elaborieren = ex+laborieren (Labor+ier)
pasteurisieren = Pasteur+isier
Konkretisierung = konkretisieren (konkret+isier)+ung
Kommunikation = kommunizieren (kommun+izier)+ation
Anthropomorphismus = anthropomorph (anthrop (Konfix) (Bedeutung:
Mensch)+o+morph (Konfix) (Bedeutung: Form))+ismus
Diese Frage ist also gar nicht so einfach wie die meisten denken. Es
gibt nämlich nicht nur Komposita aus Substantiven, Adjektiven,
Adverbien, usw. Es gibt auch Komposita aus Affixen und den weniger
bekannten Konfixen. Konfixe sind wie Affixe, nur mit dem Unterschied,
dass sie eine lexikalische Bedeutung tragen und Affixe eine
grammatische Funktion ausüben. Weiß jemand von euch, was das längste
Simplex ist? Ich meine meine Frage nicht im sprachhistorischen sondern
strukturellen Sinne. Es mag also beispielsweise sein, dass es sich bei
produzieren um eine Entlehnung von lat. producere oder eng. produce
handelt, allerdings ist das Wort immer noch in das Präfix "pro" und in
das Verb "duzieren" zerlegbar. Nicht mal das Verb "duzieren" ist ein
Simplex. Es ist in das Konfix "dukt" (Bedeutung: führen) und in das
Suffix "ier" zerlegbar.
Das längste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".
Kennt jemand noch ein längeres?
Wo steht da "spazieren" in diesem Kontext?
Richard
> Kennt jemand noch ein l�ngeres?
"Wrdlbrmpft" ist leider k�rzer, - aber vielleicht schreibe ich es
falsch. Didi hilf!
SCNR
Gruss
Walter
> "Wrdlbrmpft" ist leider k�rzer, - aber vielleicht schreibe ich es
> falsch. Didi hilf!
<valentin> Wie man's spricht: Wr - dl - brmft. </valentin>
v"geht nur mit gerolltem r"G
--
"1,5 Milliarden DM damals f�r die DDR. Da sind die noch mal 6 Jahre lang mit
ausgekommen. Mit 17 Millionen Insassen. Da k�nnen Sie mal sehen, wie
ordentlich die da gewirtschaftet haben: das reicht bei der Hypo Real Estate
keine zwei Tage!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
> Weiᅵ jemand von euch, was das lᅵngste Simplex ist? Ich meine meine
> Frage nicht im sprachhistorischen sondern strukturellen Sinne.
Verstehe ich nicht.
> Das lᅵngste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".
Das ist recht transparent aus mehreren Morphemen gebildet:
a(k)-kompagn-ier-en
Altfranzᅵisch: a- + compain + -er
--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
> Es mag also beispielsweise sein, dass es sich bei produzieren um eine
> Entlehnung von lat. producere oder eng. produce handelt, allerdings
> ist das Wort immer noch in das Pr�fix "pro" und in das Verb
> "duzieren" zerlegbar. Nicht mal das Verb "duzieren" ist ein Simplex.
> Es ist in das Konfix "dukt" (Bedeutung: f�hren) und in das Suffix
> "ier" zerlegbar.
>
> Das l�ngste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".
Es mag also beispielsweise sein, dass es sich bei akkompagnieren um eine
Entlehnung von frz. accompagner handelt, allerdings ist das Wort immer
noch in das Pr�fix "ad" und in das Verb "kompagnieren" zerlegbar. Nicht
mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
"kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
--
von Muret ein gugeln guot
mit l�trem v�hen bunde
V. D. HAGEN
> Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
> "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"
abstammendes Pr�fix ist.
vG
--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erh�hen, gef�hrden wir Arbeitspl�tze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die ernst! Also, Herr Sch�uble, wenn Sie das Aus�ben von Anschl�gen
zu sehr erschweren, gef�hrden Sie Arbeitspl�tze in der
Dynamitstangenindustrie!"
Zu "kom": Ja, das stimmt. Vgl. kom-pon-ier-en, kom-plan-ar, kom-bin-
ier-en, kom-mand-ier-en. "kom" ist eine Variante des Präfixes "ko",
die in älteren Bildungen vor b, p und m vorkommt.
