Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Re: [HH] S-Bahn-Tunnel: Renovierung

26 views
Skip to first unread message
Message has been deleted

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Feb 26, 2013, 7:53:26 AM2/26/13
to
Ulrich Witte in <news:XnsA172E37062...@ritzelkiste.de>:

>in Königstraße Kacheln entfernt und Wände neu gestrichen werden:
><http://www.nahverkehrhamburg.de/s-bahn/720-s-bahn-citytunnel-in-hamburg-wird-zwei-wochen-lang-voll-gesperrt>
>Kacheln abschlagen und dann den nackten Beton übermalen, oder was
>soll man sich dadrunter vorstellen?

Zumindest wir hier in Essen können sich das sehr wohl vorstellen.
Allerdings nicht den nackten Beton, sondern beim Abschlagen der
Kacheln bleibt ein potthässliches^W hübsches Zahnspachtelmuster
im Fliesenkleber übrig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
an und nent es "Kunst":

<http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Essen-station-essenhbf.jpg>

Freut euch schonmal auf Vergleichbares #-)

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 29 Tagen ist Weihnachten. http://u1h.eu/d.jpg
TJT4I JQWK2 8UA1W RIPN0 6CDOR 9G51X 6FQNX YU51A A7FYC
Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 26, 2013, 12:26:25 PM2/26/13
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

>im Fliesenkleber �brig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
Ich finde das so �bel nicht.

>Freut euch schonmal auf Vergleichbares #-)

Alles besser als so h�ssliche Stationen wie z.B. Frankfurt Flughafen
"tief", oder wie der f�r die roten Z�ge da hei�t.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Message has been deleted

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 27, 2013, 9:48:11 AM2/27/13
to
Am Tue, 26 Feb 2013 13:53:26 +0100 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

> Zumindest wir hier in Essen k�nnen sich das sehr wohl vorstellen.
> Allerdings nicht den nackten Beton, sondern beim Abschlagen der
> Kacheln bleibt ein potth�ssliches^W h�bsches Zahnspachtelmuster
> im Fliesenkleber �brig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
Haben die da ein Junkieproblem?

Dieses Blaulicht setzt man n�mlich gerne z.B. in Bahnhofstoiletten und
anderen Drogenschwerpunkten ein, damit die Junkies ihre Venen nicht finden.

Sieht �bel aus.

Gr��e,

Frank

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Feb 27, 2013, 10:06:36 AM2/27/13
to
Frank Hucklenbroich in <news:127uvds3bh3dp$.1ktwi8mn...@40tude.net>:

>Am Tue, 26 Feb 2013 13:53:26 +0100 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>
>> Zumindest wir hier in Essen können sich das sehr wohl vorstellen.
>> Allerdings nicht den nackten Beton, sondern beim Abschlagen der
>> Kacheln bleibt ein potthässliches^W hübsches Zahnspachtelmuster
>> im Fliesenkleber übrig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
>> an und nent es "Kunst":
>>
>> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Essen-station-essenhbf.jpg>
>
>Haben die da ein Junkieproblem?

Hatten. Die "Platte" an der Bahnhofssüdseite ist aber schon mindestens
seit des letzten Bahnhofsumbaues junkiefreie Zone. Und vorher hat man
denen da eine Budenstadt draufgestellt. Pommes-, Zeitschriften- und
Dönmerbuden im Wohncontainer. Auch potthäßlich, hat sie aber vertrieben.

>Dieses Blaulicht setzt man nämlich gerne z.B. in Bahnhofstoiletten und
>anderen Drogenschwerpunkten ein, damit die Junkies ihre Venen nicht finden.

Ich glaube nich dran, weil ein paar Meter weiter auch schon
blaulichtfreie Zone ist.

>Sieht übel aus.

IMHO einfach nur ein Armutszeugnis. Als vor ca 18 (?) Jahren da mal die
Fliesen von den Wänden fielen, weil man früher schon am frostsicheren
Fliesenkleber sparte, hat man alles abgekloppt, den Kleber drangelassen
- der wäre wohl schwerer abzukriegen gewesen - und das Ganze dann mit
Blaulicht kaschiert.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 28 Tagen ist Weihnachten. http://u1h.eu/d.jpg
4RDAN HIR8F MH7ZK Z6AWG UJK4N QPA91 CYRIU HJKXF 2R0SM
Stellt euch vor, es ist Mittwoch und keiner geht hin!
Message has been deleted

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 28, 2013, 12:39:54 AM2/28/13
to
Ulrich Witte <u.w...@gmx.de> wrote:

>> Ich finde das so �bel nicht.
>
>Als zeitweilige Installation ist das ok, aber als Dauerbeleuchtung
>m�chte ich das nicht haben wollen.

Man wohnt da ja nicht, sondern huscht da zweimal am Tag durch, oder
so. Uns hat es nicht gest�rt, ja, eher sogar gefallen.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 28, 2013, 12:40:55 AM2/28/13
to
ol...@bigred.inka.de (Olaf Titz) wrote:

>Ist das immer noch so oder sollte die Beleuchtung irgendwann mal
>ge�ndert werden?

Noch vor ein paar Wochen war es so :)

>> Ich finde das so �bel nicht.
>>
>> Alles besser als so h�ssliche Stationen wie z.B. Frankfurt Flughafen
>> "tief", oder wie der f�r die roten Z�ge da hei�t.
>
>Das hier
><http://www.muenchnerubahn.de/bild/gross/me_5.jpg>
><http://www.muenchnerubahn.de/bild/gross/me_3.jpg>
>war von Anfang an so radikalbrutalistisch gestaltet. Es soll

Gef�llt mir auch ausnehmend gut.

>absichtlich nach Baustelle aussehen. Essen in Blau ist wirklich Kunst
>dagegen.

Ich bin vielleicht nur seltsam :)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 28, 2013, 12:42:28 AM2/28/13
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

>IMHO einfach nur ein Armutszeugnis. Als vor ca 18 (?) Jahren da mal die
>Fliesen von den W�nden fielen, weil man fr�her schon am frostsicheren
>Fliesenkleber sparte, hat man alles abgekloppt, den Kleber drangelassen
>- der w�re wohl schwerer abzukriegen gewesen - und das Ganze dann mit
>Blaulicht kaschiert.

