Gerade auf SpOn - "Panorama" gesammelt, fast hintereinander weg:
| Es sollte ein kurzer Ausflug sein und wurde zum Horrortrip:
| Es war ein Unfall auf nasser Stra�e:
| Er trug selbst in dunklen R�umen eine Sonnenbrille ...:
| Sie ist wieder da:
| Es ist eine der reichsten Industrienationen der Welt, ...:
Ich finde das �u�erst unsch�n, einen so aussagelosen oder zumindest -armen
Satz einer Nachrichtenmeldung als Spannungsfaktor voranzustellen. Ganz
abgesehen davon, da� der inflation�re Gebrauch des "Es" sehr bald nervt.
vG
Du triffst den Nagel auf den Kopf.
Die Aussagelosigkeit und Spannungsarmut muß verschleiert werden durch
die Konstruktion, die den Hörer auf die Folter spannen soll.
Ansonsten ist das "Es" eine Art Platzhalter für das Subjekt, das
eigentlich von Belanglosigkeit gekennzeichnet ist.
Das gilt auch für die beiden anderen beispele: Man erwartet gespannt,
wer jetzt genannt wird.
Vielleicht ist diese Konstruktion gerade für eine Generation von
Journalistenschülern typisch.
Gruß
Gunhild
> Es ist eine ungelöste Frage für mich: Wie nennt man die Angewohnheit von
> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
> einem Satz anzufangen, der mit einem Pronomen, vorzugsweise "Es", beginnt
> und mit Doppelpunkt aufhört?
>
> Gerade auf SpOn - "Panorama" gesammelt, fast hintereinander weg:
>
> | Es sollte ein kurzer Ausflug sein und wurde zum Horrortrip:
> | Es war ein Unfall auf nasser Straße:
> | Er trug selbst in dunklen Räumen eine Sonnenbrille ...:
> | Sie ist wieder da:
> | Es ist eine der reichsten Industrienationen der Welt, ...:
"Es war eine dunkle und stürmische Nacht."
(Snoopy)
>>| Es sollte ein kurzer Ausflug sein und wurde zum Horrortrip:
>>| Es war ein Unfall auf nasser Stra�e:
>>| Er trug selbst in dunklen R�umen eine Sonnenbrille ...:
>>| Sie ist wieder da:
>>| Es ist eine der reichsten Industrienationen der Welt, ...:
>
> "Es war eine dunkle und st�rmische Nacht."
> (Snoopy)
(Nicht "finstere"? Bin zu faul, jetzt nachzugoogeln.)
Wenigstens hat der Beagle auf den Doppelpunkt verzichtet. Aber vielleicht
wird der auch erst von dem am Horizont erschienenen Piratenschiff aus ins
Papier geschossen.
vG
> Es ist eine ungel�ste Frage f�r mich: Wie nennt man die Angewohnheit von
> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
> einem Satz anzufangen, der mit einem Pronomen, vorzugsweise "Es", beginnt
> und mit Doppelpunkt aufh�rt?
Schlechter Stil?
Ich habe eben eine d�nische Quelle zu Nachrichten kursorisch
kontrolliert (DR - unser nationales Fernsehen). Alle
�berschriften beginnen mit einem Nennwort, und im Brottext werden
Platzhalter ("det" = "es") nur selten benutzt.
--
Bertel
http://bertel.lundhansen.dk/ FIDUSO: http://fiduso.dk/
> Ich habe eben eine d�nische Quelle zu Nachrichten kursorisch
> kontrolliert (DR - unser nationales Fernsehen).
Mit "kursorisch" kann ich nichts anfangen.
> Alle �berschriften beginnen mit einem Nennwort, und im Brottext werden
> Platzhalter ("det" = "es") nur selten benutzt.
UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seri�se
Nachrichten ... wo gibt's das Einb�rgerungsformular? ;-)
vG
> Bertel Lund Hansen <splitteminebrams...@lundhansen.dk> wrote:
>
> > Ich habe eben eine dänische Quelle zu Nachrichten kursorisch
> > kontrolliert (DR - unser nationales Fernsehen).
>
> Mit "kursorisch" kann ich nichts anfangen.
>
> > Alle Überschriften beginnen mit einem Nennwort, und im Brottext werden
> > Platzhalter ("det" = "es") nur selten benutzt.
>
> UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seriöse
> Nachrichten ... wo gibt's das Einbürgerungsformular? ;-)
Und immer ehrlich - Dänen lügen nicht.
> > Ich habe eben eine d�nische Quelle zu Nachrichten kursorisch
> > kontrolliert (DR - unser nationales Fernsehen).
> Mit "kursorisch" kann ich nichts anfangen.
"Kurs" (zwei Bedeutungen), "Kurier", "kurant", "kursorisch"
"cursor" ...
Alle diese W�rter stammen aus dem lateinischen "cursus" = "Lauf"
oder "currere" = "laufen". "Kursorisch" bedeutet "schnell" oder
"fl�chtig".
> UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seri�se
> Nachrichten ... wo gibt's das Einb�rgerungsformular? ;-)
Braucht du nicht. Du bist ja Eurob�rger, nicht war?
Aber so rosenrot ist D�nemark aber auch nicht (l�nger).
Genau. Auch will damit die Unschuld des Berichters des Ereignises
betont werden.
Richard
> "Es war eine dunkle und stļæ½rmische Nacht." (Snoopy)
"It was a dark and stormy night; the rain fell in torrents"
Jļæ½rn
> Volker Gringmuth skrev:
>
>>> Ich habe eben eine d�nische Quelle zu Nachrichten kursorisch
>>> kontrolliert (DR - unser nationales Fernsehen).
>
>> Mit "kursorisch" kann ich nichts anfangen.
"Kursorisch kontrolliert" in idiomatischem Deutsch w�re vielleicht "fix
durchgecheckt" ;-) "Daraufhin �berflogen" oder "oberfl�chlich
durchsucht" kann ich noch anbieten.
>> UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seri�se
>> Nachrichten ... wo gibt's das Einb�rgerungsformular? ;-)
>
> Braucht du nicht. Du bist ja Eurob�rger, nicht war?
>
> Aber so rosenrot ist D�nemark aber auch nicht (l�nger).
Probleme mit Motorradfahrern? Das Thema ist bis in die Montrealer
Tageszeitung vorgedrungen.
--
gugelfechten, vb., sich n�rrisch auff�hren, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Es ist eine ungel�ste Frage f�r mich: Wie nennt man die Angewohnheit von
> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
> einem Satz anzufangen, der mit einem Pronomen, vorzugsweise "Es", beginnt
> und mit Doppelpunkt aufh�rt?
Eine Aussage, gefolgt von einer Frage, getrennt durch einen Doppelpunkt:
eine effektive journalistische Technik?
siehe auch:
http://www.theonion.com/content/files/images/onionmagazine_archive_124a.jpg
SCNR
js
> UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seriöse
> Nachrichten ... wo gibt's das Einbürgerungsformular? ;-)
Inhaltlich seriös brauchen die Blätter nicht zu sein?
Ch.
> Inhaltlich seri�s brauchen die Bl�tter nicht zu sein?
Ich sprach davon, nach D�nemark �berzusiedeln, nicht ins Paradies.
vG
Das Fachwort hierf�r ist "Topikalisierung"
Ganz allgemein versteht man darunter die Aufl�sung der "normalen"
Satzgliedordnung zugunsten der Erststellung eines Satzglieds, das eben
normaler Weise nicht zuerst steht.
"Gro� an Wuchs war er nicht, der gro�e Feldherr Napol�on..."
"Viel Zeit bleibt uns nicht..."
"Es waren die Kinder, die ihn bei der Stange hielten..."
Meist also wird ein Gliedsatz voran gestellt, der das zu
topikalisierende Satzglied "selbst�ndig" macht.
Der andere hier passende Begriff ist "Kataphora".
Kataphora (oder Kataphorie) steht sozusagen im Dienst der
Topikalisierung.
Kataphora ist die Umkehr der Anaphora; anaphorische *Wiederaufnahme*
ist die �bliche Funktion von Pronomen. Hei�t: Das, worauf sich das
Pronomen bezieht, ist *vorher* genannt worden.
Bei der Kataphora kommt das Pronomen zuerst, also sein Bezug ist
*nach*g�ngig.
�brigens ist die Kataphora nicht nur pronominal sondern auch adverbial
zu haben, und als solche ist si umgangssprachlich sogar sehr �blich:
ugs. "Er tat so, als w�rde er schlafen"
std. "Er tat, als schliefe er"
(Es geht um das 'so', nicht um das 'w�rde'.)
> > Aber so rosenrot ist D�nemark aber auch nicht (l�nger).
> Probleme mit Motorradfahrern?
