Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Der Exzessiv fuer dumm

87 views
Skip to first unread message

Hans-Jürgen Schneider

unread,
Apr 17, 2013, 7:22:42 AM4/17/13
to
Hallo Leute,

ich m�chte einen Menschen beschreiben, der �ber erhebliche
intellektuelle Defizite verf�gt.
Es gibt ja tats�chlich bedauernswerte Gesch�pfe, die trotz
des Besuchs einer F�rderschule keinem Schulabschluss erreichen
k�nnen. Daf�r suche ich ein Wort.
Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
damit die Tatsache zwar erw�hnt, aber nicht ausgeschlachtet
wird. �berhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
fern.

MfG
hjs

mock

unread,
Apr 17, 2013, 7:38:58 AM4/17/13
to
On 17 Apr., 13:22, Hans-Jürgen Schneider <e...@hrz.tu-chemnitz.de>
wrote:

> Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
> Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
> damit die Tatsache zwar erwähnt, aber nicht ausgeschlachtet
> wird. Überhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
> fern.

Ich finde, dass ein verbaler Exzess die Tatsache immer ausschlachtet.
Pointierte Formulierungen betrachte ich nicht als exzessiv.

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 7:43:53 AM4/17/13
to
Hans-Jürgen Schneider schrieb:
> Hallo Leute,
>
> ich möchte einen Menschen beschreiben, der über erhebliche
> intellektuelle Defizite verfügt.
> Es gibt ja tatsächlich bedauernswerte Geschöpfe, die trotz
> des Besuchs einer Förderschule keinem Schulabschluss erreichen
> können. Dafür suche ich ein Wort.
> Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
> Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
> damit die Tatsache zwar erwähnt, aber nicht ausgeschlachtet
> wird. Überhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
> fern.

Schwer bildbar.

Detlef

mock

unread,
Apr 17, 2013, 7:46:51 AM4/17/13
to
On 17 Apr., 13:43, Detlef Meißner <ungele...@mailinator.com> wrote:

> Schwer bildbar.

Kognitiv oder mental retardiert.

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 17, 2013, 7:57:33 AM4/17/13
to
Am 17.04.2013, 13:22 Uhr, schrieb Hans-Jᅵrgen Schneider
<ec...@hrz.tu-chemnitz.de>:

> ich mᅵchte einen Menschen beschreiben, der ᅵber erhebliche
> intellektuelle Defizite verfᅵgt.
> Es gibt ja tatsᅵchlich bedauernswerte Geschᅵpfe, die trotz
> des Besuchs einer Fᅵrderschule keinem Schulabschluss erreichen
> kᅵnnen. Dafᅵr suche ich ein Wort.
> Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
> Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
> damit die Tatsache zwar erwᅵhnt, aber nicht ausgeschlachtet
> wird. ᅵberhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
> fern.

In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.
Ich bin sehr gespannt, welche Umschreibungen heute vorgeschlagen
werden.

j/\a
--

mock

unread,
Apr 17, 2013, 8:05:37 AM4/17/13
to
On 17 Apr., 13:57, "Jakob Achterndiek" <achternd...@buzemann.de>
wrote:

> In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.
> Ich bin sehr gespannt, welche Umschreibungen heute vorgeschlagen
> werden.

Die Bedeutung von schwach == schlecht gibt es nicht mehr, seit Frauen
nur noch Männer lieben, die Schwächen zeigen.

mock

unread,
Apr 17, 2013, 8:10:07 AM4/17/13
to
On 17 Apr., 14:05, mock <th.mo...@gmx.net> wrote:

> Die Bedeutung von schwach == schlecht gibt es nicht mehr, seit Frauen
> nur noch Männer lieben, die Schwächen zeigen.

Mir ist gerade aufgefallen, dass dadurch das Wiederbeleben des
"Schwachsinns" keine PC-Probleme bereiten würde.

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 8:26:59 AM4/17/13
to
Jakob Achterndiek schrieb:
> Am 17.04.2013, 13:22 Uhr, schrieb Hans-Jürgen Schneider
> <ec...@hrz.tu-chemnitz.de>:
>
>> ich möchte einen Menschen beschreiben, der über erhebliche
>> intellektuelle Defizite verfügt.
>> Es gibt ja tatsächlich bedauernswerte Geschöpfe, die trotz
>> des Besuchs einer Förderschule keinem Schulabschluss erreichen
>> können. Dafür suche ich ein Wort.
>> Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
>> Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
>> damit die Tatsache zwar erwähnt, aber nicht ausgeschlachtet
>> wird. Überhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
>> fern.
>
> In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.

... oder Idiotie.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 8:27:59 AM4/17/13
to
mock schrieb:
Du meinst, es wäre Schwachsinn, wenn Frauen nur noch schwache Männer
liebten?

Detlef

mock

unread,
Apr 17, 2013, 8:40:00 AM4/17/13
to
On 17 Apr., 14:27, Detlef Meißner <ungele...@mailinator.com> wrote:

> Du meinst, es wäre Schwachsinn, wenn Frauen nur noch schwache Männer
> liebten?

Nein. Ich meinte es als sinnvollen Kommentar zu den beiden
vorhergehenden Posts.

Hans-Jürgen Schneider

unread,
Apr 17, 2013, 8:42:48 AM4/17/13
to
Jakob Achterndiek schrieb:
>
> Am 17.04.2013, 13:22 Uhr, schrieb Hans-J�rgen Schneider
> > Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
> > Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
> > damit die Tatsache zwar erw�hnt, aber nicht ausgeschlachtet
> > wird. �berhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
> > fern.
>
> In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.
> Ich bin sehr gespannt, welche Umschreibungen heute vorgeschlagen
> werden.

Ich eben auch. Zu Schwachsinn schreibt im WP: "Der Begriff wird
heutzutage allerdings nicht mehr verwendet und gilt als veraltet,
wertend und diskriminierend." Allerdings wird behauptet, dass die
Juristen diesen Begriff durchaus noch verwenden...

MfG
hjs

Roland Franzius

unread,
Apr 17, 2013, 9:14:04 AM4/17/13
to
Am 17.04.2013 14:26, schrieb Detlef Meiᅵner:
> Jakob Achterndiek schrieb:
>> Am 17.04.2013, 13:22 Uhr, schrieb Hans-Jᅵrgen Schneider
>> <ec...@hrz.tu-chemnitz.de>:
>>
>>> ich mᅵchte einen Menschen beschreiben, der ᅵber erhebliche
>>> intellektuelle Defizite verfᅵgt.

Wenn dir die Emphatie und die Worte fehlen, solltest du vielleicht ᅵber
was anderes schreiben.

>>> Es gibt ja tatsᅵchlich bedauernswerte Geschᅵpfe, die trotz
>>> des Besuchs einer Fᅵrderschule keinem Schulabschluss erreichen
>>> kᅵnnen.

Auᅵer dir bedauert sie niemand. Schwer haben es mᅵglicherweise die
Angehᅵrigen und Pflegekrᅵfte, insbesondere wegen der stᅵndig
hereinschneienden Bedauerer.

>>>Dafᅵr suche ich ein Wort.

Dafᅵr gibt es kein Wort.

>>> Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
>>> Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
>>> damit die Tatsache zwar erwᅵhnt, aber nicht ausgeschlachtet
>>> wird. ᅵberhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
>>> fern.

Siehst du, und schon geht es nach hinten los...


>> In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.
>
> ... oder Idiotie.

Aber nur, wenn nicht zufᅵllig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
dem Wegstecken bhinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
wenig verlernt.

--

Roland Franzius

Sam Sung

unread,
Apr 17, 2013, 9:32:36 AM4/17/13
to
Roland Franzius schrieb:

> Aber nur, wenn nicht zuf�llig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
> dem Wegstecken behinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
> wenig verlernt.

Auch weil der sogenannte Heiratsradius heute viel, viel gr�sser
ist, auch zB. in abgelegenen Bergd�rfern, so dass es nun viel
mehr Bio-Kontakt und genetische Durchmischung und etwas weniger
Inzucht samt freundlichen Dorftrottel gibt.

Hans-Jürgen Schneider

unread,
Apr 17, 2013, 9:59:33 AM4/17/13
to
Roland Franzius schrieb:

> Wenn dir die Emphatie und die Worte fehlen, solltest du vielleicht über
> was anderes schreiben.

Wird erledigt.

> >>> Es gibt ja tatsächlich bedauernswerte Geschöpfe, die trotz
> >>> des Besuchs einer Förderschule keinem Schulabschluss erreichen
> >>> können.
>
> Außer dir bedauert sie niemand. Schwer haben es möglicherweise die
> Angehörigen und Pflegekräfte, insbesondere wegen der ständig
> hereinschneienden Bedauerer.

Du musst mal aufräumen. Du verwechselst nämlich (Schwachsinn) mit
geistiger Behinderung. Selbst wenn ein GdB im Jugendalter wegen der
Lernschwäche festgesetzt wurde, ist der Betreffende diesen als
Erwachsener wieder los.

> >>>Dafür suche ich ein Wort.
>
> Dafür gibt es kein Wort.

Doch. Aber das gefällt mir noch nicht so richtig.

MfG
hjs

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 11:26:18 AM4/17/13
to
Roland Franzius schrieb:
> Am 17.04.2013 14:26, schrieb Detlef Meißner:
>> Jakob Achterndiek schrieb:

>>> In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.
>>
>> ... oder Idiotie.
>
> Aber nur, wenn nicht zufällig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
> dem Wegstecken bhinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
> wenig verlernt.

Aber ist das in anderen Ländern nicht ähnlich?

Detlef


Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 11:31:20 AM4/17/13
to
Sam Sung schrieb:
> Roland Franzius schrieb:
>
>> Aber nur, wenn nicht zufällig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
>> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
>> dem Wegstecken behinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
>> wenig verlernt.
>
> Auch weil der sogenannte Heiratsradius heute viel, viel grösser
> ist, auch zB. in abgelegenen Bergdörfern, so dass es nun viel
> mehr Bio-Kontakt und genetische Durchmischung und etwas weniger
> Inzucht samt freundlichen Dorftrottel gibt.

