P
> Weiß einer der diesbezüglich Kundigen um die Herkunft des schönen Wortes
> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
Ein Chinese versucht, ein Fremdwort für "Vorwort"
auszusprechen?
> Weiᅵ einer der diesbezᅵglich Kundigen um die Herkunft des schᅵnen Wortes
> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
Was bedeutet es denn?
--
Schᅵnen Gruᅵ aus der "lebenswertesten Stadt der Welt"!
http://www.iht.com/articles/2007/06/18/arts/rmon1munich.php
Michael
> Am Tue, 3 Nov 2009 13:42:25 +0100 schrieb Peter Grᅵndler:
>> Weiᅵ einer der diesbezᅵglich Kundigen um die Herkunft des schᅵnen Wortes
>> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
>
> Was bedeutet es denn?
Ich kenne es als "Plempl" in der Bedeutung von Gerᅵmpel, Geraffel,
Brᅵhe, Plᅵrre, ...
> Am Tue, 3 Nov 2009 13:42:25 +0100 schrieb Peter Gründler:
>
>> Weiß einer der diesbezüglich Kundigen um die Herkunft des schönen Wortes
>> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
>
> Was bedeutet es denn?
http://www.ostarrichi.org/wort-748-reise-at-Pleampl.html
hth,
P
> Michael Baumgartner schrieb:
>
>> Am Tue, 3 Nov 2009 13:42:25 +0100 schrieb Peter Gründler:
>>> Weiß einer der diesbezüglich Kundigen um die Herkunft des schönen Wortes
>>> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
>>
>> Was bedeutet es denn?
>
> Ich kenne es als "Plempl" in der Bedeutung von Gerümpel, Geraffel,
> Brühe, Plörre, ...
Dein "es" ist dann nicht das gleiche "es" wie mein "es"
p
>>>> Weiß einer der diesbezüglich Kundigen um die Herkunft des schönen Wortes
>>>> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
>>
>> Ich kenne es als "Plempl" in der Bedeutung von Gerümpel, Geraffel,
>> Brühe, Plörre, ...
>
> Dein "es" ist dann nicht das gleiche "es" wie mein "es"
Aha!
s/es als/nur/
> Weiß einer der diesbezüglich Kundigen um die Herkunft des schönen Wortes
> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
Kann es was mit "plemplem" zu tun haben, oder gibt das der Lautstand nicht her?
chr
> >> Weiß einer der diesbezüglich Kundigen um die Herkunft des schönen Wortes
> >> "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
>
> > Was bedeutet es denn?
>
> http://www.ostarrichi.org/wort-748-reise-at-Pleampl.html
Dafür kennt der Saxe Pleppo oder Bleppo.
Ansonst kenne ich "Plempe", salopp für Hiebwaffe, und in
Mitteldtschld. auch für Polizei gebraucht, "einer von der
Plempe" (stammt wohl aus der Zeit, als die Polizisten noch Säbel
trugen) - FR
Glaub ich nicht.
Es klingt wie 'bläampl
oder meistens: pläamp3
> Wei� einer der diesbez�glich Kundigen um die Herkunft des
> sch�nen Wortes "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
Peter Wehle dazu:
| Pleampl Dummkopf; v. obd. /plempel/ = schales Getr�nk; verm.
| lautmalerisch
|
| [...]
|
| plempern trinken, saufen; va., s. Pleampl
|
(v. = von, obd. = oberdeutsch, va. = veraltet. "Sprechen Sie
Wienerisch?", 2003 (1981), S. 243.)
--
Steve
My e-mail address works as is.
>> Wei� einer der diesbez�glich Kundigen um die Herkunft des
>> sch�nen Wortes "Pleampl" (Pleampel) Bescheid?
>
>> Pleampl Dummkopf; v. obd. /plempel/ = schales Getr�nk; verm.
>> lautmalerisch
>
> (v. = von, obd. = oberdeutsch, va. = veraltet. "Sprechen Sie
> Wienerisch?", 2003 (1981), S. 243.)
Nur ist halt der gute Herr Wehle nicht unbedingt eine Autorit�t auf dem
Gebiet der Etymologie -- warum sollte ein reines "e" wie in "Plempel" zu
einem "ea" wie in "Bleamp�" (o�. Aussprache) werden?
Der "ea"-Laut taucht im �sterr. i.d.R. an der Stelle eines "�rr"
("plean" f�r "pl�rren"), "�r" ("hean" f�r "h�ren", "rean" f�r "r�hren"
i.S.v. weinen) u.�. auf -- warum also sollte eine "em"-Kombination (etwa
in "sempan", "vaplempan", wo wir auch schon das obige Belegwort
"Plempel" finden) denselben Laut ergeben wie eine Kombination mit
"r(r)"?
Bei aller Wertsch�tzung f�r den Wehle und seine Sammlung mehr oder
weniger wienerischer Ausdr�cke: Ich t�t mich auf seine biwseilen recht
phantasievolle Herleitung nicht verlassen, was ja auch Gr�ner/Sedlaczek
nur allzuoft nachgewiesen haben.
Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Ich nehme aber an, da� etwas nicht unbedingt falsch ist, nur weil
es bei Peter Wehle steht. Was sagen Gr�ner/Sedlaczek zu diesem
konkreten Fall?
Ich finde ein �hnliches Wort im "W�rterbuch der schlesischen
Mundart in Nordb�hmen" von Franz Knothe (Hohenelbe, 1888). Aber
vielleicht hat es nichts mit Pleampl zu tun.
| /pl�mpel/, der (Br.) = 1. dicke Leberwurst, 2. einf�ltiger
| Mensch (siehe plempel [mit einem Trema �ber dem ersten e]). [S.
| 142.]
| /plempel/ [mit einem Trema �ber dem ersten e] (Gen.?, Rg., Br.,
| A.), blutplempel (Br.) = dicke Wurst, besonders die in den Magen
| gef�llte; 2. der Magen (Hbr.); 3. dicker Mensch. Eigentlich
| pl�mpel, zu plump geh�rig. Schwedisch und d�nisch plump =
| unf�rmlich, ebenso nhd. [S. 140.]
