dbdf1eb-8f0f-4a20...@r10g2000vbc.googlegroups.com
http://newsgroups.derkeiler.com/Archive/De/de.etc.sprache.deutsch/2010-07/msg04197.html

Gunhild Simon

unread,
May 15, 2013, 4:40:47 AM5/15/13
to
On 15 Mai, 08:32, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
> Am 15.05.2013 08:09, schrieb Gunhild Simon:
>
> > "Mit einem Gesetzentwurf ... geht Cameron auf die Eurokritiker zu
> > und verwehrt sich dagegen, in Panik geraten zu sein."
> >http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/cameron-gesetzentwurf-eu-r...
>
> > Eine Verwechslung? Gar nur ein mi licher Tipfehler?
> > Oder kann man "sich verwehren"?
>
> > (An Jornalistensprache minder Interessierte k nnen sich diesen Thread
> > schenken und sich am Bekenntnis zur Faq-Liste erfreuen.)
>
> K nnte eine unbedachte Reanimation der erstarrten Formel aus Zeiten von
>   Satisfaktion und Sekundanz und "Er verwahrte sich dagegen".
>
> Oder kommt das von verwahren?

Ich halte es für ein Mißverständnis.

Nach meinem Verständnis haben wehren und wahren inhaltilch und
etymologisch (ich habe mich eben bei Pfeifer versichert) nichts
miteinander zu tun.

Letzlich steckt in "sich verwahren" sicher "wahr", im Sinne von beim
Wahren bleiben, bewahren, etwas verwahren, also unbeschadet erhalten.

Dagegen ist sich oder jdm. etwas "verwehren" ein Rekurs auf sich
wehren, sich zur Wehr setzen,, verteidigen, schützen, und abwehren im
Sinne von "von sich weisen".

Gruß
Gunhild

Jakob Achterndiek

unread,
May 15, 2013, 4:59:22 AM5/15/13
to
Am 15.05.2013, 10:40 Uhr, schrieb Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de>:

> On 15 Mai, 08:32, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
>> Am 15.05.2013 08:09, schrieb Gunhild Simon:
>>
>>> "Mit einem Gesetzentwurf ... geht Cameron auf die Eurokritiker zu
>>> und verwehrt sich dagegen, in Panik geraten zu sein."
>>> http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/cameron-gesetzentwurf-eu-r...
>>
>>> Eine Verwechslung? Gar nur ein mi licher Tipfehler?
>>> Oder kann man "sich verwehren"?
>>
>>> (An Jornalistensprache minder Interessierte kᅵnnen sich diesen Thread
>>> schenken und sich am Bekenntnis zur Faq-Liste erfreuen.)
>>
>> Kᅵnnte eine unbedachte Reanimation der erstarrten Formel aus Zeiten von
>> Satisfaktion und Sekundanz und "Er verwahrte sich dagegen".
>>
>> Oder kommt das von verwahren?
>
> Ich halte es fᅵr ein Miᅵverstᅵndnis.
>
> Nach meinem Verstᅵndnis haben wehren und wahren inhaltilch und
> etymologisch (ich habe mich eben bei Pfeifer versichert) nichts
> miteinander zu tun.
>
> Letzlich steckt in "sich verwahren" sicher "wahr", im Sinne von beim
> Wahren bleiben, bewahren, etwas verwahren, also unbeschadet erhalten.
>
> Dagegen ist sich oder jdm. etwas "verwehren" ein Rekurs auf sich
> wehren, sich zur Wehr setzen,, verteidigen, schᅵtzen, und abwehren im
> Sinne von "von sich weisen".

Wie hᅵngt das aber zusammen mit "eine Sache sicher verwahren,
etwas gut aufbewahren"?

Und wie paᅵt das zu der Aufforderung "wahr dich!" und dem
seemᅵnnischen "wahrschau!" ?

j/\a
--

Gunhild Simon

unread,
May 15, 2013, 10:29:49 AM5/15/13
to
On 15 Mai, 10:59, "Jakob Achterndiek" <achternd...@buzemann.de> wrote:
> Am 15.05.2013, 10:40 Uhr, schrieb Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de>:
...
> > Letzlich steckt in "sich verwahren" sicher "wahr", im Sinne von beim
> > Wahren bleiben, bewahren, etwas verwahren, also unbeschadet erhalten
...
>
> Wie h ngt das aber zusammen mit "eine Sache sicher verwahren,
> etwas gut aufbewahren"?