Andererseits werden Behinderte (körperlich und geistig) und an einer
vererbbaren Krankheit Leidende (z.B. Diabetes) älter und kommen dadurch
in ein fortpflanzungsfähiges Alter.
Ich las mal, dass dadurch die "Volksgesundheit" immer schlechter würde.

Detlef

Sam Sung

unread,
Apr 17, 2013, 11:52:54 AM4/17/13
to
Detlef Meißner schrieb:
> Sam Sung schrieb:
>> Roland Franzius schrieb:
>>
>>> Aber nur, wenn nicht zufällig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
>>> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
>>> dem Wegstecken behinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
>>> wenig verlernt.
>>
>> Auch weil der sogenannte Heiratsradius heute viel, viel grösser
>> ist, auch zB. in abgelegenen Bergdörfern, so dass es nun viel
>> mehr Bio-Kontakt und genetische Durchmischung und etwas weniger
>> Inzucht samt freundlichen Dorftrottel gibt.
>
> Andererseits werden Behinderte (körperlich und geistig) und an einer
> vererbbaren Krankheit Leidende (z.B. Diabetes) älter und kommen dadurch
> in ein fortpflanzungsfähiges Alter.

Na klar, das merkt man ja auch, wie schnell die Welt immer mehr verblödet ;)

> Ich las mal, dass dadurch die "Volksgesundheit" immer schlechter würde.

Na ja - es gibt so viele "wissenschaftliche Erkenntnisse" wie für die
wachsende Wachstumsrate der Profite der Pharmaindustrie nötig sind ;)

Aber auch ohne diesen Effekt überleben natürlich heute ungleich mehr
Säuglinge und Kleinkinder als noch zB. zu Zeiten von J.S.Bach, als
mindestens jedes 3. Kleinkind seine ersten Jahre nicht überstand. *)
Wie schnell sich "alles" ändert kann man zB. daran sehen, dass noch
bis in die 70er Jahre hinein Säuglinge bei Operationen keinerlei
Narkose erhielten - man war der Auffassung, dass Kindern das alles
nicht so merken und dass Schreien für sie wichtig (weil gesund) sei. **)

"Früher" war wirklich alles recht vollumfänglich anders...


*) Wiki: "Das Lexikon des Mittelalters gibt an, dass mehr als die
Hälfte der Kinder keine 14 Jahre alt wurden." ...
"1870 starben in Deutschland fast 250 von 1.000 Kindern."

**) http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2011/0201/004_babys.jsp
"Noch bis in die 1970er-Jahre glaubt man sogar, dass Säuglinge
keinen Schmerz empfinden und operiert sie ohne Narkose."
Das wird dort sogar im (echten Schwarzweiss-) Filmdokument belegt.

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 12:10:27 PM4/17/13
to
Sam Sung schrieb:
Das halte ich für Einzelfälle, nicht für allgemeine medizinische Meinung.

> "Früher" war wirklich alles recht vollumfänglich anders...
>
>
> *) Wiki: "Das Lexikon des Mittelalters gibt an, dass mehr als die
> Hälfte der Kinder keine 14 Jahre alt wurden." ...
> "1870 starben in Deutschland fast 250 von 1.000 Kindern."

Das hat jetzt aber nichts mit dem sich allgemein verschlechternden
biologischen Gesundheitszustand zu tun.

> **) http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2011/0201/004_babys.jsp
> "Noch bis in die 1970er-Jahre glaubt man sogar, dass Säuglinge
> keinen Schmerz empfinden und operiert sie ohne Narkose."
> Das wird dort sogar im (echten Schwarzweiss-) Filmdokument belegt.

"Glaubte man". Wer glaubte das? Ich zumindest nicht.
Aber, da stimme ich dir zu, es gab den Glauben an das Vergessen:
Schmerzen sind für einen Säugling nicht so schlimm, weil er ihn schnell
wieder vergisst.

BTW: Wie heißt jetzt ein weiblicher Säugling?
Und heißt nur der Säugling, der gesäugt wird?

Detlef

Joachim Pense

unread,
Apr 17, 2013, 12:58:06 PM4/17/13
to
Am 17.04.2013 13:22, schrieb Hans-J�rgen Schneider:
> Hallo Leute,
>
> ich m�chte einen Menschen beschreiben, der �ber erhebliche
> intellektuelle Defizite verf�gt.

Andersbegabt?

Joachim

Ruediger Roesler

unread,
Apr 17, 2013, 1:07:42 PM4/17/13
to
Hans-Jürgen Schneider <ec...@hrz.tu-chemnitz.de> typed:

> Jakob Achterndiek schrieb:
>>
>> Am 17.04.2013, 13:22 Uhr, schrieb Hans-Jürgen Schneider
>> > Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
>> > Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
>> > damit die Tatsache zwar erwähnt, aber nicht ausgeschlachtet
>> > wird. Überhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
>> > fern.
>>
>> In der guten alten Zeit nannte man sowas rundweg: Schwachsinn.
>> Ich bin sehr gespannt, welche Umschreibungen heute vorgeschlagen
>> werden.
>
> Ich eben auch. Zu Schwachsinn schreibt im WP: "Der Begriff wird
> heutzutage allerdings nicht mehr verwendet und gilt als veraltet,
> wertend und diskriminierend." Allerdings wird behauptet, dass die
> Juristen diesen Begriff durchaus noch verwenden...

Heute wird allgemein in diesem Zusammenhang von Minderbegabung oder
Intelligenzminderung gesprochen. Dies dürfte auch der entsprechende
Fachterminus sein.

--
ЯR

Horst-D.Winzler

unread,
Apr 17, 2013, 1:07:59 PM4/17/13
to

Horst-D.Winzler

unread,
Apr 17, 2013, 1:09:27 PM4/17/13
to
Am 17.04.2013 18:58, schrieb Joachim Pense:
> Am 17.04.2013 13:22, schrieb Hans-Jürgen Schneider:
>> Hallo Leute,
>>
>> ich möchte einen Menschen beschreiben, der über erhebliche
>> intellektuelle Defizite verfügt.
>
> Andersbegabt?
>

Spezialist extrem?

--
mfg hdw

Sam Sung

unread,
Apr 17, 2013, 1:16:31 PM4/17/13
to
Detlef Mei�ner schrieb:
> Sam Sung schrieb:

>>> Ich las mal, dass dadurch die "Volksgesundheit" immer schlechter w�rde.
>>
>> Na ja - es gibt so viele "wissenschaftliche Erkenntnisse" wie f�r die
>> wachsende Wachstumsrate der Profite der Pharmaindustrie n�tig sind ;)
>>
>> Aber auch ohne diesen Effekt �berleben nat�rlich heute ungleich mehr
>> S�uglinge und Kleinkinder als noch zB. zu Zeiten von J.S.Bach, als
>> mindestens jedes 3. Kleinkind seine ersten Jahre nicht �berstand. *)
>> Wie schnell sich "alles" �ndert kann man zB. daran sehen, dass noch
>> bis in die 70er Jahre hinein S�uglinge bei Operationen keinerlei
>> Narkose erhielten - man war der Auffassung, dass Kindern das alles
>> nicht so merken und dass Schreien f�r sie wichtig (weil gesund) sei. **)
>
> Das halte ich f�r Einzelf�lle, nicht f�r allgemeine medizinische Meinung.

Die "Meinung" der Pharmaindustrie?

>> "Fr�her" war wirklich alles recht vollumf�nglich anders...
>>
>>
>> *) Wiki: "Das Lexikon des Mittelalters gibt an, dass mehr als die
>> H�lfte der Kinder keine 14 Jahre alt wurden." ...
>> "1870 starben in Deutschland fast 250 von 1.000 Kindern."
>
> Das hat jetzt aber nichts mit dem sich allgemein verschlechternden
> biologischen Gesundheitszustand zu tun.

Das ist einfache Algebra: wenn kranke Kinder �lter werden, dann gibt
es auch mehr kranke �ltere Kinder und Erwachsene, zB. Diabetes, wie
du selbst sagst.

>> **) http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2011/0201/004_babys.jsp
>> "Noch bis in die 1970er-Jahre glaubt man sogar, dass S�uglinge
>> keinen Schmerz empfinden und operiert sie ohne Narkose."
>> Das wird dort sogar im (echten Schwarzweiss-) Filmdokument belegt.
>
> "Glaubte man". Wer glaubte das?
> Ich zumindest nicht.

Die �rzteschaft - und zwar de facto, aktenkundig - oder glaubst du,
dass jemand die (auch teure) An�stesie heimlich selbst bezahlt hat?
Abgesehen von Ausnahmen in Privatkliniken hat da keiner gemacht, was
er wollte - die Hierarchie in Krankenh�usern war damals mehr noch als
heute "paramilit�risch", �rzte, besonders Chirurgen, durften zwar
ziemlich besoffen sein, aber die konnten doch nicht einfach gegen
die Lehrmeinung handeln.

> Aber, da stimme ich dir zu, es gab den Glauben an das Vergessen:
> Schmerzen sind f�r einen S�ugling nicht so schlimm, weil er ihn schnell
> wieder vergisst.

Ich glaube das ja nicht, da ich weiss, dass heute jede bei jeder
Traumatisierung auch unter Vollnarkose noch extra eine nervale
Schmerzblokade durchgef�hrt wird, weil man weiss, dass auch Schmerz,
der wegen der Narkose nicht bewusst wird, das Schmerzged�chtnis sehr
stark belasten kann - so gibts zB. heute viel weniger Phantomschmerz.

Es gibt dann wom�glich nach der OP starken Schmerz unbekannter
Genese - wom�glich wieder ein Simulant!

> BTW: Wie hei�t jetzt ein weiblicher S�ugling?
> Und hei�t nur der S�ugling, der ges�ugt wird?

Sag!

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 17, 2013, 1:31:18 PM4/17/13
to
Am 17.04.2013, 19:07 Uhr, schrieb Ruediger Roesler
<worm.co...@nospam.arcornews.de>:

> [..] Intelligenzminderung [..]

