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Nachhol(e)bedarf

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Dieter Bruegmann

unread,
Nov 21, 2009, 9:49:29 AM11/21/09
to
Ich habe gerade in einer Sendung auf Deutschlandradio Kultur ᅵber den
Sender Kᅵnigs Wusterhausen den Reporter von "einem gewissen
Nachholebedarf" sprechen gehᅵrt.

Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"
groᅵ geworden und mir stᅵᅵt dieses Fugen-e immer etwas unangenehm auf.
Ich hᅵrte es bisher nur in DDR-Berichten, wo es bekanntlich eine Menge
dieses Bedarfs gab.

Ist dieses 'e' tatsᅵchlich ein Ost-West-Kriterium?

Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

ᅵ * Froschpenner +77 * Kabale & Hiebe 94,74% (-68) * Dieser Ticker +4,

Thomas Schade

unread,
Nov 21, 2009, 9:59:15 AM11/21/09
to
On 21.11.2009 15:49, Dieter Bruegmann wrote:

> Ich habe gerade in einer Sendung auf Deutschlandradio Kultur �ber den
> Sender K�nigs Wusterhausen den Reporter von "einem gewissen
> Nachholebedarf" sprechen geh�rt.


>
> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"

> gro� geworden und mir st��t dieses Fugen-e immer etwas unangenehm auf.
> Ich h�rte es bisher nur in DDR-Berichten, wo es bekanntlich eine Menge
> dieses Bedarfs gab.
>
> Ist dieses 'e' tats�chlich ein Ost-West-Kriterium?

Als Fugene vielleicht, als Ende kenne ich es z.B. von der 'Big Raushole'


Ciao
Toscha
--
Wer Teppichb�den richtig verlegt, der findet sie auch wieder.

Gunhild Simon

unread,
Nov 21, 2009, 11:37:21 AM11/21/09
to
On 21 Nov., 15:49, Dieter Bruegmann <dieterbruegm...@gmx.net> wrote:
> Ich habe gerade in einer Sendung auf Deutschlandradio Kultur über den
> Sender Königs Wusterhausen den Reporter von "einem gewissen
> Nachholebedarf" sprechen gehört.

>
> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"
> groß geworden und mir stößt dieses Fugen-e immer etwas unangenehm auf.
> Ich hörte es bisher nur in DDR-Berichten, wo es bekanntlich eine Menge
> dieses Bedarfs gab.
>
> Ist dieses 'e' tatsächlich ein Ost-West-Kriterium?

Mir scheint es eher ein Fehler in der Wortstruktur.

Vielleicht aber auch Dialekt - wie "hoppela, gucke mal (oder guck
amal?)"

Komposita von Verb - stricken, nähen, stecken, radieren - und
Substantiv - Nadel, Arbeit, Stunde, Erfolg - werden nach meinem
Verständnis gebildet, indem der Verbstamm mit dem Substantiv
verschmilzt: Stricknadel, Nähnadel, Stecknadel, Radiernadel, usw

Gruß
Gunhild.

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 21, 2009, 11:52:22 AM11/21/09
to
Gunhild Simon (21.11.2009 17:37):

>> Ich habe gerade in einer Sendung auf Deutschlandradio Kultur �ber den

>> Sender K�nigs Wusterhausen den Reporter von "einem gewissen
>> Nachholebedarf" sprechen geh�rt.


>>
>> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"

>> gro� geworden und mir st��t dieses Fugen-e immer etwas unangenehm auf.
>> Ich h�rte es bisher nur in DDR-Berichten, wo es bekanntlich eine Menge
>> dieses Bedarfs gab.
>>
>> Ist dieses 'e' tats�chlich ein Ost-West-Kriterium?


>
> Mir scheint es eher ein Fehler in der Wortstruktur.

Es gab in der DDR eine Menge Fehler, warum nicht auch in der
Wortstruktur.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: The Gene Harris Quartet - C.C. Rider

Stephen Hust

unread,
Nov 21, 2009, 12:21:47 PM11/21/09
to
Dieter Bruegmann <dieterb...@gmx.net> wrote:

> Ich habe gerade in einer Sendung auf Deutschlandradio Kultur

> �ber den Sender K�nigs Wusterhausen den Reporter von "einem
> gewissen Nachholebedarf" sprechen geh�rt.


>
> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit

> "Nachholbedarf" gro� geworden und mir st��t dieses Fugen-e immer
> etwas unangenehm auf. Ich h�rte es bisher nur in DDR-Berichten,


> wo es bekanntlich eine Menge dieses Bedarfs gab.
>

> Ist dieses 'e' tats�chlich ein Ost-West-Kriterium?

| /Ingrid K�hn/
|
| Ich m�chte auf der Grundlage unserer Sprachberatungserfahrung
| noch etwas zur Stigma-Funktion sagen. Dort wurde beispielsweise
| angerufen und uns mitgeteilt, dass jemand aus dem Osten in den
| alten Bundesl�ndern war und dort das Wort /Nachholebedarf/
| gebraucht hat. Und da hie� es dann: man merkt schon, dass du
| Nachholebedarf hast. Das hei�t n�mlich /Nachholbedarf/.
|
| /Horst Dieter Schlosser/
|
| Ich m�chte das aufgreifen, wobei es hier ja nicht unbedingt um
| einen Ost-West-Unterschied geht, sondern es gibt eben nur in
| einem Teil der �stlichen Bundesl�nder den Nachholebedarf. Als
| ich das n�mlich vor Jahren als Beispiel gebracht habe,
| entgegnete jemand, der nicht aus diesem Sprachgebiet war, aber
| auch ehemaliger DDR-B�rger ist: Nein, bei uns hei�t das
| Nachholbedarf.
|
(Ingrid K�hn u. a., "Ost-West-Sprachgebrauch - zehn Jahre nach der
Wende: Eine Disputation", Martin-Luther-Universit�t Halle-
Wittenberg, Leske + Budrich, Opladen, 2001 (?), S. 125.)

--
Steve

My e-mail address works as is.

Christian Seidl

unread,
Nov 21, 2009, 12:29:58 PM11/21/09
to
On 21 Nov., 17:37, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:

> > Ich hörte es bisher nur in DDR-Berichten, wo es bekanntlich eine Menge
> > dieses Bedarfs gab.
>
> > Ist dieses 'e' tatsächlich ein Ost-West-Kriterium?

Wenn ich Tante Gu frage, dann sind von den 20 ersten Beispielen für
"Nachholebedarf" tatsächlich 10 sicher aus dem Osten, während die
meisten übrigen geographisch nicht einzuordnen sind. Das könnte
tätsächlich für einen Regionalismus sprechen.

