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Re: "nen Programm"

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mock

unread,
Apr 29, 2013, 10:54:52 AM4/29/13
to
On 29 Apr., 16:19, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
> Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info> writes:
> >Spezi ses Argument, das. Nein, ich halte "nen Programm" nicht f r
> >Ausdruck begrenzter Kompetenz im Deutschen, sondern prim r f r
> >lokale Umgangssprache - die Seite war immerhin aus Dortmund. Wer
>
>   Das schreiben manche Leute in gewissen sozialen
>   Internet-Medien konsequent so. Im Usenet ist es
>   zum Gl ck seltener.
>
>   Mir erscheint es als falsch, weil ich da /aIn/
>   oder /n/ spreche, aber <nen> spreche ich /nEn/,
>   und <einen> /aIn@n/ oder /aIn/.

"Nen" ist einfach ein neuer Ausdruck für "ein", angelehnt an den schon
lange gebräuchlichen für "einen".

Aus der Zeit meines Ur*300-Grossvaters ist überliefert, dass "Paff"
richtig war, heute sagt man "Flinte".

Detlef Meißner

unread,
Apr 29, 2013, 11:20:39 AM4/29/13
to
mock schrieb:
> On 29 Apr., 16:19, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
>> Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info> writes:
>>> Spezi ses Argument, das. Nein, ich halte "nen Programm" nicht f r
>>> Ausdruck begrenzter Kompetenz im Deutschen, sondern prim r f r
>>> lokale Umgangssprache - die Seite war immerhin aus Dortmund. Wer
>>
>> Das schreiben manche Leute in gewissen sozialen
>> Internet-Medien konsequent so. Im Usenet ist es
>> zum Gl ck seltener.
>>
>> Mir erscheint es als falsch, weil ich da /aIn/
>> oder /n/ spreche, aber <nen> spreche ich /nEn/,
>> und <einen> /aIn@n/ oder /aIn/.
>
> "Nen" ist einfach ein neuer Ausdruck für "ein", angelehnt an den schon
> lange gebräuchlichen für "einen".

So neu ist der Ausdruck auch nicht, aber vielleicht hat er sich
inzwischen weiter ausgebreitet.

"Haste mal 'ne Mark?" ist doch auch schon länger bekannt.
Heute: "Haste mal 'nen Euro?"

Detlef

Lothar Frings

unread,
Apr 29, 2013, 11:30:19 AM4/29/13
to
Detlef Meißner tat kund:

> "Haste mal 'ne Mark?" ist doch auch schon länger bekannt.
> Heute: "Haste mal 'nen Euro?"

Aber darum ging es doch hier nicht. "'ne"
für "eine" und "'nen" für "einen" sind klar,
aber "'nen" für "ein" ist ungewöhnlich.
Da ist die kanonische Abk. eigentlich "'n".

Stefan Schmitz

unread,
Apr 29, 2013, 11:39:08 AM4/29/13
to
On Apr 29, 4:54 pm, mock <th.mo...@gmx.net> wrote:

> "Nen" ist einfach ein neuer Ausdruck für "ein", angelehnt an den schon
> lange gebräuchlichen für "einen".

Mir ist letztens aufgefallen, dass ich häufig auch "'n" für "einen"
sage.
Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn andere "'nen" für beides
sagen.
Message has been deleted

Detlef Meißner

unread,
Apr 29, 2013, 12:50:58 PM4/29/13
to
Lothar Frings schrieb:
Nein, das ist nicht ungewöhnlich.

Ob's ein oder einen heißt, spielt keine Rolle.

Haste mal 'nen Fahrrad.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Apr 29, 2013, 12:53:18 PM4/29/13
to
Pether Hubert schrieb:
> Da paßt es ja auch, weil es eine Verkürzung von "einen Euro" ist. Es
> wird aber, und das ist mir auch schon oft aufgefallen, oft "nen" für
> "ein" gebraucht.

Ja, es wird das nicht unterschieden.

Detlef

Sam Sung

unread,
Apr 29, 2013, 1:01:45 PM4/29/13
to
Detlef Mei�ner schrieb:
> Lothar Frings schrieb:
>> Detlef Mei�ner tat kund:
>>
>>> "Haste mal 'ne Mark?" ist doch auch schon l�nger bekannt.
>>> Heute: "Haste mal 'nen Euro?"
>>
>> Aber darum ging es doch hier nicht. "'ne"
>> f�r "eine" und "'nen" f�r "einen" sind klar,
>> aber "'nen" f�r "ein" ist ungew�hnlich.
>> Da ist die kanonische Abk. eigentlich "'n".
>
> Nein, das ist nicht ungew�hnlich.
>
> Ob's ein oder einen hei�t, spielt keine Rolle.
>
> Haste mal 'nen Fahrrad.

Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!
Message has been deleted

Dorothee Hermann

unread,
Apr 29, 2013, 2:00:23 PM4/29/13
to
Am 29.04.2013 19:01, schrieb Sam Sung:

>>>> "Haste mal 'ne Mark?" ist doch auch schon lᅵnger bekannt.
>>>> Heute: "Haste mal 'nen Euro?"
>>> Aber darum ging es doch hier nicht. "'ne"
>>> fᅵr "eine" und "'nen" fᅵr "einen" sind klar,
>>> aber "'nen" fᅵr "ein" ist ungewᅵhnlich.
>>> Da ist die kanonische Abk. eigentlich "'n".
> Nein, das ist nicht ungewᅵhnlich.
>> Ob's ein oder einen heiᅵt, spielt keine Rolle.

>> Haste mal 'nen Fahrrad.

> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!

Wieso "konsequent"? Was ist daran konsequent?
(Den "Fahrad"-Tippfehler meine ich nicht)

Kᅵnnte auch 'Hattu Fahrrad?' heiᅵen.


Dorothee

Sam Sung

unread,
Apr 29, 2013, 2:05:34 PM4/29/13
to
Dorothee Hermann schrieb:


>>> Haste mal 'nen Fahrrad.
>
>> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!
>
> Wieso "konsequent"? Was ist daran konsequent?
> (Den "Fahrad"-Tippfehler meine ich nicht)

Konseqent ist das Ausschalten auch dieses Unterschiedes.

> K�nnte auch 'Hattu Fahrrad?' hei�en.

Genau, aber das w�re inkonsequent, weil, ineffektiverweise,
erst die Antwort abgewartet werden muss.

Detlef Meißner

unread,
Apr 29, 2013, 2:15:34 PM4/29/13
to
Dorothee Hermann schrieb:
> Am 29.04.2013 19:01, schrieb Sam Sung:
>
>>>>> "Haste mal 'ne Mark?" ist doch auch schon länger bekannt.
>>>>> Heute: "Haste mal 'nen Euro?"
>>>> Aber darum ging es doch hier nicht. "'ne"
>>>> für "eine" und "'nen" für "einen" sind klar,
>>>> aber "'nen" für "ein" ist ungewöhnlich.
>>>> Da ist die kanonische Abk. eigentlich "'n".
>> Nein, das ist nicht ungewöhnlich.
>>> Ob's ein oder einen heißt, spielt keine Rolle.
>
>>> Haste mal 'nen Fahrrad.
>
>> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!
>
> Wieso "konsequent"? Was ist daran konsequent?
> (Den "Fahrad"-Tippfehler meine ich nicht)

Tippfehler?
Viele Leute sagen doch Fah-rad.

> Könnte auch 'Hattu Fahrrad?' heißen.

Aber nur in den Häschen-Witzen.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Apr 29, 2013, 2:17:44 PM4/29/13
to
Rüdiger Silberer schrieb:
> Am 29.04.2013 schrieb Detlef Meißner:
>
>> Lothar Frings schrieb:
>>> Detlef Meißner tat kund:
>>>
>>>> "Haste mal 'ne Mark?" ist doch auch schon länger bekannt.
>>>> Heute: "Haste mal 'nen Euro?"
>>>
>>> Aber darum ging es doch hier nicht. "'ne"
>>> für "eine" und "'nen" für "einen" sind klar,
>>> aber "'nen" für "ein" ist ungewöhnlich.
>>> Da ist die kanonische Abk. eigentlich "'n".
>>
>> Nein, das ist nicht ungewöhnlich.
>
> Für mich schon, ich kenne in der realen Welt niemanden der so spricht.

Du bist eben noch nicht überall rumgekommen.

>> Ob's ein oder einen heißt, spielt keine Rolle.
>>
>> Haste mal 'nen Fahrrad.
>
> Kanaksprech ist nicht weit davon entfernt.

Aber nur in diesem einen Falle. Es tendiert halt zur Mundart.

Detlef

Christian Weisgerber

unread,
Apr 29, 2013, 1:07:49 PM4/29/13
to

Christina Kunze

unread,
Apr 29, 2013, 4:57:54 PM4/29/13
to
Am 29.04.2013 17:20, schrieb Detlef Meiᅵner:
> mock schrieb:
>> On 29 Apr., 16:19, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
>>> Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info> writes:
>>>> Spezi ses Argument, das. Nein, ich halte "nen Programm" nicht f r
>>>> Ausdruck begrenzter Kompetenz im Deutschen, sondern prim r f r
>>>> lokale Umgangssprache - die Seite war immerhin aus Dortmund. Wer
>>>
>>> Das schreiben manche Leute in gewissen sozialen
>>> Internet-Medien konsequent so. Im Usenet ist es
>>> zum Gl ck seltener.
>>>
>>> Mir erscheint es als falsch, weil ich da /aIn/
>>> oder /n/ spreche, aber <nen> spreche ich /nEn/,
>>> und <einen> /aIn@n/ oder /aIn/.
>>
>> "Nen" ist einfach ein neuer Ausdruck fᅵr "ein", angelehnt an den schon
>> lange gebrᅵuchlichen fᅵr "einen".
>
> So neu ist der Ausdruck auch nicht, aber vielleicht hat er sich
> inzwischen weiter ausgebreitet.

Guten Morgen. Gemeint war, dass "nen" auch fᅵr "ein" und nicht nur fᅵr
"einen" verwendet wird.
Das ist aber auch nicht neu, ein mecklenburgsozialisierter
Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
neues Fahrrad).

