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Reklame-Schilder

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Oliver Henniges

unread,
Jul 12, 2008, 1:07:12 PM7/12/08
to
Unser Umzug hat reibungslos geklappt.

Wo wir jetzt leidlich Einzelhandelscharakter haben, sollte ich mich
vielleicht doch mal um Außenreklame kümmern, damit die Laufkundschaft
weiß, was das überhaupt ist;)

Über der Eingangstür des Eckgrundstücks ist ein halbrunder Balkon mit
ca 2 Metern Radius und ca 1 Meter Geländer-Höhe. Da würde sich ein
schönes großes Schild mit dem Firmennamen sehr gut machen.

Das wäre Siebdruck ja?
Welche Materialien bieten sich da an?

Wie stark sollte das sein, damit sich so ein ca 1 Meter mal 3 Meter
großes Schild im angegebenen Radius biegen läßt? Würdet ihr sowas vor
Ort anfertigen lassen oder doch mal die Preise im Netz ein wenig
vergleichen? Oder habt ihr Empfehlungen (Ich brauche da wohl doch
etwas telefonische Beratung)?

Und dann: Ab welcher Größe ist eine Genehmigung durch das Ordnungsamt
erforderlich? (Lol;)

Georg Schupp

unread,
Jul 12, 2008, 4:33:00 PM7/12/08
to
Oliver Henniges schrieb:

> Würdet ihr sowas vor
> Ort anfertigen lassen oder doch mal die Preise im Netz ein wenig
> vergleichen?

Wir (Agentur) machen so etwas hier vor Ort auch,
in Zusammenarbeit mit einer Druckerei bzw. einer
Firma die nix außer Beschriftungen macht.

Das würde ich dir auch empfehlen - d.h. jemanden
vor Ort suchen, der sich das gleich mal ansieht,
sich ggf. ums Design und dann auch den Druck und
die Anbringung kümmert.

Georg

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 12, 2008, 4:38:40 PM7/12/08
to
Oliver Henniges <in...@krieger-peine.de> wrote:

>Unser Umzug hat reibungslos geklappt.
>
>Wo wir jetzt leidlich Einzelhandelscharakter haben, sollte ich mich
>vielleicht doch mal um Außenreklame kümmern, damit die Laufkundschaft
>weiß, was das überhaupt ist;)
>
>Über der Eingangstür des Eckgrundstücks ist ein halbrunder Balkon mit
>ca 2 Metern Radius und ca 1 Meter Geländer-Höhe. Da würde sich ein
>schönes großes Schild mit dem Firmennamen sehr gut machen.
>
>Das wäre Siebdruck ja?
>Welche Materialien bieten sich da an?
>
>Wie stark sollte das sein, damit sich so ein ca 1 Meter mal 3 Meter
>großes Schild im angegebenen Radius biegen läßt?

Bei der Vorgabe würde ich ein Metallblech nehmen...


Wolfgang Allinger

unread,
Jul 12, 2008, 4:50:00 PM7/12/08
to

On 12 Jul 08 at group /de/etc/beruf/selbstaendig in article
<in...@krieger-peine.de> (Oliver Henniges) wrote:

>Unser Umzug hat reibungslos geklappt.

Herzlichen Glühstrumpf.


>Wo wir jetzt leidlich Einzelhandelscharakter haben, sollte ich mich
>vielleicht doch mal um Außenreklame kümmern, damit die Laufkundschaft
>weiß, was das überhaupt ist;)

>Über der Eingangstür des Eckgrundstücks ist ein halbrunder Balkon mit
>ca 2 Metern Radius und ca 1 Meter Geländer-Höhe. Da würde sich ein
>schönes großes Schild mit dem Firmennamen sehr gut machen.

Geht noch besser: Stange/Käfig/Laufsteg mit GoGo Girl am/auffen Balkon.
Sollst mal sehen, wie die Kerls vor Deinem Laden stehen :-)


>Das wäre Siebdruck ja?

Könnte mir auch aus Folie (Laser) geschnittene Buchstaben/Logo ...
vorstellen. Latsch mal zu den nächsten Schildermachern (Preise
vergleichen, manche machen Schilder aus unsichtbarem Gold und Platin
:-((

Andere Variante Einzelne grosse Buchstaben am Balkon, ggf. (hinter/
be)leuchtet.

>Welche Materialien bieten sich da an?

Alu, Stahl, Kunststoff

>Wie stark sollte das sein, damit sich so ein ca 1 Meter mal 3 Meter
>großes Schild im angegebenen Radius biegen läßt? Würdet ihr sowas vor
>Ort anfertigen lassen oder doch mal die Preise im Netz ein wenig
>vergleichen?

Ich würde mal sagen, eine dünne rahmenlosse Platte (Stahl, Alu, oder
Kuntsstoff) lässt sich da leicht vor Ort einfach hinbiegen bzw. einfach
durch die Befestigung in Form ziehen.

Sag dem Schilderfuzzi direkt, wie weit das bei der Montage gebogen wird,
damit da nix abplatzt...

Wenn das Ding von innen beleuchtet werden soll, musst Du allerdings
einen Rahmen/Kasten auf Mass fertigen lassen. Aber auch das sollte für
einen Schildermacher kein Problem sein.

