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Re: [HH] Buseinstieg vorn

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Ralf Gunkel

unread,
Jan 14, 2013, 4:32:38 PM1/14/13
to
Am 14.01.13 21:34, schrieb Ulrich Witte:
>Moin,
>
>seit knapp einem Jahr ist es in HH Pflicht, beim Einsteigen in den
>Bus vorne die Fahrkarte vorzuzeigen. Die hinteren Türen werden nur
>noch in Ausnahmefällen (generell auf den Metrobuslinien 4 und 5, bei
>Kinderwagen o.ä.) aufgemacht.
>
Und die Aussteiger?
Auch vorne raus, oder läuft das nur bei der Starthaltestelle so?

...


> Was sagt eigentlich der HVV dazu? Gibt es weniger Schwarzfahrer
>bzw. mehr Einnahmen durch verkaufte ...

Wie wäre es wenn du als Betroffener den HHV per Mail anfragt?
Würde mich auch interessieren.

Gruss Ralf
--
"Sicherungstechnik ist praktizierte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk
Moebius in deb*
Message has been deleted

Jens Schmidt

unread,
Jan 14, 2013, 8:51:41 PM1/14/13
to
Ulrich Witte schrieb:

> Moin,
>
> seit knapp einem Jahr ist es in HH Pflicht, beim Einsteigen in den
> Bus vorne die Fahrkarte vorzuzeigen. Die hinteren Türen werden nur
> noch in Ausnahmefällen (generell auf den Metrobuslinien 4 und 5, bei
> Kinderwagen o.ä.) aufgemacht.
>
> Meine bishereigen Erfahrungen dazu:
> - Die Busfahrer beachten in aller Regel die Karte nicht.

(Untypisches) Gegenbeispiel von gestern Abend: Der Busfahrer macht
von den beiden Flügeln der vorderen Tür nur den ganz vorne auf, damit
alle Einsteiger direkt an ihm vorbei müssen. Er hat sich alle Karten
genau angesehen.
Entsprechend hat am Bahnhof dann auch der Anschluss an die S-Bahn
nicht mehr funktioniert. Das ist allerdings bei 5-Minuten-Takt meist
nicht problematisch.

> Alles in allem scheint das System hier akzeptiert zu werden, großes
> Gemecker oder irgendwelche Beschwerden darüber höre ich selten.

Durchaus. Viele Mitfahrer geben sich große Mühe, ihre Karte zu zeigen,
auch wenn der Fahrer gerade mit Kassieren beschäftigt ist und die
Einsteiger der zweiten Türhälfte völlig ignoriert.

Ich erlebe es allerdings in der letzten Zeit immer häufiger, dass
gerade im ersten Testgebiet bei großem Andrang auch die hinteren
Türen mit der eindeutigen Absicht der Nutzung zum Einstieg geöffnet
werden. Vielleicht liegt das ja daran, dass der HVV jetzt auch eine
Pünktlichkeitsgarantie bietet und viele Strecken in der Gegend nicht
von der großen Hochbahn sondern von kleineren Unternehmen betrieben
werden. Wenn die nicht an den Einnahmen beteiligt sind, aber an den
Verspätungsentschädigungen beteiligt werden, ist die Ursache klar.

> Allerdings sollte m.M.n. bei Neuanschaffungen darauf geachtet werden,
> dass die vorderen Türen breiter sind und/oder man besser durch den
> Gang kommt. Sind die Türen bei Bussen in anderen Verkehrbetrieben, bei
> denen man schon immer die Karte vorzeigen muss, vorne breiter?

Bei breiteren Türen kommen dann allerdings langsam auch mehrere Leute
parallel gleichzeitig in den Bus. Das wird unübersichtlich.
Und die Gänge nehmen schon jetzt viel zu viele Sitzplätze weg. Früher[tm]
hatte ein Linienbus oft ca. 50 Sitzplätze, heutzutage sind es eher 30,
wenn überhaupt.

> Ganz früher war es ja mal üblich, dass es im Straßenbahnwagen hinten
> bzw. im Anhänger einen eigenen Schaffner gab, aber so einen Luxus
> wird sich heute wohl kein Verkehrsbtrieb mehr leisten wollen ;-)

Gänsehaut: <http://www.youtube.com/watch?v=_5sku3wI3DI>

Text zum ersten Bild:
<http://fototagebuch.bahnfotokiste.de/2009/08/29/index.html>
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Jan 15, 2013, 7:43:06 AM1/15/13
to
Ulrich Witte in <news:XnsA148EC014B...@ritzelkiste.de>:

>Als vor etlichen Jahren das Vorzeigen der Fahrkarte ab 21 Uhr und an Sonn-
>und Feiertagen eingeführt wurde war es anfangs tatsächlich so, dass der
>Fahrer die hintere(n) Türen erst aufgemacht hat, als vorne alle eingestiegen
>waren. Das hat im Bus schon manchmal zu Unmutsäußerungen geführt ;-)

Hier¹) noch restriktiver: Beim Vordereinstiag ab 21 Uhr wurden die
hinteren Türen gar nicht geöffnet. Also erst alles vorne raus und dann
alles vorne rein. Mit dem "Erfolg", daß kaum nach hinten durchgegangen
wurde, weil man zum Ausstieg eh wieder nach vorne musste. Dadurch gab's
vorne Sardinendose hochkant, während hinten sogar noch reichlichst
Sitzplätze frei waren.

Aber das ist genauso Geschichte, wie der damalige "lange Donnerstag", an
dem ich bei Spätschicht regelmäßig in den "Genuß" dieser Veranstaltung
kam.

Was aktuell heute abgeht:

An stark freqentierten Haltestellen (Hauptbahnhof, Porscheplatz) wird
inzwischen der Einstieg an den hinteren Türen toleriert und jene zum
Ausstieg freilich geöffnet. An normalen Halten läuft der Vordereinstieg
flüssig durch die Vordertür. Wobei bei höherem Fahrgastaufkommen auch
schonmal der Fahrer die Fahrgäste am Kontrollgerät²) vorbeiwinkt,
damit's schneller geht.

Allerdings gibt es auch hier noch einige "scharfe Hunde", die an
normalen Haltestellen das "Hinten erst auf, wenn vorne alle zugestiegen
sind"-Spiel veranstalten. Oder sich ihre Pappenheimer nach vorne ordern.

CU!
Ulrich
_________________
¹) Hier: VRR, Essen
²) Seit einiger Zeit elektronische Ticketkontrolle.

Ingo Stiller

unread,
Jan 16, 2013, 12:20:18 AM1/16/13
to
Hier in Mainz/Wiesbaden hatte man auch einige Zeit das System "Nach 20
Uhr nur vorne einsteigen" eingeführt.
Das ließ sich in der Innenstadt ob der Masse an Fahrgästen sowieso
nicht vernünftig einhalten, also wurde es wieder abgeschafft.
Für die Sicherheit "sorgen" sich jetzt Kameras in den (einigen) Wagen
und die Einnahmen werden durch (verstärke) Kontrollen sichergestellt.

Gru0 Ingo

Holger Koetting

unread,
Jan 16, 2013, 3:37:48 PM1/16/13
to
Ingo Stiller wrote:
> Das lie� sich in der Innenstadt ob der Masse an Fahrg�sten sowieso
> nicht vern�nftig einhalten, also wurde es wieder abgeschafft.

Das habe ich gar nicht mitbekommen. Seit wann ist das wieder
vorbei?

Ich kann mich noch daran erinnern, da� ich mal kurz nach
Einf�hrung nichtsahnend hinten eingestiegen bin, daraufhin vom
Fahrer nach vorne zwecks Karte vorzeigen zitiert und dann mit
gemurmeltem "geht doch" wieder entlassen wurde. Beim
Einstecken sah ich dann, da� ich die abgelaufene Karte
vorgezeigt hatte. Also trotz ganz pers�nlicher Einzelkontrolle
w�re das keine Fahrgeldsicherung gewesen.

Gru�,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Ingo Stiller

unread,
Jan 17, 2013, 1:24:25 AM1/17/13
to
On 16 Jan., 21:37, Holger Koetting <holger.koett...@gmx.de> wrote:
> Ingo Stiller wrote:
> > Das ließ sich in der Innenstadt ob der Masse an Fahrgästen sowieso
> > nicht vernünftig einhalten, also wurde es wieder abgeschafft.
>
> Das habe ich gar nicht mitbekommen. Seit wann ist das wieder
> vorbei?

Nach etwas google habe ich das hier im Netz gefunden:

"Abschließend weisen wir noch darauf hin, dass die MVG ebenfalls am
11.12.2011 in ihrem Bedienungsgebiet den kontrollierten Tür-1-Einstieg
nach 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen vor 12 Uhr abschaffen wird.
Auf Grund der auch um diese Uhrzeiten stetig steigenden Fahrgastzahlen
konnte diese Regelung in der Praxis fast nicht mehr umgesetzt werden."

> Ich kann mich noch daran erinnern, daß ich mal kurz nach
> Einführung nichtsahnend hinten eingestiegen bin, daraufhin vom
> Fahrer nach vorne zwecks Karte vorzeigen zitiert und dann mit
> gemurmeltem "geht doch" wieder entlassen wurde. Beim
> Einstecken sah ich dann, daß ich die abgelaufene Karte
> vorgezeigt hatte. Also trotz ganz persönlicher Einzelkontrolle
> wäre das keine Fahrgeldsicherung gewesen.

Ich habe oft *) die Jahreskarte vom letzten Jahr gezeigt, ist
niemanden aufgefallen.
Als ich dann einmal so einen "Experten" hatte, der mich auch nach
vorne gepfiffen hatte, habe ich ihm auch nur kurz*) die "falsche"
Karte gezeigt.
Beim Aussteigen habe ich dann nur gemeint, wenn er schon so streng
sei, dann solle er doch beim nächsten mal genauer hinschauen.
Der Fahrer hat mich bös' angeschaut und mir noch irgendwas nach
gerufen.

Zum Glück ist dieser "Blödsinn" in Mainz wieder vorbei :-)

Gruß Ingo

*) Irgendwann bekommt man ja die Karte fürs nächste Jahr zugeschickt.
Die stecke ich dann schon mal in die Hülle hinter die alte Karte,
sicher ist sicher. Am Stichtag tausche ich diese dann aber nicht
gleich aus, warum auch :)

Stefan Rosskopf

unread,
Jan 17, 2013, 12:21:00 PM1/17/13
to
On 14.01.2013 21:34, Ulrich Witte wrote:

> Was sagt eigentlich der HVV dazu? Gibt es weniger Schwarzfahrer
> bzw. mehr Einnahmen durch verkaufte Fahrkarten im Bus?