Wer, bitte, mindert denn da wessen Intelligenz?

> Dies dᅵrfte auch der entsprechende Fachterminus sein.

Na ja, nix Genaues weiᅵ man nicht ...

j/\a
--

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 1:49:09 PM4/17/13
to
Sam Sung schrieb:
> Detlef Meißner schrieb:
>> Sam Sung schrieb:
>
>>>> Ich las mal, dass dadurch die "Volksgesundheit" immer schlechter würde.
>>>
>>> Na ja - es gibt so viele "wissenschaftliche Erkenntnisse" wie für die
>>> wachsende Wachstumsrate der Profite der Pharmaindustrie nötig sind ;)
>>>
>>> Aber auch ohne diesen Effekt überleben natürlich heute ungleich mehr
>>> Säuglinge und Kleinkinder als noch zB. zu Zeiten von J.S.Bach, als
>>> mindestens jedes 3. Kleinkind seine ersten Jahre nicht überstand. *)
>>> Wie schnell sich "alles" ändert kann man zB. daran sehen, dass noch
>>> bis in die 70er Jahre hinein Säuglinge bei Operationen keinerlei
>>> Narkose erhielten - man war der Auffassung, dass Kindern das alles
>>> nicht so merken und dass Schreien für sie wichtig (weil gesund) sei. **)
>>
>> Das halte ich für Einzelfälle, nicht für allgemeine medizinische Meinung.
>
> Die "Meinung" der Pharmaindustrie?

Ich meinte die Auffassung, dass Säuglinge keinen Schmerzen verspüren.

>>> "Früher" war wirklich alles recht vollumfänglich anders...
>>>
>>>
>>> *) Wiki: "Das Lexikon des Mittelalters gibt an, dass mehr als die
>>> Hälfte der Kinder keine 14 Jahre alt wurden." ...
>>> "1870 starben in Deutschland fast 250 von 1.000 Kindern."
>>
>> Das hat jetzt aber nichts mit dem sich allgemein verschlechternden
>> biologischen Gesundheitszustand zu tun.
>
> Das ist einfache Algebra: wenn kranke Kinder älter werden, dann gibt
> es auch mehr kranke ältere Kinder und Erwachsene, zB. Diabetes, wie
>>> "Noch bis in die 1970er-Jahre glaubt man sogar, dass Säuglinge
>>> keinen Schmerz empfinden und operiert sie ohne Narkose."
>>> Das wird dort sogar im (echten Schwarzweiss-) Filmdokument belegt.
>>
>> "Glaubte man". Wer glaubte das?
>> Ich zumindest nicht.
>
> Die Ärzteschaft - und zwar de facto, aktenkundig - oder glaubst du,
> dass jemand die (auch teure) Anästesie heimlich selbst bezahlt hat?
> Abgesehen von Ausnahmen in Privatkliniken hat da keiner gemacht, was
> er wollte - die Hierarchie in Krankenhäusern war damals mehr noch als
> heute "paramilitärisch", Ärzte, besonders Chirurgen, durften zwar
> ziemlich besoffen sein, aber die konnten doch nicht einfach gegen
> die Lehrmeinung handeln.

Mmm, hast du das selbst erlebt oder vermutest du das nur?
Ich habe das nicht erlebt.
Allerdings scheint die Meinung über das fehlende Schmerzempfinden noch
weit verbreitet zu sein, z.B. bei den Beschneidern.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 1:51:13 PM4/17/13
to
Horst-D.Winzler schrieb:
Und was wolltest du damit sagen?

Detlef

Reinhard Zwirner

unread,
Apr 17, 2013, 2:11:58 PM4/17/13
to
Hans-J�rgen Schneider schrieb:
> Hallo Leute,
>
> ich m�chte einen Menschen beschreiben, der �ber erhebliche
> intellektuelle Defizite verf�gt.
> Es gibt ja tats�chlich bedauernswerte Gesch�pfe, die trotz
> des Besuchs einer F�rderschule keinem Schulabschluss erreichen
> k�nnen. Daf�r suche ich ein Wort. ...

Debil? Intellektuell herausgefordert?

HTH

Reinhard

Ruediger Roesler

unread,
Apr 17, 2013, 2:18:01 PM4/17/13
to
Jakob Achterndiek <achte...@buzemann.de> typed:

>> [..] Intelligenzminderung [..]
>
> Wer, bitte, mindert denn da wessen Intelligenz?

Muss dafür jemand schuldig oder verantwortlich sein?
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-who/kodesuche/onlinefassungen/htmlamtl2013/block-f70-f79.htm

>> Dies dürfte auch der entsprechende Fachterminus sein.
>
> Na ja, nix Genaues weiß man nicht ...

Tja, so lautet nun mal die offizielle Definition der WHO:
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-who/kodesuche/onlinefassungen/htmlamtl2013/chapter-v.htm

Ich kann da nix für. Ich wollte mir nur nicht die entsprechende
Fachkompetenz zueignen.

--
ЯR

Sam Sung

unread,
Apr 17, 2013, 2:24:27 PM4/17/13
to
Detlef Mei锟絥er schrieb:
> Sam Sung schrieb:

>> Die 锟絩zteschaft - und zwar de facto, aktenkundig - oder glaubst du,
>> dass jemand die (auch teure) An锟絪tesie heimlich selbst bezahlt hat?
>> Abgesehen von Ausnahmen in Privatkliniken hat da keiner gemacht, was
>> er wollte - die Hierarchie in Krankenh锟絬sern war damals mehr noch als
>> heute "paramilit锟絩isch", 锟絩zte, besonders Chirurgen, durften zwar
>> ziemlich besoffen sein, aber die konnten doch nicht einfach gegen
>> die Lehrmeinung handeln.
>
> Mmm, hast du das selbst erlebt oder vermutest du das nur?

Was? Das Operationen "generalstabsm锟絪sig" vorbereitet werden?

> Ich habe das nicht erlebt.

Da musst du mal privat jemanden fragen, der l锟絥ger (als ein Praktikum)
im Krankenhaus gearbeitet hat - das war immer eine Karrieremaschine,
dar锟絙er gab's doch gerade einen Bestseller.

> Allerdings scheint die Meinung 锟絙er das fehlende Schmerzempfinden noch
> weit verbreitet zu sein, z.B. bei den Beschneidern.

Die "richtige" Einstellung zum Schmerz war immer Pflicht - viele
"Eingeborene" f锟絞en sich z.B. etwas zu, wenn ein Verwandter stirbt,
zB. "schneiden" (mit einem Stein) Frauen sich dann ein Fingerglied
ab und wenn sie gefragt werden (per Dolmetscher), ob das nicht weh
tut, dann wissen die gar nicht, was gemeint ist - das ist genauso
eine "Kulturleistung" wie die tendenziell steigende Empfindlichkeit
gegen unerw锟絥schte physische Reize bei der immer weiter zunehmenden
Sensibilisierung der Benutzer der Wellness der modernen Zivilisation.

Horst-D.Winzler

unread,
Apr 17, 2013, 2:52:11 PM4/17/13
to
Kein Grund zur Beunruhigung. Dient der allfälligen Klischeebedienung.
Blieb diesesmal wohl an mir hängen.

--
mfg hdw

Florian Ritter

unread,
Apr 17, 2013, 3:09:48 PM4/17/13
to
On 17 Apr., 15:14, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:

> >>> ich möchte einen Menschen beschreiben, der über erhebliche
> >>> intellektuelle Defizite verfügt.
>
> Wenn dir die Emphatie

Emphase?

und die Worte fehlen, solltest du vielleicht über
> was anderes schreiben.

[...]

> Aber nur, wenn nicht zufällig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
> dem Wegstecken bhinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
> wenig verlernt.

In der DDR wurden für harmlos befundete Insassen psychiatrischer
Häuser in die Landwirtschaft entlassen - FR

Detlef Meißner

unread,
Apr 17, 2013, 4:09:50 PM4/17/13
to
Sam Sung schrieb:
> Detlef Meißner schrieb:
>> Sam Sung schrieb:
>
>>> Die Ärzteschaft - und zwar de facto, aktenkundig - oder glaubst du,
>>> dass jemand die (auch teure) Anästesie heimlich selbst bezahlt hat?
>>> Abgesehen von Ausnahmen in Privatkliniken hat da keiner gemacht, was
>>> er wollte - die Hierarchie in Krankenhäusern war damals mehr noch als
>>> heute "paramilitärisch", Ärzte, besonders Chirurgen, durften zwar
>>> ziemlich besoffen sein, aber die konnten doch nicht einfach gegen
>>> die Lehrmeinung handeln.
>>
>> Mmm, hast du das selbst erlebt oder vermutest du das nur?
>
> Was? Das Operationen "generalstabsmässig" vorbereitet werden?
^^^^

Jetzt stell dich nicht so dumm an!

>> Ich habe das nicht erlebt.
>
> Da musst du mal privat jemanden fragen, der länger (als ein Praktikum)
> im Krankenhaus gearbeitet hat - das war immer eine Karrieremaschine,
> darüber gab's doch gerade einen Bestseller.

Glaube nicht alles, was du hörst oder liest!

>> Allerdings scheint die Meinung über das fehlende Schmerzempfinden noch
>> weit verbreitet zu sein, z.B. bei den Beschneidern.
>
> Die "richtige" Einstellung zum Schmerz war immer Pflicht - viele
> "Eingeborene" fügen sich z.B. etwas zu, wenn ein Verwandter stirbt,
> zB. "schneiden" (mit einem Stein) Frauen sich dann ein Fingerglied
> ab und wenn sie gefragt werden (per Dolmetscher), ob das nicht weh
> tut, dann wissen die gar nicht, was gemeint ist - das ist genauso
> eine "Kulturleistung" wie die tendenziell steigende Empfindlichkeit
> gegen unerwünschte physische Reize bei der immer weiter zunehmenden
> Sensibilisierung der Benutzer der Wellness der modernen Zivilisation.

Du meinst, wir müssten wieder schmerzunempfindlicher werden?
Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl?

