Eine interessante Mischung, besonders im Hinblick auf die zwei
Erstgenannten - Instinkt und Intellekt. Ich frage mich oft, wer wohl meine
Feder gegen die Federf�hrenden f�hrt. Du besch�ftigst dich doch im Moment
mit Wolfi, sehr vern�nftig - das lohnt sich. Ich muss ein wenig ausholen:
In der "Badische Zeitung", vom 8. Juli 2009, schreibt ein Jens Schmitz,
im Leitartikel, unter dem Titel "Was ist Wahrheit?" unter anderem:
"Irritierender klingt Benedikts Umkehrschluss: Liebe muss sich auch
vor der Wahrheit rechtfertigen. Dahinter steht die �berzeugung, dass
der Liebe ohne '�ffnung ins Absolute', die Basis fehlt; sie erlahmt oder
irrt. Ein schwieriger, unzeitgem��er Gedanke."
Schwierig? Dass ich nicht lache! Unzeitgem��? Bub, dein Leitartikel
tr�gt die �berschrift: 'Was ist Wahrheit?', und der f�r dich schwierige,
unzeitgem��e Gedanke ist die Wahrheit ...
Ich habe hier einen Sonderdruck der Freiburger Universit�tsbl�tter
vorliegen, Heft 133 - September 1996, 'Ein unteilbares Ganzes
Goethe: Kunst und Wissenschaft - Goethe - Ungeteilt, von
Gerhart Baumann. Diese wahrhaft beeindruckende Abhandlung
sollte man auch ungeteilt lassen, daher nur ein kurzes Zitat:
"Im Vorfeld seiner 'Wahlverwandtschaften' schreibt er
Charlotte von Stein 'mit unsichtbarer Tinte': "Alles was ist,
k�nnte nicht sein, wenn es nicht unendlich w�re."
Tja ...
Kommen wir zur�ck auf den ulkigen Leitartikel, unmittelbar
nach der Feststellung, dass die �berzeugung, der Liebe ohne
�ffnung ins Absolute fehle die Basis, ein schwieriger,
unzeitgem��er Gedanke sei, f�hrt Jens Schmitz fort:
"Gerade weil Benedikt ihn gut begr�ndet, ist kaum zu begreifen,
wie wenig Kraft er anschlie�end investiert, um f�r seine kirchliche
Wahrheit zu werben. Wer auf Gott verzichte, entferne die Hoffnung
aus der Geschichte (Eine Bemerkung von mir: Sch�n gesagt, Benedikt!),
steht da. Ohne Ziel habe Fortschritt keinen Sinn. Wo Wurzel und
Transzendenz fehlten, bleibe der Mensch einsam - das alles ist richtig.
(Noch eine Bemerkung von mir: Bub, es beruhigt mich ungemein,
dass du das auch so siehst) Der Pabst mobilisiert f�r seinen Glauben
erfolgreich �ngste, aber er vers�umt, ihn plausibel zu machen."
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Jens Schmitz wirft dem Pabst das Vers�umnis vor, seinen Glauben
nicht plausibel zu machen! Ich bin gespannt, was meine gr�lenden
und furzenden Kumpels am Montag im Bauwagen dazu sagen.
Ich muss sie auch unbedingt fragen, ob Benedikt bei ihnen genauso
erfolgreich wie bei mir �ngste mobilisiert hat, da uns das Problem der
fehlenden Transzendenz schon seit Jahren schwer zu schaffen macht.
Schenken wir Jens Schmitz noch einige Minuten unsere Aufmerksamkeit:
"Sein Text bietet keine Hilfe, um die so wichtige christliche Wahrheit in
der modernen Welt als wahr zu erkennen. Es ist einfach so: 'Der Mensch
ist nicht etwa ein verlorenes Atom in einem Zufalls- Universum, sondern
ein Gesch�pf Gottes.' Basta, m�chte man hinzuf�gen, oder wenigstens
Amen, denn mehr wird nicht gesagt."
Bub, mehr gibt es nicht zu sagen. M�glicherweise hast du eine
lukrative Marktl�cke entdeckt, rege doch mal in deinem Verlag
die Publizierung einer Bedienungsanleitung zum Glauben an.
Zur�ck zu Jens Schmitz:
"Das ist schade, weil eine Kirche, die ihren Glauben nur mit
Angst vor dem Nichts begr�ndet, weniger nach kraftvoller
�berzeugung klingt als nach Pfeifen im Walde. F�r eine
Enzyklika �ber Wahrheit ist das zu wenig."
Bub, wie kommst du zu dem Schluss, dass diese Kirche ihren
Glauben nur mit der Angst vor dem Nichts begr�ndet?
Wo begr�ndet sie ihn denn? Muss, kann sie, oder, um
vom Gro�en auf den Kleinen �berzuleiten: Kann, muss
�berhaupt jemand seinen Glauben begr�nden?
Ich sehe dazu nicht den geringsten Anlass:
wir
wurden teil des ganzen
mehr werden wir nicht
doch wir bleiben es auch
kap
Aus der "Badische Zeitung", vom 11. Juli 2009, unter der Schlagzeile:
'Sex-Flatrate erregt Gem�ter' (Vermutlich erheblich mehr als nur das):
"Auch Baden W�rttembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) ist emp�rt:
"Ich halte das f�r nicht hinnehmbar. Mit den sogenannten Flatrate-Bordellen
ist eine neue Qualit�t erreicht, es herrscht dringender Handlungsbedarf."
Lieber Heribert, ich bin �berzeugt, dass die Kunden dieser Einrichtungen
ganz deiner Meinung sind.
kap
He he he, der Flatrate-Puff ist in Stuttgart-Fellbach - ich wei� nicht ob es
Zufall, Schicksal oder innere Notwendigkeit ist, aber morgen habe ich gerade
in Fellbach was ganz ganz Dringendes zu tun.
Ich werde dich nat�rlich auf dem Laufenden halten ...
Gru�
Georg
"Georg" <ge...@teeonline.de> schrieb im Newsbeitrag
news:h3c997$8f8$01$1...@news.t-online.com...
Tja, die Wege der Herren sind unergr�ndlich.
> Ich werde dich nat�rlich auf dem Laufenden halten ...
Ich bitte darum.
Gru�
kap
Tja. der Kreis schlie�t sich, und ich kann mich dieser deprimierenden
Erkenntnis nicht l�nger verschlie�en: "Nur wir in der Geschlossenen,
sind f�r alles offen." F�r heute will ich es mit zwei Empfehlungen aus
unserer hervorragend sortierten B�cherei gut sein lassen. Den Jungen
unter Euch empfehle ich: "Das Wesentliche ist einfach", von Jiddu
Krishnamurti, Herder Verlag, ISBN 978-345105598-0 - den Alten,
"Die Zukunft ist jetzt", vom selben Autor, Fischer Verlag, ISBN
978-3-596-14636-9.
Bis denne!
kap
Danke
Renate
>
> Bis denne!
> kap
>
> www.undergroundliteratur.de
http://www.youtube.com/watch?v=1AfnzFSNmDQ
http://www.youtube.com/watch?v=A3eXUWVMWro
> Danke
>
> Renate
Nicht doch!
Ob Jesus Christus, oder Adolf Hitler, beide konnten
in ihren J�ngern nur das wecken, was schon in
ihnen schlummerte.
kap
> Danke
>
> Renate
Nicht doch!
Ob Jesus Christus oder Adolf Hitler, beide konnten