Google Groups unterstützt keine neuen Usenet-Beiträge oder ‑Abos mehr. Bisherige Inhalte sind weiterhin sichtbar.

Arme Ameise

2 Aufrufe
Direkt zur ersten ungelesenen Nachricht

Harald Lins

ungelesen,
20.11.2009, 21:29:3620.11.09
an
Liebe Mitfürchterliche,

seit kurzem gibt es einige wenige Veröffentlichungen über einen interessante
Frage:

Können Parasiten und Symbionten das Denken, Fühlen und Handeln eines
Wirtstieres beeinflussen.

Als Beispiel dafür diente eine arme Ameise:

Biologen fanden hier in der Gegend Ameisen, die sich in der Spitze von
Grashalmen festgebissen hatten und dort bewegungslos verharrten.

Nach langem Tüfteln fanden die Biologen heraus, warum die armen Ameisen sich
so absurd verhielten: Sie waren von einem Parasiten befallen, der in ein
Schaf als Endwirt wollte. Dieser Parasit hatte die Fähigheit, die Ameise
dazu zu zwingen, sich ganz oben in einem Grashalm zu verbeißen, so daß sie
von Schafen beim Abweiden des Grases mitgefressen wurden.
Und - zack - hatte der Parasit, was er wollte. Er war im Schaf. Seine Eier
legte er dann in den Verdauungstrakt ab, und sie wurden über die
Schafsköttel wiederum von Ameisen aufgenommen. In der Ameise reiften die
Parasiteneier und das Spiel ging von vorn los.
Ziemlich raffiniert dieser Parasit.

Zwei weitere Beispiele waren eine Grille, die von ihrem Parasiten dazu
gebracht wurde, sich selbst zu ertränken, damit er ins Wasser konnte, und
einem Bachflohkrebs, den sein Parasit veranlaßte, auf Fische zuzuschwimmen
statt vor ihnen zu fliehen.

Da jeder Mensch ca. 4,5 kg Parasiten und Symbionten in sich trägt, stellt
sich natürlich die Frage, können diese Rumwusler auch das Fühlen, Denken und
Handeln von Menschen beeinflussen?
Das alles steckt wie gesagt noch in den Kinderschuhen, aber es könnten sich
eine Menge Konsequenzen für Angstkranke mit sich bringen.

Was wäre z.B. bei Spinnenangst, wenn ein menschlicher Parasit Stubenfliegen
als Zwischenwirte benutzt? Dann hätte nicht der Mensch die Spinnenangst,
sondern der Parasit hätte Angst, daß sein Zwischenwirt von Spinnen gefangen
würde, was seinen sicheren Tod zur Folge hätte, und ihm die Möglichkeit
nähme, sich über den Fliegenkot wieder auf seinen Hauptwirt den Menschen zu
übertragen.

Ist es doch wert, mal drüber nachzudenken - oder?

Gruß
Harald


Mr.Crossfield

ungelesen,
23.11.2009, 03:53:2623.11.09
an

"Harald Lins" <haral...@alice.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7mp1joF...@mid.uni-berlin.de...

> Liebe Mitfürchterliche,
>
> seit kurzem gibt es einige wenige Veröffentlichungen über einen
> interessante Frage:
>
> Können Parasiten und Symbionten das Denken, Fühlen und Handeln eines
> Wirtstieres beeinflussen.

...Also dies ist durchaus vorstellbar, beim Epstein-Barr Virus z.B. Warum
sollen Parasiten nicht auch beim Menschen irrationale Verhaltensweisen an
den Tag bringen, so wie auch eingeatmete chemische Stoffe.

Die Leute wollen dies bloß nicht wahrhaben. Der Vorgang des Riechens ansich
ist durch die Wissenschaft noch nicht vollkommen geklärt und das Duftstoffe
sich auf das zentrale Nervensystem (sprich Gehirn) auswirken, wissen wir ja
aus der Werbung. Warum sollten also nicht hier auch Depressionen und
Angstzustände oder andere psychiatrische Erkrankungen durch Duftstoffe
ausgelöst werden. Wenn ich mich z.B. jeden Tag in einem Raum aufhalte, Der
chemisch kontarmeniert ist und ich jeden Tag diese Stoffe einatme die auf
das Gehirn und den Organismus wirken, warum sollte ich dann nicht Angst
bekommen. Angst die aus dem Unterbewußten kommt, und mich vor diesen Stoffen
warnen will.

Nun sagen die Psychologen ja, man soll sich der Angst stellen und durch Sie
hindurchgehen, für mich absoluter Schwachsinn. Wenn es sich allerdings um
eine unterbewußte Angst gegen die giftigen Stoffe handelt, schießt man sich
hier ins Knie. Als Beispiel: Jemand hat z.B. Angst ins Kaufhaus zu gehen,
weil dort eben die Konzentration von Löse- und Imprignationsmitteln aus den
angebotenen Klamotten so hoch sind, das er krank wird (viele leiden dann
unter Schwindel oder anderen Sysmtomen und rechnen diese der Angst zu, was
allerdings so nicht stimmt), sollte er das Kaufhaus meiden. Oder ein Maske
tragen.