Sowohl "bewahren" als auch "aufbewahren" enthalten im Kern die
Aussage, daß etwas im unveränderten, eigentlich dienstbar erhaltenen,
Zustand, einer Art Konservierung - bewähren, was bewährt ist, sich
bewährt hat - erhalten wird.
>
> Und wie pa t das zu der Aufforderung "wahr dich!" und dem
> seem nnischen "wahrschau!" ?

Des Spinnens von Seemannsgarn bin ich trotz der Küstennähe unkundig.

Gruß
Gunhild
Message has been deleted

Daniela Duerbeck

unread,
May 16, 2013, 8:39:14 PM5/16/13
to
Roland Franzius wrote:

> K�nnte eine unbedachte Reanimation der erstarrten Formel aus Zeiten von
> Satisfaktion und Sekundanz und "Er verwahrte sich dagegen".

Bei der Gelegenheit: Aus alten Zeiten bei einer Studentenverbindung
kenne ich auch den Ausdruck: "Ich verwundere mich Ihnen gegen�ber aufs
�u�erste!" was eine Aufforderung f�r ein Duell bedeutete.
Also, um das klarzustellen, die Leute in der Verbindung damals haben das
nicht gesagt, aber sie haben erkl�rt, dass man das fr�her sagte, wenn
man ein Duell wollte. Und wir haben das nat�rlich dann dauernd
spa�eshalber verwendet.

Aber ich mu� sagen, eigentlich h�tte ich gerne heutzutage auch einen
feststehenden Begriff, wenn ich mich jemandem gegen�ber "aufs �u�erste
verwundern mu�".

Ich wei� nicht genau, wie man jemanden h�flich, aber bestimmt beleidigt,
der mir dumm gekommen ist.

Ist "Wenn Sie meine Mails gelesen und verstanden haben" evtl. schon
zuviel Beleidigung?


Viele Gr��e von Dani

Lothar Frings

unread,
May 17, 2013, 2:37:06 AM5/17/13
to
Daniela Duerbeck tat kund:

> Ist "Wenn Sie meine Mails gelesen und verstanden haben" evtl. schon
> zuviel Beleidigung?

Wenn man das fragen muß, ist "Sie, das fand ich jetzt
aber nicht gut von Ihnen" wohl das Ende der Fahnenstange.
Aber vorsichtshalber erst noch mal den Anwalt fragen.

Roland Franzius

unread,
May 17, 2013, 2:45:55 AM5/17/13
to
Am 17.05.2013 08:37, schrieb Lothar Frings:
> Daniela Duerbeck tat kund:
>
>> Ist "Wenn Sie meine Mails gelesen und verstanden haben" evtl. schon
>> zuviel Beleidigung?
>
> Wenn man das fragen mu�, ist "Sie, das fand ich jetzt
> aber nicht gut von Ihnen" wohl das Ende der Fahnenstange.
> Aber vorsichtshalber erst noch mal den Anwalt fragen.
>

Man wundert sich manchmal, wenn heutzutage arglos gefragt wird, ob
Beleidigungen, sarkastische Bemerkungen zu beruflichen F�higkeiten und
Mobbing, Dinge die man in den guten alten Zeiten im Gefechtsfall
sicherheitshalber nur undeutlich m�ndlich, verklausuliert und ohne
Zeugen beim Kollegen und Vorgesetzen anbrachte, heute straflos per Email
in maschinenlesbarem, googleerfasstem Klartext begehen d�rfe.

--

Roland Franzius

Sam Sung

unread,
May 17, 2013, 3:05:05 AM5/17/13
to
Roland Franzius schrieb:

> Am 17.05.2013 08:37, schrieb Lothar Frings:
>> Daniela Duerbeck tat kund:
>>
>>> Ist "Wenn Sie meine Mails gelesen und verstanden haben" evtl. schon
>>> zuviel Beleidigung?
>>
>> Wenn man das fragen mu嚙� ist "Sie, das fand ich jetzt
>> aber nicht gut von Ihnen" wohl das Ende der Fahnenstange.
>> Aber vorsichtshalber erst noch mal den Anwalt fragen.
>>
>
> Man wundert sich manchmal, wenn heutzutage arglos gefragt wird, ob
> Beleidigungen, sarkastische Bemerkungen zu beruflichen F嚙篁igkeiten und
> Mobbing, Dinge die man in den guten alten Zeiten im Gefechtsfall
> sicherheitshalber nur undeutlich m嚙緯dlich, verklausuliert und ohne
> Zeugen beim Kollegen und Vorgesetzen anbrachte, heute straflos per Email
> in maschinenlesbarem, googleerfasstem Klartext begehen d嚙緝fe.

