Das kommt mir als Österreicher extrem gewöhnungsbedürftig
vor.
Ist das norddeutsch, falsch, Fahrradhändler-Jargon,
oder ist mein Verständnis von "Pedale" als Nominativ
für mehrere der Dinger falsch?
Heute hab ich zum ersten mal sogar eine Singularform
"die Pedale" gelesen ("Fuß von der Pedale"). Das scheint
mir noch gewöhnungsbedürftiger.
Ich kenne das nur als Singular "Pedal", Plural "Pedale".
Wie seht ihr das?
/ralph -- xp,fup2 de.etc.sprache.deutsch, und bitte keine Kommentare, daß man
für 30 Euro nur Dreck kriegt, und sowieso SPD oder Look fährt.
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/
> Ich kenne das nur als Singular "Pedal", Plural "Pedale".
> Wie seht ihr das?
Das Pedal, die Pedale verwende ich für Bedienungselemente (Gaspedal,
Kupplungspedal, etc.). Die Pedale, die Pedalen sind für mich die Dinger
am Fahrrad, die man mit den Füßen tritt.
--
Space - The final frontier
> Seit ca. einem halben Jahr fahre ich wieder mit dem
> Rad, und seitdem schaue ich auch im Internet öfter
> bei Fahrradhändlern nach. Dabei ist mir aufgefallen, daß
> bei manchen Händlern aus Deutschland von "Pedalen"
> gesprochen wird, wenn der Nominativ Plural gemeint ist,
> also z.B. "2 Stück Pedalen 30,-" oder so.
>
> Das kommt mir als Österreicher extrem gewöhnungsbedürftig
> vor.
>
Mir auch.
> Ist das norddeutsch, falsch, Fahrradhändler-Jargon,
> oder ist mein Verständnis von "Pedale" als Nominativ
> für mehrere der Dinger falsch?
Ich tippe ganz schwer auf "falsch".
Ciao
Wolfram
--
Warum ich kein Clausthaler trinke? Weil ich gern besoffen bin. Immer? Nein,
nicht immer. Aber immer öfter.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<http://www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich>
> Seit ca. einem halben Jahr fahre ich wieder mit dem
> Rad, und seitdem schaue ich auch im Internet öfter
> bei Fahrradhändlern nach. Dabei ist mir aufgefallen, daß
> bei manchen Händlern aus Deutschland von "Pedalen"
> gesprochen wird, wenn der Nominativ Plural gemeint ist,
> also z.B. "2 Stück Pedalen 30,-" oder so.
> Das kommt mir als Österreicher extrem gewöhnungsbedürftig
> vor.
> Ist das norddeutsch, falsch, Fahrradhändler-Jargon,
> oder ist mein Verständnis von "Pedale" als Nominativ
> für mehrere der Dinger falsch?
> Heute hab ich zum ersten mal sogar eine Singularform
> "die Pedale" gelesen ("Fuß von der Pedale"). Das scheint
> mir noch gewöhnungsbedürftiger.
Das ist einfach nur ganz gewöhnlicher, neuzeitlicher Sprachmüll, etwa aus
der Reihe "das macht jetzt Sinn".
> Ich kenne das nur als Singular "Pedal", Plural "Pedale".
> Wie seht ihr das?
So wie Du.
Andi
--
"Früher hatten Flugzeuge MGs nach vorn und hinten gerichtet. Heutzutage ist
das bei Fahrrädern nötiger."
Max Sievers in <hvt3en$2pu$3...@news.eternal-september.org>
Ich sage ausschließlich "das Pedal" und "die Pedale", egal ob Fahrrad oder
Auto.
Gruß
Manfred.
Interessant: Woher kommst du, wenn du nicht gerade jenseits des
Atlantiks bist? Aus dem Norden oder Westen Deutschlands?
Ich auch, allerdings benutze ich beim Fahrrad
so selten den Singular, dass ich gerade ins
Schlingern geriet und überlegte, ob ich nicht
doch "Pedalen" sage. Aber, klar, es heißt
"Tritt in die Pedale!".
Hier <http://www.profirad.de/pedalen-c-119.html>
wird allerdings "Pedale" (Sg.) und "Pedalen" (Pl.)
verwendet.
-rike
PS: Und hier ist "pedalen", qua Endung wahrscheinlich,
ein Verb: <http://www.woxikon.de/wort/pedalen.php>
+ Orgelpedal
> Die Pedale, die Pedalen sind für mich die Dinger
> am Fahrrad, die man mit den Füßen tritt.
Bei mir genauso (@Sergio: Berlin).
chr
> Hier <http://www.profirad.de/pedalen-c-119.html>
> wird allerdings "Pedale" (Sg.) und "Pedalen" (Pl.)
> verwendet.
>
Mei, diese Profis verstehen halt von Deutsch soviel wie ich von Radrennen.
Ciao
Wolfram
--
Ob wenigstens diejenigen, die uns unsere Ideale genommen haben, jetzt
selbst welche haben?
STANISLAW JERZY LEC
> "Oliver Jennrich" <oliver....@gmx.net> schrieb
>> Das Pedal, die Pedale verwende ich für Bedienungselemente (Gaspedal,
>> Kupplungspedal, etc.).
>
> + Orgelpedal
>
"Ich bin die fesche Lola,
Der Liebling der Säsong,
Ich hab ein Pianola,
Zuhaus in mei'm Salong.
Und will mich wer begleiten,
Da unten aus dem Saal,
Dem hau ich in die Seiten
Und tret ihm aufs Pedal."
Sich halbnackt auf dem Kla4 räkeln und dann jegliche weitere äh...
Fühlungnahme kategorisch ausschließen - so sans, die Weiber.
Ciao
Wolfram
--
MEHR oder minder
Die überwältigende Mehrheit / Steht hinter / Mit überwältigender Mehrheit /
Wird beschlossen / Die überwältigende Mehrheit / Setzt sich durch
Die Worte sind gewetzt / Sätze zum Schlag erhoben / Stiefelknarzende Poesie
der Sieger
Kurze Gedenkminute / Für die anderen / Überwältigte Minderheit
> > Heute hab ich zum ersten mal sogar eine Singularform
> > "die Pedale" gelesen ("Fuß von der Pedale"). Das scheint
> > mir noch gewöhnungsbedürftiger.
