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Der Tod der Kritikerin - das Handgemenge

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Werner Pentz

unread,
Apr 2, 2013, 1:01:02 PM4/2/13
to

Ich denke, wenn ich keine Reaktion ernte, dann muss ich das noch ein bißchen ausbauen...

 

Aber was soll das noch alles, hier herumzusitzen? Irgendwann muss man sich entscheiden und etwas tun. Was nützt es, auf einen günstigen Augenblick und Chance zu warten, wenn keine eintritt? Nein, einmal muss gehandelt werden.

So ist die Ausgangslage. Mit ziemlicher Sicherheit würde ich heute noch dort sitzen, wenn mich nicht der Sheriff zum Handeln gezwungen hätte. Ja, ich schreibe bewusst Sheriff.

Denn, was macht der sich von Lachen und Erinnerung schüttelnde Polizist am Ende, nachdem er sich erleichtert hat, sprich die Pistole vom Leib gezogen hat, samt Gürtel? Er legt tatsächlich beide Füße auf dem Schreibtisch. Genau, wie bei den Cowboys, besser den Cowboyfilmen. Das muss man sich einmal vorstellen! Ich bin empört:

DAS MACHT MAN DOCH NICHT!

Mich widert dieses Verhalten an, dass schließlich mein Kontrollsystem aussetzt, andernfalls hätte ich es sicherlich niemals gewagt.

Ich springe abrupt aus meinem Sessel auf, gehe ziemlich schnell auf ihn zu und spreche: „Jetzt müssen Sie mich doch begleiten, Herr Kommissar!“, womit klar ist, wohin. Schnell zieht er aus seinem Schreibtisch den Schlüssel hervor, während ich noch auf ihn zugehe. Damit ist er früher fertig, als ich ihn erreichen kann, außerdem ist die Ausgangslage zu schlecht, im Angesicht zu Angesicht, sage ich mir.

Aber er wendet sich mir den Rücken zu, während er auf die Tür zuschreitet.

Ich stoppe, denke, dass der wirklich einen Sprung in der Schüssel hat.

Aber es ist wahr, auch wenn ich meinen Augen nicht traue, aber klar, was kann man schon von einem lausigen, verhinderten Schriftsteller erwarten?

Jetzt bin ich aber nicht mehr zu bremsen, ich mache einen Satz, wie wenn ich über eine Latte springen will und werfe mich auf ihn und lasse mich von oben herab auf ihn fallen. Ich muss die Schwerkraft sowie mein Gewicht einbeziehen, allein wegen des Überraschungseffektes und meiner Muskelkraft glaube ich nicht, ihn zu überwinden. Ich stürze mit ihm gegen die Tür, er mit dem Kopf dagegen, ich leider auch. Beim Umkippen und mit beiden Köpfen gegen die Tür schlagend werde ich besinnungslos.

Als ich wieder zu mir komme, sehe ich ihn gleichfalls benommen, sich den Kopf haltend, auf dem Boden räkelnd. Halt, er hält sich eine Wunde auf dem Schädel zu. Ungeachtet dessen werfe ich mich wieder auf ihn, mit der erhobenen Faust voran, um ihn einen Kinnhaken zu verpassen.

Stattdessen treffe ich die Kehle, was ziemlich schmerzhaft sein muss, weil er einen markerschütternden Schrei ausstößt. Seinen Oberkörper umfassend, stoße ich ihm mit dem Ellbogen in die Rippen, ich glaube sie brechen zu spüren, hören und lege noch einige Schläge nach. Er schreit weinerlich auf - für einen Polizisten ziemlich kläglich.

Sei’s drum, schlag zu, damit er endlich bewusstlos wird.

Aber er wehrt sich verbissen.

Plötzlich hat er mich am Hals. Ich versuche mit beiden Händen seine Zwinghand wegzureißen, aber es gelingt mir nicht. So nehme ich all meine Kraft zu Hilfe und stoße mit meiner Stirn nach vorne direkt in sein Gesicht hinein. Es schlägt ein wie eine Granate, ich höre die Knorpel brechen und splittern. Ich hole noch einmal mit dem Kopf aus und schlage erneut zu, wobei ich unglücklicherweise dieses Mal seine Zähne treffe. Ich habe es Knacken gehört. Als ich zurückweiche, sehe ich, wie der Kommissar ganz entsetzt einen blutigen Zahn zwischen zwei Fingerspitzen vor sich hält und entsetzt anschaut. Er gerät mit einem Mal in Wut, ballt die Faust, die er auf mich zukommen lässt, als drohe er damit und als ob damit etwas demonstrieren wolle. Da er wenig Schwung besitzt, kann ich den Arm fassen, die Hand ergreifen, sie auf den Boden drücken und mit einem Knie unter mich bringen. Ich werfe sämtliches Gewicht auf diese Hand und erdrücke mit den Knie-Knöchel seine Finger. Sie halten einen Moment stand, bis sie mit einem Krachen und furchtbaren Schmerzensschrei entzwei gehen.