Ich finde, es mᅵsste "n Programm" heiᅵen.

chr

Christina Kunze

unread,
Apr 29, 2013, 5:01:35 PM4/29/13
to
Am 29.04.2013 19:01, schrieb Sam Sung:

>
> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!

Gibt es eigentlich einen deutschen Ausdruck f�r die grammatikreduzierte
Sprache, die Einwanderer manchmal benutzen?
(So etwas wie "parler petit-n�gre"; das habe ich neulich geh�rt, und mir
fiel auf "Deutsch" nur "Pidgin" daf�r ein.)

chr

Sam Sung

unread,
Apr 29, 2013, 5:16:13 PM4/29/13
to
Christina Kunze schrieb:

> Am 29.04.2013 19:01, schrieb Sam Sung:
>
>>
>> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!
>
> Gibt es eigentlich einen deutschen Ausdruck f�r die grammatikreduzierte
> Sprache, die Einwanderer manchmal benutzen?

Spontan f�llt mir ein, dass ich mehrfach so was wie
"(heutige) Jugendsprache" zu h�ren gehabt zu glauben meine
(uff - man, das ist wahrscheinlich eine moderne Verbh�ufung ;)

> (So etwas wie "parler petit-n�gre"; das habe ich neulich geh�rt, und mir
> fiel auf "Deutsch" nur "Pidgin" daf�r ein.)

"Pidgin" fiel mir ebenfalls ein...

Ich hab noch mal hier geschaut: http://www.dict.cc/?s=jugendsprache
da gibt es tats�chlich eine "Jugendsprache" als "teenage slang".

Das Problem ist nur, dass die Einwanderer auch mal �lter sind,
und "Einwandererslang" w�re ja nun nicht nur unvorstellbar
(diskriminierend ;), sondern da fehlt auch die Grammatikreduktion...

-
Gott faltet die M�glichkeiten - Gottes Kinder entfalten sie.

Thomas Schade

unread,
Apr 29, 2013, 5:16:21 PM4/29/13
to
On 29.04.2013 22:57, Christina Kunze wrote:

> Guten Morgen. Gemeint war, dass "nen" auch für "ein" und nicht nur für
> "einen" verwendet wird.
> Das ist aber auch nicht neu, ein mecklenburgsozialisierter
> Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
> neues Fahrrad).
>
> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.

Ich vermute, dass es vor allem vom phonetischen (?) Kontext abhängt.

"Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon asu bei "Ich kauf /mir
'n/ neues Fahrrad", da braucht es das 'nen gar nicht.


Ciao
Toscha
--
Another place - another train
Another bottle in the brain
Another girl - another fight, another drive all night.
[Beasty Boys]

Thomas Schade

unread,
Apr 29, 2013, 5:18:24 PM4/29/13
to
On 29.04.2013 22:57, Christina Kunze wrote:

> Guten Morgen. Gemeint war, dass "nen" auch f�r "ein" und nicht nur f�r
> "einen" verwendet wird.
> Das ist aber auch nicht neu, ein mecklenburgsozialisierter
> Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
> neues Fahrrad).
>
> Ich finde, es m�sste "n Programm" hei�en.

Ich vermute, dass es vor allem vom phonetischen (?) Kontext abh�ngt.

"Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon aus bei "Ich kauf /mir

Sam Sung

unread,
Apr 29, 2013, 5:25:21 PM4/29/13
to
Thomas Schade schrieb:

> On 29.04.2013 22:57, Christina Kunze wrote:
>
>> Guten Morgen. Gemeint war, dass "nen" auch f�r "ein" und nicht nur f�r
>> "einen" verwendet wird.
>> Das ist aber auch nicht neu, ein mecklenburgsozialisierter
>> Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
>> neues Fahrrad).
>>
>> Ich finde, es m�sste "n Programm" hei�en.
>
> Ich vermute, dass es vor allem vom phonetischen (?) Kontext abh�ngt.
>
> "Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
> 'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon aus bei "Ich kauf /mir
> 'n/ neues Fahrrad", da braucht es das 'nen gar nicht.

Sehe (vermute) ich auch so...

(Da f�llt mir ein: W�re 'Sehe auch ich so' eigentlich ein
bisschen arrogant?)

-
Ja, es gibt auch eine Welt die nur Optimisten zug�nglich ist.

Detlef Meißner

unread,
Apr 29, 2013, 5:41:46 PM4/29/13
to
Christina Kunze schrieb:
> Am 29.04.2013 17:20, schrieb Detlef Meißner:
>> mock schrieb:
>>> On 29 Apr., 16:19, r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) wrote:
>>>> Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info> writes:
>>>>> Spezi ses Argument, das. Nein, ich halte "nen Programm" nicht f r
>>>>> Ausdruck begrenzter Kompetenz im Deutschen, sondern prim r f r
>>>>> lokale Umgangssprache - die Seite war immerhin aus Dortmund. Wer
>>>>
>>>> Das schreiben manche Leute in gewissen sozialen
>>>> Internet-Medien konsequent so. Im Usenet ist es
>>>> zum Gl ck seltener.
>>>>
>>>> Mir erscheint es als falsch, weil ich da /aIn/
>>>> oder /n/ spreche, aber <nen> spreche ich /nEn/,
>>>> und <einen> /aIn@n/ oder /aIn/.
>>>
>>> "Nen" ist einfach ein neuer Ausdruck für "ein", angelehnt an den schon
>>> lange gebräuchlichen für "einen".
>>
>> So neu ist der Ausdruck auch nicht, aber vielleicht hat er sich
>> inzwischen weiter ausgebreitet.
>
> Guten Morgen.

