Find ich toll wo du den Text ausgegraben hast. Wie alle die glauben
sie hätten was normiert , haben auch die natürlich einen Fehler
gemacht. Die Messung am Endrohr in diesem kurzen Abstand ist ja fast
schon eine Druckmessung und keine Druckgradientenmessung weil sie von
einer starken gerichteten Strömung überlagert ist , die am
Meßmikrophon einen zusätzlichen Turbulenzlärm erzeugt. Deshalb der
seitliche Winkel um aus dem Kernstrahl herauszukommen. Ein gerade
endendes Endrohr ist bei dieser Messung deutlich benachteileigt gegen
all jenen Endrohren die in Form eines Krümmers (zB. in Richtung Boden
bei manchen Benzen) enden. Bei meinem Auto endet das Endrohr mit einem
solchen Krümmer sogar innerhalb der Heckschürze (serienmäßig), da
würde er seinen Meßpunkt gar nicht finden. Außerden bevorzugt diese
Messung alle jene, die ein undichtes Auspuffsystem haben, das ist zwar
subjektiv lauter aber produziert weniger Lärm an der Meßstelle. Nach
dem der Schalldruck quadratisch mit der Entfernung von der
Schallquelle abnimmt, bewirkt ein Loch im mittleren Topf praktisch
keine zusätzliche Meßanzeige (0,5m/2,5m )^2=1/25.
Auch wenn man diese Vorschrift sachlich sicherlich in Frage stellen
könnte , wird der Gesetzgeber sich auf den Standpunkt stellen, daß es
eben keine ideale Bestimmung des Lärmpegels vor Ort gibt und das
etwaige Meßfehler in den + 5 dB zugunsten des KFZ Halters
berücksichtigt würden. Da müßte man schon einen Musterprozess führen,
aber wer tut sich das an?
Marcel Baum