Soviel Geld, um Myriaden Gerichtsbeamte anzustellen, die das zu
ahnden, soviel Geld gibts eben gar nicht, ausserdem m嚙編ste dann
auch daf嚙緝 (!) dann "endlich mal" eine weltweite Zusammenarbeit
unserer ganzen "Menschheit" funktionieren, ;) Jaja, das Internet
ist ebeb nicht nur irgendwie eine "neue Qualit嚙緣" (wie all die
Philosophie-Deppen gern sinnlos plappern, sondern es sind auch
wirklich / zu viel / Leute drin im Internet. Es kann ja nicht
mal organisiert werden, dass die gr嚙編sten in Deutschland
massenweise Gewinn erwirkenden Konzerne auch an Deutschland
Steuern zahlen, da die einfach nach Holland gehen (und wo
die ganzen Abertausende, sic, Firmen alle zusammen, sic in
einem winzigen H嚙線sschen an einer Amsterdamer Gracht ihren
wohlgemerkt virtuellen Briefkasten haben. Man erinnert sich
bei dieser Gelegenheit immer wieder an die Scheiss-Vodafone.

Roland Franzius

unread,
May 17, 2013, 4:25:19 AM5/17/13
to
Am 17.05.2013 09:05, schrieb Sam Sung:
> Roland Franzius schrieb:
>
>> Am 17.05.2013 08:37, schrieb Lothar Frings:
>>> Daniela Duerbeck tat kund:
>>>
>>>> Ist "Wenn Sie meine Mails gelesen und verstanden haben" evtl. schon
>>>> zuviel Beleidigung?
>>>
>>> Wenn man das fragen mu�, ist "Sie, das fand ich jetzt
>>> aber nicht gut von Ihnen" wohl das Ende der Fahnenstange.
>>> Aber vorsichtshalber erst noch mal den Anwalt fragen.
>>>
>>
>> Man wundert sich manchmal, wenn heutzutage arglos gefragt wird, ob
>> Beleidigungen, sarkastische Bemerkungen zu beruflichen F�higkeiten und
>> Mobbing, Dinge die man in den guten alten Zeiten im Gefechtsfall
>> sicherheitshalber nur undeutlich m�ndlich, verklausuliert und ohne
>> Zeugen beim Kollegen und Vorgesetzen anbrachte, heute straflos per Email
>> in maschinenlesbarem, googleerfasstem Klartext begehen d�rfe.
>
> Soviel Geld, um Myriaden Gerichtsbeamte anzustellen, die das zu
> ahnden, soviel Geld gibts eben gar nicht,

Das ist auch nicht das Ziel. Das Ziel ist immer der Einzelne und jeder
Einzelne findet nat�rlich genau die drei Interessenten, die ihn dann
beruflich oder privat, legsl oder einfach so, alle machen werden.

Ich erinnere mich noch an die Naiven Hochtechnologen, die da was von
Sicherheit der Anonymit�t schwafelten. Dass ihre Daten sich auf den
USB-Sticks der Teilzeitangestllten ihrer Dienstleister f�nden, sowas
m�chten sie sich im Traum nicht vorstellen k�nnen.

--

Roland Franzius

Sam Sung

unread,
May 17, 2013, 5:25:10 AM5/17/13
to
Roland Franzius schrieb:
> schrieb Sam Sung:
>> Roland Franzius schrieb:
>>> Am 17.05.2013 08:37, schrieb Lothar Frings:
>>>> Daniela Duerbeck tat kund:
>>>>
>>>>> Ist "Wenn Sie meine Mails gelesen und verstanden haben" evtl. schon
>>>>> zuviel Beleidigung?
>>>>
>>>> Wenn man das fragen mu�, ist "Sie, das fand ich jetzt
>>>> aber nicht gut von Ihnen" wohl das Ende der Fahnenstange.
>>>> Aber vorsichtshalber erst noch mal den Anwalt fragen.
>>>>
>>>
>>> Man wundert sich manchmal, wenn heutzutage arglos gefragt wird, ob
>>> Beleidigungen, sarkastische Bemerkungen zu beruflichen F�higkeiten und
>>> Mobbing, Dinge die man in den guten alten Zeiten im Gefechtsfall
>>> sicherheitshalber nur undeutlich m�ndlich, verklausuliert und ohne
>>> Zeugen beim Kollegen und Vorgesetzen anbrachte, heute straflos per Email
>>> in maschinenlesbarem, googleerfasstem Klartext begehen d�rfe.
>>
>> Soviel Geld, um Myriaden Gerichtsbeamte anzustellen, die das zu
>> ahnden, soviel Geld gibts eben gar nicht,
>
> Das ist auch nicht das Ziel. Das Ziel ist immer der Einzelne und jeder
> Einzelne findet nat�rlich genau die drei Interessenten, die ihn dann
> beruflich oder privat, legsl oder einfach so, alle machen werden.

