Mir fällt auf, daß die Reformbefürworter meistens mit formalen,
finanziellen oder moralischen Argumenten ankommen, manchmal auch mit
abfälligen Bemerkungen oder mit unbewiesenen Behauptungen ("Die Schüler
machen weniger Fehler"). Ich nehme aber doch an, daß sie nur überrascht
worden sind und sich in ein paar Tagen noch qualifizierter äußern
werden, oder?
Äußerungen von Gegnern der Entscheidung von Springer und Spiegel:
Peter Müller, CDU Saarland: "Unterstützung", dann "anmaßend".
http://de.news.yahoo.com/040808/12/45mu5.html
| Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff rief seine
| Kollegen in den anderen Bundesländern zur Rücknahme der neuen
| Regelungen im Herbst auf. Damit würde man dem Wunsch der großen
| Mehrheit der Deutschen nachkommen, sagte er der "Bild am Sonntag".
| Unterstützung erhielt Wulff vom saarländischen Ministerpräsidenten
| Peter Müller.
http://de.news.yahoo.com/040811/3/45ret.html
| Saar-Ministerpräsident Peter Müller hat die Medien beim Thema
| Rechtschreibung kritisiert. Es sei anmaßend, wenn sie glaubten, sie
| könnten über Sprache entscheiden, sagte er der "Saarbrücker Zeitung".
Reformchef Klaus Heller hatte gesagt: "unmoralisch".
Anette Schavan (CDU Baden-Württemberg): "Sommerloch".
http://de.news.yahoo.com/040810/286/45r9x.html
| Sie sehe unter den Ministerpräsidenten keine Mehrheit für eine
| vollständige Rücknahme der bereits einstimmig beschlossenen Reform,
| sagte Schavan dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
| "Jede Schreibreform braucht eine Generation, bis sie sich durchsetzt",
| betonte Schavan. Bei dem derzeitigen Widerstand handle es sich um
| "spektakuläre Aktionen im Sommerloch".
http://de.news.yahoo.com/040810/3/45r2u.html
| Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Jutta Limbach, verteidigte die
| neuen Regeln und kritisierte das Verhalten der Verlage als "Widerstand
| nach Ladenschluss".
| Der ARD-Vorsitzende Jobst Plog sagte: "Übereilte Schritte scheinen uns
| nicht geeignet, die nach dem Vorstoß zweier Verlagshäuser eingetretene
| Konfusion zu verringern." Auch das ZDF teilte den Beschluss seiner
| Geschäftsleitung, an der Reform festzuhalten, mit.
| Laut der Chefin des Goethe-Instituts Limbach ist im Ausland eine
| erhebliche Verunsicherung durch den Vorstoß der Verlage entfacht
| worden. "Jetzt wird gefragt: Was soll nun gelten?", sagte Limbach dem
| Online-Angebot tagesschau.de. "Aus der Sicht der Deutschschüler des
| Goethe-Instituts gibt es seit Einführung des neuen Regelwerkes keine
| Anhaltspunkte, die besondere Schwierigkeiten im Gebrauch belegen."
| Korrekturen der Reform seien notwendig, meinen die Mitgliederversammlung
| und das Präsidium des Goethe-Instituts.
http://de.news.yahoo.com/040810/12/45qxm.html
| Die hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU) griff in einem
| Interview die Reformkritiker scharf an.
| Wolff erklärte im "Mannheimer Morgen", es gebe wichtigere Dinge.
| "Die Debatte ärgert mich, zumal diejenigen, die sich jetzt zu Wort
| melden, wie Schriftsteller und Verlage, ihre Bedenken schon vor Jahren
| hätten anmelden können." Den Verlagen, die eine Rückkehr zur alten
| Schreibweise angekündigt haben, warf sie vor, ein "Machtspiel" zu
| inszenieren.
| Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und
| Handelskammertages, Martin Wansleben, wandte sich gegen eine Rücknahme
| der Reform. Er sagte der "Berliner Zeitung", eine komplette Rolle
| rückwärts würde die Verwirrung perfekt machen und Millionenkosten
| verursachen.
http://de.news.yahoo.com/040810/3/45qa6.html
| Österreich wird an der reformierten deutschen Rechtschreibung
| festhalten und nicht zur alten Rechtschreibung zurückkehren. Dies
| betonte der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in Wien.
| Die reformierte Rechtschreibung sei in Österreich längst geltendes
| Recht und stehe in sämtlichen Lehrplänen, sagte der Bundeskanzler.
http://de.news.yahoo.com/040810/336/45q3l.html
| Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Rheinland-Pfalz lehnt eine
| Rückkehr zur alten Rechtschreibung klar ab. Die "Absurdität" der
| aktuellen Diskussion sei kaum noch zu überbieten, sagte VBE-Landeschef
| Johannes Müller am Dienstag in Mainz. Er habe den Eindruck, die
| Reformgegner hätten "zum Sturm auf die Bastionen der Kultusbürokratie
| geblasen" und wolten mit ihren "ebenso platten wie irreführenden
| Argumenten den Kultusministern den Garaus machen", kritisierte Müller.
| Bemerkenswert sei dabei, mit welcher "Arroganz und Hochnäsigkeit" die
| Reformgegner über eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen
| hinwegsähen, die die deutsche Rechtschreibung bereits nach den neuen
| Regeln erlernt hätten - "und dies ohne größere Probleme und durchaus
| mit mehr Gewinn an Klarheit der Sprache". Die Reformgegner hingegen
| hätten bislang "kaum ein sachliches oder logisches Argument"
| vorgebracht. Im Wesentlichen gelte nur der Vorwurf der mangelnden
| Akzeptanz in der Bevölkerung sowie "Geschmacksfragen".
___________________________________________________________________________ ____
Posted Via Uncensored-News.Com - Accounts Starting At $6.95 - http://www.uncensored-news.com
<><><><><><><> The Worlds Uncensored News Source <><><><><><><><>