>Und dann: Ab welcher Größe ist eine Genehmigung durch das Ordnungsamt
>erforderlich? (Lol;)

Könnte sein, dass Dir da das lachen vergeht. Ich drück Dir 'nen Daumen.

Saludos Wolfgang

--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

Ralf Zschemisch

unread,
Jul 12, 2008, 5:39:10 PM7/12/08
to
Am Sat, 12 Jul 2008 10:07:12 -0700 schrieb Oliver Henniges:

> Und dann: Ab welcher Größe ist eine Genehmigung durch das Ordnungsamt
> erforderlich? (Lol;)

Aussenwerbung geht über das Bauamt.. und ist nur etwas für Leute mit
nerven .. dicken nerven....


http://www.hk24.de/produktmarken/recht_und_fair_play/
handels_und_gewerberecht/gewerberecht/Aussenwerbung.jsp


hth

ralf

--
Pop Art
http://www.r23.de/

Oliver Henniges

unread,
Jul 12, 2008, 7:31:25 PM7/12/08
to
On 12 Jul., 22:50, allin...@brain.net (Wolfgang Allinger) wrote:

> Könnte sein, dass Dir da das lachen vergeht. Ich drück Dir 'nen Daumen.

Ich lache nur deshalb, weil ich ja vor drei Wochen hier sehr
umfangreich geschildert habe, wie einem beim Kontakt mit dem Bauamt
das Lachen vergehen kann.

Du meist also, das wird auch wieder ein rechter "SCHILD-"
Bürgerstreich? (Kandidat für den abgedroschensten Kalauer der Woche)

Oliver Henniges

unread,
Jul 12, 2008, 7:38:07 PM7/12/08
to
On 12 Jul., 23:39, Ralf Zschemisch <i...@r23.de> wrote:

Herzlichen Dank für den sehr informativen link. Sieht so aus, als ob
ich einfach nur zwei Schilder mit dem Firmennamen und einer
Gesamtfläche von < 0,5 Quadratmetern aufhängen werde. Da spare ich
eine Menge Geld.

Das ist schlecht für die Konjunktur der Siebdruckbetriebe, aber die
Zeit für das Genehmigungsverfahren ist mir einfach zu kostbar.

Harald Hengel

unread,
Jul 12, 2008, 5:43:19 PM7/12/08
to
Oliver Henniges schrieb:

> Das wäre Siebdruck ja?
> Welche Materialien bieten sich da an?

Ich würde mich da von den einschlägigen Schilderherstellern beraten
lassen, die findest du in jeder Stadt.
Es kommt auch darauf an welche Lebensdauer du von dem Schild
erwartest.
Email, nicht E-Mail, wäre wohl das Haltbarste. ;-)

> Wie stark sollte das sein, damit sich so ein ca 1 Meter mal 3 Meter
> großes Schild im angegebenen Radius biegen läßt?

Siehst du eine Chance eine Genehmigung für ein deratiges Schild zu
bekommen.

> Und dann: Ab welcher Größe ist eine Genehmigung durch das
> Ordnungsamt erforderlich? (Lol;)

Das ist Sache der Gemeinde.
Manchmal sind kleine Schilder 20x30cm Genehmigungsfrei.
Meist will man da aber mitreden.

Harald
--
Für eine korrekte Antwortadresse den Bindestrich entfernen.
http://www.godwars.de/gw/index.jsp?id=1868


Message has been deleted

Frank Husel

unread,
Jul 13, 2008, 7:45:48 PM7/13/08
to
Oliver Henniges schrieb:

> Herzlichen Dank für den sehr informativen link. Sieht so aus, als ob
> ich einfach nur zwei Schilder mit dem Firmennamen und einer
> Gesamtfläche von < 0,5 Quadratmetern aufhängen werde. Da spare ich
> eine Menge Geld.

http://www.hk24.de/produktmarken/recht_und_fair_play/handels_und_gewerberecht/gewerberecht/Aussenwerbung.jsp


Könnte man die genannte Ausnahme

"Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend
angebracht oder aufgestellt werden und nicht über die
Baulinie oder Baugrenze des Gebäudes hinausragen"

nicht so deuten, dass du am Balkongeländer bzw.
sicherheitshalber HINTER dem Geländer ein
Schild solltest anbringen können, das die
größe des Geländers nicht überschreitet?

Ist halt "vorübergehend", was aus entsprechender
Art der Befestigung hervorgehen sollte.

Mann o Mann, so langsam verstehe ich, was es heißt,
sich in diesem völlig schwachsinnigen Paragraphen-
dschungel nicht zu verheddern. Wo doch ein Haufen
Absahnvereine und asozialer RAs durch die Städte
schleichen, nur um nach Verstößen gegen blödsinnige
Vorschriften zu suchen...

Ich bin in meinem leben 2mal um Lohn beschissen
worden. Einer der Übeltäter war ein Rechtsanwalt,
der auch noch ein Zimmer an zwei Typen mit irgendso
einem Abmahn-Betrieb unvermietet hatte. Der RA selber
saß danach irgendwann mal hinter schwedischen Gardinen.

Leute lernt man kennen, ts ts ts...


F.