Eine pragmatische L�sung, die meines Erachtens ihren Charme hat. Eine
der abgefahrensten unterirdischen Stationen, die ich kenne...

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Feb 28, 2013, 2:22:55 AM2/28/13
to
|*#Ralph A. Schmid, dk5ras in <<8grti8t1undo5v7v3...@4ax.com>:

>"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

[Stadbahnstation Essen HBf]

>>IMHO einfach nur ein Armutszeugnis. Als vor ca 18 (?) Jahren da mal die
>>Fliesen von den Wänden fielen, weil man früher schon am frostsicheren
>>Fliesenkleber sparte, hat man alles abgekloppt, den Kleber drangelassen
>>- der wäre wohl schwerer abzukriegen gewesen - und das Ganze dann mit
>>Blaulicht kaschiert.
>
>Eine pragmatische Lösung, die meines Erachtens ihren Charme hat.

Taste. Lady. Cow. Kiss.

>Eine der abgefahrensten unterirdischen Stationen, die ich kenne...

Schonmal in Bochum Rathaus Süd gewesen? Völlig nackter Beton, geformt
ähnlich wie die Nevigeser Wallfahrtskirche. Einige Spitzen ragen bis an
die Erdoberfläche und sind dort verglast, um Tageslicht reinzulassen.
Eine Straßenbahnbrücke durchquert die Station. Das nenne ich "Charme".
Essen Hauptbahnhof ist dagegen nur armselig.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 27 Tagen ist Weihnachten. http://u1h.eu/d.jpg
EHZUD 1BOFF ET7DG JFXSP 6B7VA 536IJ PZCYW 6F0ZM 3C66P
Stellt euch vor, es ist Donnerstag und keiner geht hin!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 28, 2013, 11:00:45 AM2/28/13
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

>Schonmal in Bochum Rathaus Süd gewesen? Völlig nackter Beton, geformt

Vermutlich nur durchgefahren.

>ähnlich wie die Nevigeser Wallfahrtskirche. Einige Spitzen ragen bis an
>die Erdoberfläche und sind dort verglast, um Tageslicht reinzulassen.
>Eine Straßenbahnbrücke durchquert die Station. Das nenne ich "Charme".
>Essen Hauptbahnhof ist dagegen nur armselig.

Ach, alles Geschmackssache.

klaus_...@amdahl.com

unread,
Feb 28, 2013, 3:42:21 PM2/28/13
to reply!not...@tremornet.de
Am Dienstag, 26. Februar 2013 13:53:26 UTC+1 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

> Zumindest wir hier in Essen können sich das sehr wohl vorstellen.
> Allerdings nicht den nackten Beton, sondern beim Abschlagen der
> Kacheln bleibt ein potthässliches^W hübsches Zahnspachtelmuster
> im Fliesenkleber übrig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
> an und nent es "Kunst":
>
> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Essen-station-essenhbf.jpg>

Auch die Münchner U-Bahn Haltestelle 'Münchner Freiheit' wurde bei der Renovierung als Junkie-Vergrämungshaltestelle designed.

Grüße,

Klaus

frank paulsen

unread,
Mar 6, 2013, 5:37:46 AM3/6/13
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:

> Schonmal in Bochum Rathaus S�d gewesen? V�llig nackter Beton, geformt
> �hnlich wie die Nevigeser Wallfahrtskirche. Einige Spitzen ragen bis an
> die Erdoberfl�che und sind dort verglast, um Tageslicht reinzulassen.
> Eine Stra�enbahnbr�cke durchquert die Station. Das nenne ich "Charme".
> Essen Hauptbahnhof ist dagegen nur armselig.

selten waren wir uns so einig. Rathaus S�d ist architektonisch ein
grosser wurf.

andererseits ist die gesamte strassenbahnverbuddelei in Bochum
selbstverstaendlich totaler murks, selbst die U35 ist nur
mittelpraechtig geworden und deckt viele ehemalige verkehrs-
beduerfnisse nur noch schlecht ab.

--
frobnicate foo

frank paulsen

unread,
Mar 6, 2013, 5:33:38 AM3/6/13
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:

> Frank Hucklenbroich in <news:127uvds3bh3dp$.1ktwi8mn...@40tude.net>:
>
>>Haben die da ein Junkieproblem?
>
> Hatten. Die "Platte" an der Bahnhofss锟絛seite ist aber schon mindestens
> seit des letzten Bahnhofsumbaues junkiefreie Zone. Und vorher hat man
> denen da eine Budenstadt draufgestellt. Pommes-, Zeitschriften- und
> D锟絥merbuden im Wohncontainer. Auch potth锟斤拷lich, hat sie aber vertrieben.

das kleine problemchen beim junkievertreiben ist, dass die dann halt
woanders sind. im konkreten fall drueckten sie dann im Parkhaus
Akazienallee, weil man klugerweise auch gleich den drueckraum
dichtmachte.

aktuell druecken sie aber ueberwiegend in zuegen...

>>Dieses Blaulicht setzt man n锟絤lich gerne z.B. in Bahnhofstoiletten und
>>anderen Drogenschwerpunkten ein, damit die Junkies ihre Venen nicht finden.
>
> Ich glaube nich dran, weil ein paar Meter weiter auch schon
> blaulichtfreie Zone ist.

richtig, das blaulicht hat mit der vertreibungspolitik nichts zu tun.

>>Sieht 锟絙el aus.
>
> IMHO einfach nur ein Armutszeugnis. Als vor ca 18 (?) Jahren da mal die
> Fliesen von den W锟絥den fielen, weil man fr锟絟er schon am frostsicheren
> Fliesenkleber sparte, hat man alles abgekloppt, den Kleber drangelassen
> - der w锟絩e wohl schwerer abzukriegen gewesen - und das Ganze dann mit
> Blaulicht kaschiert.

etwas komplizierter war es schon: als die ersten fliesen abfielen,
wurden die verbliebenen bis auf 4m hoehe in der mitte durchbohrt, duebel
gesetzt und die platten mit einem edelstahlanker gesichert. erst als
jahre spaeter klar wurde, dass diese art der sanierung langfristig auch
keinen bestand haben wuerde, stieg man auf den abriss der platten und
die 'Neugestaltung' um.

wenn man da regelmaessig steht, ist es aber tatsaechlich ueberhaupt
nicht lustig, waehrend besucher das gerne fuer kunst halten.