Ich werfe mich gleich wieder auf ihn, um den Überraschungsvorteil auszunutzen. Ich wundere mich dabei ganz, wird mir doch normalerweise übel bei Blut. Als ob ich in einem Blutrausch geraten wäre, schlage ich jedoch zu, obwohl immer mehr von diesem Lebenssaft dabei ins Spiel kommt.

Egal jetzt, es geht um alles.

Ich weiß gar nicht, wie ich in diese Stellung geraten bin, befinde ich mich doch mit dem Rücken zur Wand, genauer gesagt, sitze da am Boden, hinter mir an die Tür abgestützt. Ich sehe, wie er, der sich wohl von der Kriechstellung aufgerappelt hat, gerade auf mich zustürzt und kann im letzten Moment noch meine Beine heben, auf die er nun fällt, sich mit dem Bauch dagegen drängt, in der Luft hängend und wild um sich schlagend. Er ist jetzt total in Rage, blindlings und besinnungslos gestikuliert er um sich. Ich denke mir, gut so, damit kann er sich, um sich schlagend, austoben, bis er müde und schlapp geworden ist. Dass er so wild und blind um sich fuchtelt, liegt vielleicht daran, dass er wirklich blind ist momentan vor in die Augen gelaufenen und gedrungenen Blutes.

Letzteres ist über dem Gesicht verteilt, verschmiert und verkrustet und die Augen sind ganz verklebt davon. Einesteils weil sich dieses über die Backen verteilt hat und andererseits, wohl wegen Hang zu Bluthochdruck, hat er solch einen roten Kopf, als wäre er ein Clown, ein Jeck oder dekadenter Adliger aus dem 18. Jahrhundert. Beinahe hätte ich schmunzeln mögen.

Eindeutig überdreht ist er, und wie oft habe ich mir schon vorgestellt, wie es wäre, wenn plötzlich ein Mensch irre wird, so von einem Moment zum anderen, völlig unvorhersehbar und ohne Vorzeichen, aber an einen Polizisten habe ich bei dabei beileibe niemals nicht gedacht. Erschien mir das doch zu kurios. Von daher stecke ich jetzt natürlich völlig unvorbereitet und planlos in der Bredouille.

Ich lasse meinen Fuß fallen, ohne mich nicht dabei wegzudrehen, so dass er erneut mit den Kopf an die Tür plumpst. Ich werfe mich von hinten auf ihn, versuche ihn mit den Armen um den Hals nach hinten zu strecken, habe aber Angst, ich könnte ihn das Genick brechen, so dass ich es nur mit halbherzigen Druck ausübe und er dabei meiner Umklammerung entfleuchen kann, sich zu mir herwendet und mich jetzt seinerseits umfasst.

Ich lasse mich nach hinten plumpsen und so kugeln wir jetzt miteinander einige Zeit noch herum, bis ich plötzlich mit meiner Hand seine Weichteile zu fassen kriege.

Er schreit wie am Spieß, wenn ich nur den leisesten Druck ausübe. In meinen Händen halte ich seine Eier.

Jedenfalls ist er paralysiert, gelähmt und er ist sprichwörtlich in meiner Hand, wenn es auch bloß seine Eier bzw. Hoden sind. Er ist mir jetzt total ausgeliefert, ich kann machen, was ich will mit ihm.

„Wollen Sie sich ergeben?“

Er nickt, grummelt etwas von Aber-Ja-Doch.

Blöde Frage, er ist ja schon gefangen, er braucht sich nicht mehr zu ergeben.

„Tun Sie auch, was ich Ihnen sage?“

Wieder nickt er.

Gut, aber was nun? Aber natürlich, die Handschellen. Damit ich vor Überraschungen geschützt bin.

Wo stecken die, verdammt?

„Wenn Sie die Handschellen suchen, dann…“

Mensch, hat ihm der Schlag gegen die Tür das Gedankenlesen gelehrt, oder was? Aber nein, das Opfer zu binden, nachdem überwunden, ist der nächste logische Schluss. He, vielleicht sollte ich den Polizisten überhaupt erst einmal fragen, was ich als nächstes tun soll bei meiner Geiselnahme? Die wissen Bescheid, logisch, sind sie doch für solche Ernstfälle geschult. Also denn.

Es ist ein ziemlich umständliches Unterfangen, an die Eisen-Fesseln im Sekretär heranzukommen unter solchen Umständen, wie man  sich leicht vorstellen kann. Natürlich lasse ich seine Hoden nicht aus meiner Hand. So humpeln wie zusammen umständlich und uns gegenseitig behindert zum Sekretär hin. Erst sobald ich die Schellen in meiner Hand habe und ich sie ihm selbst habe umlegen lassen, lockere ich den Griff und lasse von ihm ab. Perfekt und ohne Verzögerungen, hat er sich diese umgespannt, logisch, wer soll das besser können als ein Polizist?

Daraufhin gebiete ich ihm, sich auf den Sessel in der Ecke zu setzen und erst einmal die Schnauze zu halten, wortwörtlich. Fast erschrecke ich über meine Wortwahl. Aber was soll’s?