Zumindest f�r den scheint es sich zu lohnen:
<http://www.radiohamburg.de/Hamburg-aktuell/Verkehr/2012/Juni/100-Tage-Vorne-einsteigen-Der-HVV-zieht-Bilanz>

und zum Pilotgebiet in Hamburgs S�den �ussert sich der hvv auch auf
seiner eigenen Homepage:
<http://www.hvv.de/aktuelles/presse/archiv/2012/PM120220_Einstieg_vorn_2012.php>

Gr�sse, Stefan
--
http://www.stefan-rosskopf.de/

klaus_...@amdahl.com

unread,
Jan 20, 2013, 12:20:55 PM1/20/13
to u.NOSPA...@gmx.de
Am Montag, 14. Januar 2013 21:34:28 UTC+1 schrieb Ulrich Witte:
...
> Ganz früher war es ja mal üblich, dass es im Straßenbahnwagen hinten
> bzw. im Anhänger einen eigenen Schaffner gab, aber so einen Luxus
> wird sich heute wohl kein Verkehrsbtrieb mehr leisten wollen ;-)

Im Gegenteil, in Amsterdam wurden die Schaffner wieder eingeführt. Nach Angaben der Verkehrsbetriebe mit folgendem Ergebnis: Die zusätzlichen Einnahmen sind höher als die Gehälter der Schaffner. Es wurde neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Arbeitsplätze sind in der Mitte der Wagen, das Personal ist durch eine Plexiglaswand vor den Fahrgästen geschützt. Man darf aber auch beim Fahrer einsteigen. Die Kontrolle erfolgt durch Lesen der Karten mit Rfid Chip, an der Tonhöhe erkennt das Personal, ob die vorgezeigte Karte gültig ist. Beim Versuch, eine Tageskarte zu kaufen, sagte mit die Schaffnerin dann, das der Bestand bereits verkauft sei und es nur noch Einzelfahrkarten gebe. Ich habe die Bahn dann fahren gelassen und mir die Karte dann wo anders gekauft.

Grüße,

Klaus

Mathias Bölckow

unread,
Feb 2, 2013, 2:35:35 AM2/2/13
to
Am Thu, 17 Jan 2013 18:21:00 +0100 schrieb Stefan Rosskopf:

> und zum Pilotgebiet in Hamburgs S�den �ussert sich der hvv auch auf
> seiner eigenen Homepage:
> <http://www.hvv.de/aktuelles/presse/archiv/2012/PM120220_Einstieg_vorn_2012.php>

Ich habe den Eindruck, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen den
Berichten des HVV und der Realit�t gibt:

In manchen Bereichen mag der Einstieg vorn funktionieren, so vor allem,
wenn ein 12m Bus bei entspanntem Fahrplan nur jeweils wenige Fahrg�ste pro
Haltestelle einsammelt.

Schon bl�de wird es bei gehbehinderten Fahrg�sten und Fahrg�sten, die etwas
in der Hand tragen. Die k�nnen eigentlich erst beim Fahrer die Fahrkarte
heraus holen, was entsprechende viel Zeit beim Einstieg kostet. Da der Bus
nach beendetem Einstieg gleich weiter muss, fehlt selbst Fahrg�ste mit zwei
freien H�nden beim Wegstecken des Fahrscheins die zweite Hand um sich
durchg�ngig festhaltend nach hinten im Bus zu bewegen. In der Konsequenz
bleiben die Fahrg�ste im vorderen Teil des Busses, was es aber dann auch
f�r v�llig uneingeschr�nkte Fahrg�ste irgendwann unm�glich macht, nach
hinten durch zu kommen. Das f�hrt dazu, dass bei einem 18m Bus der hintere
Teil fast leer f�hrt, w�hrend vorn kein Zustieg mehr m�glich ist.

Die Einf�hrung des Einstiegs vorn wurde am Anfang mit sehr viel
Sicherheitspersonal durchgesetzt, was auf meiner heimatlichen M13 dazu
f�hrt, dass der Fahrplan v�llig �ber den Haufen geschmissen wurde. Wegen
des wesentlich l�ngeren Umlaufs ohne zus�tzliche Busse und Fahrer reichte
zudem die Transportkapazit�t nicht mehr. Bis heute hat der HVV - zumindest
offiziell - nicht einsehen wollen, dass der Einstieg vorn bei einer Linie,
die oftmals 30 Zusteiger an einer Haltestelle hat, bestenfalls dann
funktioniert, wenn erheblich Fahrzeitzugaben gemacht werden. Und es scheint
mir gar nicht zu funktionieren, wenn eine Linie ohnehin so betrieben wird,
dass die Busse st�ndig sehr voll sind.

Nun w�re vielleicht zu erwarten gewesen, dass einige bisherige Nutzer ohne
Fahrkarte zuk�nftig auf den Bus verzichten. Wie aber bereits andere
berichteten, wird in der Regel alles als Fahrkarte akzeptiert, was ungef�hr
ein geeignetes Format hat, und was nicht sofort als Bonbonpapier
identifizierbar ist. Es kann auch gar nicht anders sein. So eine �bliche
F�llung eines Gelenkbusses besteht aus 60 Fahrg�sten und z.B. werden diese
bei der M13 bis zu drei mal auf einem Laufweg von 40min umgeschlagen. Wie
viel Zeit hat der Fahrer f�r eine Fahrkarte? Mit einer Sekunde mag es noch
gehen. Zwei sind zu lang. Wie diszipliniert m�ssen die Fahrg�ste daf�r
einsteigen? Und das, wo doch die Regel, erst aussteigen lassen, bereits so
gro�e Schwierigkeiten f�r manche Fahrg�ste bereitet. Dabei muss der Fahrer
noch w�hrend des Kontrollierens Fahrkarten verkaufen, was bereits ohne
Einstieg vorn meist die Haltezeit vorgibt.

Ich bin davon �berzeugt, dass das bisherige Einnahmeplus bald deutlich
zur�ck geht, weil jeder nur noch abgelaufene Fahrkarten vorzeigt, die
praktischer Weise einfach in der Hosentasche stecken, und entsprechend der
Schwarzfahreranteil wieder alte Werte erreicht. Es m�gen vielleicht einige
Fahrg�ste weg bleiben, die diesen Gru� des Gesslerhutes verweigern. Die
Einnahmen lassen sich hingegen nur durch regelm��ige gr�ndliche Kontrollen
sichern.

--
Gru�, Mathias B�lckow
http://www.mathias-boelckow.de

Jens Schmidt

unread,
Feb 2, 2013, 5:09:08 AM2/2/13
to
Mathias Bölckow schrieb:

> In manchen Bereichen mag der Einstieg vorn funktionieren, so vor allem,
> wenn ein 12m Bus bei entspanntem Fahrplan nur jeweils wenige Fahrgäste pro
> Haltestelle einsammelt.

Stimmt schon. Ich erlebe das auch immer wieder mal, dass gerade zu Zeiten
größerer Nachfrage der Fahrplan nur noch Plan und nicht mehr Wirklichkeit
ist. Mein Linienast hier ist eigentlich wenig nachgefragt, aber auf dem
Weg bis zur S-Bahn liegen noch zwei Schulen. Immer zu Schulschluss dauert
es dann so lange, dass der Anschluss nicht mehr klappt.

Leider wirkt die HVV-Garantie ja erst ab >20 Minuten. Innerhalb des
Stadtgebiets ist einfach der Takt zu dicht, um so viel Verspätung zu
sammeln. Damit entfällt auch der Kostendruck.

Wer dagegen nach weiter aussen muss oder auf pünktliches Erscheinen am
Arbeitsplatz angewiesen ist, der nimmt einen Takt eher. Damit sinkt die
Attraktivität schnell auf die Ebene "nur noch Captives". :-(

> Ich bin davon überzeugt, dass das bisherige Einnahmeplus bald deutlich
> zurück geht, weil jeder nur noch abgelaufene Fahrkarten vorzeigt, die
> praktischer Weise einfach in der Hosentasche stecken, und entsprechend der
> Schwarzfahreranteil wieder alte Werte erreicht. Es mögen vielleicht einige
> Fahrgäste weg bleiben, die diesen Gruß des Gesslerhutes verweigern. Die
> Einnahmen lassen sich hingegen nur durch regelmäßige gründliche Kontrollen
> sichern.

Ich habe den Eindruck, bei der S-Bahn wird viel mehr als früher
kontrolliert. Gestern wurden auch wieder einige erwischt, die nach knapp
über einem Jahr noch nicht wussten, dass eine Monatskarte nur noch bis
zum 1. des Folgemonats 6.00 gilt. Vorher war das mal 12.00.

Marc Haber

unread,
Feb 2, 2013, 7:16:48 AM2/2/13
to
Jens Schmidt <Jens.Sc...@gmx.de> wrote:
>Gestern wurden auch wieder einige erwischt, die nach knapp
>über einem Jahr noch nicht wussten, dass eine Monatskarte nur noch bis
>zum 1. des Folgemonats 6.00 gilt. Vorher war das mal 12.00.

Warum macht man solche Änderungen? Da scheint mir doch, man wollte am
ersten vormittags nochmal ein paar erhöhte Beförderungsentgelte
abgreifen.

Ganz früher war es doch mal "bis zum ersten Werktag des folgenden
Monats 12:00 Uhr"?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Knud Schlotfeld

unread,
Feb 4, 2013, 3:54:26 PM2/4/13
to
Am 02.02.2013 11:09, schrieb Jens Schmidt:
> Mathias Bölckow schrieb:
>
>> In manchen Bereichen mag der Einstieg vorn funktionieren, so vor allem,
>> wenn ein 12m Bus bei entspanntem Fahrplan nur jeweils wenige Fahrgäste pro
>> Haltestelle einsammelt.
>
> Stimmt schon. Ich erlebe das auch immer wieder mal, dass gerade zu Zeiten
> größerer Nachfrage der Fahrplan nur noch Plan und nicht mehr Wirklichkeit
> ist. Mein Linienast hier ist eigentlich wenig nachgefragt, aber auf dem
> Weg bis zur S-Bahn liegen noch zwei Schulen. Immer zu Schulschluss dauert
> es dann so lange, dass der Anschluss nicht mehr klappt.

>
> Wer dagegen nach weiter aussen muss oder auf pünktliches Erscheinen am
> Arbeitsplatz angewiesen ist, der nimmt einen Takt eher. Damit sinkt die
> Attraktivität schnell auf die Ebene "nur noch Captives". :-(

Das habe ich anläßlich eines Vorstellungsgesprächs versucht. Nachdem
fünf Minuten nach der 2. Abfahrtszeit immer noch kein Bus zu sehen war,
habe ich hektisch ein Taxi herbeigewunken.



>
>> Ich bin davon überzeugt, dass das bisherige Einnahmeplus bald deutlich
>> zurück geht,

Gibt es das?
Weniger Schwarzfahrer kann ja auch schlicht ein Fehlen der
Beförderungserschleicher bedeuten.

>> weil jeder nur noch abgelaufene Fahrkarten vorzeigt, die
>> praktischer Weise einfach in der Hosentasche stecken, und entsprechend der
>> Schwarzfahreranteil wieder alte Werte erreicht.

Das glaube ich nicht. Es ist schon eine etwas höhere Schwelle eine
flache Fahrkarte zu zeigen als "nur" keine zu haben.


> Ich habe den Eindruck, bei der S-Bahn wird viel mehr als früher
> kontrolliert. Gestern wurden auch wieder einige erwischt, die nach knapp
> über einem Jahr noch nicht wussten, dass eine Monatskarte nur noch bis
> zum 1. des Folgemonats 6.00 gilt. Vorher war das mal 12.00.