Heute ist ja die normal Wohnung der Leute eine einzige Sondermüllanlage
(Plastik (also Erdöl) wo man hinsieht, Lösemittel, Kleber usw.). In einem
Raum sind oft mehr als 500 verschiedene chemische Stoffe vorhanden, die dann
jeden Tag eingeatmet werden. Warum sollte sich dann hier nicht eines Tages
eine psychiatrische Erkrankung dadurch entwickeln, oder sogar noch etwas
Schlimmeres. Sicher hat der Mensch einen Entgitungsapparat, doch wenn Dieser
gestört oder überlastet ist, kommt es oft zur Katastrophe. Und dann stehen
die Menschen vor ihren Krankheiten und wissen nicht was los ist.

Ich denke wir werden in den nächsten Jahren noch viel zu diesem Thema hören.
Mit kollegialen Grüßen


Guenther Merkens

ungelesen,
23.11.2009, 16:28:4523.11.09
an

Arme Maus
Da haben sogar schon einige Wissenschaftler ganz konkrete Ergebnisse
ihrer Forschung vorgelet: Bei der Toxoplasmose ist der Erreger
offensichtlich in der Lage, das Verhalten von Mäusen zu beeinflussen:

"Dirk Schlüter und sein Team von der Universität Magdeburg haben
festgestellt, dass die Parasiten das Verhalten von Mäusen
beeinflussen. Statt Katzengeruch zu meiden, halten sich infizierte
Mäuse - anders als ihre gesunden Artgenossen - häufig in der Nähe von
Katzengeruch auf. Dumm für die Maus, denn so wird sie eher gefressen.
Gut für den Parasiten, denn so kann er sich besser vermehren." (http://
www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesundheit/gesundheit-medizin-toxoplasmose-augen-ID1221565612729.xml)

-g

Harald Lins

ungelesen,
23.11.2009, 20:34:2523.11.09
an
Grüß Dich, Norbert,

"Mr.Crossfield" <nonewsg...@nobissoft.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hedii8$i2k$1...@news.datemas.de...


>
> "Harald Lins" <haral...@alice.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:7mp1joF...@mid.uni-berlin.de...
>> Liebe Mitfürchterliche,
>>
>> seit kurzem gibt es einige wenige Veröffentlichungen über einen
>> interessante Frage:
>>
>> Können Parasiten und Symbionten das Denken, Fühlen und Handeln eines
>> Wirtstieres beeinflussen.
>
> ...Also dies ist durchaus vorstellbar, beim Epstein-Barr Virus z.B. Warum
> sollen Parasiten nicht auch beim Menschen irrationale Verhaltensweisen an
> den Tag bringen, so wie auch eingeatmete chemische Stoffe.
>

Ja. Ich vermute, Du meinst mit irrational unlogisch und nicht wirr, weil die
Parasiten und die chemischen Stoffe gezielt Emotionen und Handeln zu
beeinflussen scheinen.

> Die Leute wollen dies bloß nicht wahrhaben. Der Vorgang des Riechens
> ansich ist durch die Wissenschaft noch nicht vollkommen geklärt und das
> Duftstoffe sich auf das zentrale Nervensystem (sprich Gehirn) auswirken,
> wissen wir ja aus der Werbung.
>

Hoffentlich nicht nur aus der Werbung. Ich kann Kaffee auf 10km riechen, und
er zieht mich magisch an, um nach dem Trinken ziemlich spezifische
Gemütszustände zu verursachen.

> Warum sollten also nicht hier auch Depressionen und Angstzustände oder
> andere psychiatrische Erkrankungen durch Duftstoffe ausgelöst werden. Wenn
> ich mich z.B. jeden Tag in einem Raum aufhalte, Der chemisch kontarmeniert
> ist und ich jeden Tag diese Stoffe einatme die auf das Gehirn und den
> Organismus wirken, warum sollte ich dann nicht Angst bekommen. Angst die
> aus dem Unterbewußten kommt, und mich vor diesen Stoffen warnen will.
>

Genau da liegt das Problem. Wenn man den Geruch eines gefährlichen Stoffes
erkennt, kann man mit Angst und Flucht reagieren. Was aber, wenn man den
Geruch nicht interpretieren kann.
Ich habe kübelweise Xyladecor verstrichen, ohne auch nur zu ahnen, wie
gefährlich das Zeug mir werden sollte. Es ist sicher auch bei Pesticiden,
Fungiciden und Herbiciden beabsichtigt, daß die Opfer nichts davon
bemerken, bis sie abgemurkst werden.

> Nun sagen die Psychologen ja, man soll sich der Angst stellen und durch
> Sie hindurchgehen, für mich absoluter Schwachsinn.
>

Das kann nicht oft genug gesagt werden. Selbst wenn die Angst vor etwas
bestimmten überwunden wird, taucht sie an neuer Stelle wieder auf, wenn die
Ursache nicht beseitigt wird. Die Konfrontationstherapie kommt wohl noch aus
Adolfs Zeit:
Gelobt sein, was hart macht - oder - was uns nicht umbringt, macht uns
stärker. Totaler Schwachsinn, der noch nie funktioniert hat.