> Mir scheint es eher ein Fehler in der Wortstruktur.

Nicht unbedingt (vgl. weiter unten).

> Vielleicht aber auch Dialekt - wie "hoppela, gucke mal (oder guck
> amal?)"
>
> Komposita von Verb - stricken, nähen, stecken, radieren - und
> Substantiv - Nadel, Arbeit, Stunde, Erfolg - werden nach meinem
> Verständnis gebildet, indem der Verbstamm mit dem Substantiv
> verschmilzt: Stricknadel, Nähnadel, Stecknadel, Radiernadel, usw

Putzfrau, Waschmaschine, Rauchpause, Ausleihgebühr: Bei solchen
Zusammensetzungen (also mit verbalem Vorderglied) scheint tatsächlich
in der großen Mehrheit der Fälle nur der reine Verbalstamm ohne Fugen-
e üblich zu sein.

Man muss schon recht lange suchen (bei mir hat's grad 10 Minuten
gedauert), bis einem Beispiele mit Fugen-e einfallen: Anmeldeformular,
Anmeldepflicht, Sendepause usw.

Außer den von dir erwogenen Erklärungen könnte man den Nachholebedarf
auch so erklären: Bei einigen Zusammensetzungen ist nicht ohne
weiteres ersichtlich, ob im Vorderglied ein Verb oder ein Substantiv
steht, z.B. bei "Ruhepause": Ist das mit "ruhen" oder mit der "Ruhe"
zusammengesetzt. So entsteht dann eine zusätzliche Unsicherheit, wie
der "Nachholbedarf" zu bilden ist.

Ch.

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 21, 2009, 12:37:43 PM11/21/09
to
Stephen Hust (21.11.2009 18:21):

> | Ich m�chte das aufgreifen, wobei es hier ja nicht unbedingt um
> | einen Ost-West-Unterschied geht, sondern es gibt eben nur in
> | einem Teil der �stlichen Bundesl�nder den Nachholebedarf. Als
> | ich das n�mlich vor Jahren als Beispiel gebracht habe,
> | entgegnete jemand, der nicht aus diesem Sprachgebiet war, aber
> | auch ehemaliger DDR-B�rger ist: Nein, bei uns hei�t das
> | Nachholbedarf.

<irony>
Das war sicher ein schon umgeschulter B�rger der Ex-DDR.
</irony>

Aber interessant ist es schon.

Hinzuf�gen m�chte ich allerdings noch, da� meine Anfrage mit keinerlei
Wertung verbunden ist.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: Deuter - Petite Fleur

nicked

unread,
Nov 21, 2009, 3:11:18 PM11/21/09
to

Ist dem so, dann hätte Nachholenbedarf besser gepasst.
Voll Verbum eingleitete Komposita.

Richard

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Gunhild Simon

unread,
Nov 22, 2009, 6:23:16 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 10:46, Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
>
> Fugenlaute sind ja oft regional differenziert. In diesen Zusammenhang
> passt auch Nachschlagewerk (schweizerisch: Nachschlagwerk).

Ich halte das -e- dennoch nicht für einen Fugenlaut

wie etwa den untigen,  
>
> Von Advent(s)kränten, Essen(s)marken und Einkommen(s)steuern ganz zu
> schwiegen.

die mir allerdings wiederum weniger Regionalismus zu sein, als die
Unterscheidung in normales und administrativ abgesetztes Deutsch
widerzuspiegeln scheinen.

Gruß
Gunhild


Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 7:08:54 AM11/22/09
to
Gunhild Simon (in de.etc.sprache.deutsch):

> On 22 Nov., 10:46, Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
>>
>> Fugenlaute sind ja oft regional differenziert. In diesen Zusammenhang
>> passt auch Nachschlagewerk (schweizerisch: Nachschlagwerk).
>
> Ich halte das -e- dennoch nicht für einen Fugenlaut
>

Ich denke auch eher an das im Ostmitteldeutschen noch verbreitete -e
(Das "Luther-e"), etwa in die Türe, die Stirne, oder das WIMNI um Berlin
noch vorkommende Dativ-e.

Joachim

Gunhild Simon

unread,
Nov 22, 2009, 8:00:45 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 13:08, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
> Gunhild Simon (in de.etc.sprache.deutsch):

> > Ich halte das -e- dennoch nicht für einen Fugenlaut
>
> Ich denke auch eher an das im Ostmitteldeutschen noch verbreitete -e
> (Das "Luther-e"), etwa in die Türe, die Stirne, oder das WIMNI um Berlin
> noch vorkommende Dativ-e.

Gerade bei Türe, Stine denke ich wiederum eher an ein abgeschliene
eminine Endung.

Einmal konnten sich meine Schüler nicht halten, als darum gebeten
wurde, die Türe zu schließen.

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 22, 2009, 8:12:12 AM11/22/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 05:00:45 -0800 (PST) schrieb Gunhild Simon:

> On 22 Nov., 13:08, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
>> Gunhild Simon (in de.etc.sprache.deutsch):
>
>>> Ich halte das -e- dennoch nicht für einen Fugenlaut
>>
>> Ich denke auch eher an das im Ostmitteldeutschen noch verbreitete -e
>> (Das "Luther-e"), etwa in die Türe, die Stirne, oder das WIMNI um Berlin
>> noch vorkommende Dativ-e.
>
> Gerade bei Türe, Stine denke ich wiederum eher an ein abgeschliene
> eminine Endung.
>

Akuter "f"-Mangel?

> Einmal konnten sich meine Schüler nicht halten, als darum gebeten
> wurde, die Türe zu schließen.

Manche Schüler sind in einem gewissen Alter ganz leicht zu unterhalten, die
lachen über jeden Scheißdreck.

Ciao
Wolfram
--
Des is, sogt drauf da wampat Hund,
Des dimmste, wos ma macha kunnt.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 8:17:22 AM11/22/09
to
Gunhild Simon (in de.etc.sprache.deutsch):

> On 22 Nov., 13:08, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
>> Gunhild Simon (in de.etc.sprache.deutsch):
>
>> > Ich halte das -e- dennoch nicht für einen Fugenlaut
>>
>> Ich denke auch eher an das im Ostmitteldeutschen noch verbreitete -e
>> (Das "Luther-e"), etwa in die Türe, die Stirne, oder das WIMNI um Berlin
>> noch vorkommende Dativ-e.
>
> Gerade bei Türe, Stine denke ich wiederum eher an ein abgeschliene
> eminine Endung.
>

Du hast ein f-Problem.

Aber natürlich abgeschliffene Endung. Die sich eben im Osten noch eher
erhalten hat als im Westen.

