>Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
Armleuchter?
--
Erick
>> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
>
> Einen hochgesch�tzten Kollegen.
Die direkte Anrede "Herr Kollege" ist, soweit ich wei�,
nur unter Medizinern in dieser Bedeutung �blich.
vG
<curier>Arschloch</curier> ???
Zu Feierlichkeiten verkneift man sich dat.
> Auf der Suche nach einem hochsprachlichen und salonf�higen, aber
> trotzdem starken Synonym f�r Arschloch verweist mich mein altes
> Synonymw�rterbuch (Leipzig 1986) auf Dummkopf. Und dort finde ich
> allerlei Ausdr�cke, die MUSEN aber all nur auf Defizite an Geist,
> Geschickt und Lebenstauglichkeit verweisen. Arschloch allerdings
> verweist MUSEN vor allem auf Defizite des Charakters (jedenfalls
> in der Bedeutung, die ich im Auge habe).
>
> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
Ist es nicht die Form einer Festschrift, dass sie eben nichts anderes
tut als jemanden hochzuloben - auch wenn der nur ein A-loch ist?
--
Yvonne Steiner
> Auf der Suche nach einem hochsprachlichen und salonf�higen, aber
> trotzdem starken Synonym f�r Arschloch verweist mich mein altes
> Synonymw�rterbuch (Leipzig 1986) auf Dummkopf. Und dort finde ich
> allerlei Ausdr�cke, die MUSEN aber all nur auf Defizite an Geist,
> Geschickt und Lebenstauglichkeit verweisen. Arschloch allerdings
> verweist MUSEN vor allem auf Defizite des Charakters (jedenfalls
> in der Bedeutung, die ich im Auge habe).
>
> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
Ist es nicht die Form einer Festschrift, dass sie eben nichts anderes
tut, als jemanden hochzuloben - auch wenn der nur ein A-loch ist?
--
Yvonne Steiner
Ja, und zwar zur Belustigung des Auditoriums, die sich nur dadurch
steigern l��t, da� sich der Geehrte gebauchpinselt f�hlt.
W�rde ich auch so denken. Goebbels war ein Arschloch, aber wirklich kein
Dummkopf.
In einer Festschrift w�rde ich es als "kontroverser Kollege" bezeichnen.
Oder irgend etwas in dem Stile, vielleicht mehr elaborierter
ausformuliert. Stichworte: konstruktive Streitgespr�che, immer eigene
Meinung vertretend usw. Also ein Arschloch.
Waldemar
> Ich bereue, Festschrift als Exempel genommen zu haben. Gemeint ist:
> hochsprachlicher Kontext. Bundestag.
"Mit Verlaub, Herr Pr�sident, Sie sind ein Arschloch." (Joschka Fischer)
Qno
--
Wenn die Westberliner von einem Hochstand aus �ber die Mauer hinweg
in den Osten sahen, wurden sie h�ufig entt�uscht. Oftmals wurde
niemand erschossen. Meistens war Alltag.
(Andreas Gl�ser, �Der BFC war schuld am Mauerbau�)
> Ist es nicht die Form einer Festschrift, dass sie eben nichts anderes
> tut, als jemanden hochzuloben - auch wenn der nur ein A-loch ist?
Das ist ja die Kunst, daß trotzdem jeder weiß,
was gemeint ist.
Ich hatte in der Schule einen Lateinlehrer, auf den die
Bezeichnung in Rede vollinhaltlich zutraf. Er war noch an
der Schule, als ich abging und starb rund zehn Jahre
später als Pensionär. Zufällig bekam ich ein Exemplar
der Schülerzeitung, in dem auch eine Art Nachruf auf ihn
stand. Selbst in dieser pathologisch wohlgesinnten
Textform konnte der Verfasser lediglich sein "großes
Pflichtbewußtsein" loben - das war alles. Kein negatives
Wort, aber Eingeweihte wußten Bescheid.
> Yvonne Steiner schrieb:
> Dann nimm an, dass es Anliegen der Festschrift ist, 200 bewegte Jahre
> Turnverein so objektiv wie m�glich darzulegen, und dass das Arschloch
> tot ist.
>
> Ich bereue, Festschrift als Exempel genommen zu haben. Gemeint ist:
> hochsprachlicher Kontext. Bundestag. Essay. Spiegel-Interview. Sowas.
Und auch f�r sowas suchst du dann ein anderes Wort f�r Arschloch?
Also einen Euphemismus? Das geht doch nicht. So oder so, in "Arschloch"
steckt doch immer eine negative Bedeutung.
Ausser, du brauchst es als Kosewort f�r deine Liebste.
--
Yvonne Steiner
>> [..]
> Wᅵrde ich auch so denken.
Wie sagte Oskar Matzerath, als er dem Jesuskind die Blechtrommel
umgehᅵngt hatte: ᅵWillste nich - oder kannste nich?ᅵ
j/\a
--
Nun ja. Gᅵnterchen Grass ist auch kein Dummkopf :-). Und ich wᅵrde es
auch mehr gesagt haben wollen dᅵrfen, aber mit dem mᅵgen kᅵnnen happert's.
Waldemar
> Und auch für sowas suchst du dann ein anderes Wort für Arschloch?
> Also einen Euphemismus? Das geht doch nicht. So oder so, in "Arschloch"
> steckt doch immer eine negative Bedeutung.
In "Angiffskrieg" steckt auch immer eine negative
Bedeutung. Trotzdem kann man ihn "Auslandseinsatz",
"Friedensinitiative" oder "Robustes Mandat" nennen.