Der "compagnon" bzw. "copain" (früher auch: "compain"), ist aus einem
spätlateinischen *"com-pan-io" entwickelt, einer Zusammensetzung mit
der Bedeutung "derjenige, der mit (einem anderen zusammen) Brot hat" =
"der, mit man zusammen sein Brot teilt".
Aber das ist eine historische Aufgliederung, und das war ja wohl nicht
gefragt.
Ch.
Es hat nichts mit diesem Präfix zu tun, denn dieses ist griechisch,
das fragliche Wort stammt aber aus dem Latein. Das a- ist eigentlich
ac- und setzt das lateinische Präfix ad- fort.
> Zu "kom": Ja, das stimmt. Vgl. kom-pon-ier-en, kom-plan-ar, kom-bin-
> ier-en, kom-mand-ier-en. "kom" ist eine Variante des Präfixes "ko",
> die in älteren Bildungen vor b, p und m vorkommt.
Umgekehrt wird ein Schuh draus.
Ch.
Nicht jedes "a-" ist verneinend, hier bedeutet es "hin-".
Gruss
Walter
> > Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
> > "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
>
> MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"
> abstammendes Prᅵfix ist.
In der Tat. Mittelalterliches Latein "companio", Brotgenosse, von
"com-" und "panis", vielleicht eine Lehnᅵbersetzung aus dem
Germanischen (vgl. gotisch "gahlaiba").
Aber wenn es in der deutschen Sprache schon Fremdwörter gibt, kann man
fremde Morpheme, die in deutschen Fremdwörtern auftauchen doch auch
als deutsch ansehen.
> Das längste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".
Das dürfte aus dem Lateinischen stammen und enthält sehr vermutlich gleich
zwei Präfixe "ad" und "cum" aus dem lateinischen, und das Suffix "ieren"
hätte dir hier eigentlich auch auffallen müssen, wenn es dir bei
"produzieren" auffällt.
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Darauf haben mich schon einige hingewiesen. Ich kannte die Variante
ak- des Suffixes a- nicht.* Des Weiteren hat mich -kompagn- an
ChaMPAGNer errinert. "kom" als Präfix ist mir gar nicht aufgefallen,
da ich die Bedeutung des Wortes nicht kannte.
*und nun stellte sich heraus, dass es eine Variante des Suffixes ad-
ist und nicht a-. Das erklärt alles!
> On 19 Nov., 07:10, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:
>> Oliver Cromm wrote:
>>> Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
>>> "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
>>
>> MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"
>> abstammendes Pr�fix ist.
>
> Der "compagnon" bzw. "copain" (fr�her auch: "compain"), ist aus einem
> sp�tlateinischen *"com-pan-io" entwickelt, einer Zusammensetzung mit
> der Bedeutung "derjenige, der mit (einem anderen zusammen) Brot hat" =
> "der, mit man zusammen sein Brot teilt".
>
> Aber das ist eine historische Aufgliederung, und das war ja wohl nicht
> gefragt.
Mit dieser Erw�gung habe ich es auch weggelassen. Wobei die Abgrenzung
wirklich nicht einfach ist. "Kompagn" im Deutschen kann man verteidigen,
denn es gibt (gab?) Kompagnon und Kompagnie, wenn auch nicht wirklich
ein "kompagnieren". Ich w�rde daher eigentlich vorschlagen, ohne
Zwischenstufen so zu zerlegen:
ad + kompa(g)n + ieren
Dasselbe gilt auch f�r "produzieren", denn "duzieren" alleine ist im
Deutschen nicht �blich, also besser gleich:
pro + duc(t) + ieren
Die Zusammensetzung ist jeweils Pr�fix + Konfix + Suffix. Solche
Zusammensetzungen ohne freien Stamm sind im griechisch-lateinischen
Wortschatz nicht selten, sonst schon.
--
die gugel geh�rt seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Darauf haben mich schon einige hingewiesen. Ich kannte die Variante
> ak- des Suffixes a- nicht.* Des Weiteren hat mich -kompagn- an
> ChaMPAGNer errinert.
Der wiederum gehᅵrt zu den vielen Ableitungen von lat. "campus".
> F�r mich ist jeder Text einer fremden Sprache im Deutschen
> ein Simplex, da er im Deutschen nicht weiter in deutsche
> Morpheme zerlegt werden kann.
Oh, da h�tte ich aus dem Ungarischen einiges anzubieten.
chr
> Was ist eigentlich das lᅵngste Simplex?