Wenn es M�glichkeiten gibt, entsteht im S�ugetierkapitalismus
immer ein Markt - in diesen F�llen wird der sogleich durch eine
Abmahnindustrie arbitriert, also abgeerntet wie etwa bei den
illegalen Musikdownloads.

> Ich erinnere mich noch an die Naiven Hochtechnologen, die da was von
> Sicherheit der Anonymit�t schwafelten. Dass ihre Daten sich auf den
> USB-Sticks der Teilzeitangestllten ihrer Dienstleister f�nden, sowas
> m�chten sie sich im Traum nicht vorstellen k�nnen.

Ja, wem das nicht klar ist, der soll sich mal etwa mit der Freeware
http://www.piriform.com/recuva seine(n) USB-Stick anschauen und der
wird dann alte PCs bzw. Platten und Sticks nicht mehr einfach wegwerfen
oder weggeben, sondern die Datentr�ger vorher 'cleanen'. Es gab/gibt
in TV-Magazinen regelm��ig Beitr�ge, wo alte Platten vom M�ll 'recovert'
(Recuva) werden und dann die Daten ihren ahnungslosen ehemaligen Besitzern
pr�sentiert werden.

-
Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen.
Galileo Galilei

Sam Sung

unread,
May 17, 2013, 5:27:32 AM5/17/13
to
Sam Sung schrieb:

> Ja, wem das nicht klar ist, der soll sich mal etwa mit der Freeware
> http://www.piriform.com/recuva seine(n) USB-Stick anschauen und der
> wird dann alte PCs bzw. Platten und Sticks nicht mehr einfach wegwerfen
> oder weggeben, sondern die Datentr�ger vorher 'cleanen'.

...oder einfach zerst�ren.

Florian Ritter

unread,
May 17, 2013, 10:14:58 AM5/17/13
to
On 17 Mai, 02:39, Daniela Duerbeck <daniela.duerb...@gmx.de> wrote:

> > K nnte eine unbedachte Reanimation der erstarrten Formel aus Zeiten von
> >  Satisfaktion und Sekundanz und "Er verwahrte sich dagegen".
>
> Bei der Gelegenheit: Aus alten Zeiten bei einer Studentenverbindung
> kenne ich auch den Ausdruck: "Ich verwundere mich Ihnen gegen ber aufs
> u erste!" was eine Aufforderung f r ein Duell bedeutete.

"Ich spreche meine Verwunderung aus" reicht schon zum "Ramschen". Die
Antwort ist "hängt!"

> Also, um das klarzustellen, die Leute in der Verbindung damals haben das
> nicht gesagt, aber sie haben erkl rt, dass man das fr her sagte, wenn
> man ein Duell wollte. Und wir haben das nat rlich dann dauernd
> spa eshalber verwendet.
>
> Aber ich mu sagen, eigentlich h tte ich gerne heutzutage auch einen
> feststehenden Begriff, wenn ich mich jemandem gegen ber "aufs u erste
> verwundern mu ".
>
> Ich wei nicht genau, wie man jemanden h flich, aber bestimmt beleidigt,
> der mir dumm gekommen ist.