Der Begriff ist zu allgemein f�r eine Festschrift, gibt er doch nur die
subjektive Sicht eines Gekr�nkten, Zur�ckgesetzten wieder (Der
Affenbaum: Die von unten sehen nur Arschl�cher, die von oben nur
freundlich grinsende Gesichter).
Wenn man was spezifisch charkaterlich Negatives an einer (lebenden)
Person auszusetzen hat, benutzt man das diffenzierte Vokabular von
Arbeitgeberzeugnissen.
Bei Trauerfeiern gilt f�r alle: De mortuis nil nisi bene. Aus Anlass der
Ehrung �lterer, schon nicht mehr Wehrf�higer, sollte man dieselbe Milde
walten lassen. Wer den Grundsatz verletzt, bietet offenbar denselben
k�rperlichen Aspekt, den er beklagt.
--
Roland Franzius
>> Ich bereue, Festschrift als Exempel genommen zu haben. Gemeint ist:
>> hochsprachlicher Kontext. Bundestag.
>
> "Mit Verlaub, Herr Pr�sident, Sie sind ein Arschloch." (Joschka Fischer)
Pilot: "Tower, call me a fuel truck."
Tower: "Roger. You are a fuel truck."
vG, sich sicher, da� das nicht so ganz echt ist
> Wer den Grundsatz verletzt, bietet offenbar denselben
> k�rperlichen Aspekt, den er beklagt.
<google> Meinten Sie: <i>charakterlichen</i> </google>
vG
> Matthias Opatz schrieb:
>
> > Ich bereue, Festschrift als Exempel genommen zu haben. Gemeint ist:
> > hochsprachlicher Kontext. Bundestag.
>
> "Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch." (Joschka Fischer)
So sagt es jemand wie Fischer, also jemand, der beschlossen
hat, andere Menschen nicht durch übertriebenes Zurschaustellen
seiner überlegenen Geistesgaben zu düpieren. Aber hier geht es
darum, wie man es macht, wenn man einerseits kein solches
Maß an Bescheidenheit aufbringt, andererseits aber auch
keine sichernde Immunität im Rücken hat wie Fischer.
"Charakterlich auf die Watchlist gehörend". Das ist nicht so
neutral, wie die WP suggeriert. Auf die WL der Ratingsagenturen
kommen nur potentielle Absteiger.
Gruss
Walter
> Dann nimm an, dass es Anliegen der Festschrift ist, 200 bewegte Jahre
> Turnverein so objektiv wie möglich darzulegen, und dass das Arschloch
> tot ist.
>
> Ich bereue, Festschrift als Exempel genommen zu haben. Gemeint ist:
> hochsprachlicher Kontext. Bundestag. Essay. Spiegel-Interview. Sowas.
"zwielichtig", "umstritten", "halbweltig", "demimondial",
"anrüchig", "nicht über jeden Zweifel erhaben".
Gruss
Walter
"beratungsresistent"
Gruss
Walter
Wieso, gef�llt die Umschreibung besagten Ausdrucks nicht?
--
Roland Franzius
Ekel, Ekelpaket?
Gru�,
Ho
"In �sterreich nennt sich das Bundesministerium f�r Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft neuerdings
�Lebensministerium�, was frappierend an das �Ministry of Love� in der
Welt von 1984 erinnert."
nebenbei, f�r die Lehrer hier:
http://ef-magazin.de/2009/11/16/1647-bildung-totale-beschulung
> Auf der Suche nach einem hochsprachlichen und salonf�higen, aber
> trotzdem starken Synonym f�r Arschloch verweist mich mein altes
> Synonymw�rterbuch (Leipzig 1986) auf Dummkopf. Und dort finde ich
> allerlei Ausdr�cke, die MUSEN aber all nur auf Defizite an Geist,
> Geschickt und Lebenstauglichkeit verweisen. Arschloch allerdings
> verweist MUSEN vor allem auf Defizite des Charakters (jedenfalls
> in der Bedeutung, die ich im Auge habe).
Sehe ich �hnlich. Ein Dummkopf ist etwas anderes.
> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
Wir w�rs mit "Drecksack"? Oder ist das auch noch zu hart?
Gr��e,
Frank
> Auf der Suche nach einem hochsprachlichen und salonfähigen, aber
> trotzdem starken Synonym für Arschloch verweist mich mein altes
> Synonymwörterbuch (Leipzig 1986) auf Dummkopf. Und dort finde ich
> allerlei Ausdrücke, die MUSEN aber all nur auf Defizite an Geist,
> Geschickt und Lebenstauglichkeit verweisen. Arschloch allerdings
> verweist MUSEN vor allem auf Defizite des Charakters (jedenfalls
> in der Bedeutung, die ich im Auge habe).
>
> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
Morslock
Pupsloch
Stinkstiefel
Kameradenschwein
Charaktersau
Hasipuper
Perversling
Drecksack
Hinterfötzling
FR
>
> > Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
>
> Wir wärs mit "Drecksack"? Oder ist das auch noch zu hart?
Es soll ja ein durchschaubarer Euphemismus sein, nicht plump
abwertend, sondern wohlverschleiert, aber letztlich in seiner
Beschönigung eindeutig das Unangenehme durchscheinen.
Er war ein Kollege von monolithischem Charakter - er zeichnete sich
durch unbestechliche Klarheit aus., Immer und überall stand für seine
ethischen und moralischen Ziele ein. Seine ganze Kraft stellte er in
den Dienst der Prinzipien, die er für richtig erachtete.