Guten Abend.

> Gemeint war, dass "nen" auch für "ein" und nicht nur für
> "einen" verwendet wird.

Ach nee!

> Das ist aber auch nicht neu,

Eben!

> ein mecklenburgsozialisierter
> Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
> neues Fahrrad).
>
> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.

Spricht sich schlecht.

Detlef

Oliver Cromm

unread,
Apr 29, 2013, 6:20:06 PM4/29/13
to
* Thomas Schade:

> On 29.04.2013 22:57, Christina Kunze wrote:
>
>> Guten Morgen. Gemeint war, dass "nen" auch für "ein" und nicht nur für
>> "einen" verwendet wird.
>> Das ist aber auch nicht neu, ein mecklenburgsozialisierter
>> Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
>> neues Fahrrad).
>>
>> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.
>
> Ich vermute, dass es vor allem vom phonetischen (?) Kontext abhängt.
>
> "Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
> 'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon aus bei "Ich kauf /mir
> 'n/ neues Fahrrad", da braucht es das 'nen gar nicht.

Brauchen tue ich es in keinem Fall, aber gerade "hab nen" finde ich schwer
zu sprechen, "mir nen" dagegen ganz einfach.

"hab 'n" spricht sich genau wie "Happen", also kein Problem.

--
(\___/)
(='.'=) This is Bunny. Copy and paste Bunny into your
(")_(") signature to help him gain world domination.

G.O.Tuhls

unread,
Apr 29, 2013, 7:17:00 PM4/29/13
to
Am 29.04.2013, 23:41 Uhr, schrieb Detlef Meißner:
>>
>> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.
>
> Spricht sich schlecht.

Wenn man 'ne Hasenscharte oder Polypen hat, aber sonst?

MUSEN ist diese Maskulinisierung des Neutrums typisches Pott-Idiom.

Gruß
G.O.

Joachim Pense

unread,
Apr 30, 2013, 12:52:19 AM4/30/13
to
Am 29.04.2013 23:01, schrieb Christina Kunze:
> Am 29.04.2013 19:01, schrieb Sam Sung:
>
>>
>> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!
>
> Gibt es eigentlich einen deutschen Ausdruck für die grammatikreduzierte
> Sprache, die Einwanderer manchmal benutzen?
> (So etwas wie "parler petit-nègre"; das habe ich neulich gehört, und mir
> fiel auf "Deutsch" nur "Pidgin" dafür ein.)

Kiezdeutsch, Kanak-Sprak.

Joachim

Joachim Pense

unread,
Apr 30, 2013, 1:00:22 AM4/30/13
to
Am 30.04.2013 00:20, schrieb Oliver Cromm:
> * Thomas Schade:
>
>> On 29.04.2013 22:57, Christina Kunze wrote:
>>
>>> Guten Morgen. Gemeint war, dass "nen" auch für "ein" und nicht nur für
>>> "einen" verwendet wird.
>>> Das ist aber auch nicht neu, ein mecklenburgsozialisierter
>>> Klassenkamerad sagte es schon in den achtziger Jahren so (ich hab nen
>>> neues Fahrrad).
>>>
>>> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.
>>
>> Ich vermute, dass es vor allem vom phonetischen (?) Kontext abhängt.
>>
>> "Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
>> 'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon aus bei "Ich kauf /mir
>> 'n/ neues Fahrrad", da braucht es das 'nen gar nicht.
>
> Brauchen tue ich es in keinem Fall, aber gerade "hab nen" finde ich schwer
> zu sprechen, "mir nen" dagegen ganz einfach.
>
> "hab 'n" spricht sich genau wie "Happen", also kein Problem.
>

Übrigens - anders, als man's schreibt - mit m und nicht mit n hinten.
Die fehlende Assimilation bei "hab nen" ist mMn auch der Grund, der die
Aussprache von "hab nen" gegenüber "hab n" erschwert.

Andererseits ist das betonte syllabische n in "hab n" sehr auffällig.
Ich glaube auch, dass das der Grund ist, da "n" durch "nen" zu ersetzen
- das sieht mehr nach einem richtigen Wort aus, wie man es in der Schule
gelernt hat.

Joachim

Joachim Pense

unread,
Apr 30, 2013, 1:01:15 AM4/30/13
to
Am 29.04.2013 23:41, schrieb Detlef Meißner:

>>
>> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.
>
> Spricht sich schlecht.
>

"n Programm" wird "m Programm" gesprochen, und ich finde nicht, dass
sich das schlecht spricht.

