R: Schrei nach Niemand, Odysseus.
Hör die Sirenen: rufen Sie denn Dich?
Nenn es Schlaf, dann ist es so gut.
Geh aus dem Licht, Du blendest Dich.
Richte nicht, du evozierst nur Leere.
Setz auf Rot, so kommt nun Schwere.
Löcke wie die Tarantel ohne Stachel.
Verspritz Dein Gift eunuchengleich.
Berühr die Schale nicht, sonst ent-
gleitet Dir Deine kitschige Wölbung.
R: Schrei nach Niemand, Odysseus.
Hör die Sirenen: rufen Sie denn Dich?
Nenn es Schlaf, dann ist es so gut.
Geh aus dem Licht, Du blendest Dich.
Du bist die Ordnung ohne Struktur.
Der Wille ohne Kraft und die Kultur.
Schalt das Licht an, leg Dich schlafen.
Denk an die Tiere, sei ein Mensch.
Wilde Triebe treiben Wurzeln frei aus:
Sei Dein Herr, baue jetzt auf Sand!
R: Schrei nach Niemand, Odysseus.
Hör die Sirenen: rufen Sie denn Dich?
Nenn es Schlaf, dann ist es so gut.
Geh aus dem Licht, Du blendest Dich.
Geballt die Hand zur Faust, bist Du’s!
Erlöse nicht, vergib Dir selbst nichts:
Deine Gedanken spenden kein Licht,
jene Gefühle erhellen diesseits nicht.
Lass Dich träumen, Du weißt es nicht.
Sei Du selbst – wer aber denn sonst?
R: Schrei nach Niemand, Odysseus.
Hör die Sirenen: rufen Sie denn Dich?
Nenn es Schlaf, dann ist es so gut.
Geh aus dem Licht, Du blendest Dich.