Dort, in seiner Ecke, jammert der Kommissar, sich den blutigen Schädel haltend. Ich schaue mir die Wunde genauer an, sehe kein frisches Blut mehr fließen, komme zum Schluss, wird nicht so schlimm sein und wende mich von ihm ab. Dieser Waschlappen jammert jedoch weiter. Ich gebiete ihn lautstark: „Ruhe!“ Er quengelt in der Folgezeit weiter, wenigstens aber stört das nicht mein Tun und Denken. Wenn aber doch wieder, dann soll er etwas erleben.

Jetzt muss ich erst einmal Ruhe finden und überlegen, was ich als Nächstes geschehen soll.

 

In diesem Ruhezustand überkommt mich erst ein ein Freudegefühl hinsichtlich meiner erfolgreichen Handlung. Ich lasse mich in den Chefstuhl des Kommissars fallen und werfe die Füße auf den Tisch. So!

Trotz dem ich kaum körperliche Tätigkeit gemacht habe die letzten Jahre oder gerade deswegen ist das eine herrliche Erfahrung gewesen. Wie agil, leicht und geradezu schwebend ich sein kann, habe ich kaum für möglich gehalten. Ich bin auf ihn engelsgleich gesaust. Habe dabei instinktiv meine Arme um seinen Hals verschränkt, ich weiß, unbewusst, um nicht von ihm abzurutschen und unglücklich auf den Boden zu fallen. Aber immerhin! - Trotzdem habe ich ihn außer Gefecht gesetzt, nachdem die dicke Tür uns im Wege gestanden ist. Sozusagen Anfangspech.

Die Pistole kommt mir zu Bewusstein. Ich schaue nach der betreffenden Schublade, in der sie ruhen dürfte, versuche sie aber vergebens zu öffnen. Also muss es sich um die andere handeln. Eine Lade darunter – wieder falsch. Eine Lade darüber – Erfolg winkt. Ich nehme die Knarre in die Hand, rechne mit einer schweren Eisenapparatur, bin erstaunt, dass sie sich so leicht anfühlt, schmiege sie in meine Hände und werfe sie von einer Hand in die andere hin und her, mich freuend und ungeheuer aufgehoben fühlend. Kaum noch wird mir jetzt etwas schief gehen. So ein tödliches Instrument hat doch seine Vorteile, was wunder, dass so viele Menschen Ordnungshüter werden wollen, ja, das gibt Übermacht, boah.

Hinter mir rumort es vernehmlich. Wenn man vom Teufel spricht, wackelt er mit dem Schwanz. Ich werde gleich einmal meine Macht ausüben, denke ich, jetzt bin ich an der Reihe. Und genau - übe sie bei demjenigen aus, die es für gewöhnlich tun – nun sollen die Uhren einmal andersherum und nach meinem Willen laufen!

Ich wende mich abrupt um, das Schießeisen rechtwinklig von meinem Bauch gehalten, damit alles klar ist. Der Angesprochene erschrickt wirklich gleich.

Sehr schön.

Wirkung hundertprozentig. Sein Geächze und Gestöhne ist ihm in der Kehle erstickt, voilà.

Kein Aufmucken mehr möchte ich hören und so fuchtele ich wie in einem Kinofilm mit der Pistole vor seiner Nase herum und gebe die Oberplattitüde aus einem solche Trash-Streifen wieder: „Reizen Sie mich nicht. Seien Sie gefügig! Machen Sie, was ich sage, dann passiert Ihnen auch nichts.“ Mein Gott, was erwartet man schließlich, das war mein erster Auftritt als Ganove!

Der Polizist hat beide festgebundenen Hände wie zur Abwehr erhoben und ist dann mucksmäuschenstill geworden.

Jedenfalls habe ich Erfolg bei meiner Premiere in meinem Gasterfilm.

Vielleicht hätte ich seine Hände nach hinten hin zusammenbinden sollen, was bestimmt sicherer gewesen wäre, kommt es mir bei diesem Anblick. Ach was, er ist schon derartig lädiert, dass der sich so schnell keine Fisimatenten mehr wagen wird, wäge ich mich in Sicherheit.

 

Ganzes Buch erhältlich unter:


--
http://www.pentzw.homepage.t-online.de

kap

unread,
Apr 2, 2013, 1:31:51 PM4/2/13
to
Am 02.04.2013 19:01, schrieb Werner Pentz:
>
> Ich denke, wenn ich keine Reaktion ernte, dann muss ich das noch ein
> bi�chen ausbauen...
>
> Aber was soll das noch alles, hier herumzusitzen? Irgendwann muss man
> sich entscheiden und etwas tun. Was n�tzt es, auf einen g�nstigen
> Augenblick und Chance zu warten, wenn keine eintritt? Nein, einmal muss
> gehandelt werden.
>
> So ist die Ausgangslage. Mit ziemlicher Sicherheit w�rde ich heute noch
> dort sitzen, wenn mich nicht der Sheriff zum Handeln gezwungen h�tte.
> Ja, ich schreibe bewusst Sheriff.
>
> Denn, was macht der sich von Lachen und Erinnerung sch�ttelnde Polizist
> am Ende, nachdem er sich erleichtert hat, sprich die Pistole vom Leib
> gezogen hat, samt G�rtel? Er legt tats�chlich beide F��e auf dem
> Schreibtisch. Genau, wie bei den Cowboys, besser den Cowboyfilmen. Das
> muss man sich einmal vorstellen! Ich bin emp�rt:
>
> DAS MACHT MAN DOCH NICHT!
>
> Mich widert dieses Verhalten an, dass schlie�lich mein Kontrollsystem
> aussetzt, andernfalls h�tte ich es sicherlich niemals gewagt.
>
> Ich springe abrupt aus meinem Sessel auf, gehe ziemlich schnell auf ihn
> zu und spreche: �Jetzt m�ssen Sie mich doch begleiten, Herr Kommissar!�,
> womit klar ist, wohin. Schnell zieht er aus seinem Schreibtisch den
> Schl�ssel hervor, w�hrend ich noch auf ihn zugehe. Damit ist er fr�her
> fertig, als ich ihn erreichen kann, au�erdem ist die Ausgangslage zu
> schlecht, im Angesicht zu Angesicht, sage ich mir.
>
> Aber er wendet sich mir den R�cken zu, w�hrend er auf die T�r zuschreitet.
>
> Ich stoppe, denke, dass der wirklich einen Sprung in der Sch�ssel hat.
>
> Aber es ist wahr, auch wenn ich meinen Augen nicht traue, aber klar, was
> kann man schon von einem lausigen, verhinderten Schriftsteller erwarten?
>
> Jetzt bin ich aber nicht mehr zu bremsen, ich mache einen Satz, wie wenn
> ich �ber eine Latte springen will und werfe mich auf ihn und lasse mich
> von oben herab auf ihn fallen. Ich muss die Schwerkraft sowie mein
> Gewicht einbeziehen, allein wegen des �berraschungseffektes und meiner
> Muskelkraft glaube ich nicht, ihn zu �berwinden. Ich st�rze mit ihm
> gegen die T�r, er mit dem Kopf dagegen, ich leider auch. Beim Umkippen
> und mit beiden K�pfen gegen die T�r schlagend werde ich besinnungslos.


Werner, du verarscht uns. Gelle.

--
kap

Werner Pentz

unread,
Apr 2, 2013, 1:51:54 PM4/2/13
to

Kap, du hast recht, ich war etwas unpräzise, danke für den wink... und weiter so...

 

Aber was soll das noch alles, hier herumzusitzen? Irgendwann muss man sich entscheiden und etwas tun. Was nützt es, auf einen günstigen Augenblick und Chance zu warten, wenn keine eintritt? Nein, einmal muss gehandelt werden.

So ist die Ausgangslage. Mit ziemlicher Sicherheit würde ich heute noch dort sitzen, wenn mich nicht der Sheriff zum Handeln gezwungen hätte. Ja, ich schreibe bewusst Sheriff.

Denn, was macht der sich von Lachen und Erinnerung schüttelnde Polizist am Ende, nachdem er sich erleichtert hat, sprich die Pistole vom Leib gezogen hat, samt Gürtel? Er legt tatsächlich beide Füße auf dem Schreibtisch. Genau, wie bei den Cowboys, besser den Cowboyfilmen. Das muss man sich einmal vorstellen! Ich bin empört:

DAS MACHT MAN DOCH NICHT!

Mich widert dieses Verhalten an, dass schließlich mein Kontrollsystem aussetzt, andernfalls hätte ich es sicherlich niemals gewagt, was jetzt kommen wird.

Ich springe abrupt aus meinem Sessel auf, gehe ziemlich schnell auf ihn zu und spreche: „Jetzt müssen Sie mich doch begleiten, Herr Kommissar!“, womit klar ist, wohin. Schnell zieht er aus seinem Schreibtisch den Schlüssel hervor, während ich noch auf ihn zugehe. Damit ist er früher fertig, als ich ihn erreichen kann, außerdem ist die Ausgangslage zu schlecht, im Angesicht zu Angesicht, sage ich mir.

Aber er wendet sich mir den Rücken zu, während er auf die Tür zuschreitet.

Ich stoppe, denke, dass der wirklich einen Sprung in der Schüssel hat. Ich kann mir seine Leichtsinnigkeit, einem Delinquenten die verwundbarste Stelle zuzuwenden, nur damit erklären, dass er noch trunken von seinen nostalgischen Erinnerungen ob seines Autorentums im zartesten Alter sein muss.

Aber es ist wahr, auch wenn ich meinen Augen nicht traue.