Joachim

Detlef Meißner

unread,
Apr 30, 2013, 3:37:41 AM4/30/13
to
G.O.Tuhls schrieb:
Ja, könnte sein.

Vielleicht aber auch der Versuch, zumindest teiwleise wieder zu einem
ganzen Wort zu kommen.
Aus "Haste mal'n Brot?" wird dann "Haste mal nen Brot?"

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Apr 30, 2013, 3:39:09 AM4/30/13
to
Joachim Pense schrieb:
> Am 29.04.2013 23:41, schrieb Detlef Meißner:
>
>>>
>>> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.
>>
>> Spricht sich schlecht.
>>
>
> "n Programm" wird "m Programm" gesprochen,

Von wem? Wo soll das "m" herkommen?

> und ich finde nicht, dass
> sich das schlecht spricht.

Kommt darauf an, in welchem Zusammenhang man das spricht.

Detlef

Christina Kunze

unread,
Apr 30, 2013, 4:55:35 AM4/30/13
to
Am 29.04.2013 23:25, schrieb Sam Sung:
>
> Sehe (vermute) ich auch so...
>
> (Da f�llt mir ein: W�re 'Sehe auch ich so' eigentlich ein
> bisschen arrogant?)

F�r mich klingt das nicht arrogant, aber stilh�her.
"Auch ich" kommt mir eher wie geschriebene Sprache vor.

chr

Christina Kunze

unread,
Apr 30, 2013, 4:57:16 AM4/30/13
to
Am 30.04.2013 09:39, schrieb Detlef Meiᅵner:
> Joachim Pense schrieb:
>> Am 29.04.2013 23:41, schrieb Detlef Meiᅵner:
>>
>>>>
>>>> Ich finde, es mᅵsste "n Programm" heiᅵen.
>>>
>>> Spricht sich schlecht.
>>>
>>
>> "n Programm" wird "m Programm" gesprochen,
>
> Von wem? Wo soll das "m" herkommen?

Partielle regressive Assimilation.

Wie sprichst du denn "Hast du mal ein Programm" schnell aus?

chr

Detlef Meißner

unread,
Apr 30, 2013, 5:18:07 AM4/30/13
to
Christina Kunze schrieb:
> Am 30.04.2013 09:39, schrieb Detlef Meißner:
>> Joachim Pense schrieb:
>>> Am 29.04.2013 23:41, schrieb Detlef Meißner:
>>>
>>>>>
>>>>> Ich finde, es müsste "n Programm" heißen.
>>>>
>>>> Spricht sich schlecht.
>>>>
>>>
>>> "n Programm" wird "m Programm" gesprochen,
>>
>> Von wem? Wo soll das "m" herkommen?
>
> Partielle regressive Assimilation.
>
> Wie sprichst du denn "Hast du mal ein Programm" schnell aus?

Haste ma 'n Programm?

Andererseits würde ich, im Gegensatz zu folgendem Text, "us'm Schranke"
sagen.

"Wie mäh Kohlen krichden.

's war im vorichden Herwesde. De Bläder fungken schond ahn, vun'n
Beimen ze fallen, de Kennermäderchen hielden nit mehr de Bänke uff'n
Friedrichs-
blatze un in d'r Berlewieh besetzed, un de Menschen holden schond de Äwwer-
ziehre us 'n Schranke un stobbeden uff d'r Stroße de Hänne in de Kibbe.
Do sproh eine scheenen Dages, wie mäh grade bieh'n Kaffee saßen, minne
Ahle, die de in d'r Ziedunge las, zu mäh: „Du Karle, hier zeiched einer noch
Sommerbreise fier Nußkohlen ahn; meinste nit au, daß mäh das middenehmen
kennden? Mäh honn je doch den einen Keller noch leer stehn, doh lichchen se
ei'm jo nit im Wege." (Paul Heidelbach)

Detlef

Message has been deleted

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 30, 2013, 8:10:08 AM4/30/13
to
On Mon, 29 Apr 2013 23:01:35 +0200, Christina Kunze <ku...@revesz.de>
wrote:
Hei�t das jetzt nicht mehr Kanaksprach?

Gru� Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln m�chte, ist es eine gute
Idee, f�r jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist nat�rlich keine gute Idee, alles zu ver�ffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===

Oliver Cromm

unread,
Apr 30, 2013, 8:40:56 AM4/30/13
to
* Christina Kunze:

> Am 30.04.2013 09:39, schrieb Detlef Mei�ner:
>> Joachim Pense schrieb:
>>> Am 29.04.2013 23:41, schrieb Detlef Mei�ner:
>>>
>>>>>
>>>>> Ich finde, es m�sste "n Programm" hei�en.
>>>>
>>>> Spricht sich schlecht.
>>>>
>>>
>>> "n Programm" wird "m Programm" gesprochen,
>>
>> Von wem? Wo soll das "m" herkommen?
>
> Partielle regressive Assimilation.
>
> Wie sprichst du denn "Hast du mal ein Programm" schnell aus?

