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ph und f

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Andreas Karrer

unread,
May 23, 2013, 4:12:10 AM5/23/13
to

Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander. Im
Franz�sischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug. Ich hatte
mir immer vorgestellt, dass das irgendwas mit "Hand" zu tun haben muss.

Aber nein: es ist nicht ein Skap-hander, sondern ein Skaph-ander. Das
ph ist ein f. Ist ja eh klar, jedenfalls f�r die 0.1% meiner
Generation, die in der Schule Griechisch hatten.

Dieses Problem ist mir schon mal bei den Sepharden und auch bei Sappho
untergekommen, beides W�rter, die ich aus der geschriebenen Sprache
kannte, lange bevor ich sie geh�rt habe. Bei "sephardisch" ist
ein griechisches ph mMn nicht naheliegend.

Die Italiener habens besser: Scafandro, Saffo, Sefarditi.

Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
Morfium, Profet usw. Das kann nicht so schwer sein: an Telefon, Grafik, Stefan,
Elefant, Delfin und Geografie hat man sich l�ngst gew�hnt.

Im n�chsten Schritt kommen Chlorof�ll, Profilaxe, Fisik, T�fus und die
Fisioterapie dran. �ber � oder i wird man dannzumal diskutieren m�ssen.


- Andi

Uwe Schickedanz

unread,
May 23, 2013, 4:24:06 AM5/23/13
to
On 23 May 2013 08:12:10 GMT, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:

>Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
>aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander. Im
>Franz�sischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.

Skaphander f�r Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten �stlichen
Weltraum-SF verwendet. Wimre, jedenfalls.

Gru� Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln m�chte, ist es eine gute
Idee, f�r jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist nat�rlich keine gute Idee, alles zu ver�ffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===

W. Jakobs

unread,
May 23, 2013, 4:38:17 AM5/23/13
to
Am 23.05.2013 10:24, schrieb Uwe Schickedanz:
> On 23 May 2013 08:12:10 GMT, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>
>> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Französischen und
>> aus einer Stanislaw-Lem-Übersetzung kannte: Skaphander. Im
>> Französischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.
>
> Skaphander für Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten östlichen
> Weltraum-SF verwendet. Wimre, jedenfalls.
>

Ist das normale Wort (nicht nur SF) für 'Raumanzug' im Russ, Weißr, Ukr,
Pol, Čech...



Lothar Frings

unread,
May 23, 2013, 4:45:19 AM5/23/13
to
Uwe Schickedanz tat kund:

> Skaphander für Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten östlichen
> Weltraum-SF verwendet. Wimre, jedenfalls.

Ach, das ist ein Weltraumanzug. IIRC habe ich das
als Kind mal in "Perry Rhodan" gelesen und nicht
gewußt, was es sein soll. Das stammte dann wohl
von den österreichischen Autoren; Wien ist ja
quasi schon Ostblock.
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Andreas Karrer

unread,
May 23, 2013, 7:31:14 AM5/23/13
to
* Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid>:
> Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
>
>> On 23 May 2013 08:12:10 GMT, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>>
>>>Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>>>Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz嚙編ischen und
>>>aus einer Stanislaw-Lem-嚙箭ersetzung kannte: Skaphander. Im
>>>Franz嚙編ischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.
>>
>> Skaphander f嚙緝 Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten 嚙編tlichen
>> Weltraum-SF verwendet.

Kann sein, Weltraum-SF ist nicht so mein Ding. Ich hab nur zwei, drei
B嚙箱her von Lem gelesen, aber bis auf bestimmte Szenen aus "Solaris" und
"Die Astronauten" alles vergessen.

> Ja, und ich kenne auch niemanden, der das Skap-hander gelesen hat.

Vermutlich hat man im Osten das Wort ab und zu geh嚙緝t, dann wird man es
austomatisch richtig lesen, wenn man es in einem Buch antrifft. So war
aber meine Situation nicht.

F嚙締lt mir ein -- an der Landesausstellung '64 in Lausanne war das
Passagier-Tauchboot "Mesoskaph" ("M嚙編oscaphe") von Jacques Piccard eine
der Attraktionen. Ich bin ziemlich sicher, dass die Erwachsenen in
meiner Umgebung, diese Ignoranten, nur von "Mesoskap" gesprochen haben,
vielleicht sogar "Mesos-kap". Wie 10 Jahre vorher "Bathyscaphe"
ausgesprochen wurde, weiss ich nicht.

http://www.cartophilie.ch/Pages%20HTM/Galerie%20mesoscaphe.htm

- Andi

Ralph Babel

unread,
May 22, 2013, 8:00:00 PM5/22/13
to
Andreas Karrer schrieb:

> Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt,
> Alforn^H^H^Habet, Morfium, Profet usw. Das kann nicht
> so schwer sein: an Telefon, Grafik, Stefan, Elefant,
> Delfin und Geografie hat man sich l�ngst gew�hnt.

"Afel" und "Alforn" nicht zu vergessen.

Andreas Karrer

unread,
May 23, 2013, 11:05:00 AM5/23/13
to
* Ralph Babel <rba...@babylon.pfm-mainz.de>:
> Andreas Karrer schrieb:
>
>> Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt,
>> Alforn^H^H^Habet, Morfium, Profet usw. Das kann nicht
^^^^^^
>> so schwer sein: an Telefon, Grafik, Stefan, Elefant,
>> Delfin und Geografie hat man sich l�ngst gew�hnt.
>
> "Afel" und "Alforn" nicht zu vergessen.
^^^^^^

Das Aphel lernte ich zusammen mit dem Peri- und dem entsprechenden
-g�um kennen und konnte mir sogar als Nichtlateiner und -gr�zist die
korrekte Wortbildung zusammenreimen.

Im meinem Wahrig von 1997 steht zur Aussprache:

[ap'he:l] od. [a'fe:l]

Bei Dudens nicht anders:

http://www.duden.de/rechtschreibung/Aphel_Aussprache_p_h
http://www.duden.de/rechtschreibung/Aphel_Aussprache_f

- Andi

Reinhard Zwirner

unread,
May 23, 2013, 11:59:33 AM5/23/13
to
Andreas Karrer schrieb:

[...]
> Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, ...

Phase =! Fase! <http://de.wikipedia.org/wiki/Fase>

Als Techniker darauf hinweisen m�ssend

Reinhard

Joachim Pense

unread,
May 23, 2013, 12:02:46 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 12:07, schrieb Matthias Opatz:
> Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
>
>> On 23 May 2013 08:12:10 GMT, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>>
>>> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>>> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
>>> aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander. Im
>>> Franz�sischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.
>>
>> Skaphander f�r Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten �stlichen
>> Weltraum-SF verwendet.
>
> Ja, und ich kenne auch niemanden, der das Skap-hander gelesen hat.
>

Ich habe das oft gelesen und ich kannte niemanden, der wusste, wie man
das ausspricht.

Joachim

Ralph Babel

unread,
May 22, 2013, 8:00:00 PM5/22/13
to
Andreas Karrer schrieb:

> Ralph Babel schrieb:
>
>> Andreas Karrer schrieb:
>>
>>> Alforn^H^H^Habet
> ^^^^^^
>
>> "Afel" und "Alforn" nicht zu vergessen.
> ^^^^^^

Entschuldigung, da haben die Pseudo-Backspaces
auch den Witz mental �berlagert.

> Das Aphel lernte ich zusammen mit dem Peri- und dem
> entsprechenden -g�um kennen und konnte mir sogar als
> Nichtlateiner und -gr�zist die korrekte Wortbildung
> zusammenreimen.

Astronomisch schon klar, aber das hilft halt nicht, wenn man
als Nichtgr�zist dann nicht wei�, da� "apo-" vor Vokalen zu
"ap-" oder "aph-" wird und das "h" in "helios" erst durch
die Transkription entsteht.