Danke für den Tipp. Ich die Falle wäre ich auch gerauscht.
Immerhin wurde das damit begründet, daß man die Schlangen an den
Schaltern um den Monatswechsel damit entschärft.

Gruß

Knud

Ralf Gunkel

unread,
Feb 5, 2013, 1:07:26 AM2/5/13
to
Am 04.02.13 21:54, schrieb Knud Schlotfeld:
>Am 02.02.2013 11:09, schrieb Jens Schmidt:
...
>
>> Ich habe den Eindruck, bei der S-Bahn wird viel mehr als früher
>> kontrolliert. Gestern wurden auch wieder einige erwischt, die nach knapp
>> über einem Jahr noch nicht wussten, dass eine Monatskarte nur noch bis
>> zum 1. des Folgemonats 6.00 gilt. Vorher war das mal 12.00.
>
>Danke für den Tipp. Ich die Falle wäre ich auch gerauscht.
>Immerhin wurde das damit begründet, daß man die Schlangen an den
>Schaltern um den Monatswechsel damit entschärft.

Kann man denn die Monatskarten auch vor dem 1. des Monats kaufen?
Wenn ja ist die 6Uhr Grenze auch kein Problem, ausser dass man dem Verbund
bei Kauf z.B. am 27. mit Gültigkeit ab 1. einen Kleinkredit gibt.
Ist es nicht möglich sehe ich das als Massnahme an den Kunden zur
Jahreskarte zur bewegen.

Andre Bremer

unread,
Feb 5, 2013, 4:34:00 AM2/5/13
to
Ralf Gunkel schrieb am 05.02.2013 07:07:

> Kann man denn die Monatskarten auch vor dem 1. des Monats kaufen?

Online kann man heute Monatskarten mit Gᅵltigkeit ab 14.4. bestellen,
also gut 2 Monate im Voraus. Das wird dann wohl auch offline
funktionieren...

> Wenn ja ist die 6Uhr Grenze auch kein Problem, ausser dass man dem Verbund
> bei Kauf z.B. am 27. mit Gᅵltigkeit ab 1. einen Kleinkredit gibt.

Du kennst die Kunden schlecht. Das ist wie Weihnachten und Ostern, das
kommt auch immer so plᅵtzlich...und wer hat am 27. noch so viel Geld auf
dem Konto?


Tschᅵs,
Andre

--
"Lache nie ᅵber die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance."
(Winston Churchill)

Ralf Gunkel

unread,
Feb 5, 2013, 9:20:57 AM2/5/13
to
Am 05.02.13 10:34, schrieb Andre Bremer:
>Ralf Gunkel schrieb am 05.02.2013 07:07:
>
>> Kann man denn die Monatskarten auch vor dem 1. des Monats kaufen?
>
>Online kann man heute Monatskarten mit Gültigkeit ab 14.4. bestellen,
>also gut 2 Monate im Voraus. Das wird dann wohl auch offline
>funktionieren...

Okay. Danke für die Info.
Von daher also kein Problem.
>
>> Wenn ja ist die 6Uhr Grenze auch kein Problem, ausser dass man dem Verbund
>> bei Kauf z.B. am 27. mit Gültigkeit ab 1. einen Kleinkredit gibt.
>
>Du kennst die Kunden schlecht. Das ist wie Weihnachten und Ostern, das
>kommt auch immer so plötzlich...

*lach*
Auch wieder wahr.

>und wer hat am 27. noch so viel Geld auf
>dem Konto?
>
>
Warum ist der Glaube dass es Geld stets am 1. gibt immer noch so verbreitet?

Mein Laden überweist zum Beispiel stets zum 24.
Und zu Bundeszeiten war es der 15. des Monats.



Gruss Ralf (via Mobil)
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist auch gut so." Dirk
Moebius in deb*

Knud Schlotfeld

unread,
Feb 5, 2013, 3:12:32 PM2/5/13
to
Am 05.02.2013 15:20, schrieb Ralf Gunkel:
> Am 05.02.13 10:34, schrieb Andre Bremer:
>> Ralf Gunkel schrieb am 05.02.2013 07:07:
>>
>>> Kann man denn die Monatskarten auch vor dem 1. des Monats kaufen?

Klar, ich habe damals [tm] meine Wochenkarten meist Freitags und die
Monatskarte gegen Monatsende gekauft. Wenn dann aber mal der Bär los
war, war es auch bequem am ersten Geltungstag bis zur Station mit
Schalter zu fahren und dann unterwegs zu kaufen.

>>
>>> Wenn ja ist die 6Uhr Grenze auch kein Problem, ausser dass man dem Verbund
>>> bei Kauf z.B. am 27. mit Gültigkeit ab 1. einen Kleinkredit gibt.
>>
>> Du kennst die Kunden schlecht. Das ist wie Weihnachten und Ostern, das
>> kommt auch immer so plötzlich...
>
> *lach*
> Auch wieder wahr.

Ich habe meist am letzten Tag auch schon lange Schlangen gesehen.


>
>> und wer hat am 27. noch so viel Geld auf
>> dem Konto?
>>
>>
> Warum ist der Glaube dass es Geld stets am 1. gibt immer noch so verbreitet?

Weil es ziemlich viele Unternehmen zum Monatsende zahlen. Das kann auch
mal der 29. sein. Zum 1. muß es dann auf alle Fälle da sein.

>
> Mein Laden überweist zum Beispiel stets zum 24.
> Und zu Bundeszeiten war es der 15. des Monats.

Das sind dann immer noch Reste der Behörde.

Gruß

Knud

Mathias Bölckow

unread,
Feb 5, 2013, 3:38:44 PM2/5/13
to
Am 5 Feb 2013 14:20:57 GMT schrieb Ralf Gunkel:

> Am 05.02.13 10:34, schrieb Andre Bremer:
>>Ralf Gunkel schrieb am 05.02.2013 07:07:
>>
>>> Kann man denn die Monatskarten auch vor dem 1. des Monats kaufen?
>>
>>Online kann man heute Monatskarten mit G�ltigkeit ab 14.4. bestellen,
>>also gut 2 Monate im Voraus. Das wird dann wohl auch offline
>>funktionieren...

[..]

>>und wer hat am 27. noch so viel Geld auf
>>dem Konto?
>>
>>
> Warum ist der Glaube dass es Geld stets am 1. gibt immer noch so verbreitet?
>
> Mein Laden �berweist zum Beispiel stets zum 24.
> Und zu Bundeszeiten war es der 15. des Monats.

Ralf, f�r Dich w�re es Unsinn, hier etwas anderes als ein Abo zu bestellen.
Dass l�sst sich beim HVV auch zum Monatsende k�ndigen und wenn man noch
keine 12 Monate voll hatte, ist der Differenzbetrag zur Monatskarte
nachzuentrichten.

Ich denke, die Monatskarte richtet sich eher an Leute, die lieber monatlich
eine Stunde in den Fahrkartenkauf investieren, als sich mal 15min beraten
zu lassen und an Leute in schwieriger beruflicher und finanzieller
Situation. Das Amt zahlt sein Geld zum Aufstocken geringer L�hne jedenfalls
zum Monatswechsel. Und bei den prek�ren Jobs wei�t Du am 27. Februar
eventuell noch nicht, wo Du am ersten M�rz Deine Grundsicherung aufstocken
kannst. Zudem l�sst sich eine Monatskarte auch ohne Konto erwerben.

Und dann sehe ich hier noch jede Menge Gestalten in PSA oder Rudimenten
davon, die morgens gegen 6:00 einen Einzelfahrschein kaufen. Wenn es dann
auf der Baustelle Geld gegeben hat und die osteurop�ische ein Mann Firma
dann nach Unterkunft und Verpflegung noch liquide genug ist, kann wohl �ber
eine Monatskarte nachgedacht werden.

Ich glaube nicht, dass diese Fahrg�ste auf die Idee k�men, ihre Fahrkarte
Monate im Voraus per Internet zu buchen.

Sch�ne Gr��e, Mathias

Mathias Bölckow

unread,
Feb 5, 2013, 3:48:20 PM2/5/13
to
Am Mon, 04 Feb 2013 21:54:26 +0100 schrieb Knud Schlotfeld:
>> Mathias B�lckow schrieb:

>>> weil jeder nur noch abgelaufene Fahrkarten vorzeigt, die
>>> praktischer Weise einfach in der Hosentasche stecken, und entsprechend der
>>> Schwarzfahreranteil wieder alte Werte erreicht.
>
> Das glaube ich nicht. Es ist schon eine etwas h�here Schwelle eine
> flache Fahrkarte zu zeigen als "nur" keine zu haben.

Wo ist da das Problem? Wenn der Busfahrer das merkt eben kehrt machen oder
zahlen, und zwar den normalen Fahrpreis. Und wenn im Bus tats�chlich noch
einmal kontrolliert wird:
"Oh, das ist ja gar nicht meine g�ltige Fahrkarte... wo habe ich die
denn... aber der Busfahrer hat gesehen, dass ich eine hatte....". Vor allem
aber w�hnen sich vermutlich viele nunmehr sicher vor Kontrollen im Bus.

Ralf Gunkel

unread,
Feb 6, 2013, 1:13:14 AM2/6/13
to
Am 05.02.13 21:38, schrieb Mathias Bölckow:
>Am 5 Feb 2013 14:20:57 GMT schrieb Ralf Gunkel:
>
>> Am 05.02.13 10:34, schrieb Andre Bremer:
>>>Ralf Gunkel schrieb am 05.02.2013 07:07:
>>>
>>>> Kann man denn die Monatskarten auch vor dem 1. des Monats kaufen?
>>>
>>>Online kann man heute Monatskarten mit Gültigkeit ab 14.4. bestellen,
>>>also gut 2 Monate im Voraus. Das wird dann wohl auch offline
>>>funktionieren...
>
>[..]
>
>>>und wer hat am 27. noch so viel Geld auf
>>>dem Konto?
>>>
>>>
>> Warum ist der Glaube dass es Geld stets am 1. gibt immer noch so verbreitet?
>>
>> Mein Laden überweist zum Beispiel stets zum 24.
>> Und zu Bundeszeiten war es der 15. des Monats.
>
>Ralf, für Dich wäre es Unsinn, hier etwas anderes als ein Abo zu bestellen.
>Dass lässt sich beim HVV auch zum Monatsende kündigen und wenn man noch
>keine 12 Monate voll hatte, ist der Differenzbetrag zur Monatskarte
>nachzuentrichten.
>
Eine Jahreskarte ist in der Regel mit 2 "Gratismonaten" versehen.
Verrechnet man in das Jahr aber Urlaub und evtl. Krankheitstage (im geringen
Masse) mit rein ist da wenig "gratis".
Wenn du dann noch alle 4 oder 5 Wochen Bereitschaft von einer Woche hast
oder der Nutzer öfter mal Dienstreise hat ist es ein Verlustgeschäft.

Ich nutze die Jahreshälfte (RMV) trotzdem auch nur da sie unpersönlich ist
und man sie daher in der "nicht nutzbaren Zeit" weitergeben kann. Bedeutet
natürlich etwas Gehirnschmalz und Koordination (wann weitere Wochen- oder
Monatskarte nötig) spart aber massiv Kosten.

Da braucht es keine Beispiele prekärer Beschäftigung.