Forderungs-Grund oder Besonders empfindlich: "Den Meyer hast Du
gefordert, Leibfuchs? Was is denn vorgefallen?" - "Plumpe Anödung!
Erdreistet sich zu fragen, was ich denn eigentlich
studiere." (Simplicissimus)

FR

Jakob Achterndiek

unread,
May 17, 2013, 1:25:19 PM5/17/13
to
Am 17.05.2013, 16:14 Uhr, schrieb Florian Ritter
<hansr...@googlemail.com>:

> Forderungs-Grund oder Besonders empfindlich: "Den Meyer
> hast Du gefordert, Leibfuchs? Was is denn vorgefallen?" -
> "Plumpe Anᅵdung! Erdreistet sich zu fragen, was ich denn
> eigentlich studiere." (Simplicissimus)

Dascha fast so schlimm wie seinerzeit die Frage an unsere
derzeitige Bundeskanzlerin: ᅵWas hat eigentlich Ihr Friseur
gelernt?ᅵ

j/\a
--
Message has been deleted

Sam Sung

unread,
May 17, 2013, 4:26:50 PM5/17/13
to
Heinz Brueckner schrieb:

> Sam Sung <n...@mail.invalid>:
> Richtig. Ich "cleane" mit dem Vorschlaghammer. -HB-

Ist perfekt f�r Sticks - Pessimisten k�nnen Platten auch mit einem
grossen Schraubenzieher aufbrechen (oder wer Geduld hat, kann das
Geh�use auseinanderschrauben) und hat innen die eigentlichen Platten,
die entweder aus Edelstahl oder Keramik sind. F�r Keramik reicht
ein Hammerschlag daf�r, dass sie zerspringen und die Stahl-Platten
kann man mit einem Schraubenzieher grossz�gig zerkratzen und das
geht nat�rlich auch mit den Keramik-Platten (wenn kein Hammer zur Hand).

-
...
Message has been deleted

Peter J. Holzer

unread,
May 18, 2013, 9:43:24 AM5/18/13
to
On 2013-05-18 00:15, R�diger Silberer <Use...@Silberer.net> wrote:
> Am 17.05.2013 schrieb Jakob Achterndiek:
>> Dascha fast so schlimm wie seinerzeit die Frage an unsere
>> derzeitige Bundeskanzlerin: �Was hat eigentlich Ihr Friseur
>> gelernt?�
>
> W�rde man das einen Mann auch fragen?

Ich wurde das schonmal gefragt.

hp


--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | Sysadmin WSR | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | h...@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpa�t. -- Ralph Babel

Volker Gringmuth

unread,
May 18, 2013, 3:37:29 PM5/18/13
to
Peter J. Holzer wrote:

> >> derzeitige Bundeskanzlerin: »Was hat eigentlich Ihr Friseur
> >> gelernt?«
> >
> > Würde man das einen Mann auch fragen?
>
> Ich wurde das schonmal gefragt.

Das ist ja schon kurz vor „Hat der Typ sich einklich entschuldigt?“


vG

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Jun 26, 2013, 9:09:47 AM6/26/13
to
Jakob Achterndiek wrote:

> Am 15.05.2013, 10:40 Uhr, schrieb Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de>:
>> On 15 Mai, 08:32, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
>>> Am 15.05.2013 08:09, schrieb Gunhild Simon:
>>>
>>>> "Mit einem Gesetzentwurf ... geht Cameron auf die Eurokritiker zu
>>>> und verwehrt sich dagegen, in Panik geraten zu sein."
>>>> http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/cameron-gesetzentwurf-eu-r...
>>>
>>>> Eine Verwechslung? Gar nur ein mi licher Tipfehler?
>>>> Oder kann man "sich verwehren"?
>>>
>>>> (An Jornalistensprache minder Interessierte können sich diesen Thread
>>>> schenken und sich am Bekenntnis zur Faq-Liste erfreuen.)
>>>
>>> Könnte eine unbedachte Reanimation der erstarrten Formel aus Zeiten von
>>> Satisfaktion und Sekundanz und "Er verwahrte sich dagegen".
>>>
>>> Oder kommt das von verwahren?
>>
>> Ich halte es für ein Mißverständnis.
>>
>> Nach meinem Verständnis haben wehren und wahren inhaltilch und
>> etymologisch (ich habe mich eben bei Pfeifer versichert) nichts
>> miteinander zu tun.
>>
>> Letzlich steckt in "sich verwahren" sicher "wahr", im Sinne von beim
>> Wahren bleiben, bewahren, etwas verwahren, also unbeschadet erhalten.
>>
>> Dagegen ist sich oder jdm. etwas "verwehren" ein Rekurs auf sich
>> wehren, sich zur Wehr setzen,, verteidigen, schützen, und abwehren im
>> Sinne von "von sich weisen".
>
> Wie hängt das aber zusammen mit "eine Sache sicher verwahren,
> etwas gut aufbewahren"?