> Im meinem Wahrig von 1997 steht zur Aussprache:
>
> [ap'he:l] od. [a'fe:l]
>
> Bei Dudens nicht anders:

H�ngt wohl davon ab, ob man es sich als "ap[o]-hel" oder
"aph-[h]el" herleitet. Ist es eine Entlehnung aus dem
Griechischen? Dann "f". Ist es eine "moderne" Wortbildung
auf Basis seiner bereits transkribierten Teile? Dann "p-h".

Wir hatten das ja schon:

http://groups.google.de/groups?selm=3A7FC784...@usa.net
http://groups.google.de/groups?selm=1eohecw.7iogambnhsu0N%25Ralf...@t-online.de
http://groups.google.de/groups?selm=1knu1mlfg9k3g.1...@40tude.net
http://groups.google.de/groups?selm=if77z1yjcsb6$.nwlttas0sjhi.dlg@40tude.net
http://groups.google.de/groups?selm=fr368p$rfs$1...@news.albasani.net

Und von Ralf Heinrich Arning gibt es hier
noch weitere interessante Artikel zum Thema:

http://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/unlowCdj/jugos-lawien.21
http://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/unlowCdj/jugos-lawien.24
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Bertel Lund Hansen

unread,
May 23, 2013, 12:59:04 PM5/23/13
to
Reinhard Zwirner skrev:
Man braucht nicht notwendigerweise, die zwei W�rter verschieden
zu schreiben.

--
Gru�
Bertel, D�nemark

Bertel Lund Hansen

unread,
May 23, 2013, 1:00:52 PM5/23/13
to
Wolfgang Schwanke skrev:

> Die Einf�hrung dieser Schreibweisen war schon suboptimal. Gew�hnung ist
> kein Argument, nat�rlich gew�hnt sich der Mensch an allem.

Gew�hnung ist doch die Grundlage f�r alles, was du heute in der
Sprache bewahren willst.

Uwe Schickedanz

unread,
May 23, 2013, 1:01:27 PM5/23/13
to
On Thu, 23 May 2013 18:44:03 +0200, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature>
wrote:

>> Das kann nicht so schwer sein: an Telefon,
>> Grafik, Stefan, Elefant, Delfin und Geografie hat man sich l�ngst
>> gew�hnt.
>
>Die Einf�hrung dieser Schreibweisen war schon suboptimal. Gew�hnung ist
>kein Argument, nat�rlich gew�hnt sich der Mensch an allem.

Auch am Dativ? Da tue ich mir schwer bisher.

Carsten Thumulla

unread,
May 23, 2013, 1:06:16 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 10:12, schrieb Andreas Karrer:
>
> hat man sich lᅵngst gewᅵhnt.

"Fuᅵfesseln?"

"Du wirst Dich dran gewᅵhnen."


ct

Reinhard Zwirner

unread,
May 23, 2013, 1:11:27 PM5/23/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:
> Reinhard Zwirner skrev:
>
>> Phase =! Fase! <http://de.wikipedia.org/wiki/Fase>
>
> Man braucht nicht notwendigerweise, die zwei W�rter verschieden
> zu schreiben.

Aber Verschieden-Schreibung erh�ht die Geschwindigkeit des
Verstehens! Bei Gleich-Schreibung ben�tigt man (mehr) Kontext.

Wenn ein Schweizer nur "Masse des Autos" liest, wei� er nicht, um was
es geht; erst wenn er die dazugeh�rige Zahlenangabe samt
physikalischer Einheit sieht, wird das klar.

Im D-Deutsch ist auch ohne Kontext ersichtlich, was mit "Masse des
Autos" bzw. "Ma�e des Autos" gemeint ist.

Ciao

Reinhard
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Oliver Cromm

unread,
May 23, 2013, 2:01:54 PM5/23/13
to
* Andreas Karrer:

> Wie 10 Jahre vorher "Bathyscaphe"
> ausgesprochen wurde, weiss ich nicht.

Das kannte ich aus der Literatur (Tieftauchrekord), aber
halb-eingedeutscht als "Bathyscaph". Das habe ich mit p am Ende
gesprochen. W�re da noch das e gewesen, w�rde die Ausprache mit f
etwas n�herliegen, scheint mir. Oder halt, wenn man es mit k
schreiben w�rde, wie ein anst�ndiges griechisches Fremdwort im
Deutschen.

--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"

Oliver Cromm

unread,
May 23, 2013, 2:01:55 PM5/23/13
to
* Andreas Karrer:

> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
> aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander. Im
> Franz�sischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug. Ich hatte
> mir immer vorgestellt, dass das irgendwas mit "Hand" zu tun haben muss.
>
> Aber nein: es ist nicht ein Skap-hander, sondern ein Skaph-ander. Das
> ph ist ein f. Ist ja eh klar, jedenfalls f�r die 0.1% meiner
> Generation, die in der Schule Griechisch hatten.

Diejenigen, die Griechisch haben, haben das in der Regel ab 12
Jahren. Bis das signifikant Wirkung zeigt, ist man also 13 oder
14. In dem Alter kennt man auch ohne Graecum schon ein paar
schwierige W�rter wie Philosophie oder Troph�e, ph=f als
M�glichkeit sollte also nicht ganz jenseits des Horizonts liegen.
Zumal auch Englisch und Franz�sisch als wichtige Quellen deutscher
Fremdw�rter das griechische ph pflegen (freilich nicht das k).

Ich habe "Skaphander" damals auf Anhieb mit f gelesen, vermutlich,
weil Skap-hander f�r mich nicht naheliegt. W�re es Englisch,
sollte es "scap" anfangen, w�re es Deutsch, sollte es "h�nder"
aufh�ren. Skandinavisch k�me vielleicht in Frage, dann w�re die
Aussprache wohl "Schap-hander"?

> Im n�chsten Schritt kommen Chlorof�ll, Profilaxe, Fisik, T�fus und die
> Fisioterapie dran. �ber � oder i wird man dannzumal diskutieren m�ssen.

In der Tat - sprichst Du tats�chlich Fisik, aber T�fus?

--
"Bother", said the Borg, as they assimilated Pooh.

Diedrich Ehlerding

unread,
May 23, 2013, 2:02:05 PM5/23/13
to
Wolfgang Schwanke meinte:

>> Ich plädiere für Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
>> Morfium, Profet usw.
>
> Ich plädiere für etymologische Schreibweisen wo immer möglich. Da per
> Konvention phi als ph transliteriert wird, heißt das ph in griechischen
> Fremdwörtern beibehalten.

Nun ist es aber im Griechischen /ein/ Buchstabe und wird im heutigen
Griechisch auch als f gesprochen. Viele andere Sprachen (Italienisch,
Spanisch) transliterieren ihn als f und haben keinerlei Probleme damit.
Und "Amp-hibien" spricht ja ja auch niemand.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Thomas Schade

unread,
May 23, 2013, 3:51:37 PM5/23/13
to
On 23.05.2013 18:02, Joachim Pense wrote:
> Am 23.05.2013 12:07, schrieb Matthias Opatz:
>> Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:

>>>> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>>>> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
>>>> aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander. Im
>>>> Franz�sischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.
>>>
>>> Skaphander f�r Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten �stlichen
>>> Weltraum-SF verwendet.
>>
>> Ja, und ich kenne auch niemanden, der das Skap-hander gelesen hat.
>>
>
> Ich habe das oft gelesen und ich kannte niemanden, der wusste, wie man
> das ausspricht.

Ich habe es heute Abend, hierzufaden zum ersten Mal gelesen. Ich h�tte
es vermutlich mit ph / f ausgesprochen, allein weil mir die Bestandteile
'Skap' und 'hander' ebenfalls unbekannt sind.


