ich denke darüber nach mich selbstständig zu machen, ich bin ausgebildeter
Fachinformatiker Systemintegration und möchte Firmen in Sachen EDV beraten
und betreuen. Ein kleiner Kundenstamm wäre bereits vorhanden, nun möchte ich
mir einen Überblick über das was mich erwartet machen und möchte zunächst
eine Liste zusammengestellt mit Kosten die auf mich zukommen:
1. Grundungskosten
Bei den Gründungskosten stellt sich zunächst die Frage der Form der
Selbstständigkeit. Nett wäre es das ganze als Freiberuflicher IT-Berater zu
machen, problematisch ist jedoch dass ich auch Hardware verkaufen möchte.
Ein IT-Berater ist zwar in der Liste der "ähnlichen Berufe" vorhanden, ich
befürchte aber dass durch das Handeln mit Hard und Software die
freiberuflichkeit nicht vollständig gegeben ist und somit die gesamte
Tätigkeit nicht als freiberuflich angesehen werden kann, ist das korrekt?
Die Alternative für mich ist eine Einzelunternehmerschaft, mit was für
Gründungskosten habe ich hier zu rechnen?
2. Versicherungen
Die erste Frage die sich stellt ist ob man freiwilliges Mitglied in einer
Gesetzlichen KK bleibt, oder sich privat versichert. Im Moment würde eine
private Versicherung für mich günstiger sein (bin 24 Jahre), mit den Jahren
würde die private jedoch die gesetzliche überholen. Was würdet ihr meinen?
Was benötige ich sonst für Versicheurngen, mit welchen Kosten muss ich
rechnen (Betriebshaftpflicht, Rechtsschutz)
3. Finanzierung
Vorteil an der ganzen Sache ist dass ich mit einem geringen Startkapital
anfangen kann, das von mir angesparte Geld sollte zunächst reichen da in der
Regel höchstens mal 5000 Euro vorfinanziert werden müssten, kurzfristig
könnte ich aber mehr flüssig machen.
4. Büro
Da die Geschäftstermine(Beratungen) in der Regel beim Kunden stattfinden
möchte ich von Zuhause aus starten.
5. Sonstige Kosten
Ein Notebook, Drucker, PC sind vorhanden, ein Auto ebenfalls.
Welche weiteren Kosten kommen auf mich zu?
6. Konzept
Neben zwei Kunden mit je ca. 30 PC-Arbeitsplätzen und ein paar kleineren
Firmen (bis zu 5 Plätzen) ist es mein Ziel Konzepte für solche
Kleinstunternehmen zu entwickeln, viele von den Kleinen verschenken Geld an
z.B. den Steuerberater. Bestes Beispiel ist ein Werbemittelunternehmen
(Aufkleber, Schilder etc.) das mit einer Uralt-Software Rechnungen schreibt
und diese in Papierform archiviert, die Papierrechnungen gehen an die Frau
vom Chef, die überprüft die Zahlungseingänge und notiert das auf den
Rechnungen, die Eingangsrechnungen werden ebenfalls von der Frau überwiesen.
Die gesammelten Werke gehen dann an den Steuerberater die die gesamten
Rechnungen von Papier in den PC überträgt und die Steuererklärung fertigt.
Hier soll z.B. in mehreren Stufen auf eine moderne kleine Warenwirtschaft
umgestellt werden, zunächst erstmal alle Ausgangsrechnungen per DATEV-Export
an den Steuerberater (dürfte bei vielen Rechnungen mit eher kleinen Beträgen
schon recht gut tun) übermittelt werden, dann soll die Frau des Chefs die
Offenen Posten über diese Software verwalten. Durch das Anlegen von Artikeln
soll das ewige "Freitext-Artikelerfinden" ein Ende finden und evtl im
letzten Schritt auch über die Software bestellt werden, also auch die
Eingangsrechnungen per DATEV an den Steuerberater übermittelt werden. Die
UST-Voranmeldung kann dann auch selbst gemacht werden, der Steuerberater
muss nur noch prüfen und abschlüsse erstellen.
Was haltet ihr von meinen Ideen, habt ihr weitere Tipps für mich?
Wo kann ich mich beraten lassen (Raum Münster).
Vielen Dank für eure Hilfe
Martin
Martin Hemeler schrieb am Sonntag 20 Juli 2008 10:23:
>
> Wo kann ich mich beraten lassen (Raum Münster).
ich habe vor der Gründung einerseits selbst viele Informationen gesammelt.
Welche Konkurrenz gibt es?
Wie sicher sind weitere Aufträge?
Was passiert, wenn keine Aufträge kommen?
Wichtig ist meines Erachtens ein Businessplan, indem mit mindestens drei
Versionen gerechnet wird:
best case
worst case
wahrscheinlicher Fall, der irgendwo dazwischen liegt
Ich hatte einige Vorkenntnisse aus dem Studium (Teilbereich BWL im
Informatikstudium und ein Kurs explizit zum Erstellen Businessplans).
Trotzdem habe ich einen Kurs speziell zur Existenzgründung gemacht:
http://www.ifu-nelles.de/
unter Seminare findet man aktuell, z.B:
Seminare in Münster
20. August 2008 - 22. August 2008 (Mittwoch bis Freitag)
22. August 2008 - 24. August 2008 (Freitag bis Sonntag)
24. September 2008 - 26. September 2008 (Mittwoch bis Freitag)
In diesem Seminar wurden alle Fragen rundum die Existenzgründung
angesprochen, inklusive Beispielen, wie man sinnvoll berechnet, welcher
Stundensatz nötig ist, damit man davon leben kann.
Viel Erfolg,
--
Gruß vom Bodensee,
Ute ##### http://www.miradlo.net/blog_miradlo/ #####
>> Wo kann ich mich beraten lassen (Raum Münster).
>
> ich habe vor der Gründung einerseits selbst viele Informationen gesammelt.
>
> Welche Konkurrenz gibt es?
> Wie sicher sind weitere Aufträge?
> Was passiert, wenn keine Aufträge kommen?
>
> Wichtig ist meines Erachtens ein Businessplan, indem mit mindestens drei
> Versionen gerechnet wird:
> best case
> worst case
> wahrscheinlicher Fall, der irgendwo dazwischen liegt
Im Prinzip richtig, vieles davon wird sich für ihn aber schwer ermitteln
lassen.
