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Re: Tempolimit auf Autobahnen - Geisterfahrer Sigmar Gabriel baut Totalschaden bei Tempo 120

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Amos Spazz

unread,
May 12, 2013, 3:44:25 PM5/12/13
to
Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:

> Ich finde es besonders bezeichnend, dass man nicht einmal einen
> Probelauf zulassen will: Zwei Jahre mit Tempo 120. Und dann
> schaumermal!

Mach Du doch Deinen Selbstversuch alleine und schau mal! Wir andern
wollen uns unsere Freiheit vom schnellen Fahren mit tollen Schlitten
nicht von Rot/Gr�n-Trotteln nehmen lassen. Mach die T�r zu!

Amos





--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ne...@netfront.net ---

Amos Spazz

unread,
May 12, 2013, 3:44:28 PM5/12/13
to
Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:

> >Es leuchtet mir einfach nicht ein, warum ich auf freier Autobahn nicht auch
> >mal schneller als 120 km/h fahren soll.
>
> Der L�rmpegel wie �brigens auch der Kraftstoffverbrauch (und damit der
> Abgasaussto�) steigen, wie Du sicherlich wei�t, mit zunehmender
> Geschwindigkeit nicht linear sondern geometrisch. Der Luftwiderstand
> (-> Kraftstoffverbrauch) sogar in der dritten Potenz!

Danke f�r die Belehrung. Nun fahre Du Deine 120 und la� uns bei unseren
schnellen Hirschen die Vmax ausreizen. Schlie�lich bezahlen wir auch den
teuren Sprit, den wir durch die Injektoren jagen, wenn wir mit unsern
Schlitten �ber Hitlers Highways heizen!

Amos Spazz

unread,
May 12, 2013, 3:44:44 PM5/12/13
to
Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:

> Ob Du's glaubst oder nicht, die Fraktion derer, die wesentlich
> schneller als 120 fahren *wollen*, ist nach wie vor sehr klein. Und
> das wird sicherlich auch so bleiben.
> Und in einem auto(!)rit�ren Milieu wie gerade der Autobahn wird sich
> dann die Minder- der Mehrheit eher beugen m�ssen als umgekehrt.

Ich will Freiheit anstatt Deine sozialistische Volksfront-Gleichschaltung.
Sp�ter zwingst Du noch alle Fahrer zum Kauf des Einheits-Kraft-durch-
Freudlosigkeit-Wagens, der mit einem Zweizylinder kommt und bei 120
abregelt.

Gerald Gruner

unread,
May 12, 2013, 5:34:35 PM5/12/13
to
Amos Spazz schrieb am 12.05.13:

> Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:
>
>> Ich finde es besonders bezeichnend, dass man nicht einmal einen
>> Probelauf zulassen will: Zwei Jahre mit Tempo 120. Und dann
>> schaumermal!
>
> Mach Du doch Deinen Selbstversuch alleine und schau mal! Wir andern
> wollen uns unsere Freiheit vom schnellen Fahren mit tollen Schlitten
> nicht von Rot/Gr�n-Trotteln nehmen lassen. Mach die T�r zu!

Du hast es nicht verstanden. Er will es *anderen* aufdr�cken. Nur das gibt
einem Oberlehrer-Leben einen Sinn...

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Martin Xander

unread,
May 19, 2013, 3:27:08 AM5/19/13
to
> Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:
>
>> Ich finde es besonders bezeichnend, dass man nicht einmal einen
>> Probelauf zulassen will: Zwei Jahre mit Tempo 120. Und dann
>> schaumermal!

Da braucht es keine Probel�ufe. Vermutlich so ziemlich alle L�nder um
uns herum haben auf den Autobahnen Tempolimits. Auf den ausl�ndischen
Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
Fahrweise aller Autofahrer. Schon an der Grenze zu Deutschland geben
viele dieser Autofahrer ihr Gehirn ab und mutieren zu kopflosen
Adrenalinjunkies.

Erst gestern wieder beobachtet, als ich von Frankreich nach Deutschland
gefahren bin. Obwohl an den Wochenenden die Situation entspanter ist,
weil da nicht so viele quasi vom Steuerzahler finanzierten
Gesch�ftswagen unterwegs sind.

In Deutschland geh�rt einiges neu geregelt:

- Tempolimit 130 auf Autobahnen

- Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu
f�rdern

- zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
interessanter werden

Martin Xander

unread,
May 19, 2013, 3:33:38 AM5/19/13
to
> Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:
>
>> Ich finde es besonders bezeichnend, dass man nicht einmal einen
>> Probelauf zulassen will: Zwei Jahre mit Tempo 120. Und dann
>> schaumermal!

Da braucht es keine Probel�ufe. Vermutlich so ziemlich alle L�nder um
uns herum haben auf den Autobahnen Tempolimits. Auf den ausl�ndischen
Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
Fahrweise aller Autofahrer. Schon an der Grenze zu Deutschland geben
viele dieser Autofahrer ihr Gehirn ab und mutieren zu kopflosen
Adrenalinjunkies.

Erst gestern wieder beobachtet, als ich von Frankreich nach Deutschland
gefahren bin. Obwohl an den Wochenenden die Situation entspanter ist,
weil da nicht so viele quasi vom Steuerzahler finanzierten
Gesch�ftswagen unterwegs sind.

In Deutschland geh�rt einiges neu geregelt:

- Tempolimit 130 auf Autobahnen

- Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu f�rdern

- zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
interessanter werden

- bei Gesch�ftswagen die steuerliche Abschreibbarkeit auf den Nutzwert
begrenzen. Also z.B. auf 20.000 EUR. Der dar�ber hinausgehende
Anschaffungspreis ist von dem versteuerten Einkommen/Gewinn zu zahlen.


Kein Angst, das wird alles nicht passieren, denn die Lobbyisten sitzen
in Deutschland viel zu fest in ihren S�tteln

Otto A d a m

unread,
May 19, 2013, 5:23:13 AM5/19/13
to
Martin Xander schrieb:
>> Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:

>>> Ich finde es besonders bezeichnend, dass man nicht einmal einen
>>> Probelauf zulassen will: Zwei Jahre mit Tempo 120. Und dann
>>> schaumermal!

> Da braucht es keine Probelᅵufe. Vermutlich so ziemlich alle Lᅵnder um
> uns herum haben auf den Autobahnen Tempolimits. Auf den auslᅵndischen
> Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
> Fahrweise aller Autofahrer. Schon an der Grenze zu Deutschland geben
> viele dieser Autofahrer ihr Gehirn ab und mutieren zu kopflosen
> Adrenalinjunkies.

Stimmt doch so nicht. Schon mal in Oesterreich gefahren? Das ist
wesentlich stressiger als bei Euch.

> In Deutschland gehᅵrt einiges neu geregelt:

Ach?

> - Tempolimit 130 auf Autobahnen

[x] dagegen! Wollt Ihr wirklich den selben Scheiss wie bei uns haben?

> - Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
> finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu fᅵrdern

Das gibt es doch schon laengst.

> - zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
> umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
> interessanter werden

Das ist eventuell sinnvoll. Allerdings wenn schon, dann mit einem
geringen km-abhaengigen Tarif. Nicht so wie bei uns, dass ich schon fuer
den ersten km so viel zahle wie ein extremer Vielfahrer in der selben
Zeiteinheit.
Ich wuerde das trotzdem alles ueber die Spritpreise regeln, was ja eh
schon gemacht wird.

> - bei Geschᅵftswagen die steuerliche Abschreibbarkeit auf den Nutzwert
> begrenzen. Also z.B. auf 20.000 EUR. Der darᅵber hinausgehende
> Anschaffungspreis ist von dem versteuerten Einkommen/Gewinn zu zahlen.

Freilich.

> Kein Angst, das wird alles nicht passieren, denn die Lobbyisten sitzen
> in Deutschland viel zu fest in ihren Sᅵtteln

Zum Glueck.

mfg
otto

Ingo Böttcher

unread,
May 19, 2013, 8:29:07 AM5/19/13
to
Am Sun, 19 May 2013 09:33:38 +0200 schrieb Martin Xander:

> Da braucht es keine Probel�ufe. Vermutlich so ziemlich alle L�nder um
> uns herum haben auf den Autobahnen Tempolimits. Auf den ausl�ndischen
> Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
> Fahrweise aller Autofahrer.

Das ist ziemlich allgemein gesagt - und ich kann es so nicht teilen. Ich
habe die Autobahnfahrten weder in den Niederlanden noch in Frankreich
entspannter gefunden.

Wenn du nat�rlich die franz�sische Provinz mit einem deutschen
Ballungsgebiet vergleichst, mag das stimmen.
Aber selbst da finde ich das Tempolimit eher einschl�fernd.

> In Deutschland geh�rt einiges neu geregelt:
> - Tempolimit 130 auf Autobahnen

Warum gerade 130? Warum nicht 120 oder 140 oder irgendein anderer Wert? Da
zeigt sich gleich wieder, dass das nicht aus irgendeinem bestimmten Grund
heraus gefordert wird, sondern um seiner selbst wegen.

> - Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
> finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu f�rdern

Haben wir schon. Nennt sich Mineral�lsteuer.

> - zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
> umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
> interessanter werden

Die Alternativen zum Auto m�ssen BESSER sein, dann muss man die Leute auch
nicht dazu zwingen. Die Alternativen heute sind nicht nur teurer, sie sind
in vielen F�llen schlicht schlechter oder gar nicht m�glich.

Leider ist f�r viele der L�sungsweg aus der Misere, Autofahren teurer und
nerviger zu machen. Das verbessert aber die Alternativen nicht.

Ich fahre nicht Auto, weil ich es unbedingt will (zumindest meistens
nicht), sondern weil ich zu einem bestimmten Zeitpunkt von A nach B muss
(bzw. manchmal auch will).

> Kein Angst, das wird alles nicht passieren, denn die Lobbyisten sitzen
> in Deutschland viel zu fest in ihren S�tteln

Bisher mussten wir schon alles m�gliche schlucken, eine weitere Verteuerung
durch Maut, Citymaut, was auch immer mit Verschlechterung durch noch mehr
Tempolimits werden wir fr�her oder sp�ter auch schlucken d�rfen.