Ciao
Toscha
--
It's better to burn out, than to fade away.
[Neil Young]

Andreas Karrer

unread,
May 23, 2013, 3:59:06 PM5/23/13
to
* Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info>:

>> Im n�chsten Schritt kommen Chlorof�ll, Profilaxe, Fisik, T�fus und die
>> Fisioterapie dran. �ber � oder i wird man dannzumal diskutieren m�ssen.
>
> In der Tat - sprichst Du tats�chlich Fisik, aber T�fus?

Ich selber sag F�sik, aber man h�rt manchmal auch Fisik, und zwar auch
von Profis.

Allgemein ist in der Schweiz die Aussprache des griechischen y als i
nicht selten, aber nicht bei allen W�rtern und nicht bei allen
Sprechern. Tendenziell scheint mir die Aussprache als i in unbetonter
Silbe h�ufiger m�glich zu sein. Ausserdem eher bei gel�ufigen W�rtern
aus der Alltagssprache, vielleicht auch bei W�rtern, die �bers
Franz�sische bekannt geworden sind. Die Aussprache mit i ist wohl eher
im R�ckzug begriffen.

Bei Zylinder, Glyzerin, Labyrinth ist i �blich und � ungew�hnlich.

Bei W�rtern wie System, Physik, Asyl, Katalysator, Hydrant, Acryl, Dynamik,
Krypta, Zyklus, Rhythmus, �gypten, Eukalyptus h�rt man beides.

Bei betontem y wie in Akronym, Analyse, Lyrik, Typhus, Hymne, Pyro-,
Psycho-, Hydro- h�rt man nur �.


- Andi
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Christina Kunze

unread,
May 23, 2013, 4:21:55 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 12:07, schrieb Matthias Opatz:
> Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
>
>> On 23 May 2013 08:12:10 GMT, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>>
>>> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>>> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
>>> aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander. Im
>>> Franz�sischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.
>>
>> Skaphander f�r Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten �stlichen
>> Weltraum-SF verwendet.
>
> Ja, und ich kenne auch niemanden, der das Skap-hander gelesen hat.

Jetzt kennst Du jemanden.

chr

Manfred Hoß

unread,
May 23, 2013, 4:47:57 PM5/23/13
to
Am Thu, 23 May 2013 22:04:25 +0200 schrieb Wolfgang Schwanke:

> Beispiel: Nat�rlich haben die Schweden kein Problem damit, dass sie
> "restorang" statt "restaurant" schreiben. Es ist aber f�r schwedische
> Muttersprachler eine zus�tzliche H�rde beim Erlernen von Fremdsprachen:
> Sie m�ssen sich zwei Orthographien merken, wo andere sich nur eine
> merken m�ssen. Zudem geht die Wortherkunft verloren: Es ist urspr�nglich
> das Partizip des franz�sischen Verbs "restaurer". Es ist aus vielerlei
> Gr�nden schade, dass ein Schwede dies nicht mehr ohne Weiteres herleiten
> kann.

Im Deutschen wurden etliche Fremdw�rter eingedeutscht. Zum Beispiel kannst
du im Laden Lik�r kaufen, aber keinen liqueur. Im Theater werden die
Kulissen aufgebaut, nicht die coulisses. M�glicherweise bereitet das dem
einen oder anderen, der Franz�sisch lernt, gewisse Probleme, aber die sind
vernachl�ssigbar, muss derjenige doch viel mehr Neues lernen.

Zudem ist mir schleierhaft, inwiefern es einen Erkenntnisgewinn darstellen
soll, wenn man die Herkunft von Restaurant kennt. Wer es wissen will, der
kann das in einem etymologischen W�rterbuch nachlesen. Den weitaus meisten
ist das herzlich egal, ihnen kommt es darauf an, dass sie dort etwas essen
k�nnen. Falls du anderer Ansicht bist, dann lass doch mal h�ren, welche
"vielerlei Gr�nde" du kennst.

Gru�
Manfred.

Roland Franzius

unread,
May 23, 2013, 4:51:15 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 22:04, schrieb Wolfgang Schwanke:
> Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> wrote in
> news:t5227ax...@diedrich.ehlerding.dialin.t-online.de:
>
>> Wolfgang Schwanke meinte:
>>
>>>> Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
>>>> Morfium, Profet usw.
>>>
>>> Ich pl�diere f�r etymologische Schreibweisen wo immer m�glich. Da per
>>> Konvention phi als ph transliteriert wird, hei�t das ph in
>>> griechischen Fremdw�rtern beibehalten.
>>
>> Nun ist es aber im Griechischen /ein/ Buchstabe und
>
> Na und?
>
>> wird im heutigen Griechisch auch als f gesprochen.
>
> Es geht nur um Schreibweise, nicht um Aussprache. Au�erdem geht es zum
> ganz �berwiegenden Teil um Fremdw�rter aus dem Altgriechischen. F�r
> neugriechische Fremdw�rter gilt die Konvention eh nicht.
>
>> Viele andere Sprachen (Italienisch,
>> Spanisch) transliterieren ihn als f und haben keinerlei Probleme
>> damit.
>
> Ich behaupte nicht, dass es Probleme gibt. Ich behaupte, dass ganz
> allgemein Orthgraphien, die den Ursprung eines Wortes - egal ob Fremd-
> oder Erbwort - dem Leser transparent machen, Vorteile haben, auf die zu
> verzichten nicht klug ist.
>
> Beispiel: Nat�rlich haben die Schweden kein Problem damit, dass sie
> "restorang" statt "restaurant" schreiben. Es ist aber f�r schwedische
> Muttersprachler eine zus�tzliche H�rde beim Erlernen von Fremdsprachen:
> Sie m�ssen sich zwei Orthographien merken, wo andere sich nur eine
> merken m�ssen. Zudem geht die Wortherkunft verloren: Es ist urspr�nglich
> das Partizip des franz�sischen Verbs "restaurer". Es ist aus vielerlei
> Gr�nden schade, dass ein Schwede dies nicht mehr ohne Weiteres herleiten
> kann.
>
> Beispiel: Nat�rlich haben die Amerikaner kein Problem damit, dass sie
> "thru" statt "through" schreiben. Ein des Deutschen unkundiger
> Amerikaner kann aber unm�glich anhand eines ihm vorgelegten Textes
> erraten, dass "durch" das gleiche Wort ist. Ein Brite hat viel bessere
> Chancen, die Wortbedeutung zu erraten.
>

Wie wir aus diesen Beitr�gen lernen k�nnen, ist die nationale
Fremdwort-Orthografie in erster Linie wichtig f�r internationale
orthografische Bundesjugendspiele mit den Disziplinen
Fremdwortbodenturnen, Fremdwortweitwurf, Fredworthochsprung und
Fremdwort50mlauf.

--

Roland Franzius

Manfred Hoß

unread,
May 23, 2013, 5:03:58 PM5/23/13
to
Am Thu, 23 May 2013 22:00:32 +0200 schrieb Martin Gerdes:

[...]
> und "NSKOV" (NS-Kriegsopferf�rsorge) m��te man dann nat�rlich streichen.

Es gibt genug Gr�nde, NS-Kriegsopfer*v*�rsorge zu streichen. ;-)

Gru�
Manfred.

Joachim Pense

unread,
May 23, 2013, 5:11:39 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 18:44, schrieb Wolfgang Schwanke:
> Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote in
> news:slrnkprjqq...@chimborazo.ee.ethz.ch:
>
>> Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
>> Morfium, Profet usw.
>
> Ich pl�diere f�r etymologische Schreibweisen wo immer m�glich. Da per
> Konvention phi als ph transliteriert wird, hei�t das ph in griechischenm
> Fremdw�rtern beibehalten.
>
>> Das kann nicht so schwer sein: an Telefon,
>> Grafik, Stefan, Elefant, Delfin und Geografie hat man sich l�ngst
>> gew�hnt.
>
> Die Einf�hrung dieser Schreibweisen war schon suboptimal. Gew�hnung ist
> kein Argument, nat�rlich gew�hnt sich der Mensch an allem.
>

Ich erinnere mich daran, dass mir in der Unterstufe des Gymnasiums
irgenwann in den 1960ern "Elephant" als falsch angestrichen wurde.