Mit 24 und ohne große Investitionen würde ich an seiner Stelle deshalb
starten, Wege entstehen beim gehen.
Dabei aber die Risiken gut abwägen (z.B. Haftung) und auf die Erträge
achten. Nach und nach wachsen, immer die Ausgaben im Zaum halten, Kredite
vermeiden.
Ohne grosse Investitionen kann er ja auch jederzeit wieder einer anderen
Beschäftigung nachgehen.
Wünsche viel Erfolg
Lutz
--
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>1. Grundungskosten
>
>Bei den Gründungskosten stellt sich zunächst die Frage der Form der
>Selbstständigkeit. Nett wäre es das ganze als Freiberuflicher IT-Berater zu
>machen, problematisch ist jedoch dass ich auch Hardware verkaufen möchte.
>Ein IT-Berater ist zwar in der Liste der "ähnlichen Berufe" vorhanden, ich
>befürchte aber dass durch das Handeln mit Hard und Software die
>freiberuflichkeit nicht vollständig gegeben ist und somit die gesamte
>Tätigkeit nicht als freiberuflich angesehen werden kann, ist das korrekt?
>
>Die Alternative für mich ist eine Einzelunternehmerschaft,...
Auch ein Freiberufler ist ein Einzelunternehmer. Bei dir käme die
Anmeldung eines gwwerbes in Frage.
>... mit was für
...mit welchen...
>Gründungskosten habe ich hier zu rechnen?
ca. 30 Euro für die Gewerbeanmeldung bei der Kommune.
>2. Versicherungen
>
>Die erste Frage die sich stellt ist ob man freiwilliges Mitglied in einer
>Gesetzlichen KK bleibt, oder sich privat versichert. Im Moment würde eine
>private Versicherung für mich günstiger sein (bin 24 Jahre), mit den Jahren
>würde die private jedoch die gesetzliche überholen. Was würdet ihr meinen?
Wenn du dich privat versicherst, dann solltest du die Differenz zum
Zahlbetrag einer freiwilligen GKV-Mitgliedschaft auf die hohe Kante
legen, damit kannst du dann in 40 jahren die höherePKV bezahlen und
hast ggf. noch Kapital übrig. Ansonsten wird der Wechsel zurück in die
GKV (falls heirat und Frau arbeitet nicht oder Kinder kommen) nur über
die Aufgabe der Selbständigkeit und eine SV-pflichtige Beschäftigung
gehen. Ab 2009 soll KV-Pflichtaufnahme kommen, aber nur in die zuletzt
bestehende versicherungsform.
>Was benötige ich sonst für Versicheurngen, mit welchen Kosten muss ich
>rechnen (Betriebshaftpflicht, Rechtsschutz)
Haben viele nicht, kommt ganz auch die Risikolage deines geschäfts
drauf an. Unternehmenshaftpflicht mit Absicherung auch finanzieller
Schäden so. ca. 2000 Euronen pro Jahr.
>3. Finanzierung
>
>Vorteil an der ganzen Sache ist dass ich mit einem geringen Startkapital
>anfangen kann, das von mir angesparte Geld sollte zunächst reichen da in der
>Regel höchstens mal 5000 Euro vorfinanziert werden müssten, kurzfristig
>könnte ich aber mehr flüssig machen.
Das ist doch prima! Also brauchst du gar keine Finanzierung (Gredit)
weil genügend Eigenkapital.
>4. Büro
>
>Da die Geschäftstermine(Beratungen) in der Regel beim Kunden stattfinden
>möchte ich von Zuhause aus starten.
Üblich und angemessen.
>5. Sonstige Kosten
>
>Ein Notebook, Drucker, PC sind vorhanden, ein Auto ebenfalls.
>
>Welche weiteren Kosten kommen auf mich zu?
Außer Versicherung und Steuern? Eher keine. Ggf. Buchhaltungssoftware.
>6. Konzept
>...
Hört sich gut an. Kommt nun nur noch drauf an, die potentiellen Kunden
zu finden und denen das schmackhaft zu machen...
Martin
--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Föderalismus
im Bildungswesen abgeschafft werden muss!
vorab: ich habe mich zusammen mit einem Partner vor etwas
über anderthalb Jahren auch im IT-Bereich selbstständig
gemacht. Nachfolgendes daher rein subjektiv ;).
Martin Hemeler schrieb:
> 1. Grundungskosten
>
> Bei den Gründungskosten stellt sich zunächst die Frage der Form der
> Selbstständigkeit. Nett wäre es das ganze als Freiberuflicher
> IT-Berater zu machen, problematisch ist jedoch dass ich auch Hardware
> verkaufen möchte. Ein IT-Berater ist zwar in der Liste der "ähnlichen
> Berufe" vorhanden, ich befürchte aber dass durch das Handeln mit Hard
> und Software die freiberuflichkeit nicht vollständig gegeben ist und
> somit die gesamte Tätigkeit nicht als freiberuflich angesehen werden
> kann, ist das korrekt?
Korrekt, du handelst dann gewerblich. Ich würde das
gleich richtig aufziehen und ein Gewerbe anmelden,
und mich nicht in diese Grauzone begeben.
> Die Alternative für mich ist eine Einzelunternehmerschaft, mit was für
> Gründungskosten habe ich hier zu rechnen?
20 bis 40 Euro für einen Gewerbeschein, mehr nicht. Du
kannst, willst du offiziell eine Firma, also einen
Namen für dein Unternehmen, der nicht aus deinem
eigenen besteht, nutzen, dich auch im Handelsregister
eintragen lassen. Das kostet einen Gang zum Notar
(bei uns 70 EUR) + Kosten für die Veröffentlichung
(bei uns seinerzeit über 400 EUR, muss aber nicht
sein).
Unterschied der Varianten:
a) IT-Beratung Martin Hemeler
b) WasAuchImmerDuWillst e.K.
>
> 2. Versicherungen
>
> Die erste Frage die sich stellt ist ob man freiwilliges Mitglied in
> einer Gesetzlichen KK bleibt, oder sich privat versichert. Im Moment
> würde eine private Versicherung für mich günstiger sein (bin 24 Jahre),
> mit den Jahren würde die private jedoch die gesetzliche überholen. Was
> würdet ihr meinen?
Wenn du gesund bist, wechsle zur PKV. Das ist das beste
was du derzeit machen kannst, wenn du für dein Geld noch
eine Leistung bekommen willst, meine Meinung.