Mir ist immer noch unklar, wie weit wir bei diesem Spiel Zusammen-
setzungen aus ᅵlteren Sprachstufen oder aus Fremdsprachen zurᅵck-
verfolgen wollen, wenn diese Herkunft sich normalen Sprechern nicht
mehr erschlieᅵt.
Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
Giraffe, Elefant
Dann biete ich Afghanistan.
"-istan" bedeutet ungefähr "Land". Frag mich nicht in welcher
Sprache. Es gibt sogar ein "Helvetistan" (die Weltbankgruppe mit
der Schweiz als Vorsitz).
Gruss
Walter
> "-istan" bedeutet ungef�hr "Land". Frag mich nicht in welcher
> Sprache. Es gibt sogar ein "Helvetistan" (die Weltbankgruppe mit
> der Schweiz als Vorsitz).
So was �hnliches fiel mir auch ein,
aber wieso hei�t Isoldes Typ "Trland"?
vG
Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
einer CD.
Näheres ist mir im Augenblick nicht zugänglich.
Richard
> Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> wrote:
>
>> "-istan" bedeutet ungefähr "Land". Frag mich nicht in welcher
>> Sprache. Es gibt sogar ein "Helvetistan" (die Weltbankgruppe mit
>> der Schweiz als Vorsitz).
>
> So was Ähnliches fiel mir auch ein,
> aber wieso heißt Isoldes Typ "Trland"?
>
Weil er aus Irland kommt. Das hat sich ihm aber keiner ins Gesicht sagen
getraut.
Ciao
Wolfram
--
Ein Blinder kratzt dem Anderen kein Auge aus.
RUDI HEGER
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.
>> >> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> >> Giraffe, Elefant
[...]
> Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.
Auch nicht gut, wie dir die Unausschreibliche erklärt: wenn die Etymologie
auch unklar ist und mehrere mögliche Herkünfte diskutiert werden, so
landest du doch wieder bei kürzeren Komponenten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abrakadabra
> Mein türkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht.
Für die verbohrten Türken gibt es auch keine Türken, das seien Bergtürken,
wurde mir erklärt.
Hab ich schon erwähnt, daß der Türke spinnt? (Allmählich bin ich durch mit
den Nationalitäten.)
Ciao
Wolfram
--
Denken
Als ich einmal dachte, / Dachte ich, ein Schwein zu sein. / Zu sowas führt
das Denken, / Ich ließ es seither sein.
Ich habe doch bereits gesagt, dass ich meine Frage nicht
sprachhistorisch sondern strukturell meine. Gibt es einen
strukturellen Wortbildungsprozess, mit dem man das Wort "Abrakadabra"
bilden kann? Wohl kaum. Also sehe ich das Wort als Simplex an.
> Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.
Das sieht nach einem Beispiel fᅵr Reduplikation aus.
> Am Fri, 20 Nov 2009 13:37:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>
>> Mein t�rkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
>> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht.
>
> F�r die verbohrten T�rken gibt es auch keine [Kurden], das seien Bergt�rken,
> wurde mir erkl�rt.
[Ich hab mal korrigiert]
Das war in dem Fall nicht das Problem, aber das Suffix -istan weckte bei
ihm offenbar weit konkretere Assoziationen als bei mir.
--
gugelgesang, m., m�nchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
Ja freilich, man muß halt was gelernt haben um an einem Argument
teinehmen zu können?
Die Demokratie erfordert auch eine gewisse Kenntnis der Tauglichkeit
der angebotenen Kandidaten die erwünschen politischen Ziele nach der
Wahl weiter anzustreben/anstreben zu können.
Richard
>Mein t�rkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
>"Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht. Es war schwer,
>ihn zu �berzeugen, da� das Wort "Kurdistan" im Deutschen eine Landschaft
>bezeichnet, unabh�ngig vom politischen Status. Als Analog habe ich dann
>das "Rheinland" bem�ht, das kannte er freilich nicht (und Karl May
>nat�rlich schon gar nicht ...).
Rheinland scheint mir kein treffender Vergleich zu sein, da es
nie ein Volk Rheinl�nder oder eine derartige Verwaltungseinheit
gab. Wie w�re es mit Burgund oder Mazedonien?