Jetzt bin ich aber nicht mehr zu bremsen, ich mache einen Satz, als ob ich über eine Latte springen will und werfe mich auf ihn und lasse mich von oben herab auf ihn fallen. Ich muss die Schwerkraft sowie mein Gewicht einbeziehen, allein wegen des Überraschungseffektes und meiner Muskelkraft glaube ich nicht, ihn zu überwinden. Ich stürze mit ihm gegen die Tür, er mit dem Kopf dagegen, ich leider auch. Beim Umkippen und als wir mit unserer beiden Köpfe gegen die Tür schlagen, merke ich, wie ich besinnungslos werde.

lieselore.warmeling

unread,
Apr 2, 2013, 11:48:32 PM4/2/13
to
Nicht uns Kap, D I C H

Lies

Werner Pentz

unread,
Apr 3, 2013, 5:09:12 AM4/3/13
to

geschehen. Nützt es etwa, auf einen günstigen Augenblick und eine Chance zu warten bis zum Jüngsten Tag? So die Ausgangslage. Aber mit ziemlicher Sicherheit würde ich heute noch dort sitzen, wenn mich nicht der Sheriff zum Handeln gezwungen hätte. Ja, ich schreibe bewusst Sheriff.

Denn, was macht der sich von Lachen und Erinnerung schüttelnde Polizist am Ende, nachdem er sich erleichtert hat, sprich die Pistole vom Leib gezogen hat, samt Gürtel? Er legt beide Füße auf dem Schreibtisch. Genau, wie bei den Cowboys, besser den Cowboyfilmen. Das muss man sich einmal vorstellen! Ich bin empört:

DAS MACHT MAN DOCH NICHT!

Mich widert dieses Verhalten an, dass schließlich mein Kontrollsystem aussetzt, andernfalls hätte ich es sicherlich niemals gewagt, was jetzt kommen wird.

Ich springe abrupt aus meinem Sessel auf, gehe ziemlich schnell auf ihn zu und spreche: „Jetzt müssen Sie mich doch begleiten, Herr Kommissar!“, womit klar ist, wohin. Schnell zieht er aus seinem Schreibtisch den Schlüssel hervor, während ich noch auf ihn zugehe. Damit ist er früher fertig, als ich ihn erreichen kann, womit die Ausgangslage zu schlecht ist, im Angesicht zu Angesicht, sage ich mir.

Aber er wendet sich mir den Rücken zu, während er auf die Tür zuschreitet.

Ich stoppe, denke, der hat doch einen Sprung in der Schüssel. So eine Leichtsinnigkeit, einem Delinquenten die verwundbarste Stelle zuzuwenden. Das ist nur damit zu erklären, dass er noch trunken ist von seiner nostalgischen Erinnerung ob seines im zartesten Alters zart aufgekeimten Autorentums.

Aber wahr ist es, auch wenn ich meinen Augen nicht traue.

Jetzt muss man mich gesehen haben. Ich bin nicht mehr zu bremsen, ich mache einen Satz, als ob ich über eine Latte springen würde und werfe mich auf ihn, als ob er mich huckepack nehmen soll. Dabei stürze ich mit ihm gegen die Tür, beide kopfwärts voran. Beim Aufschlagen sowie anschließendem Umkippen der Körper verliere ich einige Sekunden lang das Bewusstsein.

Eine Schalldämpf-Tür ist stark gepolstert, so dass man sich kaum den Kopf einrennen kann. Wieder zu mir kommend, sehe ich ihn gleichfalls benommen, sich den Kopf haltend und auf dem Boden räkelnd. Offenbar hat er sich eine Wunde am Schädel zugezogen. Dort fließt Blut. Ungeachtet dessen werfe ich mich wieder auf ihn, mit zum Schlag ausholenden Arm.

Stattdessen des Kinns trifft die Faust die Kehle, was ziemlich schmerzhaft sein muss, weil ihm ein markerschütternder Schrei entfährt. Seinen Oberkörper umfassend, stoße ich ihm aber mit dem Ellbogen in die Rippen, ich glaube sie brechen zu spüren, hören und lege noch einige Schläge nach. Er schreit weinerlich auf - für einen Polizisten ziemlich kläglich.

Sei’s drum, schlag zu, damit er endlich bewusstlos wird.

Aber er wehrt sich verbissen.

Plötzlich hat er mich am Hals.

Mit aller Kraft meiner beiden Händen versuche ich seine Zwinghände vergeblich wegzureißen. Ich verlagere meinen Standpunkt und konzentriere meine Kraft dahingehend, ihn mit meiner Stirn direkt in sein Gesicht hineinzustoßen. Ich höre und spüre Knorpel brechen und splittern, hole erneut aus und schlage zu, wobei ich unglücklicherweise dieses Mal seine Zähne treffe. Es kackt und krächzt bei ihm, wohingegen sich bei mir ein Wundmal auf der Stirne bildet. Völlig entsetzt hält er einen blutigen Zahn zwischen zwei Fingerspitzen vor sich. Wut wallt in ihm auf, er ballt die Faust, die er auf mich zukommen lässt, als drohe er damit und als wolle er damit etwas demonstrieren. Der Mangel an Schwung ermöglicht es mir, den Arm zu fassen zu kriegen, die Hand zu ergreifen und sie auf den Boden zu drücken. Sogleich setz ich mein Knie darauf, verlagere derart das Gewicht auf die Hand, so dass ich es mit dem Knie niederdrücken kann. Seine Finger halten einen Moment stand, bis sie begeleitet mit einem Krachen und furchtbaren Schmerzensschrei aus seinem Mund entzwei gehen.