--
frobnicate foo

Frank Hucklenbroich

unread,
Mar 6, 2013, 7:55:51 AM3/6/13
to
Am Wed, 06 Mar 2013 11:33:38 +0100 schrieb frank paulsen:

> "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:
>
>> Frank Hucklenbroich in <news:127uvds3bh3dp$.1ktwi8mn...@40tude.net>:
>>
>>>Haben die da ein Junkieproblem?
>>
>> Hatten. Die "Platte" an der Bahnhofss�dseite ist aber schon mindestens
>> seit des letzten Bahnhofsumbaues junkiefreie Zone. Und vorher hat man
>> denen da eine Budenstadt draufgestellt. Pommes-, Zeitschriften- und
>> D�nmerbuden im Wohncontainer. Auch potth��lich, hat sie aber vertrieben.
>
> das kleine problemchen beim junkievertreiben ist, dass die dann halt
> woanders sind.

Klar, das St.Florian-Prinzip. Oder NIMBY.

> im konkreten fall drueckten sie dann im Parkhaus
> Akazienallee, weil man klugerweise auch gleich den drueckraum
> dichtmachte.

Siehst Du, statt der Bahn haben sie jetzt die Autofahrer am Hals. Im
Parkhaus gibt es vermutlich auch eher was zu klauen (Autoradios, etc.) als
in der U-Bahn.

> aktuell druecken sie aber ueberwiegend in zuegen...

Echt jetzt? Das h�tte ich jetzt nicht vermutet, haben die keine Angst vor
Kontrolleuren?

>>>Dieses Blaulicht setzt man n�mlich gerne z.B. in Bahnhofstoiletten und
>>>anderen Drogenschwerpunkten ein, damit die Junkies ihre Venen nicht finden.
>>
>> Ich glaube nich dran, weil ein paar Meter weiter auch schon
>> blaulichtfreie Zone ist.
>
> richtig, das blaulicht hat mit der vertreibungspolitik nichts zu tun.

Ah, okay.

>
>>>Sieht �bel aus.
>>
>> IMHO einfach nur ein Armutszeugnis. Als vor ca 18 (?) Jahren da mal die
>> Fliesen von den W�nden fielen, weil man fr�her schon am frostsicheren
>> Fliesenkleber sparte, hat man alles abgekloppt, den Kleber drangelassen
>> - der w�re wohl schwerer abzukriegen gewesen - und das Ganze dann mit
>> Blaulicht kaschiert.
>
> etwas komplizierter war es schon: als die ersten fliesen abfielen,
> wurden die verbliebenen bis auf 4m hoehe in der mitte durchbohrt, duebel
> gesetzt und die platten mit einem edelstahlanker gesichert.

Fliesen per Anker sichern? Dann m��te man schon in jede einzelne Fliesen
einen Anker setzen. Und selbst das n�tzt wenig, wenn der Untergrund
wegbr�selt.

> erst als
> jahre spaeter klar wurde, dass diese art der sanierung langfristig auch
> keinen bestand haben wuerde, stieg man auf den abriss der platten und
> die 'Neugestaltung' um.

Was soll man auch sonst machen? Herabfallende Platten sind eine
Unfallgefahr. Die m�ssen also dann runter.

> wenn man da regelmaessig steht, ist es aber tatsaechlich ueberhaupt
> nicht lustig, waehrend besucher das gerne fuer kunst halten.

In Paris gibt es auch ein paar Metro-Stationen, wo es �hnlich aussieht. Ich
kann aber nicht berteilen, ob das da ein Dauerzustand ist.

Gr��e,

Frank

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Mar 6, 2013, 8:53:17 AM3/6/13
to
frank paulsen in <news:kh769q$b30$2...@buer.dfakt.de>:

>"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:
>
>> Schonmal in Bochum Rathaus Süd gewesen? Völlig nackter Beton, geformt
>> ähnlich wie die Nevigeser Wallfahrtskirche. Einige Spitzen ragen bis an
>> die Erdoberfläche und sind dort verglast, um Tageslicht reinzulassen.
>> Eine Straßenbahnbrücke durchquert die Station. Das nenne ich "Charme".
>> Essen Hauptbahnhof ist dagegen nur armselig.
>
>selten waren wir uns so einig. Rathaus Süd ist architektonisch ein
>grosser wurf.

Mir persönlich gefällt die Installation im Lohring aber trotzdem
besser :-).

>andererseits ist die gesamte strassenbahnverbuddelei in Bochum
>selbstverstaendlich totaler murks,

Zumindest finde ich die Einfädelung der 305 in den Tunnel für ziemlichen
- mit Verlaub - Schwachsinn, so schön wie die Brücke durch Rathaus Süd
auch sein mag. Erinnert mich irgendwie an Duisburg, wie dort die U79 von
hinten durch die Brust ins Auge eingefädelt wurde: Straßenbahnvergrabung
auf Teufel komm raus.

>selbst die U35 ist nur
>mittelpraechtig geworden und deckt viele ehemalige verkehrs-
>beduerfnisse nur noch schlecht ab.