Die Ami-Filme machen es uns mit ihren Helden ja vor.

Detlef



Reinhard Zwirner

unread,
Apr 17, 2013, 4:16:11 PM4/17/13
to
Hans-J�rgen Schneider schrieb:
> Hallo Leute,
>
> ich m�chte einen Menschen beschreiben, der �ber erhebliche
> intellektuelle Defizite verf�gt.
> Es gibt ja tats�chlich bedauernswerte Gesch�pfe, die trotz
> des Besuchs einer F�rderschule keinem Schulabschluss erreichen
> k�nnen. Daf�r suche ich ein Wort. ...

Einen hab' ich noch: imbezil

Ciao

Reinhard

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 17, 2013, 5:01:16 PM4/17/13
to
Am 17.04.2013, 20:18 Uhr, schrieb Ruediger Roesler
<worm.co...@nospam.arcornews.de>:

> Jakob Achterndiek <achte...@buzemann.de> typed:
>> Wer, bitte, mindert denn da wessen Intelligenz?
>
> Muss dafᅵr jemand schuldig oder verantwortlich sein?
> http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-who/kodesuche/onlinefassungen/htmlamtl2013/block-f70-f79.htm
> Ich kann da nix fᅵr. Ich wollte mir nur nicht die entsprechende
> Fachkompetenz zueignen.

Nun - da muᅵ ich wohl heftig zurᅵckrudern. :(
Bei meiner losgelᅵsten Betrachtung des losgelᅵsten Wortes
hatte ich nicht damit gerechnet, daᅵ dies als Fachterminus
kanonisiert ist.

j/\a
--

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 17, 2013, 6:36:20 PM4/17/13
to
mock skrev:

> Kognitiv oder mental XXXXXX

... herausgefordert.

--
Gru�
Bertel, D�nemark

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 17, 2013, 6:49:00 PM4/17/13
to
Detlef Meißner skrev:

>> Aber nur, wenn nicht zufällig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
>> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
>> dem Wegstecken bhinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
>> wenig verlernt.

> Aber ist das in anderen Ländern nicht ähnlich?

Abgesehen von der Euthanasie war es in Dänemark vorher so, aber
heute geht es viel besser. Alle Kinder sollen in der normale
Schule gehen, so dass sie sich an verschiedene Menschen
einstimmen können.

Nur ist das Einüben der Schüler dabei nicht länger optimal.
Verschiedene fassungslose Maßnahmen werden versucht, und deshalb
hat "Kommunernes Landsforening" die Lehrer lockoutet. Sie stellen
sich ohne zweifel vor, dass die Schüler dabei besser lehren.

--
Gruß
Bertel, Dänemark

Sergio Gatti

unread,
Apr 18, 2013, 2:56:13 AM4/18/13
to
Am 18.04.2013 00:49, schrieb Bertel Lund Hansen:
> Detlef Mei�ner skrev:
>
>>> Aber nur, wenn nicht zuf�llig die eigenen Kinder betroffen sind. Das
>>> Umgehen mit dem freundlichen Dorftrottel von nebenan hat man eben nach
>>> dem Wegstecken bhinderter Kinder und der Euthanasie hierzulande ein
>>> wenig verlernt.
>
>> Aber ist das in anderen L�ndern nicht �hnlich?
>
> Abgesehen von der Euthanasie war es in D�nemark vorher so, aber
> heute geht es viel besser. Alle Kinder sollen in der normale
> Schule gehen, so dass sie sich an verschiedene Menschen
> einstimmen k�nnen.
>
> Nur ist das Ein�ben der Sch�ler dabei nicht l�nger optimal.
> Verschiedene fassungslose Ma�nahmen werden versucht, und deshalb
> hat "Kommunernes Landsforening" die Lehrer lockoutet. Sie stellen
> sich ohne zweifel vor, dass die Sch�ler dabei besser lehren.


Habe ich falsche oder unvollst�ndige Informationen aus
deutschen Zeitungen �ber den Lehrerstreik in D�nemark gegen
l�ngere Arbeitszeiten, auf den ihre Arbeitgeber mit der
Aussperrung reagierten?

Hans-Jürgen Schneider

unread,
Apr 18, 2013, 3:29:12 AM4/18/13
to
Ruediger Roesler schrieb:

> >> [..] Intelligenzminderung [..]
Sehr �berzeugend. Das nehme ich.
Danke.
hjs

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 18, 2013, 3:35:28 AM4/18/13
to
Am 18.04.2013, 00:36 Uhr, schrieb Bertel Lund Hansen
<kanon...@lundhansen.dk>:

> mock skrev:
>> Kognitiv oder mental XXXXXX
>
> ... herausgefordert.

Diese Herausforderung erleben auch viele Eltern
pubertierender Halbwyxiger -

j/\a
--

Detlef Meißner

unread,
Apr 18, 2013, 3:56:06 AM4/18/13
to
Sergio Gatti schrieb:

> Habe ich falsche oder unvollständige Informationen aus
> deutschen Zeitungen über den Lehrerstreik in Dänemark gegen
> längere Arbeitszeiten, auf den ihre Arbeitgeber mit der
> Aussperrung reagierten?

Lehrerstreik und Aussperrung - der Traum eines jeden deutschen Schülers.

Detlef

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 18, 2013, 6:57:27 AM4/18/13
to
Sergio Gatti skrev:

> Habe ich falsche oder unvollst�ndige Informationen aus
> deutschen Zeitungen �ber den Lehrerstreik in D�nemark gegen
> l�ngere Arbeitszeiten, auf den ihre Arbeitgeber mit der
> Aussperrung reagierten?

Ja. Die Lehrer haben gar *nicht* gestreikt. Die Organisation
(DLF) hat mit KL (der Verein der Kommunen) verhandelt, und
pl�tzlich w�hrend der Verhandlung hat KL eine Lockoutwahrnung
gek�ndigt - f�r DLF ganz �berraschend.

Die Verhandlungen brachen zusammen, und der Lockout wurde
aktiviert.

Der ganze Verlauf ist sehr merkw�rdig, aber das wird viel zu viel
OT, wenn ich das erkl�ren sollte.

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 18, 2013, 7:00:13 AM4/18/13
to
Detlef Mei�ner skrev:

> Lehrerstreik und Aussperrung - der Traum eines jeden deutschen Sch�lers.

Der Traum wurde nach drei Tagen zu einem Alptraum, und so ist es
noch. Nicht nur haben die Eltern schwierigkeiten mit der
Betreuung, aber die Kinder magen auch nicht unstrukturierte Tage
zu erleben, und sie langweilen sich.

horst-d.winzler

unread,
Apr 18, 2013, 7:02:32 AM4/18/13
to
Am 18.04.2013 12:57, schrieb Bertel Lund Hansen:
> Sergio Gatti skrev:
>
>> Habe ich falsche oder unvollständige Informationen aus
>> deutschen Zeitungen über den Lehrerstreik in Dänemark gegen
>> längere Arbeitszeiten, auf den ihre Arbeitgeber mit der
>> Aussperrung reagierten?
>
> Ja. Die Lehrer haben gar *nicht* gestreikt. Die Organisation
> (DLF) hat mit KL (der Verein der Kommunen) verhandelt, und
> plötzlich während der Verhandlung hat KL eine Lockoutwahrnung
> gekündigt - für DLF ganz überraschend.
>
> Die Verhandlungen brachen zusammen, und der Lockout wurde
> aktiviert.
>
> Der ganze Verlauf ist sehr merkwürdig, aber das wird viel zu viel
> OT, wenn ich das erklären sollte.
>

Vielleicht wollte ein Promi, der mit der Familie/Kindern in Urlaub war,
den Urlaub um einen Tag verlängert haben?

--
hdw

Paul Ney

unread,
Apr 18, 2013, 7:06:55 AM4/18/13
to

"Hans-Jürgen Schneider" <ec...@hrz.tu-chemnitz.de> schrieb am 17.04.2013
13:22 den Newsbeitrag news:516E8602...@hrz.tu-chemnitz.de

> ich möchte einen Menschen beschreiben, der über erhebliche
> intellektuelle Defizite verfügt.
> Es gibt ja tatsächlich bedauernswerte Geschöpfe, die trotz
> des Besuchs einer Förderschule keinem Schulabschluss erreichen
> können. Dafür suche ich ein Wort.
> Also sowas wie Legasthenie und Dyskalkulie und alle anderen
> Wissensgebiete mit eingeschlossen. Besser noch ein Adjektiv,
> damit die Tatsache zwar erwähnt, aber nicht ausgeschlachtet
> wird. Überhaupt liegt mir eine Beleidigung oder Diffamierung
> fern.

Vielleicht entspricht folgendes Neuwort den Anforderungen:
"dudä", Abkürzung von dumm und dämlich.
Beispiele: Er oder sie ist dudä, sie sind dudä, etwas ist dudä.
Als Substantiv: Dudä, jemand, der dudä ist.

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

horst-d.winzler

unread,
Apr 18, 2013, 7:10:50 AM4/18/13
to
Am 18.04.2013 13:00, schrieb Bertel Lund Hansen:
> Detlef Meißner skrev:
>
>> Lehrerstreik und Aussperrung - der Traum eines jeden deutschen Schülers.
>
> Der Traum wurde nach drei Tagen zu einem Alptraum, und so ist es
> noch. Nicht nur haben die Eltern schwierigkeiten mit der
> Betreuung, aber die Kinder magen auch nicht unstrukturierte Tage
> zu erleben, und sie langweilen sich.
>

Offensichtlich tritt hier ein Manko fremd bzw moderner Kinderbetreuung
auf. Die lieben Kleinen lernen nicht, sich selbst zu beschäftigen. Und
Freunde, mit denen gespielt werden kann, sind anscheinend auch nicht in
der Nähe?. Grund genug, zukünftig einiges zu ändern. Also liebe
(dänische)Eltern, packt es an. ;-)

--
hdw

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 18, 2013, 7:23:56 AM4/18/13
to
horst-d.winzler skrev:

> Offensichtlich tritt hier ein Manko fremd bzw moderner Kinderbetreuung
> auf. Die lieben Kleinen lernen nicht, sich selbst zu beschäftigen.