Ja nach Kontext ist das st�rker oder schw�cher ausgepr�gt. Bei
mir:

Das steht auf'm Programm -> deutliches m
Haste mal'n Programm -> Tendenz zum m
'n Programm br�ucht ich noch -> n

--
Humans write software and while a piece of software might be
bug free humans are not. - Robert Klemme

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 30, 2013, 8:57:40 AM4/30/13
to
Am Mon, 29 Apr 2013 23:01:35 +0200 schrieb Christina Kunze:

> Am 29.04.2013 19:01, schrieb Sam Sung:
>
>>
>> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!
>
> Gibt es eigentlich einen deutschen Ausdruck f�r die grammatikreduzierte
> Sprache, die Einwanderer manchmal benutzen?

Ich kenne das als Kanak (mit einer gewissen Portion Selbstironie).

Gr��e,

Frank
Message has been deleted

Detlef Meißner

unread,
Apr 30, 2013, 10:56:06 AM4/30/13
to
Pether Hubert schrieb:
> Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> writes:
>>> Wie sprichst du denn "Hast du mal ein Programm" schnell aus?
>> Ja nach Kontext ist das stärker oder schwächer ausgeprägt. Bei mir:
>
> Kannst Du zur besseren Einordnung noch dazuschreiben, aus welcher Region
> Du stammst?
>
>> Das steht auf'm Programm -> deutliches m
>
> Das ist klar, da steht "auf'm" ja auch für "auf dem", da gehört also eh
> ein m hin.
>
>> Haste mal'n Programm -> Tendenz zum m
>
> Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ist bei mir ein klares n.

Ja, aber - wie soll ich das beschreiben? - ein n, das ganz schwach
doppelt gesprochen wird, also etwa so: mal'nn.

Und deshalb vermute ich, dass dann daraus (bei manchen Personen) 'nen wird.

Detlef

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Joachim Pense

unread,
Apr 30, 2013, 12:42:21 PM4/30/13
to
Am 30.04.2013 14:40, schrieb Oliver Cromm:

>
> Das steht auf'm Programm -> deutliches m

Na ja, das m steht ja auch für ein "dem".

Joachim

Oliver Cromm

unread,
Apr 30, 2013, 2:10:30 PM4/30/13
to
* Pether Hubert:

> Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> writes:
>>> Wie sprichst du denn "Hast du mal ein Programm" schnell aus?
>> Ja nach Kontext ist das stärker oder schwächer ausgeprägt. Bei mir:
>
> Kannst Du zur besseren Einordnung noch dazuschreiben, aus welcher Region
> Du stammst?

Südhessen, ab dem Alter von 20 längerer Aufenthalt in
Südniedersachsen.

>> Das steht auf'm Programm -> deutliches m
>
> Das ist klar, da steht "auf'm" ja auch für "auf dem", da gehört also eh
> ein m hin.

Stimmt - ich Esel! Nochmal probieren:

Ich muß auf'n Programm zugreifen.
-> starke Tendenz zu [m], alternativ [N]; [n] ist zu viel
Aufwand

>> Haste mal'n Programm -> Tendenz zum m
>
> Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ist bei mir ein klares n.

Wenn ich extra deutlich spreche, bleibt es bei mir ein n, aber das
ist für diesen Stil ganz untypisch. Ohne diese Bemühung kann es
nun leicht passieren, daß der Mund in Antizipation des P ein wenig
zu früh zugeht, und dann ist es vorbei mit dem klaren n.

--
The Eskimoes had fifty-two names for snow because it was important
to them, there ought to be as many for love.
-- Margaret Atwood, Surfacing, p.106

Peter J. Holzer

unread,
Apr 30, 2013, 3:49:50 PM4/30/13
to
On 2013-04-30 08:57, Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote:
> Am 30.04.2013 09:39, schrieb Detlef Mei�ner:
>> Joachim Pense schrieb:
>>> "n Programm" wird "m Programm" gesprochen,
>>
>> Von wem? Wo soll das "m" herkommen?
>
> Partielle regressive Assimilation.
>
> Wie sprichst du denn "Hast du mal ein Programm" schnell aus?

Hostamolaprogramm?

hp, abdriftend

--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | Sysadmin WSR | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | h...@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpa�t. -- Ralph Babel

Thomas Schade

unread,
May 1, 2013, 3:17:01 AM5/1/13
to
On 30.04.2013 00:20, Oliver Cromm wrote:
> * Thomas Schade:

>> "Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
>> 'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon aus bei "Ich kauf /mir
>> 'n/ neues Fahrrad", da braucht es das 'nen gar nicht.
>
> Brauchen tue ich es in keinem Fall, aber gerade "hab nen" finde ich schwer
> zu sprechen, "mir nen" dagegen ganz einfach.
>
> "hab 'n" spricht sich genau wie "Happen", also kein Problem.

Das mag eventuell auch vom Regiolekt der jeweiligen 'Sprachheimat'
abh�ngen. F�r meinen Ruhrgebietshintergrund spricht sich "Ich hab'n
Platten." sehr sperrig, das hie�e immer "Ich hab 'nen Platten.".