Gruß
Gunhild
Nicht ohne Grund ist von "Eloge" nur ein kleiner Schritt zu "erlogen".
Gru�
Norbert
> Arschloch allerdings
> verweist MUSEN vor allem auf Defizite des Charakters (jedenfalls
> in der Bedeutung, die ich im Auge habe).
> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
Ich bin ja erstaunt, was da in wenigen Stunden alles an Vorschlᅵgen
zustande gekommen ist. Mein Rat ist aber: Statt jetzt aus dem
Vorrat an Kot das passende Geschoᅵ auszusuchen, solltest Du "das
Arschloch" besser elegant, aber so treffend umschreiben, daᅵ jeder
das Gemeinte und den Gemeinten erkennen kann.
Aus der Erinnerung an ein paar ehemalige Kollegen fᅵllt mir ein:
Das Niveau seiner wissenschaftlichen Arbeiten hat niemals auch
nur einen seiner Studenten mutlos gemacht.
Im kollegialen Umgang war er seines Wertes gewiᅵ und um Sympathie
und Beifall unbekᅵmmert.
Bei gemeinsamen Projekten war er bemᅵht, keinem der Mitarbeiter
die Chance zum Selber-Tun zu beeintrᅵchtigen.
In den Gremien zeigten seine Beitrᅵge einen weiten Horizont, dem
das enge Maᅵ des Notwendigen oft nicht genᅵgte.
Think positive!
;-) j/\a
--
ps.:
Qrz Anpuehs nhs rvara rurznyvtra Xbyyrtra ung hafre trzrvafnzre Purs
buar Net haq oᅵfr Nofvpug ibenatrfgryyg: ᅵQr zbeghvf avy avfv orar.ᅵ
Re zrvagr qnf tnam haorsnatra, re unggr jvexyvpu avpugf Oᅵfrf ᅵore
vua mh fntra. Re unggr nore, qvrf mh frvara Thafgra, fbjbuy frva
Yngrva nyf nhpu frva Qrhgfpu va rvarz oevgvfpura Vagreavrehatfyntre
va Vaqvra tryreag; haq Vebavr fgnaq qn avpug nhs qrz Yruecyna.
Vpu ubssr frvgqra - buar qnᅵ vpu vuz ᅵory jbyygr -, qnᅵ vpu vua
ᅵoreyror. - Re vfg 10 Gntr wᅵatre nyf vpu.
> Er war ein Kollege von monolithischem Charakter - er zeichnete sich
> durch unbestechliche Klarheit aus., Immer und �berall stand f�r seine
> ethischen und moralischen Ziele ein.
Ja ...
> Seine ganze Kraft stellte er in
> den Dienst der Prinzipien, die er f�r richtig erachtete.
Sehr gut, aber um ein vollendetes Arschloch erkennen zu lassen, w�rde
ich ein W�rtchen einf�gen:
"Seine ganze Kraft stellte er in den Dienst der Prinzipien, die er
gerade f�r richtig erachtete."
Martin
> "Gunhild Simon" schrieb:
>
>> Er war ein Kollege von monolithischem Charakter - er zeichnete sich
>> durch unbestechliche Klarheit aus., Immer und überall stand für seine
>> ethischen und moralischen Ziele ein.
>
> Ja ...
>
>> Seine ganze Kraft stellte er in
>> den Dienst der Prinzipien, die er für richtig erachtete.
>
> Sehr gut, aber um ein vollendetes Arschloch erkennen zu lassen, würde
> ich ein Wörtchen einfügen:
> "Seine ganze Kraft stellte er in den Dienst der Prinzipien, die er
> gerade für richtig erachtete."
>
Eine noch wüstere Beschimpfung ist: "Unbeirrbar ging er seinen Weg."
Ciao
Wolfram
--
Der unerschütterliche Glaube ist keine Tugend, sondern ein Laster.
BERTRAND RUSSELL
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
"selbstbewustberatungswidrig"?
Richard
Ja, so ein kleiner Tippfehler kann Wunder bewirken. Alternativ bieten
sich nat�rlich auch noch gewisse sprachliche Lapsus zur Illustration
der eigenen Meinung an, etwa, indem man einen gro�en K�nner seines
Fachs, f�r gew�hnlich ein Tausendsassa, zum Hundertf�nfzigsassa
verkleinert.
F.
> "zwielichtig", "umstritten", "halbweltig", "demimondial",
> "anrüchig", "nicht über jeden Zweifel erhaben".
In diesem Fall paßt wohl eher "über jeden
Selbstzweifel erhaben".
> Ja, so ein kleiner Tippfehler kann Wunder bewirken. Alternativ bieten
> sich natürlich auch noch gewisse sprachliche Lapsus zur Illustration
> der eigenen Meinung an, etwa, indem man einen großen Könner seines
> Fachs, für gewöhnlich ein Tausendsassa, zum Hundertfünfzigsassa
> verkleinert.
"Von seiner Sorte sollte es Hunderte geben.
Es gibt aber leider Tausende."
Hm, ein Kopf ist bei einer stehenden Person oben, der oft
sogenannte "Arsch" weiter unten. Löcher gibt es auch im
Kopf, nicht nur im Wilden Westen. Frage:
Was ist ein "Arsch". Die Herkunft des Wortes wirkt auf
mich rätselhaft.
Ist das Rätsel gelöst, läßt sich auch alles andere leicht
klären.
K.L.
> Es soll ja ein durchschaubarer Euphemismus sein, nicht plump
> abwertend, sondern wohlverschleiert, aber letztlich in seiner
> Beschönigung eindeutig das Unangenehme durchscheinen.