Frank Husel

unread,
Jul 13, 2008, 7:53:02 PM7/13/08
to
Oliver Henniges schrieb:

> Herzlichen Dank für den sehr informativen link. Sieht so aus, als ob
> ich einfach nur zwei Schilder mit dem Firmennamen und einer
> Gesamtfläche von < 0,5 Quadratmetern aufhängen werde. Da spare ich
> eine Menge Geld.

http://www.hk24.de/produktmarken/recht_und_fair_play/handels_und_gewerberecht/gewerberecht/Aussenwerbung.jsp


Könnte man die genannte Ausnahme

"Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend
angebracht oder aufgestellt werden und nicht über die
Baulinie oder Baugrenze des Gebäudes hinausragen"

nicht so deuten, dass du am Balkongeländer ein Schild
solltest anbringen können, das die Größe des Geländers


nicht überschreitet?
Ist halt "vorübergehend", was aus entsprechender

Art der Befestigung hervorgehen sollte. Bist ja
schließlich grade erst dort hingezogen.


Mann o Mann, so langsam verstehe ich, was es heißt, ständig
auf der Hut zu sein, um sich nicht in diesem völlig
schwachsinnigen Paragraphendschungel zu verheddern.

Wo doch ein Haufen Absahnvereine und asozialer RAs durch
die Städte schleichen, nur um nach Verstößen gegen blödsinnige
Vorschriften zu suchen...

Ich bin in meinem leben 2mal um Lohn beschissen worden. Einer
der Übeltäter war ein Rechtsanwalt, der auch noch ein Zimmer

an zwei Typen mit irgendsoeinem Abmahn-Betrieb unvermietet

Ralf Zschemisch

unread,
Jul 13, 2008, 8:06:11 PM7/13/08
to
Am Sat, 12 Jul 2008 16:38:07 -0700 schrieb Oliver Henniges:

> On 12 Jul., 23:39, Ralf Zschemisch <i...@r23.de> wrote:
>
> Herzlichen Dank für den sehr informativen link. Sieht so aus, als ob ich
> einfach nur zwei Schilder mit dem Firmennamen und einer Gesamtfläche von
> < 0,5 Quadratmetern aufhängen werde. Da spare ich eine Menge Geld.

Nicht unbedingt. Wenn du hier in der Region Farben verwendest ..
die auch grob in Verkehrszeichen vorkommen könnten... kannst du schon
Ärger bekommen. auch bei < 0,5 m².

Egal, was du machst, reich einfach über deine örtliche Werbeagentur,
die sich auf Schilder spezailisiert hat .. eine Bauanzeige beim
Hochbauamt ein. Sollte die nicht aussreichen, erhälst du entsprechende
Post und kannst dementsprechend reagieren. (Sinnhaftigkeit beim
Bürgermeister hinterfragen oder so...)

Viel Spass dabei wünscht

Harald Hengel

unread,
Jul 13, 2008, 8:48:43 PM7/13/08
to
Frank Husel schrieb:

> Könnte man die genannte Ausnahme
>
> "Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend
> angebracht oder aufgestellt werden und nicht über die
> Baulinie oder Baugrenze des Gebäudes hinausragen"

Ich würde eher sagen, hier ist gemeint wenn die Stätte der Leistung
vorübergehend ist, was man bei einem angemietetem Objekt wohl kaum
sagen kann, nicht einmal wenn der Mietvertrag zeitlich begrenzt ist.
Gemeint sind hier wohl im Wesentlichen die Schilder wie du sie an
Baustellen häufig findest, hier baut xy ein Gebäude für z.............

> Ist halt "vorübergehend", was aus entsprechender
> Art der Befestigung hervorgehen sollte. Bist ja
> schließlich grade erst dort hingezogen.

Es ist aber nicht Stätte der Leistung, sondern die Stätte des
Betriebes.

> Wo doch ein Haufen Absahnvereine und asozialer RAs durch
> die Städte schleichen, nur um nach Verstößen gegen blödsinnige
> Vorschriften zu suchen...

So schlecht geht es den Anwälten noch nicht, dass diese Erwerbsquelle
erschlossen haben.

Das Internet macht allerdings Recherchen sehr einfach und billig, so
ist das die Spielwiese für Anwälte geworden die hier Gesetze ausnutzen
die unter völlig anderen Vorraussetzungen entstanden sind.

Harald Hengel

unread,
Jul 13, 2008, 8:42:10 PM7/13/08
to
Oliver Henniges schrieb:

> Herzlichen Dank für den sehr informativen link. Sieht so aus, als ob
> ich einfach nur zwei Schilder mit dem Firmennamen und einer
> Gesamtfläche von < 0,5 Quadratmetern aufhängen werde. Da spare ich
> eine Menge Geld.

Du musst prüfen ob die 0,5 m^2 auch für deinen Bezirk gelten.
Der Link verweist auf die HK Hamburg und dürfte sich auf Hamburger
Recht beziehen, auch wenn es in anderen Bundesländern bzw. Gemeinden
vermutlich ähnlich geregelt ist. Baurecht ist Gemeindesache.
Und das Anbringen von Schildern muss nicht pauschal im gesamten Gebiet
erlaubt sein.

Lutz Schulze

unread,
Jul 14, 2008, 12:14:02 AM7/14/08
to
Am Mon, 14 Jul 2008 02:48:43 +0200 schrieb Harald Hengel:

> Frank Husel schrieb:
>
>> Könnte man die genannte Ausnahme
>>
>> "Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend
>> angebracht oder aufgestellt werden und nicht über die
>> Baulinie oder Baugrenze des Gebäudes hinausragen"
>
> Ich würde eher sagen, hier ist gemeint wenn die Stätte der Leistung
> vorübergehend ist,

Wo liest du denn das raus?