Joachim

Joachim Pense

unread,
May 23, 2013, 5:18:11 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 20:01, schrieb Oliver Cromm:

>
> Ich habe "Skaphander" damals auf Anhieb mit f gelesen, vermutlich,
> weil Skap-hander f�r mich nicht naheliegt. W�re es Englisch,
> sollte es "scap" anfangen, w�re es Deutsch, sollte es "h�nder"
> aufh�ren. Skandinavisch k�me vielleicht in Frage, dann w�re die
> Aussprache wohl "Schap-hander"?
>

Ich frage mich schon, warum ich schon als Jules-Verne-lesender
Fr�hjugendlicher gedacht habe, dass man "Skaphander" bestimmt nicht
"Skafander" ausspricht. Nicht wegen "Hand", da bin ich mir ganz sicher
(schon deshalb, weil mir das bis jetzt nie aufgefallen ist). Aber warum
nur?

Joachim

Reinhard Zwirner

unread,
May 23, 2013, 5:18:21 PM5/23/13
to
Stefan Ram schrieb:
> Reinhard Zwirner <reinhard...@t-online.de> writes:
>> Aber Verschieden-Schreibung erh�ht die Geschwindigkeit des
>> Verstehens! Bei Gleich-Schreibung ben�tigt man (mehr) Kontext.
>
> Das Optimum liegt anscheinend nicht dort, wo man f�r jeden
> Begriff ein anderes Wort hat, da im Deutschen fast jedes
> Wort mehrere Bedeutungen hat. Es sollten aber keine
> Bedeutungen sein, die in typischen Kontexten konkurrieren.

Da magst Du recht haben, obwohl ich die W�rter "fast jedes" ad hoc
nicht unterschreiben wollen w�rde. Trotzdem leuchtet es mir nicht
ein, ohne begr�ndeten Anla� die Zahl der W�rter mit
Mehrfachbedeutungen erh�hen zu wollen.

Ciao

Reinhard

Joachim Pense

unread,
May 23, 2013, 5:20:22 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 22:00, schrieb Martin Gerdes:
> Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> schrieb:
>
>> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Franz�sischen und
>> aus einer Stanislaw-Lem-�bersetzung kannte: Skaphander.
>
> ...
>
>> Ich pl�diere f�r Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
>> Morfium, Profet usw. Das kann nicht so schwer sein: an Telefon, Grafik, Stefan,
>> Elefant, Delfin und Geografie hat man sich l�ngst gew�hnt.
>
>> Im n�chsten Schritt kommen Chlorof�ll, Profilaxe, Fisik,
>
> Ts, ts! "Fusiek", nat�rlich. Soweit k�me es noch, da� hierzulande
> s�ddeutsche Lautungen w�rterbuchnotorisch w�rden!
>

Ist "F�sick" S�ddeutsch? Normalerweise sind es doch die Norddeutschen,
die "Ratt" sagen, wo die S�ddeutschen "Raad" haben.

Joachim

Christian Weisgerber

unread,
May 23, 2013, 3:43:52 PM5/23/13
to
Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:

> > Ich plᅵdiere fᅵr Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
> > Morfium, Profet usw.
>
> Ich plᅵdiere fᅵr etymologische Schreibweisen wo immer mᅵglich.

Du plaidierst.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Christian Weisgerber

unread,
May 23, 2013, 3:47:01 PM5/23/13
to
Lothar Frings <Lothar...@gmx.de> wrote:

> Ach, das ist ein Weltraumanzug. IIRC habe ich das
> als Kind mal in "Perry Rhodan" gelesen und nicht
> gewuᅵt, was es sein soll.

Ich verbinde den Skaphander auch mit Franzᅵsisch bzw. Lem.
Wᅵre der Begriff in Perry Rhodan aufgetaucht, hᅵtte mir das auffallen
mᅵssen.
Message has been deleted

Martin Hedinger

unread,
May 23, 2013, 5:49:55 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 22:04, schrieb Wolfgang Schwanke:

> Beispiel: Nat�rlich haben die Amerikaner kein Problem damit, dass sie
> "thru" statt "through" schreiben. Ein des Deutschen unkundiger
> Amerikaner kann aber unm�glich anhand eines ihm vorgelegten Textes
> erraten, dass "durch" das gleiche Wort ist. Ein Brite hat viel bessere
> Chancen, die Wortbedeutung zu erraten.

Ein des Deutschen unkundiger Amerikaner hat vermutlich ganz andere und
deutlich gravierende Probleme mit diesem Text, ob er nun thru oder
through schreibt ;-)

Es w�re mir nie in den Sinn gekommen, die Ortografie einer Sprache nach
dem Kriterium der leichteren Erlernbarkeit einer Fremdsprache zu
gestalten. F�r mich ein ziemlich abwegiges Argument.

Gruss Martin

Stephen Hust

unread,
May 23, 2013, 5:54:09 PM5/23/13
to
na...@mips.inka.de (Christian Weisgerber) wrote:

> Lothar Frings <Lothar...@gmx.de> wrote:

>> Ach, das ist ein Weltraumanzug. IIRC habe ich das
>> als Kind mal in "Perry Rhodan" gelesen und nicht
>> gewu�t, was es sein soll.

> Ich verbinde den Skaphander auch mit Franz�sisch bzw. Lem.
> W�re der Begriff in Perry Rhodan aufgetaucht, h�tte mir das
> auffallen m�ssen.

Im Roman "Perry Rhodan: Jupiter" (Heyne, 2010) kommt das Wort
mehrmals vor, z. B. auf Seite 282. Aber ich wei�, das ist keins der
�blichen Hefte, und au�erdem sehr neu.

| "Welche M�glichkeit bleibt?"
|
| "Es sind einige Shaphander an Bord."
|
| "Skaphander?"
|
| "Maximale Schutzanz�ge f�r den Aufenthalt in der
| Jupiter-Atmosph�re. Die halten jeden Druck aus, sagt man. [...]"

<http://www.amazon.com/dp/3453527747/>

--
Steve

My e-mail address works as is.

Stefan Froehlich

unread,
May 23, 2013, 6:01:17 PM5/23/13
to
On Thu, 23 May 2013 23:30:22 Stefan Ram wrote:
> Es nenne jemand mal bitte nur ein einziges Substantiv oder Verb,
> das genau eine Bedeutung hat.

Verb.

SCNR,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan. Fein und gemein!
(Sloganizer)

Walter P. Zähl

unread,
May 23, 2013, 6:01:45 PM5/23/13
to
Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid> wrote:
> Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
>
>> On 23 May 2013 08:12:10 GMT, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>>
>>> Gestern ist mir ein Wort untergekommen, das ich wohl seit mehr als 40
>>> Jahren nie mehr gelesen habe und das ich nur aus dem Französischen und
>>> aus einer Stanislaw-Lem-Übersetzung kannte: Skaphander. Im
>>> Französischen war das ein Taucher-, bei Lem ein Raumanzug.
>>
>> Skaphander für Raumanzug wird (wurde?) in quasi der gesamten östlichen
>> Weltraum-SF verwendet.
>
> Ja, und ich kenne auch niemanden, der das Skap-hander gelesen hat.
>

Ich habe das Wort zuerst bei Jules Verne gelesen (20000 Meilen), und fand
Skap-hander deutlich naheliegend als Skafander.

Aus der östlichen Weltraum-SF habe ich aber auch nur ein oder zwei
Lem-Romane gelesen, und bin dann schnell wieder zu Asimov und Heinlein
zurückgekommen.

