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einer an den nächsten

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Gunhild Simon

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May 21, 2013, 3:08:51 AM5/21/13
to
"... im Monat Mai reiht sich ein Feiertag an den nächsten. "
http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081645971-video-quiz-zu-feiertagen

So sagt man auch in Hamburg.

Ich empfinde "einer an den anderen" als richtig. Aber da mein
muttersprachliches SE unzuverlässig ausgebildet ist, kann ich keine
tragfähige Begründung dafür geben.

Wie empfindet Ihr die beiden Wendungen? Gleichwertig - oder bevorzugt
Ihr eine von beiden? Könnt Ihr das logisch begründen?

Gruß
Gunhild

Sam Sung

unread,
May 21, 2013, 3:11:07 AM5/21/13
to
Gunhild Simon schrieb:

> "... im Monat Mai reiht sich ein Feiertag an den n�chsten. "
> http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081645971-video-quiz-zu-feiertagen
>
> So sagt man auch in Hamburg.
>
> Ich empfinde "einer an den anderen" als richtig.

Es gibt kein absolutes richtig sonder richtig ist immer nur ein
konkreter Weg im lokelen pers�nlichen Dschungel durch ein Selbst/Hirn...

Gunhild Simon

unread,
May 21, 2013, 3:34:55 AM5/21/13
to
On 21 Mai, 09:08, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
> "... im Monat Mai reiht sich ein Feiertag an den nächsten. "http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081645971-video-quiz-zu-feiertagen
>
> So sagt man auch in Hamburg.

Ich füge hinzu: Noch geläufiger und üblicher ist hierzulande die
Wendung in Form von "einer nach dem nächsten".


Gruß
Gunhild

Sam Sung

unread,
May 21, 2013, 4:18:36 AM5/21/13
to
Gunhild Simon schrieb:

> On 21 Mai, 09:08, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
>> "... im Monat Mai reiht sich ein Feiertag an den n�chsten. "http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081645971-video-quiz-zu-feiertagen
>>
>> So sagt man auch in Hamburg.
>
> Ich f�ge hinzu: Noch gel�ufiger und �blicher ist hierzulande die
> Wendung in Form von "einer nach dem n�chsten".
>
> Gru�

Ja. Hat ja sonst auch kein (.)einer allzuviel bl�d zu tun...

> Gunhild

Ja, find ich auch gut ;(

Martin Hedinger

unread,
May 21, 2013, 4:29:23 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 09:08, schrieb Gunhild Simon:
> "... im Monat Mai reiht sich ein Feiertag an den n�chsten."
> http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081645971-video-quiz-zu-feiertagen
>
> So sagt man auch in Hamburg.
>
> Ich empfinde "einer an den anderen" als richtig. Aber da mein
> muttersprachliches SE unzuverl�ssig ausgebildet ist, kann ich keine
> tragf�hige Begr�ndung daf�r geben.
>
> Wie empfindet Ihr die beiden Wendungen? Gleichwertig - oder bevorzugt
> Ihr eine von beiden? K�nnt Ihr das logisch begr�nden?

Eigentlich reiht sich an einen Feiertag der n�chste - das entspr�che der
Logik der Zeitachse und der Reihe.

Mit dem "anderen" statt dem "n�chsten" machen wir keine Aussage zur
Zeitachse. "Ein Feiertag reiht sich an den andern" verletzt deshalb die
Logik der Reihe nicht, wie es das zitierte Beispiel tut.

Gruss Martin

Roland Franzius

unread,
May 21, 2013, 4:41:19 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 09:34, schrieb Gunhild Simon:
> On 21 Mai, 09:08, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
>> "... im Monat Mai reiht sich ein Feiertag an den n�chsten. "http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081645971-video-quiz-zu-feiertagen
>>
>> So sagt man auch in Hamburg.
>
> Ich f�ge hinzu: Noch gel�ufiger und �blicher ist hierzulande die
> Wendung in Form von "einer nach dem n�chsten".

Die korrekte Wendung lautet nat�rlich, "es reiht sich einer an den
vorangehenden", umgangssprachlich "einer nach dem anderen".

Die Umdrehung der zeitlichen Reihenfolge kam in den 1960ern auf und war
zun�chst ein Sprachspiel von Leuten mit einem Minimalverst�ndnis der
Probleme der kausalen Reihenfolge in Physik und Logik, und wurde dann
Standard so wie zB "nichtsdestotrotz", aus derselben, Wortbedeutungen
hinterfragenden Kiste stammend.

nagramview kennt die Wendung �brigens nicht, zeigt aber einen geradezu
aberwitzigen Peak f�r "einer nach dem anderen" f�r die Nazizeit.

F�r "nichtsdestotrotz" zB beobachter man an gleicher Stelle ein
exponentielles Wachstum seit 1960, der mit einem linearen Zerfall von
"nichtsdestoweniger" seit dem Peak von 1880 harmoniert.

Viele dieser Entwicklungen gehen nat�rlich auf die Aufl�sung der streng
hochsprachlichen Gymnasialerziehung in den 60ern mit unseren Idolen
Hildebrandt und Gernhard zur�ck, davor auch schon - heftigst
unterbrochen durch die Kultur-Diktatur der soldatischen Glatzen und
schulpolitischen Kleinkr�mer - auf Dada und Valentin, Ringelnatz und
Morgenstern.

Die wenigen, in sich widerspr�chlichen Begriffe, die sich im Deutschen
eingeb�rerrt haben, sind halt so etwas wie der Spiegel des
immerw�hrenden Versuchs unserer Witzigbolde, aus der hochdeutschen,
poesiefernen Kunstsprache etwas zu machen, das auch Sprachwitz und neben
der hochentwickelten Trag�die und der Kassenverwaltungssprache eventuell
etwas Kom�die zul�sst.

--

Roland Franzius


Sam Sung

unread,
May 21, 2013, 4:51:04 AM5/21/13
to
Roland Franzius schrieb:


> Die korrekte Wendung lautet nat�rlich, "es reiht sich einer an den
> vorangehenden", umgangssprachlich "einer nach dem anderen".

Ja interessante, unendlich viele wollen an jedem Ort wechselwirkeren.

> F�r "nichtsdestotrotz" zB beobachter man an gleicher Stelle ein
> exponentielles Wachstum seit 1960, der mit einem linearen Zerfall
> von "nichtsdestoweniger" seit dem Peak von 1880 harmoniert.

Presse muss sein.

> Viele dieser Entwicklungen gehen nat�rlich auf die Aufl�sung der streng
> hochsprachlichen Gymnasialerziehung in den 60ern mit unseren Idolen
> Hildebrandt und Gernhard zur�ck, davor auch schon - heftigst
> unterbrochen durch die Kultur-Diktatur der soldatischen Glatzen und
> schulpolitischen Kleinkr�mer - auf Dada und Valentin, Ringelnatz und
> Morgenstern.

Wie sch�n.

> Die wenigen, in sich widerspr�chlichen Begriffe, die sich im Deutschen
> eingeb�rerrt haben, sind halt so etwas wie der Spiegel des
> immerw�hrenden Versuchs unserer Witzigbolde, aus der hochdeutschen,
> poesiefernen

und possierenderen

> Kunstsprache etwas zu machen, das auch Sprachwitz und neben
> der hochentwickelten Trag�die und der Kassenverwaltungssprache eventuell
> etwas Kom�die zul�sst.

Man wird alles erleben.
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