--
Viele Gr��e
Gerald Fix
> Christian Weisgerber schrieb:
>
>> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> Giraffe, Elefant
>
> Kartoffel (9 Buchstaben)
Mortzatzwentzkrantzkertzenantzünder (6 tz)
mi":-)"ke
Biete 10 mit einem Zweisilber:
Schnorchel
Biete 42 mit einem Einsilber:
Oooooommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm!
mi"Geht auch mit 43, aber man kann's auch übertreiben..."ke
Elefant hat nur zwei Silben: Ele‧fant
Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107 E1).
> Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit
> Fleisch und roten R�ben)
Auf kyrillisch schw�chelt das dann aber doch recht - da sind's nur vier.
Qno
--
Meiner Ansicht nach sind die Jeans sogar die Errungenschaft, mit der
Amerika vorm J�ngsten Gericht Coca-Cola und Hamburger rechtfertigen
kann. (Sergej Lukianenko, �Weltentr�umer�)
Ich als Ukrainer weiß das. Aber als deutsches Wort hat das Wort 10
Buchstaben und wird so gelesen wie es geschrieben wird: Borschtsch
Dagegen sagen die Russen: borschj
Das Wort ist doch zerlegbar: Schlamm-schwein
Diese Regel bedeutet doch nicht, dass E-le-fant zweisilbig ist.
Gruß
Manfred.
> Elefant hat nur zwei Silben: Ele‧fant
> Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
> abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107 E1).
Gleichwohl sind es drei Sprechsilben.
>> Schlammschwein.
>
> Das Wort ist doch zerlegbar: Schlamm-schwein
Oder Schlammsch-Wein. Dessen Attribut allerdings w�re ein hei�er Kandidat.
vG
--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute f�r denselben Job kandidieren, dann
schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oh, eine
Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne Wahl."
(Volker Pispers, "Bis neulich")
> Elefant hat nur zwei Silben: Ele?fant
> Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
> abgetrennt, auch nicht bei Komposita (� 107 E1).
"Elefant" mag nur eine Trennfuge haben, aber er hat MUSEN trotzdem drei
Silben (von denen einen halt nicht abtrennbar ist).
vG
--
"Allein die Chinesen besitzen jetzt schon 1,9 Billionen Dollar amerikanische
Staatsanleihen. Wenn die Chinesen morgen ihr Geld wiederhaben wollen,
k�nnen Sie die Amis alle nackt �bern Zaun h�ngen! Wahrscheinlich ist da
nicht mal mehr n Zaun, wo Sie die dr�berh�ngen k�nnen!"
> Oooooommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm!
Geht auch kürzer: ॐ.
Joachim
Ist das -el nicht eine Diminutivendung?
Wie ist es mit Borschtsch?
Joachim
Ja, das stimmt. Aber das ist doch die englische Transkription.
Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
Borschtsch ist zweifellos unzerlegbar. Ein "Bor" (das Wort hat
verschiedene Bedeutungen, u.a. chemisches Element mit der Ordnungszahl
5, Milium (Gattung)) hat nichts mit Borschtsch zu tun und -schtsch ist
kein Suffix (Bor existiert also auch nicht als unikales Morphem).
> Ivan Panchenko schrieb:
>
>> Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
>
> Schnorchel ist Grimm zufolge mit Schnörkel und Schnirkel verwandt.
>
Hmmm. Wenn der Pfeifer das Wort in das zwanzigste Jahrhundert verlegt hat,
dann müssen die Grimms hier wohl geirrt haben, da es das Wort zu ihrer Zeit
noch gar nicht gab.
<duck und wech>
Joachim
(Kurz zurück: Bis zu welchem Band haben die Grimms eigentlich ihr Wörterbuch
noch selbst bearbeitet?)
> On 22 Nov., 14:15, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
>> Stefan Schmitz (in de.etc.sprache.deutsch):
>>
>> > On 21 Nov., 01:56, Heinz Lohmann <leset...@sofort-mail.de> wrote:
>> >> Christian Weisgerber schrieb:
>>
>> >> >Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> >> >Giraffe, Elefant
>>
>> >> Kartoffel (9 Buchstaben)
>>
>> > Biete 10 mit einem Zweisilber:
>> > Schnorchel
>>
>> Ist das -el nicht eine Diminutivendung?
>>
>> Wie ist es mit Borschtsch?