>
> Das ist einfach nur ganz gewöhnlicher, neuzeitlicher Sprachmüll, etwa aus
> der Reihe "das macht jetzt Sinn".
Kann nicht sein, denn als ich Radfahren lernte - und das ist wirklich
verdammt lang her -, hießen die Pedalen auch schon so.
Es handelt sich ja auch um zwei grundverschiedene Gegenstände, einmal
zum Steuern und einmal zur Kraftübertragung gedacht. Pedale von
Klavieren und Autos sitzen ja auch nicht an einer Kurbel wie Pedalen.
Gruß
G.O.
Genau so hier (Ruhrgebiet).
Karsten
--
Freiheit stirbt | Fsayannes SF&F-Bibliothek:
Mit Sicherheit | http://fsayanne.tprac.de/
> Seit ca. einem halben Jahr fahre ich wieder mit dem
> Rad, und seitdem schaue ich auch im Internet öfter
> bei Fahrradhändlern nach. Dabei ist mir aufgefallen, daß
> bei manchen Händlern aus Deutschland von "Pedalen"
> gesprochen wird, wenn der Nominativ Plural gemeint ist,
> also z.B. "2 Stück Pedalen 30,-" oder so.
>
> Das kommt mir als Österreicher extrem gewöhnungsbedürftig
> vor.
Nicht nur Dir. Auch mir, als Deutscher kommt das schlicht falsch vor.
Das ist wahrscheinlich eine ebenso sinnfreie Wortkreation wie
"Innenlager", womöglich aus der selben Quelle (dem damaligen
Fahrradhändler Brügelmann) mit dem manche Leute das Tretlager bezeichnen
(unsinnig deshalb, weil bei einem Fahrrad alle möglichen Lager "innen"
sind und auch Tretlager mit außen liegenden Lagerschalen existieren).
Siehe dazu auch den Duden:
<http://www.duden.de/definition/pedal>
Es heisst "das Pedal", abgeleitet vom lateinischen Wort "pedalis" für
"zum Fuß gehörig" und der Plural ist "die Pedale", siehe auch:
Ich kenne es exakt so, wie Oliver es beschrieb. Und ich komme aus
Westdeutschland (Niederrhein).
M.
> [...] Ralph Aichinger [schrieb]:
>> Seit ca. einem halben Jahr fahre ich wieder mit dem
>> Rad, und seitdem schaue ich auch im Internet öfter
>> bei Fahrradhändlern nach. Dabei ist mir aufgefallen, daß
>> bei manchen Händlern aus Deutschland von "Pedalen"
>> gesprochen wird, wenn der Nominativ Plural gemeint ist,
>> also z.B. "2 Stück Pedalen 30,-" oder so.
>>
>> Das kommt mir als Österreicher extrem gewöhnungsbedürftig
>> vor.
> Mir auch.
>> Ist das norddeutsch, falsch, Fahrradhändler-Jargon,
>> oder ist mein Verständnis von "Pedale" als Nominativ
>> für mehrere der Dinger falsch?
> Ich tippe ganz schwer auf "falsch".
Nicht "falsch", sondern "landsch." - meint Duden.
| *Pe|da|le*, die; -, -n (landsch.): /Pedal/.
<http://app.mr-check.de/Mrcheck.php?CL=zeit&SP=Pedal>
--
Steve
My e-mail address works as is.
Ich kenne höchstens "Pe*n*dale" als lokale Fehlfarben ...
> Kann nicht sein, denn als ich Radfahren lernte - und das ist wirklich
> verdammt lang her -, hießen die Pedalen auch schon so.
>
> Es handelt sich ja auch um zwei grundverschiedene Gegenstände, einmal
> zum Steuern und einmal zur Kraftübertragung gedacht. Pedale von
> Klavieren und Autos sitzen ja auch nicht an einer Kurbel wie Pedalen.
>
Sorry, aber man unterscheidet ja auch nicht den Plural von
Schloss (Vorhänge-) und Schloss (Königs-), obwohl es sich
um zwei grundverschiedene Gegenstände handelt.
Es scheint sich mir hier mehr um die Konstruktion einer
Insider-Sprache zu handeln, um Neulinge ausgrenzen zu
können ("der kennt nicht mal den Unterschied zwischen
Pedale und Pedalen"), so wie Berufschristen gerne die
Artikel vor Worten wie Glaube, Kirche oder Gemeinde
weglassen ...
/Walter
> Nicht "falsch", sondern "landsch." - meint Duden.
>
> | *Pe|da|le*, die; -, -n (landsch.): /Pedal/.
Das sagt mir mein 10-bändiger auch.
Der 6-bändige Wahrig und Duden (20) kennen es aber nicht.
Ist's in jüngeren Auflagen des Rechtschreibdudens verzeichnet?
Mir kommt's im übrigen - wie Ralph und Wolfram - auch extrem
ungewöhnlich vor.
M.
Nach etwas Überlegen: den Singular für die (beiden) Pedale kenne ich
beim Fahrrad eigentlich nicht. Ich empfinde es als Pluraletantum - in
die Pedale Treten. Wenn es mal ein einzelnes sein muß, dann doch eher
das linke Pedal.
Auch gibt es den Begrif "Pedalritter" für Radfahrer. Von
"Pedaleritter" habe ich nie gehört. Und was ist mit
Pedal(e)reflektoren, Pedal(e)riemen, Pedal(e)gewinde? Alle ohne "e".
Thomas
Aha, so ähnlich wie die Ballonflieger allen erzählen, daß sie ja doch
bitte fahren.
Thomas
Ja, für geeignete Werte von "so ähnlich".
Fahren, da kann man drüber streiten. Fliegen tun sie jedenfalls sicher
nicht.
Joachim
Am 27.09.2010 08:43, schrieb Thomas Frieling:
> On 26 Sep., 21:31, Ralph Aichinger<ra...@pangea.at> wrote:
>> (...)
>> Ich kenne das nur als Singular "Pedal", Plural "Pedale".
>> Wie seht ihr das?
>> (...)