Astloch statt Arschloch?
K.L.
Ein hübscher Scherz ... ;-)
Dorothee
> > Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
>
> Ekel, Ekelpaket?
Egal wie es formuliert wird, es ist immer
selbstreflexiv. Der Benennende schließt sich
in den Vorwurf mit ein. Sowohl der andere
als auch der Benennende selbst fühlen sich
dann als solches.
Man muß das situationistisch sehen. Innerhalb
von Bruchteilen von Sekunden läuft Innerlichkeit
voran und es ergeben sich immerzu neue
Sozialgefüge, in denen man sich gedanklich
und physisch bewegt. Zu allem entsteht ein sich
stäündig umformendes Verhältnis. Meintest Du
eben noch, der/die andere sei ein Arschloch,
fühlst Du Dich selbst schon als eines. Mit netten
Bezeichnungen kannst Du dann Deine mißliche
Lage verbessern..... :-))
K.L..
> Eine noch wüstere Beschimpfung ist: "Unbeirrbar ging er seinen Weg."
Dieses "er" ist schrecklich vereinseitigend. "Unbeirrt ging er/sie
seinen/ihren Weg, also weg."
K.L.
Eigentlich nicht, denn es heißt ja dann auch:
>> Sie liest hier mit.<<
K.L.
> Eine noch wüstere Beschimpfung ist: "Unbeirrbar ging er seinen Weg."
Das kann nur ein Katholik als böse auffassen. "Hier sitze ich -
ich kann auch anders" ...
Gruss
Walter
Merke auf: Ich schrieb nicht "unbeirrt", sondern "unbeirrbar".
Ciao
Wolfram
--
Am 8. Tage schuf Gott das Bier. Seitdem hat Ihn niemand mehr gesehen.
UNBEKANNT
Du kannst auch umformulieren und meinen:
"Unbeirrbar ging sie seinen/er ihren Weg."
K.L.
Inwiefern würde das ein A..loch beschreiben?
Gruss
Walter
Ist das Ergebnis nicht immer das selbe?
"Theoretisch könnte ich meine Meinung ja ändern, aber praktisch
tue ich es nie"?
Gruss
Walter
> Dieses "er" ist schrecklich vereinseitigend. "Unbeirrt ging er/sie
> seinen/ihren Weg, also weg."
Du hast noch die H�lfte der F�lle vergessen: "Unbeirrbar ging er ihren Weg"
etc.
vG
> Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
>
> > Yvonne Steiner schrieb:
> >
> > > Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
[...]
> > >> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
> > >
> > > Ist es nicht die Form einer Festschrift, dass sie eben nichts anderes
> > > tut, als jemanden hochzuloben - auch wenn der nur ein A-loch ist?
> >
> > Dann nimm an, dass es Anliegen der Festschrift ist, 200 bewegte Jahre
> > Turnverein so objektiv wie m�glich darzulegen, und dass das Arschloch
> > tot ist.
> >
> > Ich bereue, Festschrift als Exempel genommen zu haben. Gemeint ist:
> > hochsprachlicher Kontext. Bundestag. Essay. Spiegel-Interview. Sowas.
>
> Und auch f�r sowas suchst du dann ein anderes Wort f�r Arschloch?
> Also einen Euphemismus? Das geht doch nicht. So oder so, in "Arschloch"
> steckt doch immer eine negative Bedeutung.
> Ausser, du brauchst es als Kosewort f�r deine Liebste.
Inzwischen ist mir doch noch ein Euphemismus eingefallen - einer, den
wir alle kennen: Der Allerwerteste.
Ergo k�nntest du in deiner Festschrift diesen Jemand, den du im Geheimen
"Arschloch" nennst, als den Allerwertesten ansprechen.
--
Yvonne Steiner
>Er ... zeichnete sich
>durch unbestechliche Klarheit aus. Immer und �berall stand f�r seine
>ethischen und moralischen Ziele ein. Seine ganze Kraft stellte er in
>den Dienst der Prinzipien, die er f�r richtig erachtete.
W�rde das auf Franz von Assisi nicht auch passen?
"Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgef�hl,
Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. [...] Das sind
Sekund�rtugenden. Ganz pr�zise gesagt: Damit kann man auch ein
KZ betreiben."
Ich denke, das ist eine sch�ne Umschreibung f�r "Arschloch".
--
Viele Gr��e
Gerald Fix
> Bei gemeinsamen Projekten war er bem�ht, keinem der Mitarbeiter
> die Chance zum Selber-Tun zu beeintr�chtigen.
Ein fr�herer Chef von mir, ein notorischer Faulenzer, wurde
einmal von einem Personalvertreter gefragt, wie er sich selbst
gegen�ber rechtfertige, ein hohes Gehalt zu beziehen und nichts
daf�r zu tun. Er bekam die Antwort, die vornehmste Pflicht eines
Vorgesetzten sei es, seine Untergebenen zu f�rdern und das k�nne
man am besten dadurch erreichen, indem man ihnen
verantwortungsvolle T�tigkeiten �bertrage.
> Inzwischen ist mir doch noch ein Euphemismus eingefallen - einer, den
> wir alle kennen: Der Allerwerteste.
Tja, allerwerteste Yvonne, der Euphemismus liest sich
spannend. Wo bleibt das Eröffnen und das kriechend Dahineinvordringen?
> Ergo könntest du in deiner Festschrift diesen Jemand, den du im Geheimen
> "Arschloch" nennst, als den Allerwertesten ansprechen.