Lutz

--
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Harald Hengel

unread,
Jul 14, 2008, 5:31:12 AM7/14/08
to
Lutz Schulze schrieb:

>>> "Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend
>>> angebracht oder aufgestellt werden und nicht über die
>>> Baulinie oder Baugrenze des Gebäudes hinausragen"
>>
>> Ich würde eher sagen, hier ist gemeint wenn die Stätte der Leistung
>> vorübergehend ist,
>
> Wo liest du denn das raus?

Es steht wörtlich im Text, "Stätte der Leistung".
Ich verstehe darunter nicht, dass das auch der eigene Betrieb sein
kann oder darf.

Lutz Schulze

unread,
Jul 14, 2008, 7:01:57 AM7/14/08
to
Am Mon, 14 Jul 2008 11:31:12 +0200 schrieb Harald Hengel:

>>>> "Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend
>>>> angebracht oder aufgestellt werden und nicht über die
>>>> Baulinie oder Baugrenze des Gebäudes hinausragen"
>>>
>>> Ich würde eher sagen, hier ist gemeint wenn die Stätte der Leistung
>>> vorübergehend ist,
>>
>> Wo liest du denn das raus?
>
> Es steht wörtlich im Text, "Stätte der Leistung".
> Ich verstehe darunter nicht, dass das auch der eigene Betrieb sein
> kann oder darf.

Das bezieht sich IMHO darauf, dass man die nicht drei Ecken weiter z.B. an
die nächste Hauptstraße stellt.

Nach dem was ich dort lese kann man _vorübergehend_ auch ohne Genehmigung
was anbringen, aber eben nur an der Stätte der Leistung. Meist wird das der
Sitz des Betriebes sein.

Besser passt vielleicht noch der Punkt:

'Werbeanlagen für zeitlich begrenzte Veranstaltungen an der Stätte der
Leistung, insbesondere für Aus- und Schlussverkäufe, für die Dauer der
Veranstaltung und einen angemessenen, jeweils 14 Tage nicht überschreitenden
Zeitraum vor und nach der Veranstaltung'

Sollte zumindest für die ersten Wochen nach der Eröffnung reichen.

Wenn es denn in seinem Ort auch so gilt.

Oliver Henniges

unread,
Jul 14, 2008, 9:56:25 AM7/14/08
to
On 14 Jul., 02:06, Ralf Zschemisch <i...@r23.de> wrote:

> Egal, was du machst, reich einfach über deine örtliche Werbeagentur,
> die sich auf Schilder spezailisiert hat .. eine Bauanzeige beim
> Hochbauamt ein.

Mein Problem (und sicher nur meins) ist, daß ich trotz aller Erfolge
im web chronisch knapp bei Kasse bin. Während des Umzug habe ich bspw
mit meinem Vater gemeinsam das Büro tapeziert und gestrichen, um ein
wenig Kosten zu sparen, auch wenn ich weiß Gott Besseres zu tun gehabt
hätte, bzw im Vorfeld statt 70 Stunden pro Woche gern auch mal nur 50
gearbeitet hätte.

Die Bauamtsvorschriften zwingen mich, einen Architekten und jetzt
womöglich noch eine Marketingagentur zu beauftragen, nur um Dinge
rechtlich korrekt abzuwickeln, die nach meinem ursprünglichen
Verständnis gar nicht so kompliziert hätten sein dürfen. Ich war
überrascht, wie preiswert entsprechende Reklameschilder angeboten
werden. Diese neuen unerwarteten Zusatzkosten sind am Ende doppelt so
hoch, wie das eigentliche Schild, und der Architekt war auch nicht
geplant.

Ich habe ja ein begrenztes Verständnis dafür: Diese Vorschriften
sichern Märkte für Architekten, für die Marketingagenturen bzw alle,
die mit der rechtssicheren Abwicklung jeweils befasst sind. In ganz
ähnlicher Weise zwingt uns unsere komplizierte Steuerbürokratie, für
teures Geld einen Steuerberater zu beauftragen. Konsequenterweise
sollten für gewerblich genutzte Büros bestimmte Farbtöne
vorgeschrieben werden, damit auch die darbenden Maler-Innungen sich
ihre Märkte sichern können. Wenn das wirklich für alle gilt und
wirklich allgemein bekannt gemacht wird, wenn dadurch die Konjunktur
in Gang kommt und die Ordungsbehörden personell so besetzt werden, daß
sie das auch wirklich ZEITNAH bewältigen können, dann fänd ich das
voll OK.

Allein:

1) Wer sich um all diese Genehmigungen einen Dreck schert, scheint
einen Haufen Geld zu sparen. Die Ämter sind definitiv nicht in der
Lage, ihren Kontrollpflichten angemessen nachzukommen.

2) Wer beim Schritt in die Selbständigkeit all diese Dinge korrekt
abwickeln und kalkulieren will, gerät schnell zu dem Entschluß, daß
sich das Gewerbe überhaupt nicht lohnt. Ich möchte nicht wissen, wie
viel Initiativ-Ppower genau an all diesen Dingen scheitert.