Mach dir hier aber nicht zu viele Gedanken über die
(ferne) Zukunft, denn ich bin mir sicher, wenn du
mal "alt" bist, gibt es das heutige System sowieso
nicht mehr. Da sind so viele Umbrüche im Gange, dass
man das nicht abschätzen kann.
Die GKV ist in jedem Fall viel zu teuer (bin selbst
noch freiwillig gesetzlich versichert - und wenn du
im Monat mal 500 EUR zahlst um dann doch beim Arzt
wieder 2 Stunden warten zu müssen, weil das bei ihm
so System ist, dann fragst du dich schon, was los ist),
bei der PKV kannst du von der Basisabsicherung von
150 EUR im Monat bis zum All-Inclusive-Paket für 300
EUR alles bekommen.
> Was benötige ich sonst für Versicheurngen, mit welchen Kosten muss ich
> rechnen (Betriebshaftpflicht, Rechtsschutz)
Betriebshaftpflicht ist ne teure Angelegenheit, kann
man ggf. drauf verzichten. Die hier habe ich dann
nach Prüfung durch einen Makler doch abgeschlossen:
http://tinyurl.com/3rpnxz
Ansonsten: Berufsunfähigkeits-, private Haftpflicht
und ne Unfallversicherung sollten drin sein.
Rechtsschutz ist ne Option, habe ich mich noch nicht
mit beschäftigt.
> 3. Finanzierung
>
> Vorteil an der ganzen Sache ist dass ich mit einem geringen Startkapital
> anfangen kann, das von mir angesparte Geld sollte zunächst reichen da in
> der Regel höchstens mal 5000 Euro vorfinanziert werden müssten,
> kurzfristig könnte ich aber mehr flüssig machen.
Du solltest im Grunde immer 3 bis 6 Monate bei
laufenden betrieblichen wie privaten Kosten ohne
einen Euro Einnahme auskommen, dann ist es ok.
Wenn du vor dem Start da schon Probleme hast,
wird's kritisch.
Zur Kohle: besorge dir ein Girokonto und ein
Tagesgeldkonto - überweise jeden Cent Vorsteuer
(eingenommene Umsatzsteuer) direkt auf das
Tagesgeldkonto - somit hast du immer im Blick,
was du "cash" aufm Giro wirklich verfügbar hast,
und das für den Staat geparkte Geld kriegst du
bis zur Ustvorauszahlung auch noch verzinst.
Wir finanzieren damit zumindest die Kosten für
das Girokonto.
> 4. Büro
>
> Da die Geschäftstermine(Beratungen) in der Regel beim Kunden stattfinden
> möchte ich von Zuhause aus starten.
Ein Büro hat Vorteile - vor allem kannst du
privat und geschäftlich trennen, es ist
repräsentativer und du hast eine andere Motivation
wenn du morgens ins Büro fährst, als wenn du nur
vom Bett an den Schreibtisch wechselst.
> 5. Sonstige Kosten
>
> Ein Notebook, Drucker, PC sind vorhanden, ein Auto ebenfalls.
>
> Welche weiteren Kosten kommen auf mich zu?
Ggf. Berufsgenossenschaft, IHK-Beitrag.
> 6. Konzept
>
> Neben zwei Kunden mit je ca. 30 PC-Arbeitsplätzen und ein paar kleineren
> Firmen (bis zu 5 Plätzen) ist es mein Ziel Konzepte für solche
> Kleinstunternehmen zu entwickeln, viele von den Kleinen verschenken Geld
> an z.B. den Steuerberater. Bestes Beispiel ist ein
> Werbemittelunternehmen (Aufkleber, Schilder etc.) das mit einer
> Uralt-Software Rechnungen schreibt und diese in Papierform archiviert,
> die Papierrechnungen gehen an die Frau vom Chef, die überprüft die
> Zahlungseingänge und notiert das auf den Rechnungen, die
> Eingangsrechnungen werden ebenfalls von der Frau überwiesen. Die
> gesammelten Werke gehen dann an den Steuerberater die die gesamten
> Rechnungen von Papier in den PC überträgt und die Steuererklärung
> fertigt. Hier soll z.B. in mehreren Stufen auf eine moderne kleine
> Warenwirtschaft umgestellt werden, zunächst erstmal alle
> Ausgangsrechnungen per DATEV-Export an den Steuerberater (dürfte bei
> vielen Rechnungen mit eher kleinen Beträgen schon recht gut tun)
> übermittelt werden, dann soll die Frau des Chefs die Offenen Posten über
> diese Software verwalten. Durch das Anlegen von Artikeln soll das ewige
> "Freitext-Artikelerfinden" ein Ende finden und evtl im letzten Schritt
> auch über die Software bestellt werden, also auch die Eingangsrechnungen
> per DATEV an den Steuerberater übermittelt werden. Die UST-Voranmeldung
> kann dann auch selbst gemacht werden, der Steuerberater muss nur noch
> prüfen und abschlüsse erstellen.
Liest sich nach Lexware-Software. Also neu ist das nicht ;).
Georg
>
>> 6. Konzept
>>
>> Neben zwei Kunden mit je ca. 30 PC-Arbeitsplätzen und ein paar kleineren
>> Firmen (bis zu 5 Plätzen) ist es mein Ziel Konzepte für solche
>> Kleinstunternehmen zu entwickeln, viele von den Kleinen verschenken Geld
>> an z.B. den Steuerberater. Bestes Beispiel ist ein Werbemittelunternehmen
>> (Aufkleber, Schilder etc.) das mit einer Uralt-Software Rechnungen
>> schreibt und diese in Papierform archiviert, die Papierrechnungen gehen
>> an die Frau vom Chef, die überprüft die Zahlungseingänge und notiert das
>> auf den Rechnungen, die Eingangsrechnungen werden ebenfalls von der Frau
>> überwiesen. Die gesammelten Werke gehen dann an den Steuerberater die die
>> gesamten Rechnungen von Papier in den PC überträgt und die
>> Steuererklärung fertigt. Hier soll z.B. in mehreren Stufen auf eine
>> moderne kleine Warenwirtschaft umgestellt werden, zunächst erstmal alle
>> Ausgangsrechnungen per DATEV-Export an den Steuerberater (dürfte bei
>> vielen Rechnungen mit eher kleinen Beträgen schon recht gut tun)
>> übermittelt werden, dann soll die Frau des Chefs die Offenen Posten über
>> diese Software verwalten. Durch das Anlegen von Artikeln soll das ewige
>> "Freitext-Artikelerfinden" ein Ende finden und evtl im letzten Schritt
>> auch über die Software bestellt werden, also auch die Eingangsrechnungen
>> per DATEV an den Steuerberater übermittelt werden. Die UST-Voranmeldung
>> kann dann auch selbst gemacht werden, der Steuerberater muss nur noch
>> prüfen und abschlüsse erstellen.
