Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

kleine "Datenbank" für Adressen und Codes?

0 views
Skip to first unread message

Günter Hackel

unread,
May 2, 2008, 2:38:42 PM5/2/08
to
Hallo
Ich bin immer wieder mal auf der Suche nach einem kleinen Gerät, das
man in der Hosentasche mit herumtragen kann und in dem man alle
möglichen geheimen Infos (Bank, Telebanking, wichtige Telefonnummern,
Zugangscodes fürs Autoradio usw) zuverlässig und sicher speichern kann.
"Sicher" bedeutet, der Zugang sollte mit einem (1!) Passcode geschützt
sein. Toll wäre es, wenn die Daten bei Stromausfall (Batterie leer)
erhalten blieben aber bei Manipulationsversuchen gelöscht würden.
Ok, solche Datenspeicher gibt es alös Schlüsselanhänger für 1.99 bei
Westfalia und Co. aber ich fürchte, die sind nicht gerade sicher und
haltbar. Handys scheiden aus, ich benutze keines und will mir auch
deshalb nicht extra eines anschaffen.
Hat jemand so'n Datenspeicher und kann was dazu sagen?
gh

Siegfrid Breuer

unread,
May 2, 2008, 7:27:00 PM5/2/08
to
Tach Günter.

G.Ha...@web.de (Günter Hackel) schrieb:

> Ich bin immer wieder mal auf der Suche nach einem kleinen Gerät,
> das man in der Hosentasche mit herumtragen kann und in dem man alle
> möglichen geheimen Infos (Bank, Telebanking, wichtige Telefonnummern,
> Zugangscodes fürs Autoradio usw) zuverlässig und sicher speichern
> kann.

Da wüsste ich was.



> "Sicher" bedeutet, der Zugang sollte mit einem (1!) Passcode
> geschützt sein.

Wäre gegeben.

> Toll wäre es, wenn die Daten bei Stromausfall (Batterie leer) erhalten
> blieben

Auch das (mangels Batterie).

> aber bei Manipulationsversuchen gelöscht würden.

Das wiederum nicht.



> Hat jemand so'n Datenspeicher und kann was dazu sagen?

Hab ich schon seit der Prä-Computer-Zeit, nennt sich 'Zettel'.
Nicht hauen, ich mein das ernst; das Ding sieht z.B. so aus:

1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
KANOTBRSDJ62903134255243341674492301
IADKBRONVS29146691841808352534052840
ACHTDSTCZH23078542274510598358089224

Wenn jetzt die Passphrase '623179FLOHMARKT' sei, dann bleibt
folgendes übrig:

1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
KAN BR D 6 1 4 524 3 6 4
IAD RO V 2 6 1 180 3 5 4
ACH ST Z 3 5 1 552 5 4 8

Und wenn man die Stellen in die Reihenfolge der Passphrase bringt,
steht in Zeile 2-4:

BANKRD 123446654 Mit 'BANK' dürfte klar sein, was gemeint ist,
'RD' denken wir uns weg.
Die letzte Ziffer nennt die genutzte Stellenzahl,
somit ist die Geheimzahl der Bankkarte '1234'.

RADIOV 683102515
Der Code für das Radio ist '68310'.

SCHATZ 555123458
Und die Telefonnummer vom Schatz ist '55512345'

Ist zwar etwas umständlich, dafür aber ganz einfach mitzuführen.
Ausdrucken und im Scheckkartenformat laminieren ist ziemlich
dauerhaft.
In der Passphrase dürfen keine doppelten Buchstaben vorkommen.
Zweckmäßigerweise füttert man einen Anagrammgenerator im Internet
mit so viel wie möglich Buchstaben von A bis Z, da kommt dann genug
verwertbares.

Z.B. http://www.sibiller.de/anagramme/

Wenn man mit weniger Sicherheit zufrieden ist, kann man den
Ziffernteil der Passphrase weglassen und die Zuordnung im Klartext an
den Anfang der Zeilen schreiben; der Möglichkeiten gibts unendliche.

Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--

Ralph Stenzel

unread,
May 3, 2008, 12:59:45 AM5/3/08
to
On Fri, 02 May 2008 20:38:42 +0200, Günter Hackel <G.Ha...@web.de>
wrote:

Ich habe den hier: http://www.klein-aber-fein.de/palm/

und dazu "Secret!!": http://linkesoft.de/secret/

Alle TANs, PINs, Paßwörter, Kennungen , Codes (und das sind bei mir
ziemlich viele) sind damit immer am Mann! Synchronisiert in beide
Richtungen mit einem übersichtlichen Schwesterprogramm auf dem PC.
Feine Sache, und den PDA kann man darüber hinaus noch für eine
Vielzahl anderer Zwecke gebrauchen. Kostenpunkt der Hardware
mittlerweile (gebraucht via eBay) keine 20 EUR mehr!

Beste Grüße,
Ralph

--
Base: http://www.klein-aber-fein.de
Blog: http://zonebattler.twoday.net

Günter Hackel

unread,
May 3, 2008, 2:25:38 AM5/3/08
to
Siegfrid Breuer schrieb:
> Tach Günter.

snip
Tacho!
Deine Idee, die Daten einfach zu verschlüsseln und als als Papierchen
mitzuführen, ist richtig gut. An "unelektronische" Verfahren hatte ich
gar nicht gedacht. Danke für den Tip
gh

Peter Bruells

unread,
May 3, 2008, 12:35:11 PM5/3/08
to
Günter Hackel <G.Ha...@web.de> writes:

> Hallo
> Ich bin immer wieder mal auf der Suche nach einem kleinen Gerät, das
> man in der Hosentasche mit herumtragen kann und in dem man alle
> möglichen geheimen Infos (Bank, Telebanking, wichtige Telefonnummern,
> Zugangscodes fürs Autoradio usw) zuverlässig und sicher speichern
> kann.