Meinst du Gespenstfahrer? (heisst es so? - Fahrer, die gegen die
richtige Richtung fahren)
Nein, daran dachte ich nicht. Ich dachte an unsere Dansk
Folkeparti - eine nationalistische Partei - und deren Einfluss
auf die Politik der Regierung. Die B�rgerrechte werden
eingeschr�nkt, und der Mininazismus gedeiht.
Geisterfahrer.
Warum sollte man in D�nemark besondere Probleme mit Motorradfahrern
haben?
Gru�
Joachim
> Geisterfahrer.
> Warum sollte man in D�nemark besondere Probleme mit Motorradfahrern
> haben?
Das weiss ich auch nicht - wenn wir davon absehen, dass d�nische
Motorradfahrern nicht immer r�cksichtsvoll fahren. Wenn jemand
von einer Tankstelle oder �hnliches ausfahren will, kann er in
D�nemark lange warten, wenn viele Autos auf der Strasse fahren.
In Deutschland h�lt warscheinlicherweise das erste Auto und l�sst
ihn durch.
In D�nemark ist es lebensgef�hrlich bei einem Fussg�nger�bergang
zu glauben, dass die Autos sich an das Verkehrsgesetz halten. Man
muss sich als Fussg�nger sichern, dass kein Auto in sicht ist,
bevor man sie Strasse kreuzt.
In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
�ber die Strasse guckt.
Aber so was war wohl nicht gemein(t)?
> Wie nennt man die Angewohnheit von
> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
^^^^^^^^^^^
> einem Satz anzufangen, der [...]
Ich h�tte geschrieben "des SPIEGEL" oder "des Spiegels".
"Angewohnheit von der SPIEGEL" f�hrt bei mir zu unma�geblichem
Schmerzempfinden.
--
die pfaffen mit ihren platten,
die m�nch mit ihren gugeln schon
bergreihen 26 ndr.
Das steht da aber nicht.
"Der Spiegel" geht allen Nachrichtenmagazinen voran, nicht "des
Spiegels".
> K�rzlich war ein Bericht in der hiesigen Zeitung �ber Motorradrotten...
> �h, Motorradbandenkriege "im sonst so friedlichen Kopenhagen", mit f�r
> d�nische Verh�ltnisse vielen Toten. Es geht wohl um Drogen.
Ach so. Ja, um Drogen und Kontrolle mit verschiedenen kriminellen
Handlungen.
> In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
> �ber die Strasse guckt.
Das hielte ich f�r ein Ger�cht, aber zum Gl�ck steht dort ja 'fast'.
Ciao,
Toscha
--
In Beer we trust
Am Rande bemerkt:
�hnlich unsch�n finde ich die "Wie-S�tze" in den Themenlisten
der Sp�tnachrichten der Privatsender (z.B. RTL Nachtjournal):
"Die Schweinegrippe - wie Deutschland geimpft wird"
"Enke - wie man mit Depressionen umgeht"
"Tsumani - wie eine Insel versinkt" ...
/Walter
> > In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
> > �ber die Strasse guckt.
> Das hielte ich f�r ein Ger�cht, aber zum Gl�ck steht dort ja 'fast'.
Es ist kein Ger�cht, sondern nur eine kleine �bertreibung. Unser
Obese (Ausflucht f�r die Sprachgruppe) ging dieses Jahr zu
Flensburg, und wir waren einmal vier D�nen, die die Strasse
kruzen wollten. Wir tan, was man immer in D�nemark tut: Wir
drehten uns neunzig Grad und begannen nach einem Loch in der
Str�mung von Autos zu schauen, aber sobald wir uns gedreht
hatten, halteten die Autos in beiden Richtungen. Es ging ein paar
Sekunden, ehe wir registrierten, dass wir die Strasse kreuzen
konnten. So was w�re nie in D�nemark vorgekommen.
> On 19 Nov., 19:16, Oliver Cromm <lispamat...@yahoo.de> wrote:
>> * Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:
>>
>>> Wie nennt man die Angewohnheit von
>>> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
>>
>> � � � � � � � � � � � � � � � � � � ^^^^^^^^^^^
>>
>>> einem Satz anzufangen, der [...]
>>
>> Ich h�tte geschrieben "des SPIEGEL" oder "des Spiegels".
>>
>> "Angewohnheit von der SPIEGEL" f�hrt bei mir zu unma�geblichem
>> Schmerzempfinden.
>
> Das steht da aber nicht.
> "Der Spiegel" geht allen Nachrichtenmagazinen voran, nicht "des
> Spiegels".
Das steht MUSEN da nicht - wo nimmst Du das Verb "gehen" her? F�r mich
ist die Konstruktion ein implizites:
... die Angewohnheit von Nachrichtenmagazinen, allen voran (die
Angewohnheit) [d..] [Spiegel], ...
Was h�ltst Du von diesem analogen Beispiel?
Ich m�chte den Eltern, allen voran Deine, ans Herz legen, die
Hausaufgabenhefte einzusehen.
| Results 1 - 10 of about 1,100,000 for "allen voran den"
Die w�ren nach Deiner Auffassung gr��tenteils falsch.
--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck, die
nante man auch die Engell�nder und gugeler B. HERTZOG
Regional unterschiedlich:
"�ber'siedeln" mit p.p. "�ber'siedelt" ist eher im bairischen,
"'�bersiedeln" mit p,p. "'�bergesiedelt" eher im borealischen Sprachraum
daheim.
Helmut
--
�berseideln: A Halbe in a Seidlglasl einschenken
>> UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seri�se
>> Nachrichten ... wo gibt's das Einb�rgerungsformular? ;-)
>
> Das verstehe ich nun nicht. Was hei�t "UL-Fliegen"?
> "Ultraleichtflugzeugfliegen"?
Nachvollziehbar, da� man das abk�rzt, oder?
vG
--
"Allein die Chinesen besitzen jetzt schon 1,9 Billionen Dollar amerikanische
Staatsanleihen. Wenn die Chinesen morgen ihr Geld wiederhaben wollen,
k�nnen Sie die Amis alle nackt �bern Zaun h�ngen! Wahrscheinlich ist da
nicht mal mehr n Zaun, wo Sie die dr�berh�ngen k�nnen!"
(Volker Pispers, "Bis neulich")
> * Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>> Wie nennt man die Angewohnheit von
>> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
> ^^^^^^^^^^^
>> einem Satz anzufangen, der [...]
>
> Ich h�tte geschrieben "des SPIEGEL" oder "des Spiegels".
>
> "Angewohnheit von der SPIEGEL" f�hrt bei mir zu unma�geblichem
> Schmerzempfinden.
"Angewohnheit von des SPIEGELS" hingegen ist DUSEN in Dortmund?
Wir hatten diese Diskussion k�rzlich erst. Manche Apposition erg�nzt man im
Geiste zu einem eingeschobenen Satz.
vG
--
"Haben Sie in der DDR Leute gesehen, die 40 Stunden die Woche arbeiten und
kein Geld haben, sich Lebensmittel zu kaufen? Nein, daf�r m�ssen Sie in die
USA gehen. Das nennt man n�mlich kapitalistische Mi�wirtschaft. Die USA
sind viel pleitere-re-re-re-re-rer, als es die DDR jemals war!"
> Volker Gringmuth schrieb:
>
>> Ich sprach davon, nach Dänemark überzusiedeln
>
> Zu übersiedeln?
>
> Oder geht beides?
>
Mir geht die Version von Volker glatter runter.
Ciao
Wolfram
--
Bekenntnis
Ich leide an Versagensangst, / besonders, wenn ich dichte. / Die Angst, die
machte mir bereits / manch schönen Reim zuschanden.
ROBERT GERNHARDT
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> In Dänemark ist es lebensgefährlich bei einem Fussgängerübergang
> zu glauben, dass die Autos sich an das Verkehrsgesetz halten. Man
> muss sich als Fussgänger sichern, dass kein Auto in sicht ist,
> bevor man sie Strasse kreuzt.
>
> In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
> über die Strasse guckt.
>
Aber nur an gekennzeichneten Fußgängerüberwegen. Ansonsten rate ich
dringend davon ab, einfach über die Straße zu gehen und drauf zu vertrauen,
daß die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
halten die Autos und keiner hupt.
Ciao
Wolfram
--
Geschichten, deren erster Satz nicht eine unbändige Lust weckt,
weiterzulesen, sind direkt für Kritiker oder Literaturhistoriker
geschrieben; Verwunschene, die nahezu jeden Dreck, der irgendwann aus
Federn quillt und zwischen zwei Buchdeckel gepreßt wird, lesen müssen.
Verbitterte Existenzen.
Das ist eher unwahrscheinlich.