>
> Liest sich nach Lexware-Software. Also neu ist das nicht ;).
Hallo Georg, da hast du sogar teilweise Recht, das Problem ist nur dass es
(hier auf jeden Fall) kaum jemanden gibt der die Firmen dabei unterstützt,
verkaufen können die die Software alle, nur ich möchte wie gesagt kurz die
Geschäftsprozesse analysieren und die Software passend zum Unternehmen
auswählen, Lexware ist bestimmt manchmal eine Option, einige von meinen
potenziellen Kunden haben sogar Lexware, können es nu rnicht bedienen .
Danke für deine Tipps
Hut ab wenn du KMUs findest die dir die gesamte Zeit auch bezahlen.
Deine von dir erwähnte Lösung wird jeder toll finden, nur will den
Aufwand dafür kaum wer bezahlen.
Ansonsten evtl. noch ein Punkt: Warum sollen Interessenten zu *dir*
kommen bzw. *dich* beauftragen und nicht wen anderen? (USP,
Verkaufsargumente, ...)
#m
> Am Sun, 20 Jul 2008 11:13:02 +0200 schrieb Ute Hauth:
>> Wichtig ist meines Erachtens ein Businessplan, indem mit mindestens drei
>> Versionen gerechnet wird:
>> best case
>> worst case
>> wahrscheinlicher Fall, der irgendwo dazwischen liegt
>
> Im Prinzip richtig, vieles davon wird sich für ihn aber schwer ermitteln
> lassen.
Den Businessplan gibts ja nicht nur in der vollständigen optimierten Version,
die nötig ist, falls jemand einen Kredit braucht.
Möglich ist auch die etwas abgespeckte Version. Ich meine es ist sinnvoll,
mal selbst zu rechnen, damit wird klarer um welche Beträge es geht. Wenn
beim Rechnen rauskommt, dass der angedachte Stundensatz eine Auslastung von
über 90% nötig macht, dann fällt auf, dass da etwas nicht klappen kann.
In dem Kurs damals, gabs Gründungswillige, deren angenommener Stundensatz
selbst bei 200% Auslastung nicht zum gewünschten Einkommen geführt hätte, da
die Ausgaben nicht korrekt kalkuliert waren.
>
> Mit 24 und ohne große Investitionen würde ich an seiner Stelle deshalb
> starten, Wege entstehen beim gehen.
Ich wollte nicht abraten.
>
> Dabei aber die Risiken gut abwägen (z.B. Haftung) und auf die Erträge
> achten. Nach und nach wachsen, immer die Ausgaben im Zaum halten, Kredite
> vermeiden.
Sondern durch selbst rechnen und ausreichend Infos dazu raten die Risiken
abzuwägen.
>
> Ohne grosse Investitionen kann er ja auch jederzeit wieder einer anderen
> Beschäftigung nachgehen.
Das ist sicher je nach Job und Gegend unterschiedlich, gehört aber mit zu den
Überlegungen, die ich für wichtig halte.
>> Im Prinzip richtig, vieles davon wird sich für ihn aber schwer ermitteln
>> lassen.
>
> Den Businessplan gibts ja nicht nur in der vollständigen optimierten Version,
> die nötig ist, falls jemand einen Kredit braucht.
>
> Möglich ist auch die etwas abgespeckte Version. Ich meine es ist sinnvoll,
> mal selbst zu rechnen, damit wird klarer um welche Beträge es geht.
Auf jeden Fall.
> Wenn
> beim Rechnen rauskommt, dass der angedachte Stundensatz eine Auslastung von
> über 90% nötig macht, dann fällt auf, dass da etwas nicht klappen kann.
>
> In dem Kurs damals, gabs Gründungswillige, deren angenommener Stundensatz
> selbst bei 200% Auslastung nicht zum gewünschten Einkommen geführt hätte, da
> die Ausgaben nicht korrekt kalkuliert waren.
Ja, wahrscheinlich geht man da zu sehr von den eigenen eingefahrenen
Gedankengängen aus, bei denen wirtschaftliche Überlegungen im Hintergrund
immer unbewußt mitlaufen sofern es nicht um Hobby oder Liebe geht ;-)
Dann sollte man dem Kind einen anderen Namen geben.
Ich habe mir damals auch ne Menge Arbeit gemacht und
über 30 Seiten Papier produziert - war immerhin für
den Gründungszuschuss ausreichend. Aber ich habe
seitdem nicht mehr reingesehen, weil die Zahlen damals
sowieso reine Fantasie waren.
Durchrechnen und Stundensatz kalkulieren sollte man,
wie du schreibst, davon unabhängig natürlich in jedem
Fall.
Wobei die Rechnung ja recht einfach ist:
Benötigtes Wunscheinkommen
+ monatliche Fixausgaben
+ Jährlich einmalige Ausgaben/12
= nötiger Umsatz (*)
Dann kann man von 170-200 Stunden im Monat verfügbare
Arbeitszeit ausgehen, wovon man wohl maximal 40-50%
wirklich in Rechnung stellen kann. Bleibt also
Wenn man also 5.000 EUR im Monat braucht wären
das
5000 / 90 = 55 EUR
Und davon zahlt man dann brav Steuern :-).
(*) in seinem Fall ist das letztlich auch Gewinn.
Georg
je nach Beratungstätigkeit im IT-Sektor mußt Du ortsunabhängig arbeiten
können. Nur mit Deinem Notebook als Angebots- und Rechnungsautomat wirst
Du auf Dauer nicht weit kommen.
Neben leistungsstarken DSL im Büro (Ggf. für Fernzugriff, VPN mobil auf
zu Büro) ist eine mobile UMTS-Netzwerkkarte wahrscheinlich sinnvoll.
Alles im Prinzip 30-50-Euro Peanuts, aber die müssen eben monatlich laufen.