Gruss Ralf
--
"Sicherungstechnik ist praktizierte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk
Moebius in deb*

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 6, 2013, 1:13:23 AM2/6/13
to
Mathias B�lckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:

>Ralf, f�r Dich w�re es Unsinn, hier etwas anderes als ein Abo zu bestellen.
>Dass l�sst sich beim HVV auch zum Monatsende k�ndigen und wenn man noch
>keine 12 Monate voll hatte, ist der Differenzbetrag zur Monatskarte
>nachzuentrichten.

Mich hat der VGN aus dem Jahresabo sogar einfach so nach einigen
Monaten rausgelassen, als ein spontaner Jobwechsel stattgefunden
hatte. Ich habe denen den Sachverhalt geschildert, sollte mit Ablauf
des aktuellen Monats die Karte zur�ckschicken, und gut.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Ralf Gunkel

unread,
Feb 6, 2013, 1:14:35 AM2/6/13
to
Am 05.02.13 21:48, schrieb Mathias Bölckow:
>Am Mon, 04 Feb 2013 21:54:26 +0100 schrieb Knud Schlotfeld:
>>> Mathias Bölckow schrieb:
>
>>>> weil jeder nur noch abgelaufene Fahrkarten vorzeigt, die
>>>> praktischer Weise einfach in der Hosentasche stecken, und entsprechend der
>>>> Schwarzfahreranteil wieder alte Werte erreicht.
>>
>> Das glaube ich nicht. Es ist schon eine etwas höhere Schwelle eine
>> flache Fahrkarte zu zeigen als "nur" keine zu haben.
>
>Wo ist da das Problem? Wenn der Busfahrer das merkt eben kehrt machen oder
>zahlen, und zwar den normalen Fahrpreis. Und wenn im Bus tatsächlich noch
>einmal kontrolliert wird:
>"Oh, das ist ja gar nicht meine gültige Fahrkarte... wo habe ich die
>denn... aber der Busfahrer hat gesehen, dass ich eine hatte....". Vor allem
>aber wähnen sich vermutlich viele nunmehr sicher vor Kontrollen im Bus.

Diese Ausrede bei Zusatzkontrolle zählt hier in meiner Ecke nicht.

Hannes Kuhnert

unread,
Feb 6, 2013, 4:52:55 AM2/6/13
to
Mathias Bölckow wrote:
> In manchen Bereichen mag der Einstieg vorn funktionieren, so vor allem,
> wenn ein 12m Bus bei entspanntem Fahrplan nur jeweils wenige Fahrgäste pro
> Haltestelle einsammelt.

Das ist wohl wahr; ansonsten wird „Einstieg vorn“ schnell absurd.

Ich bring mal wieder das Beispiel Chemnitz. Hier kommt es praktisch nur
morgens und nachmittags in den Spitzenstunden und zu Beginn und Ende von
Vorlesungen an der Uni vor, dass sich in einem Bus mehr Fahrgäste befinden
als Sitzplätze vorhanden sind.

Trotzdem werden 18-m-Busse seit einiger Zeit viertürig beschafft, was sich
bei genauem Hinsehen, wie bei den verschiedenen Bussen der selbstständige
Umschlag des Ladeguts vonstatten geht, als erfolgreiche Strategie für
schwankungsreduzierte Haltezeiten erweist. Einstieg vorne tagsüber ist dazu
selbstredend inkompatibel.

Einstieg vorne ab 20 Uhr ist hingegen etabliert und nur in Ausnahmefällen
spürbar fahrzeitverlängernd. Da spielt rein, dass an der mit Abstand
meistgenutzten Haltestelle des Netzes abends sowieso im Rendezvous-System
gefahren (oder gestanden) wird.

Vor einem Jahr berichtete ich hier von der neuen Erlössicherungsstrategie
der Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft:
<news:k64519-...@zuhause.froschmaschine.net>

Jetzt gibt es eine Bilanz zum ersten Jahr mit den verstärkten Kontrollen:
<http://blick.de/nachrichten/chemnitz/gestiegene-praesenz-schreckt-ab-artikel8228631.php>

Demnach ist die ermittelte Schwarzfahrerquote von 6% auf 1,7% gesunken,
womit das ehedem veröffentlichte Ziel von 2% erreicht wäre.

Übrigens werden jeweils die Kontrollschwerpunkte der Woche veröffentlicht:
<http://cvag.de/de/Tickets_Tarife/Fahrausweispruefung_2599.html>

Eine psychologische Untersuchung zur Wirkung solcher Vermeldungen würde mich
sehr interessieren.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Jens Schmidt

unread,
Feb 6, 2013, 7:33:23 AM2/6/13
to
Ralf Gunkel schrieb:

> Diese Ausrede bei Zusatzkontrolle zählt hier in meiner Ecke nicht.

In HH gibt es da eine ganz einfache Regel: Während der Kontrolle
zählt *keine* Ausrede. Entweder 40€ oder aussteigen, beides mit
Identitätsfeststellung.

Alles weitere dann später auf dem Dienstweg.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 6, 2013, 11:03:03 AM2/6/13
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:

>Eine Jahreskarte ist in der Regel mit 2 "Gratismonaten" versehen.
>Verrechnet man in das Jahr aber Urlaub und evtl. Krankheitstage (im geringen
> Masse) mit rein ist da wenig "gratis".

Nun ja, wenn die Karte auch einen Freizeitwert hat, dann relativiert
sich das. Ich hab' damals extra noch N�rnberg dazugebucht...

Mathias Bölckow

unread,
Feb 6, 2013, 4:23:47 PM2/6/13
to
Am Wed, 06 Feb 2013 13:33:23 +0100 schrieb Jens Schmidt:

>> Diese Ausrede bei Zusatzkontrolle zᅵhlt hier in meiner Ecke nicht.
>
> In HH gibt es da eine ganz einfache Regel: Wᅵhrend der Kontrolle
> zᅵhlt *keine* Ausrede. Entweder 40ᅵ oder aussteigen, beides mit
> Identitᅵtsfeststellung.
>
> Alles weitere dann spᅵter auf dem Dienstweg.

Ja, aber das ist dann der Status Quo ante. Nur gehe ich und vor allem die
Schwarzfahrer eher von weniger bis gar keinen "Zusatz"-Kontrollen aus, wenn
bereits der Busfahrer sich einen Zettel zeigen lieᅵ. Beim Busfahrer ist
schlimmstenfalls aber selten ein normaler Fahrschein zu kaufen. Das
Schwarzfahren wirkt nunmehr gefahrloser.

Gruᅵ, Mathias

frank paulsen

unread,
Feb 6, 2013, 5:09:40 PM2/6/13
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> writes:

> Warum ist der Glaube dass es Geld stets am 1. gibt immer noch so verbreitet?

tradition...

> Mein Laden �berweist zum Beispiel stets zum 24.
> Und zu Bundeszeiten war es der 15. des Monats.

ueblicherweise bekommen angestellte das geld bis zum 1., und gewerbliche,
also die, die im wesentlichen stunden- oder akkordloehner sind, ihr geld
bis zum 15. des folgemonats.

heute werden wohl nur noch seltenst akkordmarken auf zetteln saldiert,
aber die frist zum erstellen der abrechnung gern ausgenutzt. komisch
eigentlich, dass sowas nicht mal ganz am rande aus tarifvertraegen
fliegt.

--
frobnicate foo

Reinhard Greulich

unread,
Feb 6, 2013, 5:17:36 PM2/6/13
to
frank paulsen schrieb am Wed, 06 Feb 2013 23:09:40 +0100:

> ueblicherweise bekommen angestellte das geld bis zum 1., und gewerbliche,
> also die, die im wesentlichen stunden- oder akkordloehner sind, ihr geld
> bis zum 15. des folgemonats.

Im Bereich der Angestellten des �ffentlichen Dienstes ist es auch noch
zu Zeiten diversifizierter Tarifvertr�ge �blich, die H�lfte des
Gehaltes nach getaner Arbeit und die H�lfte im Voraus zu bezahlen.
Woraus sich dann als Zahltag der 15. des laufenden Monats (und nicht
des Folgemonats) ergibt.

Beamte hingegen bekommen eine monatliche Vorauszahlung, also am
Monatsanfang (und nicht etwa am Monatsende).

Bei den Gehaltssummen, die schon mittlere Unternehmen umw�lzen, lohnt
sich schon, um den einen oder anderen Tag zu schieben. Vom Bund oder
ganzen Bundesl�ndern nicht zu reden. Mich wundert es auch, dass das
kaum je thematisiert wird.

Gru� - Reinhard.

--
70086
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Jens Schmidt

unread,
Feb 6, 2013, 9:03:18 PM2/6/13
to
Mathias Bölckow schrieb:

> Ja, aber das ist dann der Status Quo ante. Nur gehe ich und vor allem die
> Schwarzfahrer eher von weniger bis gar keinen "Zusatz"-Kontrollen aus,
> wenn bereits der Busfahrer sich einen Zettel zeigen ließ. Beim Busfahrer
> ist schlimmstenfalls aber selten ein normaler Fahrschein zu kaufen. Das
> Schwarzfahren wirkt nunmehr gefahrloser.

Dazu kann ich nur beitragen, dass ich im Bus so gut wie nie kontrolliert
werde. Ich kann mich im Moment nicht mal erinnern, wann denn die letzte
Kontrolle war. Das macht die Einschätzung einer Gefahr ziemlich ähnlich
zur Vorhersage der Lottozahlen.

Jens Schmidt

unread,
Feb 6, 2013, 9:08:35 PM2/6/13
to
frank paulsen schrieb:

> ... komisch
> eigentlich, dass sowas nicht mal ganz am rande aus tarifvertraegen
> fliegt.

Welcher Tarifvertrag? Sowas ist in kleineren Betrieben der
Dienstleistungsbranche nur selten vorhanden.

Knud Schlotfeld

unread,
Feb 7, 2013, 5:23:34 PM2/7/13
to
Am 06.02.2013 07:13, schrieb Ralf Gunkel:
> Am 05.02.13 21:38, schrieb Mathias Bölckow:

>>
>> Ralf, für Dich wäre es Unsinn, hier etwas anderes als ein Abo zu bestellen.
>> Dass lässt sich beim HVV auch zum Monatsende kündigen und wenn man noch
>> keine 12 Monate voll hatte, ist der Differenzbetrag zur Monatskarte
>> nachzuentrichten.
>>
> Eine Jahreskarte ist in der Regel mit 2 "Gratismonaten" versehen.
> Verrechnet man in das Jahr aber Urlaub und evtl. Krankheitstage (im geringen
> Masse) mit rein ist da wenig "gratis".

Wenn ich meine Urlaubs- und Krankentage und Pkw-Mitfahrgelegenheiten
(!!) jeweils vor Monatsbeginn gewußt hätte, wäre ich mit einem wilden
Mix aus Monats-, Wochenkarten und Einzelfahrscheinen etwas günstiger
gefahren. Zu Schülerzeiten haben wir das gemacht.

Aber es hat durchaus auch einen Wert, sich nicht kümmern zu müssen und
immer ein Ticket in der Tasche zu haben.