> In D�nemark ist es lebensgef�hrlich bei einem Fussg�nger�bergang
> zu glauben, dass die Autos sich an das Verkehrsgesetz halten. Man
> muss sich als Fussg�nger sichern, dass kein Auto in sicht ist,
> bevor man sie Strasse kreuzt.
>
> In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
> �ber die Strasse guckt.
An Zebrastreifen stimmt das einigerma�en, die gibt es aber kaum noch.
Ansonsten w�rde ich dringend raten, auch in Deutschland auf eine
ausreichend gro�e L�cke zu warten, freiwillig h�lt da keiner an.
> Aber so was war wohl nicht gemein(t)?
N�. Das mit den Motorradbandenkriegen ist zwar bis nach Kanada
vorgedrungen, die S�droute via N�rnberg hat die Nachricht
leider vernachl�ssigt. Oder ich hab's in der Zeitung �bersehen.
Gru�
Joachim
> * Bertel Lund Hansen wrote:
>
>> Oliver Cromm skrev:
>>
>>>> Aber so rosenrot ist D�nemark aber auch nicht (l�nger).
>>
>>> Probleme mit Motorradfahrern?
>>
>> Meinst du Gespenstfahrer?
>
> K�rzlich war ein Bericht in der hiesigen Zeitung �ber Motorradrotten...
> �h, Motorradbandenkriege "im sonst so friedlichen Kopenhagen", mit f�r
> d�nische Verh�ltnisse vielen Toten. Es geht wohl um Drogen.
Nicht nur in D�nemark, auch in Deutschland machen die z.Zt. Schlagzeilen:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,658544,00.html
Sind die gleichen MCs.
Gr��e,
Frank
> Am Thu, 19 Nov 2009 18:14:31 +0100 schrieb Bertel Lund Hansen:
>
>> In D�nemark ist es lebensgef�hrlich bei einem Fussg�nger�bergang
>> zu glauben, dass die Autos sich an das Verkehrsgesetz halten. Man
>> muss sich als Fussg�nger sichern, dass kein Auto in sicht ist,
>> bevor man sie Strasse kreuzt.
>>
>> In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
>> �ber die Strasse guckt.
>>
> Aber nur an gekennzeichneten Fu�g�nger�berwegen. Ansonsten rate ich
> dringend davon ab, einfach �ber die Stra�e zu gehen und drauf zu vertrauen,
> da� die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
> halten die Autos und keiner hupt.
Stimmt, in Italien mu� man einfach draufloslaufen. Wenn man wartet, da�
jemand anh�lt steht man ewig, wirklich anhalten wird keiner. Einfach
losgehen, und man kommt durch. Nur unvermittelt stehenbleiben darf man
nicht ;-)
Gr��e,
Frank
> Thomas Schade skrev:
>
>>> In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
>>> �ber die Strasse guckt.
>
>> Das hielte ich f�r ein Ger�cht, aber zum Gl�ck steht dort ja 'fast'.
>
> Es ist kein Ger�cht, sondern nur eine kleine �bertreibung. Unser
> Obese (Ausflucht f�r die Sprachgruppe) ging dieses Jahr zu
> Flensburg, und wir waren einmal vier D�nen, die die Strasse
> kruzen wollten.
Flensburg ist auch ein eher ruhiges St�dtchen. In K�ln oder Berlin sieht
das schon etwas anders aus, da h�lt l�ngst nicht jeder am Zebrastreifen an.
Au�erdem werden in Flensburg die Punkte registriert, wenn jemand gegen die
Stra�enverkehrsordnung verst��t. Vielleicht sind die Autofahrer dort
deshalb besonders vorsichtig ;-)
Gr��e,
Frank
> "Diagonal lesen" bedeutet dagegen, eine Zeitung oder ein Buch zu
> �berfliegen, um eine ungef�hre Informatiom vom Inhalt zu erhalten.
Diese Art zu lesen kenne ich nur als "Querlesen".
Gr��e,
Frank
> Am Fri, 20 Nov 2009 07:43:43 +0100 schrieb Wolfram Heinrich:
>
>> Am Thu, 19 Nov 2009 18:14:31 +0100 schrieb Bertel Lund Hansen:
>>
>>> In Dänemark ist es lebensgefährlich bei einem Fussgängerübergang
>>> zu glauben, dass die Autos sich an das Verkehrsgesetz halten. Man
>>> muss sich als Fussgänger sichern, dass kein Auto in sicht ist,
>>> bevor man sie Strasse kreuzt.
>>>
>>> In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
>>> über die Strasse guckt.
>>>
>> Aber nur an gekennzeichneten Fußgängerüberwegen. Ansonsten rate ich
>> dringend davon ab, einfach über die Straße zu gehen und drauf zu vertrauen,
>> daß die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
>> halten die Autos und keiner hupt.
>
> Stimmt, in Italien muß man einfach draufloslaufen. Wenn man wartet, daß
> jemand anhält steht man ewig, wirklich anhalten wird keiner. Einfach
> losgehen, und man kommt durch.
Neapolitaner haben mir gesagt, dergleichen sollte man in Rom nicht
probieren, dort werde man gnadenlos überfahren. Aber das kann nur natürlich
auch nur inneritalienische Volksverhetzung gewesen sein.
Ciao
Wolfram
--
Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.
WILLIAM SOMERSET MAUGHAM
...
> > Stimmt, in Italien muß man einfach draufloslaufen.
...
> Neapolitaner haben mir gesagt, dergleichen sollte man in Rom nicht
> probieren, dort werde man gnadenlos überfahren. Aber das kann nur natürlich
> auch nur inneritalienische Volksverhetzung gewesen sein.
Aha, gibt es eine Konkurenz zwischen Napoli und Rom?
Sind nicht die Neapolitaner direkte Nachfahren aus griechischen
Kolonialzeiten, während die Römer auf - zwar auch Aeneas - aber im
wesentlichen die zwillingssäugende Wölfin zurückblicken und
schließlich auf die Res publica?
Andererseits - Pompeji und Herculaneum wirken schon sehr klassisch
römisch.
Die Neapolitaner haben dafür eine ausgeprägte Opern- und Mafiakultur.
Gruß
Gunhild
> On 20 Nov., 11:28, Wolfram Heinrich <i...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Neapolitaner haben mir gesagt, dergleichen sollte man in Rom nicht
>> probieren, dort werde man gnadenlos überfahren. Aber das kann nur natürlich
>> auch nur inneritalienische Volksverhetzung gewesen sein.
>
> Aha, gibt es eine Konkurenz zwischen Napoli und Rom?
>
Nun, nun. Warum soll es diese Konkurrenz ausgerechnet zwischen diesen
beiden Städten nicht geben? Selbst im Cilento ist Neapel und sind die
Neapolitaner nicht sonderlich beliebt. Der Menschenschlag hier (Nachfahren
von Langobarden und Normannen, der Cilento ist gewissermaßen
Südskandinavien) ist doch eher ruhig und bedächtig, was für die
Neapolitaner nur sehr bedingt zutrifft.
> Sind nicht die Neapolitaner direkte Nachfahren aus griechischen
> Kolonialzeiten, während die Römer auf - zwar auch Aeneas - aber im
> wesentlichen die zwillingssäugende Wölfin zurückblicken und
> schließlich auf die Res publica?
>
Von der Kulturgeschichte her schon, biologisch halte ich das für ein wildes
Gerücht. Inzwischen haben sich schon so viele in Italien herumgetrieben,
haben genetische Spuren hinterlassen oder sind gar geblieben, so daß ein
ziemliches Durcheinander entstanden ist. Gottlob. Die Italiener sind fast
so wild gemischt wie die Deutschen.
> Andererseits - Pompeji und Herculaneum wirken schon sehr klassisch
> römisch.
>
Klar, zum Zeitpunkt der Zerstörung war die Gegend lange genug unter
römischer Herrschaft. Und wo die Römer waren, schaut alles nach kurzer Zeit
sehr römisch aus. Selbst in Deutschland merkst du noch den Unterschied
zwischen dem Römischen Germanien und dem Germanischen Germanien.
Mentalitätsmäßig scheint mir Hannover sehr viel weiter von Köln entfernt
als München.
> Die Neapolitaner haben dafür eine ausgeprägte Opern- und Mafiakultur.
>
Der Käufer meines Hauses, ein Neapolitaner, meinte, in Neapel gäbe es nur
ein großes und bedeutendes Theater und Opernhaus, das Teatro San Carlo,
ansonsten einige kleinere Theater -aus. Das ist nicht viel für eine so
große Stadt.
Aber, immerhin, die Camorrakultur (1) wird gepflegt.
Ciao
Wolfram
(1) Sag nie Mafia, wenn du die Camorra meinst. Es sagt auch keiner Schalke,
wenn er den HSV meint.
--
Als Kortzfleysch sich selbst im Backrohr garte,
Das Publikum nicht mit Beifall sparte.