--
Und tsch�� | Bitte nach M�glichkeit keine R�ckfragen per Mail. Ich lese
Ingo | die Gruppen, in denen ich schreibe.
| Die E-Mail Adresse ist g�ltig, bitte nicht verst�mmeln!

P-Liedermann

unread,
May 19, 2013, 10:19:45 AM5/19/13
to
Am 19.05.2013 11:23, schrieb Otto A d a m:


> Stimmt doch so nicht. Schon mal in Oesterreich gefahren? Das ist
> wesentlich stressiger als bei Euch.

Das kann ich nur bestᅵtigen. Stᅵndig wiederkehrende Situation: vorne ein
120-Schleicher, hinten ein spendabler Freund einer Regierungspartei, fᅵr
den keine Regeln gelten.

>
>> In Deutschland gehᅵrt einiges neu geregelt:
>
> Ach?
>
>> - Tempolimit 130 auf Autobahnen
>
> [x] dagegen! Wollt Ihr wirklich den selben Scheiss wie bei uns haben?


Vorschlag zur Gᅵte: Erhᅵhung des Landstrassen-Tempolimits auf 120 km/h.
Dann brauchen die 120-Fanatiker gar nicht mehr auf die Autobahn zu
fahren. Die linke Spur von Autobahnen (2 oder mehr Fahrspuren) bleibt
Fahrzeugen vorbehalten, die ᅵber mindestens drei Stunden ununterbrochen
mit Richtgeschwindigkei 130 km/h fahren kᅵnnen.

Gruss,
Peter

Jochen Seemann

unread,
May 19, 2013, 10:42:53 AM5/19/13
to
Martin Xander schrieb:

>>....
>>

> In Deutschland gehört einiges neu geregelt:
>
> - Tempolimit 130 auf Autobahnen

Es müssen ja nicht unbedingt 130 km/h sein. Ein Limit von z.B. 150 km/h
würde die hohen Geschwindigkeitsunterschiede und den damit verbundenen
Stress deutlich reduzieren und das maximale Tempo wäre noch erträglich.

> - Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
> finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu
> fördern
>
> - zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
> umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
> interessanter werden

Einfach immer mehr und zusätzliche Abgaben einzuführen ist keine gute Idee.
Jeder Bürger zahlt bereits reichlich Steuern, Abgaben, Beiträge usw., eben
um den Straßenbau oder auch den ÖPNV zu finanzieren. Wenn die Politik mit dem
vorhandenen Geld nicht vernünftig wirtschaften kann, dann kann das nicht
einfach damit ausgeglichen werden, dass man den Bürger für alles mehrmals
zahlen lässt.

Sinnvoll wäre es aber schon, nur tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs zu
erfassen und dass dann mit einer entsprechenden Maut zu belegen. Das setzt
aber zwingend voraus, dass nutzungsunabhängige Beträge wegfallen, wie z.B.
die bisherige Fahrzeugsteuer.

Der ÖPNV ist teuer und zumeist unattraktiv. Einfach das Auto immer noch
teurer zu machen ist schlicht dämlich.

Georg Wieser

unread,
May 19, 2013, 1:11:30 PM5/19/13
to
Am 19.05.2013 09:33, schrieb Martin Xander:
>> Jon J Panury <io.f...@online.de> wrote:
>>
>>> Ich finde es besonders bezeichnend, dass man nicht einmal einen
>>> Probelauf zulassen will: Zwei Jahre mit Tempo 120. Und dann
>>> schaumermal!
>
> Da braucht es keine Probel�ufe. Vermutlich so ziemlich alle L�nder um
> uns herum haben auf den Autobahnen Tempolimits. Auf den ausl�ndischen
> Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
> Fahrweise aller Autofahrer. Schon an der Grenze zu Deutschland geben
> viele dieser Autofahrer ihr Gehirn ab und mutieren zu kopflosen
> Adrenalinjunkies.
>
> Erst gestern wieder beobachtet, als ich von Frankreich nach Deutschland
> gefahren bin. Obwohl an den Wochenenden die Situation entspanter ist,
> weil da nicht so viele quasi vom Steuerzahler finanzierten
> Gesch�ftswagen unterwegs sind.
>
> In Deutschland geh�rt einiges neu geregelt:
>
> - Tempolimit 130 auf Autobahnen

auf allen 2 spurigen in Kombination mit einem absoluten �berholverbot
f�r alle LKW. Dann bin ich sofort dabei!

Georg Wieser

unread,
May 19, 2013, 1:14:15 PM5/19/13
to
Am 19.05.2013 16:42, schrieb Jochen Seemann:
> Martin Xander schrieb:
>
>>> ....
>>>
>
>> In Deutschland gehört einiges neu geregelt:
>>
>> - Tempolimit 130 auf Autobahnen
>
> Es müssen ja nicht unbedingt 130 km/h sein. Ein Limit von z.B. 150 km/h
> würde die hohen Geschwindigkeitsunterschiede und den damit verbundenen
> Stress deutlich reduzieren und das maximale Tempo wäre noch erträglich.

Deswegen 130. Denn 150 (zumindest knapp) wären dann ohne massive Angst
vor Führerscheinverlust fahrbar. Bei gut 140 würde sich das wohl einregeln.

>
> Der ÖPNV ist teuer und zumeist unattraktiv. Einfach das Auto immer noch
> teurer zu machen ist schlicht dämlich.
>
Mein "ÖPNV" heißt Twizy ;-)

Geil!

Ralf Bosselmann

unread,
May 19, 2013, 4:34:55 PM5/19/13
to
Das �berholverbot gilt eigentlich schon heute.* Interessiert aber
keinen. Gibt ja schon genug LKW die nichtmal das Verbot f�r die dritte
Spur interessiert. Da w�re also keine Besserung zu erwarten.
Und warum sollte man auf einer leeren BAB nur 130 fahren d�rfen?


Ralf

* die meist fehlende, deutlich h�here Geschwindigkeit.



Gernot Zander

unread,
May 20, 2013, 2:15:52 AM5/20/13
to
Hi,

in de.etc.fahrzeug.auto Jochen Seemann <jseeman...@arcor.de> wrote:
> > - Tempolimit 130 auf Autobahnen

> Es müssen ja nicht unbedingt 130 km/h sein. Ein Limit von z.B. 150 km/h
> würde die hohen Geschwindigkeitsunterschiede und den damit verbundenen
> Stress deutlich reduzieren und das maximale Tempo wäre noch erträglich.

So ungefähr sehe ich das auch. 120 wäre vielleicht 1980 noch sinnvoll
gewesen. Heute sind Fahrwerke und Fahrbahnen besser, so dass ich den
"unvernünftigen" Bereich auch erst über 150 ansetzen würde (unter
Berücksichtigung, dass Abschnitte, wo jetzt auch 120 stehen, so bleiben
oder vielleicht auf 130 gesetzt werden). 140 oder 150 fände ich OK, mit
130 könnte ich auch noch leben, aber 120 ist mir echt zu wenig, und ich
bin kein Raser. Vor allem kommt es mir komisch vor, wenn man von
Richtgeschwindigkeit 130 spricht, aber nun über ein Limit von 120 redet.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Seitdem der Tod aufgekommen ist, ist man seines Lebens nicht mehr sicher.

Tom Schneider

unread,
May 20, 2013, 4:22:36 AM5/20/13
to
Martin Xander schrieb:

> In Deutschland gehᅵrt einiges neu geregelt:

Genau!

> - Tempolimit 130 auf Autobahnen

Ne, das nun gerade nicht.


> - Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
> finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu
> fᅵrdern

Gᅵhn. Alles schon vorhanden.



> - zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
> umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
> interessanter werden

Also statt 5-facher ᅵberzahlung der Autobahnen durch die Kfz-Steuer eine
nun ...-wievielfache?

Das Problem ist doch nicht, dass die Kosten fᅵr die Verkehrswege nicht
reinkommen. Sie werden umgeleitet.

Man hat uns bessere Straᅵen dank hᅵherer Kfz-Steuern versprochen, dann
besseren OPNV dank erhᅵhter Mineralᅵlsteuer, dann wieder bessere Straᅵen
dank Lkw-Maut ... und es gibt immer noch Trottel die den Versprechungen
von Schwammsauer glauben, dass mit der Pkw-Maut die Straᅵen besser werden.


> - bei Geschᅵftswagen die steuerliche Abschreibbarkeit auf den Nutzwert
> begrenzen. Also z.B. auf 20.000 EUR. Der darᅵber hinausgehende
> Anschaffungspreis ist von dem versteuerten Einkommen/Gewinn zu zahlen.

Nullsummenspiel. Weniger verkaufte Neuwagen bedeutet weniger
Steuereinnahmen auf Herstellerseite (Lᅵhne, Unternehmenssteuern, MwSt).
Als Dienstwagen taugen ohnehin nur BMW, Mercedes Audi und einige
ausgewᅵhlte Fahrzeugtypen (VW Passat).
Der Rest wird als Arbeitstier eingesetzt und lᅵuft wie jedes andere
Betriebsmittel durch die Steuer, egal wie teuer.


> Kein Angst, das wird alles nicht passieren, denn die Lobbyisten sitzen
> in Deutschland viel zu fest in ihren Sᅵtteln

Es sind wohl auch einige Bᅵrger dabei. Die schweigende Mehrheit halt.

FO

unread,
May 20, 2013, 6:25:38 AM5/20/13
to
"Gernot Zander" <hi...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:kncf2o$vpj$1...@scorpio.in-berlin.de...

> Vor allem kommt es mir komisch vor, wenn man von
> Richtgeschwindigkeit 130 spricht, aber nun über ein Limit von 120 redet.

Weil das Limit halt in einigen anderen Ländern zufällig 120 ist. Freßt
Scheiße, Millionen Fliegen können nicht irren. Das ist doch sowieso DAS
Argument, auf das sich Befürworter eines generellen Tempolimits meist
zurückziehen, wenn alle anderen widerlegt sind.

Keine Unfallstatistik der Welt bietet einen Anhalt für mehr oder schwerere
Unfälle durch das Fehlen eines generellen Limits in Deutschland.