Etwas im Geheimen so zu nennen, ist keine Tugend,
andere sagen dazu "hinterfotzig".
Wie dem auch sei, Sprache bietet immer wieder neue
Überraschungen. Bisher ist die Wortherkunft "Arsch"
ungeklärt. :-)
K.L.
> On 18 Nov., 17:32, ystei...@swissonline.ch (Yvonne Steiner) wrote:
>
> > Inzwischen ist mir doch noch ein Euphemismus eingefallen - einer, den
> > wir alle kennen: Der Allerwerteste.
>
> Tja, allerwerteste Yvonne, der Euphemismus liest sich
> spannend. Wo bleibt das Er�ffnen und das kriechend Dahineinvordringen?
>
> > Ergo k�nntest du in deiner Festschrift diesen Jemand, den du im Geheimen
> > "Arschloch" nennst, als den Allerwertesten ansprechen.
>
> Etwas im Geheimen so zu nennen, ist keine Tugend,
> andere sagen dazu "hinterfotzig".
>
> Wie dem auch sei, Sprache bietet immer wieder neue
> �berraschungen. Bisher ist die Wortherkunft "Arsch"
> ungekl�rt. :-)
Schau hier hinein; die Grimms, die wissen das: <http://tinyurl.com/ybykozy>
und dort erf�hrst du auch, dass Goethe schon nach Euphemismen suchte:
| must all die garstigen w�rter lindern,
| aus scheiszkerl schurk, aus arsch mach hintern.
|
| G�THE
--
Yvonne Steiner
> Wie dem auch sei, Sprache bietet immer wieder neue
> ᅵberraschungen. Bisher ist die Wortherkunft "Arsch"
> ungeklᅵrt. :-)
Kluge / Mischka Etymol. WB d. dt. Sprache Berlin 1960 weiᅵ:
| Arsch m. ahd. mhd. asᅵchs. ars, mnd. ars, ers, fries. ers,
| mnl. aers, e(e)rs, nnl. (n)aars (mit n aus Verbindungen wie
| den, eenen aars), ags. ears, anord. ars und rass (mit
| Metathesis wie arg). Germ. *arsa-z aus idg. *ᅵrso-s ist
| urverw. mit gr. ᅵrros (aus *orsos), armen. or 'Steiᅵ', hethit.
| arras 'Hinterer'. In Ablaut dazu altir. err f. (aus *ersa)
| 'Schwanz', dessen Ablautstufe in mn!. usw. ers wiederzukehren
| scheint. Dehnung des a vor r mit Dental bezeugt Schottelius
| 1663 Ausfᅵhr!. Arbeit 1277 mit den Schreibungen Aars und
| Ahrs. Mhd. -rs ergab frᅵhnhd. -rs wie in Barsch, birschen,
| herrschen, Hirsch, Kirsche. Ein alem. herschen 'Hᅵften' im
| 16. Jh. zeigt eine Sekundᅵrbildung auf -n neben dem ahd.
| starken Mask.:
| Festschr. f. Eugen Mogk (1924) 456.
Zufrieden? ;)
j/\a
--
Köstlich!!!!!!!!!!!! Weiter so.
K.L.
Hm, ja. Irgendwann wird ein ehrenamtlich tätiger Mitbürger
diese vermaledeite Fachsprachlichkeit glätten und ein
munteres Lebensquell daraus machen. :-)))
K.L.
Der wei� auch nicht so recht, wie er sich schreiben soll.
Ich lege das mal in den Ordner Material für Beerdigungen.
Spezialfall: einen praktizierenden Juristen als Rechtsabbieger bezeichnen.
Andreas
Dir ist klar, warum ich "unbeirrbar" für eine wüste Beschimpfung halte?
Ciao
Wolfram
--
Ist das Knie nur geschmeidig, so darf die Zunge schon lästern.
Was darf der nicht begehn, der sich zu kriechen nicht schämt!
F. SCHILLER
> Dir ist klar, warum ich "unbeirrbar" für eine wüste Beschimpfung halte?
In dieser äußerst wichtigen Frage bis Du wohl unbeirrbar. :-)))
K.L.
> Wolfram Heinrich schrieb:
>> Am Wed, 18 Nov 2009 15:22:28 +0100 schrieb Walter Schmid:
>>
>>> Wolfram Heinrich schrieb:
>>>
>>>> Eine noch wüstere Beschimpfung ist: "Unbeirrbar ging er seinen Weg."
>>> Das kann nur ein Katholik als böse auffassen. "Hier sitze ich -
>>> ich kann auch anders" ...
>>>
>> Merke auf: Ich schrieb nicht "unbeirrt", sondern "unbeirrbar".
>
> Ist das Ergebnis nicht immer das selbe?
>
Nein. Wenn ich nachträglich den Weg eines Menschen anschaue und feststelle,
daß er einen eingeschlagenen unbeirrt gegangen ist, dann kann dieses
"unbeirrt" eine positive Eigenschaft sein und ist es wohl meistens auch.
Ein unbeirrbarer Mensch dagegen ist ein dumpfer, stumpfer Hund der
Sonderklasse, einer, der sich keine Vernunft, kein Argument, keine
Erfahrung beirren läßt, der einfach stur seinen Weg geht.
Ein Ehrenmann sollte jeden, der ihn als unbeirrbar bezeichnet, zum Duell
fordern, auf schwere Säbel. Besser noch: Semantik.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er liebt den Frühling sehr, aber er fänd es noch
hübscher, wenn man ihn mehr in den Winter verlegen würd. Dann, sagt er,
könnt man mit dem Schlitten durch all die Blütenpracht fahren.