>
> Nach etwas Überlegen: den Singular für die (beiden) Pedale kenne ich
> beim Fahrrad eigentlich nicht. Ich empfinde es als Pluraletantum - in
> die Pedale Treten. Wenn es mal ein einzelnes sein muß, dann doch eher
> das linke Pedal.
Das ist doch kein Pluraletantum, das ist ein ganz normaler Plural in der
Spezialverwendung für paarweise auftretende Objekte. Ein Pedal, zwei
Pedale. Ein Ohr, zwei Ohren. Das linke, das rechte.
>
> Auch gibt es den Begrif "Pedalritter" für Radfahrer. Von
> "Pedaleritter" habe ich nie gehört. Und was ist mit
> Pedal(e)reflektoren, Pedal(e)riemen, Pedal(e)gewinde? Alle ohne "e".
Müsste dann wohl "Pedalenritter" heißen.
Joachim
Das mache ich ja so gerne.
> Fliegen tun sie jedenfalls sicher nicht. (...)
Manchmal fliegen sie einem aber weg, wenn man sie nicht festhält. Und:
Fliegen UFOs eigentlich?
TF
Mein Sprachgefühl stimmt Ralph zu: Das Pedal, die Pedale.
> Das ist Speichenjargon.
>
> Der Nicht-Radfahrer sagt: "das Pedal, die Pedale".
> Der eingeweichte Velozipedist sagt: "die Pedale, die Pedalen".
Das halte ich für ein Gerücht, und wird auch durch die Antorten
hier widerlegt. Die drf-Regulars stimmen bis jetzt mehrheitlich
Ralph zu, während sich die Gegenstimmen hauptsächlich aus
den "Nicht- bzw. Auch-Radfahrern" rekrutieren.
Fahrradfahrerjargon ist "die Pedalen" definitiv nicht, ich vermute
eher, daß es ein Regionalismus ist, der sich dank Internet
verbreitet hat.
Gruß
Joachim
> Fahrradfahrerjargon ist "die Pedalen" definitiv nicht, ich vermute
> eher, daß es ein Regionalismus ist [...]
Duden ist ja auch dieser Ansicht.
M.
Also "die Pedale", Plural "die Pedalen" habe ich noch nie zuvor gehört
gehabt (Österreicher). Das Ding, das ich beim Fahrradfahren mit dem Fuß
traktiere ist mir als "das Pedal" bekannt mit Plural "die Pedale". Der
Name ist tatsächlich gleich mit dem vieler anderer Dinge, die ich mit
dem Fuß verwende, etwa im Auto.
> Sorry, aber man unterscheidet ja auch nicht den Plural von Schloss
> (Vorhänge-) und Schloss (Königs-), obwohl es sich um zwei
> grundverschiedene Gegenstände handelt.
Exakt.
> Es scheint sich mir hier mehr um die Konstruktion einer
> Insider-Sprache zu handeln, um Neulinge ausgrenzen zu können ("der
> kennt nicht mal den Unterschied zwischen Pedale und Pedalen"),
Es erscheint mir unnötig böse Absicht anzunhemen, wenn lokal
unterschiedliche Sprachentwicklung ausreicht.
> so wie Berufschristen gerne die Artikel vor Worten wie Glaube,
> Kirche oder Gemeinde weglassen ...
Da solltest Du einmal echten Berufschristen - also Geistlichen -
zuhören. Die meisten, die ich kenne haben da nämlich sogar etwas dagegen
und betonen, daß es *die* Kirche und nicht einfach nur "Kirche" ist und
*der* Glaube und nicht einfach nur "Glaube". Wenn ich es recht bedenke,
so muss ich das insoweit einschränken, als es für _katholische_
Geistliche gilt. Wenn ich mich recht erinnere so wurde das Weglassen des
Artikels in der von Dir beschriebenen Art und Weise einmal von einem als
protestantische Unsitte bezeichnet.
Gruß
Matthias
--
All personal mail please to
matthias.ruckenbauer(whirlpool)aon.at
I'm sorry for the inconveniences.
Thank you!
Das ist Definitionssache. "Fliegen" ist nun mal die Bewegung durch die
Luft mittels eigenem Antrieb. Und das erfüllt ein Ballon eben nicht.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Steigerung: Lüge - Meineid - Statistik.
> Thomas Frieling (27.9.2010 8:45):
> > Aha, so ähnlich wie die Ballonflieger allen erzählen, daß sie ja doch
> > bitte fahren.
>
> Das ist Definitionssache. "Fliegen" ist nun mal die Bewegung durch die
> Luft mittels eigenem Antrieb. Und das erfüllt ein Ballon eben nicht.
Dann fährt ein Fußball ins Tor?
> Stephen Hust wrote:
>
> > Nicht "falsch", sondern "landsch." - meint Duden.
> >
> > | *Pe|da|le*, die; -, -n (landsch.): /Pedal/.
>
> Das sagt mir mein 10-bändiger auch.
>
> Der 6-bändige Wahrig und Duden (20) kennen es aber nicht.
>
> Ist's in jüngeren Auflagen des Rechtschreibdudens verzeichnet?
>
Ja.
| Pe|da|le, die; -, -n (landsch. für Pedal [am Fahrrad])
© Duden - Die deutsche Rechtschreibung, 25. Aufl. Mannheim 2009 [CD-ROM]
--
Yvonne Steiner
> Thomas Frieling (27.9.2010 8:45):
>> Aha, so ähnlich wie die Ballonflieger allen erzählen, daß sie ja
>> doch bitte fahren.
> Das ist Definitionssache. "Fliegen" ist nun mal die Bewegung durch
> die Luft mittels eigenem Antrieb. Und das erfüllt ein Ballon eben
> nicht.
Ich nehme an, daß viele Segelflieger und Gleitschirmflieger Dir da
widersprechen würden.Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
dynamische Umströmung von Tragflächen.
> Dieter Bruegmann tat kund:
>> Das ist Definitionssache. "Fliegen" ist nun mal die Bewegung durch
>> die Luft mittels eigenem Antrieb. Und das erfüllt ein Ballon eben
>> nicht.
> Dann fährt ein Fußball ins Tor?