Joachim

Christian Seidl

unread,
Nov 22, 2009, 8:39:39 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 14:17, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:

> Aber natürlich abgeschliffene Endung. Die sich eben im Osten noch eher
> erhalten hat als im Westen.

Das trifft zumindest bei der "Türe" nicht zu. Die ist auch in der
Schweiz noch übliches Standarddeutsch.

Ch.

Gunhild Simon

unread,
Nov 22, 2009, 12:32:57 PM11/22/09
to
On 22 Nov., 14:00, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
> On 22 Nov., 13:08, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
>
> > Gunhild Simon (in de.etc.sprache.deutsch):

> Gerade bei Türe, Stine denke ich wiederum eher an ein abgeschliene


> eminine Endung.
>
> Einmal konnten sich meine Schüler nicht halten, als darum gebeten
> wurde, die Türe zu schließen.

Sorry, ich habe vergessen korrekturzulesen - unverzeihlicherweise,
weil einige Tasten offenbar haken, besonders das /f/.
" ... abgeschliffene feminine Endung"

Gruß
Gunhild

Michael Pronay

unread,
Nov 23, 2009, 6:31:42 AM11/23/09
to
Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> wrote:

>> Fugenlaute sind ja oft regional differenziert. In diesen
>> Zusammenhang passt auch Nachschlagewerk (schweizerisch:
>> Nachschlagwerk).

> Ich halte das -e- dennoch nicht f�r einen Fugenlaut

Ist aber nach herrschender Meinung ganz eindeutig ein solcher. Was
soll's denn sonst sein?

> wie etwa den untigen, �

>> Von Advent(s)kr�nten, Essen(s)marken und Einkommen(s)steuern
>> ganz zu schwiegen.

Da meinst Du offenbar das -s-.

> die mir allerdings wiederum weniger Regionalismus zu sein, als
> die Unterscheidung in normales und administrativ abgesetztes
> Deutsch widerzuspiegeln scheinen.

Aber woher denn, Pardon.

Was w�re an "Adventskranz" im Vergleich zu "Adventkranz"
(Letzteres ist der alleinige Sprachgebrauch in AT)
"administrativ abgesetztes Deutsch"? Letzteres mag bei
"Einkommenssteuer" (DE?) im Vergleich zu "Einkommensteuer"
(umgangs- wie adminisrativsprachlich AT) oder Schadensersatz
(DE) versus Schadenersatz (umgangs- wie adminisrativsprachlich
AT) in DE der Fall sein.

Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich h�ufiger als in DE, man
denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.

M.

Dorothee Hermann

unread,
Nov 23, 2009, 6:54:40 AM11/23/09
to
Michael Pronay schrieb:
> Gunhild Simon schrieb:

>>> Fugenlaute sind ja oft regional differenziert. In diesen
>>> Zusammenhang passt auch Nachschlagewerk (schweizerisch:
>>> Nachschlagwerk).
>> Ich halte das -e- dennoch nicht für einen Fugenlaut

> Ist aber nach herrschender Meinung ganz eindeutig ein solcher.
> Was soll's denn sonst sein?
>> wie etwa den untigen,
>>> Von Advent(s)kränten, Essen(s)marken und Einkommen(s)steuern
>>> ganz zu schwiegen.

> Da meinst Du offenbar das -s-.

>> die mir allerdings wiederum weniger Regionalismus zu sein, als
>> die Unterscheidung in normales und administrativ abgesetztes
>> Deutsch widerzuspiegeln scheinen.

> Aber woher denn, Pardon.

> Was wäre an "Adventskranz" im Vergleich zu "Adventkranz"


> (Letzteres ist der alleinige Sprachgebrauch in AT)
> "administrativ abgesetztes Deutsch"? Letzteres mag bei
> "Einkommenssteuer" (DE?) im Vergleich zu "Einkommensteuer"
> (umgangs- wie adminisrativsprachlich AT) oder Schadensersatz
> (DE) versus Schadenersatz (umgangs- wie adminisrativsprachlich
> AT) in DE der Fall sein.

> Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich häufiger als in DE, man


> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.

Letzteres nicht nur in Österreich, kenne ich hier aus dem
(Ober)Allgäu sehr stark.

Obwohl ... Bei 'Kalbgulasch' fragt Google, ob ich ein 's' kaufen
möchte und beim 'Schweinbraten' ein 'e' zumindestens [1] ...

Dorothee
[1]
"Vorbeugend": Ich weiß, dass 'zumindestens' eine Kontamination ist
;-)

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 23, 2009, 8:49:34 AM11/23/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 14:12:12 +0100 schrieb Wolfram Heinrich:

> Manche Sch�ler sind in einem gewissen Alter ganz leicht zu unterhalten, die
> lachen �ber jeden Schei�dreck.

"Scheisendreck" w�rde der Ossi hier wohl sagen.

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 23, 2009, 8:50:40 AM11/23/09
to
Am Mon, 23 Nov 2009 12:31:42 +0100 schrieb Michael Pronay:

> Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich h�ufiger als in DE, man
> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.

Das sagt man in Bayern aber auch schon, oder?

Gr��e,

Frank

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 23, 2009, 9:01:04 AM11/23/09
to
On Mon, 23 Nov 2009 14:49:34 +0100, Frank Hucklenbroich
<Hucklen...@aol.com> wrote:

>Am Sun, 22 Nov 2009 14:12:12 +0100 schrieb Wolfram Heinrich:
>

>> Manche Schüler sind in einem gewissen Alter ganz leicht zu unterhalten, die
>> lachen über jeden Scheißdreck.
>
>"Scheisendreck" würde der Ossi hier wohl sagen.

Für sehr mittlere Werte von "Ost".

Gruß Uwe

--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 23, 2009, 9:12:24 AM11/23/09
to
Frank Hucklenbroich (23.11.2009 14:49):

> Am Sun, 22 Nov 2009 14:12:12 +0100 schrieb Wolfram Heinrich:
>

>> Manche Schᅵler sind in einem gewissen Alter ganz leicht zu unterhalten, die
>> lachen ᅵber jeden Scheiᅵdreck.
>
> "Scheisendreck" wᅵrde der Ossi hier wohl sagen.

Nein, das ist Dᅵnerdeutsch.


Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

ee +37,25% * Neuschwabenland 68% (+22,57) * Winzigpedia 97,61ᅵ * Allot
29,66 (-25,59) * Hollerith +69$ * Miss & Sophie 95ᅵ (+48) * Zweitbuch

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 23, 2009, 9:53:29 AM11/23/09
to
Am Mon, 23 Nov 2009 14:49:34 +0100 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Am Sun, 22 Nov 2009 14:12:12 +0100 schrieb Wolfram Heinrich:
>

>> Manche Schüler sind in einem gewissen Alter ganz leicht zu unterhalten, die
>> lachen über jeden Scheißdreck.
>

> "Scheisendreck" würde der Ossi hier wohl sagen.
>
Hmnja, der Ossi ist vornehm.