/Walter
Message has been deleted

Horst-D.Winzler

unread,
May 24, 2013, 12:06:58 AM5/24/13
to
Am 23.05.2013 19:06, schrieb Carsten Thumulla:
> Am 23.05.2013 10:12, schrieb Andreas Karrer:
>>
>> hat man sich längst gewöhnt.
>
> "Fußfesseln?"
>
> "Du wirst Dich dran gewöhnen."
>

An Denkfesseln (vulgär als Denkfaulheit bezeichnet) haben wir uns ja
bereits gewohnt.

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
May 24, 2013, 12:19:25 AM5/24/13
to
Am 23.05.2013 22:51, schrieb Roland Franzius:

> Wie wir aus diesen Beiträgen lernen können, ist die nationale
> Fremdwort-Orthografie in erster Linie wichtig für internationale
> orthografische Bundesjugendspiele mit den Disziplinen
> Fremdwortbodenturnen, Fremdwortweitwurf, Fredworthochsprung und
> Fremdwort50mlauf.
>

Fremdwortumdeuten, Fremdworterfinden Wird besonders in DE von
Unternehmen wie zB DB usw angewendet.

--
mfg hdw

Dieter Britz

unread,
May 24, 2013, 4:15:06 AM5/24/13
to
On Thu, 23 May 2013 08:12:10 +0000, Andreas Karrer wrote:

> Ich plädiere für Amfibien, Fase, Strofe, Asfalt, Alforn^H^H^Habet,
> Morfium, Profet usw. Das kann nicht so schwer sein: an Telefon, Grafik,
> Stefan,
> Elefant, Delfin und Geografie hat man sich längst gewöhnt.
>
> Im nächsten Schritt kommen Chlorofüll, Profilaxe, Fisik, Tüfus und die
> Fisioterapie dran. Über ü oder i wird man dannzumal diskutieren müssen.

Dagegen war hier in Dänemark mal eine Mutter, die ihren
Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
nicht.

--
Dieter Britz

Michael Pachta

unread,
May 24, 2013, 4:43:17 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 10:15, Dieter Britz schrieb:
> Dagegen war hier in Dänemark mal eine Mutter, die ihren
> Sohn Kristphpher nennen wollte.

Wie zum Geier will man diesen Namen aussprechen? Etwa wie Krist-fff-fer?
Leute gibt's.

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 4:58:53 AM5/24/13
to
Dieter Britz tat kund:

> Dagegen war hier in Dänemark mal eine Mutter, die ihren
> Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste.

Vielleicht ein Mißverständnis, und die Mutter
hat nur gestottert.
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Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 5:16:06 AM5/24/13
to
Diedrich Ehlerding tat kund:

> Nun ist es aber im Griechischen /ein/ Buchstabe und wird im heutigen
> Griechisch auch als f gesprochen. Viele andere Sprachen (Italienisch,
> Spanisch) transliterieren ihn als f und haben keinerlei Probleme damit.

Zum Beispiel "farmacia", klar.
Aber gibt es eine Theorie dazu, wohin das
"n" aus "trasporto" verschwunden ist?

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 5:17:19 AM5/24/13
to
Reinhard Zwirner skrev:

> Aber Verschieden-Schreibung erh�ht die Geschwindigkeit des
> Verstehens! Bei Gleich-Schreibung ben�tigt man (mehr) Kontext.

Gewiss, aber verschiedene Schribungen f�r dieselbe Laute ist
l�stig. "Masse" und "Ma�e" haben verschiedene Aussprachen.

--
Gru�
Bertel, D�nemark

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 5:19:40 AM5/24/13
to
Wolfgang Schwanke skrev:

>> Gew�hnung ist doch die Grundlage f�r alles, was du heute in der
>> Sprache bewahren willst.

> Es geht hier nur um Orthographie, nicht um Sprache.

Dann ersetze bitte "Sprache" mit "Orthographie".

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 5:20:50 AM5/24/13
to
Joachim Pense tat kund:

> Ich erinnere mich daran, dass mir in der Unterstufe des Gymnasiums
> irgenwann in den 1960ern "Elephant" als falsch angestrichen wurde.

Mir dagegen 20 Jahre später "Grafik"
("Ist doch nichts Adeliges"), allerdings
von einem Physiker.

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 5:27:15 AM5/24/13
to
Oliver Cromm skrev:

> aufh�ren. Skandinavisch k�me vielleicht in Frage, dann w�re die
> Aussprache wohl "Schap-hander"?

Ich habe das Wort als "Skap-hander" gesehen und gelesen. Ich
kannte es nicht.

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 5:37:34 AM5/24/13
to
Dieter Britz skrev:

> Dagegen war hier in D�nemark mal eine Mutter, die ihren
> Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
> erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
> nicht.

Doch. Sie musste auch Tagesbu�geld daf�r bezahlen, bis zu 25'000
kronen. Ich glaube, dass sie sp�ter zugegeben wurde, und
m�glicherweise hat sie sogar das Bu�geld wiederbekommen, aber das
letzte weiss ich nicht mit Sicherheit.

Der Name ist *nicht* als Vorname anerkannt.

Christophpher ist heute 26 Jahre alt. Es ist ganz einfach nach
ihm im Netz zu suchen - es gibt nur einer.

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 5:38:33 AM5/24/13
to
Lothar Frings skrev:

> Vielleicht ein Mi�verst�ndnis, und die Mutter
> hat nur gestottert.

Kein Mi�verst�ndnis und kein Stottern.

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 5:37:44 AM5/24/13
to
Martin Gerdes tat kund:

> Man hat neulich mal die Orthographie des Deutschen mit dem Argument
> umgestaltet, man wolle damit den Erstklässlern das Schreiben
> erleichtern. Aber das mit den Fremdsprachlern wurde in dem Zusammenhang
> auch genannt.

Neulich hörte ich, daß 40% der Erstkläßler nicht genug
Deutsch verstehen, um dem Unterricht folgen zu können.
Und irgendwelche Vollpfosten kümmern sich um die
Rechtschreibung. Unfaßlich.

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 5:42:14 AM5/24/13
to
Bertel Lund Hansen tat kund:

> Kein Mißverständnis und kein Stottern.

Aber offenbar ein Schreibfehler deinerseits,
wie man nunmehr deinem anderen Posting
entnehmen kann. Mit dem "o" wird daraus
ein Christoffer, bei dem die beiden "f" als
"ph" geschrieben werden und den man ganz
entspannt wie den handelsüblichen
Christopher spricht.

Martin Hedinger

unread,
May 24, 2013, 5:50:05 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 11:00, schrieb Martin Gerdes:
> Martin Hedinger <mhno...@gmx.net> schrieb:
>
>> Es w�re mir nie in den Sinn gekommen, die Ortografie einer Sprache nach
>> dem Kriterium der leichteren Erlernbarkeit einer Fremdsprache zu
>> gestalten. F�r mich ein ziemlich abwegiges Argument.
>
> Man hat neulich mal die Orthographie des Deutschen mit dem Argument
> umgestaltet, man wolle damit den Erstkl�sslern das Schreiben
> erleichtern. Aber das mit den Fremdsprachlern wurde in dem Zusammenhang
> auch genannt.
>
> �brigens: Das Wort "Orthographie" schreibt man nach neuer Regel
> "Orthographie" oder "Orthografie", aber nicht "Ortografie".

Ach?

Ich dachte, meine Version passe besser zum Thema ;-)

Gruss Martin

Stefan Froehlich

unread,
May 24, 2013, 5:53:47 AM5/24/13
to
On Fri, 24 May 2013 11:37:34 Bertel Lund Hansen wrote:
> Christophpher ist heute 26 Jahre alt. Es ist ganz einfach nach
> ihm im Netz zu suchen - es gibt nur einer.
^^^^^
einen

In Google finde ich mit diesem Suchbegriff allerdings einen C. Lindeberg
und einen C. Vestergaard.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Makellos und doch endlos?! Stefan - immer öfter.
(Sloganizer)
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Uwe Schickedanz

unread,
May 24, 2013, 6:05:06 AM5/24/13
to
On Fri, 24 May 2013 12:14:27 +0200, Matthias Opatz
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>Lothar Frings gab zur Kenntnis:
>
>> Neulich h�rte ich, da� 40% der Erstkl��ler nicht genug
>> Deutsch verstehen, um dem Unterricht folgen zu k�nnen.
>> Und irgendwelche Vollpfosten k�mmern sich um die
>> Rechtschreibung. Unfa�lich.
>
>Neulich h�rte ich, dass sich 40 Prozent der Leute
>*�berhaupt nicht* f�r Fu�ball interessieren. Und
>irgendwelche Vollpfosten tun sonstwas daf�r.