> 6. Konzept
>
> Neben zwei Kunden mit je ca. 30 PC-Arbeitsplätzen und ein paar kleineren
> Firmen (bis zu 5 Plätzen) ist es mein Ziel Konzepte für solche
> Kleinstunternehmen zu entwickeln, viele von den Kleinen verschenken Geld
> an z.B. den Steuerberater. Bestes Beispiel ist ein
> Werbemittelunternehmen (Aufkleber, Schilder etc.) das mit einer
> Uralt-Software Rechnungen schreibt und diese in Papierform archiviert,
> die Papierrechnungen gehen an die Frau vom Chef, die überprüft die
> Zahlungseingänge und notiert das auf den Rechnungen, die
> Eingangsrechnungen werden ebenfalls von der Frau überwiesen. Die
> gesammelten Werke gehen dann an den Steuerberater die die gesamten
> Rechnungen von Papier in den PC überträgt und die Steuererklärung
> fertigt. Hier soll z.B. in mehreren Stufen auf eine moderne kleine
> Warenwirtschaft umgestellt werden, zunächst erstmal alle
> Ausgangsrechnungen per DATEV-Export an den Steuerberater (dürfte bei
> vielen Rechnungen mit eher kleinen Beträgen schon recht gut tun)
> übermittelt werden, dann soll die Frau des Chefs die Offenen Posten über
> diese Software verwalten. Durch das Anlegen von Artikeln soll das ewige
> "Freitext-Artikelerfinden" ein Ende finden und evtl im letzten Schritt
> auch über die Software bestellt werden, also auch die Eingangsrechnungen
> per DATEV an den Steuerberater übermittelt werden. Die UST-Voranmeldung
> kann dann auch selbst gemacht werden, der Steuerberater muss nur noch
> prüfen und abschlüsse erstellen.
Bei einer solchen Tätigkeit vergessen viele die nötige Fortbildung (hat
noch keiner erwähnt). Software, die Du nicht nur per setup.exe
"administrierst" mußt Du gut kennen.
Wenn die Aufträge laufen, hast Du keine Zeit zum erarbeiten, zudem
bringen Schulungen einen meist schneller auf die richtige Bedienung. Ich
würde an dieser Stelle mal 4 Wochen Schulungszeit pro Jahr kalkulieren
und die Kosten dazu.
Meist mußt Du zunächst Software vorfinanzieren, um diese auch wirklich
kennen zu lernen. Wenn Du sie dann oft genug verkaufen kannst, wirst Du
sicher auch gesponsert. Aber da Du schon jetzt sagst, daß Du aus vielen
das jeweilig Beste anbieten willst, wirst Du keine brauchbaren
"Stückzahlen" im Verkauf erreichen.
Daneben könnte es sinnvoll sein, nicht nur aus der Box zu empfehlen,
sondern insbesondere individuell (ggf. eigene Programmierung). Dann
benötigst Du ggf. entsprechende Entwicklerversionen und Zeit, deine
Vorschläge umzusetzen. Problem wird dann sicher die
finanzierungswilligkeit der Kunden sein (wie schon angesprochen wurde).
Dein Stundensatz könnte da schnell von 60 auf 90 (oder gar 150)
Euro/Stunde wachsen; wenn Du dabei Deinen gesetzten Anspruch an Dich
auch umsetzen kannst, wird das jedoch sicher gehen.
Hieraus siehst Du aber, warum viele nur out-of-the-box verkaufen.
Horst
Microsoft-Software gibt's im Übrigen für 320 EUR im
Jahr tutto kompletto zum evaluieren und testen (nennt
sich Technet-Abonnement).
Georg
Wer einen guten Draht zum Steuerberater hat, dem
dürfte das egal sein. Der drückt am Ende des Jahres
nur auf ein anderes Knöpfchen.
Aber du hast Recht, sollte man sich überlegen.
Georg
P.s.: Ich kenne einen e.K. der seit Beginn (2003)
EÜR abgibt. Bisher wurde es nicht moniert.
>>> a) IT-Beratung Martin Hemeler
>>> b) WasAuchImmerDuWillst e.K.
>>
>> Mit der Folge, daß er buchführungspflichtig wird.
>
> Wer einen guten Draht zum Steuerberater hat, dem
> dürfte das egal sein. Der drückt am Ende des Jahres
> nur auf ein anderes Knöpfchen.
>
> Aber du hast Recht, sollte man sich überlegen.
Auch aus anderem Grund: mit EÜR ist Material im Lager eine sofort das
Einkommen mindernde Betriebsausgabe, mit Bilanzierung ist es zunächst ohne
Auswirkung auf den Gewinn und schmälert dadurch die Liquidität.
Das würde ich ohne gute andere Gründe nicht machen.
> Bei einer solchen Tätigkeit vergessen viele die nötige Fortbildung (hat
> noch keiner erwähnt). Software, die Du nicht nur per setup.exe
> "administrierst" mußt Du gut kennen.
> Wenn die Aufträge laufen, hast Du keine Zeit zum erarbeiten, zudem
> bringen Schulungen einen meist schneller auf die richtige Bedienung. Ich
> würde an dieser Stelle mal 4 Wochen Schulungszeit pro Jahr kalkulieren
> und die Kosten dazu.
Ich würde vorsichtig 1/3 der Zeit ansetzen, die man wirklich dem Kunden in
Rechnung stellen kann, ein weiteres Drittel für Aquise und Fortbildung und
ein Drittel für 'unproduktives', was aber auch sein muss: eigene
Administration, z.B. Buchführung, Urlaub, Krankheit usw.
Mit 180 Stunden im Monat bleiben da 60 für direkte Arbeit für den Kunden,
der erforderliche Stundensatz lässt sich dann leicht ermitteln. Unter 80 -
90 Euro läuft da wahrscheinlich auf Dauer nichts.
Was anderes ist es, wenn andere für seine Auslastung sorgen. Dann hat er
mehr produktive Stunden, kommt aber vielleicht nur noch auf 60 Euro weil
jemand für seine Leistungen die Hand mit aufhält.
Klar, aber das dürfte im Fall des OP keine Rolle
spielen, da man Software ja doch on demand kaufen
kann.