Ciao
Wolfram
--
Der Mensch kann bestimmte Verrichtungen überhaupt nicht ausführen, wenn er
sie nicht ordentlich ausführt. Nämlich die sinnlosen.
BERTOLT BRECHT

Michael Pronay

unread,
Nov 23, 2009, 11:37:30 AM11/23/09
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:

>> Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich h�ufiger als in DE, man
>> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.

> Das sagt man in Bayern aber auch schon, oder?

Wahrscheinlich ja, aber zum tats�chlichen Sprachgebrauch in By
m�gen sich Berufenere �u�ern - ich bin zu selten dort.

M.

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 23, 2009, 12:21:17 PM11/23/09
to
Am Mon, 23 Nov 2009 17:37:30 +0100 schrieb Michael Pronay:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:
>
>>> Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich häufiger als in DE, man

>>> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.
>
>> Das sagt man in Bayern aber auch schon, oder?
>

> Wahrscheinlich ja, aber zum tatsächlichen Sprachgebrauch in By
> mögen sich Berufenere äußern - ich bin zu selten dort.
>
Man sagt das auch in Bayern so. Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel
so meine Probleme, dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach
sachlich.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er glaubt nicht an Philosophie. Einer, sagt er, hat
ihm mal das Ding an sich verkauft, aber es hat nicht funktioniert.

Walter Schmid

unread,
Nov 23, 2009, 12:28:16 PM11/23/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:

> Am Mon, 23 Nov 2009 17:37:30 +0100 schrieb Michael Pronay:
>
>> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:
>>
>>>> Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich häufiger als in DE, man
>>>> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.
>>> Das sagt man in Bayern aber auch schon, oder?
>> Wahrscheinlich ja, aber zum tatsächlichen Sprachgebrauch in By
>> mögen sich Berufenere äußern - ich bin zu selten dort.
>>
> Man sagt das auch in Bayern so. Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel
> so meine Probleme, dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach
> sachlich.

Herakles ass Rinder 'am Stück'.

Gruss

Walter

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 23, 2009, 12:47:55 PM11/23/09
to

Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?

Ciao
Wolfram
--
Worte, Worte, nichts als Worte, / Worte von der öden Sorte

Christian Seidl

unread,
Nov 23, 2009, 2:11:59 PM11/23/09
to
On 23 Nov., 17:37, Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:

> Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com> wrote:
> >> man
> >> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.
> > Das sagt man in Bayern aber auch schon, oder?
>
> Wahrscheinlich ja, aber zum tatsächlichen Sprachgebrauch in By
> mögen sich Berufenere äußern - ich bin zu selten dort.

ָAuch in der Schweiz sagt man so. Wer's bildlich haben möchte:

http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/runde_3/f01a-d/

Ch.

Walter Schmid

unread,
Nov 23, 2009, 2:22:53 PM11/23/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:
> Am Mon, 23 Nov 2009 18:28:16 +0100 schrieb Walter Schmid:
>
>> Wolfram Heinrich schrieb:

>>> Man sagt das auch in Bayern so. Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel


>>> so meine Probleme, dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach
>>> sachlich.
>> Herakles ass Rinder 'am Stück'.
>>
> Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?

Dass Du der Herakulix der Rückfrage bist!

Gruss

Walter

Florian Ritter

unread,
Nov 23, 2009, 5:03:24 PM11/23/09
to
On 23 Nov., 17:37, Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:

> >> Ansonsten ist das -s- in AT wesentlich häufiger als in DE, man


> >> denke nur an Schweinsbraten, Rindsschnitzel oder Kalbsgulasch.
> > Das sagt man in Bayern aber auch schon, oder?
>

> Wahrscheinlich ja, aber zum tatsächlichen Sprachgebrauch in By

> mögen sich Berufenere äußern - ich bin zu selten dort.

Was anners: Dein Job ist in Gefahr! Zufällig sah ich eine
Wissenssendung und da hat ein Aromenforscher einer Hochschule in
Wuppertal (nüscht gegen Wuppital - die Einwohner haben einen schweren
Inferioritätskomplex) einen vollsynthetischen Wein (Gewürztraminer
oder sowas) zusammengemixt und prognostiziert, Experten würden den für
besser bewerten als einen aechten. Und so war's dann auch (ein Experte
kam von einer dtsch.-österr. Vereinigung).

So, Michi, jetzt kommst Du - FR

Message has been deleted
Message has been deleted

Helmut P. Einfalt

unread,
Nov 24, 2009, 12:40:23 AM11/24/09
to
Florian Ritter beliebte zu schreiben :

> Was anners: Dein Job ist in Gefahr! Zuf�llig sah ich eine


> Wissenssendung und da hat ein Aromenforscher einer Hochschule in

> Wuppertal (n�scht gegen Wuppital - die Einwohner haben einen schweren
> Inferiorit�tskomplex) einen vollsynthetischen Wein (Gew�rztraminer
> oder sowas) zusammengemixt und prognostiziert, Experten w�rden den f�r


> besser bewerten als einen aechten. Und so war's dann auch (ein Experte

> kam von einer dtsch.-�sterr. Vereinigung).

Jo mei.
Von genau sowas hat unser Weinexport nach Deutschland jahrelang sehr gut
gelebt.
Sp�tlese um Verkaufspreis 2.99 DEM, und keiner hat's gemerkt -- das das
haben *unsere* Frostschutzforscher schon in den 80ern hinbekommen.

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 24, 2009, 3:32:52 AM11/24/09
to
Markus Ermert (23.11.2009 23:25):

>> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"
>> groᅵ geworden und mir stᅵᅵt dieses Fugen-e immer etwas unangenehm
>> auf.
>
> Nachholebedarf ist zweilellos ein berlinisch motivierter Ostismus.
>
> Die Aufgestoᅵenen seien aber gefragt, ob ihnen ᅵhnliches auch bei der
> Bushalt(e)stelle oder der Wart(e)schleife unangenehm ist.

Nein, aber vielleicht nur wegen des 't'.


Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

93,77ᅵ (-80,82%) * Schobert & Black +79,87$ * Kuli-Mine +45ᅵ * Kreuzak

Michael Pronay

unread,
Nov 24, 2009, 4:12:20 AM11/24/09
to
Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

> Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel so meine Probleme,
> dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach sachlich.

Sollst Recht haben - so nimm halt den Rindsbraten. Oder
Rindsfaschiertes.

M.

