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Längstes Simplex

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Ivan Panchenko

unread,
Nov 18, 2009, 7:49:27 AM11/18/09
to
Was ist eigentlich das längste Simplex? Diese Frage habe ich mal
(anonym) in einer Fragenplattform gestellt. Die Antworten waren leider
kein Erfolg. Zum Beispiel:

elaborieren = ex+laborieren (Labor+ier)
pasteurisieren = Pasteur+isier
Konkretisierung = konkretisieren (konkret+isier)+ung
Kommunikation = kommunizieren (kommun+izier)+ation
Anthropomorphismus = anthropomorph (anthrop (Konfix) (Bedeutung:
Mensch)+o+morph (Konfix) (Bedeutung: Form))+ismus

Diese Frage ist also gar nicht so einfach wie die meisten denken. Es
gibt nämlich nicht nur Komposita aus Substantiven, Adjektiven,
Adverbien, usw. Es gibt auch Komposita aus Affixen und den weniger
bekannten Konfixen. Konfixe sind wie Affixe, nur mit dem Unterschied,
dass sie eine lexikalische Bedeutung tragen und Affixe eine
grammatische Funktion ausüben. Weiß jemand von euch, was das längste
Simplex ist? Ich meine meine Frage nicht im sprachhistorischen sondern
strukturellen Sinne. Es mag also beispielsweise sein, dass es sich bei
produzieren um eine Entlehnung von lat. producere oder eng. produce
handelt, allerdings ist das Wort immer noch in das Präfix "pro" und in
das Verb "duzieren" zerlegbar. Nicht mal das Verb "duzieren" ist ein
Simplex. Es ist in das Konfix "dukt" (Bedeutung: führen) und in das
Suffix "ier" zerlegbar.

Das längste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".
Kennt jemand noch ein längeres?

nicked

unread,
Nov 18, 2009, 8:33:05 AM11/18/09
to
On 18 Nov., 12:49, Ivan Panchenko <panchenko.iv...@googlemail.com>
wrote:

Wo steht da "spazieren" in diesem Kontext?

Richard

Walter Schmid

unread,
Nov 18, 2009, 12:30:46 PM11/18/09
to
Ivan Panchenko schrieb:
> Was ist eigentlich das l�ngste Simplex? Diese Frage habe ich mal

> (anonym) in einer Fragenplattform gestellt. Die Antworten waren leider
> kein Erfolg. Zum Beispiel:
>
>
"akkompagnieren".

> Kennt jemand noch ein l�ngeres?

"Wrdlbrmpft" ist leider k�rzer, - aber vielleicht schreibe ich es
falsch. Didi hilf!

SCNR

Gruss

Walter

Volker Gringmuth

unread,
Nov 18, 2009, 3:42:05 PM11/18/09
to
Walter Schmid wrote:

> "Wrdlbrmpft" ist leider k�rzer, - aber vielleicht schreibe ich es
> falsch. Didi hilf!

<valentin> Wie man's spricht: Wr - dl - brmft. </valentin>


v"geht nur mit gerolltem r"G

--
"1,5 Milliarden DM damals f�r die DDR. Da sind die noch mal 6 Jahre lang mit
ausgekommen. Mit 17 Millionen Insassen. Da k�nnen Sie mal sehen, wie
ordentlich die da gewirtschaftet haben: das reicht bei der Hypo Real Estate
keine zwei Tage!" (Volker Pispers, "Bis neulich")

Christian Weisgerber

unread,
Nov 18, 2009, 3:11:58 PM11/18/09
to
Ivan Panchenko <panchen...@googlemail.com> wrote:

> Weiᅵ jemand von euch, was das lᅵngste Simplex ist? Ich meine meine


> Frage nicht im sprachhistorischen sondern strukturellen Sinne.

Verstehe ich nicht.

> Das lᅵngste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".

Das ist recht transparent aus mehreren Morphemen gebildet:
a(k)-kompagn-ier-en

Altfranzᅵisch: a- + compain + -er

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Oliver Cromm

unread,
Nov 18, 2009, 7:02:28 PM11/18/09
to
* Ivan Panchenko <panchen...@googlemail.com> wrote:

> Es mag also beispielsweise sein, dass es sich bei produzieren um eine
> Entlehnung von lat. producere oder eng. produce handelt, allerdings

> ist das Wort immer noch in das Pr�fix "pro" und in das Verb


> "duzieren" zerlegbar. Nicht mal das Verb "duzieren" ist ein Simplex.

> Es ist in das Konfix "dukt" (Bedeutung: f�hren) und in das Suffix
> "ier" zerlegbar.
>
> Das l�ngste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".

Es mag also beispielsweise sein, dass es sich bei akkompagnieren um eine
Entlehnung von frz. accompagner handelt, allerdings ist das Wort immer
noch in das Pr�fix "ad" und in das Verb "kompagnieren" zerlegbar. Nicht
mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
"kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.


--
von Muret ein gugeln guot
mit l�trem v�hen bunde
V. D. HAGEN

Volker Gringmuth

unread,
Nov 19, 2009, 1:10:05 AM11/19/09
to
Oliver Cromm wrote:

> Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
> "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.

MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"
abstammendes Pr�fix ist.


vG

--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erh�hen, gef�hrden wir Arbeitspl�tze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die ernst! Also, Herr Sch�uble, wenn Sie das Aus�ben von Anschl�gen
zu sehr erschweren, gef�hrden Sie Arbeitspl�tze in der
Dynamitstangenindustrie!"

Ivan Panchenko

unread,
Nov 19, 2009, 7:41:54 AM11/19/09
to
Ihr beide (Christian Weisgerber, Oliver Cromm) habt mich überzeugt.
Was hat aber das Wort akkompagnieren (begleiten) mit dem verneinenden
Präfix a- zu tun?

Zu "kom": Ja, das stimmt. Vgl. kom-pon-ier-en, kom-plan-ar, kom-bin-
ier-en, kom-mand-ier-en. "kom" ist eine Variante des Präfixes "ko",
die in älteren Bildungen vor b, p und m vorkommt.

Christian Seidl

unread,
Nov 19, 2009, 8:22:40 AM11/19/09
to
On 19 Nov., 07:10, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:
> Oliver Cromm wrote:
> > Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
> > "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
>
> MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"
> abstammendes Präfix ist.