Seit Jahren fordere ich, wenn das behauptet wird, die Zahl der Unfälle
aufzuzeigen, in denen

- wenigstens ein Beteiligter wesentlich schneller als 130 fuhr
- dieser das bei Existenz eines Limits nicht getan hätte (echte Raser
halten sich eh an nix)
- der Unfall bei max. v 130 nicht passiert wäre

Dazu ist aber niemand bereit oder in der Lage. Nur solche Unfälle wären ggf.
durch ein Limit zu vermeiden. Sie sind so selten, dass das statistisch
völlig untergeht.

Während man umgekehrt Unfälle durch Unaufmerksamkeit, die ihrerseits ohne
Limit nicht passiert wären, noch gegenrechnen müßte. Gerade die Befürworter
eines Limits belegen oft ungewollt diese These, indem sie als Argument
vorbringen, dass mit Limit das Fahren bequemer sei (weil man nicht mehr so
aufpassen muss). Ich erlaube mir, das als Gegenargument zu einem Tempolimit
im Sinne der Sicherheit zu werten.

Was den Energieverbrauch angeht, so ist es natürlich richtig, dass der mit
der Geschwindigkeit steigt. Sinn und Zweck von Verkehrsmitteln ist es aber
nun mal, Entfernungen in gewisser Zeit zurückzulegen, und durch die
Verkürzung dieser Zeit steht dem Energieverbrauch ein Mehrwert gegenüber.
Wer das bestreitet, sollte auch ein Ende der "sinnlosen Raserei" bei der
Bahn fordern. Auch der ICE braucht bei 130 weniger Strom als bei 250.

Gruß,
Friedrich

Andreas Cammin

unread,
May 21, 2013, 2:57:38 AM5/21/13
to
Am 19.05.2013 09:33, schrieb Martin Xander:

> In Deutschland geh�rt einiges neu geregelt:
>
> - Tempolimit 130 auf Autobahnen

Das ist nicht n�tig, weil faktisch so oder so kaum noch jemand schneller
f�hrt. Und wenn du wirklich glaubst, ein Tempolimit w�rde die Situation
entspannen, dann fahr mal einen Monat meinen t�glichen Arbeitsweg �ber
die Bundesstrasse. Da gilt ein Tempolimit und die Idiotendichte ist
mindestens 100x so hoch wie auf einem beliebigen Autobahnst�ck ohne
Tempolimit - auf dem ich pers�nlich kein Problem habe, mit Tempomat 130
stressfrei zu cruisen. Ich du das st�ndig, und interessanterweise werde
ich dabei vergleichsweise selten �berholt.

> - Bonus Malus System um spritschluckende, abgasreiche Fahrzeuge stark
> finanziell zu belasten und abgasarme, energieeffiziente Fahrzeuge zu
> f�rdern

Es gibt einen bestechend einfachen Weg, die Besteuerung exakt auf den
tats�chlich erfolgten Kraftstoffverbrauch anzupassen. Mal sehen ob du
darauf kommst...

> - zumindest eine Maut auf Autobahnen, damit die real anfallenden Kosten
> umgelegt werden und Eisenbahn, Bus, Fahrgemeinschaften, .... finanziell
> interessanter werden

also dem Leistungssportler eine Kette ans Bein binden damit der
�bergewichtige Schreibtischt�ter eine Chance beim 100m-Lauf hat? W�re es
nicht sinnvoller, den Fettsack ins Fitnesstudio zu schicken?

Andreas

Henning Sponbiel

unread,
May 22, 2013, 2:30:30 PM5/22/13
to
On Sun, 19 May 2013 09:33:38 +0200, Martin Xander wrote:

>Auf den ausl�ndischen
>Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
>Fahrweise aller Autofahrer. Schon an der Grenze zu Deutschland geben
>viele dieser Autofahrer ihr Gehirn ab und mutieren zu kopflosen
>Adrenalinjunkies.

Sobald die niederl�ndischen Autobahnen voll werden, ist es vorbei mit
dem entspannten Fahren. Also kein Unterschied zu D.


Henning

Henning Sponbiel

unread,
May 22, 2013, 2:30:30 PM5/22/13
to
On Sun, 19 May 2013 22:34:55 +0200, Ralf Bosselmann wrote:

>Am 19.05.2013 19:11, schrieb Georg Wieser:
>> Am 19.05.2013 09:33, schrieb Martin Xander:
>
>>> - Tempolimit 130 auf Autobahnen
>>
>> auf allen 2 spurigen in Kombination mit einem absoluten �berholverbot
>> f�r alle LKW. Dann bin ich sofort dabei!
>
>Das �berholverbot gilt eigentlich schon heute.* Interessiert aber
>keinen. Gibt ja schon genug LKW die nichtmal das Verbot f�r die dritte
>Spur interessiert. Da w�re also keine Besserung zu erwarten.
>Und warum sollte man auf einer leeren BAB nur 130 fahren d�rfen?

Das ist genau der Punkt. Und ist die Autobahn voll, kann man eh nicht
schnell fahren.

Und sowieso: Die wenigsten Unf�lle passieren wegen "kein Tempolimit".


Henning

Jan Heinz

unread,
May 24, 2013, 5:09:31 AM5/24/13
to
Das gleiche gilt in der Schweiz. Im Gegenteil finde ich, dass man in der
Schweiz noch weit schlimmer bedr�ngt wird, wenn man es wagt, sich an das
Tempolimit zu halten und trotzdem einen LKW zu �berholen.

In Frankreich sind die Autobahnen nur deswegen stre�frei, weil sie
aufgrund der Stra�engeb�hren kaum einer nutzt.

Auch in England ist von "stressfrei" nichts zu sp�ren, sobald etwas mehr
Verkehr ist.

F�r mich ist diese angebliche Stressfreiheit ein Scheinargument, zumal
die dortigen Unfallzahlen nicht f�r das Tempolimit sprechen.

Frank Kemper

unread,
May 24, 2013, 10:47:03 AM5/24/13
to
Jan Heinz <hei...@web.de> wrote:
> Am 22.05.2013 20:30, schrieb Henning Sponbiel:
>> On Sun, 19 May 2013 09:33:38 +0200, Martin Xander wrote:
>>
>>> Auf den ausländischen
>>> Autobahnen herrscht im Allgemeinen eine entspannte, stressfreie
>>> Fahrweise aller Autofahrer. Schon an der Grenze zu Deutschland geben
>>> viele dieser Autofahrer ihr Gehirn ab und mutieren zu kopflosen
>>> Adrenalinjunkies.
>>
>> Sobald die niederländischen Autobahnen voll werden, ist es vorbei mit
>> dem entspannten Fahren. Also kein Unterschied zu D.
>
> Das gleiche gilt in der Schweiz. Im Gegenteil finde ich, dass man in der
> Schweiz noch weit schlimmer bedrängt wird, wenn man es wagt, sich an das
> Tempolimit zu halten und trotzdem einen LKW zu überholen.
>
> In Frankreich sind die Autobahnen nur deswegen streßfrei, weil sie
> aufgrund der Straßengebühren kaum einer nutzt.
>
> Auch in England ist von "stressfrei" nichts zu spüren, sobald etwas mehr Verkehr ist.
>
> Für mich ist diese angebliche Stressfreiheit ein Scheinargument, zumal
> die dortigen Unfallzahlen nicht für das Tempolimit sprechen.

Ist in den USA genauso. Auf einem leeren Highway mit 70 mph und Tempomat
ist natürlich einschläfernd stressfrei. Aber auf der Interstate 95 im
Großraum Miami ist der Stresspegel mindestens so hoch wie auf der A8 am
Irschenberg, wenn nicht höher.

Frank

--
Jetzt neu: Red Bullet - der Roman
http://www.amazon.de/Red-Bullet-ebook/dp/B00AXNQPZI

P-Liedermann

unread,
May 24, 2013, 1:21:49 PM5/24/13
to
Am 24.05.2013 11:09, schrieb Jan Heinz:

> Das gleiche gilt in der Schweiz. Im Gegenteil finde ich, dass man in der
> Schweiz noch weit schlimmer bedr�ngt wird, wenn man es wagt, sich an das
> Tempolimit zu halten und trotzdem einen LKW zu �berholen.

Das kann ich eigentlich nicht best�tigen. Ich fahre oft stark
frequentierte Autobahnen im Grossraum Z�rich und die sehr wenig
befahrene Strecke A7 nach Kreuzlingen/Konstanz.

Auf ersteren begrenzt sich die Geschwindigkeit tags�ber von selbst. Die
120-Begrenzung auf letzterer �rgert nicht nur mich. Gl�cklicherweise
gibt es nur eine Kontrolle und nicht deren 20, wie angeblich
Lausanne-Genf. Eine Richtgeschwindigkeit von 130 ist in der Schweiz
m.E. nicht praktikabel, da die Autobahnen schm�ler und die
Beschleunigungsspuren viel k�rzer sind. Eine Erh�hung von 120 auf 130
wurde erstaunlicherweise vom Volk abgelehnt, obwohl 120/80 auf einer
Bauernf�ngerei (Waldsterben) beruhte.

Gruss,
Peter




Erich Kirchmayer

unread,
May 27, 2013, 2:14:54 PM5/27/13
to
Hi,

Jan Heinz <hei...@web.de> schrieb:

> F�r mich ist diese angebliche Stressfreiheit ein Scheinargument,
> zumal die dortigen Unfallzahlen nicht f�r das Tempolimit sprechen.

Die Unfallzahlen interessieren mich erstmal nicht. Fakt ist, das man mit
120/130 aus heutigen Autos bei Unf�llen noch relativ unbeschadet
rauskommt, bei 200 und mehr sieht das anders aus...

Ich bin viel im Ausland unterwegs. I, A, CH, SLO, H, KR usw. Ich fahre
dabei unterschiedliche Autos - sowohl "Renner" als auch "geht schon ganz
gut" bis hin zu "schafft es grad mal so"

Auch in D kann man mit 130 ganz gut fahren und ist dabei sogar noch
"schnell", wenn man die rechte und ggf. mittlere Spur betrachtet.

ich fahre auch gerne schnell. Vmax - wenn�s geht. Wenn man mit um die
200 aber daherkommt, finden sich hunderte idiotische Autofahrer, die mit
1xx auf die linke Spur kommen und man selbst zur Vollbremsung gen�tigt
wird. Von 2xx auf 110 - kein Spass!!!