Georg
> Ja, wahrscheinlich geht man da zu sehr von den eigenen eingefahrenen
> Gedankengängen aus, bei denen wirtschaftliche Überlegungen im Hintergrund
> immer unbewußt mitlaufen sofern es nicht um Hobby oder Liebe geht ;-)
Für manche ist es selbstverständlich fast ständig wirtschaftlich zu denken,
aber es gibt auch diejenigen, die es nicht so sehen, wie eben manche damals
in dem Kurs.
Georg Schupp schrieb am Sonntag 20 Juli 2008 14:07:
> Ute Hauth schrieb:
>> Den Businessplan gibts ja nicht nur in der vollständigen optimierten
>> Version, die nötig ist, falls jemand einen Kredit braucht.
>
> Dann sollte man dem Kind einen anderen Namen geben.
Nun, ich kenne keinen anderen Namen, ich würde auch die abgespeckte Version
so nennen...
>
> Durchrechnen und Stundensatz kalkulieren sollte man,
> wie du schreibst, davon unabhängig natürlich in jedem
> Fall.
Also auch hier würde ich es so nennen.
> Wobei die Rechnung ja recht einfach ist:
>
> Benötigtes Wunscheinkommen
> + monatliche Fixausgaben
> + Jährlich einmalige Ausgaben/12
> = nötiger Umsatz (*)
Klar, im Grunde ist es so einfach.
>
Pedro Hermundurius schrieb am Sonntag 20 Juli 2008 16:04:
> (...)
> Ergaben bei mir damals 65 Euro, die täglich im Schnitt erarbeitet
> sein wollten.
> Zugegeben, X-treme Worst case ;-)
Nun, der worst case ist ja das Problem, wenn es besser läuft, ist ja alles
gut.
> Mit 180 Stunden im Monat bleiben da 60 für direkte Arbeit für den Kunden,
> der erforderliche Stundensatz lässt sich dann leicht ermitteln. Unter 80 -
> 90 Euro läuft da wahrscheinlich auf Dauer nichts.
Ich erinnere mich noch dunkel an einen thread, der hier vor einiger
Zeit lief, wo ein freiberuflicher Kollege in ähnlichem Metier am
Jammern war, wie sehr er sich für seine Kunden zerreist. Und wie wenig
jene die Leistungen zu schätzen wissen. Kann den jemand aus dem Archiv
pulen? Da wäre für Martin ne Menge Stoff, was er vermeiden sollte.
Mal als blödes Beispiel eine routerkonfiguration, auch wenn Martin
anderes vorhat: Der router kostet vielleicht 150 Euro. Bis die
Konfiguration (ggf mit VPN für Fernwartung) am Ende steht, mußt du
aber incl Anfahrtszeit eher doch zwei bis vier Stunden kalkulieren,
also mithin locker das Doppelte bis Dreifache der eigentlichen
hardware. Nicht alle bis nur wenige Kunden haben dafür Verständnis. Um
diese rauszufiltern, braucht man eine ganz Besondere Eigenschaft:
Die Fähigkeit "nein" sagen zu können.
Das Thema weitere Kunden wurde ja schon angesprochen. Hier muß also
neben der allgemeinen Kalkulation unbedingt ein klarer Plan her: Wie
soll die Acquise laufen, was ist realistisch vom Korridor her? Gibt es
einen Sockel von garantierten Einnahmen abseits bestimmter Projekte?
Und dann, wie Ute sofort sagte: Wie ist die Mitbewerberdichte? Wodurch
zeichnest Du Dich aus? Anfragen wie die o.g. router-Konfiguration
werden Dir sicher öfter begegnen: Macht man das (günstig), um bei dem
potentiellen Kunden einen Fuß in die Tür zu bekommen? Wenn ja wie oft?
In Münster werden zwar die besten Tatorte gedreht, aber wirtschaftlich
ist in der Ecke nicht gerad so der Bär los?
> Hier soll z.B. in mehreren Stufen auf eine moderne kleine Warenwirtschaft umgestellt werden
Da arbeite ich auch seit Jahren bei mir dran;) Ich verkaufe ja keine
software und kenne den Markt nicht, aber ich denke, da gibt es fertige
Sachen so um die 10 TE? Das mit den mehreren Stufen verstehe ich
nicht, denn wenn, dann empfiehlt sich sicher, das aus einem Guss zu
machen, oder? Das wäre dann das erweiterte Beispiel zu der router-
Installation: 10 TE für die software und 20 TE für Deine Installation
und Deinen Schulungsaufwand. Will der Schildermaler das bezahlen, oder
geht er weiterhin davon aus, daß seine Frau für lau kontiert? Und ob
der Steuerberater auf seine monatlichen Einnahmen verzichten mag, nur
weil Du ihm mit ner Datev-Schnittstelle drohst, ist auch noch die
Frage.
erstmal danke für eure vielen Antworten, ich habe heute noch ganz kurz ein
wenig gerechnet:
monatliche Fixkosten Firma:
50 Euro Telefon/Internet
75 Euro Auto Versicherung/Steuern (75% des Gesamtbetrages)
150 Euro Diesel (75 % des Gesamtbetrages)
100 Euro Drucker/Papier etc.
150 Euro Wartung/Reparatur/neue Geräte
__________
525 Euro
monatliche Fixkosten privat:
180 Euro Krankenversicherung
20 Euro Telefon/Internet
25 Euro Auto Versicherung/Steuern
50 Euro Diesel
___________
275 Euro
akutelles Bruttomonatsentgeld ca 1400 netto + 180 Euro Krankenversicherung
(privatanteil Auto wurde vorher auch von diesem Geld bezahlt brauch also
nicht eingerechnet werden) = 1580 Euro --> 1850 Euro müssen an Gewinn über
bleiben (Einkommensteuer draufgerechnet)
also 525 + 1850 = 2875 Euro
geplanter Stundensatz zwischen 40 und 75 Euro, rechne ich mal mit 55 Euro im
Schnitt ergibt das gut 52 Stunden im Monat die ich Abrechnen muss.
Stimmt meine Rechnung soweit, an welchen Stellen sollte ich die Rechnung
korrigieren?
Danke für eure Tipps!
> Stimmt meine Rechnung soweit, an welchen Stellen sollte ich die
> Rechnung korrigieren?
klingt nach: Umsatz = Gewinn (das funzt nicht)
z.B.
- Rücklagen
- Versicherungen
- Berufgenossenschaft
- Steuern
u.s.w.