Wennschon Vergleiche, dann richtig:
40% der H�user brennen lichterloh, doch irgendwelche Vollpfosten
�ndern die Farbe der Feuerwehrautos.

Aber vielleicht hast Du auch so gewu�t, warum Fu�ball und
Sprachkenntnisse nicht in dieselbe Kategorie geh�ren.

Gru� Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln m�chte, ist es eine gute
Idee, f�r jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist nat�rlich keine gute Idee, alles zu ver�ffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 6:07:36 AM5/24/13
to
Stefan Froehlich skrev:

> In Google finde ich mit diesem Suchbegriff allerdings einen C. Lindeberg
> und einen C. Vestergaard.

Tats�chlich. Ich bin mir aber nicht sicher, dass es wirklich
"Christophpher" in seiner offiziellen Registrierung steht. Ich
glaube, dass man davon in der Medien h�tte erfahren k�nnen.

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 6:09:09 AM5/24/13
to
Matthias Opatz skrev:

>> Doch. Sie musste auch Tagesbu�geld daf�r bezahlen, bis zu 25'000
>> kronen.

> Verr�ckt. Wirklich Kristphpher ohne o?

Nein, das hatte ich nicht bemerkt. Und es wird auch mit "Chr-"
geschrieben.

horst-d.winzler

unread,
May 24, 2013, 6:13:01 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 12:15, schrieb Matthias Opatz:
> Bertel Lund Hansen gab zur Kenntnis:
>
>> Dieter Britz skrev:
>>
>>> Dagegen war hier in Dänemark mal eine Mutter, die ihren
>>> Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
>>> erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
>>> nicht.
>>
>> Doch. Sie musste auch Tagesbußgeld dafür bezahlen, bis zu 25'000
>> kronen.
>
> Verrückt. Wirklich Kristphpher ohne o?
>

Vielleicht Kristpher?

--
hdw
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Ralph Babel

unread,
May 23, 2013, 8:00:00 PM5/23/13
to
[Skaphander in Perry Rhodan]

Stephen Hust schrieb:

> Im Roman "Perry Rhodan: Jupiter" (Heyne, 2010) kommt das
> Wort mehrmals vor, z. B. auf Seite 282. Aber ich wei�,
> das ist keins der �blichen Hefte, und au�erdem sehr neu.

Es kommt auch in den fr�hen Heften ganz, ganz selten mal
vor, meines Wissens erstmals in Heft 197 aus dem Jahre 1965.

Bertel Lund Hansen

unread,
May 24, 2013, 6:32:10 AM5/24/13
to
Matthias Opatz skrev:

> Auf Facebook tummeln sich Christophpher Thunderball, Christophpher
> Condoleezza, Christophpher de Cornell, Christophpher Abimanyu,
> Christophpher Hendriksen Lindeberg und einige andere.Gurgel findet
> u. a. auch noch Christophpher Vestergaard und Christophpher Jones.

Ich wusste nicht, dass es einen Christophpher Vestergaard gibt,
und ich vermute, dass der Name nicht so registriert ist. Die
anderen (ausser Christophpher Hendriksen Lindeberg) sind sicher
nicht D�nen.

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 6:41:46 AM5/24/13
to
Stephen Hust tat kund:


> Im Roman "Perry Rhodan: Jupiter" (Heyne, 2010) kommt das Wort
> mehrmals vor, z. B. auf Seite 282. Aber ich weiß, das ist keins der
> üblichen Hefte, und außerdem sehr neu.

Das habe ich mit Sicherheit nicht gelesen.
Wir hatten einen großen PR-Fan in der Klasse, der bei einem
PR-Wettbewerb sogar mal was gewonnen hat, da habe ich
ein paar von den Heften gelesen und auch sonst ein
bißchen was erfahren.

>
> | "Welche Möglichkeit bleibt?"
> |
> | "Es sind einige Shaphander an Bord."
> |
> | "Skaphander?"
> |
> | "Maximale Schutzanzüge für den Aufenthalt in der
> | Jupiter-Atmosphäre. Die halten jeden Druck aus, sagt man. [...]"
>
> <http://www.amazon.com/dp/3453527747/>

"Maximale Schutzanzüge"?

Aber wenn man im Weltraum selber nicht
weiß, was das ist...

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 6:50:03 AM5/24/13
to
Ralph Babel tat kund:

> [Skaphander in Perry Rhodan]
>
> Stephen Hust schrieb:
>
> > Im Roman "Perry Rhodan: Jupiter" (Heyne, 2010) kommt das
> > Wort mehrmals vor, z. B. auf Seite 282. Aber ich weiß,
> > das ist keins der üblichen Hefte, und außerdem sehr neu.
>
> Es kommt auch in den frühen Heften ganz, ganz selten mal
> vor, meines Wissens erstmals in Heft 197 aus dem Jahre 1965.

Gelesen haben müßte ich es Anfang bis Mitte der 70er. Oder ich
habe es doch woanders aufgeschnappt. Weiß der Himmel,
wo der Junge das wieder her hat.

Helmut Richter

unread,
May 24, 2013, 6:50:13 AM5/24/13
to
On Fri, 24 May 2013, Martin Gerdes wrote:

> �brigens: Das Wort "Orthographie" schreibt man nach neuer Regel
> "Orthographie" oder "Orthografie", aber nicht "Ortografie".

Das -f- in den Morphemen -graph- und -phot- ist aber sicher keine Erfindung
der p�sen RSRer, die der breiten Masse Schreibungen verordnen wollen, die sie
freiwillig nie benutzen w�rden. "Fotograf" phindet sich bereits in meinem der
Reform unverd�chtigen Duden (15. Aufl. 1961). Hier ist also die RSR dem
tats�chlichen Schreibgebrauch gefolgt, was mir vern�nftig und berechtigt
erscheint, im Gegensatz zu willk�rlichen �nderungen von allgemein einheitlich
geschriebenen W�rtern wie "Thunfisch".

Und das -th- in griechischen Lehnw�rtern, die im Griechischen mit Theta
geschrieben werden, ist auch nirgends angetastet worden -- und wieder ganz
ohne dass da ein Kaiser seine "Thron" retten wollte.

Eigentlich sollte man die alten Schreibungen mit -th- und -ph- belassen, da
sie ja auch in der Normsprache f�r die Benutzung des lateinischen Alphabets
benutzt werden, sogar dort, wo sie kein griechisches Vorbild haben: *Author,
*lethal, *Wismuth.

--
Helmut Richter
Message has been deleted

Helmut Schellong

unread,
May 24, 2013, 9:41:14 AM5/24/13
to
Joachim Pense wrote:
> Ich erinnere mich daran, dass mir in der Unterstufe des Gymnasiums irgenwann in den 1960ern
> "Elephant" als falsch angestrichen wurde.

H�ttest es eben korrekt schreiben m�ssen.




--
Mit freundlichen Gr��en
Helmut Schellong v...@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm

Lothar Frings

unread,
May 24, 2013, 10:32:19 AM5/24/13
to
Helmut Schellong tat kund:

> Joachim Pense wrote:
> > Ich erinnere mich daran, dass mir in der Unterstufe des Gymnasiums irgenwann in den 1960ern
> > "Elephant" als falsch angestrichen wurde.
>
> Hättest es eben korrekt schreiben müssen.