Der "compagnon" bzw. "copain" (früher auch: "compain"), ist aus einem
spätlateinischen *"com-pan-io" entwickelt, einer Zusammensetzung mit
der Bedeutung "derjenige, der mit (einem anderen zusammen) Brot hat" =
"der, mit man zusammen sein Brot teilt".

Aber das ist eine historische Aufgliederung, und das war ja wohl nicht
gefragt.

Ch.

Christian Seidl

unread,
Nov 19, 2009, 8:25:39 AM11/19/09
to
On 19 Nov., 13:41, Ivan Panchenko <panchenko.iv...@googlemail.com>
wrote:

> Ihr beide (Christian Weisgerber, Oliver Cromm) habt mich überzeugt.
> Was hat aber das Wort akkompagnieren (begleiten) mit dem verneinenden
> Präfix a- zu tun?

Es hat nichts mit diesem Präfix zu tun, denn dieses ist griechisch,
das fragliche Wort stammt aber aus dem Latein. Das a- ist eigentlich
ac- und setzt das lateinische Präfix ad- fort.

> Zu "kom": Ja, das stimmt. Vgl. kom-pon-ier-en, kom-plan-ar, kom-bin-
> ier-en, kom-mand-ier-en. "kom" ist eine Variante des Präfixes "ko",
> die in älteren Bildungen vor b, p und m vorkommt.

Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Ch.

Walter Schmid

unread,
Nov 19, 2009, 8:27:48 AM11/19/09
to
Ivan Panchenko schrieb:

> Ihr beide (Christian Weisgerber, Oliver Cromm) habt mich überzeugt.
> Was hat aber das Wort akkompagnieren (begleiten) mit dem verneinenden
> Präfix a- zu tun?

Nicht jedes "a-" ist verneinend, hier bedeutet es "hin-".

Gruss

Walter

Message has been deleted

Christian Weisgerber

unread,
Nov 19, 2009, 7:28:18 AM11/19/09
to
Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:

> > Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
> > "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
>
> MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"

> abstammendes Prᅵfix ist.

In der Tat. Mittelalterliches Latein "companio", Brotgenosse, von
"com-" und "panis", vielleicht eine Lehnᅵbersetzung aus dem
Germanischen (vgl. gotisch "gahlaiba").

Ivan Panchenko

unread,
Nov 19, 2009, 9:31:46 AM11/19/09
to
On 19 Nov., 14:49, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
> Ivan Panchenko <panchenko.iv...@googlemail.com> writes:
> >Was ist eigentlich das längsteSimplex?
>
>   Für mich ist jeder Text einer fremden Sprache im Deutschen
>   einSimplex, da er im Deutschen nicht weiter in deutsche
>   Morpheme zerlegt werden kann.

Aber wenn es in der deutschen Sprache schon Fremdwörter gibt, kann man
fremde Morpheme, die in deutschen Fremdwörtern auftauchen doch auch
als deutsch ansehen.

Message has been deleted

Diedrich Ehlerding

unread,
Nov 18, 2009, 12:12:23 PM11/18/09
to
Ivan Panchenko meinte:

> Das längste Simplex, das mir eingefallen ist, ist "akkompagnieren".

Das dürfte aus dem Lateinischen stammen und enthält sehr vermutlich gleich
zwei Präfixe "ad" und "cum" aus dem lateinischen, und das Suffix "ieren"
hätte dir hier eigentlich auch auffallen müssen, wenn es dir bei
"produzieren" auffällt.

Diedrich

--
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Ivan Panchenko

unread,
Nov 19, 2009, 12:54:27 PM11/19/09
to
On 18 Nov., 18:12, Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerd...@t-online.de>
wrote:

Darauf haben mich schon einige hingewiesen. Ich kannte die Variante
ak- des Suffixes a- nicht.* Des Weiteren hat mich -kompagn- an
ChaMPAGNer errinert. "kom" als Präfix ist mir gar nicht aufgefallen,
da ich die Bedeutung des Wortes nicht kannte.

*und nun stellte sich heraus, dass es eine Variante des Suffixes ad-
ist und nicht a-. Das erklärt alles!

Oliver Cromm

unread,
Nov 19, 2009, 1:05:17 PM11/19/09
to
* Christian Seidl <se...@indoger.unizh.ch> wrote:

> On 19 Nov., 07:10, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:
>> Oliver Cromm wrote:
>>> Nicht mal das Verb "kompagnieren" ist ein Simplex. Es ist in das Konfix
>>> "kompagn" (Bedeutung: gemeinsam) und in das Suffix "ier" zerlegbar.
>>
>> MUSE fragt sich sogar, ob das "kom" nicht auch ein vom lateinischen "con"

>> abstammendes Pr�fix ist.
>
> Der "compagnon" bzw. "copain" (fr�her auch: "compain"), ist aus einem
> sp�tlateinischen *"com-pan-io" entwickelt, einer Zusammensetzung mit


> der Bedeutung "derjenige, der mit (einem anderen zusammen) Brot hat" =
> "der, mit man zusammen sein Brot teilt".
>
> Aber das ist eine historische Aufgliederung, und das war ja wohl nicht
> gefragt.

Mit dieser Erw�gung habe ich es auch weggelassen. Wobei die Abgrenzung
wirklich nicht einfach ist. "Kompagn" im Deutschen kann man verteidigen,
denn es gibt (gab?) Kompagnon und Kompagnie, wenn auch nicht wirklich
ein "kompagnieren". Ich w�rde daher eigentlich vorschlagen, ohne
Zwischenstufen so zu zerlegen:

ad + kompa(g)n + ieren

Dasselbe gilt auch f�r "produzieren", denn "duzieren" alleine ist im
Deutschen nicht �blich, also besser gleich:

pro + duc(t) + ieren

Die Zusammensetzung ist jeweils Pr�fix + Konfix + Suffix. Solche
Zusammensetzungen ohne freien Stamm sind im griechisch-lateinischen
Wortschatz nicht selten, sonst schon.

--
die gugel geh�rt seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Christian Weisgerber

unread,
Nov 19, 2009, 3:18:19 PM11/19/09
to
Ivan Panchenko <panchen...@googlemail.com> wrote:

> Darauf haben mich schon einige hingewiesen. Ich kannte die Variante
> ak- des Suffixes a- nicht.* Des Weiteren hat mich -kompagn- an
> ChaMPAGNer errinert.