> Wenn es sich allerdings um eine unterbewußte Angst gegen die giftigen
> Stoffe handelt, schießt man sich hier ins Knie.
>

Ja, aber der eigene Geschmack wird nicht mehr ausgebildet und gefördert. Die
Leute lesen nur noch auf den Packungen nach, ob der Inhalt gut für sie ist.
Sie riechen nicht mehr dran, um festzustellen, ob es lecker ist.

> Als Beispiel: Jemand hat z.B. Angst ins Kaufhaus zu gehen, weil dort eben
> die Konzentration von Löse- und Imprignationsmitteln aus den angebotenen
> Klamotten so hoch sind, das er krank wird (viele leiden dann unter
> Schwindel oder anderen Sysmtomen und rechnen diese der Angst zu, was
> allerdings so nicht stimmt), sollte er das Kaufhaus meiden. Oder ein Maske
> tragen.
>

Ja. Mir ist es absolut unverständlich, warum es da nicht verstärkt
Grundlagenforschung gibt.
Statt dessen wird das Geld für Geflügelwahnsinn, Rindergrippe und
Schweinepest verpraßt.
Allein die Namen für die offiziellen Gesundheitsbedrohungen sind so gewählt,
daß sie die Leute verdummen und verängstigen.

> Heute ist ja die normal Wohnung der Leute eine einzige Sondermüllanlage
> (Plastik (also Erdöl) wo man hinsieht, Lösemittel, Kleber usw.). In einem
> Raum sind oft mehr als 500 verschiedene chemische Stoffe vorhanden, die
> dann jeden Tag eingeatmet werden. Warum sollte sich dann hier nicht eines
> Tages eine psychiatrische Erkrankung dadurch entwickeln, oder sogar noch
> etwas Schlimmeres. Sicher hat der Mensch einen Entgitungsapparat, doch
> wenn Dieser gestört oder überlastet ist, kommt es oft zur Katastrophe. Und
> dann stehen die Menschen vor ihren Krankheiten und wissen nicht was los
> ist.
>

Gibt es da eine schleichende Verschlechterung oder ein plötzliches Umkippen
des Gesundheitszustands?

> Ich denke wir werden in den nächsten Jahren noch viel zu diesem Thema
> hören.
>

Würde ich auch hoffen, aber bei der augenblicklichen Regierung wird es in
der Medizin ausschließlich um Kosten und Gewinne gehen.
Und wir alle haben sie gewählt ... man sollte uns stundenlang mit der Keule
auf die Zwölf hauen ;-)

Alles Gute für Dich
Gruß
Harald


Harald Lins

ungelesen,
23.11.2009, 20:51:1223.11.09
an
Hallo Günther,

"Guenther Merkens" <guenther...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:93377831-5993-44d4...@p28g2000vbi.googlegroups.com...

[ ... Können Parasiten und Symbionten das Denken, Fühlen und Handeln eines
Wirtstieres beeinflussen...]

>
> Ist es doch wert, mal drüber nachzudenken - oder?

>Arme Maus
>Da haben sogar schon einige Wissenschaftler ganz konkrete Ergebnisse
>ihrer Forschung vorgelet: Bei der Toxoplasmose ist der Erreger
>offensichtlich in der Lage, das Verhalten von Mäusen zu beeinflussen:

>"Dirk Schlüter und sein Team von der Universität Magdeburg haben
>festgestellt, dass die Parasiten das Verhalten von Mäusen
>beeinflussen. Statt Katzengeruch zu meiden, halten sich infizierte
>Mäuse - anders als ihre gesunden Artgenossen - häufig in der Nähe von
>Katzengeruch auf. Dumm für die Maus, denn so wird sie eher gefressen.
>Gut für den Parasiten, denn so kann er sich besser vermehren." (http://
www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesundheit/gesundheit-medizin-toxoplasmose-augen-ID1221565612729.xml)

Beim Lesen ist es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen. Meine Pseudotochter
hatte eine intrauterine Toxoplasmoseinfektion, deren Folgen erst bei der
Geburt erkrannt wurden. Sie ist eine bildhübsche, sympathische und fröhliche
Frau geworden, aber geistig und körperlich schwerstbehindert.
Um ihre Tochter pflegen zu können und dabei beim Gelderwerb unabhängig zu
werden, hat meine Exe eine Katzenpension eröffnet, die recht erfolgreich
läuft.

Ich war kurz nach der Geburt kurz davor, aus Wut eund Verbitterung die
Katzen meiner Exe zu töten - aber die waren leider vollkommen unschuldig,
obwohl sie die Überträger waren.
Die Exe war weiterhin liebevoll und fürsorglich zu den Katzen als sei nichts
geschehen.

Ich bezweifle inzwischen, daß ich die Wahrheit, ob Parasiten ihre Wirte
lenken können, wirklich erfahren möchte. Es nagt etwas an der Krone der
Schöpfung ....

Gruß
Harald

0 neue Nachrichten