Huch, war das nach bewährter Rechtschreibung falsch?
Das ist doch sogar heute noch alternativ möglich.

Ich mische selber ziemlich kräftig: "phonetisch",
aber "Mikrofon"; "frenetisch", aber "Phrenologie".

Joachim Pense

unread,
May 24, 2013, 11:44:36 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 16:32, schrieb Lothar Frings:
> Helmut Schellong tat kund:
>
>> Joachim Pense wrote:
>>> Ich erinnere mich daran, dass mir in der Unterstufe des Gymnasiums irgenwann in den 1960ern
>>> "Elephant" als falsch angestrichen wurde.
>>
>> H�ttest es eben korrekt schreiben m�ssen.
>
> Huch, war das nach bew�hrter Rechtschreibung falsch?

Da staunste, was?

Joachim

Joachim Pense

unread,
May 24, 2013, 11:46:29 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 11:24, schrieb Matthias Opatz:
> Martin Gerdes gab zur Kenntnis:
>
>>> Ist "F�sick" S�ddeutsch?
>>
>> Ja.
>
> Und Mitteldeutsch. Als Kind kannte ich das nur so
> (mit Betonung auf der zweiten Silbe).
>

Ich kenne das auch nur so. Kein Wunder, Mainz liegt ja
(dialektgeographisch) in Mitteldeutschland; was die da im S�den und im
Norden machen, da kann man nie so sicher sein.

Joachim

Reinhard Zwirner

unread,
May 24, 2013, 11:47:59 AM5/24/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:
> Reinhard Zwirner skrev:
>
>> Aber Verschieden-Schreibung erh�ht die Geschwindigkeit des
>> Verstehens! Bei Gleich-Schreibung ben�tigt man (mehr) Kontext.
>
> Gewiss, aber verschiedene Schribungen f�r dieselbe Laute ist
> l�stig. "Masse" und "Ma�e" haben verschiedene Aussprachen.

Aber beim Lesen nach dem Schreiben (und man schreibt ja etwas auf,
damit es hinterher gelesen - und m�glichst auch problemlos verstanden
- wird!) ist die Lautung eher nachrangig.

Ciao

Reinhard



Message has been deleted

Oliver Cromm

unread,
May 24, 2013, 1:17:49 PM5/24/13
to
* Bertel Lund Hansen:

> Dieter Britz skrev:
>
>> Dagegen war hier in D�nemark mal eine Mutter, die ihren
>> Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
>> erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
>> nicht.
>
> Doch. Sie musste auch Tagesbu�geld daf�r bezahlen, bis zu 25'000
> kronen.

Ich verstehe nicht, wof�r in so einer Angelegenheit ein Bu�geld
verh�ngt werden kann, wenn sie nicht gerade die Geburtsurkunde
gef�lscht hat. Normalerweise wird der Name einfach nicht offiziell
eingetragen.

Galt das Kind dann als ordnungswidrig nicht registriert? In
anderen L�ndern wird das jedenfalls anders gehandhabt. In Island
war doch neulich ein Fall, wo der gew�nschte Name eines M�dchens
("Blaer") erst nach 15 Jahren anerkannt wurde, weil er den
Beh�rden als M�nnername gilt. Solange war sie als "Stulka", d.h.
"M�dchen" registriert.

<http://worldnews.nbcnews.com/_news/2013/01/31/16791797-teen-legally-known-as-girl-wins-court-battle-to-use-her-own-name?lite>
--
There are two ways of constructing a software design. One way is
to make it so simple that there are obviously no deficiencies.
And the other way is to make it so complicated that there are no
obvious deficiencies. The first method is far more difficult.
-- C.�A.�R. Hoare

Oliver Jennrich

unread,
May 24, 2013, 1:43:33 PM5/24/13
to
Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> writes:

> * Bertel Lund Hansen:
>
>> Dieter Britz skrev:
>>
>>> Dagegen war hier in Dänemark mal eine Mutter, die ihren
>>> Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
>>> erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
>>> nicht.
>>
>> Doch. Sie musste auch Tagesbußgeld dafür bezahlen, bis zu 25'000
>> kronen.
>
> Ich verstehe nicht, wofür in so einer Angelegenheit ein Bußgeld
> verhängt werden kann, wenn sie nicht gerade die Geburtsurkunde
> gefälscht hat. Normalerweise wird der Name einfach nicht offiziell
> eingetragen.

Du kennst dich in dänischem Namensrecht aus oder wendest du nur deine
Kenntnisse des deutschen Namensrechts auf Dänemark an? Mein ja nur...

--
Space - The final frontier

Oliver Jennrich

unread,
May 24, 2013, 1:45:16 PM5/24/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> writes:

> Martin Hedinger <mhno...@gmx.net> schrieb:
>
>>Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, die Ortografie einer Sprache nach
>>dem Kriterium der leichteren Erlernbarkeit einer Fremdsprache zu
>>gestalten. Für mich ein ziemlich abwegiges Argument.
>
> Man hat neulich mal die Orthographie des Deutschen mit dem Argument
> umgestaltet, man wolle damit den Erstklässlern das Schreiben
> erleichtern. Aber das mit den Fremdsprachlern wurde in dem Zusammenhang
> auch genannt.
>
> Übrigens: Das Wort "Orthographie" schreibt man nach neuer Regel
> "Orthographie" oder "Orthografie", aber nicht "Ortografie".

Hm. Wie sieht wohl Paragraphen und Orthographen aus. Kann es das
überhaupt geben?

Manfred Hoß

unread,
May 24, 2013, 2:08:41 PM5/24/13
to
Am Fri, 24 May 2013 11:00:31 +0200 schrieb Martin Gerdes:

> �brigens: Das Wort "Orthographie" schreibt man nach neuer Regel
> "Orthographie" oder "Orthografie", aber nicht "Ortografie".

Das ist nicht die erste und wird auch nicht die letzte Reform sein, bei der
nach der H�lfte des Weges Schluss ist.

Gru�
Manfred.

Stefan Schmitz

unread,
May 24, 2013, 3:05:53 PM5/24/13
to
On May 23, 11:30 pm, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
> Reinhard Zwirner <reinhard.zwir...@t-online.de> writes:

> >Trotzdem leuchtet es mir nicht
> >ein, ohne begründeten Anlaß die Zahl der Wörter mit
> >Mehrfachbedeutungen erhöhen zu wollen.
>
>   Weil sonst so viele verschiedene Wörter entstehen,
>   daß sie sich niemand mehr merken kann.

Sind Wörter schwieriger zu merken als Bedeutungen?

Und wer das passende Wort nicht kennt, verwendet es einfach nicht.
Wer beim Lesen ein Wort nicht kennt, schlägt es nach. Bei unbekannter
Bedeutung rätselt er zusätzlich mit den bekannten Bedeutungen rum.
Das entwertet dein Argument, falls es denn stimmen sollte.

Helmut Richter

unread,
May 24, 2013, 3:40:28 PM5/24/13
to
On Fri, 24 May 2013, Oliver Jennrich wrote:

> Hm. Wie sieht wohl Paragraphen und Orthographen aus. Kann es das
> überhaupt geben?

Da sitzen um einen Tisch herum sechs Adlige, zwei davon Grafen. Sitzen die
nebeneinander, sinds Orthografen, sitzen sie einander gegenüber, sinds
Paragrafen, sitzen sie mit einem und drei anderen zwischen ihnen, sinds
...?

--
Helmut Richter

Diedrich Ehlerding

unread,
May 24, 2013, 3:32:17 PM5/24/13
to
Lothar Frings meinte:

>> Nun ist es aber im Griechischen /ein/ Buchstabe und wird im heutigen
>> Griechisch auch als f gesprochen. Viele andere Sprachen (Italienisch,
>> Spanisch) transliterieren ihn als f und haben keinerlei Probleme damit.
>
> Zum Beispiel "farmacia", klar.
> Aber gibt es eine Theorie dazu, wohin das
> "n" aus "trasporto" verschwunden ist?