Als Luftfahrzeug betrachtet hätte ich gesagt: er fällt. Torleute werden
diese Formulierung mangels Dynamik und Spannung vermutlich nicht schätzen.
Ich als Norddeutscher kann Dir versichern, dass wir das einzig richtige
Deutsch nach Konrad Duden sprechen ;-)
Das Pedal (Sgl.), die Pedale (Pl.) erscheint mir richtig.
> Heute hab ich zum ersten mal sogar eine Singularform
> "die Pedale" gelesen ("Fuß von der Pedale"). Das scheint
> mir noch gewöhnungsbedürftiger.
Sag doch einfach "falsch". Die Generation Bushido weiß es nicht besser.
> Ich kenne das nur als Singular "Pedal", Plural "Pedale".
> Wie seht ihr das?
Genau so. S.o.
Ich kenne die Pedale (Sg.) bzw. Pedalen
(Pl.) von Leuten, die deutlich nicht zur
"Generation Bushido" gehören (namentlich
meiner Mutter). Ich glaube, das ist eher
eine regionale Angelegenheit.
-rike
> Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
> Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
> Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
> dynamische Umströmung von Tragflächen.
Ita est. Was schwerer als Luft ist, fliegt, was leichter als Luft ist,
fährt, und was gleichschwer ist, kann sich nicht entscheiden.
vG
--
"Der Lafontaine hat schon vor Derivaten gewarnt, da wußten 90 Prozent
der Abgeordneten noch nicht mal, was das ist - und 100 Prozent der
Banker wissen bis heute nicht, was es ist!" (Volker Pispers, "Bis
neulich")
> Matthias Ruckenbauer wrote:
>
>> Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
>> Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
>> Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
>> dynamische Umströmung von Tragflächen.
>
> Ita est. Was schwerer als Luft ist, fliegt, was leichter als Luft ist,
> fährt, und was gleichschwer ist, kann sich nicht entscheiden.
Das ist am zutreffendsten. Auch ein Geschoß fliegt ohne eigenen
Antrieb ins Ziel, das ist ein Herzenswunsch des Herrn Oberstleutnant.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
NP: 2010-09-26 Bayern 2 - radioMusik - Musik aus aller Welt
> Am 26.09.2010 21:31, schrieb Ralph Aichinger:
>> Ist das norddeutsch, falsch, Fahrradhändler-Jargon,
>> oder ist mein Verständnis von "Pedale" als Nominativ
>> für mehrere der Dinger falsch?
>
> Ich als Norddeutscher kann Dir versichern, dass wir das einzig richtige
> Deutsch nach Konrad Duden sprechen ;-)
Friesen sind keine Norddeutschen mehr?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
13.15-14.00 3sat: Schäden für die Ewigkeit
> Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
> Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
> Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
> dynamische Umströmung von Tragflächen.
Richtig - man statischer und dynamischer Auftrieb.
Wobei hinter "Luftfahrzeugen" noch "von deren
Apologeten" und hinter "Tragflächen" ", alle anderen
nennen beides 'fliegen'" einzufügen ist.
Kurios! Aus allen Gegenden, die sprachlich nennenswert
zu meiner Sozialisierung beigetragen haben (Ruhrpott,
SO-NDS und Region SH/HH), kenne ich nur *das Pedal*.
Gruß,
Jens
Kann ich nicht bestätigen. Ich bin kein Apologet, und "fliegen" setzte
für mich eigentlich schon immer Flügel voraus.
Selbst beim Ball und bei der Gewehrkugel empfinde ich spontan "die
fliegen natürlich nicht wirklich, es wirkt nur so".
Joachim
> Selbst beim Ball und bei der Gewehrkugel empfinde ich spontan "die
> fliegen natürlich nicht wirklich, es wirkt nur so".
Was tun sie denn in deiner Sprache stattdessen?
Das klingt nach Captain Kirks Definition von Fizz Bin.
Thomas
geworfen worden sein. Bzw. gips kein richtiges Wort für.
Fliegen setzt für mein Gefühl Getragenwerden von der Luft voraus
(typischerweise via Flügel), und außerdem "schwerer als Luft".
Joachim
> Am 27.09.2010 13:43, schrieb Lothar Frings:
>
> > Joachim Pense tat kund:
>
> >> Selbst beim Ball und bei der Gewehrkugel empfinde ich spontan "die
> >> fliegen natürlich nicht wirklich, es wirkt nur so".
>
> > Was tun sie denn in deiner Sprache stattdessen?
>
> geworfen worden sein. Bzw. gips kein richtiges Wort für.
Ein exklusiver Standpunkt.
Hmm. Man braucht natürlich etwas, was leichter als Luft ist, also
Helium oder Wasserstoff, aber insgesamt ist ein fahrender Ballon
gleich schwer wie die Luft, die verdrängt. Ein modernes Luftschiff mit
Antrieb ist sogar etwas schwerer. Es nutzt zum Teil dynamischen
Auftrieb und behauptet trotzdem, es fahre.
Ein Ballon muss natürlich zum Aufstieg ein bisschen leichter sein,
aber in einem Gefährt, was deutlich leichter als Luft ist, will man
nicht drin sitzen. In der Anfangszeit der Luftschifferei hat es
schwere Unfälle nicht nur durch Absturz, sondern auch durch
unkontrolliertes Nach-oben-Entschwinden gegeben.
--
Klaus Wacker klaus....@udo.edu
51°29'7"N 7°25'7"E http://www.physik.tu-dortmund.de/~wacker
Das macht man sich bei Höhenforschungsballons zu Nutze(?). Da soll der
Ballon ja so hoch wie möglich steigen.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Erster Tag dieser Woche
> > Was tun sie denn in deiner Sprache stattdessen?
>
> geworfen worden sein. Bzw. gips kein richtiges Wort für.
Was die beschreiben, rein füsikalisch, ist zwar eine ballistische, aber
doch eine Flugbahn.
> Am 27.09.2010 schrieb Volker Gringmuth:
>
>> Matthias Ruckenbauer wrote:
>>
>>> Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
>>> Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
>>> Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
>>> dynamische Umströmung von Tragflächen.
