Mich würden Erfahrungen zu "echtem" Schiffboden interessieren,
sowohl in der alltäglichen Nutzung, der Reinigung als auch
bezüglich (verstecker) Kosten und des Einbaus.
Wobei ich sowas:
http://www.seca.at/de/service/verlege-und-montagetipps/schiffboden.html
http://www.seca.at/de/produkte/wohnen/massivholzboeden/profil-o.html
meine, nicht einen Fertigparkett der manchmal auch so beizeichnet wird.
Hintergrund: Ich habe derzeit in allen Nicht-Naßräumen einer
100m2-Wohnung im Zweifamilienhaus einen Tepichboden (bzw.
Linoleum in der Küche) auf einem hölzernen Unterboden. Der
Unterboden ist so aufgebaut, daß unter der Deckschicht (Teppich/Linoleum)
zuerst 22mm Spanplatten kommen, die auf eine Lattung verschraubt sind
(ca. 50cm Abstand), welche wiederum schwimmend in einer Schüttung
liegt (Schutt, Sand, Hochofenschlacke).
Jetzt bricht aber aufgrund zweier Feuchteschäden der Unterboden
aus den 30 Jahre alten Spanplatten lokal auf (die Platten bröckeln nach
Jahren an den Stellen an denen sie einmal kurz naß geworden sind einfach
weg) während die Lattung und die Schüttung keinerlei Problem zu
haben scheint (soweit ich es halt mal zum Reinsehen aufgemacht
habe). Neben der Variante "alles raus und Estrich drüber" oder
Spanplatten plattenweise oder raumweise tauschen oder durch
OSB ersetzen gäbe es noch die Variante, die Spanplatten durch
einen Schiffboden zu ersetzen, also den Schiffboden direkt auf
die Lattung zu nageln oder zu schrauben. Damit hätte ich quasi
gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Platten
des Unterbodens ersetzt und den Teppich/das Linoleum drüber
ebenfalls (ist nach 30 Jahren "fällig"). Und ich hätte einen
Boden der mir ästhetisch viel besser gefällt als alles was man
so über die Spanplatten einfach drüberlegen kann (z.B. Laminat), der
eventuell auch viel länger hält (klar, mit Pflege und Abschleifen).
Von der Aufbauhöhe kommt man geringfügig unter den bisherigen
Spanplattenboden+Teppich runter (8mm+22mm gegenüber z.B. 24mm)
aber das Bad mache ich sowieso neu, d.h. man könnte, wenn man
fast alles macht das Niveau vermutlich weitgehend eben behalten.
Eventuell kann man auch Schüttung nachfüllen um die Konstruktion
die 6mm anzuheben? Dieser Aspekt ist warum ich hier jetzt
mal nach Meinungen frage, denn solange im Bad noch keine Fliesen
sind, ist ersteres sicher einfacher möglich als nachher ;)
Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit so einem
"rustikalen" Boden? Ich kenne das nur aus einer Badehütte,
bei der ein ähnlicher Boden aufgrund der hohen Feuchte
(direkt über dem See) ordentlich arbeitet und deutliche
Ritzen aufweist, was mich dort nicht stört. Aber dort muß
man aufgrund der weniger intensiven Nutzung auch weniger
putzen.
Ist sowas in der Küche noch praktikabel oder dreht man da
durch weil man immer mit dem Reibholz unterwegs ist, bzw.
der Boden das überhaupt nicht aushält?
Was ist da im Alltag die praktischste Oberflächenbehandlung?
Roh lassen (so kenne ich das von der Badehütte, dort funktioniert
das auch einigermaßen gut), ölen, lackieren, sonstwas?
Und: Hättet ihr Bedenken, daß Staub aus der Schüttung
durch die Ritzen hochkommt, bzw. wie aufwändig ist denn
die Verlegung von sowas? Ist das selber durch handwerklich
halbwegs begabte Leute noch möglich, oder ist das sowieso
nur durch einen Fachmann machbar?
/ralph -- bitte gegebenenfalls Fup entsprechen setzen, wenns
ums Reinigen geht mehr nach de.etc.haushalt, wenn
es ums Einbauen geht eher nach de.rec.heimwerken. Danke.