Message has been deleted

Christoph Drube

unread,
Jul 15, 2008, 2:03:51 AM7/15/08
to
Oliver Henniges schrieb:

Frag aber auf jeden Fall beim Bauamt nach. Hier sind z.B. Schilder bis zu 1
qm nicht genehmigungspflichtig (damalige mündliche Aussage des
Bauamtmitarbeiters).

Christoph
--
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Andreas Wenzke

unread,
Jul 15, 2008, 6:49:51 AM7/15/08
to
Oliver Henniges schrieb:
[Bauvorschriften]

> Wenn das wirklich für alle gilt und
> wirklich allgemein bekannt gemacht wird, wenn dadurch die Konjunktur
> in Gang kommt und die Ordungsbehörden personell so besetzt werden, daß
> sie das auch wirklich ZEITNAH bewältigen können, dann fänd ich das
> voll OK.

Die Konjunktur kann dadurch nicht in Gang kommen, da du dein Geld ja nur
einmal ausgeben kannst. Gesamtwirtschaftlich ist es also egal.

Nette Lektüre dazu:

http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html#K1

Liebe Grüße,
Andreas

Lutz Schulze

unread,
Jul 15, 2008, 7:07:51 AM7/15/08
to
Am Tue, 15 Jul 2008 12:49:51 +0200 schrieb Andreas Wenzke:

> Oliver Henniges schrieb:
> [Bauvorschriften]
>> Wenn das wirklich für alle gilt und
>> wirklich allgemein bekannt gemacht wird, wenn dadurch die Konjunktur
>> in Gang kommt und die Ordungsbehörden personell so besetzt werden, daß
>> sie das auch wirklich ZEITNAH bewältigen können, dann fänd ich das
>> voll OK.
>
> Die Konjunktur kann dadurch nicht in Gang kommen, da du dein Geld ja nur
> einmal ausgeben kannst. Gesamtwirtschaftlich ist es also egal.

Es ist ja danach nicht weg, die Geschwindigkeit des Umlaufes spielt eine
entscheidende Rolle.

Wenn wirtschaftliche Aktivitäten also verzögert werden ist das ein Nachteil.

Andreas Wenzke

unread,
Jul 15, 2008, 7:20:26 AM7/15/08
to
Lutz Schulze schrieb:

>> Die Konjunktur kann dadurch nicht in Gang kommen, da du dein Geld ja nur
>> einmal ausgeben kannst. Gesamtwirtschaftlich ist es also egal.
>
> Es ist ja danach nicht weg, die Geschwindigkeit des Umlaufes spielt eine
> entscheidende Rolle.

Hab ich jetzt auf Anhieb nicht nachvollzogen, magst du das näher erläutern?

Liebe Grüße,
Andreas

Martin Schoenbeck

unread,
Jul 15, 2008, 7:59:11 AM7/15/08
to
Hallo Andreas,

Andreas Wenzke schrieb:

Nimm mal an, zwecks Übersicht, es gäbe genau 1000 EUR. Jetzt bestellst Du
den Maler, der Dir für 1000 EUR Dein Wohnzimmer neu tapeziert. Acht Wochen
später bezahlst Du ihn. Bruttosozialprodukt insgesamt 1000 EUR.

Nun bestellst Du ihn wieder und bezahlst ihn sofort. Am nächsten Tag geht
er mit dem Geld hin und läßt sich vom Elektriker die Beleuchtung in seinem
Büro für 1000 EUR neu machen. Der Elektriker kriegt das Geld sofort und
läßt am nächsten Tag sein Auto überholen. Zahlt sofort. Der Autofritze
kommt wieder am nächsten Tag zu Dir und (was auch immer Du machst). Wieder
einen Tag später läßt Du den Maler Deine Küche .... Nach acht Wochen haben
dieselben 1000 EUR ein Bruttosozialprodukt von 56.000 EUR bezahlt.
Vorausgesetzt, es wird nicht noch an den Wochenenden bei Schwarzarbeit
verwendet.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Lutz Schulze

unread,
Jul 15, 2008, 8:43:01 AM7/15/08
to

Kurzform: das Geld ist das Tauschmittel.

Wenn der Tausch durch die Entscheidung einer Behörde verzögert wird kann es
diese Funktion nicht erfüllen, da es erst einmal bei ihm herumliegt.

Der Maler oder Regallieferant wird seinen Auftrag also später erhalten, kann
damit seinen Mitarbeiter erst später bezahlen (oder hat weniger Mitarbeiter)
und dieser sich bei Olli später das schon lang ersehnte Geschirr kaufen.

Und da sein Geschäft so recht und schlecht läuft überlegt der sich dann die
nächste Investition zweimal.

Andersrum funktioniert das natürlich genauso.

Ausführlicher betrachtet müsste man sich auch damit auseinandersetzen was
Wohlstand ist, wie er entsteht, steigt oder sinkt.

Andreas Wenzke

unread,
Jul 15, 2008, 8:53:19 AM7/15/08
to
Lutz Schulze schrieb:

> Wenn der Tausch durch die Entscheidung einer Behörde verzögert wird kann es
> diese Funktion nicht erfüllen, da es erst einmal bei ihm herumliegt.

Aber es liegt doch nicht herum, sondern auf der Bank...?
Und die Bank investiert das Geld.