> Wenn du dann noch alle 4 oder 5 Wochen Bereitschaft von einer Woche hast
> oder der Nutzer öfter mal Dienstreise hat ist es ein Verlustgeschäft.
>
> Ich nutze die Jahreshälfte (RMV) trotzdem auch nur da sie unpersönlich ist
> und man sie daher in der "nicht nutzbaren Zeit" weitergeben kann. Bedeutet
> natürlich etwas Gehirnschmalz und Koordination (wann weitere Wochen- oder
> Monatskarte nötig) spart aber massiv Kosten.

Im SH-Tarif gibt es die Jahreskarte mit Bild persönlich und ohne Bild
übertragbar zum gleichen Preis. Ich habe eine kennen gelernt, die sich
ihre Jahreskarte mit einer Kollegin teilt. Da muß nur die Kartenübergabe
klappen.

>
> Da braucht es keine Beispiele prekärer Beschäftigung.

Manchmal auch nur einen kühlen Kopf zum Rechnen.

Gruß

Knud

Knud Schlotfeld

unread,
Feb 7, 2013, 5:23:49 PM2/7/13
to
Am 06.02.2013 07:13, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Mathias B�lckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>
>> Ralf, f�r Dich w�re es Unsinn, hier etwas anderes als ein Abo zu bestellen.
>> Dass l�sst sich beim HVV auch zum Monatsende k�ndigen und wenn man noch
>> keine 12 Monate voll hatte, ist der Differenzbetrag zur Monatskarte
>> nachzuentrichten.
>
> Mich hat der VGN aus dem Jahresabo sogar einfach so nach einigen
> Monaten rausgelassen, als ein spontaner Jobwechsel stattgefunden
> hatte. Ich habe denen den Sachverhalt geschildert, sollte mit Ablauf
> des aktuellen Monats die Karte zur�ckschicken, und gut.
>

Im SH-Tarif wird bei K�ndigung vor 12 Monaten Vertragsdauer auf n
einzelne Monatskarten zur�ck gerechnet. Danach kann man das Abo faktisch
monatlich k�ndigen.

Gru�

Knud

Knud Schlotfeld

unread,
Feb 7, 2013, 5:24:14 PM2/7/13
to
Am 05.02.2013 21:48, schrieb Mathias B�lckow:
> Am Mon, 04 Feb 2013 21:54:26 +0100 schrieb Knud Schlotfeld:
>>> Mathias B�lckow schrieb:
>
>>>> weil jeder nur noch abgelaufene Fahrkarten vorzeigt, die
>>>> praktischer Weise einfach in der Hosentasche stecken, und entsprechend der
>>>> Schwarzfahreranteil wieder alte Werte erreicht.
>>
>> Das glaube ich nicht. Es ist schon eine etwas h�here Schwelle eine
>> flache Fahrkarte zu zeigen als "nur" keine zu haben.
>
> Wo ist da das Problem? Wenn der Busfahrer das merkt eben kehrt machen oder
> zahlen, und zwar den normalen Fahrpreis.

Ich halte das f�r eine h�here Schwelle.
Aber es mag sein, da� die Halbstarken im M13 da anders drauf sind, als
die M�tter in Schnelsen...


> Und wenn im Bus tats�chlich noch
> einmal kontrolliert wird:
> "Oh, das ist ja gar nicht meine g�ltige Fahrkarte... wo habe ich die
> denn... aber der Busfahrer hat gesehen, dass ich eine hatte....".

So etwas hat einen Kontrolleur wohl noch nie beeindruckt.

> Vor allem
> aber w�hnen sich vermutlich viele nunmehr sicher vor Kontrollen im Bus.

Das erwarte ich auch.

Gru�

Knud

Ralf Gunkel

unread,
Feb 7, 2013, 10:57:07 PM2/7/13
to
Am 07.02.13 23:23, schrieb Knud Schlotfeld:
>Am 06.02.2013 07:13, schrieb Ralf Gunkel:
>> Am 05.02.13 21:38, schrieb Mathias Bölckow:
>
>>>
>>> Ralf, für Dich wäre es Unsinn, hier etwas anderes als ein Abo zu bestellen.
>>> Dass lässt sich beim HVV auch zum Monatsende kündigen und wenn man noch
>>> keine 12 Monate voll hatte, ist der Differenzbetrag zur Monatskarte
>>> nachzuentrichten.
>>>
>> Eine Jahreskarte ist in der Regel mit 2 "Gratismonaten" versehen.
>> Verrechnet man in das Jahr aber Urlaub und evtl. Krankheitstage (im geringen
>> Masse) mit rein ist da wenig "gratis".
>
>Wenn ich meine Urlaubs- und Krankentage und Pkw-Mitfahrgelegenheiten
>(!!) jeweils vor Monatsbeginn gewußt hätte, wäre ich mit einem wilden
>Mix aus Monats-, Wochenkarten und Einzelfahrscheinen etwas günstiger
>gefahren. Zu Schülerzeiten haben wir das gemacht.
>
>Aber es hat durchaus auch einen Wert, sich nicht kümmern zu müssen und
>immer ein Ticket in der Tasche zu haben.

100% Zustimmung

...
>>
>> Ich nutze die Jahreshälfte (RMV) trotzdem auch nur da sie unpersönlich ist
>> und man sie daher in der "nicht nutzbaren Zeit" weitergeben kann. Bedeutet
>> natürlich etwas Gehirnschmalz und Koordination (wann weitere Wochen- oder
>> Monatskarte nötig) spart aber massiv Kosten.
>
>Im SH-Tarif gibt es die Jahreskarte mit Bild persönlich und ohne Bild
>übertragbar zum gleichen Preis.

Und wo soll dann der Vorteil für den Kunden bei einer persönlichen Karte
liegen?
Der Mehrwert der persönlichen RMV Jahreskarten ist auch so gering dass sie
sich für mich nicht rechnet.


>Ich habe eine kennen gelernt, die sich
>ihre Jahreskarte mit einer Kollegin teilt. Da muß nur die Kartenübergabe
>klappen.

Kenne ich das Thema ;-)


Gruss Ralf (via Mobil)
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist auch gut so." Dirk
Moebius in deb*

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 8, 2013, 12:30:52 AM2/8/13
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:

>Und wo soll dann der Vorteil f�r den Kunden bei einer pers�nlichen Karte
> liegen?

Bei Verlust, die Pers�nliche bekommt man einfach ersetzt.

>Der Mehrwert der pers�nlichen RMV Jahreskarten ist auch so gering dass sie
> sich f�r mich nicht rechnet.

Bei mir w�rde sich eine �bertragbare nicht rechnen, da ich das Ding eh
immer selber brauche und auch keinen w��te, dem ich es leihen k�nnen
wollte.

Ralf Gunkel

unread,
Feb 8, 2013, 1:23:27 AM2/8/13
to
Am 08.02.13 06:30, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>
>>Und wo soll dann der Vorteil für den Kunden bei einer persönlichen Karte
>> liegen?
>
>Bei Verlust, die Persönliche bekommt man einfach ersetzt.

Bisher waren die Jahreskarte ein Paket aus 12 Monatskarten. Bei Verlust war
nur der Rest vom Monat ein Verlust. Von daher war das Risiko gering
gegenüber den Peanuts die es für die persönliche Ausstellung gab.
Jetzt mit der elektronischen Müllkarte (funktioniert immer nicj nicht
richtig) ändert dich da nichts. Diese kann bei Verlust zudem sofort
gesperrt werden.
Wobei ich mich frage warum eine unpersönliche Karte das Geburtsdatum und
Geschlecht von dem gespeichert hat der sie bezahlt.
Was ist wenn man die kostenfrei ausleiht? Dann passt ggf. gar nichts was man
da ausliest. Ausser den gebuchten Zonen.


>Bei mir würde sich eine Übertragbare nicht rechnen, da ich das Ding eh
>immer selber brauche und auch keinen wüßte, dem ich es leihen können
>wollte.
>
Dann ja.

Jens Schmidt

unread,
Feb 8, 2013, 6:42:10 AM2/8/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>
>>Und wo soll dann der Vorteil für den Kunden bei einer persönlichen Karte
>> liegen?
>
> Bei Verlust, die Persönliche bekommt man einfach ersetzt.

Hier[TM] zusätzlich: wenn man sie dann doch mal vergessen hat, kostet
es bei der Kontrolle weiterhin 40€. Mit dem nachträglichen Vorlegen
einer persönlichen Karte wird das dann ermäßigt, z.B. beim Abo auf
2,50€. Bei übertragbaren Karten geht das nicht.

Stefan Rosskopf

unread,
Feb 8, 2013, 9:01:58 AM2/8/13
to
On 02.02.2013 11:09, Jens Schmidt wrote:
> Mathias B�lckow schrieb:
>
>> In manchen Bereichen mag der Einstieg vorn funktionieren, so vor allem,
>> wenn ein 12m Bus bei entspanntem Fahrplan nur jeweils wenige Fahrg�ste pro
>> Haltestelle einsammelt.
>
> Stimmt schon. Ich erlebe das auch immer wieder mal, dass gerade zu Zeiten
> gr��erer Nachfrage der Fahrplan nur noch Plan und nicht mehr Wirklichkeit
> ist. Mein Linienast hier ist eigentlich wenig nachgefragt, aber auf dem
> Weg bis zur S-Bahn liegen noch zwei Schulen. Immer zu Schulschluss dauert
> es dann so lange, dass der Anschluss nicht mehr klappt.

Hier (M3) ist es bei dichtem Takt andererseits in der Hauptverkehrszeit
aufgrund des "Einstiegs vorn" dann oft so, dass 10 Minuten kein Bus
kommt, und dann anschlie�end zwei direkt hintereinander, der vordere mit
Versp�tung, der alle Fahrg�ste aufnimmt und proppevoll ist, und der
dahinter herzuckelnde, (noch) p�nktliche, relativ leere...
Gerade bei dichtem Takt und viel Publikumsverkehr scheint das mit dem
"Vorneeinstieg" und der P�nktlichkeit also nur bedingt zu funktionieren.


Gr�sse, Stefan
--
http://www.stefan-rosskopf.de/

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 8, 2013, 9:13:13 AM2/8/13
to
Jens Schmidt <Jens.Sc...@gmx.de> wrote:

>Hier[TM] zus�tzlich: wenn man sie dann doch mal vergessen hat, kostet
>es bei der Kontrolle weiterhin 40�. Mit dem nachtr�glichen Vorlegen
>einer pers�nlichen Karte wird das dann erm��igt, z.B. beim Abo auf
>2,50�. Bei �bertragbaren Karten geht das nicht.

Richtig, das kommt noch dazu.

Ralf Gunkel

unread,
Feb 8, 2013, 12:13:57 PM2/8/13
to
Am 08.02.13 15:13, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
>Jens Schmidt <Jens.Sc...@gmx.de> wrote:
>
>>Hier[TM] zusätzlich: wenn man sie dann doch mal vergessen hat, kostet
>>es bei der Kontrolle weiterhin 40€. Mit dem nachträglichen Vorlegen
>>einer persönlichen Karte wird das dann ermäßigt, z.B. beim Abo auf
>>2,50€. Bei übertragbaren Karten geht das nicht.
>
>Richtig, das kommt noch dazu.
>
Wenn der RMV schon nicht gerade als Kundenfreundlich
ist so ist das
nachträgliche Vorlegen bei kleiner Verwaltungsgebühr bei allen Zeitkarten
möglich.