Wobei ein solcher Beschluss wohl eher aus der Not geboren ist.
--
Marc
Rektalsingularität?
--
Marc
<wutschäum>Tot - tal!!!</wutschäum>
Ciao
Wolfram
--
English is so light
I say you what! What say I you?
--
Marc
Wie kannst du sowas fragen? Ich brauche nur beirren durch belehren oder
korrigieren zu ersetzen. Oder beraten (und un...bar durch resistent).
Im Gegensatz zu letzteren haftet dem "unbeirrbar" noch nicht diese
eindeutig entwertende Tendenz an. Das gibt mir die Möglichkeit, Dinge
beim Namen zu nennen, ohne die Falschen (also die Angehörigen) zu
beschämen.
Andreas
> Schau hier hinein; die Grimms, die wissen das: <http://tinyurl.com/ybykozy>
> und dort erfährst du auch, dass Goethe schon nach Euphemismen suchte:
>
> | must all die garstigen wörter lindern,
> | aus scheiszkerl schurk, aus arsch mach hintern.
> |
> | GÖTHE
Dieser Goethe aber auch. Ich mag ihn nicht besonders, aber was er so
schreibt - ich könnt's nicht besser.
Ciao
Wolfram
--
Gewiß ist der Mensch verrückt. Er kann keinen Wurm herstellen, aber Götter
macht er dutzendweise.
MONTAIGNE
>>> | must all die garstigen wörter lindern,
>>> | aus scheiszkerl schurk, aus arsch mach hintern.
>>> |
>>> | GÖTHE
>
> Der weiß auch nicht so recht, wie er sich schreiben soll.
Wennst du ein Dichterfuerst waerst, wüßtest du auch nicht, wie du Tumula
schreiben sollst. (Es kann aber auch sein, daß ich etwas völlig anderes
gemeint habe.)
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, wenn ihn jeder mit "Euer Eminenz" anreden würd und an
seinem Finger zutzeln tät, dann, sagt er, wär er auch gern demütig.
> Am 18.11.2009, 18:37 Uhr, schrieb Karl-Ludwig Diehl <space...@web.de>:
>
>> Wie dem auch sei, Sprache bietet immer wieder neue
>> Überraschungen. Bisher ist die Wortherkunft "Arsch"
>> ungeklärt. :-)
>
> Kluge / Mischka Etymol. WB d. dt. Sprache Berlin 1960 weiß:
>| Arsch m. ahd. mhd. asächs. ars, mnd. ars, ers, fries. ers,
>| mnl. aers, e(e)rs, nnl. (n)aars (mit n aus Verbindungen wie
>| den, eenen aars), ags. ears, anord. ars und rass (mit
>| Metathesis wie arg). Germ. *arsa-z aus idg. *órso-s ist
>| urverw. mit gr. órros (aus *orsos), armen. or 'Steiß', hethit.
>| arras 'Hinterer'. In Ablaut dazu altir. err f. (aus *ersa)
>| 'Schwanz', dessen Ablautstufe in mn!. usw. ers wiederzukehren
>| scheint. Dehnung des a vor r mit Dental bezeugt Schottelius
>| 1663 Ausführ!. Arbeit 1277 mit den Schreibungen Aars und
>| Ahrs. Mhd. -rs ergab frühnhd. -rs wie in Barsch, birschen,
>| herrschen, Hirsch, Kirsche. Ein alem. herschen 'Hüften' im
>| 16. Jh. zeigt eine Sekundärbildung auf -n neben dem ahd.
>| starken Mask.:
>| Festschr. f. Eugen Mogk (1924) 456.
>
> Zufrieden? ;)
>
Toll. Wenn schon "Arsch" so vornehme Ahnen hat, dann wage ich nicht, mir
vorzustellen, wie nobel jene von "liebreizend" sein könnten.
Ciao
Wolfram
--
Wundert euch nicht, daß jemand, der übel riecht, es gern hat, wenn man ihn
beweihräuchert.
STANISLAW JERZY LEC
> On Wed, 18 Nov 2009 03:05:41 -0800 (PST), Gunhild Simon
> <gunhil...@yahoo.de> wrote:
>
>>Er ... zeichnete sich
>>durch unbestechliche Klarheit aus. Immer und überall stand für seine
>>ethischen und moralischen Ziele ein. Seine ganze Kraft stellte er in
>>den Dienst der Prinzipien, die er für richtig erachtete.
>
> Würde das auf Franz von Assisi nicht auch passen?
>
> "Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl,
> Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. [...] Das sind
> Sekundärtugenden. Ganz präzise gesagt: Damit kann man auch ein
> KZ betreiben."
>
> Ich denke, das ist eine schöne Umschreibung für "Arschloch".
Helmut Schmidt war für mich immer schon ein Synonym für Aschloch (jeder
Ofen hat dies).
Ciao
Wolfram
--
Früher standen sich die Menschen näher. Es blieb ihnen nichts anderes
übrig. Die Schußwaffen trugen nicht weit.
> Kurzum: Wie nennt man ein Arschloch in einer Festschrift?
"Nicht immer konnten wir deine manchmal leicht misszuverstehnden
Entscheidungen gleich nachvollziehen. Öfter auch gar nicht."
"Wenn wieder ein Kollege weinend und sich bitterlich über dich beschwerend
zu mir kam, so versuchte ich in meinem tröstenden Worten immer, deinem
Innersten gerecht zu werden."
mehr?