>>
>> Ita est. Was schwerer als Luft ist, fliegt, was leichter als Luft ist,
>> fährt, und was gleichschwer ist, kann sich nicht entscheiden.
>
> Das wird gern behauptet, aber auch Hubschrauberpiloten sagen sie würden
> fahren.
Wo haste denn *das* her?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
18.30-19.00 3sat: nano (http://www.nano.de)
Am 27.09.2010 16:02, schrieb Rüdiger Silberer:
> Am 27.09.2010 schrieb Volker Gringmuth:
>
>> Matthias Ruckenbauer wrote:
>>
>>> Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
>>> Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
>>> Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
>>> dynamische Umströmung von Tragflächen.
>>
>> Ita est. Was schwerer als Luft ist, fliegt, was leichter als Luft ist,
>> fährt, und was gleichschwer ist, kann sich nicht entscheiden.
>
> Das wird gern behauptet, aber auch Hubschrauberpiloten sagen sie würden
> fahren.
>
Das macht rein gefühlsmäßig für mich irgendwie Sinn.
Joachim
Am 27.09.2010 16:13, schrieb Volker Gringmuth:
> Joachim Pense wrote:
>
>>> Was tun sie denn in deiner Sprache stattdessen?
>>
>> geworfen worden sein. Bzw. gips kein richtiges Wort für.
>
> Was die beschreiben, rein füsikalisch, ist zwar eine ballistische, aber
> doch eine Flugbahn.
>
Wer oder was ist "die"?
Joachim
> Das wird gern behauptet, aber auch Hubschrauberpiloten sagen sie würden
> fahren.
Das lese ich hier zum allerersten Mal. Auch in der Luftfahrt-NG ist mir
selbiges noch nicht untergekommen. Welche Hubschrauberpiloten reden denn
so?
Grüße,
Frank
>
>
>Am 27.09.2010 08:45, schrieb Thomas Frieling:
>> On 27 Sep., 07:00, Martin Gerdes<martin.ger...@gmx.de> wrote:
>>> (...)
>>> Der Nicht-Radfahrer sagt: "das Pedal, die Pedale".
>>> Der eingeweichte Velozipedist sagt: "die Pedale, die Pedalen".
>>> (...)
>>
>> Aha, so ähnlich wie die Ballonflieger allen erzählen, daß sie ja doch
>> bitte fahren.
>>
>
>Fahren, da kann man drüber streiten. Fliegen tun sie jedenfalls sicher
>nicht.
Da wir hier erst kürzlich uns übers floatieren unterhielten: Ballone
wären eine geeignete Anwendungsart für einen deutschen Begriff dafür.
Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Mit Tragflügelfahrzeugen fährt man aber gefühlsmäßig wesentlich
ruhiger.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
r 70 (-19) * Dauerochsen 28,44$ * Miracoli +62,8 * CASABLANCA: In die
enbakken +87% * Nebbich & Kokolores +72% * Roxbing 97 (-47%) * Geheimt
Robur?
>> Joachim Pense wrote:
Die *sind* die Dinger die irgendwie geworfen, getreten oder sonstwie
beschleunigt sich entlang einer bestimmten Kurve bewegen. Diese Kurve
wird tatsächlich auch als Flugbahn bezeichnet, jedoch niemals als
Fahrbahn, was ein Hinweis darauf sein dürfte, daß besagte Dinger
vielleicht fliegen, jedoch nicht fahren. Ich würde sagen: sie fallen,
anfangs vielleicht noch aufwärts, aber so etwas stört in der Physik ja
nie sonderlich.
Gruß
Matthias
--
All personal mail please to
matthias.ruckenbauer(whirlpool)aon.at
I'm sorry for the inconveniences.
Thank you!
> Die *sind* die Dinger die irgendwie geworfen, getreten oder sonstwie
> beschleunigt sich entlang einer bestimmten Kurve bewegen. Diese Kurve
> wird tatsächlich auch als Flugbahn bezeichnet, jedoch niemals als
> Fahrbahn, was ein Hinweis darauf sein dürfte, daß besagte Dinger
> vielleicht fliegen, jedoch nicht fahren. Ich würde sagen: sie fallen,
> anfangs vielleicht noch aufwärts, aber so etwas stört in der Physik ja
> nie sonderlich.
Letztlich fällt ein Flugzeug auch, wenn es lange genug
in der Luft bleibt. Es kann das nur viel länger als
ein Ball.
> > Was die beschreiben, rein füsikalisch, ist zwar eine ballistische,
> > aber doch eine Flugbahn.
>
> Wer oder was ist "die"?
| >> Selbst beim Ball und bei der Gewehrkugel empfinde ich spontan "die
| >> fliegen natürlich nicht wirklich, es wirkt nur so".
vG
--
"Zum Beispiel das Konzept einer Haftpflichtversicherung überfordert den
Deutschen intellektuell völlig. Ein Leben lang jedes Jahr 50 Euro
einzahlen - und dann passiert nie was! Da wird der Deutsche
nervös!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
> Letztlich fällt ein Flugzeug auch, wenn es lange genug
> in der Luft bleibt.
Wenn es so lange oben bleibt, bis Trag- oder Leitwerk weggammeln, ja.
> Es kann das nur viel länger als ein Ball.
Ein Ball fliegt mit Hülffe der ihm beim Start mitgegebenen kinetischen
Energie, die er beim Aufsteigen in potentielle verwandelt, beim Abstieg
wieder umgekehrt. Er landet mit maximaler Vertikalgeschwindigkeit.
Aerodynamische Effekte spielen da nicht wirklich eine Rolle bzw. sind
unerwünscht.
Das ist mit dem Flug eines Flugzeugs, ob mit oder ohne Antrieb, nur
sehr schlecht vergleichbar. Der Umstand, daß beim Motorflugzeug
irnkwann der Tank leer ist, ist a) ein rein praktischer, der für den
theoretischen Unterschied bedeutungslos ist, und b) ist auch der
Gleitflug zur dann fälligen Landung (bei minimaler
Vertikalgeschwindigkeit) mitneffen eine parabolische Flugbahn und hat
mit „fallen“ wirklich nicht das geringsten zu tun.
vG
--
"Was meinen Sie, was hier los wäre, wenn mehr Leute begreifen würden,
was hier los _ist_!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
Am 27.09.2010 17:38, schrieb Matthias Ruckenbauer:
> Am 27.09.2010 16:55, schrieb Joachim Pense:
>
>> Am 27.09.2010 16:13, schrieb Volker Gringmuth:
>
>>> Joachim Pense wrote:
>
>>>>> Was tun sie denn in deiner Sprache stattdessen?