Ich werfe mich gleich wieder auf ihn, den Überraschungsvorteil auszunutzen und ungeachtet meiner Blutallergie. Ich befinde mich in einem Blutrausch, anders es nicht gesagt werden kann, schlage heftig und unkontrolliert auf ihn ein, obwohl immer mehr rote Feuchtigkeit auftaucht und verschmiert.

Egal jetzt, es geht um alles.

Plötzlich befinde ich mich in der Stellung Rücken-zur-Wand, sitze aber am Boden. Er hingegen, der sich aus seiner Kriechstellung erhoben hat, stürzt schon wieder auf mich zu, und ich kann im letzten Moment meine Beine heben, auf die er nun fällt, sich mit dem Bauch dagegen drängt, in der Luft hängend und wild um sich schlagend. Er ist jetzt total in Rage, blindlings und besinnungslos gestikuliert er um sich. Ich denke mir, gut so, nachdem er sich ausgetobt hat, wird er müde und schlapp geworden sein. Dass er so wild und blind um sich fuchtelt, liegt daran, dass er wirklich blind ist momentan wegen des in die Augen gelaufenen und gedrungenen Blutes.

Es ist über das ganze Gesicht verteilt, verschmiert und verkrustet und die Augen sind ganz verklebt davon. Einesteils weil sich dieses über die Backen verteilt hat und andererseits, wohl wegen Hang zu Bluthochdruck, hat er solch einen roten Kopf, als wäre er ein Clown, ein Jeck oder dekadenter Adliger aus dem 18. Jahrhundert. Es ist zum Lachen!

Völlig überdreht ist er, und wie oft habe ich mir schon vorgestellt, wie es wäre, wenn plötzlich ein Mensch irre wird, von einem Moment zum anderen, völlig unvorhersehbar und ohne Vorzeichen, aber an einen Polizisten habe ich bei dabei beileibe niemals nicht gedacht. Erschien mir das doch zu kurios. Von daher stecke ich jetzt einerseits völlig unvorbereitet und planlos in der Bredouille, andererseits in einer nicht unerheblichen Ironie enthaltenden Situation.

Ich lasse ab von ihm mit meinen Füßen, ohne mich nicht dabei wegzudrehen, so dass er erneut mit den Kopf an die Tür plumpst, werfe mich sofort hinterrücks auf ihn, umfasse seinen Hals mit meinen Arm und strecke diesen nach hinten, nicht ohne Angst auszustehen, ich könnte ihn das Genick brechen, so dass ich es nur mit halbherzigen Druck ausübe und er dabei meiner Umklammerung entfleuchen kann, sich zu mir herwendet und mich jetzt seinerseits umfasst.

Ich lasse mich nach hinten plumpsen und so kugeln wir jetzt miteinander einige Zeit noch herum, bis ich plötzlich mit meiner Hand seine Weichteile zu fassen kriege.

Er schreit wie am Spieß, wenn ich nur den leisesten Druck ausübe. In meinen Händen halte ich seine Eier.

Jedenfalls ist er paralysiert, gelähmt und sprichwörtlich in meiner Hand, wenn es auch bloß seine Eier bzw. Hoden sind. Er ist mir jetzt total ausgeliefert, ich kann machen, was ich will mit ihm.

„Wollen Sie sich ergeben?“

Er nickt, grummelt etwas von Aber-Ja-Doch.

Blöde Frage, er ist ja schon gefangen, er braucht sich nicht mehr zu ergeben.

„Tun Sie auch, was ich Ihnen sage?“

Wieder nickt er.

Gut, aber was nun? Aber natürlich, die Handschellen. Damit ich vor Überraschungen geschützt bin.

Wo stecken die, verdammt?

„Wenn Sie die Handschellen suchen, dann…“

Mensch, hat ihm der Schlag gegen die Tür das Gedankenlesen gelehrt, oder was? Aber nein, das Opfer zu binden, nachdem überwunden, ist der nächste logische Schluss. He, vielleicht sollte ich den Polizisten überhaupt erst einmal fragen, was ich als nächstes tun soll bei meiner Geiselnahme? Die wissen Bescheid, logisch, sind sie doch für solche Ernstfälle geschult. Also denn.

Es ist ein ziemlich umständliches Unterfangen, an die Eisen-Fesseln im Sekretär heranzukommen unter solchen Umständen, wie man  sich leicht vorstellen kann. Natürlich lasse ich seine Hoden nicht aus meiner Hand. So humpeln wie zusammen umständlich und uns gegenseitig behindernd zum Sekretär. Erst als er sie sich selbst hat umgelegt, lockere ich den Griff und lasse von ihm ab. Perfekt sitzend und ohne Verzögerungen hat er sich diese umgespannt, logisch, wer sonst als ein Polizist könnte es besser?

Daraufhin gebiete ich ihm, sich auf den Sessel in der Ecke zu setzen und erst einmal die Schnauze zu halten, wortwörtlich. Fast erschrecke ich über meine Wortwahl. Aber was soll’s!