>>
>> Joachim
>
> Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
Nach Pfeifer ist das Wort eine Neubildung aus dem 20. Jahrhundert, in
Anlehnung an niederdeutsch Schnorgel 'Nase'. (vgl. schnarchen). Das -el
(beim Maskulinum kein Diminutiv) ist eine "Anlehnung an andere
Gerätschaftsbezeichnungen auf -el wie Flügel, Griffel, Schlüssel, Wirbel".
Also wohl sowas wie ein Nasgerät.
Joachim
> Heinz Lohmann <lese...@sofort-mail.de> wrote:
>>
>> Nimm Westfalen als Beispiel, die waren sogar mal ein Königreich und
>> haben/hatten eine eigene Sprache: Westfälisches Niederdeutsch.
>
> Zu der Zeit gehörte allerdings Deine und meine westfälische Heimat
> zunächst zum Großherzogtum Berg und dann zum Königreich Frankreich. In
> der Hauptstadt des Königreichs Westfalen sprach das Volk Hessisch, in
> weiten Teilen des Landes Elbostfälsch. Westfälisch kam nur am Rande vor.
Hessisch wohl im Sinne von Kassel, richtig? Also eher so eine Art
Thüringisch.
Joachim
> > Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit
> > Fleisch und roten Rᅵben)
>
> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).
Wo soll der zweibe Silbenkern sein? bOrschtSCH? *zweifel*
--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
>
> Wieviele Silben hat Krk? Keine?
>
Eine. Das r ist ein syllabisches solches.
Joachim
>Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
Ich krieg das mit einem Mal hin.
Leipzig hat ja ebenfalls nur eine Silbe.
Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL
> On Sun, 22 Nov 2009 22:12:18 +0100, Matthias Opatz <m...@privacy.net>
> wrote:
>
>>Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
>
> Ich krieg das mit einem Mal hin.
> Leipzig hat ja ebenfalls nur eine Silbe.
>
In der Tat, der Sachse hat da einen großen Vorteil. Läpschsch? Oder wie
spricht man das bei euch aus?
Ciao
Wolfram
--
Arbeitgeben ist habseliger denn Arbeitnehmen.
BURCKHARDT GARBE
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> Wolfram Heinrich schrieb:
>
>> Läpschsch? Oder wie
>> spricht man das bei euch aus?
>
> Wahlweise Leiptsch oder Leipzsch.
>
Der Fast-Sachse Nietzsche hat sich also freiwillig Nietzsche genannt statt
Niepzige, was man in seiner Heimat eh wie Nietzsche ausgesprochen hätte.
Ciao
Wolfram
--
Prinzipien beeinflussen auch den angeblich Prinzipientreuen wenig. Wir
reden von unseren Grundsätzen, aber wir handeln nach unseren Interessen.
CHARLES LAMB
>Wolfram Heinrich schrieb:
>
>> Läpschsch? Oder wie
>> spricht man das bei euch aus?
>
>Wahlweise Leiptsch oder Leipzsch.
Bei mir letzteres.
> Wolfram Heinrich schrieb:
>
>> Der Fast-Sachse Nietzsche hat sich also freiwillig Nietzsche genannt statt
>> Niepzige, was man in seiner Heimat eh wie Nietzsche ausgesprochen hätte.
>
> Nietzsche wird in Sachsen Nietsche gesprochen.
>
Überall sonst wohl auch, außer bei Schmocks, die sagen "Nietz-sche".
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, solang man noch keinen Unsichtbaren gesehen hätt,
könnt man nicht sagen, es gäb welche.
> >>> Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch
> >>
> >> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).
> >
> > Wo soll der zweibe Silbenkern sein? bOrschtSCH? *zweifel*
>
> Wieviele Silben hat Krk? Keine?
Liquiden (l, r) und Nasale (m, n) als Silbenkern sind kein Problem,
siehe -el, -em, -en im Deutschen. Slowakisch unterscheidet gar
kurzes und langes l und r im Silbenkern.
> Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
Eine vergleichbare Frage ist, ob man "psst!" oder "pscht!" als
silbisch betrachtet.
>Uwe Schickedanz schrieb:
>> On Matthias Opatz wrote:
>>> Wolfram Heinrich schrieb:
>>>
>>>> Läpschsch? Oder wie
>>>> spricht man das bei euch aus?
>>>
>>> Wahlweise Leiptsch oder Leipzsch.