--
Lebe heute und freue dich auf morgen.

Ralf Koenig

unread,
May 27, 2013, 5:11:19 PM5/27/13
to
Am 27.05.2013 20:14, schrieb Erich Kirchmayer:
> Hi,
>
> Jan Heinz <hei...@web.de> schrieb:
>
>> F�r mich ist diese angebliche Stressfreiheit ein Scheinargument,
>> zumal die dortigen Unfallzahlen nicht f�r das Tempolimit sprechen.
>
> Die Unfallzahlen interessieren mich erstmal nicht. Fakt ist, das man mit
> 120/130 aus heutigen Autos bei Unf�llen noch relativ unbeschadet
> rauskommt,

Mach mal den Selbsttest. Glaube ich n�mlich nicht. Nat�rlich je nach
Situation.

> bei 200 und mehr sieht das anders aus...
>
> Ich bin viel im Ausland unterwegs. I, A, CH, SLO, H, KR usw. Ich fahre
> dabei unterschiedliche Autos - sowohl "Renner" als auch "geht schon ganz
> gut" bis hin zu "schafft es grad mal so"
>
> Auch in D kann man mit 130 ganz gut fahren

Jepp.

> und ist dabei sogar noch "schnell",
> wenn man die rechte und ggf. mittlere Spur betrachtet.

Kommt drauf an welcher AB-Abschnitt, w�rde ich sagen.

> ich fahre auch gerne schnell. Vmax - wenn�s geht. Wenn man mit um die
> 200 aber daherkommt, finden sich hunderte idiotische Autofahrer,

Gerade fandst du die noch schnell. Und nur weil man mal zum �berholen
auf die linke Spur f�hrt, wird's ja kein km/h langsamer.

> die mit 1xx auf die linke Spur kommen

Was sonst? Erst ab 2xx erlaubt? Ich �berhol auch mit 100 zwei Brummis
auf Mitte und Rechts. Ausreichend Differenzgeschwindigkeit zu dem
mittleren habe ich. Die ganz flinken k�nnen vorher noch vorbei, der Rest
muss halt mal die paar Sekunden warten - und Hobby-Schumis abbremsen.

> und man selbst zur Vollbremsung gen�tigt
> wird. Von 2xx auf 110 - kein Spass!!!

Die n�tigen sich doch selbst - und sie n�tigen mich, hinter dem Brummi
herzuschleichen. Dann entweder nicht 2xx fahren, :-) Oder so
vorausschauend (�ber mehrere hundert Meter), dass man fr�h genug Gas
wegnimmt oder bremst.

Meine Meinung: Ich finde 200 ist unsozial. Und mehr als 50 km/h
Differenzgeschwindigkeit zu den anderen Autos auch.

Ralf

Otto A d a m

unread,
May 28, 2013, 1:41:56 AM5/28/13
to
Ralf Koenig schrieb:
> Am 27.05.2013 20:14, schrieb Erich Kirchmayer:

>> Die Unfallzahlen interessieren mich erstmal nicht. Fakt ist, das man mit
>> 120/130 aus heutigen Autos bei Unfällen noch relativ unbeschadet
>> rauskommt,
> Mach mal den Selbsttest. Glaube ich nämlich nicht. Natürlich je nach
> Situation.

Glaube ich auch nicht. Wenn die "Einschlaggeschwindigkeit" wirklich >100
ist, schaut es meist ganz schlecht aus, bei einem festen Hindernis.

>> und ist dabei sogar noch "schnell",
>> wenn man die rechte und ggf. mittlere Spur betrachtet.
> Kommt drauf an welcher AB-Abschnitt, würde ich sagen.

Wuerde ich auch sagen. Bin unlaengst, nach langer Zeit, wieder mal das
"deutsche Eck" gefahren (Salzburg -> Innsbruck ueber Rosenheim). Da gibt
es noch einige kleine Stuecke wo kein Limit ist, aber auch dort war
wenig mit Tempo >150 unterwegs. Ich bin etwa 160 gefahren und war damit
bei den schnellsten 5%.

>> ich fahre auch gerne schnell. Vmax - wenn´s geht. Wenn man mit um die
>> 200 aber daherkommt, finden sich hunderte idiotische Autofahrer,
>> die mit 1xx auf die linke Spur kommen

Dort fand ich die nicht idiotisch, die rechnen halt nicht damit, dass da
wer so schnell daherkommt, weil es auch keiner tut.

> Was sonst? Erst ab 2xx erlaubt? Ich überhol auch mit 100 zwei Brummis
> auf Mitte und Rechts. Ausreichend Differenzgeschwindigkeit zu dem
> mittleren habe ich. Die ganz flinken können vorher noch vorbei, der Rest
> muss halt mal die paar Sekunden warten - und Hobby-Schumis abbremsen.

Bis zu einer gewissen Grenze finde ich das auch OK, wirklich kraeftig
will ich allerdings nicht bremsen muessen, weil da einer rauszieht.

>> und man selbst zur Vollbremsung genötigt
>> wird. Von 2xx auf 110 - kein Spass!!!

Nein, vor allem nicht fuer allfaellige Mitfahrer, wie ich die Tage
feststellen musste (gehn doch ganz gut, die Bremsen in meinem Forester,
wie es aussieht).

> Die nötigen sich doch selbst - und sie nötigen mich, hinter dem Brummi
> herzuschleichen. Dann entweder nicht 2xx fahren, :-) Oder so
> vorausschauend (über mehrere hundert Meter), dass man früh genug Gas
> wegnimmt oder bremst.

Wenn ein paar hundert Meter vor mir einer rauszieht ist das ja kein
Problem, aber gefuehlte 20m um von 160 auf 90 zu kommen ist schon heftig.

> Meine Meinung: Ich finde 200 ist unsozial. Und mehr als 50 km/h
> Differenzgeschwindigkeit zu den anderen Autos auch.

>200 ist voll OK, wenn die Bahn leer ist oder wenigstens drei Spuren
vorhanden sind, die auch ordentlich genutzt werden. Ich finde
Mittelspurschleichen wesentlich unsozialer als schnellfahren.

mfg
otto

Volker Neurath

unread,
May 28, 2013, 1:44:42 PM5/28/13
to
Am 28.05.2013 07:41, schrieb Otto A d a m:
> Ralf Koenig schrieb:
>> Am 27.05.2013 20:14, schrieb Erich Kirchmayer:
>
>>> Die Unfallzahlen interessieren mich erstmal nicht. Fakt ist, das man mit
>>> 120/130 aus heutigen Autos bei Unfällen noch relativ unbeschadet
>>> rauskommt,
>> Mach mal den Selbsttest. Glaube ich nämlich nicht. Natürlich je nach
>> Situation.
>
> Glaube ich auch nicht. Wenn die "Einschlaggeschwindigkeit" wirklich >100
> ist, schaut es meist ganz schlecht aus, bei einem festen Hindernis.

Wie ich aus einem TV-Beitrag der letzten 3 Tage weiss, endet das nicht
nur "ganz schlecht" sondern extrem übelst ... nämlich i.d.R. tödlich.
Auch bei modernen Autos.

Volker

Erich Kirchmayer

unread,
May 29, 2013, 4:40:10 PM5/29/13
to
Hi,

Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> schrieb:


> > ich fahre auch gerne schnell. Vmax - wenn´s geht. Wenn man mit um
> > die 200 aber daherkommt, finden sich hunderte idiotische
> > Autofahrer,
>
> Gerade fandst du die noch schnell. Und nur weil man mal zum Überholen
> auf die linke Spur fährt, wird's ja kein km/h langsamer.

Der Überholvorgang hat lt. Gesetzgeber und Rechtsprechung "zügig" zu
erfolgen, d.h. man muss dabei deutlich beschleunigen. Ein LKW, der mit
82km/h einen LKW mit 80km/h überholt,ist nicht "zügig"... Ebenswoenig
ein PKW, der mit "satten" 100km/h einen LKW überholt währen dder Verlehr
auf der "Überholspur" mit >150km/h läuft.

Denganzen Kram kann man definitiv vergessen, wenn das schnellste Auto
(also zumindest was erlaubt ist) max. 130km/h fährt. Die gefährlichen
und unfallträchtigen GeschwindigkeitsUNTERSCHIEDE sind dann weit
geringer als heute, wo sich "ich überhole mit 100 ´ne LKW" und "ich will
250 fahren" treffen.

Eiens meiner "Hauptländer" unterwegs ist Östereich. Dort gilt auf
Autobahnen ein Limit von 130km/h. "Raser" sind dort vielleicht mal mit
160 unterwegs, schneller habe ich bisher noch nicht erlebt bzw.
"gefühlt". Ist dort bei normalem Verkehr echt entspannt - man schaltet
den Tempomat auf 135-140 und fliesst weitgehend entstpannt auch ein paar
100km von A nach B. Bei dem Tempo gibt es so gut wie keine "Drängler"
oder auch "Bremser", Alle fahren (zumindest links) so um die 130 und das
ist echt chillig.

Auf BAB, wo Schweizer, Österreicher usw. unterwegs sind, merkt man
"Sie". Entweder geben die brachial Vollgas (weil ja erlaubt) oder sie
trödeln in ihrem gewohnten 120/130-Trott dahin und "behindern" uns.

Nirgendwo in der EU darf man "unlimited" fahren und überall funktioniert
es... Und weil die dt.- Autoindustrie immer meckert - die schnellsten
und weltberühmten Autos (bzw. auch "Highsped-Autos) kommen aus dem
tempobeschränktem Italien (Ferrari, Lamboghini) oder England (Aston
Martin, Bently) oder aus dem noch "viel langsameren" USA (Dodge Charger,
Ford Mustang, Chevrolet Corvette usw.)