Immerhin ist die wenigstens fast eine U-Bahn. #-)

Das ganze Problem liegt IMNSHO im ewigen Fortbestehen des Provisioriums
"Stadtbahn-Vorlaufbetrieb". Nächster Akt in diesem Mischmaschtheater:
Die Essener Südstrecke.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 19 Tagen ist Weihnachten. http://u1h.eu/d.jpg
9SHBE KVIPD JW67I 313XA XJBER EZJJO GIZUB CG1CF HIR85

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Mar 6, 2013, 9:58:56 AM3/6/13
to
|*#Frank Hucklenbroich in <<1qo1xx1w0otc2$.1w1nqxf9...@40tude.net>:

>Am Wed, 06 Mar 2013 11:33:38 +0100 schrieb frank paulsen:
>
>> "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:

[Stadbahnstation Essen HBf]

>>> IMHO einfach nur ein Armutszeugnis. Als vor ca 18 (?) Jahren da mal die
>>> Fliesen von den Wänden fielen, weil man früher schon am frostsicheren
>>> Fliesenkleber sparte, hat man alles abgekloppt, den Kleber drangelassen
>>> - der wäre wohl schwerer abzukriegen gewesen - und das Ganze dann mit
>>> Blaulicht kaschiert.
>>
>> etwas komplizierter war es schon: als die ersten fliesen abfielen,
>> wurden die verbliebenen bis auf 4m hoehe in der mitte durchbohrt, duebel
>> gesetzt und die platten mit einem edelstahlanker gesichert.
>
>Fliesen per Anker sichern? Dann müßte man schon in jede einzelne Fliesen
>einen Anker setzen.

Ich vermeine mich grob daran zu erinnern, in der Mitte jeder Fliese
einen Schraubenkopf gesichtet zu haben. Allerdings eher weniger im
HBf.

>> erst als
>> jahre spaeter klar wurde, dass diese art der sanierung langfristig auch
>> keinen bestand haben wuerde, stieg man auf den abriss der platten und
>> die 'Neugestaltung' um.
>
>Was soll man auch sonst machen? Herabfallende Platten sind eine
>Unfallgefahr. Die müssen also dann runter.

Aber bitteschön dann inklusive Fliesenkleberresten im Zahnspachtel-Look.

>> wenn man da regelmaessig steht, ist es aber tatsaechlich ueberhaupt
>> nicht lustig, waehrend besucher das gerne fuer kunst halten.

Nuja: Wenn schon Blaulicht, dann konsequent. Damals wurde es IIRC
kritisiert, daß denn doch zusätzliche weiße Lampen aufgehängt wurden.
IIRC aus Sicherheizgründen.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 19 Tagen ist Weihnachten. http://u1h.eu/d.jpg
43DWL CRZPF 15O0I 6J0HV Z58RQ MYG4F TDK9O T8PTG 7F3TD

Mathias Bölckow

unread,
Mar 6, 2013, 3:32:56 PM3/6/13
to
Am Wed, 27 Feb 2013 16:06:36 +0100 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

>>> Zumindest wir hier in Essen können sich das sehr wohl vorstellen.
>>> Allerdings nicht den nackten Beton, sondern beim Abschlagen der
>>> Kacheln bleibt ein potthässliches^W hübsches Zahnspachtelmuster
>>> im Fliesenkleber übrig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
>>> an und nent es "Kunst":
>>>
>>> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Essen-station-essenhbf.jpg>

> IMHO einfach nur ein Armutszeugnis.

Es sagt auch die EVAG, dass die die Kunst wesentlich billiger war und für
neue Kacheln kein Geld da ist. Angesichts des Bevölkerungsschwundes und der
sehr klammen öffentlichen Kassen sowie kaum Förderung der Renovierung gehen
die Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
Oberfläche zu holen. Eher gingen freie Mittel dorthin, die Spurweiten etwas
entflechten und wenn dafür Geld da wäre, die Vollspur gänzlich in
Schmalspur umbauen.

Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-id7653648.html

Hamburg hingegen schöpft noch aus dem Vollen bei Untergrundstationen,
jedenfalls bei der stadteigenen HHA:
http://www.panorama-photography.com/aktuell/2012/12/14/neue-hafencity-u-bahn-u4-in-hamburg/

Gruß, Mathias
Message has been deleted

Jens Schmidt

unread,
Mar 6, 2013, 11:58:04 PM3/6/13
to
Mathias Bölckow schrieb:

> Hamburg hingegen schöpft noch aus dem Vollen bei Untergrundstationen,
> jedenfalls bei der stadteigenen HHA:

Ich habe den Eindruck, das beschränkt sich auf das Vorzeigeprojekt
Hafencity. Einige andere Stellen im Netz könnten auch mal Renovierung
und Erweiterung vertragen. Auch schon deutlich länger auf der Warteliste.
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt

Ralf Gunkel

unread,
Mar 6, 2013, 11:59:27 PM3/6/13
to
Am 06.03.13 21:32, schrieb Mathias Bölckow:
>Am Wed, 27 Feb 2013 16:06:36 +0100 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>>>> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Essen-station-essenhbf.jpg>
>
>> IMHO einfach nur ein Armutszeugnis.
>
>Es sagt auch die EVAG, dass die die Kunst wesentlich billiger war und für
>neue Kacheln kein Geld da ist. Angesichts des Bevölkerungsschwundes und der
>sehr klammen öffentlichen Kassen sowie kaum Förderung der Renovierung gehen
>die Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
>Oberfläche zu holen. Eher gingen freie Mittel dorthin, die Spurweiten etwas
>entflechten und wenn dafür Geld da wäre, die Vollspur gänzlich in
>Schmalspur umbauen.

So wie sich Kassel der "alten Tunnelstrecke" entledigte um das Geld statt in
Tunneln in die sinnvollere Regiotram zu vergraben.
Aha, ein SpDrS60U das bei vielen U- und Stadtbahnbetrieben in D im Einsatz
ist.

Unf ohne "U" bei der richtigen Eisenbahn weit verbreitet.

Gruss Ralf (via Mobil)
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist auch gut so." Dirk
Moebius in deb*

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Mar 7, 2013, 3:34:21 AM3/7/13
to
|*#Mathias Bölckow in <<1n4l9kfkykopb.wpt1xrjkvdub$.d...@40tude.net>:

>Am Wed, 27 Feb 2013 16:06:36 +0100 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>
>>>> Zumindest wir hier in Essen können sich das sehr wohl vorstellen.
>>>> Allerdings nicht den nackten Beton, sondern beim Abschlagen der
>>>> Kacheln bleibt ein potthässliches^W hübsches Zahnspachtelmuster
>>>> im Fliesenkleber übrig. Das ganze strahlt man dann mit Blaulicht
>>>> an und nent es "Kunst":
>>>>
>>>> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Essen-station-essenhbf.jpg>
>
>> IMHO einfach nur ein Armutszeugnis.
>
>Es sagt auch die EVAG, dass die die Kunst wesentlich billiger war und für
>neue Kacheln kein Geld da ist.