> Ansonsten rate ich
> dringend davon ab, einfach �ber die Stra�e zu gehen und drauf zu vertrauen,
> da� die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
> halten die Autos und keiner hupt.
Ulrich Wickert berichtete einmal davon, da� selbiges auch in Paris
funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos �ber die
Stra�e gekommen.
--
Diedrich
Ich lese dabei gehend die Zeitung. Die Alternative Blindenstock
w�re ja als irref�hrend verboten.
Gruss
Walter
> > Ansonsten rate ich
> > dringend davon ab, einfach über die Straße zu gehen und drauf zu vertrauen,
> > daß die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
> > halten die Autos und keiner hupt.
>
> Ulrich Wickert berichtete einmal davon, daß selbiges auch in Paris
> funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos über die
> Straße gekommen.
Tu uns die Liebe und versuch's nicht in Athen - FR
> >> Ansonsten rate ich
> >> dringend davon ab, einfach über die Straße zu gehen und drauf zu vertrauen,
> >> daß die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
> >> halten die Autos und keiner hupt.
>
> > Ulrich Wickert berichtete einmal davon, daß selbiges auch in Paris
> > funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos über die
> > Straße gekommen.
>
> Ich lese dabei gehend die Zeitung. Die Alternative Blindenstock
> wäre ja als irreführend verboten.
Einer meiner zahlreichen Vettern behauptet, sein Bruder, ev. Pfarrer,
wäre einfach zu gut für diese Welt. Der führte immer alte Frauen über
die Straße und er müßte sie dann zurückbringen weil die garnicht über
die Straße wollten - FR
> Ciao
> Wolfram
> (1) Sag nie Mafia, wenn du die Camorra meinst. Es sagt auch keiner Schalke,
> wenn er den HSV meint.
'Mafia' ist hier, also au�erhalb des
die-Mafia-ist-die-Mafia-ist-die-Mafia-Gebietes, einfach ein zum
Gattungsbegriff gewordenes Fremdwort. Das Tempo des organisierten
Verbrechens gewisserma�en.
Ciao
Toscha
--
Life goes by so fast, you only want to do what you think is right.
Close your eyes and then it's past - story of my life.
[Social Distortion]
> Oliver Cromm wrote:
>
>> * Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>>
>>> Wie nennt man die Angewohnheit von
>>> Nachrichtenmagazinen, allen voran der SPIEGEL, jeden zweiten Bericht mit
>> ^^^^^^^^^^^
>>> einem Satz anzufangen, der [...]
>>
>> Ich h�tte geschrieben "des SPIEGEL" oder "des Spiegels".
>>
>> "Angewohnheit von der SPIEGEL" f�hrt bei mir zu unma�geblichem
>> Schmerzempfinden.
>
> "Angewohnheit von des SPIEGELS" hingegen ist DUSEN in Dortmund?
Nein, aber "des Spiegel(s)" kann parallel zu "von Nachrichtenmagazinen"
aufgefa�t werden.
--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Ralf Heinrich Arning wrote:
>
>>> UL-Fliegen ohne Flugplatzpflicht und noch sprachlich seri�se
>>> Nachrichten ... wo gibt's das Einb�rgerungsformular? ;-)
>>
>> Das verstehe ich nun nicht. Was hei�t "UL-Fliegen"?
>> "Ultraleichtflugzeugfliegen"?
>
> Nachvollziehbar, da� man das abk�rzt, oder?
Na, hoffentlich ist das mit der keinen Flugplatzpflicht keine UL.
--
die pfaffen mit ihren platten,
die m�nch mit ihren gugeln schon
bergreihen 26 ndr.
> Am Fri, 20 Nov 2009 02:14:37 +0100 schrieb Matthias Opatz:
>
>> Volker Gringmuth schrieb:
>>
>>> Ich sprach davon, nach D�nemark �berzusiedeln
>>
>> Zu �bersiedeln?
>>
>> Oder geht beides?
>>
> Mir geht die Version von Volker glatter runter.
Mir umgekehrt.
--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, l�rmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Unser Obese
Voll fett! Oder wie ist "Obese" zu verstehen?
> (Ausflucht f�r die Sprachgruppe)
Es ist wohl ein Ausflug, denn eine Ausflucht ist eine Ausrede ("der Hund
hat die Hausaufgaben gefressen!")
> ging dieses Jahr zu Flensburg
Nach Flensburg. oder zu einem Bekannten in Flensburg.
--
nun schmeckt, wer ich sei, ihr gugelnarren! PARACELSUS
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
>> > In Deutschland halten die Autos sofort fast, wenn man nur quer
>> > �ber die Strasse guckt.
>
>> Das hielte ich f�r ein Ger�cht, aber zum Gl�ck steht dort ja 'fast'.
>
> Es ist kein Ger�cht, sondern nur eine kleine �bertreibung. Unser
> Obese (Ausflucht f�r die Sprachgruppe) ging dieses Jahr zu
Ausflug(?) nach
hoffe ich jedenfalls, fast ;)
> Flensburg, und wir waren einmal vier D�nen, die die Strasse
> kruzen wollten. Wir tan, was man immer in D�nemark tut: Wir
[1] taten
> drehten uns neunzig Grad und begannen nach einem Loch in der
^^^^^^^^^^^
> Str�mung von Autos zu schauen, aber sobald wir uns gedreht
einer L�cke im Strom der Autos
> hatten, halteten die Autos in beiden Richtungen. Es ging ein paar
hielten
> Sekunden, ehe wir registrierten, dass wir die Strasse kreuzen
> konnten. So was w�re nie in D�nemark vorgekommen.
Ganz ehrlich, das ist mir in 52 Jahren in Deutschland auch noch nie
passiert. Daf�r ein einziges Mal in Los Angeles, da allerdings war ich
noch verbl�ffter als du vermutlich in Flensburg.
[1] Bitte verzeih, aber das klingt einfach r�hrend. Ist das eine
w�rtliche �bersetzung aus dem D�nischen? Im Deutschen sagte man wohl
eher: wir waren vier Leute/Personen; also ohne Betonung der
Nationalit�t. Und dieses 'einmal' verleiht dem Ganzen noch den Charakter
einer Geschichte.
--
I was a punk
before you were a punk.
[The Tubes]
> Tu uns die Liebe und versuch's nicht in Athen
Ich werd den Deubel tun!
Au�erdem deucht mich Athen die h��lichste Stadt, die ich bislang gesehen
habe, au�er der Akropolis nat�rlich.
--
Diedrich
Muss nicht unbedingt "gehen" sein. Von mir aus auch "Der Spiegel ist
allen voran".
> Für mich
> ist die Konstruktion ein implizites:
>
> ... die Angewohnheit von Nachrichtenmagazinen, allen voran (die
> Angewohnheit) [d..] [Spiegel], ...
Die Angewohnheit des Spiegels ist den Angewohnheiten der
Nachrichtenmagazine voran?
Nein, der Spiegel den Nachrichtenmagazinen (bezüglich dieser
Angewohnheit).
Deine Lesart würde man mit ... allen voran *die* des Spiegels" ...
ausdrücken.
"Des Spiegels" würde auch dann passen, wenn es
... die Angewohnheit gewisser Nachrichtenmagazine, allen voran des
Spiegels, ...
hieße.
Dann wäre der Spiegel nämlich im gleichen Fall wie die
Nachrichtenmagazine.
> Diedrich Dirks schrieb:
>> Ulrich Wickert berichtete einmal davon, daß selbiges auch in Paris
>> funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos über die
>> Straße gekommen.
>
> Ich lese dabei gehend die Zeitung. Die Alternative Blindenstock
> wäre ja als irreführend verboten.
>
Du könntest dir ja eine rote Armbinde mit weißem Kreuz machen lassen. Damit
wärst du als Schweizer identifiziert und jeder paßt auf.
Ciao
Wolfram
--
Gerade Haltung kann unter Umständen nur ein Symptom der Lähmung sein.
STANISLAW JERZY LEC
> On 20.11.2009 13:42, Wolfram Heinrich wrote:
>
>> Ciao
>> Wolfram
>> (1) Sag nie Mafia, wenn du die Camorra meinst. Es sagt auch keiner Schalke,
>> wenn er den HSV meint.
>
> 'Mafia' ist hier, also außerhalb des
> die-Mafia-ist-die-Mafia-ist-die-Mafia-Gebietes, einfach ein zum
> Gattungsbegriff gewordenes Fremdwort. Das Tempo des organisierten
> Verbrechens gewissermaßen.
>
Natürlich. Gewissermaßen.
Ciao
Wolfram
--
In Berlin gehen so viele Leute, daß man keinen trifft. In Wien trifft man
so viele Leute, daß keiner geht.