Otto A d a m

unread,
May 29, 2013, 5:12:33 PM5/29/13
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> Eiens meiner "Hauptlᅵnder" unterwegs ist ᅵstereich. Dort gilt auf
> Autobahnen ein Limit von 130km/h. "Raser" sind dort vielleicht mal mit
> 160 unterwegs, schneller habe ich bisher noch nicht erlebt bzw.
> "gefᅵhlt". Ist dort bei normalem Verkehr echt entspannt - man schaltet
> den Tempomat auf 135-140 und fliesst weitgehend entstpannt auch ein paar
> 100km von A nach B. Bei dem Tempo gibt es so gut wie keine "Drᅵngler"
> oder auch "Bremser", Alle fahren (zumindest links) so um die 130 und das
> ist echt chillig.

Das Oesterreich in dem Du gelegentlich faehrst, muss ein anderes
Oesterreich sein, als das in dem ich immer rumfahre.

Ich fahre meist mit rund 160 und werde auch gelegentlich ueberholt. Gut,
die, die deutlich ueber 200 fahren sind bei uns wirklich sehr selten
anzutreffen, gibt es aber auch.

Es ist dort wo es noch nicht dreispurig ist und trotzdem Verkehr ist,
alles andere als entspannt, weil auch ordentlich gedraengelt und
aufgehalten wird.

> Nirgendwo in der EU darf man "unlimited" fahren und ᅵberall funktioniert
> es... Und weil die dt.- Autoindustrie immer meckert - die schnellsten
> und weltberᅵhmten Autos (bzw. auch "Highsped-Autos) kommen aus dem
> tempobeschrᅵnktem Italien (Ferrari, Lamboghini) oder England (Aston
> Martin, Bently) oder aus dem noch "viel langsameren" USA (Dodge Charger,
> Ford Mustang, Chevrolet Corvette usw.)

Bei "Euch" darf man teilweise so schnell fahren, wie man es fuer richtig
befindet und das funktioniert sehr gut. Besser auf jeden Fall als unsere
furchtbar oeden 130.

Die wirklich viel verkauften und beruehmten Autobahnautos kommen aus
Deutschland.

mfg
otto

Erich Kirchmayer

unread,
May 30, 2013, 3:30:12 PM5/30/13
to
Hi,

Otto A d a m <geht.wird.aber...@gmx.at> schrieb:


> Bei "Euch" darf man teilweise so schnell fahren, wie man es fuer
> richtig befindet und das funktioniert sehr gut. Besser auf jeden
> Fall als unsere furchtbar oeden 130.

"so schnell wie man es für richtig hält" - genau das ist aber das
Problem, das auch immer wieder zu (Beinahe-)Unfällen führt. Der Eine
hält 110 für "richtig", der Andere 250. Wenn sich beide dann auf der
linken Spur treffen, wird´s kritisch.....

Ich sehe nicht das Tempo ansich als problematisch, sondern den hohen
TempoUNTERSCHIED, den man in .de öfters als in anderen Ländern der EU
findet.

In z.B. der Schweiz kann ich mich fast blind darauf verlassen, dass ich
problemlos mit 120km/h auf die linke Spur wechseln kann - weil dort eben
niemand viel schneller fährt (weil man nicht darf). In .de muss ich
immer damit rechnen, dass "links" jemand mit mehr als 200km/h
angeschossen kommt - weil er das eben darf. Genau das aber überfordert
viele Autofahrer - sowohl den "Langsamen" als auch den "Schnellen".

Otto A d a m

unread,
May 30, 2013, 4:15:17 PM5/30/13
to
Erich Kirchmayer schrieb:
> Otto A d a m schrieb:

>> Bei "Euch" darf man teilweise so schnell fahren, wie man es fuer
>> richtig befindet und das funktioniert sehr gut. Besser auf jeden
>> Fall als unsere furchtbar oeden 130.

> "so schnell wie man es für richtig hält" - genau das ist aber das
> Problem, das auch immer wieder zu (Beinahe-)Unfällen führt. Der Eine
> hält 110 für "richtig", der Andere 250. Wenn sich beide dann auf der
> linken Spur treffen, wird´s kritisch.....

Es sollte kein Problem sein, wenn beide vernuenftig sind. Der schnelle
muss darauf achten, sehr aufmerksam zu sein, der schnellere sollte
wenigstens den schnelleren nicht zu starkem Abbremsen noetigen.

> In z.B. der Schweiz kann ich mich fast blind darauf verlassen, dass ich
> problemlos mit 120km/h auf die linke Spur wechseln kann - weil dort eben
> niemand viel schneller fährt (weil man nicht darf).

Nein, weil die Strafen, wenn man erwischt wird, idiotisch hoch sind.
In AT gelten aehnliche Limits. Viele halten sich auch dran, aber lange
nicht alle.

> In .de muss ich
> immer damit rechnen, dass "links" jemand mit mehr als 200km/h
> angeschossen kommt - weil er das eben darf. Genau das aber überfordert
> viele Autofahrer - sowohl den "Langsamen" als auch den "Schnellen".

Man muss ja nicht auf die Autobahn fahren, wenn einen das ueberfordert.
SCNR

mfg
otto

Martin Kobil

unread,
May 30, 2013, 4:17:10 PM5/30/13
to
On 30 Mai, 21:30, "Erich Kirchmayer" <e_kirchma...@hotmail.com> wrote:
> Hi,
>
> Otto A d a m <geht.wird.aber.nicht.gele...@gmx.at> schrieb:
Ein schoener Filmbeitrag dazu - wie ich finde:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=b7735260-c550-11e2-8cc4-0026b975f2e6

Frank Kemper

unread,
May 31, 2013, 2:18:33 AM5/31/13
to
Otto A d a m <geht.wird.aber...@gmx.at> wrote:
> Erich Kirchmayer schrieb:
>
>> Eiens meiner "Hauptländer" unterwegs ist Östereich. Dort gilt auf
>> Autobahnen ein Limit von 130km/h. "Raser" sind dort vielleicht mal mit
>> 160 unterwegs, schneller habe ich bisher noch nicht erlebt bzw.
>> "gefühlt". Ist dort bei normalem Verkehr echt entspannt - man schaltet
>> den Tempomat auf 135-140 und fliesst weitgehend entstpannt auch ein paar
>> 100km von A nach B. Bei dem Tempo gibt es so gut wie keine "Drängler"
>> oder auch "Bremser", Alle fahren (zumindest links) so um die 130 und das
>> ist echt chillig.
>
> Das Oesterreich in dem Du gelegentlich faehrst, muss ein anderes
> Oesterreich sein, als das in dem ich immer rumfahre.

Den Eindruck habe ich auch gerade. Ich kenne ewig lange Abschnitte, auf
denen wegen irgendeines blödsinnigen Klimabündnisses Tempo 100 gilt. Da
fragt man sich schon, wofür man eigentlich Maut zahlt.

Otto A d a m

unread,
May 31, 2013, 2:46:43 AM5/31/13
to
Frank Kemper schrieb:
> Otto A d a m wrote:
>> Erich Kirchmayer schrieb:

>>> Eiens meiner "Hauptländer" unterwegs ist Östereich. Dort gilt auf
>>> Autobahnen ein Limit von 130km/h. "Raser" sind dort vielleicht mal mit
>>> 160 unterwegs, schneller habe ich bisher noch nicht erlebt bzw.
>>> "gefühlt". Ist dort bei normalem Verkehr echt entspannt - man schaltet
>>> den Tempomat auf 135-140 und fliesst weitgehend entstpannt auch ein paar
>>> 100km von A nach B. Bei dem Tempo gibt es so gut wie keine "Drängler"
>>> oder auch "Bremser", Alle fahren (zumindest links) so um die 130 und das
>>> ist echt chillig.
>> Das Oesterreich in dem Du gelegentlich faehrst, muss ein anderes
>> Oesterreich sein, als das in dem ich immer rumfahre.
> Den Eindruck habe ich auch gerade. Ich kenne ewig lange Abschnitte, auf
> denen wegen irgendeines blödsinnigen Klimabündnisses Tempo 100 gilt. Da
> fragt man sich schon, wofür man eigentlich Maut zahlt.

ARGL. Diese IG-L*-Strecken sind fuer mich wirklich schlimm. Ich empfinde
es als belastend, wenn alle ziemlich genau gleich schnell fahren, da
faehrt man minutenlang neben einem anderen her und muss staendig auf den
aufpassen. Nachdem aber die Strafen dort deutlich hoeher sind, als
sonstwo, halte sogar ich mich an den Scheiss.

Diverse Bulgaren, Rumaenen, Deutsche etc. halten sich natuerlich gar
nicht dran, weil sie wissen/glauben, dass sie das ohnehin nicht betrifft :(

mfg
otto

*
<http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Autobahnen_und_Schnellstra%C3%9Fen_in_%C3%96sterreich#Immissionsschutzgesetz-Luft_.28IG-L.29>

Jan Heinz

unread,
May 31, 2013, 2:49:09 AM5/31/13
to
Am 30.05.2013 21:30, schrieb Erich Kirchmayer:

> In z.B. der Schweiz kann ich mich fast blind darauf verlassen, dass ich
> problemlos mit 120km/h auf die linke Spur wechseln kann - weil dort eben
> niemand viel schneller fährt (weil man nicht darf).

Dann bist Du in einer anderen Schweiz unterwegs, als die, die ich ab und
zu befahre. Die Einheimischen, die offenbar genau wissen, wo gemessen
wird, halten sich keineswegs an 120, teilweise sind die extrem schneller
unterwegs.

Und wenn Du dich mit 120 auf die linke Spur wagst, wirst Du massivst
bedrängt, in einer Art und Weise, die ich hier in 20 Jahren vielleicht
ein oder zweimal erlebt habe.

Mag vielleicht auch zum Teil am deutschen Kennzeichen liegen, aber wer
auf einer etwas stärker befahrenen Autobahn in der Schweiz von
"entspannt" spricht, scheint da andere Vorstellungen zu haben als ich.



Jan Heinz

unread,
May 31, 2013, 2:50:45 AM5/31/13
to
Am 29.05.2013 22:40, schrieb Erich Kirchmayer:

> Nirgendwo in der EU darf man "unlimited" fahren und überall funktioniert
> es...