Ciao
Toscha
--
Crisis? What crisis?
[Supertramp]

Thomas Schade

unread,
May 1, 2013, 3:19:19 AM5/1/13
to
On 30.04.2013 13:25, R�diger Silberer wrote:
> Am 29.04.2013 schrieb Thomas Schade:

>> "Ich /hab 'nen/ neues Fahrrad" spricht sich einfach besser als "Ich /hab
>> 'n/ neues Fahrrad". Anders sieht das aber schon aus bei "Ich kauf /mir
>> 'n/ neues Fahrrad", da braucht es das 'nen gar nicht.
>
> Ich halte das f�r eine reichlich merkw�rdige Begr�ndung, denn "ich hab
> ein Fahrrad" spricht sich noch einfacher als "nen Fahrrad". Vor allem,
> weil bei "ein" kein Stopp wie bei "nen" drin ist.

Meine Sozialisation fand nicht durchweg in einem rein hochdeutsch
sprechenden Umfeld statt. Und /f�r mich/ ist "hab 'nen" fl�ssiger zu
sprechen als "hab ein".


Ciao
Toscha
--
Some people are like slinkies.
Not really good for much, but bring a smile to your face when pushed
down the stairs.

Bertel Lund Hansen

unread,
May 1, 2013, 4:22:38 AM5/1/13
to
Christina Kunze skrev:

>> Ja - oder gleich konsequent: Hastu Fahrad!

> Gibt es eigentlich einen deutschen Ausdruck f�r die grammatikreduzierte
> Sprache, die Einwanderer manchmal benutzen?

Im D�nischen k�nnen wir "gebrokken" um jede reduzierte Sprache
benutzen.

Han taler gebrokkent dansk.

Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1]. Der Sprechende kann
reich und hoch ausgebildet sein. Die Bezeichnung ist nicht mit
Vorurteilen belastet.

Wir haben aber auch eine besondere Bezeichnung f�r die Sprache,
die von gewissen arabischen Leuten benutzt wird, "perkerdansk".
Das ist *sehr* beleidigend, etwa wie "nigger". Perker = per(ser)
+ (tyr)ker.

[1] Hei�t es so? Im D�nischen sagen wir "indl�nt".

--
Gru�
Bertel, D�nemark

Sam Sung

unread,
May 1, 2013, 4:28:39 AM5/1/13
to
Bertel Lund Hansen schrieb:

> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].

Ui! ;)

Das klingt so �hnlich wie 'eingeweiht'...

> [1] Hei�t es so?

Nein, sondern es heisst ... geliehen. Eingeleiht klingt aber
h�bsch und ich h�tte keinerlei Probleme damit.

Sam Sung

unread,
May 1, 2013, 4:31:07 AM5/1/13
to
Sam Sung schrieb:

> Bertel Lund Hansen schrieb:
>
>> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].
>
> Ui! ;)
>
> Das klingt so �hnlich wie 'eingeweiht'...
>
>> [1] Hei�t es so?
>
> Nein, sondern es heisst ... geliehen.

Oder besser: ... entlehnt. Deshalb ist das ein Lehnwort
http://de.wikipedia.org/wiki/Lehnwort

> Eingeleiht klingt aber h�bsch und ich h�tte keinerlei Probleme damit.

...

Dorothee Hermann

unread,
May 1, 2013, 4:33:51 AM5/1/13
to
Am 01.05.2013 10:28, schrieb Sam Sung:
> Bertel Lund Hansen schrieb:

>> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].

> Ui! ;)
> Das klingt so ᅵhnlich wie 'eingeweiht'...

... aus dem Deutschen entlehnt.

>> [1] Heiᅵt es so?

> Nein, sondern es heisst ... geliehen.

Nein.


Dorothee

Volker Gringmuth

unread,
May 1, 2013, 4:33:55 AM5/1/13
to
Bertel Lund Hansen wrote:

> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].

„entlehnt“, daher „Lehnwort“.

„entlehnt“ heißt „geliehen“, klingt in dieser Bedeutung aber sehr
angestaubt.


vG

Sam Sung

unread,
May 1, 2013, 4:41:07 AM5/1/13
to
Dorothee Hermann schrieb:

> Am 01.05.2013 10:28, schrieb Sam Sung:
>> Bertel Lund Hansen schrieb:
>
>>> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].
>
>> Ui! ;)
>> Das klingt so �hnlich wie 'eingeweiht'...
>
> ... aus dem Deutschen entlehnt.
>
>>> [1] Hei�t es so?
>
>> Nein, sondern es heisst ... geliehen.
>
> Nein.

Doch, das w�re zwar stilistisch nicht �blich semantisch aber
vollkommen in Ordnung.

Sam Sung

unread,
May 1, 2013, 4:43:28 AM5/1/13
to
Volker Gringmuth schrieb:

> Bertel Lund Hansen wrote:
>
>> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].
>
> ļæ½entlehntļæ½, daher ļæ½Lehnwortļæ½.
>
> ļæ½entlehntļæ½ heiļæ½t ļæ½geliehenļæ½, klingt in dieser Bedeutung aber sehr
> angestaubt.

Na dann sag bitte mal deinen Ersatz fļæ½r Lehnwort [*].