KARL KRAUS
> Wolfram Heinrich:
>
>> Ansonsten rate ich
>> dringend davon ab, einfach über die Straße zu gehen und drauf zu vertrauen,
>> daß die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
>> halten die Autos und keiner hupt.
>
> Ulrich Wickert berichtete einmal davon, daß selbiges auch in Paris
> funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos über die
> Straße gekommen.
Ich habe diesen kleinen Film seinerzeit in den Tagesthemen gesehen. Sehr
beeindruckend.
Ciao
Wolfram
--
Lieber Rosinen im Kopf als Haare im Kuchen.
>> Unser Obese
> Voll fett! Oder wie ist "Obese" zu verstehen?
>> (Ausflucht f�r die Sprachgruppe)
"Obese" ist der Name unsere Jahrestreffen (wie eurer
"Desd-Treffen". Ich war auch dabei in Flensburg (2009-10-17).
Eigentlich ist Obese eine Art "gesprochene Akronym" -
ich weiss nicht was das auf Deutsch heisst - so �hnlich
wie KDW = Ka-De-We.
Also: OBC = Odense Baneg�rd Center (schlimmer
Getrenntschreibung) = Obese.
Bertel kann sicher alles viel besser erkl�ren. Die Gruppe
dk.kultur.sprog hat auch einen Homepage:
http://www.obese.dk/
Hier gibts auch Bilder von "Obese 10" in Flensburg.
--
Gru�
Herluf Holdt
DK-3140
>>> Ulrich Wickert berichtete einmal davon, da� selbiges auch in Paris
>>> funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos �ber die
>>> Stra�e gekommen.
>>
>> Ich lese dabei gehend die Zeitung. Die Alternative Blindenstock
>> w�re ja als irref�hrend verboten.
>>
> Du k�nntest dir ja eine rote Armbinde mit wei�em Kreuz machen lassen. Damit
> w�rst du als Schweizer identifiziert und jeder pa�t auf.
Gute Idee. Das funktioniert ja offensichtlich schon in Flensburg sehr
gut. Wobei Bertel nur wegen der Flagge vermutlich ungern als Schweizer
tituliert wird.
Ciao
Toscha
--
Welcome to slavery!
No, thanks, I already have a wife.
[Seth Gecko / From Dusk till Dawn]
> On 20.11.2009 13:42, Wolfram Heinrich wrote:
>
>> (1) Sag nie Mafia, wenn du die Camorra meinst. Es sagt auch keiner Schalke,
>> wenn er den HSV meint.
>
> 'Mafia' ist hier, also au�erhalb des
> die-Mafia-ist-die-Mafia-ist-die-Mafia-Gebietes, einfach ein zum
> Gattungsbegriff gewordenes Fremdwort. Das Tempo des organisierten
> Verbrechens gewisserma�en.
Genau. K�rzlich war hier ein Artikel in der Zeitung, von einem
Professor, der meinte, der generische Gebrauch von "Mafia" sei
beleidigend f�r Italiener. Was habe ich gelacht!
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
�sterr. weist.
> > (Ausflucht f�r die Sprachgruppe)
> Es ist wohl ein Ausflug, denn eine Ausflucht ist eine Ausrede ("der Hund
> hat die Hausaufgaben gefressen!")
Ja.
Im D�nischen haben wir nur ein Wort mit beiden Bedeutungen, was
ja auch logisch ist. Ein Ausflucht ist ein Ausflug von der
Wahrheit.
--
Bertel
http://bertel.lundhansen.dk/ FIDUSO: http://fiduso.dk/
> * Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:
>
>> On 20.11.2009 13:42, Wolfram Heinrich wrote:
>>
>>> (1) Sag nie Mafia, wenn du die Camorra meinst. Es sagt auch keiner Schalke,
>>> wenn er den HSV meint.
>>
>> 'Mafia' ist hier, also außerhalb des
>> die-Mafia-ist-die-Mafia-ist-die-Mafia-Gebietes, einfach ein zum
>> Gattungsbegriff gewordenes Fremdwort. Das Tempo des organisierten
>> Verbrechens gewissermaßen.
>
> Genau. Kürzlich war hier ein Artikel in der Zeitung, von einem
> Professor, der meinte, der generische Gebrauch von "Mafia" sei
> beleidigend für Italiener. Was habe ich gelacht!
Der Professor als solcher spinnt doch.
Ciao
Wolfram
--
Schließlich wird der Mensch weder durch Deduktion noch durch Induktion
untersucht, sondern durch Obduktion.
STANISLAW JERZY LEC
> > Flensburg, und wir waren einmal vier D�nen, die die Strasse
> > kruzen wollten. Wir tan, was man immer in D�nemark tut: Wir
> [1] taten
> > drehten uns neunzig Grad und begannen nach einem Loch in der
> ^^^^^^^^^^^
> > Str�mung von Autos zu schauen, aber sobald wir uns gedreht
> einer L�cke im Strom der Autos
> > hatten, halteten die Autos in beiden Richtungen. Es ging ein paar
> hielten
> > Sekunden, ehe wir registrierten, dass wir die Strasse kreuzen
> > konnten. So was w�re nie in D�nemark vorgekommen.
> [1] Bitte verzeih,
Du brauchst nicht entschuldigen. Ich kenne meine Begrenzung im
Deutschen, und ich freue mich immer dar�ber, hier st�ndig neues
zu lernen und die idiomatische Formulierungen besser kennen
lernen.
> aber das klingt einfach r�hrend. Ist das eine
> w�rtliche �bersetzung aus dem D�nischen?
Nein, ich �bersetze nicht. Ich denke auf Deutsch, wenn ich
Deutsch schreibe, aber ab und zu sind meine 'deutsche' Gedanken
nur d�nische Gedanken in deutschen Klamotten.
> Im Deutschen sagte man wohl
> eher: wir waren vier Leute/Personen; also ohne Betonung der
> Nationalit�t.
Ich habe die Nationalit�t mit Willem betont, weil ich meinte,
dass D�nen im Gegensatz zu Deutschen verbl�fft werden konnten.
> Und dieses 'einmal' verleiht dem Ganzen noch den Charakter
> einer Geschichte.
Ja, das sehe ich jetzt.
> Au�erdem deucht mich Athen die h��lichste Stadt, die ich bislang gesehen
> habe, au�er der Akropolis nat�rlich.
Was bedeutet "deucht"?
>>>>> Ich sprach davon, nach D�nemark �berzusiedeln
>>>>
>>>> Zu �bersiedeln?
>>>>
>>>> Oder geht beides?
>>>>
>>> Mir geht die Version von Volker glatter runter.
>>
>> Mir umgekehrt.
>
> Mal angenommen, "�bersiedeln" ist ein trennbares Verb, dann hei�t
> es "�berzusiedeln" und "ich siedle �ber".
>
> Mal angenommen, "�bersiedeln" ist ein untrennbares Verb, dann hei�t
> es "zu �bersiedeln" und "ich �bersiedle".
>
> Ich habe nicht das rechte Sprachgef�hl f�r "�bersiedeln", MUSEN ist
> das ein S�dizismus. Hier sagt man umziehen (trennbar).
>
> Trennbare Verben:
> aufpassen, niederschrieben, schwarzmalen, 'umfahren, '�bersetzen.
>
> Untrennbare Verben:
> hinterfragen, �berpr�fen, missverstehen, um'fahren, �ber'setzen.
>
> Wozu geh�rt �bersiedeln?
Wie ich schon weiter oben gesagt habe:
Der Terminus "'�bersiedeln" ist eher im Norden als Synonym zu "umziehen"
anzutreffen, und wird mit "�bergesiedelt" gebildet; �ber'siedeln ist
oberdeutsch und wird regelm��ig mit "�ber'siedelt" gebildet, und
"umziehen" ist je s�dlicher desto weniger ein Synonym, weil ihm die
Bedeutung des Wohnungswechsels fehlt: Umziehen tut man sich, wenn man
nass geworden ist; umziehen tut man heut im ganzen Dorf (i.S.v. "einen
[z.B. Faschings-] Umzug veranstalten", was wiederum *nicht* "eine
�bersiedlung vornehmen" hei�t).
Es ist allerdings nicht zu leugnen, dass in den letzten zwanzig Jahren
durch den Einfluss der Medien von "drau�t" auch der Begriff "Umzug"
i.S.v. "�ber'siedlung" auch in �sterreich bekannter geworden ist -- aber
alle Umz�ge, die ich hierzulande (AT) erlebt hab, sind dennoch unter der
Bezeichnung "�bersiedlung" vonstatten gegangen.
Helmut,
dem, wenn er im Norden �bersiedelt ist,
immer alle beim Umzuch geholfen haben,
selbst als er von Ollnburch nach Breem �bergesiedelt ist.