Offenbar ist es aus der Aussprache verschwunden, und dann hat man es
sinnvollerweise auch aus der Schreibweise entfernt. Eine mMn durchaus
sinnvolle Herangehensweise. Haben 1917 auch die Russen angewandt, als sie
dem schon länger "Fjodor" gesprochenen, aber mit einem deutlich dem
griechischen Theta entlehnten Buchstaben die heutige, mit einem dem Phi
entstammenden Buchstaben beginnende Schreibung verpasst haben.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Uwe Schickedanz

unread,
May 24, 2013, 3:45:59 PM5/24/13
to
On Fri, 24 May 2013 21:40:28 +0200, Helmut Richter <hh...@web.de>
wrote:

>On Fri, 24 May 2013, Oliver Jennrich wrote:
>
>> Hm. Wie sieht wohl Paragraphen und Orthographen aus. Kann es das
>> �berhaupt geben?
>
>Da sitzen um einen Tisch herum sechs Adlige, zwei davon Grafen. Sitzen die
>nebeneinander, sinds Orthografen, sitzen sie einander gegen�ber, sinds
>Paragrafen, sitzen sie mit einem und drei anderen zwischen ihnen, sinds
>...?

Orthografen k�nnten es mbMn nur dann sein, wenn sie an einen
viereckigen Tisch an derselben Ecke sitzen.

Oliver Cromm

unread,
May 24, 2013, 3:53:41 PM5/24/13
to
* Stefan Schmitz:

> On May 23, 11:30�pm, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
>> Reinhard Zwirner <reinhard.zwir...@t-online.de> writes:
>
>>>Trotzdem leuchtet es mir nicht
>>>ein, ohne begr�ndeten Anla� die Zahl der W�rter mit
>>>Mehrfachbedeutungen erh�hen zu wollen.
>>
>> � Weil sonst so viele verschiedene W�rter entstehen,
>> � da� sie sich niemand mehr merken kann.
>
> Sind W�rter schwieriger zu merken als Bedeutungen?

Ja.

Bedeutungen merkt man sich nicht einfach so, statisch, sie werden
aus dem Gesamtkontext des eigenen Wissens immer wieder neu erzeugt
und sind potentiell unendlich.

--
Skyler: Uncle Cosmo ... why do they call this a word processor?
Cosmo: It's simple, Skyler ... you've seen what food processors
do to food, right?
Cartoon by Jeff MacNelley

Andreas Karrer

unread,
May 24, 2013, 4:31:46 PM5/24/13
to
* Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de>:
> On Fri, 24 May 2013 21:40:28 +0200, Helmut Richter <hh...@web.de>
> wrote:
>
>>Da sitzen um einen Tisch herum sechs Adlige, zwei davon Grafen. Sitzen die
>>nebeneinander, sinds Orthografen, sitzen sie einander gegen�ber, sinds
>>Paragrafen, sitzen sie mit einem und drei anderen zwischen ihnen, sinds
>>...?
>
> Orthografen k�nnten es mbMn nur dann sein, wenn sie an einen
> viereckigen Tisch an derselben Ecke sitzen.

Das sind die Orthonormalos, die sind mit allem zufrieden. Adlige
bevorzugen aromatische Speisen und nehmen sie deshalb an sechseckigen
Tische ein.

- Andi

Oliver Cromm

unread,
May 24, 2013, 5:29:30 PM5/24/13
to
* Oliver Jennrich:

> Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> writes:
>
>> * Bertel Lund Hansen:
>>
>>> Dieter Britz skrev:
>>>
>>>> Dagegen war hier in D�nemark mal eine Mutter, die ihren
>>>> Sohn Kristphpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
>>>> erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
>>>> nicht.
>>>
>>> Doch. Sie musste auch Tagesbu�geld daf�r bezahlen, bis zu 25'000
>>> kronen.
>>
>> Ich verstehe nicht, wof�r in so einer Angelegenheit ein Bu�geld
>> verh�ngt werden kann, wenn sie nicht gerade die Geburtsurkunde
>> gef�lscht hat. Normalerweise wird der Name einfach nicht offiziell
>> eingetragen.
>
> Du kennst dich in d�nischem Namensrecht aus oder wendest du nur deine
> Kenntnisse des deutschen Namensrechts auf D�nemark an? Mein ja nur...

Ich habe eine allgemeine Regel in demokratischen Staaten
unterstellt, da� einen Antrag zu stellen nicht strafbar ist. Und
ein wenig gesunden Menschenverstand. Letzteres mag beim Thema
Beh�rden unangebracht sein.

Es war jedenfalls hoffentlich kein Bu�geld daf�r, den Sohn so und
so _nennen zu wollen_, wie es oben sinngem�� steht, sonst streiche
ich D�nemark ganz energisch von der Liste m�glicher Wohnorte in
der Zukunft.

--
Software is getting slower
more rapidly than hardware becomes faster
--Wirth's law

Reinhard Zwirner

unread,
May 24, 2013, 5:35:19 PM5/24/13
to
Stefan Ram schrieb:
> Reinhard Zwirner <reinhard...@t-online.de> writes:
>> Da magst Du recht haben, obwohl ich die W�rter "fast jedes" ad hoc
>> nicht unterschreiben wollen w�rde.
>
> Es nenne jemand mal bitte nur ein einziges Substantiv oder Verb,
> das genau eine Bedeutung hat.

Uups, gar nicht so einfach <staun>.

Was h�ltst Du von "Knust"? _Ich_ verbinde damit nur das Endst�ck
eines Brotlaibes.

CU

Reinhard



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Reinhard Zwirner

unread,
May 24, 2013, 6:36:03 PM5/24/13
to
Stefan Ram schrieb:
> Reinhard Zwirner <reinhard...@t-online.de> writes:
>> Stefan Ram schrieb:
>>> Es nenne jemand mal bitte nur ein einziges Substantiv oder Verb,
>>> das genau eine Bedeutung hat.

>> Was h�ltst Du von "Knust"? _Ich_ verbinde damit nur das Endst�ck
>> eines Brotlaibes.

> �Knust und Knaust stehen auch f�r ein dickes,
> unf�rmiges, nicht sauber geschnittenes St�ck
> Brot oder Teil eines Br�tchens.�
>
> �Der Begriff Knust wird regional auch f�r das
> Kerngeh�use von Kernobst gebraucht.�

Okay, vielleicht ein bi�chen unfair, aber meine Eltern sagten dazu
auch "Ranftl" ...

Ciao

Reinhard

Stefan Froehlich

unread,
May 24, 2013, 6:51:40 PM5/24/13
to
On Fri, 24 May 2013 23:29:30 Oliver Cromm wrote:
> >>>> Dagegen war hier in Dänemark mal eine Mutter, die ihren
> >>>> Sohn Krist[o]phpher nennen wollte. Da gab es Proteste. Ich
> >>>> erinnere mich nicht, ob sie das em Ende auch tat. Wohl
> >>>> nicht.
>
> >>> Doch. Sie musste auch Tagesbußgeld dafür bezahlen, bis zu 25'000
> >>> kronen.

> Es war jedenfalls hoffentlich kein Bußgeld dafür, den Sohn so und
> so _nennen zu wollen_, wie es oben sinngemäß steht, [...]

Ich lese den Text so, dass sie das Bussgeld nicht fuer das blosse
Wollen bezahlen musste, sondern dafuer, dass sie es "am Ende auch
tat" (worauf sich IMHO das folgende "doch" bezieht).

Die fuer mich spannendere Frage ist, wie man so einen Vorsatz in die
Tat umsetzt, wenn sich die Behoerde weigert, die entsprechenden
Dokumente auszustellen.

Servus,
Stefan

--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Das ist doch mal ein zärtlicher Gedanke: Stefan!
(Sloganizer)
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