Der wiederum gehᅵrt zu den vielen Ableitungen von lat. "campus".

Christina Kunze

unread,
Nov 19, 2009, 5:20:44 PM11/19/09
to
"Stefan Ram" <r...@zedat.fu-berlin.de> schrieb

> F�r mich ist jeder Text einer fremden Sprache im Deutschen
> ein Simplex, da er im Deutschen nicht weiter in deutsche
> Morpheme zerlegt werden kann.

Oh, da h�tte ich aus dem Ungarischen einiges anzubieten.

chr

Christian Weisgerber

unread,
Nov 19, 2009, 3:29:28 PM11/19/09
to
Ivan Panchenko <panchen...@googlemail.com> wrote:

> Was ist eigentlich das lᅵngste Simplex?

Mir ist immer noch unklar, wie weit wir bei diesem Spiel Zusammen-
setzungen aus ᅵlteren Sprachstufen oder aus Fremdsprachen zurᅵck-
verfolgen wollen, wenn diese Herkunft sich normalen Sprechern nicht
mehr erschlieᅵt.

Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
Giraffe, Elefant

Ivan Panchenko

unread,
Nov 20, 2009, 8:30:32 AM11/20/09
to
> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
> Giraffe, Elefant

Dann biete ich Afghanistan.

Walter Schmid

unread,
Nov 20, 2009, 9:17:41 AM11/20/09
to
Ivan Panchenko schrieb:

>> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> Giraffe, Elefant
>
> Dann biete ich Afghanistan.

"-istan" bedeutet ungefähr "Land". Frag mich nicht in welcher
Sprache. Es gibt sogar ein "Helvetistan" (die Weltbankgruppe mit
der Schweiz als Vorsitz).

Gruss

Walter

Volker Gringmuth

unread,
Nov 20, 2009, 9:22:09 AM11/20/09
to
Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> wrote:

> "-istan" bedeutet ungef�hr "Land". Frag mich nicht in welcher


> Sprache. Es gibt sogar ein "Helvetistan" (die Weltbankgruppe mit
> der Schweiz als Vorsitz).

So was �hnliches fiel mir auch ein,
aber wieso hei�t Isoldes Typ "Trland"?


vG

nicked

unread,
Nov 20, 2009, 10:05:51 AM11/20/09
to

Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
einer CD.
Näheres ist mir im Augenblick nicht zugänglich.

Richard

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 20, 2009, 10:14:38 AM11/20/09
to
Am Fri, 20 Nov 2009 15:22:09 +0100 schrieb Volker Gringmuth:

> Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> wrote:
>
>> "-istan" bedeutet ungefähr "Land". Frag mich nicht in welcher


>> Sprache. Es gibt sogar ein "Helvetistan" (die Weltbankgruppe mit
>> der Schweiz als Vorsitz).
>

> So was Ähnliches fiel mir auch ein,
> aber wieso heißt Isoldes Typ "Trland"?
>
Weil er aus Irland kommt. Das hat sich ihm aber keiner ins Gesicht sagen
getraut.

Ciao
Wolfram
--
Ein Blinder kratzt dem Anderen kein Auge aus.
RUDI HEGER
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Ivan Panchenko

unread,
Nov 20, 2009, 11:04:45 AM11/20/09
to
On 20 Nov., 15:17, Walter Schmid <paulwaltersch...@vtxmail.ch> wrote:
> Ivan Panchenko schrieb:
>
> >> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
> >> Giraffe, Elefant
>
> > Dann biete ich Afghanistan.
>
> "-istan" bedeutet ungefähr "Land".

Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.

Diedrich Ehlerding

unread,
Nov 20, 2009, 12:10:59 PM11/20/09
to
Ivan Panchenko meinte:


>> >> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> >> Giraffe, Elefant

[...]


> Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.

Auch nicht gut, wie dir die Unausschreibliche erklärt: wenn die Etymologie
auch unklar ist und mehrere mögliche Herkünfte diskutiert werden, so
landest du doch wieder bei kürzeren Komponenten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abrakadabra

Message has been deleted

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 20, 2009, 2:34:54 PM11/20/09
to
Am Fri, 20 Nov 2009 13:37:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> Mein türkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht.

Für die verbohrten Türken gibt es auch keine Türken, das seien Bergtürken,
wurde mir erklärt.
Hab ich schon erwähnt, daß der Türke spinnt? (Allmählich bin ich durch mit
den Nationalitäten.)

Ciao
Wolfram
--
Denken
Als ich einmal dachte, / Dachte ich, ein Schwein zu sein. / Zu sowas führt
das Denken, / Ich ließ es seither sein.

Ivan Panchenko

unread,
Nov 20, 2009, 3:38:36 PM11/20/09
to
On 20 Nov., 18:10, Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerd...@t-online.de>
wrote:

> Ivan Panchenko meinte:
>
>
>
> >> >> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
> >> >> Giraffe, Elefant
> [...]
> > Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.
>
> Auch nicht gut, wie dir die Unausschreibliche erklärt: wenn die Etymologie
> auch unklar ist und mehrere mögliche Herkünfte diskutiert werden, so
> landest du doch wieder bei kürzeren Komponenten.

Ich habe doch bereits gesagt, dass ich meine Frage nicht
sprachhistorisch sondern strukturell meine. Gibt es einen
strukturellen Wortbildungsprozess, mit dem man das Wort "Abrakadabra"
bilden kann? Wohl kaum. Also sehe ich das Wort als Simplex an.

Christian Weisgerber

unread,
Nov 20, 2009, 2:54:58 PM11/20/09
to
Ivan Panchenko <panchen...@googlemail.com> wrote:

> Das ist ja noch schwieriger als ich dachte. Dann nehme ich Abrakadabra.

Das sieht nach einem Beispiel fᅵr Reduplikation aus.

Oliver Cromm

unread,
Nov 20, 2009, 6:17:50 PM11/20/09
to
* Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

> Am Fri, 20 Nov 2009 13:37:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>

>> Mein t�rkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von


>> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht.
>

> F�r die verbohrten T�rken gibt es auch keine [Kurden], das seien Bergt�rken,
> wurde mir erkl�rt.

[Ich hab mal korrigiert]

Das war in dem Fall nicht das Problem, aber das Suffix -istan weckte bei
ihm offenbar weit konkretere Assoziationen als bei mir.