Liebe Grüße,
Andreas

Lutz Schulze

unread,
Jul 15, 2008, 8:58:57 AM7/15/08
to

Sein Geld bestimmt nicht, nur wenn jemand einen Kredit nimmt.

Und wer macht das schon wenn es schlecht läuft ...

Martin Gerhard

unread,
Jul 15, 2008, 9:01:16 AM7/15/08
to
Andreas Wenzke schrieb:

Eben. Du hast doch gesehen, was dabei rauskommt: Hypothekenkrise,
Finanzmarktkrise, demnächst Untergang des Abendlandes.
--
Wenn ein Kolonialwarenhändler in seinem kleinen Laden so viele Dummheiten
und Fehler machte wie die Staatsmänner und Generäle in ihren großen
Ländern, wäre er in spätestens vier Wochen bankrott.
Erich Kästner, 23.02.1899 - 29.07.1974, dt. Schriftsteller

Lutz Schulze

unread,
Jul 15, 2008, 9:23:17 AM7/15/08
to
Am Tue, 15 Jul 2008 12:49:51 +0200 schrieb Andreas Wenzke:

Sehr interessante Darstellung, auch wenn sie manches Weltbild ins wanken
bringen kann. Weitgehend ACK.

Konni Scheller

unread,
Jul 15, 2008, 9:35:41 AM7/15/08
to
Martin Schoenbeck <ms.usene...@schoenbeck.de> wrote:

> Nun bestellst Du ihn wieder und bezahlst ihn sofort. Am nächsten Tag geht
> er mit dem Geld hin und läßt sich vom Elektriker die Beleuchtung in seinem
> Büro für 1000 EUR neu machen. Der Elektriker kriegt das Geld sofort und
> läßt am nächsten Tag sein Auto überholen. Zahlt sofort. Der Autofritze
> kommt wieder am nächsten Tag zu Dir und (was auch immer Du machst). Wieder
> einen Tag später läßt Du den Maler Deine Küche .... Nach acht Wochen haben
> dieselben 1000 EUR ein Bruttosozialprodukt von 56.000 EUR bezahlt.
> Vorausgesetzt, es wird nicht noch an den Wochenenden bei Schwarzarbeit
> verwendet.

Einen kleinen Punkt hast Du noch vergessen: Bei jedem dieser
Transfergeschäfte gibt es einen stillen Teilhaber: der Staat bzw.
staatliche Stellen. Die schöpfen Teile des Wertes ab und verhindern so,
dass der funktionierende Kreislauf ein perpetuum mobile wird.

Servus,
Konni

Martin Schoenbeck

unread,
Jul 15, 2008, 10:20:47 AM7/15/08
to
Hallo Lutz,

Lutz Schulze schrieb:

> Am Tue, 15 Jul 2008 12:49:51 +0200 schrieb Andreas Wenzke:
>
>> Nette Lektüre dazu:
>>
>> http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html#K1
>
> Sehr interessante Darstellung, auch wenn sie manches Weltbild ins wanken
> bringen kann. Weitgehend ACK.

Eigentlich sind es sehr wortreich erklärte Binsenweisheiten.

Andreas Wenzke

unread,
Jul 15, 2008, 10:51:14 AM7/15/08
to
Lutz Schulze schrieb:

>> Aber es liegt doch nicht herum, sondern auf der Bank...?
>> Und die Bank investiert das Geld.
>
> Sein Geld bestimmt nicht, nur wenn jemand einen Kredit nimmt.
>
> Und wer macht das schon wenn es schlecht läuft ...

Du meinst, die Bank sitzt auf dem Geld und sagt sich: "Ach, Mensch,
schade, dass das niemand haben will..."?
Also, ich bin zwar nur Informatik-Student und habe von Wirtschaft keine
Ahnung, aber DAS kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.

Liebe Grüße,
Andreas

Lutz Schulze

unread,
Jul 15, 2008, 10:54:36 AM7/15/08
to
Am Tue, 15 Jul 2008 16:20:47 +0200 schrieb Martin Schoenbeck:

> Hallo Lutz,
>
> Lutz Schulze schrieb:
>
>> Am Tue, 15 Jul 2008 12:49:51 +0200 schrieb Andreas Wenzke:
>>
>>> Nette Lektüre dazu:
>>>
>>> http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html#K1
>>
>> Sehr interessante Darstellung, auch wenn sie manches Weltbild ins wanken
>> bringen kann. Weitgehend ACK.
>
> Eigentlich sind es sehr wortreich erklärte Binsenweisheiten.

Sicher, aber erst hier wurde neulich wieder geschrieben dass eine
überdimensionierte Verwaltung Arbeitsplätze und damit Wohlstand sichert.

Wobei das ja auch stimmt solange man nur einen Teil des Systems betrachtet.

Und auch dass Katastrophen und Kriege die Wirtschaft ankurbeln wird gern
gehört und wiederholt.

Lutz Schulze

unread,
Jul 15, 2008, 11:04:54 AM7/15/08
to

Die Bank selbst wird sein Geld nicht investieren.

Ein anderer wird sich für sein Vorhaben einen Kredit bei der Bank nehmen,
unabhängig davon ob Olis Vorhaben verzögert ist oder nicht.

Es ist auch nicht so dass Banken nur Gelder verleihen die sie als Einlage
von Kunden haben.

Aber Olis Vorhaben mit all den geschilderten positiven Folgen findet erst
später statt - das kann doch nicht vorteilhaft sein?