Ordentlich verputzen statt Geld ins Blaulicht zu pumpen wäre wohl doch
noch drin gewesen, nicht wahr? BTW hat das Geld für den Rüttenscheider
stern auch für neue Kacheln gereicht. Da kamen die alten nämlich auch
langsam runter. Und im Bismarckplatz langte es zumindest auch für
glatten Putz und einen Grafittikünstler.

HBf ist und bleibt einfach nur bäh.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 18 Tagen ist Weihnachten.
UKXIU 779RN PIOO2 ROF1L Z7VQA 5MKGV 2CA3U 5AMZ3 Y4L7B

Klaus Föhl

unread,
Mar 7, 2013, 5:51:33 AM3/7/13
to
Mathias Bᅵlckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
> neue Kacheln kein Geld da ist.
> ... Angesichts des Bevᅵlkerungsschwundes und der
> sehr klammen ᅵffentlichen Kassen sowie kaum Fᅵrderung der Renovierung gehen
> die Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
> Oberflᅵche zu holen. ...

So sich das auf Hamburg beziehen sollte, gᅵbe es im Vergleich zu
Sᅵddeutschland einen Grund mehr, nicht im Untergrund zu fahren:
wenn Wasser kommt, dann ist das salzhaltig, nicht gut fᅵr die Technik.

Grᅵᅵe
Klaus

Marc Haber

unread,
Mar 7, 2013, 3:43:42 PM3/7/13
to
Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
>http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-id7653648.html

Nahezu brandneu, bei weitem nicht so veraltet wie es in dem Artikel
dargestellt werden soll.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Ralf Gunkel

unread,
Mar 7, 2013, 4:03:11 PM3/7/13
to
Am 07.03.13 21:43, schrieb Marc Haber:
>Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>>Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
>>http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-id7653648.html
>
>Nahezu brandneu,

Stellwerke sind neu so lange der Zeitraum zwischen Inbetriebnahme und heute
noch unter einer dreistelligen Jahreszahl liegt.
;-)

>bei weitem nicht so veraltet wie es in dem Artikel
>dargestellt werden soll.
>

:-)
Noch weit verbreiteter Stand der Technik.

Mathias Bölckow

unread,
Mar 7, 2013, 4:05:00 PM3/7/13
to
Am 7 Mar 2013 04:59:27 GMT schrieb Ralf Gunkel:

>>Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
>>http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-id7653648.html
>>
> Aha, ein SpDrS60U das bei vielen U- und Stadtbahnbetrieben in D im Einsatz
> ist.

Aufgrund nicht zuletzt Deiner Beiträge habe ich denn auch etwas
nachgefragt, warum das Stellwerk überhaupt ersetzt werden soll. Man
befürchtet, dass langfristig die Ersatztteile nicht mehr verfügbar sind und
möchte deshalb in aller Ruhe ein neues Elektronisches Stellwerk
spezifizieren, planen, bauen und in Betrieb nehmen. Dafür ist ein
Zeithorizont von 10 Jahren vorgesehen. Zudem fehlt es an Raum für
Erweiterungen. Das trifft wohl zu, wenn man weiterhin dem sehr
strukturierten Aufbau folgen möchte.

Trotzdem frage ich mich, warum nicht die Ersatzteile nicht - notfalls von
einem Drittanbieter - gefertigt werden, wenn es noch so viele von den
Stellwerken gibt.

Gruß, Mathias

Mathias Bölckow

unread,
Mar 7, 2013, 4:12:06 PM3/7/13
to
Am 7 Mar 2013 10:51:33 GMT schrieb Klaus Föhl:

> Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>> neue Kacheln kein Geld da ist.
>> ... Angesichts des Bevölkerungsschwundes und der
>> sehr klammen öffentlichen Kassen sowie kaum Förderung der Renovierung gehen
>> die Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
>> Oberfläche zu holen. ...
>
> So sich das auf Hamburg beziehen sollte, gäbe es im Vergleich zu
> Süddeutschland einen Grund mehr, nicht im Untergrund zu fahren:
> wenn Wasser kommt, dann ist das salzhaltig, nicht gut für die Technik.

Nein. Es bezieht sich aus Essen.

Wie kommst Du bei Hamburg auf Salzwasser? Aus dem geplanten Fracking? Ich
wüsste jedenfalls nicht, dass ein Salzstock angebohrt wurde. Die Nordsee
ist rund 150km entfernt und die Brackwasserzone reicht etwa bis Glückstadt.
Die Oststee ist ähnlich weit weg wie Glückstadt, aber durch eine
Wasserscheide getrennt.

Mathias Bölckow

unread,
Mar 7, 2013, 4:17:09 PM3/7/13
to
Am Thu, 07 Mar 2013 21:43:42 +0100 schrieb Marc Haber:

> Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>>Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
>>http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-id7653648.html
>
> Nahezu brandneu, bei weitem nicht so veraltet wie es in dem Artikel
> dargestellt werden soll.

Da ich bei der Führung dabei war, kann ich den Journalisten diesbezüglich
entlasten. Der Artikel bezüglich des Stellwerks entspricht weitgehend dem,
was von der EVAG kommuniziert wurde.

Gruß, Mathias

Mathias Bölckow

unread,
Mar 7, 2013, 4:23:21 PM3/7/13
to
Am Thu, 07 Mar 2013 09:34:21 +0100 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

>>Es sagt auch die EVAG, dass die die Kunst wesentlich billiger war und für
>>neue Kacheln kein Geld da ist.
>
> Ordentlich verputzen statt Geld ins Blaulicht zu pumpen wäre wohl doch
> noch drin gewesen, nicht wahr?

Vermutlich nicht wahr. Lichtinstallationen lassen sich vergleichsweise
preisgünstig und in den Betriebspausen errichten.