IMHO haben sowohl „wahren“ als auch „wehren“ wahrscheinlich eine gemeinsame
Etymologie. Die Semantik ist ähnlich und lässt sich auf „etwas schützen“
zurückführen. Es würde mich nicht überraschen, wenn auch das Englische
“war” (Krieg) denselben (indogermanischen?) Ursprung hat.

Nichtsdestotrotz ist „sich verwehren“ kein korrektes Hochdeutsch, „sich
(gegen etwas) verwahren“ hingegen schon.

> Und wie paßt das zu der Aufforderung "wahr dich!" und dem
> seemännischen "wahrschau!" ?

Was bedeuten diese?

--
PointedEars

Twitter: @PointedEars2
Please do not Cc: me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.

Thomas 'PointedEars' Lahn

unread,
Jun 26, 2013, 9:33:06 AM6/26/13
to
Thomas 'PointedEars' Lahn wrote:

> Jakob Achterndiek wrote:
>> Am 15.05.2013, 10:40 Uhr, schrieb Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de>:
>>> […]
>>> Nach meinem Verständnis haben wehren und wahren inhaltilch und
>>> etymologisch (ich habe mich eben bei Pfeifer versichert) nichts
>>> miteinander zu tun.
>>>
>>> Letzlich steckt in "sich verwahren" sicher "wahr", im Sinne von beim
>>> Wahren bleiben, bewahren, etwas verwahren, also unbeschadet erhalten.
>>>
>>> Dagegen ist sich oder jdm. etwas "verwehren" ein Rekurs auf sich
>>> wehren, sich zur Wehr setzen,, verteidigen, schützen, und abwehren im
>>> Sinne von "von sich weisen".
>>
>> Wie hängt das aber zusammen mit "eine Sache sicher verwahren,
>> etwas gut aufbewahren"?
>
> IMHO haben sowohl „wahren“ als auch „wehren“ wahrscheinlich eine
> gemeinsame Etymologie. Die Semantik ist ähnlich und lässt sich
> auf „etwas schützen“ zurückführen. Es würde mich nicht überraschen,
> wenn auch das Englische “war” (Krieg) denselben (indogermanischen?)
> Ursprung hat.

Und tatsächlich, wenn man den Pfeifer [1] *genau* liest:

wehren wahren
Vb. ‘verteidigen, schützen, hindern’, Vb. ‘in acht nehmen, hüten,
^^^^^^^^ schützen, (einen Zustand)
^^^^^^^^
aufrechterhalten’,
ahd. wer(i)en, werren (8. Jh.), ahd. warōn (9. Jh.)
mhd. weren, wern, werigen mhd. war(e)n
‘schützen, verteidigen, ‘aufmerken, achten,
^^^^^^^^
(ver)hindern’, beachten’,
asächs. werian asächs. waron
‘hindern, schützen, bewaffnen’, ‘achthaben, beachten,
^^^^^^^^ behüten’,
^^^^^^^
mnd. mnl. wēren mnd. mnl. wāren,
‘abwehren, verhindern, verteidigen,
^^^^^^^^
wegnehmen’,
aengl. warian, auch ‘warnen’
nl. weren, aengl. werian,
anord. verja, anord. vara
‘warnen, wahren, gedenken’,
^^^^^^
schwed. värja, norw. vare
‘aufbewahren, aufheben’
^^^^^^^^^^^
got. warjan.
ist im Sinne von ‘unter seine
Aufmerksamkeit, Obhut nehmen’
^^^^^
von einem in ahd. wara (in wara
neman, 10. Jh., wara tuon, um
1000), mhd. war(e) f.
‘Wahrnehmung, Beobachtung,
Aufmerksamkeit, Obhut’,
^^^^^
asächs. wara ‘Schutz,
^^^ ^^^^^^
Aufmerksamkeit’,
mnd. wāre, wār,
mnl. wāre,
aengl. waru,
anord. vari
belegten Substantiv
(germ. *warō f.) abgeleitet.
^^^

[1] <http://www.dwds.de/?qu=wehren>
<http://www.dwds.de/?qu=wahren>

Siehe auch:

,-<http://www.merriam-webster.com/dictionary/war>
|
| […]
| Origin of WAR
| Middle English werre, from Anglo-French werre, guerre, of Germanic
| origin […]
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