Martin
Hallo,
den Posten der Versicherungen habe ich in meinem bisherigen Nettolohn
untergebracht (also alle privaten Versicherungen), muss ich neben der
Einkommensteuer noch mehr Steuern zahlen? Rücklagen sind in der Planu ng nur
gering berücksichtigt (150 Euro), das ganze sollte eher eine Kalkulation
sein was ich Leisten muss um auf meinen jetzigen Stand zu kommen. Mit was
muss ich bei der Berufsgenossenschaft rechnen? Hatjemand vielleicht eine
Beispielrechnung parat?
Ein kurzer Hinweis zu den 1400 Euro: Ich wohne zuhause und muss so also
keine Miete oder ähnliches zahlen, komme also mit 1400 Euro gut hin!
Danke für die Tipps
>Stimmt meine Rechnung soweit, an welchen Stellen sollte ich die Rechnung
>korrigieren?
Wie berücksichtigst du pauschal eine mögliche Krankheit? Als
Angestellter hast du immerhin 6 Wochen Lohnfortzahlung! Rücklagen
bilden! Erhältst du Urlaubs- oder Weihnachtsgeld? Sollte man ebenfalls
berücksichtigen! Willst du irgendwann mal Urlaub machen? Sag nicht,
dass das erst mal flach fällt. Irgendwann bist du kaputt, man braucht
Erholung, müssen ja nicht gleich die Malediven sein! Als Angestellter
hast du wenigstens eine kleine Rente als Altersvorsorge. Mindestens
den RV-Beitrag mal zwei (AG-Anteil) solltest du für deine eigene
Altersvorsorge berücksichtigen. Wird meist vergessen, dabei ist eine
möglichst frühe Zahlung am rentierlichsten!
Nur mal so. Wird alles meist ignori... <ähh> vergessen.
>Mit was
Womit...
>muss ich bei der Berufsgenossenschaft rechnen?
Wahrscheinlich bist du gar nicht in der BG als Selbständiger
pflichtversichert. Ansonsten kommts drauf an. Auch darauf, ob du
überhaupt etwas tust, was eine Unfallversicherung *dringend*
erforderlich macht. Hast du schon eine private, dann kann die
möglicherweise dieses Risiko mit abdecken. Kommt auf den
Vertragsinhalt an.
Hallo, Rücklagen sollen über die 1400 Euro gebildet werden, wenn ich ganz
grob überschlage halte ich davon im Monat locker 800 Euro über die ich zur
Seite legen kann.
Ich stell mir zur Zeit auch noch die Frage ob ich auf meinen Gesamten Gewinn
die Einkommensteuer zahlen muss oder ob ich mir selbst quasi ein Gehalt
zahle und für die Rücklagen keine Steuern zahlen muss?
> Erhältst du Urlaubs- oder Weihnachtsgeld? Sollte man ebenfalls
> berücksichtigen!
Weder noch, nicht mal Überstunden oder Wochenendarbeit werden aktuell
vergütet.
> Willst du irgendwann mal Urlaub machen? Sag nicht,
> dass das erst mal flach fällt. Irgendwann bist du kaputt, man braucht
> Erholung, müssen ja nicht gleich die Malediven sein!
Das ist mit meine grösste Sorge, ich denke aber dass ich das über Rücklagen
hinbekommen kann, die fixen Kosten im Monat sind zum Glück ja nicht so hoch.
Natürlich wird so einfach kein Urlaub auf Mallorca möglich sein, die Kunden
müssen einen erreichen können, jedoch ist da auch schon eine
Vertretungsregel mit einem Bekannten ITler in Aussicht.
> Als Angestellter
> hast du wenigstens eine kleine Rente als Altersvorsorge. Mindestens
> den RV-Beitrag mal zwei (AG-Anteil) solltest du für deine eigene
> Altersvorsorge berücksichtigen. Wird meist vergessen, dabei ist eine
> möglichst frühe Zahlung am rentierlichsten!
Da hast du reicht, ich riestere zwar schon aber das habe ich in der Tat
bisher nicht berücksichtigt!
Danke!
>Versicherungen habe ich in meinem bisherigen Nettolohn
>untergebracht (also alle privaten Versicherungen),
Bist du privat krankenversichert? Im übrigen vergiß nicht, dass die
Hälfte der AG zahlt. Als Selbständiger bist du es, der beides zahlt.
Außerdem gibt es, bist du in der GKV, den freiwilligen tarif für
Selbständige, der von einem Mindest*gewinn* von ca. 1800 Euro im Monat
ausgeht, davon dann der volle Beitragssatz von ca. 14% plus 0,9%
Sonderbeitrag, macht dann mindestens für die Krankenversicherung +
Pflegeversicherung im Monat 300 Euro. Aber vielleicht bist du ja auch
privat versichert, dann solltest du jetzt schon Rücklagen fürs Alter
anlegen, da dann die Beiträge kräftig steigen könnten - aber wer weiß,
was die Zukunft bringt.
>Ich stell mir zur Zeit auch noch die Frage ob ich auf meinen Gesamten Gewinn
>die Einkommensteuer zahlen muss...
Aber selbstverständlich!
>... oder ob ich mir selbst quasi ein Gehalt
>zahle und für die Rücklagen keine Steuern zahlen muss?
Nein, das ist Kokolores. Ein Einzelunternehmer kann sich kein Gehalt
zahlen. (Und wenn, dann müßte er davon ja wieder Lohnsteuer
abführen...)
Martin
--
Da lief Philippus hin und hörte, daß er den Propheten Jesaja las,
und fragte: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie
kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet?
[Apost. 8, 30-31]
>geplanter Stundensatz zwischen 40 und 75 Euro, rechne ich mal mit 55 Euro im
>Schnitt ergibt das gut 52 Stunden im Monat die ich Abrechnen muss.
Alles natürlich plus 19% MwSt.!
Martin
(Ingrid war mal wieder aktiv!)
Selbständige erhalten *keine* Riester-Zulage! Es sei denn sie sind
verheiratet und der Partner ist riesterberechtigt.
Ja da ist klar, bei meine jetzigen Firma haben wir Stundensätze von 55
(Firma bei der wir wenigstens 100 Stunden im Monat machen) und 70 Euro, das
ganze ist auch zzgl. Mwst. Was ich auch noch vergessen habe sind Einnahmen
aus dem Verkauf von Hard und Software, wird zwar nicht riesig sein aber
Kleinvieh macht auch Mist.