Dort, in seiner Ecke, jammert der Kommissar, sich den blutigen Schädel haltend. Ich schaue mir die Wunde etwas genauer an, sehe kein frisches Blut mehr fließen, komme zum Schluss, wird nicht so schlimm sein und wende mich von ihm ab. Dieser Waschlappen jammert jedoch weiter. Ich gebiete ihn lautstark: „Ruhe!“ Er quengelt in der Folgezeit weiter, wenigstens aber stört das nicht mein Tun und Denken. Wenn aber doch wieder, dann soll er etwas erleben.

Jetzt muss ich erst einmal Ruhe finden und überlegen, was ich als Nächstes geschehen soll.

 

In diesem Ruhezustand überkommt mich erst ein Freudegefühl hinsichtlich meiner erfolgreichen Handlung. Ich lasse mich in den Chefstuhl des Kommissars fallen und werfe die Füße auf den Tisch. So!

Trotz dem ich kaum körperliche Tätigkeit gemacht habe die letzten Jahre oder gerade deswegen ist das eine herrliche Erfahrung gewesen. Wie agil, leicht und geradezu schwebend ich sein kann, habe ich kaum für möglich gehalten.

Zuerst bin ich auf ihn engelsgleich geflogen, habe dabei meine Arme um seinen Hals geschlungen, ich weiß, unbewusst, um nicht von ihm abzurutschen und unglücklich auf den Boden zu fallen. Aber immerhin! - Trotzdem habe ich ihn außer Gefecht gesetzt, nachdem die dicke Tür uns im Wege gestanden ist...

Die Pistole kommt mir zu Bewusstein. Ich schaue nach der betreffenden Schublade, in der sie ruhen dürfte, versuche sie aber vergebens zu öffnen. Also muss es sich um die andere handeln. Eine Lade darunter – wieder falsch. Eine Lade darüber – Erfolg winkt. Ich nehme die Knarre in die Hand, rechne mit einer schweren Eisenapparatur, bin erstaunt, dass sie sich so leicht anfühlt, schmiege sie in meine Hände und werfe sie von einer Hand in die andere hin und her, mich freuend und ungeheuer aufgehoben fühlend. Kaum noch wird mir jetzt etwas schief gehen. So ein tödliches Instrument hat doch seine Vorteile, was wunder, dass so viele Menschen Ordnungshüter werden wollen, ja, das gibt Übermacht, boah.

Hinter mir rumort es vernehmlich. Wenn man vom Teufel spricht, wackelt er mit dem Schwanz. Ich werde gleich einmal meine Macht erproben, denke ich, jetzt bin ich an der Reihe. Und genau - übe sie bei denjenigen aus, die es für gewöhnlich tun – nun sollen die Uhren einmal andersherum und nach meinem Willen laufen!

Ich wende mich abrupt um, das Schießeisen rechtwinklig von meinem Bauch gehalten, damit alles klar ist. Der Angesprochene erschrickt wirklich gleich.

Sehr schön.

Hat man dabei an einen Cowboy gedacht, der plötzlich herumfährt und sofort die Pistole gezückt hält, liegt man nicht falsch. Ich habe zu viele Western in meiner Kindheit gesehen, daran liegt’s.

Aber die Wirkung hundertprozentig. Sein Geächze und Gestöhne ist ihm in der Kehle erstickt, voilà.

Kein Aufmucken mehr möchte ich hören und so fuchtele ich wie in einem Kinofilm mit der Pistole vor seiner Nase herum und gebe die Oberplattitüde aus einem solche Trash-Streifen wieder: „Reizen Sie mich nicht. Seien Sie gefügig! Machen Sie, was ich sage, dann passiert Ihnen auch nichts.“ Mein Gott, was erwartet man schließlich, das war mein erster Auftritt als Ganove!

Der Polizist hat beide festgebundenen Hände wie zur Abwehr erhoben und ist dann mucksmäuschenstill geworden.

Jedenfalls habe ich Erfolg bei meiner Premiere in meinem Gangsterfilm.

Vielleicht hätte ich seine Hände nach hinten hin zusammenbinden sollen, was bestimmt sicherer gewesen wäre, kommt es mir bei diesem Anblick. Ach was, er ist schon derartig lädiert, dass der sich so schnell keine Fisimatenten mehr wagen wird, wäge ich mich in Sicherheit.

 

Werner Pentz

unread,
Apr 3, 2013, 5:10:21 AM4/3/13
to

Aber was soll das noch alles, hier herumzusitzen? Irgendwann muss eine Entscheidung fallen und etwas geschehen. Nützt es etwa, auf einen günstigen Augenblick und eine Chance zu warten bis zum Jüngsten Tag? So die Ausgangslage. Aber mit ziemlicher Sicherheit würde ich heute noch dort sitzen, wenn mich nicht der Sheriff zum Handeln gezwungen hätte. Ja, ich schreibe bewusst Sheriff.

kap

unread,
Apr 3, 2013, 1:15:18 PM4/3/13
to
Am 03.04.2013 05:48, schrieb lieselore.warmeling:
> kap" <"kap. geschlossene.station.dr.fendt wrote:

>> Werner, du verarscht uns. Gelle.
>
> Nicht uns Kap, D I C H


*schmunzel*


Und jetzt?