Ralf Gunkel

unread,
Mar 7, 2013, 4:36:21 PM3/7/13
to
Am 07.03.13 22:05, schrieb Mathias Bölckow:
>Am 7 Mar 2013 04:59:27 GMT schrieb Ralf Gunkel:
>
>>>Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
>>>http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-id7653648.html
>>>
>> Aha, ein SpDrS60U das bei vielen U- und Stadtbahnbetrieben in D im Einsatz
>> ist.
>
>Aufgrund nicht zuletzt Deiner Beiträge habe ich denn auch etwas
>nachgefragt, warum das Stellwerk überhaupt ersetzt werden soll. Man
>befürchtet, dass langfristig die Ersatztteile nicht mehr verfügbar sind und
>möchte deshalb in aller Ruhe ein neues Elektronisches Stellwerk
>spezifizieren, planen, bauen und in Betrieb nehmen. Dafür ist ein
>Zeithorizont von 10 Jahren vorgesehen. Zudem fehlt es an Raum für
>Erweiterungen. Das trifft wohl zu, wenn man weiterhin dem sehr
>strukturierten Aufbau folgen möchte.

Da ist man den ESTW Verkäufern aber mal schön auf den Leim gegangen.
Ich vermute mal dass die "U" Version nicht ganz so häufig produziert wurde
wie die "Originalversion" aber Lieferprobleme sehe ich eher in
Peripheriekomponenten sls im Stellwerkskern. Bei geplanten 10 Jahren
erhalten die nur ein schon wieder veraltetes ESTW als Ersatz für ein noch
altbrauchbares RSTW.

>
>Trotzdem frage ich mich, warum nicht die Ersatzteile nicht - notfalls von
>einem Drittanbieter - gefertigt werden, wenn es noch so viele von den
>Stellwerken gibt.

Das DB Netz Signalwerk Wuppertal macht das heute schon z. B. für SpDrL20 und
30 komplett seit der Abkündigung durch den Hersteller und beim SpDrS60 für
immer mehr Komponenten. Wobei hier noch keine Abkündigung besteht.
Message has been deleted

Ralf Gunkel

unread,
Mar 8, 2013, 1:42:04 AM3/8/13
to
Am 08.03.13 02:41, schrieb tonn...@radwegweg.info (Klaus Mueller):
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>
>> Am 07.03.13 21:43, schrieb Marc Haber:
>> >Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>> >>Ich durfte letztens das Stellwerk besichtigen:
>> >>http://www.derwesten.de/staedte/essen/im-takt-eines-alternden-herzens-
>id7653648.html
>> >
>> >Nahezu brandneu,
>>
>> Stellwerke sind neu so lange der Zeitraum zwischen Inbetriebnahme und heute
>> noch unter einer dreistelligen Jahreszahl liegt.
>> ;-)
>
>Ach deshalb hat man Trebgast und Harsdorf ersetzt. Die waren gerade eben
>alt geworden ;-)
>
Genau deshalb geht Hf, Hw und Ho in Hofheim/Ried am 6.4.2013 "vom Netz".
Noch zwei Jahre und sie wären alt [tm].
http://stellwerke.de/bilder/fhor.html
By the way. Wo sind wie in Hw und Ho noch Stahmer Stw. im täglichen Einsatz?

Klaus Föhl

unread,
Mar 8, 2013, 5:37:33 AM3/8/13
to
Mathias Bᅵlckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
> Am 7 Mar 2013 10:51:33 GMT schrieb Klaus Fᅵhl:
>
>> Mathias Bᅵlckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>>> neue Kacheln kein Geld da ist.
>>> ... Angesichts des Bevᅵlkerungsschwundes und der
>>> sehr klammen ᅵffentlichen Kassen sowie kaum Fᅵrderung der Renovierung gehen
>>> die Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
>>> Oberflᅵche zu holen. ...
>>
>> So sich das auf Hamburg beziehen sollte, gᅵbe es im Vergleich zu
>> Sᅵddeutschland einen Grund mehr, nicht im Untergrund zu fahren:
>> wenn Wasser kommt, dann ist das salzhaltig, nicht gut fᅵr die Technik.
>
> Nein. Es bezieht sich aus Essen.

Mit sed s/aus/auf/ Danke fᅵr die Info.

> Wie kommst Du bei Hamburg auf Salzwasser? Aus dem geplanten Fracking? Ich
> wᅵsste jedenfalls nicht, dass ein Salzstock angebohrt wurde. Die Nordsee
> ist rund 150km entfernt und die Brackwasserzone reicht etwa bis Glᅵckstadt.

Wie weit dringt das Brackwasser bei einer Sturmflut vor?

Wenn ich Grᅵᅵenordnungen abschᅵtze 10qkm Flutflᅵche*10m Fluthᅵhe=10^8m^3
und 1000m^3/s Abfluᅵ, bin ich bei10^5s~30h Fᅵllzeit durch den Elbeabfluᅵ.
Mit 0.5m/s Flieᅵgeschwindigkeit komme ich auf 2000m^2 Querschnitt,
mal 50km ist 10^8m^3. Das ist der Sᅵᅵwasservorrat unterhalb von HH.
Also ganz grob pi*Daumen kann ich nicht von vornherein ausschlieᅵen,
daᅵ bei Sturmflut salzhaltiges Wasser bis Hamburg vordrᅵckt.

Grᅵᅵe
Klaus
Message has been deleted

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Mar 9, 2013, 7:37:10 AM3/9/13
to
Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:

>Vermutlich nicht wahr. Lichtinstallationen lassen sich vergleichsweise
>preisgünstig und in den Betriebspausen errichten.

ACK. Ich halte das in einer klammen Stadt für eine pragmatische
Lösung, die dazu noch ein Hingucker ist, je nach persönlicher Vorliebe
positiv oder negativ.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Mar 9, 2013, 8:10:04 AM3/9/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras in <news:o5bmj8tkb4rhfav22...@4ax.com>:

>Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>
>>Vermutlich nicht wahr. Lichtinstallationen lassen sich vergleichsweise
>>preisgünstig und in den Betriebspausen errichten.
>
>ACK. Ich halte das in einer klammen Stadt für eine pragmatische
>Lösung,

Verputzen nach Fliesenabkloppen und Licht so lassen,
wie es war, wäre IYO tatsächlich teurer gekommen?