Ich bin derselben Meinung.

--
Gruß
Bertel, Dänemark

Detlef Meißner

unread,
Apr 18, 2013, 7:31:06 AM4/18/13
to
horst-d.winzler schrieb:
> Am 18.04.2013 13:00, schrieb Bertel Lund Hansen:
>> Detlef Meißner skrev:
>>
>>> Lehrerstreik und Aussperrung - der Traum eines jeden deutschen Schülers.
>>
>> Der Traum wurde nach drei Tagen zu einem Alptraum, und so ist es
>> noch. Nicht nur haben die Eltern schwierigkeiten mit der
>> Betreuung, aber die Kinder magen auch nicht unstrukturierte Tage
>> zu erleben, und sie langweilen sich.
>>
>
> Offensichtlich tritt hier ein Manko fremd bzw moderner Kinderbetreuung
> auf. Die lieben Kleinen lernen nicht, sich selbst zu beschäftigen.

So ganz ohne Aufsicht? Eine Oma ist meist auch nicht da, die das
übernehmen könnte.
Und Schlüsselkinder - welch böses Wort. Und dann noch die vielen
Kinderschänder, die nur auf so eine Gelegenheit warten... !

> Und
> Freunde, mit denen gespielt werden kann, sind anscheinend auch nicht in
> der Nähe?. Grund genug, zukünftig einiges zu ändern.

Ein Computer mit Spielen könnte helfen. ;-)

> Also liebe
> (dänische)Eltern, packt es an. ;-)

Aber wo?

Detlef

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 18, 2013, 8:16:04 AM4/18/13
to
Am 17.04.2013, 13:22 Uhr, schrieb Hans-Jᅵrgen Schneider
<ec...@hrz.tu-chemnitz.de>:

> Hallo Leute,
>
> ich mᅵchte einen Menschen beschreiben, der ᅵber erhebliche
> intellektuelle Defizite verfᅵgt.

Wie in news:516E8602...@hrz.tu-chemnitz.de vom 17.04.2013
zu lesen war, hast Du dich fᅵr einen Terminus entschieden.

Wir jedoch bleiben neugierig auf einen Menschen, der nicht
nur "lᅵtt bᅵschen dᅵmlich" ist, sondern richtig intellektuell
defizitᅵr, und der *dennoch* (dies vor allem erstaunt uns)
ᅵber seine Defizite (und gar *erhebliche* Defizite) sogar
*selbst verfᅵgt*.
Mᅵᅵte nicht die tu-chemnitz den in seinem eigenen Interesse
in seiner Verfᅵgungsgewalt ein kleines biᅵchen einschrᅵnken?

j/\a
--
Message has been deleted

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 18, 2013, 9:59:54 AM4/18/13
to
Am Wed, 17 Apr 2013 20:24:27 +0200 schrieb Sam Sung:

> Die "richtige" Einstellung zum Schmerz war immer Pflicht - viele
> "Eingeborene" f�gen sich z.B. etwas zu, wenn ein Verwandter stirbt,
> zB. "schneiden" (mit einem Stein) Frauen sich dann ein Fingerglied
> ab und wenn sie gefragt werden (per Dolmetscher), ob das nicht weh
> tut, dann wissen die gar nicht, was gemeint ist -

Naja, je nachdem wie sauber der Schnitt ist, tut das auch nicht unbedingt
so weh wie man denkt. Ich habe schon einige Geschichten von Handwerkern
geh�rt, die sich ein St�ck vom Finger abges�belt haben, und das erst mal
gar nicht gemerkt haben, weil es eben nicht schmerzhaft war.

Und bei "Eingeborenen" kommen da oft noch Trance-Effekte dazu. Die sind
dann in dem Moment so aufgeputscht bzw. weggetreten, da� der K�rper genug
eigene "Drogen" aussch�ttet, die den Schmerz �berdecken. Habe sowas vor ein
paar Jahren mal "live" auf Java gesehen, wo T�nzer bei rituellen T�nzen in
Trance geraten und dann durchs Feuer tanzen oder sich die Wangen
durchbohren. Interessant ist es dann auch zu beobachten, wie lange es
dauert und wie heftig es mitunter ausf�llt, wenn die wieder "aufwachen".
Teilweise unter schweren Kr�mpfen, wo sie dann von Helfern gest�tzt werden
m�ssen.

Gr��e,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Apr 18, 2013, 10:14:39 AM4/18/13
to
Frank Hucklenbroich schrieb:
> Am Wed, 17 Apr 2013 20:24:27 +0200 schrieb Sam Sung:
>
>> Die "richtige" Einstellung zum Schmerz war immer Pflicht - viele
>> "Eingeborene" fügen sich z.B. etwas zu, wenn ein Verwandter stirbt,
>> zB. "schneiden" (mit einem Stein) Frauen sich dann ein Fingerglied
>> ab und wenn sie gefragt werden (per Dolmetscher), ob das nicht weh
>> tut, dann wissen die gar nicht, was gemeint ist -
>
> Naja, je nachdem wie sauber der Schnitt ist, tut das auch nicht unbedingt
> so weh wie man denkt. Ich habe schon einige Geschichten von Handwerkern
> gehört, die sich ein Stück vom Finger abgesäbelt haben, und das erst mal
> gar nicht gemerkt haben, weil es eben nicht schmerzhaft war.

Na gut, das ist doch normal. Und oft blutet es auch nicht sofort. Aber
wenn dann nach einiger Zeit der Schmerz kommt und es zu pochen anfängt ...

> Und bei "Eingeborenen" kommen da oft noch Trance-Effekte dazu. Die sind
> dann in dem Moment so aufgeputscht bzw. weggetreten, daß der Körper genug
> eigene "Drogen" ausschüttet, die den Schmerz überdecken. Habe sowas vor ein
> paar Jahren mal "live" auf Java gesehen, wo Tänzer bei rituellen Tänzen in
> Trance geraten und dann durchs Feuer tanzen oder sich die Wangen
> durchbohren.

Laufen über glühende Kohlen ist eine beliebte Übung für angehende
Führungskräfte.

Detlef

Sam Sung

unread,
Apr 18, 2013, 11:35:52 AM4/18/13
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Am Wed, 17 Apr 2013 20:24:27 +0200 schrieb Sam Sung:
>
>> Die "richtige" Einstellung zum Schmerz war immer Pflicht - viele
>> "Eingeborene" fügen sich z.B. etwas zu, wenn ein Verwandter stirbt,
>> zB. "schneiden" (mit einem Stein) Frauen sich dann ein Fingerglied
>> ab und wenn sie gefragt werden (per Dolmetscher), ob das nicht weh
>> tut, dann wissen die gar nicht, was gemeint ist -
>
> Naja, je nachdem wie sauber der Schnitt ist, tut das auch nicht unbedingt
> so weh wie man denkt. Ich habe schon einige Geschichten von Handwerkern
> gehört, die sich ein Stück vom Finger abgesäbelt haben, und das erst mal
> gar nicht gemerkt haben, weil es eben nicht schmerzhaft war.
>
> Und bei "Eingeborenen" kommen da oft noch Trance-Effekte dazu. Die sind
> dann in dem Moment so aufgeputscht bzw. weggetreten, daß der Körper genug
> eigene "Drogen" ausschüttet, die den Schmerz überdecken. Habe sowas vor ein
> paar Jahren mal "live" auf Java gesehen, wo Tänzer bei rituellen Tänzen in
> Trance geraten und dann durchs Feuer tanzen oder sich die Wangen
> durchbohren. Interessant ist es dann auch zu beobachten, wie lange es
> dauert und wie heftig es mitunter ausfällt, wenn die wieder "aufwachen".
> Teilweise unter schweren Krämpfen, wo sie dann von Helfern gestützt werden
> müssen.

Das ist ja nur ein Beispiel von vielen - ein anderes ist, dass "die"
praktisch bereits in jungen Jahren fürchterliche Zahnschmerzen haben
müssten, wobei manche Stämme sich den Zahnschmelz aus kosmetischen
Gründen auch noch weg schmirgeln. Leute, die "dort" aufgewachsen sind,
wie z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Sabine_Kuegler erlebten, dass
es dort zu den Basis-Gepflogenheiten gehört, jede Sorte von Schmerz
und Missmut als "Privatsache" nicht zu "kommunzieren" und man wird
auch anderenfalls gar nicht beachtet - es wird keinerlei Mitleid
gezeigt oder geübt; deshalb verdrängt man "dort" "automatisch" diese
Sorte von Wahrnehmungen und "verlernt" Schmerzen effektiv, sagt sie.

Helmut Schellong

unread,
Apr 18, 2013, 3:47:15 PM4/18/13
to
Jakob Achterndiek wrote:
> Am 17.04.2013, 19:07 Uhr, schrieb Ruediger Roesler <worm.co...@nospam.arcornews.de>:
>
>> [..] Intelligenzminderung [..]
>
> Wer, bitte, mindert denn da wessen Intelligenz?

Vielleicht Minderintelligenz.

Ich schlage vor: saudumm :-)

Grenzenlos dumm.




--
Mit freundlichen Grᅵᅵen
Helmut Schellong v...@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
Message has been deleted

Henning Sponbiel

unread,
Apr 18, 2013, 3:37:31 PM4/18/13
to
On Thu, 18 Apr 2013 00:49:00 +0200, Bertel Lund Hansen wrote:

>Nur ist das Einüben der Schüler dabei nicht länger optimal.
>Verschiedene fassungslose Maßnahmen werden versucht, und deshalb
>hat "Kommunernes Landsforening" die Lehrer lockoutet.

Sorry, das verstehe ich nicht. Könntest du bitte beschreiben, was du mit
"fassungslose Maßnahmen" meinst?

Henning

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 19, 2013, 8:19:18 AM4/19/13
to
Henning Sponbiel skrev:

> Sorry, das verstehe ich nicht. K�nntest du bitte beschreiben, was du mit
> "fassungslose Ma�nahmen" meinst?