[*] http://de.wikipedia.org/wiki/Lehnwort

Jakob Achterndiek

unread,
May 1, 2013, 4:47:07 AM5/1/13
to
Mit den angestaubten Wörtern ist es wie mit dem Krönungs-
Hermelin des Königs der Niederlande: Man muß sie einfach
zwischendurch mal ausbürsten.

Nebenbei: Wer es genau nimmt, der denkt beim Lehnwort auch
noch den Unterschied zwischen einem Lehen und einer Leihgabe
mit. Also bitte schön vorsichtig und sorgfältig bürsten!

j/\a
--

Diedrich Ehlerding

unread,
May 1, 2013, 4:35:49 AM5/1/13
to
Oliver Cromm meinte:

> "hab 'n" spricht sich genau wie "Happen", also kein Problem.

Sehr ähnlich, aber nicht ganz genau - ich spreche "hab 'n" mit längerem
Vokal als "Happen".

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Helmut Richter

unread,
May 1, 2013, 5:06:35 AM5/1/13
to
On Wed, 1 May 2013, Bertel Lund Hansen wrote:

> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].

> [1] Hei�t es so? Im D�nischen sagen wir "indl�nt".

Hier: "entlehnt".

Es gibt da zwei verwandte W�rter. Das eine, normalerweise benutze, ist
"leihen": eine Person leiht einer anderen Geld oder einen Gegenstand, d.h.
sie gibt ihr etwas vor�bergehend. Das Wort "leihen" ist dabei wie viele ihrer
�bersetzungen in andere Sprachen zweideutig: wenn eine Person der anderen
etwas leiht, dann leiht die andere von der einen etwas. Eindeutig sind
"verleihen" (befristet hergeben) und "entleihen" (befristet entgegennehmen).
Das Wort "leihen" und seine Ableitungen sind starke Verben "leihen -- lieh --
geliehen". Das Substantiv dazu ist "die Leihe".

Ein weiteres Substantiv von gleichen Verb ist "das Lehen". Es bezeichnete
urspr�nglich jedes zur Nutzung verliehene Gut, heute aber nur noch speziell
Grundbesitz, der im Mittelalter durch Herrscher an Untergebene gegeben wurde.
Von diesem Substantiv in dieser speziellen Bedeutung sind abgeleitet die
Verben "belehnen" (jemanden mit einem Lehen versehen) und "entlehnen" (ein
Lehen entgegennehmen). Diese Verben sind schwach: "(be/ent)lehnen
--(be/ent)lehnte -- (be/ent)lehnt". Mit dem anderen Wort "lehnen" (so
hinstellen oder hingestellt sein, dass es gest�tzt ist) haben sie nichts zu
tun.

"geleiht" ist also in beiden F�llen falsch: entweder "geliehen" oder
"entlehnt". Man verwendet das zweite: W�rter werden zwischen Sprachen nicht
geliehen, sondern entlehnt. Sie sind dann Lehnw�rter.

--
Helmut Richter

Sam Sung

unread,
May 1, 2013, 5:07:50 AM5/1/13
to
Sam Sung schrieb:
Na....!?

Sags doch - 'eingeleht' klingt besser und sogar "vollstļæ½ndiger" *),
es wļæ½re nur der Begriff 'Einlehnwort' etwas gewļæ½hnungsbedļæ½rftig.

Nicht wahr.

*) Weil es zugleich die Absicht, ļæ½h..., verkļæ½rpert, dass das Wort
nicht nur geliehen SONDERN auch behalten werden soll.
Message has been deleted

Thomas Schade

unread,
May 1, 2013, 11:26:43 AM5/1/13
to
On 01.05.2013 15:40, R�diger Silberer wrote:
> Am 01.05.2013 schrieb Thomas Schade:

>> Meine Sozialisation fand nicht durchweg in einem rein hochdeutsch
>> sprechenden Umfeld statt.
>
> Daran kann es nicht liegen, denn auch mein Umfeld war ganz und gar nicht
> hochdeutsch sprechend.

Gut du sagst das noch. :)

>> Und /f�r mich/ ist "hab 'nen" fl�ssiger zu sprechen als "hab ein".
>
> Der Franke macht es sich noch einfacher, der hat "a Fohrrood" und "an
> Pladdn".

Echt mit haddem 'B'?


Ciao
Toscha
--
Und f�hre mich nicht in Versuchung...,
die finde ich auch von allein.
Message has been deleted

Stefan Schmitz

unread,
May 1, 2013, 1:44:15 PM5/1/13
to
On Apr 30, 1:25 pm, Rüdiger Silberer <Use...@Silberer.net> wrote:

> Ich halte das für eine reichlich merkwürdige Begründung, denn "ich hab
> ein Fahrrad" spricht sich noch einfacher als "nen Fahrrad". Vor allem,
> weil bei "ein" kein Stopp wie bei "nen" drin ist.

Machst du zwischen 'hab' und 'ein' keine Pause? Ich normalerweise
schon. Ohne würde zu 'hapein' verfälscht.
'Hsb nen' kann ich in jedem Fall ohne Pause wie 'habnen' sprechen.
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