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
> Diedrich Dirks skrev:
>
> > Au�erdem deucht mich Athen die h��lichste Stadt, die ich bislang gesehen
> > habe, au�er der Akropolis nat�rlich.
>
> Was bedeutet "deucht"?
Es ist die veraltete Form des Verbs "d�nken" --> mich d�nkt.
--
Yvonne Steiner
>> Ansonsten rate ich
>> dringend davon ab, einfach über die Straße zu gehen und drauf zu vertrauen,
>> daß die Autofahrer schon bremsen werden. In Neapel funktioniert das, da
>> halten die Autos und keiner hupt.
>
>Ulrich Wickert berichtete einmal davon, daß selbiges auch in Paris
>funktioniere. Wir haben es dann ausprobiert und sind problemlos über die
>Straße gekommen.
http://tinyurl.com/y9volf7 (führt zu Arte/Karambolage).
Tja, die Deutschen und ihre Mythen. Ich zitiere:
* * * * * * * * * * * *
So, haben Sie’s gesehen? Was haben Sie denn gesehen? Haben Sie
gesehen, wie Wickert die Place de la Concorde ohne anzuhalten
und ohne die Autos zu beachten überquert?
Schauen wir noch einmal: Wickert schaut in die Kamera, läuft
todesmutig los…und jetzt aufgepaßt: nach zwei Schritten wird das
Bild geschnitten, er taucht in einer anderen Einstellung auf und
läuft auf die Kamera zu, schauen Sie sich die Breite der
Streifen auf dem Boden gut an … sehen Sie? Wickert geht weiter,
schauen Sie genau hin, ein Lastwagen wird nämlich ins Bild
kommen und ihn verdecken. Tatsächlich ist der Lastwagen der
Beginn einer dritten Einstellung, in der wir unseren Reporter im
Profil sehen, aber an einer ganz anderen Stelle der Place de la
Concorde: die Boden-markierungen sind nämlich viel schmaler als
vorhin, sehen Sie? Erneuter Schnitt auf die vorherige
Einstellung, Wickert kommt auf uns zu und hat den Platz
überquert.
Aber warum ist die frontale Einstellung, die ungeschnitten seine
Heldentat bewiesen hätte, geschnitten worden? Wieso fehlen bei
dieser Einstellung 5 oder 6 Sekunden? Gab es etwas zu
verheimlichen? Hat ein Auto den waghalsigen Reporter etwa doch
zum Anhalten gezwungen?
Liebe deutsche Freunde, es tut uns wirklich leid, an einem
Mythos zu kratzen. Wir wollten diese Heldentat eigentlich nur
den Franzosen vorstellen. Doch nach aufmerksamem Betrachten der
Bilder müssen wir Ihnen enthüllen: wahrscheinlich ist Ulrich
Wickert nie über die Place de la Concorde gegangen ohne sich um
die Autos zu scheren und ohne anzuhalten. Umso besser übrigens,
sonst würde er heute wohl nicht mehr unter uns weilen. Und das
wäre doch sehr schade, oder?
Text: Elsa Clairon
Bild: Claire Doutriaux
* * * * * * * * * * * *
--
Viele Grüße
Gerald Fix
> ging dieses Jahr zu
nach
> Flensburg, und wir waren einmal vier D�nen, die die Strasse
Ah, Flensburg. Nirgendwo fahren deutsche Kraftfahrer so ordentlich wie
in Flensburg. (Bei "Flensburg" denkt fast jeder an das dort angesiedelte
Kraftfahrtbundesamt, das das "Verkehrszentralregister" f�hrt, wo f�r
Verkehrss�nder die ber�hmten "Punkte" f�r Verkehrsverst��e gesammelt
werden.)
> kruzen wollten. Wir tan, was man immer in D�nemark tut: Wir
�berqueren taten
> drehten uns neunzig Grad und begannen nach einem Loch in der
^ um 90� r L�cke im
> Str�mung von Autos zu schauen, aber sobald wir uns gedreht
Verkehr --- -----
> hatten, halteten die Autos in beiden Richtungen. Es ging ein paar
hielten
> Sekunden, ehe wir registrierten, dass wir die Strasse kreuzen
^^^^^^^^ merkten �berqueren
> konnten. So was w�re nie in D�nemark vorgekommen.
Sowas/So etwas w�rde in Dk nie vorkommen.
Gru�
Andreas
Und "d�nken" klingt auch nicht mehr ganz taufrisch.
Andreas
> > Es ist die veraltete Form des Verbs "dünken" --> mich dünkt.
>
> Und "dünken" klingt auch nicht mehr ganz taufrisch.
Was ist der jugendliche Schmelz eines neuen Wortes?
Jedes ist, sobald es im Szenewörterbuch steht, bereits hinfällig.
Gruß
Gunhild
Hach, tempus fugit.
Mich deucht nur, es gab noch keine Szenew�rterb�cher, als "d�nken"
Jugendsl�ng war.
Andreas
>>> Es ist die veraltete Form des Verbs "dᅵnken" --> mich dᅵnkt.
>> Und "dᅵnken" klingt auch nicht mehr ganz taufrisch.
> Was ist der jugendliche Schmelz eines neuen Wortes?
> Jedes ist, sobald es im Szenewᅵrterbuch steht, bereits hinfᅵllig.
Da sind die Sozio-Linguisten noch nicht auf dem Quivive. Sie sollten alle
Vierteljahr ein illustriertes Blᅵttchen herausgeben zur Frage:
"Welche Wᅵrter trᅵgt man im nᅵchsten Frᅵhling, Sommer, Herbst und Winter?"
j/\a
--
>> Was bedeutet "deucht"?
>
> Es ist die veraltete Form des Verbs "dünken" --> mich dünkt.
Ich dachte immer, es sei der Konjunktiv von "dünken".
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
> Yvonne Steiner meinte:
>
> >> Was bedeutet "deucht"?
> >
> > Es ist die veraltete Form des Verbs "d�nken" --> mich d�nkt.
>
> Ich dachte immer, es sei der Konjunktiv von "d�nken".
Jetzt aber nicht mehr, gelt?
Der lautet n�mlich so:
Konjunktiv I = ich d�nke/mir d�nke/es d�nke mir
Konjunktiv II = ich d�nkte/mir d�nkte/es d�nkte mir
Erstaunlicherweise zeigt Canoo sogar einen Imperativ dieses Verbes:
Singular = d�nk/d�nke
Plural = d�nkt
Jetzt m�sste man mir nur noch erkl�ren, inwiefern mich denn jemand zum
D�nken auffordern bzw. mir das D�nken befehlen k�nnte.
--
Yvonne Steiner
>> >> Was bedeutet "deucht"?
>> >
>> > Es ist die veraltete Form des Verbs "dünken" --> mich dünkt.
>>
>> Ich dachte immer, es sei der Konjunktiv von "dünken".
>
> Jetzt aber nicht mehr, gelt?
Nein, jetzt denke ich das nicht mehr, jetzt weiß ich das. Jetzt habe ich
nämlich in Grimms Wörterbuch nachgesehen und dort erfahren: "däuchte" ist
ursprünglich Präteritum von "dünken" und später (15.-17. Jh) erst zu
"däuchten" auch im Präsens geworden.
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch&mode=hierarchy&textsize=600&onlist=&word=dunken&lemid=GD05678&query_start=1&totalhits=0&textword=&locpattern=&textpattern=&lemmapattern=&verspattern=#GD05678L0
und
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch&mode=hierarchy&textsize=600&onlist=&word=daucht&lemid=GD00932&query_start=1&totalhits=0&textword=&locpattern=&textpattern=&lemmapattern=&verspattern=#GD00932L0
Und der Konj II von "dünken" düfte (wenn denn "däuchte" das Präteritum ist)
ebenfalls "däuchte" heißen / gehießen haben. M.a.W. ganz so falsch lag MUSE
wohl doch nicht.
> "Obese" ist der Name unsere Jahrestreffen (wie eurer
> "Desd-Treffen". Ich war auch dabei in Flensburg (2009-10-17).
>
> Eigentlich ist Obese eine Art "gesprochene Akronym" -
> ich weiss nicht was das auf Deutsch heisst - so ähnlich
> wie KDW = Ka-De-We.
>
> Also: OBC = Odense Banegård Center (schlimmer
> Getrenntschreibung) = Obese.
>
> Bertel kann sicher alles viel besser erklären. Die Gruppe
> dk.kultur.sprog hat auch einen Homepage:http://www.obese.dk/
> Hier gibts auch Bilder von "Obese 10" in Flensburg.
Sehr hübsch: hastighedsbegrænsninger
Wo geht denn die 11. Obese hin?