....


> Hat jemand so'n Datenspeicher und kann was dazu sagen?

http://www.amazon.de/Warum-fällt-Schaf-Gedächtnistraining-Jugendweltmeisterin/dp/3453685113

Die 7,95 für diese oder ähnliche Anleitungen sind i.A. gut investiert.

Thomas Kramer

unread,
May 3, 2008, 4:09:48 PM5/3/08
to
"Peter Bruells" <use...@rogue.de> schrieb im Newsbeitrag
news:m2lk2rg...@rogue.de...

>> Hat jemand so'n Datenspeicher und kann was dazu sagen?
>
> http://www.amazon.de/Warum-fällt-Schaf-Gedächtnistraining-Jugendweltmeisterin/dp/3453685113
>
> Die 7,95 für diese oder ähnliche Anleitungen sind i.A. gut investiert.

Gutes Hörbuch um zu erfahren wie das professionelle Gedächtnistraining
funktioniert, für ein effektives arbeiten oder üben ist die CD eher
ungeeignet.

Peter Bruells

unread,
May 5, 2008, 1:48:13 PM5/5/08
to
"Thomas Kramer" <wes...@inMail.at> writes:

Oh, danke für den Hinweis. Ich wollte eigentlich das Buch an sich
posten. Aber das Prinzip bleibt ja.

Ralf Muschall

unread,
May 10, 2008, 6:59:51 PM5/10/08
to
On May 3, 1:27 am, po...@tipota.de (Siegfrid Breuer) wrote:

> > "Sicher" bedeutet, der Zugang sollte mit einem (1!) Passcode
> > geschützt sein.

PDA o.ä. nehmen, ordentliche Verschlüsselung schreiben
(Pocket-Scheme existiert). Kein Stromschlüssel!

> Nicht hauen, ich mein das ernst; das Ding sieht z.B. so aus:

Doch, ich haue Dich ;-)

> 1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
> KANOTBRSDJ62903134255243341674492301
> IADKBRONVS29146691841808352534052840
> ACHTDSTCZH23078542274510598358089224
>
> Wenn jetzt die Passphrase '623179FLOHMARKT' sei, dann bleibt
> folgendes übrig:
>
> 1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
> KAN BR D 6 1 4 524 3 6 4
> IAD RO V 2 6 1 180 3 5 4
> ACH ST Z 3 5 1 552 5 4 8

Um es mal auf deutsch zu formulieren: Du hast eine öffentliche
duplikatfreie Indexzeile i[1..36] und eine geheime Passphrase
q[1..15] mit Werten, die auch in der Indexzeile vorkommen.
Beides zusammen (Auslesen von q und Rückwärts-Nachschlagen
in i) ergibt einen Key k[1..15] mit Werten aus 1..36.

Außerdem hast Du pro Message einen Ciphertext c[1..N] (N=Länge),
aus dem sich der Klartext (p[1..N]) mittels p[x]=c[k[x]] ergibt.

Jetzt kommt der böse Feind, vernascht die Freundin und lässt
sich die Telefonnummer geben.

Dann bekommt er für k (in Klammern jeweils mehrere Möglichkeiten):

6 (2,3) (3,10) 1 (4,7) 9 (16,22,25,29) (16,22,25,29) (16,22,25,29) 12
(11,18,19,34,35) (12,28) (17,21,36) (16,22,25,29)

Einsetzen in i[] ergibt für die Passphrase:

6 (2,3) (3,0) 1 (4,7) 9 (F,L,O,S) (F,L,O,S) (F,L,O,S) M (A,H,I,X,Y)
(B,R) (G,K,Z) (F,L,O,S)

Mir fällt jetzt auf, dass das 'H' aus dem FLOHMARKT fehlt und das
der letzte Buchstabe nicht passt (was beides auch ein Schusselfehler
von mir sein kann), ich erlaube hier jeweils mal ein beliebiges
Zeichen.

Der nächste Schritt lautet also

grep -i '[flos][flos][flos].m[ahixy][br][gkz].' /usr/share/dict/
words.german

und schon haben wir den Flohmarkt. Mehrdeutigkeiten bleiben bei
den numerischen sechs Stellen am Anfang, die für jeden Ciphertext
acht Lösungen erlauben (allerdings steht dort nur "Bankdr" und nicht
die PIN selbst -- letztere bekommt man eindeutig).

Sei nicht traurig - so geht das fast immer aus, wenn
Nichtkryptographen
eine Verschlüsselung zu bauen versuchen.

Die in Handys usw. gelegentlich gelieferten "Passwordsafe" genannten
Funktionen würde ich bis zum Beweis des Gegenteils [1] ebenfalls
als unsicher betrachten, bisher gab es aber nur Nachrichten, die die
Unsicherheit konkreter Implementationen belegten.

[1] Veröffentlichung des Quelltextes und jahrelange Analyse durch
Fachleute.

Ralf

Stefan Froehlich

unread,
May 11, 2008, 2:37:43 AM5/11/08
to
On Sat, 10 May 2008 15:59:51 -0700 (PDT) Ralf Muschall wrote:
> Jetzt kommt der böse Feind, vernascht die Freundin und lässt
> sich die Telefonnummer geben.

[...]

> Sei nicht traurig - so geht das fast immer aus, wenn
> Nichtkryptographen eine Verschlüsselung zu bauen versuchen.

Du meinst, mit einer besseren Verschluesselung haette er die
Freundin behalten koennen? Der Angreifer weiss doch vorher noch
gar nicht, dass er trotzdem scheitern wird *gruebel*

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich

Stefan - Für Genießer: Wimmern damit es ballert!
(Sloganizer)

0 new messages