>
>>>> geworfen worden sein. Bzw. gips kein richtiges Wort für.
>
>>> Was die beschreiben, rein füsikalisch, ist zwar eine ballistische,
>>> aber doch eine Flugbahn.
>
>> Wer oder was ist "die"?
>
>
> Die *sind* die Dinger die irgendwie geworfen, getreten oder sonstwie
> beschleunigt sich entlang einer bestimmten Kurve bewegen. Diese Kurve
> wird tatsächlich auch als Flugbahn bezeichnet, jedoch niemals als
> Fahrbahn, was ein Hinweis darauf sein dürfte, daß besagte Dinger
> vielleicht fliegen, jedoch nicht fahren. Ich würde sagen: sie fallen,
> anfangs vielleicht noch aufwärts, aber so etwas stört in der Physik ja
> nie sonderlich.
>
Stimmt, haben wir als "Wurfparabel" gelernt. Ist aber wohl nur
idealisiert eine Parabel. Jedenfalls keine "Flugparabel".
Joachim
Am 27.09.2010 17:57, schrieb Volker Gringmuth:
> Joachim Pense wrote:
>
>>> Was die beschreiben, rein füsikalisch, ist zwar eine ballistische,
>>> aber doch eine Flugbahn.
>>
>> Wer oder was ist "die"?
>
> |>> Selbst beim Ball und bei der Gewehrkugel empfinde ich spontan "die
> |>> fliegen natürlich nicht wirklich, es wirkt nur so".
>
Ah, die!
Joachim
> Heute hab ich zum ersten mal sogar eine Singularform "die Pedale"
> gelesen ("Fuß von der Pedale"). Das scheint mir noch
> gewöhnungsbedürftiger.
Das ist in Südschweden normal und gehört so. Die Leute sagen da noch ganz
andere komische Sachen.
Günther
Das fällt nur gelegentlich, im Sturzflug.
Joachim
Dein "beschreiben" hat mich aus der Flugb^H^H^H^H^HBahn geworfen.
Joachim
> On 26 Sep., 21:40, Andreas Viehrig wrote:
>
>>> Heute hab ich zum ersten mal sogar eine Singularform
>>> "die Pedale" gelesen ("Fuß von der Pedale"). Das scheint
>>> mir noch gewöhnungsbedürftiger.
>>
>> Das ist einfach nur ganz gewöhnlicher, neuzeitlicher Sprachmüll, etwa aus
>> der Reihe "das macht jetzt Sinn".
>
> Kann nicht sein, denn als ich Radfahren lernte - und das ist wirklich
> verdammt lang her -, hießen die Pedalen auch schon so.
>
> Es handelt sich ja auch um zwei grundverschiedene Gegenstände, einmal
> zum Steuern und einmal zur Kraftübertragung gedacht.
Die Kette am Fahrrad dient der Kraftübertragung, die vor der Einfahrt
der Absperrung und die an Mutters Hals der Dekoration. Wir in unserem
restringierten Dialekt nannten die alle gleich, aber bei Euch wurde
sicher "der Kett", "die Kette" und "das Ketto" unterschieden, oder wie?
Ernsthaft: Die Pedale, mit denen man steuert, betätigten zumindest
früher eine Mechanik, genauso wie die am Fahrrad. Zu welcher Gruppe
gehören denn bei Dir die Fuß-Dinger, mit denen man am Harmonium die Luft
pumpt? Und die, mit denen man bei mechanischen Nähmaschinen das
Schwungrad dreht?
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
> Matthias Ruckenbauer wrote:
>
>> Soweit ich weiß wird bei Luftfahrzeugen der
>> Unterschied zwischen "fahren" und "fliegen" daran festgemacht, ob der
>> Auftrieb durch Verringerung der Gesamtdichte erreicht wird oder durch
>> dynamische Umströmung von Tragflächen.
>
> Ita est. Was schwerer als Luft ist, fliegt, was leichter als Luft ist,
> fährt, und was gleichschwer ist, kann sich nicht entscheiden.
Und wenn Deinem Kind der heliumgefüllte "Luft"-Ballon aus der Hand
gleitet, sagst Du: "Da fährt er hin"?
--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
> Am 27.09.2010 09:43, schrieb Lothar Frings:
>
>> Dann fährt ein Fußball ins Tor?
>
> Als Luftfahrzeug betrachtet hätte ich gesagt: er fällt. Torleute werden
> diese Formulierung mangels Dynamik und Spannung vermutlich nicht schätzen.
Warum, ich habe schon öfters gehört, ein Tor sei gefallen. Und das Tor
stand danach immer noch, also war wohl der Ball gemeint.
--
das beten vermöge niemant dann die grawen gugler EBERLIN V. GÜNZBURG
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
> * Volker Weinert:
>
>> Die Generation Bushido
>
> Was um alles in der Welt ist das nun wieder?
>
> TV-mäßig gehöre ich eher zur Generation Shogun.
Was ist "Generation Shogun"?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
katzler 95 * Hummelnaushinternentferner +76,49$ * Currydurst 3,78$ (-9
Das ist wie bei den Sandalen: 1 Sandal, 2 Sandalen
oder 1 Atlas, 2 Atlanten
-> 1 Ananas, 2 Anananten
Plural bilden ist in Deutsch jetzt echt nicht so schwer.
Es gibt anscheinend tatsächlich das Singularwort Pedale, hat aber nichts
mit dem Teil am Fahrrad zu tun. Die Mehrzahl davon ist Pedalen.
<http://faql.de/numerus.html>
Ziemlich weit unten
> Und wenn Deinem Kind der heliumgefüllte "Luft"-Ballon aus der Hand
> gleitet, sagst Du: "Da fährt er hin"?