--
gugelgesang, m., m�nchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

nicked

unread,
Nov 20, 2009, 6:37:46 PM11/20/09
to
On 20 Nov., 18:37, Oliver Cromm <lispamat...@yahoo.de> wrote:
> Mein türkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht. Es war schwer,
> ihn zu überzeugen, daß das Wort "Kurdistan" im Deutschen eine Landschaft
> bezeichnet, unabhängig vom politischen Status. Als Analog habe ich dann
> das "Rheinland" bemüht, das kannte er freilich nicht (und Karl May
> natürlich schon gar nicht ...).
>
> --
> Software gets slower, faster than hardware gets faster.
>   --Wirth's law

Ja freilich, man muß halt was gelernt haben um an einem Argument
teinehmen zu können?
Die Demokratie erfordert auch eine gewisse Kenntnis der Tauglichkeit
der angebotenen Kandidaten die erwünschen politischen Ziele nach der
Wahl weiter anzustreben/anstreben zu können.

Richard

Message has been deleted

Gerald Fix

unread,
Nov 21, 2009, 1:25:37 AM11/21/09
to
On Fri, 20 Nov 2009 13:37:41 -0500, Oliver Cromm
<lispa...@yahoo.de> wrote:

>Mein t�rkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von


>"Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht. Es war schwer,

>ihn zu �berzeugen, da� das Wort "Kurdistan" im Deutschen eine Landschaft
>bezeichnet, unabh�ngig vom politischen Status. Als Analog habe ich dann
>das "Rheinland" bem�ht, das kannte er freilich nicht (und Karl May
>nat�rlich schon gar nicht ...).

Rheinland scheint mir kein treffender Vergleich zu sein, da es
nie ein Volk Rheinl�nder oder eine derartige Verwaltungseinheit
gab. Wie w�re es mit Burgund oder Mazedonien?


--
Viele Gr��e
Gerald Fix

Message has been deleted

Michael Schumacher

unread,
Nov 21, 2009, 11:25:14 AM11/21/09
to
Heinz Lohmann wrote:

> Christian Weisgerber schrieb:


>
>> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> Giraffe, Elefant
>

> Kartoffel (9 Buchstaben)

Mortzatzwentzkrantzkertzenantzünder (6 tz)


mi":-)"ke

Stefan Schmitz

unread,
Nov 21, 2009, 3:31:28 PM11/21/09
to
On 21 Nov., 01:56, Heinz Lohmann <leset...@sofort-mail.de> wrote:
> Christian Weisgerber schrieb:

>
> >Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
> >Giraffe, Elefant
>
> Kartoffel (9 Buchstaben)

Biete 10 mit einem Zweisilber:
Schnorchel

Michael Schumacher

unread,
Nov 21, 2009, 4:58:51 PM11/21/09
to
Stefan Schmitz wrote:

Biete 42 mit einem Einsilber:
Oooooommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm!


mi"Geht auch mit 43, aber man kann's auch übertreiben..."ke

Ivan Panchenko

unread,
Nov 22, 2009, 3:43:37 AM11/22/09
to
On 19 Nov., 21:29, na...@mips.inka.de (Christian Weisgerber) wrote:
> Ivan Panchenko <panchenko.iv...@googlemail.com> wrote:
> > Was ist eigentlich das längsteSimplex?

> Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
> Giraffe, Elefant

Elefant hat nur zwei Silben: Ele‧fant
Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107 E1).

Ivan Panchenko

unread,
Nov 22, 2009, 4:07:07 AM11/22/09
to
Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit
Fleisch und roten Rüben)

Holger Kunadt

unread,
Nov 22, 2009, 4:28:36 AM11/22/09
to
Ivan Panchenko schrieb:

> Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit

> Fleisch und roten R�ben)

Auf kyrillisch schw�chelt das dann aber doch recht - da sind's nur vier.

Qno

--
Meiner Ansicht nach sind die Jeans sogar die Errungenschaft, mit der
Amerika vorm J�ngsten Gericht Coca-Cola und Hamburger rechtfertigen
kann. (Sergej Lukianenko, �Weltentr�umer�)

Message has been deleted
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Ivan Panchenko

unread,
Nov 22, 2009, 4:45:22 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 10:41, Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
> Ivan Panchenko schrieb:

>
> > Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit
> > Fleisch und roten Rüben)
>
> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).
>
> Der Russe schreibt dasselbe Wort übrigens in ganzen vier Lettern: борщ.

Ich als Ukrainer weiß das. Aber als deutsches Wort hat das Wort 10
Buchstaben und wird so gelesen wie es geschrieben wird: Borschtsch
Dagegen sagen die Russen: borschj

Ivan Panchenko

unread,
Nov 22, 2009, 4:49:33 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 10:37, Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
> Stefan Schmitz schrieb:

>
> > Biete 10 mit einem Zweisilber:
> > Schnorchel
>
> Schlammschwein.

Das Wort ist doch zerlegbar: Schlamm-schwein

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Manfred Hoß

unread,
Nov 22, 2009, 6:34:23 AM11/22/09
to

Diese Regel bedeutet doch nicht, dass E-le-fant zweisilbig ist.

Gruß
Manfred.

Diedrich Ehlerding

unread,
Nov 22, 2009, 7:16:20 AM11/22/09
to
Ivan Panchenko meinte:

> Elefant hat nur zwei Silben: Ele‧fant
> Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
> abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107 E1).

Gleichwohl sind es drei Sprechsilben.

Volker Gringmuth

unread,
Nov 22, 2009, 7:49:19 AM11/22/09
to
Ivan Panchenko wrote:

>> Schlammschwein.
>
> Das Wort ist doch zerlegbar: Schlamm-schwein

Oder Schlammsch-Wein. Dessen Attribut allerdings w�re ein hei�er Kandidat.


vG

--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute f�r denselben Job kandidieren, dann
schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oh, eine
Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne Wahl."
(Volker Pispers, "Bis neulich")

Volker Gringmuth

unread,
Nov 22, 2009, 7:50:16 AM11/22/09
to
Ivan Panchenko wrote:

> Elefant hat nur zwei Silben: Ele?fant


> Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
> abgetrennt, auch nicht bei Komposita (� 107 E1).