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 9 Monaten und 16 Tagen ist Weihnachten.
JI3CH AJQSC 77NE0 RZP4J 30VWP W8LOC 7YNML SZMNV NDBR3
Stellt euch vor, es ist Samstag und keiner geht hin!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Mar 9, 2013, 10:01:14 AM3/9/13
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

>Verputzen nach Fliesenabkloppen und Licht so lassen,
>wie es war, wäre IYO tatsächlich teurer gekommen?

Davon gehe ich aus. VErputzen ist aufwendig und teuer.

HC Ahlmann

unread,
Mar 9, 2013, 12:13:50 PM3/9/13
to
Klaus Föhl <nutznet...@haelden.de> wrote:

> Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
> > Am 7 Mar 2013 10:51:33 GMT schrieb Klaus Föhl:
> >
> >> Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
> >>> neue Kacheln kein Geld da ist.
> >>> ... Angesichts des Bevölkerungsschwundes und der sehr klammen
> >>> öffentlichen Kassen sowie kaum Förderung der Renovierung gehen die
> >>> Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
> >>> Oberfläche zu holen. ...
> >>
> >> So sich das auf Hamburg beziehen sollte, gäbe es im Vergleich zu
> >> Süddeutschland einen Grund mehr, nicht im Untergrund zu fahren:
> >> wenn Wasser kommt, dann ist das salzhaltig, nicht gut für die Technik.
> >
> > Nein. Es bezieht sich aus Essen.
>
> Mit sed s/aus/auf/ Danke für die Info.
>
> > Wie kommst Du bei Hamburg auf Salzwasser? Aus dem geplanten Fracking? Ich
> > wüsste jedenfalls nicht, dass ein Salzstock angebohrt wurde. Die Nordsee
> > ist rund 150km entfernt und die Brackwasserzone reicht etwa bis Glückstadt.

Das ist Stand der 1960er Jahre, 2009 reichte sie bereits bis Lühesand.
Gleichwohl schwankt deren Ausdehnung stark.
<http://www.tideelbe.de/files/hpa_symp.pdf>

> Wie weit dringt das Brackwasser bei einer Sturmflut vor?
>
> Wenn ich Größenordnungen abschätze 10qkm Flutfläche*10m Fluthöhe=10^8m^3
> und 1000m^3/s Abfluß, bin ich bei10^5s~30h Füllzeit durch den Elbeabfluß.
> Mit 0.5m/s Fließgeschwindigkeit komme ich auf 2000m^2 Querschnitt,
> mal 50km ist 10^8m^3. Das ist der Süßwasservorrat unterhalb von HH.
> Also ganz grob pi*Daumen kann ich nicht von vornherein ausschließen,
> daß bei Sturmflut salzhaltiges Wasser bis Hamburg vordrückt.

Erläutere doch mal deine Annahmen zu Flutfläche und Fluthöhe. Lies über
Tidenhub in der Elbe, Gewässerprofil und Trichtereffekt, um die Annahmen
zu prüfen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

HC Ahlmann

unread,
Mar 9, 2013, 3:05:58 PM3/9/13
to
Ulrich F. Heidenreich <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

> Ralph A. Schmid, dk5ras in <news:o5bmj8tkb4rhfav22...@4ax.com>:
>
> >Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
> >
> >>Vermutlich nicht wahr. Lichtinstallationen lassen sich vergleichsweise
> >>preisgünstig und in den Betriebspausen errichten.
> >
> >ACK. Ich halte das in einer klammen Stadt für eine pragmatische
> >Lösung,
>
> Verputzen nach Fliesenabkloppen und Licht so lassen,
> wie es war, wäre IYO tatsächlich teurer gekommen?

Um Himmels willen, ablätternden Putz kann man nicht mehr festspaxen!

Klaus Föhl

unread,
Mar 11, 2013, 4:32:23 AM3/11/13
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:
> Klaus Föhl <nutznet...@haelden.de> wrote:
>
>> Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>> > Am 7 Mar 2013 10:51:33 GMT schrieb Klaus Föhl:
>> >
>> >> Mathias Bölckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>> >>> neue Kacheln kein Geld da ist.
>> >>> ... Angesichts des Bevölkerungsschwundes und der sehr klammen
>> >>> öffentlichen Kassen sowie kaum Förderung der Renovierung gehen die
>> >>> Gedanken schon mal dahin, die unterirdischen Stecken wieder an die
>> >>> Oberfläche zu holen. ...
>> >>
>> >> So sich das auf Hamburg beziehen sollte, gäbe es im Vergleich zu
>> >> Süddeutschland einen Grund mehr, nicht im Untergrund zu fahren:
>> >> wenn Wasser kommt, dann ist das salzhaltig, nicht gut für die Technik.
>> >
>> > Nein. Es bezieht sich aus Essen.
>>
>> Mit sed s/aus/auf/ Danke für die Info.
>>
>> > Wie kommst Du bei Hamburg auf Salzwasser? Aus dem geplanten Fracking? Ich
>> > wüsste jedenfalls nicht, dass ein Salzstock angebohrt wurde. Die Nordsee
>> > ist rund 150km entfernt und die Brackwasserzone reicht etwa bis Glückstadt.
>
> Das ist Stand der 1960er Jahre, 2009 reichte sie bereits bis Lühesand.
> Gleichwohl schwankt deren Ausdehnung stark.

Überrascht mich nicht.

> <http://www.tideelbe.de/files/hpa_symp.pdf>

Danke. Auf die Schnelle quergelesen. Interessante Zeitentwicklung.

>> Wie weit dringt das Brackwasser bei einer Sturmflut vor?
>>
>> Wenn ich Größenordnungen abschätze 10qkm Flutfläche*10m Fluthöhe=10^8m^3
>> und 1000m^3/s Abfluß, bin ich bei10^5s~30h Füllzeit durch den Elbeabfluß.
>> Mit 0.5m/s Fließgeschwindigkeit komme ich auf 2000m^2 Querschnitt,
>> mal 50km ist 10^8m^3. Das ist der Süßwasservorrat unterhalb von HH.
>> Also ganz grob pi*Daumen kann ich nicht von vornherein ausschließen,
>> daß bei Sturmflut salzhaltiges Wasser bis Hamburg vordrückt.
>
> Erläutere doch mal deine Annahmen zu Flutfläche und Fluthöhe. Lies über
> Tidenhub in der Elbe, Gewässerprofil und Trichtereffekt, um die Annahmen
> zu prüfen.