P
> Am Wed, 18 Nov 2009 17:40:00 +0100 schrieb Gerald Fix:
>
>> On Wed, 18 Nov 2009 03:05:41 -0800 (PST), Gunhild Simon
>> <gunhil...@yahoo.de> wrote:
>>
>>> Er ... zeichnete sich
>>> durch unbestechliche Klarheit aus. Immer und �berall stand f�r seine
>>> ethischen und moralischen Ziele ein. Seine ganze Kraft stellte er in
>>> den Dienst der Prinzipien, die er f�r richtig erachtete.
>>
>> W�rde das auf Franz von Assisi nicht auch passen?
>>
>> "Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgef�hl,
>> Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. [...] Das sind
>> Sekund�rtugenden. Ganz pr�zise gesagt: Damit kann man auch ein
>> KZ betreiben."
>>
>> Ich denke, das ist eine sch�ne Umschreibung f�r "Arschloch".
>
> Helmut Schmidt war f�r mich immer schon ein Synonym f�r Aschloch (jeder
> Ofen hat dies).
Helmut Schmidt war gar nicht so schlecht, immerhin hat er die
Sturmflut gestemmt.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
"Herr Doktor Maisenkeiser, Sie haben in dieser Woche schon den dritten
OP-Tisch ruiniert. Schneiden Sie doch bitte nicht immer so tief!"
> Helmut Schmidt war gar nicht so schlecht, immerhin hat er die
> Sturmflut gestemmt.
Schr�der war besser: Er produzierte eine Flut, als er sie brauchte.
Gruss
Walter
Christoph
> Am Wed, 18 Nov 2009 16:15:41 +0100 schrieb Walter Schmid:
>
>> Wolfram Heinrich schrieb:
>>
>>> Merke auf: Ich schrieb nicht "unbeirrt", sondern "unbeirrbar".
>>
>> Ist das Ergebnis nicht immer das selbe?
>>
> Nein. Wenn ich nachtr�glich den Weg eines Menschen anschaue und feststelle,
> da� er einen eingeschlagenen unbeirrt gegangen ist, dann kann dieses
> "unbeirrt" eine positive Eigenschaft sein und ist es wohl meistens auch.
> Ein unbeirrbarer Mensch dagegen ist ein dumpfer, stumpfer Hund der
> Sonderklasse, einer, der sich keine Vernunft, kein Argument, keine
> Erfahrung beirren l��t, der einfach stur seinen Weg geht.
> Ein Ehrenmann sollte jeden, der ihn als unbeirrbar bezeichnet, zum Duell
> fordern, auf schwere S�bel. Besser noch: Semantik.
Unbeirrbar ist f�r mich auch einer, der sich von dem �blichen Get�se,
das die um ihn herum scharwenzelnden Verirrten veranstalten, nicht von
seinem geraden Weg ablenken l��t. Seelenruhig, in sich gefestigt, die
Ruhe selbst, eine sehr positive Eigenschaft.
| geradlinig � unbeirrbar � unersch�tterlich
<http://www.openthesaurus.de/synset/search?q=unbeirrbar>
--
binsaugnesseln, hummelsk�l, m�nchspfeffer, gugelk�pf, minbr�derm�ntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Wolfram Heinrich schrieb:
>>>>> "Seine ganze Kraft stellte er in den Dienst der Prinzipien, die er
>>>>> gerade für richtig erachtete."
>>>>>
>>>> Eine noch wüstere Beschimpfung ist: "Unbeirrbar ging er seinen Weg."
>>> Ich lege das mal in den Ordner Material für Beerdigungen.
>>
>> Dir ist klar, warum ich "unbeirrbar" für eine wüste Beschimpfung halte?
>
> Wie kannst du sowas fragen? Ich brauche nur beirren durch belehren oder
> korrigieren zu ersetzen. Oder beraten (und un...bar durch resistent).
> Im Gegensatz zu letzteren haftet dem "unbeirrbar" noch nicht diese
> eindeutig entwertende Tendenz an.
Eben deswegen, so scheint mir, weil es fahrlässig (oder hinterfotzig, wie
von dir angedeutet) so gerne in Nachrufen verwendet wird. Da hakt man das
Wort eben als positiv ab, ohne drüber nachzudenken, was das Wort nun
eigentlich bedeutet.
> Das gibt mir die Möglichkeit, Dinge
> beim Namen zu nennen, ohne die Falschen (also die Angehörigen) zu
> beschämen.
>
Wie es halt mit dem Wortgebrauch manchmal ist: Bei uns und bei Leuten, die
uns zustimmen, reden wir von Prinzipientreue und Konsequenz, bei anderen,
die auch noch anderer Meinung sind, nennen wir dasselbe Phänomen Sturheit.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er möcht nicht in den Himmel kommen. Wenn er mal tot
ist, sagt er, seinetwegen, aber heut nicht.
> Wolfram Heinrich (18.11.2009 21:32):
>
>> Helmut Schmidt war für mich immer schon ein Synonym für Aschloch (jeder
>> Ofen hat dies).
>
> Helmut Schmidt war gar nicht so schlecht, immerhin hat er die
> Sturmflut gestemmt.
>
Er wäre wahrscheinlich ein guter Innensenator geblieben, wenn er
Innensenator geblieben wäre.
Ciao
Wolfram
--
Fighting for Peace is like Fucking for Virginity.