"Elefant" mag nur eine Trennfuge haben, aber er hat MUSEN trotzdem drei
Silben (von denen einen halt nicht abtrennbar ist).


vG

--
"Allein die Chinesen besitzen jetzt schon 1,9 Billionen Dollar amerikanische
Staatsanleihen. Wenn die Chinesen morgen ihr Geld wiederhaben wollen,
k�nnen Sie die Amis alle nackt �bern Zaun h�ngen! Wahrscheinlich ist da
nicht mal mehr n Zaun, wo Sie die dr�berh�ngen k�nnen!"

Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 8:10:40 AM11/22/09
to
Michael Schumacher (in de.etc.sprache.deutsch):

> Oooooommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm!

Geht auch kürzer: ॐ.

Joachim

Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 8:15:56 AM11/22/09
to
Stefan Schmitz (in de.etc.sprache.deutsch):

Ist das -el nicht eine Diminutivendung?

Wie ist es mit Borschtsch?

Joachim

Ivan Panchenko

unread,
Nov 22, 2009, 8:31:42 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 10:56, Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
> Ivan Panchenko schrieb:
>
> > Matthias Opatz wrote:
> >> Ivan Panchenko schrieb:
> >>> Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit
> >>> Fleisch und roten Rüben)
>
> >> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).
>
> >> Der Russe schreibt dasselbe Wort übrigens in ganzen vier Lettern: борщ.
>
> > Ich als Ukrainer weiß das. Aber als deutsches Wort hat das Wort 10
> > Buchstaben und wird so gelesen wie es geschrieben wird: Borschtsch
>
>                                         ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
>
> Aber nicht nach den Regeln, nach denen dein Name transkribiert ist.
>
> Nach denen vermutlich Borshch oder so. ;)
>
> Matthias
>
> --
> Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
> Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen.        Prof. Galletti
> Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti?   ==>   <http://www.galletti.de/>
> == Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Ja, das stimmt. Aber das ist doch die englische Transkription.

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Ivan Panchenko

unread,
Nov 22, 2009, 8:50:02 AM11/22/09
to

Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
Borschtsch ist zweifellos unzerlegbar. Ein "Bor" (das Wort hat
verschiedene Bedeutungen, u.a. chemisches Element mit der Ordnungszahl
5, Milium (Gattung)) hat nichts mit Borschtsch zu tun und -schtsch ist
kein Suffix (Bor existiert also auch nicht als unikales Morphem).

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Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 10:28:33 AM11/22/09
to
Matthias Opatz (in de.etc.sprache.deutsch):

> Ivan Panchenko schrieb:


>
>> Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
>

> Schnorchel ist Grimm zufolge mit Schnörkel und Schnirkel verwandt.
>

Hmmm. Wenn der Pfeifer das Wort in das zwanzigste Jahrhundert verlegt hat,
dann müssen die Grimms hier wohl geirrt haben, da es das Wort zu ihrer Zeit
noch gar nicht gab.

<duck und wech>

Joachim

(Kurz zurück: Bis zu welchem Band haben die Grimms eigentlich ihr Wörterbuch
noch selbst bearbeitet?)

Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 10:26:33 AM11/22/09
to
Ivan Panchenko (in de.etc.sprache.deutsch):

> On 22 Nov., 14:15, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
>> Stefan Schmitz (in de.etc.sprache.deutsch):
>>
>> > On 21 Nov., 01:56, Heinz Lohmann <leset...@sofort-mail.de> wrote:
>> >> Christian Weisgerber schrieb:
>>
>> >> >Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
>> >> >Giraffe, Elefant
>>
>> >> Kartoffel (9 Buchstaben)
>>
>> > Biete 10 mit einem Zweisilber:
>> > Schnorchel
>>
>> Ist das -el nicht eine Diminutivendung?
>>
>> Wie ist es mit Borschtsch?
>>
>> Joachim
>
> Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?

Nach Pfeifer ist das Wort eine Neubildung aus dem 20. Jahrhundert, in
Anlehnung an niederdeutsch Schnorgel 'Nase'. (vgl. schnarchen). Das -el
(beim Maskulinum kein Diminutiv) ist eine "Anlehnung an andere
Gerätschaftsbezeichnungen auf -el wie Flügel, Griffel, Schlüssel, Wirbel".

Also wohl sowas wie ein Nasgerät.

Joachim

Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 10:29:40 AM11/22/09
to
Ralf Heinrich Arning (in de.etc.sprache.deutsch):

> Heinz Lohmann <lese...@sofort-mail.de> wrote:
>>
>> Nimm Westfalen als Beispiel, die waren sogar mal ein Königreich und
>> haben/hatten eine eigene Sprache: Westfälisches Niederdeutsch.
>
> Zu der Zeit gehörte allerdings Deine und meine westfälische Heimat
> zunächst zum Großherzogtum Berg und dann zum Königreich Frankreich. In
> der Hauptstadt des Königreichs Westfalen sprach das Volk Hessisch, in
> weiten Teilen des Landes Elbostfälsch. Westfälisch kam nur am Rande vor.

Hessisch wohl im Sinne von Kassel, richtig? Also eher so eine Art
Thüringisch.

Joachim

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Christian Weisgerber

unread,
Nov 22, 2009, 10:59:43 AM11/22/09
to
Matthias Opatz <GROSSBUCHSTABE...@online.de> wrote:

> > Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit

> > Fleisch und roten Rᅵben)


>
> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).

Wo soll der zweibe Silbenkern sein? bOrschtSCH? *zweifel*

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

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Joachim Pense

unread,
Nov 22, 2009, 4:24:03 PM11/22/09
to
Matthias Opatz (in de.etc.sprache.deutsch):

>
> Wieviele Silben hat Krk? Keine?
>

Eine. Das r ist ein syllabisches solches.

Joachim

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 22, 2009, 4:49:08 PM11/22/09
to
On Sun, 22 Nov 2009 22:12:18 +0100, Matthias Opatz <m...@privacy.net>
wrote:

>Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.

Ich krieg das mit einem Mal hin.
Leipzig hat ja ebenfalls nur eine Silbe.

Gruß Uwe

--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL

Wolfram Heinrich

unread,
Nov 22, 2009, 5:00:07 PM11/22/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 22:49:08 +0100 schrieb Uwe Schickedanz:

> On Sun, 22 Nov 2009 22:12:18 +0100, Matthias Opatz <m...@privacy.net>
> wrote:
>
>>Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
>
> Ich krieg das mit einem Mal hin.
> Leipzig hat ja ebenfalls nur eine Silbe.
>

In der Tat, der Sachse hat da einen großen Vorteil. Läpschsch? Oder wie
spricht man das bei euch aus?