--
kap

Werner Pentz

unread,
Apr 3, 2013, 4:13:32 PM4/3/13
to
wie immer, keiner weiß bescheid, wenngleich jeder vorgibt, aufgeklärt zu
sein.
kap wiegt sich im vagen, dorothy gleichfalls, nun denn.
leute, lest weiter!


lieselore.warmeling

unread,
Apr 3, 2013, 6:09:41 PM4/3/13
to
Bist Du dazu verdonnert Mister Pentz alle seine unsäglichen
Rechtschreibfehler, vor allem aber die krusen Satzstellungen in mühamer
Kleinarbeit abzugewöhnen.
Wenn es Dir dann noch gelingt, ihn dazu zu verführen, etwas zu schreiben
dass auch nur einen Ansatz von Unterhaltung ausdrückt, kriegst Du einen
Orden.

Lies

Werner Pentz

unread,
Apr 3, 2013, 6:32:25 PM4/3/13
to
> Bist Du dazu verdonnert Mister Pentz alle seine unsäglichen
> Rechtschreibfehler, vor allem aber die krusen Satzstellungen in mühamer
> Kleinarbeit abzugewöhnen.
> Wenn es Dir dann noch gelingt, ihn dazu zu verführen, etwas zu schreiben
> dass auch nur einen Ansatz von Unterhaltung ausdrückt, kriegst Du einen
> Orden.
>
> Lies

rechtschreibfehler - nicht mehr
kruse satzstellungen - neuester stil der neuesten dt literatur
unterhaltung - frage des geschmacks

kap steht über so etwas wie ordensverleihung, liesl

nett, dich wieder zu hören

werner
--
http://www.pentzw.homepage.t-online.de


Dorothee Hermann

unread,
Apr 4, 2013, 5:04:50 AM4/4/13
to
Am 04.04.2013 00:32, schrieb Werner Pentz:

> rechtschreibfehler - nicht mehr

Du bist ja witzig!

> kruse satzstellungen - neuester stil der neuesten dt literatur

"Schau"-Literatur!

> unterhaltung - frage des geschmacks

"Fliegen"?!

> kap steht über so etwas wie ordensverleihung, liesl

Unsägliche Verballhornungen ...

> nett, dich wieder zu hören

"Lesen"!


Dorothee

Werner Pentz

unread,
Apr 4, 2013, 6:29:58 AM4/4/13
to

"Dorothee Hermann" <Dorothe...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:as4u1j...@mid.individual.net...
> Am 04.04.2013 00:32, schrieb Werner Pentz:
>
>> rechtschreibfehler - nicht mehr
>
> Du bist ja witzig!

verstehe ich.
>
>> kruse satzstellungen - neuester stil der neuesten dt literatur
>
> "Schau"-Literatur!


was ist "Schau-literatur"?


>> unterhaltung - frage des geschmacks
>
> "Fliegen"?!
>

wie ist das verstehen?

gruß

wp


Werner Pentz

unread,
Apr 4, 2013, 7:21:15 AM4/4/13
to

> "Schau"-Literatur!

ach jetzt verstehe ich vielleicht, ich mache so literatur zur unterhaltung,
damit leute bausteine glotzen vor artistischer selbstverliebtheit des
inhaltes und des stils?

>

Dorothee Hermann

unread,
Apr 4, 2013, 3:13:13 PM4/4/13
to
Am 04.04.2013 12:29, schrieb Werner Pentz:

>>> rechtschreibfehler - nicht mehr

>> Du bist ja witzig!

> verstehe ich.

Wirklich?

>>> kruse satzstellungen - neuester stil der neuesten dt literatur

>> "Schau"-Literatur!

> was ist "Schau-literatur"?

Etwas erfinden, "zur Schau stellen", weil man damit (angeblich) etwas
neues, moderneres, anderes ... herausgebracht hat.

>>> unterhaltung - frage des geschmacks

>> "Fliegen"?!

> wie ist das verstehen?
zu

Geschmack ist verschieden - hunderttausend Fliegen können sich nicht irren.

>> Unsägliche Verballhornungen ...

Damit meinte ich Deine Art, Namen zu verdrehen.


Dorothee

Werner Pentz

unread,
Apr 5, 2013, 4:45:31 AM4/5/13
to
>
> Geschmack ist verschieden - hunderttausend Fliegen können sich nicht
> irren.

so etwas "faschistoides" musste ja mal kommen, menschen mit insekten zu
vergleichen
>
>>> Unsägliche Verballhornungen ...
>
> Damit meinte ich Deine Art, Namen zu verdrehen.
>
>
> Dorothee

ach was, dorothy, es ist eine vereinfachung und dein name sprengt sämtliche
gewohnte zungenstellungen

gruß

w (der kein insekt ist)



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