Ich war mal in Odense. War im Mittelalter ein bedeutender Bischofssitz
- und wenn ich mich richtig erinnere, gehörte Vorpommern auch mal zum
Bistum Odense, es siedelten sich dort auch viele Dänen an (daran
erinnert der Name "Dänische Wiek" im Greifswalder Bodden - bei Wiek
muß man immer aufpassen, da gibt's unterschiedliche Schreibweisen, die
an der Dänischen Wiek liegende Ortschaft z.B. schreibt sich Wieck;
Mommsen nennt diese Siedler "Jomswikingen"); 1648 kam Vorpommern an
Schweden, das wurde 1815 in Wien dann wieder korrigiert.
Macht doch mal eine Obese nach Berlin: Fähre Gedser-Warnemünde und
dann weiter per Bahn - FR
Man merkt's, Du kennst Bukarest nicht - FR
> > Ich dachte immer, es sei der Konjunktiv von "dünken".
>
> Jetzt aber nicht mehr, gelt?
>
> Der lautet nämlich so:
> Konjunktiv I = ich dünke/mir dünke/es dünke mir
> Konjunktiv II = ich dünkte/mir dünkte/es dünkte mir
>
> Erstaunlicherweise zeigt Canoo sogar einen Imperativ dieses Verbes:
>
> Singular = dünk/dünke
> Plural = dünkt
>
> Jetzt müsste man mir nur noch erklären, inwiefern mich denn jemand zum
> Dünken auffordern bzw. mir das Dünken befehlen könnte.
Der korrekte Befehl lautet: Helm ab zum Dünken - dann wird gespielt
"Ich bete an die Macht der Liebe" - FR
> Man merkt's, Du kennst Bukarest nicht
Stimmt, da bin ich nur durchgefahren, besonders hybsch erschien die
Stadt mir nicht.
--
Diedrich
A proposito:
Lautet der Befehl eigentlich wirklich "Helm ab zum Gebet"?
Wie ich es im Ohr habe, wird eher "Helmab - zummmm ...
Gebeeeet ..." befohlen, wobei bei "zum Gebet" am Ende die
Stimme so gehoben wird, als ob noch ein Ausf�hrungsbefehl k�me.
Der kommt aber nicht, WIMRE.
Ist das nur unerkl�rlicher preu�ischer Kommandostil,
oder steckt da noch was anderes dahinter?
/Walter
> Wie ich es im Ohr habe, wird eher "Helmab - zummmm ...
> Gebeeeet ..." befohlen, wobei bei "zum Gebet" am Ende die
> Stimme so gehoben wird, als ob noch ein Ausfᅵhrungsbefehl kᅵme.
> Der kommt aber nicht, WIMRE.
> Ist das nur unerklᅵrlicher preuᅵischer Kommandostil,
> oder steckt da noch was anderes dahinter?
Dahinter steckt noch - nur zum Mitdenken - "Gebet bis dreizehn."
Und dann der Trommelwirbel pianissimo mit sforzato jede Sekunde.
:-) j/\a
--
Und dann steckt dahinter natᅵrlich auch noch die Trennung von
Staat und Religion gemᅵᅵ Artikel 140 GG.
j/\a
--
> Am 22.11.2009, 00:31 Uhr, schrieb Walter P. Zaehl <spams...@zaehl.de>:
Und dann steckt dahinter natᅵrlich auch noch die Trennung von Staat
> >> Jetzt müsste man mir nur noch erklären, inwiefern mich denn jemand zum
> >> Dünken auffordern bzw. mir das Dünken befehlen könnte.
>
> > Der korrekte Befehl lautet: Helm ab zum Dünken - dann wird gespielt
> > "Ich bete an die Macht der Liebe"
>
> A proposito:
> Lautet der Befehl eigentlich wirklich "Helm ab zum Gebet"?
Den Befehl gibt's schon lange nicht mehr, aber er lautete mal so.
Hingekniet wird ja auch nicht mehr.
Die Choreographie ist aber so difficil, ich weiß nicht mehr, was vor
"Ich bete an..." kommt.
Schöne Erinnerung: Wie dem Kommandierenden eines Großen
Zapfenstreichs, ausgeführt von einer Balustrade herab, das
Schlußkommando entfallen war.
Ich hatte den Mann - nichts gegen ihn, Generalstäbler, ich verstand
mich mit ihm ausgezeichnet - vorher mit einigen örtlichen Honoratioren
in einer Weinstube gesichtet. Wer von Euch ohne Sünde ist...
> Wie ich es im Ohr habe, wird eher "Helmab - zummmm ...
> Gebeeeet ..." befohlen, wobei bei "zum Gebet" am Ende die
> Stimme so gehoben wird, als ob noch ein Ausführungsbefehl käme.
> Der kommt aber nicht, WIMRE.
> Ist das nur unerklärlicher preußischer Kommandostil,
> oder steckt da noch was anderes dahinter?
Nicht daß ich wüßte. Es liegt aber viel Phantasie in der Intonation
von Befehlen, gerade Kunstpausen werden da gerne eingelegt - FR,
ungedienter Reservist (ja, sowas gibt's)
> taufrisch.
Da� ausgerechnet dieser uralte griechische Buchstabe ein Beispiel
f�r Frische abgeben soll ...
vG
--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute f�r denselben Job kandidieren, dann
schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oh, eine
Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne Wahl."
(Volker Pispers, "Bis neulich")
> Stimmt, da bin ich nur durchgefahren, besonders hybsch erschien die
> Stadt mir nicht.
Ich kenne auch nur wenige Stadtplaner, die die Hauptdurchgangsstra�e
durch die hypschesten 4tel legten.
- Ihr wi�t, warum Gott Bauingenieur sein mu�?
vG
--
"Die Merkel steht dann da, so wie sie dann immer da so steht, und dann guckt
sie so, nicht wahr, versucht der Krise ein Gesicht zu geben, und ich denke
immer: Die ist genauso gespannt, was sie gleich sagen wird, wie ich!"
>>> Das verstehe ich nun nicht. Was hei�t "UL-Fliegen"?
>>> "Ultraleichtflugzeugfliegen"?
>>
>> Nachvollziehbar, da� man das abk�rzt, oder?
>
> Na, hoffentlich ist das mit der keinen Flugplatzpflicht keine UL.
Hier fahren sogar Autos mit Kennzeichen "UL-..." rum. Ich mu� mir schon
drei Bedeutungen merken, die ich alle im Alltag brauche. S�ufts.
vG
--
"Fraktionszwang - eine echt deutsche Erfindung: Einer steht vorne und sagt
den anderen, wann sie den Arm heben m�ssen. Das ist Deutschland, da haben
wir doch gute Erfahrungen mit gemacht, meine Damen und Herren!"
> Diedrich Dirks wrote:
>
>> Stimmt, da bin ich nur durchgefahren, besonders hybsch erschien die
>> Stadt mir nicht.
>
> Ich kenne auch nur wenige Stadtplaner, die die Hauptdurchgangsstraße
> durch die hypschesten 4tel legten.
>
> - Ihr wißt, warum Gott Bauingenieur sein muß?
>
Nein. Erzähl schon.
Ciao
Wolfram
--
Wer dreimal lügt / Und man ihm glaubt, / Probiert es auch / Ein viertes
Mal.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
>> - Ihr wi�t, warum Gott Bauingenieur sein mu�?
>>
> Nein. Erz�hl schon.
Unterhalten sich - ich k�rze den Witz ab, aber fange stilgerecht mit dem
Pr�dikat an - Akademiker mehrerer Fachrichtungen anhand der Konstruktion
des menschlichen K�rpers dar�ber, welcher ihrer jeweiligen Fachrichtungen
Gott als Sch�pfer dessen wohl angeh�re, bis der Bauingenieur �berzeugend
dahingehend argumentiert, niemand sonst k�me auf die Idee, den zentralen
Abwasserkanal mitten durchs Vergn�gungsviertel zu verlegen.
vG
--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erh�hen, gef�hrden wir Arbeitspl�tze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die ernst! Also, Herr Sch�uble, wenn Sie das Aus�ben von Anschl�gen
zu sehr erschweren, gef�hrden Sie Arbeitspl�tze in der
Dynamitstangenindustrie!"
> Wolfram Heinrich wrote:
>
>>> - Ihr wißt, warum Gott Bauingenieur sein muß?
>>>
>> Nein. Erzähl schon.
>
> Unterhalten sich - ich kürze den Witz ab, aber fange stilgerecht mit dem
> Prädikat an - Akademiker mehrerer Fachrichtungen anhand der Konstruktion
> des menschlichen Körpers darüber, welcher ihrer jeweiligen Fachrichtungen
> Gott als Schöpfer dessen wohl angehöre, bis der Bauingenieur überzeugend
> dahingehend argumentiert, niemand sonst käme auf die Idee, den zentralen
> Abwasserkanal mitten durchs Vergnügungsviertel zu verlegen.