Ciao
Wolfram
--
Arbeitgeben ist habseliger denn Arbeitnehmen.
BURCKHARDT GARBE
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

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Wolfram Heinrich

unread,
Nov 22, 2009, 5:08:18 PM11/22/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 23:06:58 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> Wolfram Heinrich schrieb:


>
>> Läpschsch? Oder wie
>> spricht man das bei euch aus?
>

> Wahlweise Leiptsch oder Leipzsch.
>
Der Fast-Sachse Nietzsche hat sich also freiwillig Nietzsche genannt statt
Niepzige, was man in seiner Heimat eh wie Nietzsche ausgesprochen hätte.

Ciao
Wolfram
--
Prinzipien beeinflussen auch den angeblich Prinzipientreuen wenig. Wir
reden von unseren Grundsätzen, aber wir handeln nach unseren Interessen.
CHARLES LAMB

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Uwe Schickedanz

unread,
Nov 22, 2009, 5:21:40 PM11/22/09
to
On Sun, 22 Nov 2009 23:06:58 +0100, Matthias Opatz <m...@privacy.net>
wrote:

>Wolfram Heinrich schrieb:


>
>> Läpschsch? Oder wie
>> spricht man das bei euch aus?
>

>Wahlweise Leiptsch oder Leipzsch.

Bei mir letzteres.

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Wolfram Heinrich

unread,
Nov 22, 2009, 6:22:58 PM11/22/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 23:16:40 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> Wolfram Heinrich schrieb:
>

>> Der Fast-Sachse Nietzsche hat sich also freiwillig Nietzsche genannt statt
>> Niepzige, was man in seiner Heimat eh wie Nietzsche ausgesprochen hätte.
>

> Nietzsche wird in Sachsen Nietsche gesprochen.
>
Überall sonst wohl auch, außer bei Schmocks, die sagen "Nietz-sche".

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, solang man noch keinen Unsichtbaren gesehen hätt,
könnt man nicht sagen, es gäb welche.

Christian Weisgerber

unread,
Nov 22, 2009, 6:04:37 PM11/22/09
to
Matthias Opatz <GROSSBUCHSTABE...@online.de> wrote:

> >>> Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch
> >>

> >> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).
> >
> > Wo soll der zweibe Silbenkern sein? bOrschtSCH? *zweifel*
>

> Wieviele Silben hat Krk? Keine?

Liquiden (l, r) und Nasale (m, n) als Silbenkern sind kein Problem,
siehe -el, -em, -en im Deutschen. Slowakisch unterscheidet gar
kurzes und langes l und r im Silbenkern.

> Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.

Eine vergleichbare Frage ist, ob man "psst!" oder "pscht!" als
silbisch betrachtet.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 23, 2009, 8:44:16 AM11/23/09
to
On Sun, 22 Nov 2009 23:45:00 +0100, Matthias Opatz <m...@privacy.net>
wrote:

>Uwe Schickedanz schrieb:


>> On Matthias Opatz wrote:
>>> Wolfram Heinrich schrieb:
>>>
>>>> Läpschsch? Oder wie
>>>> spricht man das bei euch aus?
>>>
>>> Wahlweise Leiptsch oder Leipzsch.
>>
>> Bei mir letzteres.
>

>Ich hab gerade nochmal bei Albert Kunze, Hans Reimann und Lene Vigt
>nachgeschlagen, die Leipziger scheinen ursprünglich Leipzch zu sagen
>(in Reimannscher Schreibung Leipzj, aber mit j meint er das Ich-ch).
>
>Das Leipzsch haben möglicherweise die Dresdner eingeschleppt.
>
>Leipziger Sachsen können ja auch /ich/ sagen (Dresdner sagen /isch/).

Daraufhin habe ich meine Zunge nochmals hochnotpeinlich befragt - ich
spreche eine Mischung aus ch und sch. Die Aussprache des "ich" zählt
bei mir nicht als Indikator, da ich im Dialekt "iech" spreche.

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 23, 2009, 9:05:12 AM11/23/09
to
Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:

> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
> einer CD.

Harfenkl�nge oder Seemannsshantys?

Gr��e,

Frank ("Ich will Harrrfenmusik, nicht Hafenmusik!")

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 23, 2009, 9:07:34 AM11/23/09
to
Am Fri, 20 Nov 2009 18:17:50 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Am Fri, 20 Nov 2009 13:37:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>>
>>> Mein t�rkischer Nachbar hat sich mal ziemlich erregt, weil ich von
>>> "Kurdistan" gesprochen habe - so ein Land gebe es nicht.
>>
>> F�r die verbohrten T�rken gibt es auch keine [Kurden], das seien Bergt�rken,
>> wurde mir erkl�rt.
>
> [Ich hab mal korrigiert]
>
> Das war in dem Fall nicht das Problem, aber das Suffix -istan weckte bei
> ihm offenbar weit konkretere Assoziationen als bei mir.

Aus dem gleichen Grunde m�gen es die Griechen auch nicht, wenn man von
Mazedonien spricht und dabei den Staat in Ex-Jugoslawien meint. Nicht, da�
die Mazedonier im gleichnamigen griechischen Bundesstaat da noch auf dumme
Gedanken kommen...

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 23, 2009, 9:09:42 AM11/23/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 15:29:53 +0100 schrieb Ralf Heinrich Arning:

> Joachim Pense <sn...@pense-mainz.eu> wrote:
>
>> Stefan Schmitz (in de.etc.sprache.deutsch):
>>

>>> Biete 10 mit einem Zweisilber:
>>> Schnorchel
>>
>> Ist das -el nicht eine Diminutivendung?
>>

> Wenn nein, wie nennen ihn die Schwaben?

"Schnorchele"? ;-)

Gr��e,

Frank

Dieter Bruegmann

unread,
Nov 23, 2009, 9:24:20 AM11/23/09
to
Frank Hucklenbroich (23.11.2009 15:05):

> Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:
>
>> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
>> einer CD.
>
> Harfenkl�nge oder Seemannsshantys?

Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Platte von R�diger
Oppermann, einem Harfenisten:
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Oppermann

Ich habe schon lange nicht mehr aufgelegte CD "Neues aus Harfistan" im
Schrank.


Das

Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: (SWR2) Jazztime - Paarl�ufe

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 23, 2009, 10:37:45 AM11/23/09
to
Am Mon, 23 Nov 2009 15:24:20 +0100 schrieb Dieter Bruegmann:

> Frank Hucklenbroich (23.11.2009 15:05):
>
>> Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:
>>
>>> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
>>> einer CD.
>>
>> Harfenkl�nge oder Seemannsshantys?
>
> Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Platte von R�diger
> Oppermann, einem Harfenisten:
> http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Oppermann

"Harfenist" - hier lernt man immer mal wieder neue W�rter. Ich h�tte ihn
"Harfenspieler" genannt ("Harfenmeister" w�re auch nett).

Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani? Und
m��te der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" hei�en?

Gr��e,

Frank

Lothar Frings

unread,
Nov 23, 2009, 10:44:29 AM11/23/09
to
Frank Hucklenbroich tat kund:

> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani?

Paukist. Orchester-intern "die Pauke".

> Und
> müßte der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" heißen?

Du meinst, weil er das Dirig spielt?

Volker Gringmuth

unread,
Nov 23, 2009, 10:54:13 AM11/23/09
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:

> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani?

Timpanist :)

> Und m��te der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" hei�en?

Nur wenn der Taktstock als Musikinstrument z�hlt.


v"Ist jemand, der Tr�bsal bl�st, ein Tr�bsalist?"G

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Dieter Bruegmann

unread,
Nov 23, 2009, 12:32:25 PM11/23/09
to
Frank Hucklenbroich (23.11.2009 16:37):

> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani?

Schlagwerker.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

Monday Monday, so good to me!

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nicked

unread,
Nov 23, 2009, 4:10:17 PM11/23/09
to
On 22 Nov., 08:43, Ivan Panchenko <panchenko.iv...@googlemail.com>
wrote:
> On 19 Nov., 21:29, na...@mips.inka.de (Christian Weisgerber) wrote:
>
> > Ivan Panchenko <panchenko.iv...@googlemail.com> wrote:
> > > Was ist eigentlich das längsteSimplex?
> > Um mal mit irgendwas anzufangen, biete ich Dreisilber:
> > Giraffe, Elefant
>
> Elefant hat nur zwei Silben: Ele‧fant
> Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder -ende werden nicht
> abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107 E1).

Ich kann das nicht nachvollziehen. Die Silbentrennung könnte
genausogut El-e-fant erfolgen.

Richard

nicked

unread,
Nov 23, 2009, 4:18:31 PM11/23/09
to
On 23 Nov., 14:24, Dieter Bruegmann <dieterbruegm...@gmx.net> wrote:
> Frank Hucklenbroich (23.11.2009 15:05):
>
> > Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:
>
> >> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
> >> einer CD.
>
> > Harfenklänge oder Seemannsshantys?
>
> Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Platte von Rüdiger

> Oppermann, einem Harfenisten:http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Oppermann
>
> Ich habe schon lange nicht mehr aufgelegte CD "Neues aus Harfistan" im
> Schrank.
>
> Das
>
> Da Didi
> --
> Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin)            http://didispandau.de
>
>                    NP: (SWR2) Jazztime - Paarläufe

Stimmt. So um 1988 bei seinem Auftritt im Schloß Hemhofen erworben.

Richard

nicked

unread,
Nov 23, 2009, 4:19:24 PM11/23/09
to
On 23 Nov., 15:37, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
wrote:

> Am Mon, 23 Nov 2009 15:24:20 +0100 schrieb Dieter Bruegmann:
>
> > Frank Hucklenbroich (23.11.2009 15:05):
>
> >> Am Fri, 20 Nov 2009 07:05:51 -0800 (PST) schrieb nicked:
>
> >>> Mir ist mal "Music aus Harfistan" vor Augen gekommen und zwar auf
> >>> einer CD.
>
> >> Harfenklänge oder Seemannsshantys?
>
> > Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Platte von Rüdiger

> > Oppermann, einem Harfenisten:
> >http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Oppermann
>
> "Harfenist" - hier lernt man immer mal wieder neue Wörter. Ich hätte ihn
> "Harfenspieler" genannt ("Harfenmeister" wäre auch nett).

>
> Wie nennt man eigentlich denjenigen an der Pauke? Paukist? Paukistani? Und
> müßte der mit dem Taktstock dann nicht konsequenterweise "Dirigist" heißen?
>
> Grüße,
>
> Frank

Timpanist?

Richard

nicked

unread,
Nov 23, 2009, 4:21:06 PM11/23/09
to

Oder sogar El-ef-ant?

Richard

Christina Kunze

unread,
Nov 23, 2009, 5:20:27 PM11/23/09
to
"Ivan Panchenko" <panchen...@googlemail.com> schrieb

> Gibt es etwa einen Schnorch? Wenn ja: Was bedeutet das Wort?
> Borschtsch ist zweifellos unzerlegbar. Ein "Bor" (das Wort hat
> verschiedene Bedeutungen, u.a. chemisches Element mit der Ordnungszahl
> 5, Milium (Gattung)) hat nichts mit Borschtsch zu tun und -schtsch ist
> kein Suffix (Bor existiert also auch nicht als unikales Morphem).

Besonders lang ist es aber auch nicht, oder soll etwa eine
umst�ndliche Transkription der Ma�stab sein?

chr

Christina Kunze

unread,
Nov 23, 2009, 5:25:00 PM11/23/09
to
"Matthias Opatz" <m...@privacy.net> schrieb
> Ivan Panchenko schrieb:
>
>> Ich biete 10 mit einem Einsilber: Borschtsch (russische Kohlsuppe mit
>> Fleisch und roten Rüben)

>
> Sprechsilben sind es aber eigentlich zwei (anderthalb?).

Für meine Ohren ist es eine Silbe.

Christina,
gerade Russisch reaktivierend durch Чебурашка & Co.

Christina Kunze

unread,
Nov 23, 2009, 5:33:21 PM11/23/09
to
"Matthias Opatz" <m...@privacy.net> schrieb

>
> Wieviele Silben hat Krk? Keine?

Eine. Das r ist sonantisch.

> Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.

o.k., auf Deutsch. Aber sprichst Du wirklich
so deutlich? Ich sag Borsch, vielleicht mit
etwas l�ngerem sch als Bosch, aber doch nicht
mit sch+t+sch. Das ist DDR-Schulrussisch, die
Russisch-Muttersprachler sprechen so nicht,
oder hab ich so schlechte Ohren?
(Gleiches gilt f�r das "tch" am Ende von
Infinitiven, das hier in Berlin �fter mal
in Richunt "tsch" geriet, tschitatsch zum
Beispiel, naja.)

chr

Christina Kunze

unread,
Nov 23, 2009, 5:35:25 PM11/23/09
to
"nicked" <ral...@hotmail.com> schrieb
>
>Oder sogar El-ef-ant?
>
LFant

chr

Florian Ritter

unread,
Nov 23, 2009, 6:10:52 PM11/23/09
to
On 23 Nov., 23:33, "Christina Kunze" <k...@revesz.de> wrote:

> > Wieviele Silben hat Krk? Keine?
>
> Eine. Das r ist sonantisch.
>
> > Ich setzte nach Borsch neu an, zum tsch.
>
> o.k., auf Deutsch. Aber sprichst Du wirklich
> so deutlich? Ich sag Borsch, vielleicht mit

> etwas längerem sch als Bosch, aber doch nicht


> mit sch+t+sch. Das ist DDR-Schulrussisch, die
> Russisch-Muttersprachler sprechen so nicht,
> oder hab ich so schlechte Ohren?

> (Gleiches gilt für das "tch" am Ende von
> Infinitiven, das hier in Berlin öfter mal


> in Richunt "tsch" geriet, tschitatsch zum
> Beispiel, naja.)

Richunt - anetschlecht. Der Russ.-Unterr. war in der DDR unter aller
Sau. Alltagruss. wurde so gut wie gar nicht gelehrt. Im damals
Leningrag genannten Petripolis wurde ich beauftragt, die in größerer
Zahl angesammelten Pfandflaschen zurückzugeben und dafür Fourage für
die Rückfahrt zu beschaffen. In der Koofhalle äußerte ich zu den darob
höchst verwunderten Mädels: Ya khotshu pokupat' pustiye butylki. Nach
Vorweisen einer leeren Pulle begriff man, verwies mich aber an den
örtlichen Altstoffhandel - Katastrofe.

FR

I will try to answer your questions. It appears to me you have our
two needs confused. We need two things. (1) we need an ethyl-acetate-
based lacquer which we float over our water slurry inside our lamp
while depositing the phosphors by sedimentation. Upon drying, this
lacquer will be about 600nm thick. This is our most critical need. I
have a sample of our current lacquer (which works well) and we would
need your chemist to reverse-engineer this and make us a EU-supplied
replacement for this American product. I am ready to send him a
smaple of the current lacquer, if you can advise me where to send it.
(2) we need to devise a coating for the outside of the lamp which
contains barite particles to absorb the soft-x-ray production. I have
now found two reliable suppliers of the barite particles; but we need
to formulate the coating. The thickness is not yet specified, except
the barite cannot be so thick that the coating is no longer
transparent, or at least translucent.

How can we proceed with this? I am now in trouble with my delays.enge

Oliver Cromm

unread,
Nov 23, 2009, 6:14:12 PM11/23/09
to
* nicked <ral...@hotmail.com> wrote:

> Oder sogar El-ef-ant?

L-F-Ant? Nein, im Deutschen trennt man nach Sprechsilben; bei einer
Silbenstruktur El-ef-ant müßte an beiden Trennstellen ein Knacklaut
erlaubt sein; das ist aber nicht so.

Also E-le-fant, wobei man aber die Abtrennung des E- im Schriftlichen
vermeiden sollte. Eine Silbe ist es dennoch.

--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.

Joachim Parsch

unread,
Nov 24, 2009, 3:57:39 AM11/24/09
to
Oliver Cromm schrieb:

> Also E-le-fant, wobei man aber die Abtrennung des E- im Schriftlichen
> vermeiden sollte. Eine Silbe ist es dennoch.

Ja. Wie ist eigentlich der "offizielle" Stand bei der Trennung von "Elefant"
und "Abend" momentan? Ich habe damals, vor'm Krieg, in der Schule gelernt,
da� einzelne Vokal nicht abgetrennt werden d�rfen ("Abend" war demnach
nicht trennbar).

Die vielgeschm�hte Reform hat dies zun�chst ge�ndert, der f�r unseren
Haushalt angeschaffte Nachreformduden von ca. 1999 erlaubt die
Trennung A-bend jedenfalls explizit.

Jetzt hat mein Sohn allerdings in der Grundschule (4. Klasse) wieder
gelernt, da� die Trennung A-bend falsch ist (mit Merkregel bzgl. einzelnen
Vokalen). Wurde das wieder re-reformiert?

Gru�
Joachim

Ivan Panchenko

unread,
Nov 24, 2009, 5:49:57 AM11/24/09
to
On 24 Nov., 09:57, Joachim Parsch <s...@bunuel.franken.de> wrote:
> Oliver Cromm schrieb:
>
> > Also E-le-fant, wobei man aber die Abtrennung des E- im Schriftlichen
> > vermeiden sollte. Eine Silbe ist es dennoch.
>
> Ja. Wie ist eigentlich der "offizielle" Stand bei der Trennung von "Elefant"
> und "Abend" momentan? Ich habe damals, vor'm Krieg, in der Schule gelernt,
> daß einzelne Vokal nicht abgetrennt werden dürfen ("Abend" war demnach
> nicht trennbar).
>
> Die vielgeschmähte Reform hat dies zunächst geändert, der für unseren

> Haushalt angeschaffte Nachreformduden von ca. 1999 erlaubt die
> Trennung A-bend jedenfalls explizit.
>
> Jetzt hat mein Sohn allerdings in der Grundschule (4. Klasse) wieder
> gelernt, daß die Trennung A-bend falsch ist (mit Merkregel bzgl. einzelnen

> Vokalen). Wurde das wieder re-reformiert?
>
> Gruß
> Joachim

Ich habe doch hingeschrieben: Einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang


oder -ende werden nicht abgetrennt, auch nicht bei Komposita (§ 107
E1).

http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/rechtschreibung/

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