Wechselnde Regierungen haben st�ndig neue Gesetze f�r die
Volksschule beschlossen. Es geht kaum ein Jahr ohne neue Regel.
Jedes mahl, wo ein neues Pisaresultat vorliegt, kommen neue
Gesetze, und oft gehen sie wider dem, was Experte sagen.

Zur Zeit w�nscht die Regierung, dass die Sch�ler den ganzen Tag
in der Schule zerbringen, "heldagsskole" (Ganztagsschule).

Detlef Meißner

unread,
Apr 19, 2013, 8:24:22 AM4/19/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:
> Henning Sponbiel skrev:
>
>> Sorry, das verstehe ich nicht. Könntest du bitte beschreiben, was du mit
>> "fassungslose Maßnahmen" meinst?
>
> Wechselnde Regierungen haben ständig neue Gesetze für die
> Volksschule beschlossen. Es geht kaum ein Jahr ohne neue Regel.
> Jedes mahl, wo ein neues Pisaresultat vorliegt, kommen neue
> Gesetze, und oft gehen sie wider dem, was Experte sagen.
>
> Zur Zeit wünscht die Regierung, dass die Schüler den ganzen Tag
> in der Schule zerbringen, "heldagsskole" (Ganztagsschule).

Ein Trost, dass das nicht nur bei uns so ist.

Alle in Europa scheinen an gewissen Krankheiten zu leiden.

Detlef

Lothar Frings

unread,
Apr 19, 2013, 8:39:44 AM4/19/13
to
Bertel Lund Hansen tat kund:

> Wechselnde Regierungen haben ständig neue Gesetze für die
> Volksschule beschlossen. Es geht kaum ein Jahr ohne neue Regel.
> Jedes mahl, wo ein neues Pisaresultat vorliegt, kommen neue
> Gesetze, und oft gehen sie wider dem, was Experte sagen.

Ist bei uns genauso, nur sind die anderen Schulformen
auch betroffen. Bei uns kippt man im Bildungswesen
die ganzen unfähigen Quotentussen ab, alles, was
man nicht in der EU endlagern kann, und entsprechend
sind die Ergebnisse. Anders wäre auch nicht zu
erklären, warum das Bildungswesen nur Flops produziert.
Ständig Änderungen, jede einzelne eine Pleite.

Roland Franzius

unread,
Apr 19, 2013, 8:42:39 AM4/19/13
to
Am 19.04.2013 14:19, schrieb Bertel Lund Hansen:
> Henning Sponbiel skrev:
>
>> Sorry, das verstehe ich nicht. Könntest du bitte beschreiben, was du mit
>> "fassungslose Maßnahmen" meinst?
>
> Wechselnde Regierungen haben ständig neue Gesetze für die
> Volksschule beschlossen. Es geht kaum ein Jahr ohne neue Regel.
> Jedes mahl, wo ein neues Pisaresultat vorliegt, kommen neue
> Gesetze, und oft gehen sie wider dem, was Experte sagen.
>
> Zur Zeit wünscht die Regierung, dass die Schüler den ganzen Tag
> in der Schule zerbringen, "heldagsskole" (Ganztagsschule).
>

Zerbringen könnte ich wortschätzen.

Fassungslos dürfte wohl hier formlos/unkoordiniert heißen. Fassungslos
auf deutsch bedeutet Zusammenbruch der Selbstkontrolle: "fassungslos vor
Trauer, Schreck, Enttäuschung".

--

Roland Franzius

horst-d.winzler

unread,
Apr 19, 2013, 8:47:20 AM4/19/13
to
Am 19.04.2013 14:19, schrieb Bertel Lund Hansen:
> Henning Sponbiel skrev:
>
>> Sorry, das verstehe ich nicht. Könntest du bitte beschreiben, was du mit
>> "fassungslose Maßnahmen" meinst?
>
> Wechselnde Regierungen haben ständig neue Gesetze für die
> Volksschule beschlossen. Es geht kaum ein Jahr ohne neue Regel.

Jedes Jahr kommen auch neue Kinder hinzu. ;-)

> Jedes mahl, wo ein neues Pisaresultat vorliegt, kommen neue
> Gesetze, und oft gehen sie wider dem, was Experte sagen.

An der Menge neuer Gesetze läßt sich eben die Tüchtigkeit einer
Regierung ablesen.

> Zur Zeit wünscht die Regierung, dass die Schüler den ganzen Tag
> in der Schule zerbringen, "heldagsskole" (Ganztagsschule).

Nun ja, Kinder brauchen Kinder. Ohne den Umgang miteinander gibs mehr
oder weniger altkluge Nachwachsende.
Ohne den Besuch von Schulen könnten hier Kinder dem Eindruck verfallen,
sie wären einzigartig in ihrer Art. Nur Erwachsene wohin sie blicken. ;-)

--
hdw

Detlef Meißner

unread,
Apr 19, 2013, 9:32:10 AM4/19/13
to
Lothar Frings schrieb:
Ach komm, die Männer haben doch damit angefangen!
Aber die Frauen sind so blöd und übernehmen den Scherbenhaufen.
Allerdings kriegen sie dabei auch nichts auf die Reihe.
Chaos im Bildungssystem interessiert momentan nur eine ganz kleine
Minderheit, allerdings müssen die PISA-Ergebnisse für alles mögliche
herhalten.

Detlef



Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 19, 2013, 10:58:16 AM4/19/13
to
horst-d.winzler skrev:

> Nun ja, Kinder brauchen Kinder. Ohne den Umgang miteinander
> gibs mehr oder weniger altkluge Nachwachsende.

Dem stimme ich ganz zu, aber mit der Ganztagsschule haben sie
keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 19, 2013, 11:01:08 AM4/19/13
to
Roland Franzius skrev:

>> Zur Zeit w�nscht die Regierung, dass die Sch�ler den ganzen Tag
>> in der Schule zerbringen, "heldagsskole" (Ganztagsschule).

> Zerbringen k�nnte ich wortsch�tzen.

Das war unbewusst (von D�nisch inspiriert). Ich h�tte
"verbringen" schreiben sollen.

> Fassungslos d�rfte wohl hier formlos/unkoordiniert hei�en.
> Fassungslos auf deutsch bedeutet Zusammenbruch der
> Selbstkontrolle: "fassungslos vor Trauer, Schreck,
> Entt�uschung".

Das d�nische Wort ist "desperat".

Reinhard Zwirner

unread,
Apr 19, 2013, 1:21:03 PM4/19/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:

> Dem stimme ich ganz zu, aber mit der Ganztagsschule haben sie
> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.

... ihren eigenen Interessen nachzugehen.

HTH

Reinhard

Message has been deleted
Message has been deleted

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 19, 2013, 3:20:04 PM4/19/13
to
Rüdiger Silberer skrev:

>> Dem stimme ich ganz zu, aber mit der Ganztagsschule haben sie
>> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.

> Dann muß sich eben die Ganztagesschule an den Interessen der
> Kinder orientieren. Das geht schon.

Man kann dafür sorgen, dass man zwischen kopfliche (sic) und
körperliche Beschäftigungen wechselt, aber die gezielte Übung und
die ausgebildeten Trainer, die man in einem Sportverein haben
kann, sind nicht zur Verfügung. Und schwimmen können die meisten
Schüler gar nicht in der Schule.

Mein Enkel (9 Jahre alt) sagte spontan "Øv!" (Pfui), als seine
Mutter ihm erzählte, dass er nächstes Jahr den ganzen Tag in der
Schule sein sollte.

--
Gruß
Bertel, Dänemark
Message has been deleted

Horst-D.Winzler

unread,
Apr 21, 2013, 2:29:37 AM4/21/13
to
Am 19.04.2013 21:20, schrieb Bertel Lund Hansen:
> Rüdiger Silberer skrev:
>
>>> Dem stimme ich ganz zu, aber mit der Ganztagsschule haben sie
>>> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.
>
>> Dann muß sich eben die Ganztagesschule an den Interessen der
>> Kinder orientieren. Das geht schon.
>
> Man kann dafür sorgen, dass man zwischen kopfliche (sic) und
> körperliche Beschäftigungen wechselt, aber die gezielte Übung und
> die ausgebildeten Trainer, die man in einem Sportverein haben
> kann, sind nicht zur Verfügung. Und schwimmen können die meisten
> Schüler gar nicht in der Schule.

Hier können auch immer weniger Schüler schwimmen. Also anbieten von zB
Schwimm-, Reit-, Tanzunterricht. Obligatorisches Angebot von gutem
Benehmen. Aber da müßten wohl erst bei dem Unterrichtspersonal Defizite
ausgeglichen werden. Also, es gibt viel zu tun. Lassen wirs liegen,
scheint die derzeitige Devise zu sein?

> Mein Enkel (9 Jahre alt) sagte spontan "Øv!" (Pfui), als seine
> Mutter ihm erzählte, dass er nächstes Jahr den ganzen Tag in der
> Schule sein sollte.
>

Den Enkel ist anscheinend Realist. ;-)

--
mfg hdw

Ralph Babel

unread,
Apr 20, 2013, 8:00:00 PM4/20/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:

> mit der Ganztagsschule haben [die Schüler]
> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.

Schon mal überlegt, daß das politisch erwünscht sein könnte?

> Mein Enkel (9 Jahre alt) sagte spontan "Øv!" (Pfui),
> als seine Mutter ihm erzählte, dass er nächstes
> Jahr den ganzen Tag in der Schule sein sollte.

Kindermund tut Wahrheit kund.

Schule ist ohnehin schon eine fürchterlich ineffiziente
Veranstaltung. Und jetzt auch noch die Stundenzahl
aufblasen? Na danke. Aber vorher noch schnell die
Hauptschule abgeschafft, einen Teil der klassischen
Realschüler ins Gymnasium gesteckt, dann aber die Zeit
zum Abi um ein Jahr gekürzt, um dann wieder möglichst
schnell im Bologna-Studium aussieben zu können.

Was für eine Farce!