Ich "freue" mich schon auf den Tag an dem das eTicket nicht lesbar ist und
daher auch als ungültig/nivht vorhanden gilt und man mit der Gebühr kommt.

Holger Koetting

unread,
Feb 8, 2013, 1:54:02 PM2/8/13
to
Ralf Gunkel wrote:
> Wenn der RMV schon nicht gerade als Kundenfreundlich
> ist so ist das
> nachträgliche Vorlegen bei kleiner Verwaltungsgebühr bei allen Zeitkarten
> möglich.

Njet:
"Das erhöhte Beförderungsentgelt ermäßigt sich auf 7,00 Euro [...]
wenn der Fahrgast Inhaber/ Inhaberin einer persönlichen, nicht
übertragbaren Zeitkarte ist und innerhalb einer [Frist usw...]"

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Knud Schlotfeld

unread,
Feb 8, 2013, 2:37:32 PM2/8/13
to
Das ist im SH-Tarif ähnlich, wenn auch teurer.
Ersatz einer verlorenen persönlichen Karte kostet wimre 50 Euro.
Verliert man hingegen eine übertragbare Jahreskarte sind im schlimmst
Fall auch mal über zwei kTaler weg.

Und die FN ermäßigt sich hier auf 7 Euro, wenn man innerhalb von einer
Woche seine persönliche Jahreskarte vorlegt. (Man muß nur 7 zahlen,
nicht 33 wieder holen.)


Gruß

Knud


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Knud Schlotfeld

unread,
Mar 6, 2013, 4:46:40 PM3/6/13
to
Am 06.03.2013 22:12, schrieb Ulrich Witte:
> Ralf Gunkel am 14 Jan 2013:
>
>> Am 14.01.13 21:34, schrieb Ulrich Witte:
>>
>>> Was sagt eigentlich der HVV dazu? Gibt es weniger Schwarzfahrer
>>> bzw. mehr Einnahmen durch verkaufte ...
>>
>> Wie w�re es wenn du als Betroffener den HHV per Mail anfragt?
>> W�rde mich auch interessieren.
>
> Ich habe zwar nicht per Mail angefragt (hab's vergessen), aber hier gibt
> es einen Bericht:
> <http://www.nahverkehrhamburg.de/hvv/731-zahl-der-schwarzfahrer-im-hvv-ist-deutlich-gesunken>

Die Mehreinnahmen durch zus�tzlich verkaufte Fahrscheine sind also nur
auf das neue Konzept zur�ck zu f�hren? Es f�llt mir schwer das zu
glauben. Haben vergleichbare Verb�nde keine Mehreinnahmen, Konjunktur
und Benzinpreise keine Auswirkungen auf die Anzahl der verkauften
Tickets?? Wie viele notorische Schwarzfahrer sind direkt auf Abo-Karten
umgestiegen?

Gru�

Knud

Message has been deleted

Mathias Bölckow

unread,
Mar 12, 2013, 5:52:46 PM3/12/13
to
Am Thu, 21 Feb 2013 00:27:27 +0100 schrieb Ulrich Witte:

> Ich habe den Eindruck, dass das Verkaufen der Fahrkarten früher schneller
> ging, als die Fahrer mit so einer Art Wählscheibe den Fahrschein ausgewählt
> haben. Seitdem es das nicht mehr gibt, dauert es eine gefühlte Ewigkeit,
> bis der Fahrschein aus dem Schlitz kommt ;-)

Früher gab es drei Ringe, die sich aber anders nannten, eine Tageskarte,
einen Kinderfahrschein und das wars. Heute hat allein der HVV 5 Ringe, die
Orte beinhalten, von denen selbst Einheimische nie gehört haben. Zudem
lassen sich die Fahrkarten des Schleswig-Holstein Tarifs erstellen. Es gibt
so gefühlt 4 Tageskartentypen (9:00, Ganztags, Kind, 9:00 Gruppe) für 2-5
Ringe, hinzu kommen Kombiticktes und ähnliches.
Früher wurden die Fahrer der Hochbahn sehr anständig bezahlt, heute fahren
dort Sub-Unternehmen zum Unterbieten der ohnehin geringen Löhne. Dafür ist
es schwierig Personal zu finden, so dass auf Sprach- und Tarifkenntnis eher
verzichtet wird, so lange der Kutscher den Bus halbwegs pünktlich und
schadensarm bewegt. Hinzu kommt, dass auch die Fahrgäste oft nur schlecht
Deutsch sprechen.

Eigentlich ist verwunderlich, dass überhaupt noch manchmal die richtige
Fahrkarte verkauft wird.

Mathias "ja, ich weiß, dass meine Tochter einen Fahrschein zu 2,20 EUR
benötigt hätte, aber der Busfahrer hat die nicht aus seinem Drucker
bekommen" Bölckow

Mathias Bölckow

unread,
Mar 17, 2013, 6:07:19 PM3/17/13
to
Ich mach mal Ingrid

Am Sat, 2 Feb 2013 08:35:35 +0100 schrieb Mathias B�lckow:

> Die Einf�hrung des Einstiegs vorn wurde am Anfang mit sehr viel
> Sicherheitspersonal durchgesetzt, was auf meiner heimatlichen M13 dazu
> f�hrt, dass der Fahrplan v�llig �ber den Haufen geschmissen wurde.

[Hamburg, Mannesallee -> Scharbeutz]

Heute war Gro�einsatz f�r den Einstieg vorn auf der M13:
An meiner Bushaltestelle warteten bereits um kurz nach acht genug Fahrg�ste
um einen 12m Bus zu f�llen. Der 18m Bus der Hochbahn kam mit +1. Drinnen so
rund 6 Rausschmei�er, die den Job hatten, nur Einstieg von zuzulassen. Ich
sagte gleich dem ersten, dass der Plan�bergang Veddel nicht zu schaffen
ist. Aber er hat seine Order und so werden mit der n�chsten Haltestelle
zusammen so viele Fahrg�ste durch die vordere T�r geschleust, dass rund
derer 10 stehen m�ssen, hinzukommen die breitschultrigen Rausschmei�er.
Nicht wirklich eng, aber es gen�gt, um die inzwischen +3 bis Veddel zu
halten und den Plananschluss platzen zu lassen. Wohlgemerkt: Andere
Fahrzeuge waren fast gar nicht auf den Stra�en unterwegs.
Dumm f�r mich, denn die einmalig schnelle Verbindung an die Ostsee war
damit weg. Ja, nat�rlich h�tte ich auch 20min eher losfahren k�nnen. Nur
wozu gibt es Fahrplanausk�nfte und zudem frage ich mich, warum es auch an
einem gew�hnlichen Sonntagmorgen nicht gelingt, allen Fahrg�sten ein
Sitzplatz zu bieten. 10min Takt mit 12m Fahrzeuge w�re angemessener. Aber
die M13 ist ja nur eine unwichtige Buslinie, weil da nur viele unwichtige
Leute mit fahren... Die k�nnen sich dann ruhig eine halbe Stunde am
Hamburger und eine weitere knappe halbe am L�becker Hauptbahnhof
rumdr�cken.

Auf dem R�ckweg erreicht der Bus vom Timmendorfer Strand den gleichnamigen
Bahnhof hinreichend p�nktlich, obwohl er wegen der v�llig umgegrabenen
Bahnhofsstra�e abenteuerliche Umwege fahren muss. Bis Hamburg alles super.
In Hamburg Polizeieinsatz S-Bahn Altona. Die S-Bahn wird mit +10
angek�ndigt, der Anzeiger macht daraus +6 und ich bitte die Aufsicht, die
M13 Veddel warten zu lassen. Veddel ist der Blick zun�chst durch die
entgegenkommende S-Bahn verstellt. Dann wird der Bus sichtbar, der schnell
vor den anr�ckenden Fahrg�sten rei� aus nimmt, um dann noch eine Minute vor
der Ampel zu stehen, bis er den Busbahnhof g�nzlich verlassen kann. Mit
etwa 10 Fahrg�sten. Rund 50 davon ergie�en sich aus der versp�teten S-Bahn
- vermutlich war die davor g�nzlich ausgefallen. Hinzu kommen noch mal 25
von der folgenden S-Bahn, dabei 5 Kinderkarren.
Die Rausschmei�er sind nunmehr am Busbahnhof station�r aufgestellt und
haben nat�rlich beobachten k�nnen, wie die S-Bahn rein kommt. Aber auf die
Idee, den vorherigen Bus zwei Minuten warten zu lassen ist niemand
gekommen. Der h�tte dann ja Versp�tung! Also rund 65 Leute durch die
vordere T�r, nur die 5 Kinderkarren d�rfen die hinteren beiden T�ren
nutzen. Mein T�chterlein greift sich den letzten freien Sitz im vorderen
Busteil. "Du wei�t ja, wo Du aussteigen musst," sage ich und trolle mich
nach hinten. Das ist gar nicht so einfach, weil ich �ber 3 Kinderkarren
hinweg steigen muss. Gerade als mir dies gelungen ist t�nt eine
vorgefertigte Ansage, man solle doch ganz nach hinten durchgehen. "Du mich
auch mal." Und steige �ber die weiteren 2 Kinderwagen. N�chstes Mal bleibe
ich vorn bei meiner Tochter. Sollen doch die 20 noch drau�en stehenden
Fahrg�ste sehen, wie sie mitkommen. Versp�tung dieses Busses war dann im
Reiherstiegviertel +5, mit dem vorherigen Anschlussverlust +15.
Nicht wirklich arg, aber mit den +68 aus der Hinfahrt und beides wegen
vors�tzlicher Verhinderung eines reibunsarmen Verkehrs macht einen erst
w�tend und dann traurig.

Das ist also das "modernste Bussystem Europas". Danke Olaf!


Jens Schmidt

unread,
Mar 17, 2013, 7:56:03 PM3/17/13
to
Mathias Bölckow schrieb:

> Heute war Großeinsatz für den Einstieg vorn auf der M13:

Hast Du Dir schon überlegt, zu welcher anderen Haltestelle in der
Umgebung von Hamburg Du eigentlich wolltest? Also, wo Du mit mehr
als +20 angekommen wärest? Das mit Scharbeutz war dann doch
bestimmt nur ein Ersatzausflug, oder?

Nur mit möglichst vielen Garantieerstattungen merken die da
oben doch noch, was sie für einen Quatsch eingerichtet haben.

Ich ziehe in zwei Wochen um. Dann habe ich keinen Bus mehr am
täglichen Arbeitsweg beteiligt. Aber diese Möglichkeit hat
nicht jeder, bei mir ist's auch nur Zufall. :-(

Mathias Bölckow

unread,
Mar 18, 2013, 1:30:54 PM3/18/13
to
Am Mon, 18 Mar 2013 00:56:03 +0100 schrieb Jens Schmidt:

> Mathias B�lckow schrieb:
>
>> Heute war Gro�einsatz f�r den Einstieg vorn auf der M13:
>
> Hast Du Dir schon �berlegt, zu welcher anderen Haltestelle in der
> Umgebung von Hamburg Du eigentlich wolltest? Also, wo Du mit mehr
> als +20 angekommen w�rest? Das mit Scharbeutz war dann doch
> bestimmt nur ein Ersatzausflug, oder?