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 24, 2009, 4:18:36 AM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 10:12:20 +0100 schrieb Michael Pronay:

> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel so meine Probleme,
>> dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach sachlich.
>
> Sollst Recht haben - so nimm halt den Rindsbraten.

Es ist nicht einfach. Ich kenne nur den Rinderbraten, dagegen aber die
Rindsbratwurst oder die Rindsleber. Die Regeln sind anscheinend trügerisch,
letztlich bestimmt die Konvention.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, besser ein Lendenscherz als gar kein Witz.

Gunhild Simon

unread,
Nov 24, 2009, 4:39:02 AM11/24/09
to
On 24 Nov., 09:32, Dieter Bruegmann <dieterbruegm...@gmx.net> wrote:
> Markus Ermert (23.11.2009 23:25):
>
> >> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"
> >> groß geworden und mir stößt dieses Fugen-e immer etwas unangenehm

> >> auf.
>
> > Nachholebedarf ist zweilellos ein berlinisch motivierter Ostismus.
>
> > Die Aufgestoßenen seien aber gefragt, ob ihnen Ähnliches auch bei der

> > Bushalt(e)stelle oder der Wart(e)schleife unangenehm ist.
>
> Nein, aber vielleicht nur wegen des 't'.

Es muß ein anderes - weiteres? - Kriterium sein. Vielleicht g, d, t,
am Ende des Verbstamms? Sendepause, Liegestuhl, Pflegenotstand,
Fegefeuer.

Oder wohl eher gar keines:
Was ist mit Ruhepause - Arbeitspause, Laufpause, Lebemann -
Bettelmann, Reibekuchen - Reibeisen?
Die Fage ist auch der verdeckte Aspekt deutsche Komposita: Genitiv
oder weggelassene Päposition oderKonjunktion, für, von, wegen, um zu.

Es hat vielleicht nur etwas mit Sprachgefühl,regionaler Sprechweise
und Sprecherleichterung zu tun: Lehrkaft vs Pflegekaft, Sitzkomfort vs
Liegekomfort, Sprechpause vs Redepause, Aussprechfehler vs
Aussprachefehler, aber Sprachfehler - Sprechfehler

Guß
Gunhild

Michael Pronay

unread,
Nov 24, 2009, 4:40:52 AM11/24/09
to
Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

>>> Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel so meine Probleme,
>>> dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach sachlich.

>> Sollst Recht haben - so nimm halt den Rindsbraten.

> Es ist nicht einfach. Ich kenne nur den Rinderbraten, dagegen
> aber die Rindsbratwurst oder die Rindsleber. Die Regeln sind
> anscheinend trügerisch, letztlich bestimmt die Konvention.

Von Regeln war nicht die Rede, nur davon, dass in AT das Fugen-s
viel h�ufiger ist. Ich kenn nur den Rindsbraten, der Rinderbraten
klingt mir ganz eindeutig binnengermanisch.

M.

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 24, 2009, 5:13:48 AM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 10:40:52 +0100 schrieb Michael Pronay:

> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>>>> Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel so meine Probleme,
>>>> dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach sachlich.
>
>>> Sollst Recht haben - so nimm halt den Rindsbraten.
>
>> Es ist nicht einfach. Ich kenne nur den Rinderbraten, dagegen
>> aber die Rindsbratwurst oder die Rindsleber. Die Regeln sind

>> anscheinend trügerisch, letztlich bestimmt die Konvention.

>
> Von Regeln war nicht die Rede, nur davon, dass in AT das Fugen-s

> viel häufiger ist.

Das mit der steigenden Häufigkeit geht wohl schon in Altbayern los.

> Ich kenn nur den Rindsbraten, der Rinderbraten
> klingt mir ganz eindeutig binnengermanisch.
>

Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich nicht auch
Rindsbraten in Niederbayern öfter gehört habe. Bei Schweinsbraten und
Kalbsbraten ist es eh klar.

Ciao
Wolfram
--
ZEITLICHE RELATIVITÄT:
Wer eine Uhr besitzt, weiß immer, wie spät es ist. Wer aber zwei Uhren
besitzt, kann das nie genau wissen.

Michael Pronay

unread,
Nov 24, 2009, 5:34:48 AM11/24/09
to
Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

>> Von Regeln war nicht die Rede, nur davon, dass in AT das
>> Fugen-s viel häufiger ist.

> Das mit der steigenden Häufigkeit geht wohl schon in Altbayern
> los.

Ja eh.

>> Ich kenn nur den Rindsbraten, der Rinderbraten klingt mir ganz
>> eindeutig binnengermanisch.

> Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich
> nicht auch Rindsbraten in Niederbayern öfter gehört habe.

Siehst Du?

> Bei Schweinsbraten und Kalbsbraten ist es eh klar.

Na bitte.

M.

Message has been deleted

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 24, 2009, 8:37:23 AM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 14:34:21 +0100 schrieb Rüdiger Silberer:

> Am 23.11.2009 schrieb Dorothee Hermann:
>
>> "Vorbeugend": Ich weiß, dass 'zumindestens' eine Kontamination ist
>> ;-)
>

> Das ist keine Kontamination, sondern ein Verbrechen.

Ich schließe mich dem Vertreter der Anklage an. "Mindestens" oder
"zumindest" - tertium gibbet nit.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, nur Scheiße ist hundert Prozent Scheiße. Er kackt nix
anders.

Oliver Cromm

unread,
Nov 24, 2009, 8:57:50 AM11/24/09
to
* Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

> Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich nicht auch

> Rindsbraten in Niederbayern �fter geh�rt habe. Bei Schweinsbraten und


> Kalbsbraten ist es eh klar.

Bei Kalbsbraten ist es ganz klar, �berall. Oder?

"Rindfleisch - Rinderbraten - Rindswurst" ist aber mein "klassisches"
Beispiel zum Schwanken der Verfugung.

--
selbstheiligen und vom himmel d�nkelheilige gefallene gugelfritzen
FISCHART
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 24, 2009, 9:45:22 AM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 08:57:50 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich nicht auch
>> Rindsbraten in Niederbayern �fter geh�rt habe. Bei Schweinsbraten und
>> Kalbsbraten ist es eh klar.
>
> Bei Kalbsbraten ist es ganz klar, �berall. Oder?

Das d�rfte in der Tat �berall so hei�en. "Kalbbraten" klingt auch irgenwie
merkw�rdig, mit dem doppelten "b".

Gr��e,

Frank

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 24, 2009, 10:15:36 AM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 08:57:50 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich nicht auch

>> Rindsbraten in Niederbayern öfter gehört habe. Bei Schweinsbraten und


>> Kalbsbraten ist es eh klar.
>

> Bei Kalbsbraten ist es ganz klar, überall. Oder?
>
Bei Kalbsbraten ist eine Alternative tatsächlich kaum sinnvoll vorstellbar.