>>
>> Bei mir letzteres.
>
>Ich hab gerade nochmal bei Albert Kunze, Hans Reimann und Lene Vigt
>nachgeschlagen, die Leipziger scheinen ursprünglich Leipzch zu sagen
>(in Reimannscher Schreibung Leipzj, aber mit j meint er das Ich-ch).
>
>Das Leipzsch haben möglicherweise die Dresdner eingeschleppt.
>
>Leipziger Sachsen können ja auch /ich/ sagen (Dresdner sagen /isch/).
Daraufhin habe ich meine Zunge nochmals hochnotpeinlich befragt - ich
spreche eine Mischung aus ch und sch. Die Aussprache des "ich" zählt
bei mir nicht als Indikator, da ich im Dialekt "iech" spreche.
> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
> einer CD.
Harfenkl�nge oder Seemannsshantys?
Gr��e,
Frank ("Ich will Harrrfenmusik, nicht Hafenmusik!")
> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Am Fri, 20 Nov 2009 13:37:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>>
>>> Mein t�rkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
>>> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht.
>>
>> F�r die verbohrten T�rken gibt es auch keine [Kurden], das seien Bergt�rken,
>> wurde mir erkl�rt.
>
> [Ich hab mal korrigiert]
>
> Das war in dem Fall nicht das Problem, aber das Suffix -istan weckte bei
> ihm offenbar weit konkretere Assoziationen als bei mir.
Aus dem gleichen Grunde m�gen es die Griechen auch nicht, wenn man von
Mazedonien spricht und dabei den Staat in Ex-Jugoslawien meint. Nicht, da�
die Mazedonier im gleichnamigen griechischen Bundesstaat da noch auf dumme
Gedanken kommen...
Gr��e,
Frank
> Joachim Pense <sn...@pense-mainz.eu> wrote:
>
>> Stefan Schmitz (in de.etc.sprache.deutsch):
>>
>>> Biete 10 mit einem Zweisilber:
>>> Schnorchel
>>
>> Ist das -el nicht eine Diminutivendung?
>>
> Wenn nein, wie nennen ihn die Schwaben?
"Schnorchele"? ;-)
Gr��e,
Frank
> Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:
>
>> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
>> einer CD.
>
> Harfenkl�nge oder Seemannsshantys?
Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Platte von R�diger
Oppermann, einem Harfenisten:
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Oppermann
Ich habe schon lange nicht mehr aufgelegte CD "Neues aus Harfistan" im
Schrank.
Das
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
NP: (SWR2) Jazztime - Paarl�ufe
> Frank Hucklenbroich (23.11.2009 15:05):
>
>> Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:
>>
>>> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
>>> einer CD.
>>
>> Harfenkl�nge oder Seemannsshantys?
>
> Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Platte von R�diger
> Oppermann, einem Harfenisten:
> http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Oppermann
"Harfenist" - hier lernt man immer mal wieder neue W�rter. Ich h�tte ihn
"Harfenspieler" genannt ("Harfenmeister" w�re auch nett).
Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani? Und
m��te der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" hei�en?
Gr��e,
Frank
> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani?
Paukist. Orchester-intern "die Pauke".
> Und
> müßte der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" heißen?
Du meinst, weil er das Dirig spielt?
> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani?
Timpanist :)
> Und m��te der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" hei�en?
Nur wenn der Taktstock als Musikinstrument z�hlt.
v"Ist jemand, der Tr�bsal bl�st, ein Tr�bsalist?"G
> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani?
Schlagwerker.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Monday Monday, so good to me!
Ich kann das nicht nachvollziehen. Die Silbentrennung könnte
genausogut El-e-fant erfolgen.
Richard
Stimmt. So um 1988 bei seinem Auftritt im Schloß Hemhofen erworben.
Richard
Timpanist?
Richard
Oder sogar El-ef-ant?
Richard
> Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
> Borschtsch ist zweifellos unzerlegbar. Ein "Bor" (das Wort hat
> verschiedene Bedeutungen, u.a. chemisches Element mit der Ordnungszahl
> 5, Milium (Gattung)) hat nichts mit Borschtsch zu tun und -schtsch ist
> kein Suffix (Bor existiert also auch nicht als unikales Morphem).
Besonders lang ist es aber auch nicht, oder soll etwa eine
umst�ndliche Transkription der Ma�stab sein?
chr
Für meine Ohren ist es eine Silbe.