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 21, 2013, 4:10:22 PM4/21/13
to
R�diger Silberer skrev:

> Nat�rlich kann man nicht jede Sportart in der Schule aus�ben.

Und wenn die Sch�ler den ganzen Tag in der Schule verbringen
m�ssen, k�nnen sie es auch nicht in ihrer Freizeit �ben.

Detlef Meißner

unread,
Apr 21, 2013, 4:25:52 PM4/21/13
to
Rüdiger Silberer schrieb:
> Am 19.04.2013 schrieb Bertel Lund Hansen:

>> aber die gezielte Übung und
>> die ausgebildeten Trainer, die man in einem Sportverein haben
>> kann, sind nicht zur Verfügung.
>
> Natürlich kann man nicht jede Sportart in der Schule ausüben. Aber
> Sportlehrer haben das, was sie unterrichten auch studiert.

LOL.

Das, was sie unterrichten.
Und das, was sie nicht unterrichten?

Detlef

Oliver Cromm

unread,
Apr 22, 2013, 1:02:12 AM4/22/13
to
* Ralph Babel:

> Bertel Lund Hansen schrieb:
>
>> mit der Ganztagsschule haben [die Schüler]
>> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.
>
> Schon mal überlegt, daß das politisch erwünscht sein könnte?

Dazu möchte ich zuerst weitere Hinweise sehen.

Hier in Kanada ist die Ganztagsschule üblich, in der Grundschule
heißt das freilich: von neun bis kurz nach drei (da mein Sohn den
Schulbus nimmt, ist er von 8 bis 4 außer Haus). Danach gibt es
Betreuung in der Schule auf Antrag und gegen Bezahlung.

Das erleichtert zwei Dinge, die politisch erwünscht sind: die
Integration von Kindern aus anderen Kulturen und die
Berufstätigkeit beider Eltern. Das scheinen mir hinreichende
Gründe zu sein, und beide sind in Deutschland auch virulent.

Jede einheitliche Regelung ist natürlich nicht für alle gleich
gut, das gilt aber für die Halbtagsschule ebenso.

--
Pentiums melt in your PC, not in your hand.
Message has been deleted
Message has been deleted

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 22, 2013, 3:05:26 AM4/22/13
to
R�diger Silberer skrev:

>> Und wenn die Sch�ler den ganzen Tag in der Schule verbringen
>> m�ssen, k�nnen sie es auch nicht in ihrer Freizeit �ben.

> Nein, auch nach der Schule besteht noch die M�glichkeit den Wunschsport
> auszu�ben.

Nach der Ganztagsschule kommt den Abendessen, und nach kurzer
Zeit m�ssen sie dann schlafen. Mein gr��ter Enkel ist 9 Jahre
alt.

Detlef Meißner

unread,
Apr 22, 2013, 3:42:49 AM4/22/13
to
Oliver Cromm schrieb:

> Jede einheitliche Regelung ist natürlich nicht für alle gleich
> gut, das gilt aber für die Halbtagsschule ebenso.

Genau das ist in D ja das Problem.

Detlef

Ralph Babel

unread,
Apr 21, 2013, 8:00:00 PM4/21/13
to
Oliver Cromm schrieb:

> Jede einheitliche Regelung ist nat�rlich nicht f�r alle
> gleich gut, das gilt aber f�r die Halbtagsschule ebenso.

Bingo. Es werden also mal wieder mit dem Tunnelblick
Probleme "gel�st", die manch einer gar nicht als Problem
empfindet. Als Option: gerne. (Schon jetzt gibt es ja
hin und wieder durchaus mal den aufmerksamen Lehrer, der
einem gelangweilt-unterforderten Sch�ler interessantes
Zusatzmaterial in die Hand dr�ckt.) Oder - nach objektiven
Kriterien - auch als Nachhilfe, wo es helfen kann, den
Anschlu� zu halten oder wiederzufinden. Aber dieses ewige
Entrechten durch Einebnen jeglicher Individualit�t �tzt
mich an. Nicht jeder l��t sich nach Schulschlu� gelangweilt
an der Tanke vollaufen, und manch einer lernt abseits des
staatlich verordneten Schulsystems deutlich motivierter.

Ralph Babel

unread,
Apr 21, 2013, 8:00:00 PM4/21/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:

> R�diger Silberer schrieb:
>
>> Bertel Lund Hansen schrieb:
>>
>>> Und wenn die Sch�ler den ganzen Tag
>>> in der Schule verbringen m�ssen, k�nnen
>>> sie es auch nicht in ihrer Freizeit �ben.
>>
>> Nein, auch nach der Schule besteht noch
>> die M�glichkeit den Wunschsport auszu�ben.
>
> Nach der Ganztagsschule kommt den Abendessen,
> und nach kurzer Zeit m�ssen sie dann schlafen.

Mission erf�llt. Dann kommt er nicht auf dumme Gedanken und
wird gewi� ein braves Mitglied der gro�en Schafherde werden.

Prepare to be assimilated.

Lothar Frings

unread,
Apr 22, 2013, 4:25:17 AM4/22/13
to
Ralph Babel tat kund:

> Aber dieses ewige
> Entrechten durch Einebnen jeglicher Individualität ätzt
> mich an. Nicht jeder läßt sich nach Schulschluß gelangweilt
> an der Tanke vollaufen, und manch einer lernt abseits des
> staatlich verordneten Schulsystems deutlich motivierter.

Aber diejenigen kümmern sich auch nicht darum, ob
sie "entrechtet" werden. Ich bin ins Gymnasium
gegangen, weil ich aus irgendeinem nebulösen Grund
13 Jahre absitzen mußte, um studieren zu dürfen.
Um 13:20 Uhr war spätestens Schluß, und danach habe
ich mich um mein Know-How gekümmert. Das funktioniert
bestens.

Ralph Babel

unread,
Apr 21, 2013, 8:00:00 PM4/21/13
to
Lothar Frings schrieb:

> Ich bin ins Gymnasium gegangen, weil ich aus irgendeinem
> nebul�sen Grund 13 Jahre absitzen mu�te, um studieren zu
> d�rfen. Um 13:20 Uhr war sp�testens Schlu�,

Genau darum geht's! 13:20 l��t viel zuviel Zeit, sich seine
gef�hrlichen Gedanken abseits des Kollektivs zu machen.

> und danach habe ich mich um mein Know-How
> gek�mmert. Das funktioniert bestens.

Nicht mehr lange.

Detlef Meißner

unread,
Apr 22, 2013, 5:33:07 AM4/22/13
to
Lothar Frings schrieb:
Sagen wir es mal so: Das funktioniert_e_ bestens.

Heute sind Menschen noch jahrelang auf der Penne, die früher schon
langst im Berufsleben waren und dort etwas Nützliches taten. Heute
werden sie in der Schule zwangsbeglückt, weil wir doch unbedingt ganz,
ganz viel Fachkräfte brauchen.

Detlef

Joachim Pense

unread,
Apr 22, 2013, 11:38:13 AM4/22/13
to
Am 22.04.2013 07:02, schrieb Oliver Cromm:
> * Ralph Babel:
>
>> Bertel Lund Hansen schrieb:
>>
>>> mit der Ganztagsschule haben [die Schüler]
>>> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.
>>
>> Schon mal überlegt, daß das politisch erwünscht sein könnte?
>
> Dazu möchte ich zuerst weitere Hinweise sehen.
>
> Hier in Kanada ist die Ganztagsschule üblich, in der Grundschule
> heißt das freilich: von neun bis kurz nach drei (da mein Sohn den
> Schulbus nimmt, ist er von 8 bis 4 außer Haus). Danach gibt es
> Betreuung in der Schule auf Antrag und gegen Bezahlung.
>
> Das erleichtert zwei Dinge, die politisch erwünscht sind: die
> Integration von Kindern aus anderen Kulturen und die
> Berufstätigkeit beider Eltern. Das scheinen mir hinreichende
> Gründe zu sein, und beide sind in Deutschland auch virulent.
>

Ja, das sind sicher wünschenswerte Effekte. Was halt (gerade in
Deutschland) leidet, sind Vereinstätigkeiten (Sport vor allem) und
Musikausbildung. Was die Schule da als Ersatz bieten kann, ist keiner.

Imprinzip muss es aber gehen, schließlich sind die Franzosen oder
Engländer ja auch kulturell und sportlich aktiv. Es muss sich halt auch
ziemlich viel an gesellschaftlichen Konventionen und Institutionen
außerhalb der Schule ändern, bis wieder alles passt.

Aber so (mit der "zwischen-Tür-und-Angel-leben-Kultur" von heute, ohne
die die volle Berufstätigkeit der Eltern kaum möglich ist) gehts halt
auch nicht mehr weiter.

Joachim

Joachim Pense

unread,
Apr 22, 2013, 11:40:54 AM4/22/13
to
Ich glaube eher, das Problem ist, dass bei uns nichts zuendegedacht
wird, und dass jeder glaubt, man könne die Patentlösungen haben, ohne
Geld in die Hand zu nehmen.

Joachim

Lothar Frings

unread,
Apr 22, 2013, 11:48:59 AM4/22/13
to
Joachim Pense tat kund:

[BTW: Werden OT-Beiträge in desd seit neuestem
markiert? Sind wir schon wieder so weit?]
Warum sagen Politiker eigentlich immer "Geld in die Hand
nehmen", wenn sie meinen "Geld aus der Hand geben"?

Detlef Meißner

unread,
Apr 22, 2013, 12:02:29 PM4/22/13
to
Joachim Pense schrieb:
Auch mit Geld allein lässt sich nichts bewegen.
Dabei weiß doch jeder: "Es gibt keinen Königsweg!"