Ciao
Wolfram
--
wenn ich einmal zweimal bin, / geb ich mir die hand; / dabei stets
vorausgesetzt, / ich hätte mich erkannt.

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 24, 2009, 10:18:06 AM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 15:45:22 +0100 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Am Tue, 24 Nov 2009 08:57:50 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>
>> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>>
>>> Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich nicht auch

>>> Rindsbraten in Niederbayern öfter gehört habe. Bei Schweinsbraten und


>>> Kalbsbraten ist es eh klar.
>>

>> Bei Kalbsbraten ist es ganz klar, überall. Oder?
>
> Das dürfte in der Tat überall so heißen. "Kalbbraten" klingt auch irgenwie
> merkwürdig, mit dem doppelten "b".
>
Man könnte Kälberbraten sagen, so wie Rinderbraten, aber Kälberbraten habe
ich noch nie gehört.

Ciao
Wolfram
--
Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt, mein Leser, nichts des
Dankes wert gefunden, so sei mir wenigstens für das verbunden, was ich
zurück behielt.
G. E. LESSING

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 24, 2009, 10:22:59 AM11/24/09
to
Wolfram Heinrich (24.11.2009 16:15):

> Am Tue, 24 Nov 2009 08:57:50 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>
>> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>>
>>> Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so ganz sicher, ob ich nicht auch

>>> Rindsbraten in Niederbayern �fter geh�rt habe. Bei Schweinsbraten und


>>> Kalbsbraten ist es eh klar.
>>

>> Bei Kalbsbraten ist es ganz klar, �berall. Oder?
>>
> Bei Kalbsbraten ist eine Alternative tats�chlich kaum sinnvoll vorstellbar.

"Kalbebraten" ist auch wirklich irnkwie doof.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: -/-

Christina Kunze

unread,
Nov 24, 2009, 10:33:13 AM11/24/09
to
"Michael Pronay" <m...@privacy.net> schrieb

>
> Von Regeln war nicht die Rede, nur davon, dass in AT das Fugen-s
> viel h�ufiger ist. Ich kenn nur den Rindsbraten, der Rinderbraten
> klingt mir ganz eindeutig binnengermanisch.

Und Rindsrouladen, hmmm ...
Ist wirklich schon lange her.

chr

Gunhild Simon

unread,
Nov 24, 2009, 10:47:33 AM11/24/09
to
On 24 Nov., 09:32, Dieter Bruegmann <dieterbruegm...@gmx.net> wrote:
> Markus Ermert (23.11.2009 23:25):
>
> >> Ich bin dank der Gnade der westdeutschen Geburt mit "Nachholbedarf"
> >> groß geworden und mir stößt dieses Fugen-e immer etwas unangenehm

> >> auf.
>
> > Nachholebedarf ist zweilellos ein berlinisch motivierter Ostismus.

Vielleicht spielt das -l- im Verbstammauslaut eine Rolle?

Gibt es jemanden, der von Überholeverbot, Einholeliste,
Maleheft,Einschulefeier, Buhlepartner, Schielesyptom oder was der
anderen mehr wären, die ein -l- hier aufzuweisen haben.

Gruß
Gunhild

Dorothee Hermann

unread,
Nov 24, 2009, 1:18:25 PM11/24/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:
> Rüdiger Silberer schrieb:

>>> "Vorbeugend": Ich weiß, dass 'zumindestens' eine Kontamination ist
>>> ;-)
>> Das ist keine Kontamination, sondern ein Verbrechen.

Da ich es weiß, eher eine Provokation ...

> Ich schließe mich dem Vertreter der Anklage an. "Mindestens" oder
> "zumindest" - tertium gibbet nit.

Ich weiß ... ich höre es aber momentan sehr oft.

Aber ... wer weiß, bei der nächsten Rechtschreibreform ist es dabei (!),
"zumindestens" bringt imerhin schon 237.000 Ergebnisse.


Dorothee

Thomas Schade

unread,
Nov 24, 2009, 4:35:02 PM11/24/09
to
On 23.11.2009 18:47, Wolfram Heinrich wrote:
> Am Mon, 23 Nov 2009 18:28:16 +0100 schrieb Walter Schmid:

>>> Man sagt das auch in Bayern so. Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel
>>> so meine Probleme, dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach
>>> sachlich.
>>

>> Herakles ass Rinder 'am St�ck'.


>>
> Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?

Dass Satay auch nicht mehr ist, was es mal war.


Ciao
Toscha
--
Ich bremse auch f�r Biere.

Christian Seidl

unread,
Nov 24, 2009, 5:37:40 PM11/24/09
to

Und jetzt ganz langsam, zum mitschreiben: Der Unterschied zwischen
"zumindest", "mindestens" und "zumindestens" spielt sich *nicht* auf
der Ebene der Rechtschreibung ab. Eine Frage der Rechtschreibung wäre
nur, ob z.B. "zu mindestens" getrennt bzw. "zumindestenß" mit -ß
geschrieben werden müsse.

Also bitte nicht alles, was in deutscher Umgangssprache zu hören und
zu lesen ist, einfach blindlings der Rechtschreibreform in die Schuhe
schieben.

Ch.

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Oliver Cromm

unread,
Nov 24, 2009, 7:39:06 PM11/24/09
to
* Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

> Man k�nnte K�lberbraten sagen, so wie Rinderbraten, aber K�lberbraten habe
> ich noch nie geh�rt.

Daf�r ist laut Produktbeschreibung in den Tiefk�hlsuppen einer Firma
"Huhnfleisch". Wahrscheinlich brauchen die nicht mehr als ein Huhn f�r
ihre Tagesproduktion.

--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 24, 2009, 11:38:51 PM11/24/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 22:35:02 +0100 schrieb Thomas Schade:

> On 23.11.2009 18:47, Wolfram Heinrich wrote:
>> Am Mon, 23 Nov 2009 18:28:16 +0100 schrieb Walter Schmid:
>
>>>> Man sagt das auch in Bayern so. Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel
>>>> so meine Probleme, dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach
>>>> sachlich.
>>>

>>> Herakles ass Rinder 'am Stück'.


>>>
>> Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?
>
> Dass Satay auch nicht mehr ist, was es mal war.
>

Was ist Satay?

Ciao
Wolfram
--
Ernst ist das Leben, heiter kunnt's sei.
KARL VALENTIN

Volker Gringmuth

unread,
Nov 25, 2009, 12:38:59 AM11/25/09
to
Wolfram Heinrich wrote:

>>> Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?
>>
>> Dass Satay auch nicht mehr ist, was es mal war.
>>
> Was ist Satay?