Martin Schoenbeck

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Jul 15, 2008, 11:56:14 AM7/15/08
to
Hallo Lutz,

Lutz Schulze schrieb:

> Sicher, aber erst hier wurde neulich wieder geschrieben dass eine


> überdimensionierte Verwaltung Arbeitsplätze und damit Wohlstand sichert.

Das stimmt natürlich, mancher ist selbst für Binsenweisheiten nicht
empfänglich.

> Wobei das ja auch stimmt solange man nur einen Teil des Systems betrachtet.

Deshalb ist es ja eine Binsenweisheit, daß es eben nicht stimmt. Ansonsten
kann man natürlich immer einen Teil des Systems finden, das profitiert.
Kriegsgewinnler z.B.



> Und auch dass Katastrophen und Kriege die Wirtschaft ankurbeln wird gern
> gehört und wiederholt.

Siehst Du, da ham wers schon.

Martin Schoenbeck

unread,
Jul 15, 2008, 12:23:56 PM7/15/08
to
Hallo Lutz,

Lutz Schulze schrieb:

> Sicher, aber erst hier wurde neulich wieder geschrieben dass eine


> überdimensionierte Verwaltung Arbeitsplätze und damit Wohlstand sichert.

Das stimmt natürlich, mancher ist selbst für Binsenweisheiten nicht
empfänglich.

> Wobei das ja auch stimmt solange man nur einen Teil des Systems betrachtet.

Deshalb ist es ja eine Binsenweisheit, daß es eben nicht stimmt. Ansonsten
kann man natürlich immer einen Teil des Systems finden, der profitiert.
Kriegsgewinnler z.B.



> Und auch dass Katastrophen und Kriege die Wirtschaft ankurbeln wird gern
> gehört und wiederholt.

Siehst Du, da ham wers schon.

Gruß Martin

Message has been deleted

Konni Scheller

unread,
Jul 15, 2008, 1:58:07 PM7/15/08
to
Thomas Noll <-_tn...@web.de> wrote:

>
> Ja, und die verbrennen dann die Scheine. Ganz schlecht fürs Klima :-)

Vorsicht, Ironie wird im Zweifelsfall nicht verstanden ;-)

Machs nochmal richtig, dann kann ich auch was dazu sagen. (Klar: ich
wollte damit auch provozieren. hoffentlich springt jemand darauf an.)

Servus,
Konni

Martin Schoenbeck

unread,
Jul 15, 2008, 3:29:54 PM7/15/08
to
Hallo Konni,

Konni Scheller schrieb:

> Einen kleinen Punkt hast Du noch vergessen: Bei jedem dieser
> Transfergeschäfte gibt es einen stillen Teilhaber: der Staat bzw.
> staatliche Stellen.

Nöö, erstmal nicht. Der kommt erst nach den acht Wochen. Und dann wartet er
schon so sehnsüchtig auf das Geld, daß er es auch direkt wieder unter die
Leute bringt, weshalb das am Prinzip nichts ändert.

> Die schöpfen Teile des Wertes ab und verhindern so,
> dass der funktionierende Kreislauf ein perpetuum mobile wird.

Ein perpetuum mobile wird es schon deshalb nicht, weil jeder der
Beteiligten was tun muß, um an die Kohle zu kommen. Auch ohne Staat.

Oliver Henniges

unread,
Jul 16, 2008, 4:29:20 PM7/16/08
to
On 15 Jul., 15:35, kschel...@ochs.franken.de (Konni Scheller) wrote:

> staatliche Stellen. Die schöpfen Teile des Wertes ab und verhindern so,
> dass der funktionierende Kreislauf ein perpetuum mobile wird.

Nicht ganz: Die bezahlen u.a. die Lehrer meiner Kinder, Polizisten,
Krankenschwestern und Altenpfleger etc und das Geld fließt dann auch
wieder zurück.

Ihr werdet es wissen: Konjuktur kommt von lat con + jungere, Partizip
Futur: Die, die in Zukunft miteinander verbunden werden (Kontrakte
schließen).

conjuncturi te salutant, wie es frei nach Asterix heißt.

Lutz sieht das mit der Umlaufgeschwindigkeit schon ganz richtig, und
der Amerikaner als solcher hat das mit seinem Uber-Konsum auch immer
exakt so gehandhabt. Allein: Es müssen halt alle mitmachen, sonst geht
es nicht. Ist wie mit der Anarchie.

Konni Scheller

unread,
Jul 17, 2008, 10:55:53 AM7/17/08
to
Martin Schoenbeck <ms.usene...@schoenbeck.de> wrote:

> Nöö, erstmal nicht. Der kommt erst nach den acht Wochen. Und dann wartet er
> schon so sehnsüchtig auf das Geld, daß er es auch direkt wieder unter die
> Leute bringt, weshalb das am Prinzip nichts ändert.

Insgesamt nichts; nur dass die Motivation desjenigen, der was abgeben
muss natürlich sinkt.

Und das ist schlecht für die Umdrehungszahl.