Und was genau funktioniert im Gegensatz dazu bei uns nicht? Stau bei
höherem Verkehrsaufkommen gibt es da genauso wie hier auch und über die
für mich nicht feststellbare größere "Entspannung" in diesen Ländern
habe ich schon an anderer Stelle was geschrieben.

Frank Kemper

unread,
May 31, 2013, 3:39:30 PM5/31/13
to
Otto A d a m <geht.wird.aber...@gmx.at> wrote:

> Diverse Bulgaren, Rumaenen, Deutsche etc. halten sich natuerlich gar
> nicht dran, weil sie wissen/glauben, dass sie das ohnehin nicht betrifft :(

Je nachem aus welchem Land du kommst, stimmt das ja auch. Vor einiger Zeit
las ich in einer österreichischen Zeitung, dass es mit vielen EU-Ländern
Probleme bei der grenzüberschreitenden Halterfeststellung gebe. So sei
Deutschland eins der wenigen Länder, welches Halter-Anfragen wegen Tickets
aus Österreich generell beantwortet, während Italien grundsätzlich nicht
kooperiert. Sprich: Fällt ein Deutscher in .at unter die uniformierten
Raubritter, hilft der deutsche Staat bim Ausnehmen. Tut ein Italiener
dasselbe, schützt ihn sein Staat...

Otto A d a m

unread,
May 31, 2013, 4:04:36 PM5/31/13
to
Frank Kemper schrieb:
> Otto A d a m <geht.wird.aber...@gmx.at> wrote:
>
>> Diverse Bulgaren, Rumaenen, Deutsche etc. halten sich natuerlich gar
>> nicht dran, weil sie wissen/glauben, dass sie das ohnehin nicht betrifft :(
>
> Je nachem aus welchem Land du kommst, stimmt das ja auch. Vor einiger Zeit
> las ich in einer österreichischen Zeitung, dass es mit vielen EU-Ländern
> Probleme bei der grenzüberschreitenden Halterfeststellung gebe. So sei
> Deutschland eins der wenigen Länder, welches Halter-Anfragen wegen Tickets
> aus Österreich generell beantwortet, während Italien grundsätzlich nicht
> kooperiert. Sprich: Fällt ein Deutscher in .at unter die uniformierten
> Raubritter, hilft der deutsche Staat bim Ausnehmen. Tut ein Italiener
> dasselbe, schützt ihn sein Staat...

Das Problem mit Deutschland ist, dass es in AT auch "gilt", von hinten
zu fotografieren, waehrend es in DE nur dann gilt, wenn der Fahrer
erkennbar ist, AFAIK. Oft wird bei uns schon von vorne aufgenommen -
wegen Euch, dabei finde ich das AT-System (Anonymverfuegung) so nett.
Typisch Oesterreichisch, etwas augenzwinkernd.

mfg
otto

HC Ahlmann

unread,
Jun 1, 2013, 2:59:01 AM6/1/13
to
Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:

> Ein schoener Filmbeitrag dazu - wie ich finde:
> http://swrmediathek.de/player.htm?show=b7735260-c550-11e2-8cc4-0026b975f2e6

Gleichzeitige Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
Fahrtzeitunterschied bei 40 Euro mehr Sprit. Rasen lohnt also
bestenfalls ab Stundensätzen von 52 Euro aufwärts.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Heiko Rossmann

unread,
Jun 1, 2013, 3:37:21 AM6/1/13
to
On 06/01/2013 08:59 AM, HC Ahlmann wrote:
> Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
>
>> Ein schoener Filmbeitrag dazu - wie ich finde:
>> http://swrmediathek.de/player.htm?show=b7735260-c550-11e2-8cc4-0026b975f2e6
>
> Gleichzeitige Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
> VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
> 200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
> Fahrtzeitunterschied bei 40 Euro mehr Sprit. Rasen lohnt also
> bestenfalls ab Stundensätzen von 52 Euro aufwärts.

Wobei 52 Euro Stundensatz brutto sehr schnell erreicht sind, es für
viele Dienstwagenfahrer (bzw. ihre Arbeitgeber) also finanziell sinnvoll
ist, ihre Dienstwagen bis ans Limit zu fahren.

Für Privatfahrer ist die Frage eher, wieviel Wert sie ihrer Freizeit
beimessen.

MfG, Heiko
...der nicht so rechnet.

Wolfgang Mederle

unread,
Jun 1, 2013, 5:59:06 AM6/1/13
to
Es schrieb Heiko Rossmann:

> Wobei 52 Euro Stundensatz brutto sehr schnell erreicht sind, es für
> viele Dienstwagenfahrer (bzw. ihre Arbeitgeber) also finanziell
> sinnvoll ist, ihre Dienstwagen bis ans Limit zu fahren.

Für diese Leute gibt es sogenannte »Flugzeuge« für Langstrecken.


--
Eck Eck


Eck Eck

Ralf Koenig

unread,
Jun 1, 2013, 6:30:02 AM6/1/13
to
Am 01.06.2013 08:59, schrieb HC Ahlmann:
> Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
>
>> Ein schoener Filmbeitrag dazu - wie ich finde:
>> http://swrmediathek.de/player.htm?show=b7735260-c550-11e2-8cc4-0026b975f2e6
>
> Gleichzeitige Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
> VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
> 200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
> Fahrtzeitunterschied bei 40 Euro mehr Sprit. Rasen lohnt also
> bestenfalls ab Stundensätzen von 52 Euro aufwärts.

Sorry, aber da hast du mehrfach nicht richtig hingeschaut:

1. Es sind keine TDI, sondern Benziner. Erkennbar an den kurz
eingeblendeten Drehzahlmessern (die 5 von 5000 sieht man, und die ist
beim TDI weiter hinten nämlich auf 3 Uhr, im TSI dagegen auf etwa 1 Uhr,
wie jeweils kurz erkennbar, wenn sie den Tacho einblenden) und dem
Spritpreis beim Zwischentanken des Schnellen: 1,694 EUR/Liter. Wäre
sonst ein stolzer Dieselpreis. Am Ende sagen sie auch "x Liter Benzin"
für den Kraftstoffverbrauch und nicht "x Liter Diesel". Soviel
sprachliche Präzision kann man verlangen. Und 1115 km Reichweite für nen
TDI bei 130-er-Sparfahrt wären zu wenig.

Meine Vermutung: An den (für einen Passat Variant völlig untypischen)
Benzinern wollten sie die Unterschiede (Verbrauch in Litern und Geld in
EUR) deutlicher zeigen. Beim Diesel wäre die Differenz in Litern kleiner
und die Differenz in EUR auch. Besonders betont, dass es Benziner und
keine langstreckentypischen Diesel waren, haben sie es aber nicht. Die
haben ja vorher überlegt, was die Message am Ende sein soll. ;-)

2. Es sind nicht 40 EUR Differenz, sondern 40 *Liter* Benzin Differenz,
was die dort (mit offenbar 1,75 EUR/Liter) in 70 EUR umrechnen.

3. Es sind am Ende 64 min Vorsprung. Die 46 min Vorsprung waren nur ein
Zwischenwert ca. 100 km vor dem Ziel.

Macht: 70 EUR/ (64/60) h = 65 EUR /h als Stundensatz (deine zwei Fehler
heben sich teilweise auf). Plus zusätzlicher Verschleiß, gerade an den
Bremsen, wird ja mehrfach demonstriert, aber auch am Rest des Fahrzeugs,
was sie dort nicht messbar machen.

Andere Argumente dort sind dagegen statistisch gesehen haarsträubend:
z.B. weniger Unfälle und weniger leicht Verletzte bei Zeitabstand von 6
Jahren (3 Jahre vor Tempolimit vs. 3 Jahre nach Tempolimit). Und das
dann allein mit der Einführung des Tempolimits zu begründen. Ist
sicherlich ein wesentlicher Faktor, aber in der Zeit hat sich ja auch
bei den Autos noch einiges getan.

Die Verbrauchszahlen mal ausgerechnet:

Der Schnelle (wo es geht 210 km/h, sonst vorgegebenes Limit)
110 Liter Super / (11,15 * 100 km)
==> 9,9 l Super/100 km -> mit am Ende 64 min auf 1115 km, also (im
Schnitt) knapp 6 min rausgeholt pro 100 km

Der Fahrer mit 130 km/h wo es geht, sonst vorgegebenes Limit:
70 Liter Super / (11,15 * 100 km)
==> 6,3 l Super/100 km

Hübsch, 3,6 Liter (oder 57%) mehr pro 100 km. Gelegenheitsrasen lohnt
doch damit schon mal gar nicht.

Leider haben sie keine absolute Gesamtzeit benannt, sonst hätte man noch
die Durchschnittsgeschwindigkeit daneben schreiben können.

Interessant sind die Teilabschnitte und welchen Zeitvorsprung der
Schnelle jeweils auf 100 km rausfahren konnte:

Teilabschnitt 1) 366 km, -20 min -> -5,5 min pro 100 km

Teilabschnitt 2) 727-366 = 361 km, -10 min -> -2,7 min pro 100 km

Teilabschnitt 3) 1009 - 727 = 282 km, -16 min -> -5,5 min pro 100 km

Teilabschnitt 4) 1115 - 1009 = 106 km, -18 min -> -17 (!) min pro 100 km

Da zeigt sich schön die Streuung.

Auf dem letzten Teilabschnitt ist der langsame dann nach anfangs 130
dann teils nur noch mit 90 km/h hinterm Wohnwagen hergeschlichen, damit
sein Tank reicht. Der andere hatte offenbar schön freie Fahrt (z.B.
Schnitt 140 km/h zu Schnitt 100 km/h).

BTW: 1115 km in einem Passat *TDI* aus dem 70 Liter-Dieseltank bei
Ich-zitter-mich-ins-Ziel-Spritsparfahrt, wo ein Spritspartrainer dann am
Ziel zwei Beckerfäuste macht, wären ja traurig wenig. BTW: warum der bei
Tempo 90 Windschattenfahren das Lenkrad küsst, ist mir auch unklar ->
also soviel Erfahrung hätte ich ihm zugetraut, dass der BC dann die
km-Restreichweite bei Schleichfahrt wieder nach oben korrigieren *muss*.