Natürlich.
vG, das mangels Kind leicht behaupten könnend
--
"80 Prozent der Deutschen sind für Mindestlohn und gegen den
Afghanistaneinsatz. Aber nur 14 Prozent wählen die Partei, die das so
sieht wie sie selber. 66 Prozent der Deutschen wählen eine Partei, die
das genaue Gegenteil von dem vertritt, was sie selbst vertreten. Das
ist doch lustig, oder?" (Volker Pispers, "Bis neulich")
> Stimmt, haben wir als "Wurfparabel" gelernt. Ist aber wohl nur
> idealisiert eine Parabel.
Hab mal einen Physiklehrer mit der Erkenntnis beeindruckt, es sei eine
Ellipse. Direkt nach der mathematischen Herleitung der Wurfparabel, wo
man ja fälschlich davon ausgeht, daß die Gravitation an zwei
lateral unterschiedlichen Punkten parallel angreift. In Würglichkeit
tut sie das latürnich nicht, Jede Wurfbahn (idealisiert natürlich, ohne
Wind und ähnliche Sauereien) ist ein Ausschnitt einer stark
exzentrischen Erdumlaufbahn. Also eine Ellipse.
vG
--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute für denselben Job kandidieren,
dann schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oooh,
eine Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne
Wahl." (Volker Pispers, "Bis neulich")
> Oliver Cromm wrote:
> > Und wenn Deinem Kind der heliumgefüllte "Luft"-Ballon aus der Hand
> > gleitet, sagst Du: "Da fährt er hin"?
>
> Natürlich.
Dein Kind hätte dann einen fahren lassen?
> Ah, die!
Die sind großartig!
vG
--
"Das ist Große Koalition: Die einen sagen, wir brauchen ein Auto; die
anderen sagen, wir brauchen ein Motorrad; was wird gekauft? Ein
Mülleimer! Großartig! Super!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
>Jede Wurfbahn (idealisiert natürlich, ohne
>Wind und ähnliche Sauereien) ist ein Ausschnitt einer stark
>exzentrischen Erdumlaufbahn. Also eine Ellipse.
Einer Erdumlaufbahn, die durch den Erdmittelpunkt geht?
> >Jede Wurfbahn (idealisiert natürlich, ohne
> >Wind und ähnliche Sauereien) ist ein Ausschnitt einer stark
> >exzentrischen Erdumlaufbahn. Also eine Ellipse.
>
> Einer Erdumlaufbahn, die durch den Erdmittelpunkt geht?
Geht sie doch gar nicht. Wenn wir uns die Erde mal balldurchgängig
denken, müßte der Ball um einige Meter am Erdschwerpunkt vorbeifliegen,
um anschließend in Tonga einige Meter aus dem Wasser zu fliegen und
wieder zurückzufallen.
Die Geschwindigkeit beim Erdmittelpunktvorbeiflug läßt sich mit dem
zweiten Keplerschen Gesetz leicht auf einige zehn Millionen m/s
abschätzen. Den köpft keiner mehr freiwillig in den Erdmittelpunkt,
glaub mir.
vG
--
"Wenn alle Chinesen, alle Inder so viele Autos wie wir haben, dann
können wir alle nochmal den Zündschlüssel umdrehen, 15 Minuten
rumfahren, und dann ist das Öl weg. Für immer. Und die Atmosphäre
natürlich auch." (Volker Pispers, "Bis neulich")
Genau von den Berufschristen hab ich's ja gehört ... wobei ich natürlich
gerne zugebe, dass es sowieso nur die EINE Kirche gibt - von unechten
Gliedkirchen, die nicht in der apostolischen Sukzession stehen, redet
man ja nicht ;-)
Aber ernsthaft, es mag sein, dass die Wortwahl über die ökumenisch
geprägten Gemeindereferentinnen rübergeschwappz ist.
Andererseits gibt es Schulfunktionäre, dienauch gerne davon
reden, welche Aufgabe Schule denn heute zu erfüllen hat ..
/Walter
>> Die Generation Bushido
>
> Was um alles in der Welt ist das nun wieder?
Bushido ist ein deutscher Möchtegern-Gangsta-Rapper.
> TV-mäßig gehöre ich eher zur Generation Shogun.
Ich vermutlich zur Generation Bonanza oder Daktari oder, am ehesten, Smart.
Ciao
Toscha
--
Was lange gärt
wird endlich Wut.
"Pedalen" ist ein Verb mit der Bedeutung "Fahrrad fahren" (indem man "in die
Pedale" tritt); ist mir allerdings kaum jemals begegnet.
mfg, Martin
>> >Jede Wurfbahn (idealisiert natürlich, ohne
>> >Wind und ähnliche Sauereien) ist ein Ausschnitt einer stark
>> >exzentrischen Erdumlaufbahn. Also eine Ellipse.
Ja.
>> Einer Erdumlaufbahn, die durch den Erdmittelpunkt geht?
>
> Geht sie doch gar nicht.
> Wenn wir uns die Erde mal balldurchgängig
> denken, müßte der Ball um einige Meter am Erdschwerpunkt vorbeifliegen,
soweit stimmts noch, wenn und solange wir uns die Masse der Erde in ihrem
Mittelpunkt konzentriert denken (oder meinetwegen zu einem WIMRE 3cm
kleinen schwarzen Loch), worauf auch das Thema der Balldurchgängigkeit der
Umgebung gelöst wäre, aber ...
> um anschließend in Tonga einige Meter aus dem Wasser zu fliegen und
> wieder zurückzufallen.
... er würde nicht bis Tonga fliegen. Bei einer Kepler-Ellipse steht die
Zentralmasse in einem der Brennpunkte. Wenn wir mal die bei diesem starken
Schwerefeld (wenige Meter neben dem schwarzen Loch vorbei) vermutlich¹
schon deutlich sichtbaren Korrekturen der Allgemeinen Relativitätstheorie
an der Newtonschen Dynamik sowie die Gezeitenverformung, die diesem Ball
je nach Schlankheit der Ellipse in Erdmittelpunktnähe ziemlich zusetzen
dürften, außer acht lassen, würde er wenige Meter hinter dem
Erdmittelpunkt umkehren und schräg unter der Wurfhand wieder austreten
(die Erdrotation ebenfalls mal wegignoriert).
