Google Groups unterstützt keine neuen Usenet-Beiträge oder ‑Abos mehr. Bisherige Inhalte sind weiterhin sichtbar.

Angst & Panikattacken durch verdeckte Sprache

7 Aufrufe
Direkt zur ersten ungelesenen Nachricht

Peter Munstermann

ungelesen,
31.07.2008, 07:58:3631.07.08
an

''S T A T U S P A P I E R
zur informationstheoretischen Analyse der
Entstehung und Entwicklung sowie der Auswirkungen
nicht oder nicht mehr funktionsfähiger technischer
und nichttechnischer Kommunikationsstrukturen
und Informationssysteme''

(Auszüge aus dem Entwurf)


News-Infektion

Nach der üblichen Definition setzt eine Infektion als Auslöser
einer Krankheit eine irgendwie geartete Übertragung von
biologischem Material wie Bakterien, Viren oder Pilzen voraus. Dies
galt bisher auch für Infektionskrankheiten, welche eine Störung der
Gehirnfunktion verursachen. Es zeigt sich jedoch, daß eine
Erweiterung dieser klassischen Definition erforderlich ist.

Bei Personen, welche regelmäßig oder intensiv Nachrichten-Müll
ausgesetzt sind, deren Inhalten aber eine hohe Glaubwürdigkeit
zuweisen, zeigen sich nach teilweise sehr kurzer Zeit
Krankheitssymptome.

1.1 Symptome

Eine News-Infektion zeigt als Symptome Panikattacken, Alpträume,
zunehmenden Realitätsverlust bis hin zu halluzinationsähnlicher
Wahrnehmung bzw. Verständnis von Vorgängen, Gedächtnisverlust bis
zur Amnesie, Konzentrationsprobleme, Artikulationsschwierigkeiten,
extreme Verlangsamung und Versagen bei der Bearbeitung einfachster
Aufgaben , Orientierungsprobleme räumlicher und sonstiger Art,
sowie häufig auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne,
undefinierbare Körperschmerzen, Seh- und Hörschwierigkeiten,
Atembeschwerden, Herz- und Kreislaufprobleme sowie einer deutlichen
Zunahme der Körperalterung und weitere, individuell
unterschiedliche. Diese Symptome entsprechen oft den Symptomen
einer Mischung aus Seekrankheit und Schock, aber ebenfalls einem
Mißbrauch von Psychodrogen wie LSD.

Zusätzlich tritt noch eine starke suchtartige Abhängigkeit von
computergestützten Informationssystemen auf - diese werden
offensichtlich benötigt um eine Erklärung, Hinweise oder Lösungen
für Vorkommnisse, Anforderungen oder Situationen zu erhalten für
welche das eigene Gehirn keine sinnvollen Lösungen finden kann.
Diese Sucht nach maschinell erzeugten Pseudoinformationen erreicht
mindestens den Grad von hochgradiger Heroinabhängigkeit - mit sehr
ähnlichen Entzugserscheinungen. Die Wirkung eines "Schusses
Informations-Dope" ist aber offensichtlich eher mit der Wirkung von
Crack zu vergleichen - schnell und intensiv wirkend, aber nur von
kurzer Dauer.

Im Gegensatz zur Kombination LSD mit Crack wird hier jedoch keine
biologisch chemische Droge konsumiert sondern eine psychologische.
Das gefährliche daran ist, daß zumindest der "LSD-Teil" der
Infektion einer betroffenen Person und deren Umgebung lange nicht
auffällt - wenn überhaupt, da es bis heute keine offizielle
medizinisch/psychologische Definition dieses Krankheitsbildes als
ansteckende Krankheit gibt.

Dies bedeutet, daß auch eine vollständige körperliche Quarantäne
keinen Schutz bietet, da sowohl eine aktive wie auch passive
Infektion allein über Kommunikationskanäle möglich ist.

Anders als bei normalen Drogen produziert eine mit News-Drogen
infizierte Person nach kurzer Zeit selbst News-Drogen indem sie die
aufgenommenen Pseudo-News mit dem eigenen (häufig falschen)
Knowledge kombiniert - also verändert - und so mutiert an andere
Personen weitergibt, was den Begriff einer infektiösen Krankheit
rechtfertigt. Der wesentliche Unterschied zu einem "Drogen-Handel"
mit News ist, daß die infizierte Person sich nicht darüber bewußt
ist, daß sie krank is,t sondern ihr Verhalten für völlig normal
hält.

(...)
(...)
(...)