Nein, nat�rlich nicht, nur ist halt Vorsicht angebracht
> Was sagen Gr�ner/Sedlaczek zu diesem
> konkreten Fall?
Leider nix.
> Ich finde ein �hnliches Wort im "W�rterbuch der schlesischen
> Mundart in Nordb�hmen" von Franz Knothe (Hohenelbe, 1888). Aber
> vielleicht hat es nichts mit Pleampl zu tun.
>
>> /pl�mpel/, der (Br.) = 1. dicke Leberwurst, 2. einf�ltiger
>> Mensch (siehe plempel [mit einem Trema �ber dem ersten e]). [S.
>> 142.]
Solch ein "Pl�mpel" w�rde in den meisten �sterr. Mundarten zu irgendwas
zwischen "Plimpi" und "Pl�mpi" [blomp@] und k�nnte *schon* in weiterer
Folge einem weiteren Wandel richtung [ea] unterliegen.
>> /plempel/ [mit einem Trema �ber dem ersten e] (Gen.?, Rg., Br.,
>> A.), blutplempel (Br.) = dicke Wurst, besonders die in den Magen
>> gef�llte; 2. der Magen (Hbr.); 3. dicker Mensch. Eigentlich
>> pl�mpel, zu plump geh�rig. Schwedisch und d�nisch plump =
>> unf�rmlich, ebenso nhd. [S. 140.]
Und wenn das die Abwandlung in die andere Richtung ist (was immer das
Trema dort bedeuten mag -- es ist mir noch zu fr�h zum Nachschauen!),
k�nnte ein solcher Zusammenhang schon bestehen.
Also eher
Pl�mpel
[plympl]
/ \
[plompL] [plEmpl]
/
[ploEmp@]
/
[blEamp@]
Womit eine Verwandtschaft mit dem "plempel" best�nde, aber keine direkte
Herleitung von dort, weil das n�mlich von den Lauten einfach nicht
getragen wird.
Und dass der Pleampl was mit "(geistig) plump, ungeschlacht" zu tun hat,
steht au�er Zweifel.
> Stephen Hust beliebte zu schreiben :
>> Ich finde ein ᅵhnliches Wort im "Wᅵrterbuch der schlesischen
>> Mundart in Nordbᅵhmen" von Franz Knothe (Hohenelbe, 1888). Aber
>> vielleicht hat es nichts mit Pleampl zu tun.
>>
>>> /plᅵmpel/, der (Br.) = 1. dicke Leberwurst, 2. einfᅵltiger
>>> Mensch (siehe plempel [mit einem Trema ᅵber dem ersten e]). [S.
>>> 142.]
>
> Solch ein "Plᅵmpel" wᅵrde in den meisten ᅵsterr. Mundarten zu irgendwas
> zwischen "Plimpi" und "Plᅵmpi" [blomp@] und kᅵnnte *schon* in weiterer
> Folge einem weiteren Wandel richtung [ea] unterliegen.
Wenn es ein ober- oder niederbayrisches Wirt wᅵre, erschiene mir diese
Herleitung recht plausibel, denn Hochdeutsches "ᅵm" kann durchaus zu
"eam" werden, wie etwa "Blᅵmlein" -> "Bleame".
ᅵber die Lautgesetze ᅵsterreichischer Mundarten kann ich mich jedoch
nicht auslassen.
Irgendwie hat das Netz meine oben mᅵhsam eingefᅵgten "oe"-Ligaturen
gefressen.
> Wenn es ein ober- oder niederbayrisches Wirt wᅵre, erschiene mir diese
> Herleitung recht plausibel, denn Hochdeutsches "ᅵm" kann durchaus zu
> "eam" werden, wie etwa "Blᅵmlein" -> "Bleame".
Sag ich doch: ᅵber ein "-ᅵm-" gangerts auch hierzulande, aber es von
einem "-em-" abzuleiten, erscheint mir gewagt.
> ᅵber die Lautgesetze ᅵsterreichischer Mundarten kann ich mich jedoch
> nicht auslassen.
Die sind nicht wesentlich anders als bei den restlichen bairischen
Mundarten, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen.
> Wenn es ein ober- oder niederbayrisches Wirt w�re, erschiene mir
> diese Herleitung recht plausibel, denn Hochdeutsches "�m" kann
> durchaus zu "eam" werden, wie etwa "Bl�mlein" -> "Bleame".
>
> �ber die Lautgesetze �sterreichischer Mundarten kann ich mich
> jedoch nicht auslassen.
So h�tte ich's intuitiv hergeleitet: Bleampel = Bl�mel(ein) =
ratloser Mensch, mit der Intelligenz von G�nsebl�mchen versehen.
M.
Nein, eine Pleampl ist das, was sich der Chinese vorn in sein
Glundgesetz reinschreibt.
Grüße
Jörg.
--
"Recht hat er, der Dingsbums!"
>
>Sag ich doch: �ber ein "-�m-" gangerts auch hierzulande, aber es von
>einem "-em-" abzuleiten, erscheint mir gewagt.
>
Ein direktes Indiz f�r "Pl�mpel" bietet das Steirische (das sowieso
Spitzenreiter im Quetschen von Vokalen ist, soda� aus einem "gr�n"
leicht ein "grian" wird): dort hei�t es eher "Pliampl".
TH