TOILETTENSPRUCH AUS LONDON
> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Nein. Wenn ich nachträglich den Weg eines Menschen anschaue und feststelle,
>> daß er einen eingeschlagenen Weg unbeirrt gegangen ist, dann kann dieses
>> "unbeirrt" eine positive Eigenschaft sein und ist es wohl meistens auch.
>> Ein unbeirrbarer Mensch dagegen ist ein dumpfer, stumpfer Hund der
>> Sonderklasse, einer, der sich durch keine Vernunft, kein Argument, keine
>> Erfahrung beirren läßt, der einfach stur seinen Weg geht.
>> Ein Ehrenmann sollte jeden, der ihn als unbeirrbar bezeichnet, zum Duell
>> fordern, auf schwere Säbel. Besser noch: Semantik.
>
> Unbeirrbar ist für mich auch einer, der sich von dem üblichen Getöse,
> das die um ihn herum scharwenzelnden Verirrten veranstalten, nicht von
> seinem geraden Weg ablenken läßt. Seelenruhig, in sich gefestigt, die
> Ruhe selbst, eine sehr positive Eigenschaft.
>
Der unerschütterliche Glaube ist keine Tugend, sondern ein Laster.
BERTRAND RUSSELL
Daß man sich nach jedem "öhm, aber" nicht gleich neu taufen läßt ist eine
Sache. Jahrzehntelang dieselbe Überzeugung zu vertreten ist dagegen schon
etwas verhaltensauffällig. Man bleibt sich treu, indem man sich ändert.
Andere Leute haben auch gute Ideen und von ihnen zu lernen, ist durchaus
empfehlenswert.
Ciao
Wolfram
--
Obertraubling - Ein Ort in der Nähe von Regensburg und nicht die
Bezeichnung für den Reichs-Winzerführer im Dritten Reich.
Hast wohl nie verwunden, dass der Größtwildjäger gegen ihn keine Chance
hatte?
--
Roland Franzius
> (Es kann aber auch sein, daß ich etwas völlig anderes gemeint habe.)
is abba nich so
>>> Helmut Schmidt war fᅵr mich immer schon ein Synonym fᅵr Aschloch (jeder
>>> Ofen hat dies).
>>
>> Helmut Schmidt war gar nicht so schlecht, immerhin hat er die
>> Sturmflut gestemmt.
>>
> Er wᅵre wahrscheinlich ein guter Innensenator geblieben, wenn er
> Innensenator geblieben wᅵre.
Dann wᅵre er jetzt der dienstᅵlteste Innensenator der Welt.
Da "Loki, frag mich was!" Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
24 (-11) * Axt im Haus +39,15ᅵ * American Exzess +10,13$ * Quick & Dir
ing +57ᅵ * Bruhaha 63,97 (+39,58%) * Saitenwind 9,57 * Scheibenkleiste
?ja und?
Ist streng genommen keine Singularität, eher ein Wurmloch.
Der wer?
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, wenn er Diktator wär, wär er immer freundlich zu die
Leut. Nur die Opposition, sagt er, hätt nix zu lachen bei ihm.
> Wolfram Heinrich (19.11.2009 7:21):
>
>>>> Helmut Schmidt war für mich immer schon ein Synonym für Aschloch (jeder
>>>> Ofen hat dies).
>>>
>>> Helmut Schmidt war gar nicht so schlecht, immerhin hat er die
>>> Sturmflut gestemmt.
>>>
>> Er wäre wahrscheinlich ein guter Innensenator geblieben, wenn er
>> Innensenator geblieben wäre.
>
> Dann wäre er jetzt der dienstälteste Innensenator der Welt.
>
Und, wär das etwa nix?
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, wenn er mit einer Schnepfen zweimal groß ausgehen
muß, eh er sie flachlegen kann, dann, sagt er, käm ihm der Puff billiger.
Ok, diese Technik funktioniert offenbar.
>>>>> Helmut Schmidt war f�r mich immer schon ein Synonym f�r Aschloch (jeder
>>>>> Ofen hat dies).
>>>>
>>>> Helmut Schmidt war gar nicht so schlecht, immerhin hat er die
>>>> Sturmflut gestemmt.
>>>>
>>> Er w�re wahrscheinlich ein guter Innensenator geblieben, wenn er
>>> Innensenator geblieben w�re.
>>
>> Dann w�re er jetzt der dienst�lteste Innensenator der Welt.
>>
> Und, w�r das etwa nix?
Ja, denn dann h�tte er wom�glich die allgemeine Rauchpflicht
eingef�hrt.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
NP: The Neville Brothers - Fly Like An Eagle
Franz Josef.
--
Roland Franzius
We. so. de. da. verst.?
F�r soviel Klugheit sollte der honoris cauda verliehen werden.
MfG
hjs
> Kluge / Mischka Etymol. WB d. dt. Sprache Berlin 1960 wei�:
>| Arsch m. ahd. mhd. as�chs. ars, mnd. ars, ers, fries. ers,
>| mnl. aers, e(e)rs, nnl. (n)aars (mit n aus Verbindungen wie
>| den, eenen aars), ags. ears, anord. ars und rass (mit
>| Metathesis wie arg).
"Rass" ist ja lustig - genauso hei�t "Arsch" im jamaikanischen Patois
(okay, kommt wohl aus dem altenglischen). Ist dort einer der Kraftausdr�cke
schlechthin, auch imj �bertragenen Sinne, z.B. "De car ist fast to rass" =
das Auto ist "Arsch-" schnell ;-)
Gr��e,
Frank
Außerdem ein Arschloch.
> ?ja und?
Es kann ihm sowas von egal sein.