1.2.7.4 Verschleierung

Bei der Verschleierung handelt es sich um die Substitution
bestimmter Symbole einer News durch andere Symbole. Zwischen den
Teilnehmern der Kommunikation muß vorher ein gemeinsames
"Substitutionsalphabet" (Beim Militär wird der Begriff
"Sprechtafel" verwendet) für die Symbole festgelegt worden sein.
Beispiele wären die Verschleierung von ganzen Worten durch
Substitution der lateinischen Buchstaben durch die entsprechenden
kyrillischen ohne Übersetzung in eine andere Sprache, oder die
Substitution ganzer Worte durch andere. Letzteres wird z.B. im
Militär beim verschleierten Sprechfunk eingesetzt ("Treffen am
Punkt Schwarz Orange um Weiß Grau Gelb Schwarz Zulu-Zeit"). Die
Symbole des Substitutionsalphabetes müssen auf beiden Seiten der
Substitutionstabelle unverwechselbar und als Substitutionssymbole
erkennbar sein . Eine Substitution durch Symbole derselben
Symbolgruppe ("gelb" durch "blau", "blau" durch "rot" usw.) oder
durch Invertierung (z.B. "groß" <--> "klein") ist wegen der
Verwechselungsgefahr durch irrtümliche Benutzung unverschleierter
Begriffe nicht anwendbar. Sehr häufig wird eine Substitution
vorher definierter Ereignisse durch Zahlen vorgenommen (z.B. bei
Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten etc.).
Grundsätzlich ist eine Verschleierung jedoch nicht längerfristig
als sicher zu betrachten, da das Substitutionsalphabet durch
längeres Beobachten der Kommunikation entschleiert werden kann.

1.2.7.5 Steganographie

Der Begriff Steganographie leitet sich vom griechischen Wort für
"verborgen" ab. Er wird meist übersetzt mit "Geheimschrift", was
jedoch nicht den Kern trifft. Mit Steganographie werden Verfahren
bezeichnet, die das Ziel haben die zu übertragenden Informationen
zu verbergen, so daß sie von nicht eingeweihten Personen lediglich
zufällig gefunden werden können. Da es sich bei der Steganographie
als solches nicht um ein mathematisches Verfahren handelt, ist
eine automatisierte Untersuchung auf Informationsübertragung
mittels Steganographie nur sehr eingeschränkt möglich, nämlich bei
den Verfahren, welche bis jetzt bekannt sind.

Beispiele:

* In ein Buch werden in der Setzerei absichtlich Druckfehler in
den Text plaziert. Die Anfangsbuchstaben der falsch gesetzten
Worte ergeben den mittels Steganographie verdeckten Text. Bei
Büchern mit mehreren hundert Seiten kann so etwa eine halbe
Schreibmaschinenseite transportiert werden.

* Musik-CD's haben eine technische Qualität, bei der eine
Manipulation eines oder mehrerer der niederwertigsten Bits kaum
auffällt, da dieses beim Abhören lediglich als Rauschen
wahrgenommen wird. Auf diese Weise kann man auf einer üblichen CD
mit etwa 500 MByte Speicherkapazität problemlos mehrere 10 MByte
Informationen (komprimierte Fotos oder Videosequenzen etc.)
verstecken und an anonyme Empfänger verteilen.


1.2.7.6 Verdeckte Sprache

Im Folgenden wird eine weitverbreitete Methode der verdeckten
Kommunikation mittels der Geheimsprache "Verdecktsprech" (In
Anlehnung an den Roman "1984") zwischen Personen mit einem Halb-
bis Unwissen über die Methoden der Steganographie und
Verschleierung beschrieben, welche jedoch schon aus theoretischen
Gründen nicht funktionieren kann, da sich die Anforderungen von
Steganographie und Verschleierung widersprechen.

Hier eine Schilderung aus der Realität:

Eine in der Öffentlichkeit angewendete Verschleierung soll nicht
auffallen, was die Verwendung von eindeutig erkennbaren
Substitutionsymbolen unmöglich macht. Statt dessen wird "über zwei
Dinge gleichzeitig" gesprochen, also Symbole doppelt belegt.
Häufig wird während Unterhaltungen in der mittelalterlichen
3.Person gesprochen ("Er ist zu langsam" kann je nach Satzkontext
und Situation heißen "Du bist zu langsam" oder "Ich bin zu
langsam"). Manchmal wird eine News "umgedreht", damit sie nicht
auffällt, oder es werden ähnliche Begriffe benutzt (z.B. Karin,
Katrin, Carola, Caroline statt Katharina), welche eine so hohe
Unschärfe aufweisen, daß eine Falschzuordnung fast zwingend
erfolgt. Die häufig benutzte Mischung aus deutschen und englischen
Worten führt in Extremfällen dazu, daß selbst einfachste Sätze wie
"Ich liebe Dich" in Einzelteile zerlegt, teilweise in das
Englische übersetzt werden und die Person folgendes versteht: "I
lie, bed dich". Da ein gewisser inhaltlicher Zusammenhang zwischen
Originalsatz und dem was verstanden wurde besteht, bekommt diese
Interpretation eine sehr hohe Wertigkeit für die Person, welche
glaubt mit ihr würde mittels unterlagerter Sprache kommuniziert,
und übersteuert die Aussage des Originalsatzes.