Christina,
gerade Russisch reaktivierend durch Чебурашка & Co.
Eine. Das r ist sonantisch.
> Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
o.k., auf Deutsch. Aber sprichst Du wirklich
so deutlich? Ich sag Borsch, vielleicht mit
etwas l�ngerem sch als Bosch, aber doch nicht
mit sch+t+sch. Das ist DDR-Schulrussisch, die
Russisch-Muttersprachler sprechen so nicht,
oder hab ich so schlechte Ohren?
(Gleiches gilt f�r das "tch" am Ende von
Infinitiven, das hier in Berlin �fter mal
in Richunt "tsch" geriet, tschitatsch zum
Beispiel, naja.)
chr
> > Wieviele Silben hat Krk? Keine?
>
> Eine. Das r ist sonantisch.
>
> > Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
>
> o.k., auf Deutsch. Aber sprichst Du wirklich
> so deutlich? Ich sag Borsch, vielleicht mit
> etwas längerem sch als Bosch, aber doch nicht
> mit sch+t+sch. Das ist DDR-Schulrussisch, die
> Russisch-Muttersprachler sprechen so nicht,
> oder hab ich so schlechte Ohren?
> (Gleiches gilt für das "tch" am Ende von
> Infinitiven, das hier in Berlin öfter mal
> in Richunt "tsch" geriet, tschitatsch zum
> Beispiel, naja.)
Richunt - anetschlecht. Der Russ.-Unterr. war in der DDR unter aller
Sau. Alltagruss. wurde so gut wie gar nicht gelehrt. Im damals
Leningrag genannten Petripolis wurde ich beauftragt, die in größerer
Zahl angesammelten Pfandflaschen zurückzugeben und dafür Fourage für
die Rückfahrt zu beschaffen. In der Koofhalle äußerte ich zu den darob
höchst verwunderten Mädels: Ya khotshu pokupat' pustiye butylki. Nach
Vorweisen einer leeren Pulle begriff man, verwies mich aber an den
örtlichen Altstoffhandel - Katastrofe.
FR
I will try to answer your questions. It appears to me you have our
two needs confused. We need two things. (1) we need an ethyl-acetate-
based lacquer which we float over our water slurry inside our lamp
while depositing the phosphors by sedimentation. Upon drying, this
lacquer will be about 600nm thick. This is our most critical need. I
have a sample of our current lacquer (which works well) and we would
need your chemist to reverse-engineer this and make us a EU-supplied
replacement for this American product. I am ready to send him a
smaple of the current lacquer, if you can advise me where to send it.
(2) we need to devise a coating for the outside of the lamp which
contains barite particles to absorb the soft-x-ray production. I have
now found two reliable suppliers of the barite particles; but we need
to formulate the coating. The thickness is not yet specified, except
the barite cannot be so thick that the coating is no longer
transparent, or at least translucent.
How can we proceed with this? I am now in trouble with my delays.enge
> Oder sogar El-ef-ant?
L-F-Ant? Nein, im Deutschen trennt man nach Sprechsilben; bei einer
Silbenstruktur El-ef-ant müßte an beiden Trennstellen ein Knacklaut
erlaubt sein; das ist aber nicht so.
Also E-le-fant, wobei man aber die Abtrennung des E- im Schriftlichen
vermeiden sollte. Eine Silbe ist es dennoch.
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.
Ja. Wie ist eigentlich der "offizielle" Stand bei der Trennung von "Elefant"
und "Abend" momentan? Ich habe damals, vor'm Krieg, in der Schule gelernt,
da� einzelne Vokal nicht abgetrennt werden d�rfen ("Abend" war demnach
nicht trennbar).
Die vielgeschm�hte Reform hat dies zun�chst ge�ndert, der f�r unseren
Haushalt angeschaffte Nachreformduden von ca. 1999 erlaubt die
Trennung A-bend jedenfalls explizit.
Jetzt hat mein Sohn allerdings in der Grundschule (4. Klasse) wieder
gelernt, da� die Trennung A-bend falsch ist (mit Merkregel bzgl. einzelnen
Vokalen). Wurde das wieder re-reformiert?
Gru�
Joachim
Ich habe doch hingeschrieben: Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang
oder -ende werden nicht abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107
E1).