Beim TDI kommen so Reichweiten von mindestens 1400 km raus (wären wenig
ambitionierte 5 Liter Diesel/100 km), teilweise auch nochmal mehr. Mein
Brüderchen hat gerade erst einen Passat B6 2.0 TDI Bluemotion BJ 2009
gekauft. Er fährt auch so 130 km/h wenn frei, sonst vorgegebenes Limit.
Ergebnis aus einer Mail von ihm:

----------------------------------------------------------------
Strecke: 653km
Zeit: 6h 16min
Durchsch. Geschw.: 104km/h
*VERBRAUCH: 4.4l Diesel/100km* !!! = 28,73 Liter Diesel (und zwar zu je
1,19 EUR im Ausland getankt)
Fazit: da legst di nida!!! big fett smile, ghetto faust drauf und blue
motion 4 president!
----------------------------------------------------------------
;-) Da reicht der 70 Liter Tank mit Diesel gefüllt dann schon für 1590
km, also beim Test oben noch mal knapp die halbe Strecke zurück.

Ralf

Otto A d a m

unread,
Jun 1, 2013, 6:52:02 AM6/1/13
to
HC Ahlmann schrieb:
> Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:

>> Ein schoener Filmbeitrag dazu - wie ich finde:
>> http://swrmediathek.de/player.htm?show=b7735260-c550-11e2-8cc4-0026b975f2e6

> Gleichzeitige Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
> VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
> 200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
> Fahrtzeitunterschied bei 40 Euro mehr Sprit. Rasen lohnt also
> bestenfalls ab Stundensätzen von 52 Euro aufwärts.

Interessant waere dann noch der mittlere Wert - wieviel Zeitersparnis
und Mehrberbrauch man bei lockerem Schnellfahren, also so um die 160
normalerweise bis 180 wenn es ganz locker geht, hat.

mfg
otto

Frank Kemper

unread,
Jun 1, 2013, 7:33:46 AM6/1/13
to
Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:

> Die Verbrauchszahlen mal ausgerechnet:
>
> Der Schnelle (wo es geht 210 km/h, sonst vorgegebenes Limit)
> 110 Liter Super / (11,15 * 100 km)
> ==> 9,9 l Super/100 km -> mit am Ende 64 min auf 1115 km, also (im
> Schnitt) knapp 6 min rausgeholt pro 100 km
>
> Der Fahrer mit 130 km/h wo es geht, sonst vorgegebenes Limit:
> 70 Liter Super / (11,15 * 100 km)
> ==> 6,3 l Super/100 km
>
> Hübsch, 3,6 Liter (oder 57%) mehr pro 100 km. Gelegenheitsrasen lohnt
> doch damit schon mal gar nicht.

Das sagt leider insgesamt recht wenig aus. Ich habe festgestellt, dass ich
mich bei entsprechend fließendem Verkehr bei 160 km/h am wohlsten fühle. Da
kann man viele plötzlich auftretenden Verzögerungen noch mit Gaswegnehmen
auffangen, andererseits sind die schnelleren Autos im Schnitt mit so
kleiner Geschwindigkeitsdifferenz unterwegs, dass man sie auch ohne großen
Stress pariert bekommt. Und vermutlich wird ein Passat FSI bei 160 näher an
den 6,3 Liter Super dran sein als an den 9,9 Liter. Und vermutlich wird am
Ende das effektive Durchchnittstempo bei einem, der bei freier Fahrt nur
160 fährt und nicht Vollgas, nicht viel langsamer sein.

Frank Kemper

unread,
Jun 1, 2013, 7:33:46 AM6/1/13
to
Leider ist der Zweck von Flugzeugen, nämlich das schnelle Zurücklegen
langer Strecken, in letzter Zeit in Vergessenheit geraten. Ich rechne mal
für meine Favoritenstrecke München-Lüneburger Heide (710 km Autobahn). Mit
dem Auto: Losfahren wann man will, mitnehmen soviel man will, 6,5 Stunden
Fahrtzeit. Mit dem Zug: 20 Minuten U-Bahn, 4:20 Stunden Zug nach Hannover,
25 Minuten Umsteigen, 45 Minuten Regionalzug, 30 Minuten Bus, 10 Minuten
Fußweg = 6,5 Stunden, wenn nix dazwischnkommt. Mit dem Flugzeug: 20 Minuten
U-Bahn, 50-Minuten S-Bahn, 40 Minuten Check-In/Security, 1: 20 Minuten
Flugzeit, 30 Minuten Check out/Gepäckausgabe, 30 Minuten Mietwagen
ausfassen, 40 Minuten Autobahn, macht 4:50 Stunden. Alternativ mit dem
Flughafenbus zum Bahnhof, von da aus mit dem Regionalzug weiter, macht
knapp 6 Stunden. Und man ist bei allen Alternativen unflexibel und
angebunden, muss sein Gepäck in der Gegend umherwuchten und gibt In dem
Moment mehr Geld aus, in dem man nicht allein reist, sondern zu zweit oder
dritt.

Frank

K. Huller

unread,
Jun 1, 2013, 9:52:53 AM6/1/13
to
Ralf Koenig wrote:
>
>>
>> Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
>> VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
>> 200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
>> Fahrtzeitunterschied
>> >
> 3. Es sind am Ende 64 min Vorsprung. Die 46 min Vorsprung waren nur ein
> Zwischenwert ca. 100 km vor dem Ziel.
>
Wenn der 130er die letzten 100km mit 130 fährt, braucht er dafür 46 Minuten
(zufällige Zahlengleichheit?). Wenn der Schnellfahrer auf derselben Strecke
18 min. rausholen will, muß er die 100km in 28min. zurücklegen, also einen
Schnitt von 214km/h fahren. Das kann ich mir nicht vorstellen.

In der Praxis wird auch der 130er verkehrsbedingt nicht die gesamte Strecke
mit 130 durchfahren können, sondern nur einen Teil davon. Da
verkehrsbedingte Temporeduzierungen auch den schnelleren treffen, verkürzt
sich die Strecke weiter, auf der ein Zeitgewinn erzielbar ist, und das Tempo
auf dem 'freien' Rest müßte noch höher sein als 214km/h.

Einzige Erklärung: der schnelle und der langsame haben die letzten 100km
unter völlig verschiedenen Verkehrsbedingungen zurückgelegt, und zwar unter
solchen, die den 'Langsamfahrer' noch deutlich unter die genehmigten 130km/h
ausgebremst haben, den Schnellfahrer aber nicht. Solche Ungleichheiten sind
bei einer derartigen Fahrt prinzipiell nicht vermeidbar, denn beide können
nur an einem einzigen Ort gleichzeitig sein. Man muß sich bei der Auswertung
also immer darauf verlassen, daß ein statistischer Ausgleich erfolgt. Dann
sollte man aber einer Statistik der ersten 1000km mehr Gewicht einräumen als
derjenigen der letzen 100km.

Gruß
Knut

Heiko Rossmann

unread,
Jun 1, 2013, 3:49:03 PM6/1/13
to
Fliegen lohnt sich zeitlich innerdeutsch nur auf sehr wenigen Strecken
(wie willst du zum Beispiel die von Martin und HC zitierte Stecke
Flensburg-Füssen fliegen?) - und schon gar nicht zu jeder Zeit.

Rein von der Zeit her ist oft die Bahn das Mittel der Wahl, wenn Start
und Ziel per ICE (+Taxi) erreichbar sind, sonst eigentlich immer das
Auto. Leider hat der SWR nicht (bzw. zumindest nicht schnell auffindbar)
angegeben, wie lange die beiden Testkandidaten gebraucht haben, sondern
immer nur den Vorsprung (übrigens 64 Minuten bei 70 EUR Spritmehrkosten)
- mit der Bahn schafft man das von Bahnhof zu Bahnhof in knapp unter 11
Stunden, wahrscheinlich eine gute Stunde langsamer als mit dem Auto bei
gutem Verkehr und ohne Pausen (965km)

MfG, Heiko

Wolfgang Allinger

unread,
Jun 1, 2013, 1:03:00 PM6/1/13
to

On 01 Jun 13 at group /de/etc/fahrzeug/auto in article 1l3rz8z.1l0ngrwc41n3qN%hc.ah...@gmx.de
<hc.ah...@gmx.de> (HC Ahlmann) wrote:


>Gleichzeitige Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
>VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
>200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
>Fahrtzeitunterschied bei 40 Euro mehr Sprit. Rasen lohnt also
>bestenfalls ab Stundensätzen von 52 Euro aufwärts.

Ojemine, ich kann mich noch schwach dran erinnern, dass man mit den
eingesparten 46min was schönes machen kann. Da war doch noch was...

Zeit iss Geld :)



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Ralf Koenig

unread,
Jun 2, 2013, 5:02:58 AM6/2/13
to
Am 01.06.2013 15:52, schrieb K. Huller:
> Ralf Koenig wrote:
>>> Vergleichsfahrten Flensburg-Füssen in baugleichen
>>> VW-Passat Variant TDI mit 130 km/h und Höchstgeschwindigkeit (bis etwa
>>> 200 km/h) als Reisegeschwindgkeit resultierten in 46 Minuten
>>> Fahrtzeitunterschied
>>>>
>> 3. Es sind am Ende 64 min Vorsprung. Die 46 min Vorsprung waren nur ein
>> Zwischenwert ca. 100 km vor dem Ziel.
>>
> Wenn der 130er die letzten 100km mit 130 fährt, braucht er dafür 46 Minuten
> (zufällige Zahlengleichheit?). Wenn der Schnellfahrer auf derselben Strecke
> 18 min. rausholen will, muß er die 100km in 28min. zurücklegen, also einen
> Schnitt von 214km/h fahren. Das kann ich mir nicht vorstellen.

vmax ist doch nie auch Durchschnitt. Ich denke, so kann man es
realistisch passend machen:

130-vmax-Fahrer: fährt die 106 km mit im Schnitt 102 km/h (ein kleines
Stück 130, dann hier auf dem letzten Teilstück viel 90 km/h, damit der
Tank reicht) -> 106 km /(102 km/ h) = 62 min.