Diese Verfahren verwenden die Personen in der festen Überzeugung,
daß der Gesprächspartner die doppelt belegten oder umgedrehten
Begriffe in genau derselben Form interpretiert wie der Sprecher.
Insbesondere das "Umdrehen" einer News führt mit Sicherheit zu
völlig falschen Messages, wenn die News über mehrere Personen
läuft und eventuell mehrfach "umgedreht" wird.

Durch die angewendete Doppeldeutung von Begriffen entstehen
allergröbste Mißverständnisse, welche schlimmste Auswirkungen
haben können. Hier drei Beispiele:

* Auf die Frage nach dem neuen Wohnort wird geantwortet "bei
Ruth". Verstanden wird jedoch "Beirut".

* Die Aussage "Ich gehe fast jeden Tag in das Kasino" wird in
Unkenntnis der Tatsache, daß es sich beim "Kasino" um die
Betriebskantine handelt, dahingehend interpretiert, daß die Person
spielsüchtig ist und sein Geld im Spielkasino ausgibt.

* Nach einer Mahlzeit "mit Fisch und Pilzen" wird eine Person mit
Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Es
handelt sich also um eine Lebensmittelvergiftung. Im Krankenhaus
wird statt dessen "Fisch mit vielen Bieren (Pils)" verstanden und
eine Behandlung wegen Volltrunkenheit begonnen.

In der Realität sieht eine Kommunikation in verdeckter Sprache für
einen Außenstehenden etwa so aus wie das tiefschürfende Gespräch
zweier Besucher einer Gaststätte, welche sich schon mehrere
Stunden an der Theke aufhalten. Der Zuhörer hört letztlich nur
noch ein gegenseitiges Anlallen der Gesprächspartner, welche aber
offensichtlich der festen Überzeugung sind ihr Gegenüber ganz
genau verstanden zu haben. Der Eindruck, den der unbeteiligte
Zuhörer gewinnt ist richtig. Es sieht nur so aus, als würde eine
Kommunikation stattfinden, in Wirklichkeit wird fast keine Message
ausgetauscht - aber viele glauben es. Am meisten die beiden
Betrunkenen.

Dieses Prinzip der verdeckten Sprache wird auf allen verfügbaren
Kommunikationskanälen angewendet und führt z.B. dazu, daß sich
vier Leute über dieselbe Person unterhalten wollen, aber alle vier
sprechen in Wirklichkeit über jemanden anderes und merken es
nicht. (Dieses Beispiel ist auch umkehrbar). Theoretisch ist es
zwar denkbar, daß es in einem solchen Gespräch auffallen würde,
daß alle über eine andere Person sprechen, in der Realität kommt
dieses jedoch nicht mehr vor. Ursache dürfte ein hochgradiger
Realitätsverlust sein, welcher zu der absolut sicheren Überzeugung
geführt hat, daß es möglich wäre mittels verdeckter Sprache
komplexere Themen abzuhandeln.

Ein solches Kommunikationverfahren mittels "Verdecktsprech"
funktioniert bestenfalls in ganz einfachen Fällen und setzt selbst
dann eine recht hohe Intelligenz aller Kommunikationspartner
voraus, was jedoch meist nicht gegeben ist. Unabhängig davon, ob
und welche technischen Hilfmittel eingesetzt werden, ist diese
Form der Kommunikation auf sämtlichen Ebenen und Kanälen, in allen
Gruppierungen absolut erfolglos und völlig falsch. Da "geheime"
Informationen jedoch ähnlich den Gerüchten eine völlig
unangemessen hohe Vertrauenswürdigkeit besitzen, ist das Ergebnis,
daß die praktizierenden "Verdecktsprecher" nach sehr kurzer Zeit
sich völlig auf ihre verdeckte Kommunikation verlassen, deswegen
zu träge werden um selbst zu recherchieren oder auch nur eine
oberflächliche Kontrolle der erhaltenen Informationen
durchzuführen. Diese heutzutage häufig maschinell konstruierten
Fehlinformationen dringen mangels eigener Plausibilitätskontrolle
praktisch ungehindert in das Gehirn und wirken dort quasi
hypnotisch. Dort führen diese falschen, fehlerhaften und sich oft
widersprechenden Informationen neben den oben geschilderten
Symptomen zu einer weitgehenden Blockade des Intellektes bis in
die Nähe der Debilitätsgrenze bei gleichzeitigen euphorischen
Gefühlen der Allwissenheit mit folgendem totalem Realitätsverlust
selbst über die einfachsten Tatsachen und Vorgänge.


Autor :

Peter Munstermann, Dipl.-Ing. (U) Elektrotechnik,
Fachrichtung Nachrichtenverarbeitung und Informationstheorie

0 neue Nachrichten