Nicht mehr, was es mal war. Steht doch da.


vG, scnr

--
"Der Deutsche glaubt, wenn er die Schei�e ausm Klo in ne Vase f�llt, dann
hat er ne Chance bei 'Sch�ner Wohnen'. Und seitdem tr�gt die Merkel die
Vase durch die Gegend."
(Volker Pispers, "Bis neulich")

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 25, 2009, 1:12:22 AM11/25/09
to
Volker Gringmuth (25.11.2009 6:38):

> Wolfram Heinrich wrote:
>
>>>> Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?
>>>
>>> Dass Satay auch nicht mehr ist, was es mal war.
>>>
>> Was ist Satay?
>
> Nicht mehr, was es mal war. Steht doch da.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger?


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: Dieter Br�gmann - Verkehrshinweis Steinzeit

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 25, 2009, 5:33:49 AM11/25/09
to
Am Wed, 25 Nov 2009 05:38:51 +0100 schrieb Wolfram Heinrich:

> Am Tue, 24 Nov 2009 22:35:02 +0100 schrieb Thomas Schade:
>
>> On 23.11.2009 18:47, Wolfram Heinrich wrote:
>>> Am Mon, 23 Nov 2009 18:28:16 +0100 schrieb Walter Schmid:
>>
>>>>> Man sagt das auch in Bayern so. Allerdings habe ich mit dem Rindsschnitzel
>>>>> so meine Probleme, dergleichen kenne ich nicht, weder sprachlich nach
>>>>> sachlich.
>>>>

>>>> Herakles ass Rinder 'am St�ck'.


>>>>
>>> Ja, ja, und Obelix Wildschweine. Und was sagt uns das?
>>
>> Dass Satay auch nicht mehr ist, was es mal war.
>>
> Was ist Satay?

Kleine indonesische Fleisch-Spie�chen, die �ber dem Holzkohlengrill
zubereitet werden, �blicherweise mit einer scharfen Erdnu�sauce.

Die Sauce hat im Zuge der molukkischen Einwanderer ihren Weg bis nach
Amsterdam gefunden, wo man das Zeug sogar �ber die Fritten kippt.

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 25, 2009, 5:35:54 AM11/25/09
to
Am Tue, 24 Nov 2009 19:39:06 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Man k�nnte K�lberbraten sagen, so wie Rinderbraten, aber K�lberbraten habe
>> ich noch nie geh�rt.
>
> Daf�r ist laut Produktbeschreibung in den Tiefk�hlsuppen einer Firma
> "Huhnfleisch".

Das klingt f�r mich nach einer �bersetzung aus einer asiatischen Sprache.
Ich hatte auch mal eine thail�ndische Sauce, die sich "Hahn-Sauce" nannte.

> Wahrscheinlich brauchen die nicht mehr als ein Huhn f�r
> ihre Tagesproduktion.

Wenn �berhaupt...Analog-H�hner?

Gr��e,

Frank

Volker Gringmuth

unread,
Nov 25, 2009, 5:44:15 AM11/25/09
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:

>> Wahrscheinlich brauchen die nicht mehr als ein Huhn f�r
>> ihre Tagesproduktion.
>
> Wenn �berhaupt...Analog-H�hner?

<kalau> Nur in dem unwahrscheinlichen Fall, da� die Gesch�ftsf�hrerin Ana
hei�t und unrichtig behauptet, es werden bei der Produktion H�hner
verwendet. Das w�ren dann Ana-log-H�hner. </kalau>

1999 fuhren wir mit einer Sch�lerfreizeit von Kristiansand nach Hirtshals
mit einer F�hre, die auf den Namen SILVIA ANA L h�rte. Was unsere
Teilnehmer zu schwer kontrollierbarer Heiterkeit veranla�te.


vG

Lothar Frings

unread,
Nov 25, 2009, 6:31:37 AM11/25/09
to
Volker Gringmuth tat kund:

> 1999 fuhren wir mit einer Schülerfreizeit von Kristiansand nach Hirtshals
> mit einer Fähre, die auf den Namen SILVIA ANA L hörte. Was unsere
> Teilnehmer zu schwer kontrollierbarer Heiterkeit veranlaßte.

Noch vor ein paar Jahren wollte man die Soap
"Verliebt in Berlin" allen Ernstes "Alles nur
aus Liebe" nennen. Manchmal wird man wohl
betriebsblind.

Florian Ritter

unread,
Nov 25, 2009, 8:09:46 AM11/25/09
to
On 24 Nov., 06:40, "Helmut P. Einfalt"
<helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at> wrote:

> > Was anners: Dein Job ist in Gefahr! Zufällig sah ich eine
> > Wissenssendung und da hat ein Aromenforscher einer Hochschule in
> > Wuppertal (nüscht gegen Wuppital - die Einwohner haben einen schweren
> > Inferioritätskomplex) einen vollsynthetischen Wein (Gewürztraminer
> > oder sowas) zusammengemixt und prognostiziert, Experten würden den für
> > besser bewerten als einen aechten. Und so war's dann auch (ein Experte
> > kam von einer dtsch.-österr. Vereinigung).
>
> Jo mei.
> Von genau sowas hat unser Weinexport nach Deutschland jahrelang sehr gut
> gelebt.
> Spätlese um Verkaufspreis 2.99 DEM, und keiner hat's gemerkt -- das das
> haben *unsere* Frostschutzforscher schon in den 80ern hinbekommen.

Nischt jejen Eure Spitzenforscher, aber an Rhein & Mosel bekam man das
auch hin. Fragt sich nur, wo früher.

Gab's Ende der 80er in der DDR österr. Weine für Ostmark zu kaufen?
Meine Eltern haben zu der Zeit eine Pulle "Ruster Spätlese" mit dem
Gemeindepfarrer getrunken, bekannt glykolhaltig, irgendwelche Folgen
sind nicht bekannt geworden. FR

Oliver Cromm

unread,
Nov 25, 2009, 9:00:26 AM11/25/09
to
* Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:

> Am Tue, 24 Nov 2009 19:39:06 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>
>> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>>
>>> Man k�nnte K�lberbraten sagen, so wie Rinderbraten, aber K�lberbraten habe
>>> ich noch nie geh�rt.
>>
>> Daf�r ist laut Produktbeschreibung in den Tiefk�hlsuppen einer Firma
>> "Huhnfleisch".
>
> Das klingt f�r mich nach einer �bersetzung aus einer asiatischen Sprache.
> Ich hatte auch mal eine thail�ndische Sauce, die sich "Hahn-Sauce" nannte.