Eine kleine Änderung hat es noch gegeben, ein jetziger Kunde hat in Aussicht
gestellt dass zur Firmenerweiterung in 2 Jahren ein weiterer fester
IT-Mitarbeiter eingestellt werden soll, dieser Kunde würde auch gerne
weiterhin von mir betreut werden, es könnte also evtl so sein dass ich die
Selbstständigkeit in gut 2 Jahren zu gunsten einer festen Stelle wieder
aufgeben würde, die Planungen sollten jedoch denke ich erstmal dauerhaft
ausgelegt sein.
Just my 2 cents: wer schon vorher damit liebäugelt
sich wieder anstellen zu lassen, sollte es nur
versuchen, wenn er wirklich nicht tief fallen kann.
Denn das Unternehmen steht imho nicht gerade unter
einem guten Stern.
Du brauchst vor allem starke Nerven und Durchhalte-
willen, wenn's mal nicht so super läuft. Wenn du dann
bei den kleinsten Problemen hinwirfst, ist das Ganze
pure Zeitverschwendung.
Falls nicht, und du erfolgreich bist, wirst du den
Gedanken mit der Anstellung ganz schnell verwerfen,
dann das Selbstständigsein hat trotz allem Jammern
hier ne Menge Vorzüge :-).
Georg
P.s.: Gründungszuschuss eingeplant? Dürften bei dir
9x~1200 EUR + 6x300 EUR sein. Und lass dich kündigen,
kündige nicht selbst!
> Natürlich wird so einfach kein Urlaub auf Mallorca möglich sein, die Kunden
> müssen einen erreichen können...
Der war mit Verlaub so richtig Scheiße.
Wie ich hier schon öfter bemerkt habe, ist das wie beim Fußball in den
ersten Minuten: DU mußt den Rhythmus und das Tempo setzen, nicht die
Gegner >ahem< Kunden. Das ist Regel Nummer eins im Zeitmanagement. Die
Kunst besteht darin, daß der Gegner/Kunde das nicht merkt...
> Ich wohne zuhause und muss so also keine Miete oder ähnliches zahlen, komme also mit 1400 Euro gut hin!
komisch, ich wohne auch zu Hause und für dieses Hause will die Bank
gut 20 TE im Jahr.
Mir keimt der Verdacht Du wohnst bei Deinen Eltern? Wenn ja, vergiss
es. Wenn Du nach Unabhängigkeit strebst, zieh da aus. Das wäre für
Dich wichtiger als alles andere, was hier bisher andiskutiert wurde.
Ganz grob würde ich noch + 1/12tel für Urlaub und Krankheit draufrechnen.
Aber eines fehlt mir ganz entscheidend. Bei Selbständigen ist anders als bei
Angestellten, die Einnahmenseite kein gleichmäßiger ruhiger Fluss, sondern hat
Brüche, Zahlungsverzögerungen, Zahlungsausfälle und unerwartete Kosten, die
abgedeckt werden müssen.
Da ist eine Kalkulation die gerade so aufgeht und keine kräftigen Reserven
bildet, so knapp das beim ersten Problem alles zu kippen droht.
Der Posten Werbung fehlt mir hier auch, womit und wie sollen neue Kunden
geworben werden?
Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
--
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Wenn der StB auch die Buchhaltung übernimmt und so
den Abgleichungsaufwand am Jahresende nicht hat, ist
es wohl im Prinzip schon so. Klar muss ein bisschen
mehr und anderes ausgedruckt werden, aber es ist ja
nicht so, dass das alles von Hand geschrieben wird
(DATEV lässt grüßen).
Letztendlich hält sich der Aufwand bei einem kleinen
Dienstleister wie er es vor hat zu werden, in Grenzen.
Für die paar Belege vielleicht ne 1/2 bis eine h Buch-
haltung per Monat, wenn er die Belege und Kontoauszüge
gut vorsortiert liefert, und nochmal 1-3 Stunden für
die Bilanz am Jahresende.
Wenn man dann noch einen guten Preis auf Basis des
tatsächlichen Aufwands, und nicht auf Basis der
Gebührenverordnung, aushandeln kann, sollte sich die
Frage, ob man das alles selbst macht, nicht mehr stellen.
(Ich zahle für meine OHG einen mittleren 3-stelligen
Betrag für *alles* jährlich - Kontakte sind halt, wie
überall in unserem Alltag, alles ;-)).
>> P.s.: Ich kenne einen e.K. der seit Beginn (2003)
>> EÜR abgibt. Bisher wurde es nicht moniert.
>
> Kennt der auch die Folgen? Was passieren kann wenn keine Buchführung
> vorliegt, obwohl er dazu verpflichtet ist?
Das wage ich zu bezweifeln. Aber wer sollte ihn hier
anpinkeln? Das Finanzamt kann augenscheinlich drauf
verzichten, zumal finanzrechtlich die Verpflichtung ja
gar nicht besteht sondern nur handelsrechtlich (berichtigt
mich).
Georg
Trotzdem kann man auch hier ne Menge falsch machen,
und die Einarbeitung dauert ne Weile - die ersten
unausweichlichen Fehler am Anfang eigneschlossen.
Da gebe ich lieber 50 EUR im Monat für ein
Buchhaltungsbüro oder einen StB aus. Denn ich bin
nicht selbstständig geworden um Bücher zu führen.
> Und nach HGB ist er als eingetragener Kaufmann verpflichtet Bücher zu
> führen. Das FA ist eben bisher noch drauf gekommen, das kann aber
> jederzeit passieren und dann hat er *keine* Buchhaltung vorzuweisen, das
> bedeutet, daß nach § 162 AO die Besteuerungsgrundlage zu schätzen ist.
Wie kommst du jetzt von der Bilanz auf die Buchhaltung?
Er hat freilich eine Buchhaltung, bzw. sein Steuerberater.
Gruß, Georg
> Da ist eine Kalkulation die gerade so aufgeht und keine
> kräftigen Reserven bildet, so knapp das beim ersten Problem
> alles zu kippen droht.
ACK.
> Der Posten Werbung fehlt mir hier auch, womit und wie sollen
> neue Kunden geworben werden?
Ein ordentlich durchdachtes Empfehlungsmarketing kann für 1
TEuro/Jahr Wunder wirken.
Grüße
Matthias