Servus,
Konni

--
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http://www.scharfe-wochen.de/

Martin Gerhard

unread,
Jul 17, 2008, 11:13:24 AM7/17/08
to
Konni Scheller schrieb:

> Martin Schoenbeck <ms.usene...@schoenbeck.de> wrote:
>
>> Nöö, erstmal nicht. Der kommt erst nach den acht Wochen. Und dann wartet
>> er schon so sehnsüchtig auf das Geld, daß er es auch direkt wieder unter
>> die Leute bringt, weshalb das am Prinzip nichts ändert.
>
> Insgesamt nichts; nur dass die Motivation desjenigen, der was abgeben
> muss natürlich sinkt.

Abgaben sind Posten, die kalkuliert werden müssen. Steuern und Sozialabgaben
sind bei der Preisfindung eigentlich ähnlich zu handhaben wie Miete,
Energie, Telefon usw.

> Und das ist schlecht für die Umdrehungszahl.

Nur, wenn Du niemanden mehr findest, dem Du was verkaufen kannst, weil die
Abgaben zu hoch sind. Momentan entwickelt sich das leider genau in diese
Richtung.

In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass eine Forderung nach
verminderter MwSt. auf Energie (Westerwelle) mit dem Argument abgetan
wurde, dass es sich dabei ja nur um eine einmalige Entlastung handelt
(Regierung). IMHO würde diese Idee jedoch zu einer Dämpfung des
exponentiellen absoluten Preiswachstums führen, also eigentlich keine
schlechte Sache, wenn man denn die Abgabenlast senken wollte. Sehe ich das
falsch?

Hans- Peter Walther

unread,
Jul 17, 2008, 11:50:54 AM7/17/08
to
Am Thu, 17 Jul 2008 17:13:24 +0200 schrieb Martin Gerhard:


> Nur, wenn Du niemanden mehr findest, dem Du was verkaufen kannst, weil
> die Abgaben zu hoch sind. Momentan entwickelt sich das leider genau in
> diese Richtung.

Leider Zustimmung.



> In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass eine Forderung nach
> verminderter MwSt. auf Energie (Westerwelle) mit dem Argument abgetan
> wurde, dass es sich dabei ja nur um eine einmalige Entlastung handelt
> (Regierung). IMHO würde diese Idee jedoch zu einer Dämpfung des

Die gleiche Argumentation hab ich heute zur Pendlerpauschale gelesen. Ich
frage mich, wer eigentlich diese Gutachten und Planungen erarbeitet.
Könnte es sein, das diese Leute einfach überbezahlt sind?
mfg
HPW

Bodo Rzany

unread,
Jul 17, 2008, 11:59:49 AM7/17/08
to
On 17.07.2008 17:50, Hans- Peter Walther wrote:
>
> Die gleiche Argumentation hab ich heute zur Pendlerpauschale gelesen. Ich
> frage mich, wer eigentlich diese Gutachten und Planungen erarbeitet.
> Könnte es sein, das diese Leute einfach überbezahlt sind?

Wieviel mögen die bekommen?

Aber vielleicht ist die wichtige Frage vielmehr die, *wer* die
Schecks für die Leute ausstellt -- bezahlen tun natürlich wieder
wir. :-(

Ich bin übrigens für das Werkstorprinzip für die Politiker, die
selbiges für ihre Wähler proklamieren. Wer ist noch dafür?

Bodo

Martin Gerhard

unread,
Jul 17, 2008, 12:02:36 PM7/17/08
to
Hans- Peter Walther schrieb:

> Am Thu, 17 Jul 2008 17:13:24 +0200 schrieb Martin Gerhard:
>> In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass eine Forderung nach
>> verminderter MwSt. auf Energie (Westerwelle) mit dem Argument abgetan
>> wurde, dass es sich dabei ja nur um eine einmalige Entlastung handelt
>> (Regierung).
>

> Die gleiche Argumentation hab ich heute zur Pendlerpauschale gelesen. Ich
> frage mich, wer eigentlich diese Gutachten und Planungen erarbeitet.
> Könnte es sein, das diese Leute einfach überbezahlt sind?

Ich weiß nicht, was so ein Gutachter verdient. Ich halte die Bezahlung auch
nicht für das Problem. Vermutlich gibt es aber zwei Arten von Gutachten:
Das politische und das fachlich richtige. Beide stimmen - wenn überhaupt -
nur zufällig überein.

Aber die Sache mit der MwSt./Energie/halber Satz wurde sowieso von
Steinbrück persönlich abgebügelt. Aber eben nicht mit dem *wahren* Argument
der dann sinkenden Steuereinnahmen, sondern mit dem mMn *vorgeschobenen*
Argument der "einmaligen Entlastung".

Und wo ich schon dabei bin: Wieso beträgt der Ums.-Steuersatz auf
Medikamente eigentlich 19%? Ich hätte da nämlich mal eine Idee zur
Entlastung der Kranken ...
--
Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend.
Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere
für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehen.
Franz Kafka

Markus Brandt

unread,
Jul 17, 2008, 6:36:48 PM7/17/08
to

"Oliver Henniges" schrieb:


Lutz sieht das mit der Umlaufgeschwindigkeit schon ganz richtig, und
der Amerikaner als solcher hat das mit seinem Uber-Konsum auch immer
exakt so gehandhabt. Allein: Es müssen halt alle mitmachen, sonst geht
es nicht. Ist wie mit der Anarchie.

Ein ganz interessante Sache zu dem Thema ist Wörgl und das Schwundgeld.
Aber das Kapital wird's schon zu verhindern wissen.

Gruß,

Markus


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