Es handelt sich zwar um die "Indonesia Bihunsuppen GmbH" (den Witz, da�
man da mindestens zwei H�hner drin erwarten w�rde, habe ich mir diesmal
verkniffen. Und den anderen Standard-Kalauer lassen wir auch mal weg.)
Die ist aber eben eine deutsche GmbH und importiert keine
Fertigpackungen aus Asien.

Ich sehe auch keinen besonderen Grund, warum man bei �bersetzungen aus
asiatischen Sprachen eher solche Fehler machen sollte als bei anderen
Sprachen. "Poulet" ist auch nur ein Huhn. Auf ihrer Webseite schreiben
sie nun etwas von "H�hnchenfleisch" - anscheinend sind sie in dieser
Frage gerne originell.

--
nun schmeckt, wer ich sei, ihr gugelnarren! PARACELSUS
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

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Helmut P. Einfalt

unread,
Nov 25, 2009, 11:07:10 AM11/25/09
to
Florian Ritter beliebte zu schreiben :

>>> dtsch.-�sterr. Vereinigung

Das *kann* ja schon aus Sprachgr�nden nicht klappen.

> Gab's Ende der 80er in der DDR �sterr. Weine f�r Ostmark zu kaufen?

F�r Ostmark nicht, aber f�r Ostdeutsche um etliche Ostmark.
(In �sterreich kauft man was *f�r* die Familie, aber *um* einen
bestimmten Betrag).

> Meine Eltern haben zu der Zeit eine Pulle "Ruster Sp�tlese" mit dem


> Gemeindepfarrer getrunken, bekannt glykolhaltig, irgendwelche Folgen
> sind nicht bekannt geworden. FR

Der Pfarrer ist *nicht* erfroren?
Eben.

Da sieht man wieder, wie gut & wichtig die Exportprodukte der
Alpenl�ndischen Wein- und Glykolverwertungsgenossenschaft m.b.H waren!

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 25, 2009, 11:18:37 AM11/25/09
to
On Wed, 25 Nov 2009 05:09:46 -0800 (PST), Florian Ritter
<flor...@yahoo.com> wrote:

>Meine Eltern haben zu der Zeit eine Pulle "Ruster Spätlese" mit dem
>Gemeindepfarrer getrunken, bekannt glykolhaltig, irgendwelche Folgen
>sind nicht bekannt geworden. FR

Nicht mal ein kleiner Schwips?

Gruß Uwe

--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL

Volker Gringmuth

unread,
Nov 25, 2009, 12:09:23 PM11/25/09
to
Lothar Frings wrote:

> Noch vor ein paar Jahren wollte man die Soap
> "Verliebt in Berlin" allen Ernstes "Alles nur
> aus Liebe" nennen. Manchmal wird man wohl
> betriebsblind.

Entweder bin ich das auch, oder man mu� tiewieequipped sein, um den Witz zu
verstehen. Schubst mich bitte mal einer vom Schlauch?


vG

--
"Haben Sie in der DDR Leute gesehen, die 40 Stunden die Woche arbeiten und
kein Geld haben, sich Lebensmittel zu kaufen? Nein, daf�r m�ssen Sie in die
USA gehen. Das nennt man n�mlich kapitalistische Mi�wirtschaft. Die USA
sind viel pleitere-re-re-re-re-rer, als es die DDR jemals war!"

Gunhild Simon

unread,
Nov 25, 2009, 12:10:34 PM11/25/09
to
On 25 Nov., 16:35, rha1...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning) wrote:
...> Einholeliste, Schielesymptom..

Na, schön, geschenkt!

Ich biete *Teilaspekt, -menge vs Teilesammlung,
*Schauspieleschule, -schülerin,
*Spielegerät, -anleitung, -figuren vs Spielesammlung.

Verb, Plural oder Singular des ersten Glieds des Kompositums?

Gruß
Gunhild

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Oliver Cromm

unread,
Nov 25, 2009, 12:45:42 PM11/25/09
to
* Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:

> Frank Hucklenbroich schrieb:
>
>> "Scheisendreck" w�rde der Ossi hier wohl sagen.
>
> Eher wenige.

Ein Osttexaner vielleicht - ich kenne das Wort nur von
Nichtdeutschsprachigen. �hnlich wie "Schweinhund", wobei letzteres als
Dialektvariante noch eher vorstellbar ist als das erste.

--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
�sterr. weist.

Volker Gringmuth

unread,
Nov 25, 2009, 12:49:26 PM11/25/09
to
Oliver Cromm wrote:

> Es hilft, zu wissen, da� Fans Serien gerne abk�rzen, wie z.B. GZSZ oder
> DSDS.

Oder "HdR", stimmt.


vG

--
"WMSWHLWWMLBWWHLI!" (VP, BN)

Oliver Cromm

unread,
Nov 26, 2009, 1:09:55 PM11/26/09
to
* Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> wrote:

> On 25 Nov., 16:35, rha1...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning) wrote:
> ...> Einholeliste, Schielesymptom..
>

> Ich biete *Teilaspekt, -menge vs Teilesammlung,

> *Schauspieleschule, -sch�lerin,
> *Spieleger�t, -anleitung, -figuren vs Spielesammlung.


>
> Verb, Plural oder Singular des ersten Glieds des Kompositums?

Die Teile- und die Spielesammlung sind Komposita, wo auch ich mal
ausnahmsweise einen echten Plural sehe (anders als im Rinderbraten).

Beim Ausgangswort "Nachholebedarf" geht es aber um ein Verb als
Erstglied, vergleichbar w�ren also neben einigen anderen von Dir
genannten: Fallesucht, Stellefl�che, Zahlepflicht oder K�hleregal. Alles
so nicht wirklich denkbar, f�r mich.

Es gibt aber ein paar weitere Beispiele: Strahlemann, Zahlemann (und
S�hne). Ich vermute hier ein veraltetes Muster (wie nominal in
"Mausefalle"), das allenfalls noch per enger Analogie nachgebildet wird,
aber nicht mehr echt produktiv ist.

--
von Muret ein gugeln guot
mit l�trem v�hen bunde
V. D. HAGEN

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Gunhild Simon

unread,
Nov 27, 2009, 10:53:18 AM11/27/09
to
On 27 Nov., 16:28, rha1...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning) wrote:

> Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
> > On 25 Nov., 16:35, rha1...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning) wrote:
> > ...> Einholeliste, Schielesymptom..
>
> > Na, schön, geschenkt!
>
> > Ich biete *Teilaspekt, -menge vs Teilesammlung,
>
> "Teilaspekt" kommt mir korrekt vor.

Ja, mir auch.
Irgendwas habe ich bei dem Setzen der Sternchen vertüdelt. Sorry.

Gruß
Gunhild

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