Diedrich
¹nein, das hab ich nicht nachgerechnet, sondern einfach nur aus dem hohlen
Bauch vermutet - die ART ist weit jenseits meiner mathematischen und
physikalischen Fähigkeiten.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
> Bei einer Kepler-Ellipse steht die Zentralmasse in einem der Brennpunkte.
Ich fürchte, Du hast recht.
vG
--
"Und dann sitz ich wieder da und versuch das zu begreifen (das ist ja
immer mein Schicksal): Wieso gehen Arbeitsplätze in der Autoindustrie
verloren, wenn die Autos weniger Dreck hinten rausblasen? Wer immer so
was in die Zeitungen kackt, sollte Aspirin dazukleben
müssen ..." (Volker Pispers, "Bis neulich")
>> Bei einer Kepler-Ellipse steht die Zentralmasse in einem der
>> Brennpunkte.
>
> Ich fürchte, Du hast recht.
Um wenigstens halbwegs zum Thema der Gruppe zurückzukehren: warum
"fürchtet" man in so einer Situation, der andere habe Recht - was ist
daran furchteinflößend?
Diedrich
> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> wrote:
>> Das Pedal, die Pedale verwende ich für Bedienungselemente (Gaspedal,
>> Kupplungspedal, etc.). Die Pedale, die Pedalen sind für mich die Dinger
>> am Fahrrad, die man mit den Füßen tritt.
>
> Interessant: Woher kommst du, wenn du nicht gerade jenseits des
> Atlantiks bist? Aus dem Norden oder Westen Deutschlands?
Hannover. Ebenso Hannover väterlicherseits und Schlesien bzw. Cuxhaven
mütterlicherseits. Wobei ich das Pedal bzw. die Pedale eher vom Vater
habe.
--
Space - The final frontier
>Uwe Schickedanz wrote:
>
>> >Jede Wurfbahn (idealisiert natürlich, ohne
>> >Wind und ähnliche Sauereien) ist ein Ausschnitt einer stark
>> >exzentrischen Erdumlaufbahn. Also eine Ellipse.
>>
>> Einer Erdumlaufbahn, die durch den Erdmittelpunkt geht?
>
>Geht sie doch gar nicht. Wenn wir uns die Erde mal balldurchgängig
>denken, müßte der Ball um einige Meter am Erdschwerpunkt vorbeifliegen,
>um anschließend in Tonga einige Meter aus dem Wasser zu fliegen und
>wieder zurückzufallen.
>
>Die Geschwindigkeit beim Erdmittelpunktvorbeiflug läßt sich mit dem
>zweiten Keplerschen Gesetz leicht auf einige zehn Millionen m/s
>abschätzen. Den köpft keiner mehr freiwillig in den Erdmittelpunkt,
>glaub mir.
Ich hätte gedacht, daß der Masseunterschied ausreichend ist, den Ball
dort festzuhalten.
> Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> schrieb:
>
>>Ist das norddeutsch, falsch, Fahrradhändler-Jargon,
>
> Nachtrag: Norddeutsch ist nur der PedalARM:
> http://www.adfc-frankfurt.de/ffa/2002/3/20023181.htm
Ah. Du meinst die Kurbel ;-)
> >> Bei einer Kepler-Ellipse steht die Zentralmasse in einem der
> >> Brennpunkte.
> >
> > Ich fürchte, Du hast recht.
>
> Um wenigstens halbwegs zum Thema der Gruppe zurückzukehren: warum
> "fürchtet" man in so einer Situation, der andere habe Recht - was ist
> daran furchteinflößend?
Es ist zumindest ehrlicher als „Ich freue mich darüber, daß Du recht
hast“.
vG
--
"Fraktionszwang - eine echt deutsche Erfindung: Einer steht vorne und
sagt den anderen, wann sie den Arm heben müssen. Das ist Deutschland,
da haben wir doch gute Erfahrungen mit gemacht, meine Damen und
Herren!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
>> Ich fürchte, Du hast recht.
>
> Um wenigstens halbwegs zum Thema der Gruppe zurückzukehren: warum
> "fürchtet" man in so einer Situation, der andere habe Recht - was ist
> daran furchteinflößend?
Spontan fallen mir zwei Möglichkeiten ein, beide gehen auf eine Ellipse
zurück:
- Ich fürchte, Du hast recht, also muss ich dich umbringen.
- Ich fürchte, Du hast recht, also muss ich mich umbringen.
Ciao
Toscha
--
Death before Dishonour
[The Exploited]
> Joachim Pense wrote:
>
>> Stimmt, haben wir als "Wurfparabel" gelernt. Ist aber wohl nur
>> idealisiert eine Parabel.
>
> Hab mal einen Physiklehrer mit der Erkenntnis beeindruckt, es sei eine
> Ellipse.
Nachdem der Herr Kepler das schn vor einiger Zeit vorgerechnet hat,
fällt dererlei Beeindruckendes vergleichsweise leicht.
> Direkt nach der mathematischen Herleitung der Wurfparabel, wo man ja
> fälschlich davon ausgeht, daß die Gravitation an zwei lateral
> unterschiedlichen Punkten parallel angreift. In Würglichkeit tut sie
> das latürnich nicht, Jede Wurfbahn (idealisiert natürlich, ohne Wind
> und ähnliche Sauereien) ist ein Ausschnitt einer stark exzentrischen
> Erdumlaufbahn. Also eine Ellipse.
Das hängt, selbst im idealisierten Fall davon ab, wie schnell der Ball
beim Abwurf ist.
>> > Ich fürchte, Du hast recht.
>>
>> Um wenigstens halbwegs zum Thema der Gruppe zurückzukehren: warum
>> "fürchtet" man in so einer Situation, der andere habe Recht - was ist
>> daran furchteinflößend?
>
> Es ist zumindest ehrlicher als „Ich freue mich darüber, daß Du recht
> hast“.
Das Antonym zu "ich freue mich darüber, dass ..." wäre allerdings "ich
ärgere mich darüber, dass ..." und nicht "ich fürchte, dass ...". Was an
der Tatsache, dass ein anderer Recht hat, erregt Angst?