Ziemlich heftige Unterstellung, die Du da aufstellst.
Meine Tochter wollte schwimmen gehen und ich wollte etwas Sonne abbekommen.
Das Stadtteilschwimmbad ist geschlossen und statt nun eine Stunde in ein
weniger prickelndes Bad zu fahren, entschloss ich mich f�r zwei Stunden
Fahrt zur besten mir bekannte Wasserrutsche Norddeutschlands im Schwimmbad
zwischen Scharbeutz und Timmendorfer Strand. Dazu lie� sich auch noch ein
Spaziergang unterbringen. Den h�tte ich gern etwas weiter ausgedehnt, was
aber schwierig ist, wenn das T�chterlein zu recht den Eindruck gewinnt, es
dauert ohnehin ewig.

> Nur mit m�glichst vielen Garantieerstattungen merken die da
> oben doch noch, was sie f�r einen Quatsch eingerichtet haben.

Welche Garantieerstattung au�er 1 EUR HVV w�rde mir denn zustehen? Im
Anbetracht von knapp 20 EUR f�r Fahrkarten zus�tzlich zu meinem HVV Abo
finde ich das eher minimal. Ich hab die aber trotzdem eingereicht, damit
zumindest sichtbar wird, was da angestellt wird.

Boris Roland

unread,
Mar 23, 2013, 7:11:40 PM3/23/13
to
Mathias B�lckow schrieb:

> Das ist also das "modernste Bussystem Europas". Danke Olaf!

Eher danke Anja! Immerhin ist der Vorneeinstieg ein schwarz-gr�nes Kind.


Gr��e
Boris

Boris Roland

unread,
Mar 23, 2013, 7:07:13 PM3/23/13
to
Ulrich Witte schrieb:

>> Vielleicht liegt das ja daran, dass der HVV jetzt auch eine
>> P�nktlichkeitsgarantie bietet und viele Strecken in der Gegend nicht
>> von der gro�en Hochbahn sondern von kleineren Unternehmen betrieben
>> werden. Wenn die nicht an den Einnahmen beteiligt sind, aber an den
>> Versp�tungsentsch�digungen beteiligt werden, ist die Ursache klar.
>
> Kann schon sein, auf der M3 (PVG) gehen oft alle T�ren gleichzeitig auf.

Ist egal ob Hochbahn oder VHH (jetzt inklusive PVG) geh�rt alles der Stadt.

An der Klecker-Summe der Garantie sind die Unternehmen nicht beteiligt,
das zahlt der HVV aus seinem Werbeetat.


Gr��e
Boris

Mathias Bölckow

unread,
Mar 24, 2013, 7:21:32 AM3/24/13
to
Die Amtszeit von Anja Haiduk als zust�ndige Senatorin geh�rt sicherlich
nicht zu den Glanzlichtern Gr�ner Verkehrspolitik. H�tte die Einf�hrung der
Stra�enbahn geklappt, w�re das Fazit ein anderes. Aber Anja und ihr
Staatsrat Winters haben vieles auf den Weg gebracht, wo sie besser die
Experten in der Gr�nen Partei zumindest mal konsutiert h�tten.

Ich will von daher nicht g�nzlich ausschlie�en, dass die Einf�hrung des
Einstiegs vorn von Haiduk und Winters angeschoben wurde, wobei die beiden
dann wohl auch von irgendwem angeschoben wurden. Von der Partei m.W. nicht.
Es mag ein Fazit aus dem Zukunftsforum 2011 des HVV gewesen sein. Ich halte
den Einstieg von auch bei 12m Bussen mit jeweils wenigen Zusteigern an
vielen Haltestellen f�r machbar.

Die Einf�hrung erfolgte aber vor gut einem Jahr im M�rz 2012. Da war Anja
bereits 17 Monate keine Senatorin mehr. Die Einf�hrung stand unter dem
Vorbehalt, dass der Einstieg von funktioniere mit der Perspektive der ggf.
n�tigen Nachsteuerung. Dass es bei der Metrobuslinie nicht funktioniert ist
offensichtlich. Entweder der Fahrplan wird deutlich entspannt oder der
Einstieg von wird wieder abgeschafft. Nach einem v�lligen Kollaps des
Fahrplans vor einem Jahr, entstand hier der Eindruck, der Einstieg vorn sei
de facto abgeschafft, der HVV m�chte dies aber nicht offiziell verk�nden,
warum auch immer.

Nun wird wieder in v�lliger R�cksichtslosikeit gegen�ber den Fahrg�sten der
Einstieg vorn durchgesetzt. Statt aber nun mal einen Verantwortlichen
hinzuschicken, der sich die tats�chlichen Zust�nde ansieht, werden die
Kinder mit Schokolade abgef�ttert. So verhindert man zumindest, dass die
Fahrg�ste es nicht so sehr pers�nlich nehmen. Auch machen die Rausschmei�er
nunmehr deutlich, dass sie �berhaupt keine Entscheidungsfreiheit haben.
D.h. es hat sie dort irgendwer "von oben" dort abgestellt, genau dies zu
machen. Obwohl es einfach nur Bl�dsinn ist, eine ohnehin absehbar
�berf�llten Bus nur durch die Frontt�r zu beladen und damit den
Beladungsvorgang zu lange hinzuziehen, bis eine weitere S-Bahn Fahrg�ste
bringt.

Im �brigen war es dem Busfahrer v�llig egal, dass ich gar nichts mehr
vorgezeigt habe.

Die Verbohrtheit des HVV ist mir unerkl�rlich. Zudem weigert sich der HVV
einen Vertreter in den Stadtteil zu schicken, um mit den Fahrg�sten die
Situation zu diskutieren.

Gru�, Mathias

Boris Roland

unread,
Mar 28, 2013, 8:34:46 PM3/28/13
to
Mathias B�lckow schrieb:

> Die Einf�hrung erfolgte aber vor gut einem Jahr im M�rz 2012. Da war Anja
> bereits 17 Monate keine Senatorin mehr. Die Einf�hrung stand unter dem
> Vorbehalt, dass der Einstieg von funktioniere mit der Perspektive der ggf.
> n�tigen Nachsteuerung.

Das ist so nicht richtig. In Bergedorf und Harburg wurde der Einstieg
vorn ab M�rz 2011 mit Ank�ndigung noch im alten Jahr (2010) eingef�hrt.
Der Vorlauf d�rfte entsprechend gewesen sein und wurde daher noch unter
Vorsitz von Frau Hajduk geplant und auf den Weg gebracht. Danach lief
die Sache vor sich hin und wurde im M�rz 2012 dann f�r ganz Hamburg
�bernommen.

Die Nachsteuerung wurde - meiner Erinnerung nach - auch nur f�r die
erste Testzeit angek�ndigt, aber nicht f�r M�rz 2012.

Was ich �rgerlich an der ganzen Angelegenheit finde, letztlich ist jetzt
das eingetreten, was zu bef�rchten war: Wildwuchs. Jeder Fahrer handelt
nach Lust und Laune und offenbar gibt es einige - an sich nicht frei
gegebene - Linien, wo der Vorneeinstieg offenbar weitestgehend wieder
aufgegeben wurde. Dazu kommen dann noch solche Aktionen, wie von Dir
erlebt oder Wagen, die extra mit einer Art Ampelsystem ausger�stet werden.

An den HVV w�rde ich mich nicht wenden. Die sind lediglich f�r die
Verwaltung des Tarifs da und halten in gewisser Weise den Kopf f�r die
Dinge hin, die sich von der Politik ausgedacht werden. Von daher, lieber
m�glichst einflussreiche Politiker auf die eigene Seite holen, da k�nnte
man letztendlich mehr erreichen.


Gr��e
Boris

Ralf Wenzel

unread,
May 13, 2013, 12:40:27 PM5/13/13
to
On 24 Mrz., 13:21, Mathias Bölckow <usenet02.nos...@mathias-
boelckow.de> wrote:
> Am Sun, 24 Mar 2013 00:11:40 +0100 schrieb Boris Roland:
>
> > Mathias B lckow schrieb:
>
> >> Das ist also das "modernste Bussystem Europas". Danke Olaf!
>
> > Eher danke Anja! Immerhin ist der Vorneeinstieg ein schwarz-gr nes Kind.
>
> Die Amtszeit von Anja Haiduk als zust ndige Senatorin geh rt sicherlich
> nicht zu den Glanzlichtern Gr ner Verkehrspolitik. H tte die Einf hrung der
> Stra enbahn geklappt, w re das Fazit ein anderes.

Es ist wohl eher dem Hamburger Wähler und den hiesigem Medien
anzulasten, dass das in die Hose gegangen ist. Das nehme ich beiden
heute noch übel.

Knud Schlotfeld

unread,
May 15, 2013, 5:00:58 PM5/15/13
to
Am 24.03.2013 12:21, schrieb Mathias B�lckow:

> Die Amtszeit von Anja Haiduk als zust�ndige Senatorin geh�rt sicherlich
> nicht zu den Glanzlichtern Gr�ner Verkehrspolitik. H�tte die Einf�hrung der
> Stra�enbahn geklappt, w�re das Fazit ein anderes.

Man mu� ja leider einr�umen, da� die CDU geschickter war und vor der
n�chsten Wahl schon ein bi�chen Beton f�r die U4 anger�hrt hat.
Ich hatte geunkt, dass wir eine neue Stra�enbahn nur bekommen, wenn vor
der Wahl gebaut wird.

>
> Ich will von daher nicht g�nzlich ausschlie�en, dass die Einf�hrung des
> Einstiegs vorn von Haiduk und Winters angeschoben wurde, wobei die beiden
> dann wohl auch von irgendwem angeschoben wurden. Von der Partei m.W. nicht.

Ich sehe auch nicht, wie so etwas da zur Forderung werden k�nnte.

> Es mag ein Fazit aus dem Zukunftsforum 2011 des HVV gewesen sein. Ich halte
> den Einstieg von auch bei 12m Bussen mit jeweils wenigen Zusteigern an
> vielen Haltestellen f�r machbar.

Aber was bringt es, wenn es dann an den Stationen mit vielen Zusteigern
faktisch nicht gilt.
So war es in Kiel lange nach 20 Uhr. Am Taktknoten Hbf waren oft alle
T�ren auf.

> Die Einf�hrung stand unter dem
> Vorbehalt, dass der Einstieg von funktioniere mit der Perspektive der ggf.
> n�tigen Nachsteuerung.

Ich frage mich ja, ob die Fahrer der 10 fr�her drei Minuten mehr Pause
hatten.

>
> Im �brigen war es dem Busfahrer v�llig egal, dass ich gar nichts mehr
> vorgezeigt habe.

Ich habe da Busfahrer wohl untersch�tzt.
Ich hielt den meinen neulich auch f�r desinteressiert. Als ich einstieg,
schien er nicht zu schauen.
Bei der Vorfahrt hatten zwei Leute nur etwas hochgehalten und
waren hinten eingestiegen.
Dann gab es eine Ansage: Es ist 8 Uhr 31. Die CC-Karte gilt erst ab neun
Uhr. Das gilt auch f�r den Herrn mit dem Rollator.