>
Der Witz ist gut. In der Tat. Wobei die armen Bauingenieure wohl heftig an
die Vorgaben der Kundschaft gebunden sind. Dies zu ihrer Entlastung.
Ciao
Wolfram
--
Ernst ist das Leben, heiter kunnt's sei.
KARL VALENTIN
> Am Sun, 22 Nov 2009 07:45:09 +0100 schrieb Volker Gringmuth:
>
>> Wolfram Heinrich wrote:
>>
>>>> - Ihr wiᅵt, warum Gott Bauingenieur sein muᅵ?
>>>>
>>> Nein. Erzᅵhl schon.
>>
>> Unterhalten sich - ich kᅵrze den Witz ab, aber fange stilgerecht mit dem
>> Prᅵdikat an - Akademiker mehrerer Fachrichtungen anhand der Konstruktion
>> des menschlichen Kᅵrpers darᅵber, welcher ihrer jeweiligen Fachrichtungen
>> Gott als Schᅵpfer dessen wohl angehᅵre, bis der Bauingenieur ᅵberzeugend
>> dahingehend argumentiert, niemand sonst kᅵme auf die Idee, den zentralen
>> Abwasserkanal mitten durchs Vergnᅵgungsviertel zu verlegen.
>>
> Der Witz ist gut. In der Tat. Wobei die armen Bauingenieure wohl heftig an
> die Vorgaben der Kundschaft gebunden sind. Dies zu ihrer Entlastung.
Wer hat denn Gott beauftragt, die Welt zu erschaffen?
Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
x & Bengels 44$ * Weltniveau 84ᅵ * Galgenstricke 25% (+80) * Kaputnik
> Wolfram Heinrich (22.11.2009 7:54):
>
>> Am Sun, 22 Nov 2009 07:45:09 +0100 schrieb Volker Gringmuth:
>>
>>> Wolfram Heinrich wrote:
>>>
>>>>> - Ihr wißt, warum Gott Bauingenieur sein muß?
>>>>>
>>>> Nein. Erzähl schon.
>>>
>>> Unterhalten sich - ich kürze den Witz ab, aber fange stilgerecht mit dem
>>> Prädikat an - Akademiker mehrerer Fachrichtungen anhand der Konstruktion
>>> des menschlichen Körpers darüber, welcher ihrer jeweiligen Fachrichtungen
>>> Gott als Schöpfer dessen wohl angehöre, bis der Bauingenieur überzeugend
>>> dahingehend argumentiert, niemand sonst käme auf die Idee, den zentralen
>>> Abwasserkanal mitten durchs Vergnügungsviertel zu verlegen.
>>>
>> Der Witz ist gut. In der Tat. Wobei die armen Bauingenieure wohl heftig an
>> die Vorgaben der Kundschaft gebunden sind. Dies zu ihrer Entlastung.
>
> Wer hat denn Gott beauftragt, die Welt zu erschaffen?
>
Die Mäuse?
Ciao
Wolfram
--
mein kopf ist bewundernswert schön. besonders der linke
> On 22 Nov., 00:31, "Walter P. Zaehl" <spamsin...@zaehl.de> wrote:
>
>> >> Jetzt müsste man mir nur noch erklären, inwiefern mich denn jemand zum
>> >> Dünken auffordern bzw. mir das Dünken befehlen könnte.
>>
>> > Der korrekte Befehl lautet: Helm ab zum Dünken - dann wird gespielt
>> > "Ich bete an die Macht der Liebe"
>>
>> A proposito:
>> Lautet der Befehl eigentlich wirklich "Helm ab zum Gebet"?
>
> Den Befehl gibt's schon lange nicht mehr, aber er lautete mal so.
Ich durfte wehrpflichthalber 1976 bei einem Großen Zapfenstreich wg.
Gelöbnis mitwirken, und da war "Helm ab zum Gebet" mit anschließend von der
Kapelle gespielten "Ich bete an die Macht der Liebe" ein Programmteil. Hat
man das abgeschafft?
> Hingekniet wird ja auch nicht mehr.
Ne, Hinknieen war da nicht angesagt. Stehend, den Helm vor der Brust ging
das.
Joachim
> Am Sun, 22 Nov 2009 08:26:19 +0100 schrieb Dieter Bruegmann:
>
>> Wolfram Heinrich (22.11.2009 7:54):
>>
>>> Am Sun, 22 Nov 2009 07:45:09 +0100 schrieb Volker Gringmuth:
>>>
>>>> Wolfram Heinrich wrote:
>>>>
>>>>>> - Ihr wiᅵt, warum Gott Bauingenieur sein muᅵ?
>>>>>>
>>>>> Nein. Erzᅵhl schon.
>>>>
>>>> Unterhalten sich - ich kᅵrze den Witz ab, aber fange stilgerecht mit dem
>>>> Prᅵdikat an - Akademiker mehrerer Fachrichtungen anhand der Konstruktion
>>>> des menschlichen Kᅵrpers darᅵber, welcher ihrer jeweiligen Fachrichtungen
>>>> Gott als Schᅵpfer dessen wohl angehᅵre, bis der Bauingenieur ᅵberzeugend
>>>> dahingehend argumentiert, niemand sonst kᅵme auf die Idee, den zentralen
>>>> Abwasserkanal mitten durchs Vergnᅵgungsviertel zu verlegen.
>>>>
>>> Der Witz ist gut. In der Tat. Wobei die armen Bauingenieure wohl heftig an
>>> die Vorgaben der Kundschaft gebunden sind. Dies zu ihrer Entlastung.
>>
>> Wer hat denn Gott beauftragt, die Welt zu erschaffen?
>>
> Die Mᅵuse?
Gott ist Slartibartfast!
Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
View +67,56ᅵ * USB 2.0 24,43 (-79%) * KLEINSTADT: Elektrischer Betrie
> Wolfram Heinrich (22.11.2009 8:43):
>
>> Am Sun, 22 Nov 2009 08:26:19 +0100 schrieb Dieter Bruegmann:
>>
>>> Wolfram Heinrich (22.11.2009 7:54):
>>>
>>>> Am Sun, 22 Nov 2009 07:45:09 +0100 schrieb Volker Gringmuth:
>>>>
>>>>> Wolfram Heinrich wrote:
>>>>>
>>>>>>> - Ihr wißt, warum Gott Bauingenieur sein muß?
>>>>>>>
>>>>>> Nein. Erzähl schon.
>>>>>
>>>>> Unterhalten sich - ich kürze den Witz ab, aber fange stilgerecht mit dem
>>>>> Prädikat an - Akademiker mehrerer Fachrichtungen anhand der Konstruktion
>>>>> des menschlichen Körpers darüber, welcher ihrer jeweiligen Fachrichtungen
>>>>> Gott als Schöpfer dessen wohl angehöre, bis der Bauingenieur überzeugend
>>>>> dahingehend argumentiert, niemand sonst käme auf die Idee, den zentralen
>>>>> Abwasserkanal mitten durchs Vergnügungsviertel zu verlegen.
>>>>>
>>>> Der Witz ist gut. In der Tat. Wobei die armen Bauingenieure wohl heftig an
>>>> die Vorgaben der Kundschaft gebunden sind. Dies zu ihrer Entlastung.
>>>
>>> Wer hat denn Gott beauftragt, die Welt zu erschaffen?
>>>
>> Die Mäuse?
>
> Gott ist Slartibartfast!
>
Die Fjorde sind ja wirklich hübsch.
Ciao
Wolfram
--
Der Mensch stirbt nicht am Gift, der Mensch stirbt nicht vom Tod
Er stirbt aus lauter Todesangst, er stirbt, wenn man ihm droht.
ARIK BRAUER
>> Lautet der Befehl eigentlich wirklich "Helm ab zum Gebet"?
>
>Den Befehl gibt's schon lange nicht mehr, aber er lautete mal so.
Dann stimmt
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Zapfenstreich nicht?
"nach dem Kommando "Helm ab zum Gebet!" das musikalische Gebet,
die von Dmytro Bortnjanskyj komponierte Choralstrophe, die
sp�ter mit dem Text "Ich bete an die Macht der Liebe" von
Gerhard Tersteegen unterlegt wurde"
"das Kommando "Helm auf!", Abschlagen nach dem Gebet und Ruf
nach dem Gebet"
Was bedeutet abschlagen in diesem Zusammenhang? Hoffentlich
nicht das, was ich mir verbitte, zu meinen?
--
Viele Gr��e
Gerald Fix
Weiss man nicht. Dem Auftraggeber und Finanzier gingen vor Vollendung
die Mittel aus, so dass der Konstrukteur zusᅵtzlich zur Welt die Zeit
schuf, in der sie sich selbstᅵndig zuende entwickeln konnte.
--
Roland Farnzius