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Apr 22, 2013, 12:08:59 PM4/22/13
to
Joachim Pense schrieb:
> Am 22.04.2013 07:02, schrieb Oliver Cromm:
>> * Ralph Babel:
>>
>>> Bertel Lund Hansen schrieb:
>>>
>>>> mit der Ganztagsschule haben [die Schüler]
>>>> keine Zeit, ihre eigene Interessen zu treiben.
>>>
>>> Schon mal überlegt, daß das politisch erwünscht sein könnte?
>>
>> Dazu möchte ich zuerst weitere Hinweise sehen.
>>
>> Hier in Kanada ist die Ganztagsschule üblich, in der Grundschule
>> heißt das freilich: von neun bis kurz nach drei (da mein Sohn den
>> Schulbus nimmt, ist er von 8 bis 4 außer Haus). Danach gibt es
>> Betreuung in der Schule auf Antrag und gegen Bezahlung.
>>
>> Das erleichtert zwei Dinge, die politisch erwünscht sind: die
>> Integration von Kindern aus anderen Kulturen und die
>> Berufstätigkeit beider Eltern. Das scheinen mir hinreichende
>> Gründe zu sein, und beide sind in Deutschland auch virulent.
>
> Ja, das sind sicher wünschenswerte Effekte. Was halt (gerade in
> Deutschland) leidet, sind Vereinstätigkeiten (Sport vor allem) und
> Musikausbildung. Was die Schule da als Ersatz bieten kann, ist keiner.

Das Thema hatten wir vor Kurzem ja bereits hier.
Aber sei mal ehrlich, welchen Schüler zieht es in D in seiner Freizeit
auf das Schulgelände?
Schau dir doch mal an, mit welchem Elan sie nach Unterrichtsschluss das
Schulgebäude verlassen.

> Imprinzip muss es aber gehen, schließlich sind die Franzosen oder
> Engländer ja auch kulturell und sportlich aktiv. Es muss sich halt auch
> ziemlich viel an gesellschaftlichen Konventionen und Institutionen
> außerhalb der Schule ändern, bis wieder alles passt.

Es geht dann, wenn die (Vereins-)Kultur aus der Schule kommt. Ist aber
bei uns nicht so. Musik und Sport werden außerhalb der Schule betrieben.
Sport oft erst gegen Abend oder am Wochenende, wenn die Trainer
Feierabend bzw. frei haben.

Es gibt momentan Bestrebungen, die Musikschulen mehr in den
Schulunterricht zu integrieren. Aber auch hier soll das die Schule
möglichst nichts kosten.

Detlef

Oliver Cromm

unread,
Apr 22, 2013, 12:10:53 PM4/22/13
to
* Joachim Pense:

> Am 22.04.2013 07:02, schrieb Oliver Cromm:

[Ganztagsschule]

>> Das erleichtert zwei Dinge, die politisch erwünscht sind: die
>> Integration von Kindern aus anderen Kulturen und die
>> Berufstätigkeit beider Eltern. Das scheinen mir hinreichende
>> Gründe zu sein, und beide sind in Deutschland auch virulent.
>
> Ja, das sind sicher wünschenswerte Effekte. Was halt (gerade in
> Deutschland) leidet, sind Vereinstätigkeiten (Sport vor allem) und
> Musikausbildung. Was die Schule da als Ersatz bieten kann, ist keiner.
>
> Imprinzip muss es aber gehen, schließlich sind die Franzosen oder
> Engländer ja auch kulturell und sportlich aktiv. Es muss sich halt auch
> ziemlich viel an gesellschaftlichen Konventionen und Institutionen
> außerhalb der Schule ändern, bis wieder alles passt.

Stimmt. Sport und Musik findet auch bei uns häufig am Wochenende statt,
was dann mit deutschen Einkaufs- und Ausflugsgewohnheiten kollidieren
dürfte.

--
(\___/)
(='.'=) This is Bunny. Copy and paste Bunny into your
(")_(") signature to help him gain world domination.

Sam Sung

unread,
Apr 22, 2013, 12:30:01 PM4/22/13
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

>> Die "richtige" Einstellung zum Schmerz war immer Pflicht - viele
>> "Eingeborene" fügen sich z.B. etwas zu, wenn ein Verwandter stirbt,
>> zB. "schneiden" (mit einem Stein) Frauen sich dann ein Fingerglied
>> ab und wenn sie gefragt werden (per Dolmetscher), ob das nicht weh
>> tut, dann wissen die gar nicht, was gemeint ist -
>
> Naja, je nachdem wie sauber der Schnitt ist, tut das auch nicht
> unbedingt so weh wie man denkt.

Sagen viele, z.B.
http://www.youtube.com/watch?v=80d5ShOtX1Y#t=1m20s

Oliver Cromm

unread,
Apr 22, 2013, 12:41:30 PM4/22/13
to
* Bertel Lund Hansen:

> Rüdiger Silberer skrev:
>
>>> Und wenn die Schüler den ganzen Tag in der Schule verbringen müssen,
>>> können sie es auch nicht in ihrer Freizeit üben.
>
>> Nein, auch nach der Schule besteht noch die Möglichkeit den Wunschsport
>> auszuüben.
>
> Nach der Ganztagsschule kommt den Abendessen, und nach kurzer Zeit
> müssen sie dann schlafen. Mein größter Enkel ist 9 Jahre alt.

Das ist dann offenbar eine *sehr* ganztägige Ganztagsschule. Mein
11jähriger schafft es oft noch, nach der Schule sein dreistündiges
Computerkontingent auszuschöpfen.

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 22, 2013, 12:45:57 PM4/22/13
to
Oliver Cromm skrev:

>> Nach der Ganztagsschule kommt den Abendessen, und nach kurzer Zeit
>> müssen sie dann schlafen. Mein größter Enkel ist 9 Jahre alt.

> Das ist dann offenbar eine *sehr* ganztägige Ganztagsschule. Mein
> 11jähriger schafft es oft noch, nach der Schule sein dreistündiges
> Computerkontingent auszuschöpfen.

Okay. Die Ganztagsschule ist noch nicht eingeführt worden. Wir
werden sehen.

--
Gruß
Bertel, Dänemark

Horst-D.Winzler

unread,
Apr 22, 2013, 3:00:29 PM4/22/13
to
Message has been deleted

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 22, 2013, 5:24:10 PM4/22/13
to
Horst-D.Winzler skrev:

> Im Übrigen sollten wir uns mit Schulwegen nicht so haben. ;-)

Ein dänischer, sehr geliebter (jetzt toter) Schauspieler ging
jeden Tag 10 km zu und 10 km von der Schule, ab erster Klasse.

Einige von euch kennt ihn vielleicht:
Ove Sprogøe - AKA Egon Olsen.

--
Gruß
Bertel, Dänemark
Message has been deleted

Oliver Cromm

unread,
Apr 22, 2013, 6:23:25 PM4/22/13
to
* Martin Gerdes:

> Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> schrieb:
>
>>[Ganztagsschule]
>
>>>> Das erleichtert zwei Dinge, die politisch erwünscht sind: die
>>>> Integration von Kindern aus anderen Kulturen und die
>>>> Berufstätigkeit beider Eltern. Das scheinen mir hinreichende
>>>> Gründe zu sein, und beide sind in Deutschland auch virulent.
>
>>> Ja, das sind sicher wünschenswerte Effekte. Was halt (gerade in
>>> Deutschland) leidet, sind Vereinstätigkeiten (Sport vor allem) und
>>> Musikausbildung. Was die Schule da als Ersatz bieten kann, ist keiner.
>
>>Stimmt. Sport und Musik findet auch bei uns häufig am Wochenende statt,
>>was dann mit deutschen Einkaufs- und Ausflugsgewohnheiten kollidieren
>>dürfte.
>
> Musik sollte jeden Tag stattfinden, damit das was wird, und Sport heißt:
> ein- bis zweimal in der Woche Training, Samstag nachmittags Wettkampf.

Ich meinte natürlich den Unterricht - die Details ändern sich ab und zu,
aber zuletzt hatte mein Sohn am Samstag Violinunterricht sowie am Dienstag
und am Sonntag Eislauftraining. Der betreute Teil ist also häufig, in
diesem Fall zu zwei Dritteln, am Wochenende. Zu meiner Kindheit in
Deutschland war das eher unüblich.

Das tägliche Üben eines Instruments habe ich vorausgesetzt, und da das
zuhause stattfindet, sehe ich in der Ganztagsschule auch kein Hindernis
dafür. Etwas schwieriger würde das zusätzliche Üben für den Eiskunstlauf
oder die Teilnahme an einem Orchester oder Chor, weil man das halt nicht
zuhause machen kann, aber wenn es wichtig ist, würde man das auch noch
unterbringen.

Ich hatte damals einen Mitschüler, der sehr ernsthaft Schwimmen trainiert
hat, da war der Nachmittag nicht genug, der hat auch vor der Schule
trainiert, und zwar an einem 40 km weit entfernten Ort. Selbst die
Halbtagsschule kann also zum Hindernis werden, aber für die meisten ist der
Sport oder die Musik dann doch nicht so wichtig.

Bertel Lund Hansen

unread,
Apr 22, 2013, 6:34:43 PM4/22/13
to
Matthias Opatz skrev:

>> Ein dänischer, sehr geliebter (jetzt toter) Schauspieler ging
>> jeden Tag 10 km zu und 10 km von der Schule, ab erster Klasse.

> Dann hatte er anscheinend kein Fahrrad.

Nein. Damals waren Fahrräder gar nicht üblich (und vielleicht
waren seine Eltern arm).

--
Gruß
Bertel, Dänemark
Message has been deleted

mock

unread,
Apr 22, 2013, 8:31:36 PM4/22/13
to
On 23 Apr., 01:29, "Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid>
wrote:

> Und das Geld ist ja nicht
> weg: Das hat dann nur jemand anders.

Das ist aber inkonsequent. Du sagtest einmal, Wasser würde verbraucht,
dabei existiert es auch weiter als Harn etc.

Es ist dann kein Trinkwasser, aber, wenn das Geld jemand anders hat,
ist es auch nicht meines.

Sam Sung

unread,
Apr 22, 2013, 8:41:34 PM4/22/13
to
mock schrieb:
Ja, stimmt, das ist ein Unterschied und mit dieser "Dialektik" muss
jemand auch erst mal klarkommen...

D e i n R a l f !
It is loading more messages.
0 new messages