Mich hat das schon beeindruckt.

Gru�

Knud

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Christoph Schmitz

unread,
Jun 27, 2013, 2:56:53 PM6/27/13
to
Am 27.06.13 20:15, schrieb Ulrich Witte:
>
> Heute habe ich ein Novum erlebt: Vorne eingestiegen, Fahrkarte dem
> Fahrer gezeigt und irgendwo im Bus hingesetzt. Dann kam ein
> Kontrolleur und sagte "Sie sind ja eben zugestiegen, die Fahrkarte
> bitte". Ich entgegnete, dass ich die doch gerade eben dem Fahrer
> gezeigt h�tte. Darauf er: "Der Fahrer macht nur Sichtkontrolle,
> wir pr�fen die G�ltigkeit der Fahrkarte".

In Koeln ist (war?) es m.W. dort, wo kontrollierter Einstieg
ist (weiss gar nicht ob das ueberall/immer ist), noch anders:
Der Fahrer fragt die Fahrgaeste nur, ob sie einen Fahrschein
haben, kontrolliert den aber nicht. Sinn der Uebung: Wer dann
bei der Kontrolle im Bus keine Karte hat, hat vorsaetzlich
gehandelt.

Christoph

Martin Bienwald

unread,
Jun 28, 2013, 5:00:24 AM6/28/13
to
Christoph Schmitz <christoph...@post.rwth-aachen.de> wrote:

> In Koeln ist (war?) es m.W. dort, wo kontrollierter Einstieg
> ist (weiss gar nicht ob das ueberall/immer ist), noch anders:
> Der Fahrer fragt die Fahrgaeste nur, ob sie einen Fahrschein
> haben, kontrolliert den aber nicht. Sinn der Uebung: Wer dann
> bei der Kontrolle im Bus keine Karte hat, hat vorsaetzlich
> gehandelt.

Wie das?

Wer seinen Fahrschein vergessen hat, das aber noch nicht gemerkt
hat, wird dem Fahrer seelenruhig mit Ja antworten. Dabei sind
weder das Vergessen noch die falsche Aussage vorsätzlich geschehen.

... Martin

Christoph Schmitz

unread,
Jun 28, 2013, 5:21:31 AM6/28/13
to
Am 28.06.13 11:00, schrieb Martin Bienwald:
> weder das Vergessen noch die falsche Aussage vorsᅵtzlich geschehen.

So sagt es der gesunde Menschenverstand, aber offenbar sehen
die Juristen das anders. Ich weiss jetzt aber auch nicht, ob
das schonmal vor Gericht geklaert wurde und ob es dort auch
Bestand hatte.

Christoph


Reinhard Greulich

unread,
Jun 28, 2013, 1:59:55 PM6/28/13
to
Christoph Schmitz schrieb am Fri, 28 Jun 2013 11:21:31 +0200:

> So sagt es der gesunde Menschenverstand, aber offenbar sehen
> die Juristen das anders.

Bekanntes Beispiel: Die Frage "Wissen Sie, warum wir Sie angehalten
haben?" gegen�ber einem Verkehrspolizisten anders als mit "Nein" zu
beantworten, bringt gern mal strafversch�rfenden Vorsatz ein, obwohl
vorher keine Belehrung stattgefunden hat. Es z�hlt, was bewiesen
werden kann.

Gru� - Reinhard.

--
70086
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Marc Haber

unread,
Jun 29, 2013, 6:20:48 AM6/29/13
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:
>Bekanntes Beispiel: Die Frage "Wissen Sie, warum wir Sie angehalten
>haben?" gegenüber einem Verkehrspolizisten anders als mit "Nein" zu
>beantworten, bringt gern mal strafverschärfenden Vorsatz ein, obwohl
>vorher keine Belehrung stattgefunden hat.

"Wenn ich jetzt ja sage, machen Sie das Kreuz bei 'Vorsatz', also
nein".

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 13, 2017, 2:13:14 PM2/13/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 16. Januar 2013 21:37:48 UTC+1 schrieb Holger Koetting:
> Ingo Stiller wrote:
> > Das lie� sich in der Innenstadt ob der Masse an Fahrg�sten sowieso
> > nicht vern�nftig einhalten, also wurde es wieder abgeschafft.
>
> Das habe ich gar nicht mitbekommen. Seit wann ist das wieder
> vorbei?

Es ist nicht, jedenfalls nicht in Wiesbaden. Die ESWE muß es ungefähr zu dem Zeitpunkt eingeführt haben, als die MVG es aufgab.

Ulf.K...@web.de

unread,
Jan 31, 2019, 9:09:27 AM1/31/19
to
Am Sonntag, 20. Januar 2013 18:20:55 UTC+1 schrieb klaus_...@amdahl.com:
> Am Montag, 14. Januar 2013 21:34:28 UTC+1 schrieb Ulrich Witte:
> ...
> > Ganz früher war es ja mal üblich, dass es im Straßenbahnwagen hinten
> > bzw. im Anhänger einen eigenen Schaffner gab, aber so einen Luxus
> > wird sich heute wohl kein Verkehrsbtrieb mehr leisten wollen ;-)
>
> Im Gegenteil, in Amsterdam wurden die Schaffner wieder eingeführt. Nach Angaben der Verkehrsbetriebe mit folgendem Ergebnis: Die zusätzlichen Einnahmen sind höher als die Gehälter der Schaffner. Es wurde neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Arbeitsplätze sind in der Mitte der Wagen, das Personal ist durch eine Plexiglaswand vor den Fahrgästen geschützt. Man darf aber auch beim Fahrer einsteigen. Die Kontrolle erfolgt durch Lesen der Karten mit Rfid Chip, an der Tonhöhe erkennt das Personal, ob die vorgezeigte Karte gültig ist. Beim Versuch, eine Tageskarte zu kaufen, sagte mit die Schaffnerin dann, das der Bestand bereits verkauft sei und es nur noch Einzelfahrkarten gebe. Ich habe die Bahn dann fahren gelassen und mir die Karte dann wo anders gekauft.


Autsch. Nächstens gibt es vielleicht keine Einzelkarten mehr, sondern
nur die erweiterte Wochenkarte mit Messeeintritt oder so ähnlich...

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Jan 31, 2019, 10:11:43 AM1/31/19
to
Am Donnerstag, 27. Juni 2013 20:56:53 UTC+2 schrieb Christoph Schmitz:
> Am 27.06.13 20:15, schrieb Ulrich Witte:
> >
> > Heute habe ich ein Novum erlebt: Vorne eingestiegen, Fahrkarte dem
> > Fahrer gezeigt und irgendwo im Bus hingesetzt. Dann kam ein
> > Kontrolleur und sagte "Sie sind ja eben zugestiegen, die Fahrkarte
> > bitte". Ich entgegnete, dass ich die doch gerade eben dem Fahrer
> > gezeigt h�tte. Darauf er: "Der Fahrer macht nur Sichtkontrolle,
> > wir pr�fen die G�ltigkeit der Fahrkarte".
>
> In Koeln

Unabhängig von der Stadt kommt mir doch glatt der Ausdruck
"Sichtkarten" hoch, der früher an manch Fahrzeugeingang angeschrieben war.

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 8, 2019, 8:56:31 AM8/8/19
to
Am Montag, 13. Februar 2017 20:13:14 UTC+1 schrieb ulf.k...@web.de:

> > Das habe ich gar nicht mitbekommen. Seit wann ist das wieder
> > vorbei?
>
> Es ist nicht, jedenfalls nicht in Wiesbaden. Die ESWE muß es ungefähr zu dem Zeitpunkt eingeführt haben, als die MVG es aufgab.

Wie man hört, soll der kontrollierte Einstieg kommenden Montag
nun wieder abgeschafft werden. Bei den Regionalbussen
in Mainz und Wiesbaden (dreistellige Liniennummern)
bleibt er im Zweifel erhalten.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 15, 2023, 2:42:14 AM4/15/23
to
Jens Schmidt schrieb am Dienstag, 15. Januar 2013 um 02:51:41 UTC+1:
> Ulrich Witte schrieb:

> > seit knapp einem Jahr ist es in HH Pflicht, beim Einsteigen in den
> > Bus vorne die Fahrkarte vorzuzeigen. Die hinteren Türen werden nur
> > noch in Ausnahmefällen (generell auf den Metrobuslinien 4 und 5, bei
> > Kinderwagen o.ä.) aufgemacht.
> >
> > Meine bishereigen Erfahrungen dazu:
> > - Die Busfahrer beachten in aller Regel die Karte nicht.
>
> (Untypisches) Gegenbeispiel von gestern Abend: Der Busfahrer macht
> von den beiden Flügeln der vorderen Tür nur den ganz vorne auf, damit
> alle Einsteiger direkt an ihm vorbei müssen. Er hat sich alle Karten
> genau angesehen.
> Entsprechend hat am Bahnhof dann auch der Anschluss an die S-Bahn
> nicht mehr funktioniert. Das ist allerdings bei 5-Minuten-Takt meist
> nicht problematisch.
>
> > Alles in allem scheint das System hier akzeptiert zu werden, großes
> > Gemecker oder irgendwelche Beschwerden darüber höre ich selten.
>
> Durchaus. Viele Mitfahrer geben sich große Mühe, ihre Karte zu zeigen,
> auch wenn der Fahrer gerade mit Kassieren beschäftigt ist und die
> Einsteiger der zweiten Türhälfte völlig ignoriert.
>
> Ich erlebe es allerdings in der letzten Zeit immer häufiger, dass
> gerade im ersten Testgebiet bei großem Andrang auch die hinteren
> Türen mit der eindeutigen Absicht der Nutzung zum Einstieg geöffnet
> werden. Vielleicht liegt das ja daran, dass der HVV jetzt auch eine
> Pünktlichkeitsgarantie bietet und viele Strecken in der Gegend nicht
> von der großen Hochbahn sondern von kleineren Unternehmen betrieben
> werden. Wenn die nicht an den Einnahmen beteiligt sind, aber an den
> Verspätungsentschädigungen beteiligt werden, ist die Ursache klar.

Die Pünktlichkeitsgarantie fällt nun zum Monatswechsel;
als Grund wird das DT angeführt.
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/HVV-Ab-Mai-keine-Erstattungen-mehr-bei-Verspaetung-,hvv732.html
Im RMV wurde zu Neunerticketzeiten lediglich dieses
und das nachträglich verbilligte und mit bundesweiter
Gültigkeit versehene Semesterticket ausgenommen.
Dennoch sank in Mainz die Betriebsqualität fast ins Bodenlose.

Pünktlichkeitsgarantie bei brauchbarer Einnahmezuscheidung
aus Fremdverkäufen sollte kein Hexenwerk sein; geht im
RMV ja im Prinzip auch, wenngleich dort die Auslastung
der bestellten Fahrten i.d. R. unberücksichtigt bleiben dürfte.

Jedenfalls kann ich beim hiesigen stadtwerkischen Betrieb
eine Monatskarte kaufen und für Ausfälle/Verspätungen von
S-Bahnen im räumlichen Gültigkeitsbereich entschädigt werden.

Gruß, ULF
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