200-vmax-Fahrer: auf diesem Abschnitt im Schnitt 140 km/h (wenn frei
200, aber mit viel abbremsen wegen Verkehr, dazu Auffahrt und Abfahrt)
-> 106 km/(140 km/h) = 45 min.

Schon kommen die 17 min Differenz raus.

> In der Praxis wird auch der 130er verkehrsbedingt nicht die gesamte Strecke
> mit 130 durchfahren können, sondern nur einen Teil davon. Da
> verkehrsbedingte Temporeduzierungen auch den schnelleren treffen,

Bis hier stimmt's ...

> verkürzt
> sich die Strecke weiter, auf der ein Zeitgewinn erzielbar ist, und das Tempo
> auf dem 'freien' Rest müßte noch höher sein als 214km/h.

... aber diese Schlussfolgerung ist falsch.

> Einzige Erklärung: der schnelle und der langsame haben die letzten 100km
> unter völlig verschiedenen Verkehrsbedingungen zurückgelegt, und zwar unter
> solchen, die den 'Langsamfahrer' noch deutlich unter die genehmigten 130km/h
> ausgebremst haben, den Schnellfahrer aber nicht.

Der Langsamfahrer hat sich im Beispiel auf dem letzten Teilstück ja
bewusst zurückgehalten. Er meinte wohl: langsamer fahren, aber mit einem
Tank auskommen ist insgesamt weniger zeitaufwendig als noch mit dem
Tankstop. Und er hatte den (für die Zielerreichung eigentlich
nachrangigen) Wunsch, mit einem Tank auszukommen.

>Man muß sich bei der Auswertung
> also immer darauf verlassen, daß ein statistischer Ausgleich erfolgt. Dann
> sollte man aber einer Statistik der ersten 1000km mehr Gewicht einräumen als
> derjenigen der letzen 100km.

Was ja jeder für sich tun kann, wenn er die Teilabschnitte einzeln
auswertet.

Ralf

Ralf Koenig

unread,
Jun 2, 2013, 6:31:43 PM6/2/13
to
Am 01.06.2013 21:49, schrieb Heiko Rossmann:
> On 06/01/2013 11:59 AM, Wolfgang Mederle wrote:
>> Es schrieb Heiko Rossmann:
>>
>>> Wobei 52 Euro Stundensatz brutto sehr schnell erreicht sind, es für
>>> viele Dienstwagenfahrer (bzw. ihre Arbeitgeber) also finanziell
>>> sinnvoll ist, ihre Dienstwagen bis ans Limit zu fahren.
>>
>> Für diese Leute gibt es sogenannte »Flugzeuge« für Langstrecken.
>
> Fliegen lohnt sich zeitlich innerdeutsch nur auf sehr wenigen Strecken

Also zwischen den Großstädten/Ballungsräumen gibt's meiner Meinung nach
schon ein gut ausgebautes Netz von Inlandsflügen. Als Breakeven für Flug
gegen Bahn kenne ich so ca. 400 km, aber sehr abhängig davon, wie weit
Flughafen/Bahnhof von Start/Ziel entfernt sind.

> (wie willst du zum Beispiel die von Martin und HC zitierte Stecke
> Flensburg-Füssen fliegen?) - und schon gar nicht zu jeder Zeit.

Flensburg -> Sylt, mit Nicht-Flugzeug
Sylt -> München fliegen, z.B. mit Air Berlin
München -> Füssen, mit Nicht-Flugzeug

oder

Flensburg -> Hamburg mit Nicht-Flugzeug
Hamburg -> München fliegen
München -> Füssen mit Nicht-Flugzeug

Alternativ zu München auch Augsburg oder Innsbruck anfliegen. Bei den
ca. 1000 km sollte sich das zeitlich schon lohnen.

> Rein von der Zeit her ist oft die Bahn das Mittel der Wahl, wenn Start
> und Ziel per ICE (+Taxi) erreichbar sind,

ACK.

> sonst eigentlich immer das Auto.

Aber nur, wer die Autofahrzeit auch irgendwie wirklich als mit
Stundensatz abrechenbare Arbeitszeit nutzen kann, z.B. für
Telefongespräche (aber dann bitte nicht bei 200 km/h). Sonst dürfte Taxi
und ICE weitgehend unschlagbar sein. Und wir sind ja hier bei
Tagessätzen im Bereich von gut 500 EUR, eher mehr. Da zählt schon, ob
jemand über 1000 km im Auto sitzt und seine hochqualifizierten
Fähigkeiten "vergeudet", um ein Auto zu steuern.

> Leider hat der SWR nicht (bzw. zumindest nicht schnell auffindbar)
> angegeben, wie lange die beiden Testkandidaten gebraucht haben, sondern
> immer nur den Vorsprung (übrigens 64 Minuten bei 70 EUR Spritmehrkosten)
> - mit der Bahn schafft man das von Bahnhof zu Bahnhof in knapp unter 11
> Stunden, wahrscheinlich eine gute Stunde langsamer als mit dem Auto bei
> gutem Verkehr und ohne Pausen (965km)

Auch hier hat der SWR ja eine Besonderheit eingebaut: es sollten nicht
einfach nur die 965 km von Flensburg nach Füssen sein, sondern die
Strecke verlief über die Zwischendrehorte in Hildesheim, Langen und
Neu-Ulm und damit vorbei an den Ballungsgebieten Frankfurt am Main,
Karlsruhe und Stuttgart (was dem Schnellfahrer Nachteile bringen
dürfte). Es mag dafür ein medientypischer Fall sein.

Ralf

Wolfgang Mederle

unread,
Jun 4, 2013, 5:26:46 PM6/4/13
to
Es schrieb Heiko Rossmann:

> Fliegen lohnt sich zeitlich innerdeutsch nur auf sehr wenigen Strecken
> (wie willst du zum Beispiel die von Martin und HC zitierte Stecke
> Flensburg-Füssen fliegen?) - und schon gar nicht zu jeder Zeit.

Kommt immer darauf an. Zugegeben, ich wohne in München auch, damit ich
schnell wegkomme. Wenn man vom Kaff kommt, braucht man halt länger,
wohnt dafür aber billiger. Wer's mag.

Ich versuche bei allem, was länger als zwei Stunden Fahrzeit dauert, die
Bahn zu nehmen, aber sobald ich mehrfach umsteigen muß oder die Fahrzeit
sich extrem verlängert, fällt das aus. Businesstrips mache ich, wo
möglich, gerne mit Nachtzügen und Schlafabteil.


> Rein von der Zeit her ist oft die Bahn das Mittel der Wahl, wenn Start
> und Ziel per ICE (+Taxi) erreichbar sind, sonst eigentlich immer das
> Auto.

"Rein von der Zeit her", das auch als Antwort an Frank, ist eine
Milchmädchenrechnung. Im Auto kann ich höchstens telefonieren (mache ich
trotz Freisprecheinrichtung ungern), im Zug kann ich pennen oder
arbeiten, und das gilt auch für Flug und die Leerlaufzeiten davor oder
danach. Und da es ja auch mal um Stundenlöhne ging: Wer entsprechend
verdient, der fährt halt mit dem Auto zum Flughafen und zahlt die
Parkgebühr, oder läßt sich gleich mit dem Taxi chauffieren. Dazu nur
Handgepäck (»Up in the Air« gesehen?), und das Flugzeug steht zeitlich
wieder besser da.

Ideal wäre für die Kaff-Kaff-Reisen ein selbstfahrendes Auto, in dem man
arbeiten oder pennen kann.

--
Wolfgang Mederle <URL:http://mederle.de/>
American Motors: <URL:http://www.american-motors.de/>
Citroën ID 21 F Safari, C6, H-D Fat Bob

Frank Kemper

unread,
Jun 5, 2013, 1:31:17 AM6/5/13
to
Wolfgang Mederle <walthervond...@gmx.de> wrote:

> Ideal wäre für die Kaff-Kaff-Reisen ein selbstfahrendes Auto, in dem man
> arbeiten oder pennen kann.

Dieses autonome Google-Auto, das würde mir schon reichen, wenn ich es auf
der Autobahn in den Leitstrahl einklinken könnte, und ein paar Minuten vor
Errreichen der Ausfahrt übernehme ich dann wieder und fahre manuell weiter.

Ralf Koenig

unread,
Jun 5, 2013, 2:57:57 PM6/5/13
to
Am 05.06.2013 07:31, schrieb Frank Kemper:
> Wolfgang Mederle <walthervond...@gmx.de> wrote:
>
>> Ideal wäre für die Kaff-Kaff-Reisen ein selbstfahrendes Auto, in dem man
>> arbeiten oder pennen kann.
>
> Dieses autonome Google-Auto, das würde mir schon reichen, wenn ich es auf
> der Autobahn in den Leitstrahl einklinken könnte,

Ich glaube nicht wirklich, dass so etwas wie eine Leitstrahlsteuerung
kommt, die ja dann irgendwie zentralisiert sein müsste.

> und ein paar Minuten vor
> Errreichen der Ausfahrt übernehme ich dann wieder und fahre manuell weiter.

Conti schätzt, in 12 Jahren könnte es so weit sein mit vollautomatischem
Autobahnbetrieb: :-)

http://www.heise.de/autos/artikel/Continental-Vollautomatisierter-Autobahnverkehr-ab-2025-moeglich-1875776.html

Ralf

Wolfgang Allinger

unread,
Jun 5, 2013, 12:31:00 PM6/5/13
to

On 04 Jun 13 at group /de/etc/fahrzeug/auto in article yj9sj0x...@delenn.mederle.de
<walthervond...@gmx.de> (Wolfgang Mederle) wrote:

>Ideal wäre für die Kaff-Kaff-Reisen ein selbstfahrendes Auto, in dem
>man arbeiten oder pennen kann.

Gibbet wohl schon seit Jahren, werden von Fahrern im Tiefschlaf bewegt.
Schleichen typisch auf der Mittelspur :)

HC Ahlmann

unread,
Jun 6, 2013, 5:52:31 PM6/6/13
to
Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:

> Sorry, aber da hast du mehrfach nicht richtig hingeschaut:

Ich hab's nach einmaligem Sehen zusammengefasst, Irrtum inbegriffen.
Danke für die Korrekturen.
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