* Flutfläche: ganz grob geschätzt. Wenn ich sehe, dass Ausbau DASA 110ha
Flutfläche gekostet hat, dann habe ich mit 1000ha eher unterschätzt, denn
mein "Flutfläche" beinhaltet auch die Wasseroberfläche der Elbe in HH.
* Fluthöhe: da hatte ich 10m in Hinterkopf, jetzt bei googlen finde ich
"Bemessungswasserstand von NN + 7,30 m am Pegel St. Pauli", Faktor 3/4.

Die erste Aussage war: Brackwasserzone reicht etwa bis Glückstadt.

Jetzt dachte ich an Sturmflut, also nicht Normalsituation, und daran,
wie (mit etwas Pech) den Pragern ihre zentralen U-Bahnstrecken vor
ein paar Jahren abgesoffen sind. Und New York, erst vor wenigen Monaten,
die hatten definitiv große Freude an Salzbrühe in ihrer Technik. Nicht schön.

Dazu eben eine *allererste* Abschätzung, um zu eruieren, ob Salzwasser
in Hamburg komplett ausgeschlossen ist, oder eben nicht. Risiko gegeben.
Genauere Betrachtungen brauchen mehr als die kleiner 5 min Recherche dazu,
das war im wesentlichen wikipedia und Kartenhalbwissen aus dem Kopf.

Grüße
Klaus

Mathias Bölckow

unread,
Mar 12, 2013, 5:26:42 PM3/12/13
to
Am Sat, 9 Mar 2013 18:13:50 +0100 schrieb HC Ahlmann:

>> Mathias B�lckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
>>> Wie kommst Du bei Hamburg auf Salzwasser? Aus dem geplanten Fracking? Ich
>>> w�sste jedenfalls nicht, dass ein Salzstock angebohrt wurde. Die Nordsee
>>> ist rund 150km entfernt und die Brackwasserzone reicht etwa bis Gl�ckstadt.
>
> Das ist Stand der 1960er Jahre, 2009 reichte sie bereits bis L�hesand.
> Gleichwohl schwankt deren Ausdehnung stark.
> <http://www.tideelbe.de/files/hpa_symp.pdf>

L�hesand gibt Deine Quelle nicht her. Die gibt nur das her, was ich mir
wegen zu weit Off Topic gespart habe, n�mlich dass diese stark wechselt.
*Normalerweise* f�hrt die Elbe bei Sturmfluten sehr viel Oberwasser.
Derzeit reicht die Brackwasserzone normalerweise bis etwa Gl�ckstadt. Vgl.
z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Elbvertiefung

Betrachtet man den sehr gro�en Querschnitt zwischen den Hauptdeichlinien
elbabw�rts vom M�hlenberger Loch (oder was davon �brig ist) und dem kleinen
(zu kleinen) Retensionsbereich bis zur Staustufe Geesthacht, so ist f�r
mich schwer vorstellbar, dass das Brackwasser bis oberhalb Teufelsbr�ck
vordringt.

--
Gru�, Mathias B�lckow
http://www.mathias-boelckow.de

HC Ahlmann

unread,
Mar 12, 2013, 6:35:38 PM3/12/13
to
Mathias B�lckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:

> Am Sat, 9 Mar 2013 18:13:50 +0100 schrieb HC Ahlmann:
>
> >> Mathias B�lckow <usenet0...@mathias-boelckow.de> wrote:
> >>> Wie kommst Du bei Hamburg auf Salzwasser? Aus dem geplanten Fracking?
> >>> Ich w�sste jedenfalls nicht, dass ein Salzstock angebohrt wurde. Die
> >>> Nordsee ist rund 150km entfernt und die Brackwasserzone reicht etwa
> >>> bis Gl�ckstadt.
> >
> > Das ist Stand der 1960er Jahre, 2009 reichte sie bereits bis L�hesand.
> > Gleichwohl schwankt deren Ausdehnung stark.
> > <http://www.tideelbe.de/files/hpa_symp.pdf>
>
> L�hesand gibt Deine Quelle nicht her.

Die fehlt mir mittlerweile auch; ersatzweise verweise ich auf
<http://www.portal-tideelbe.de/Projekte/FRA1999/Antragsunterlagen/UVU/Ma
terialbestaende/Bereichsauswahl_Band_VII/Texte_Band_VII/kap_2_4.html>
f�r tempor�re Verschiebung.
| Auff�llig sind neben den saisonalen Verh�ltnissen die annualen
| Besonderheiten und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen
| Salzgradienten im L�ngsprofil. W�hrend in den oberwasserreichen Jahren
| 1987/88 die obere Brackwassergrenze und damit das Tr�bstoffmaximum
| etwa vor der St�rm�ndung (km (A) 678) lag, verschob sie sich in den
| oberwasserarmen Jahren 1989/92 stromaufw�rts bis nach L�hesand (km (A)
| 650) (ARGE ELBE, 1977-1994). Der Salzgehalt in der oberen
| Brackwasserzone schwankt w�hrend jeder Tide (Abb. 2.4.3.1);
| gleichzeitig kommt es zu einer Verlagerung der oberen
| Brackwassergrenze um etwa 15-20 km. In Abh�ngigkeit vom
| Oberwasserablu� verschiebt sie sich sogar bis zu 60 km (RIEDEL-LORJ�
| et al., 1992).

> Die gibt nur das her, was ich mir wegen zu weit Off Topic gespart habe,
> n�mlich dass diese stark wechselt. *Normalerweise* f�hrt die Elbe bei
> Sturmfluten sehr viel Oberwasser. Derzeit reicht die Brackwasserzone
> normalerweise bis etwa Gl�ckstadt. Vgl. z.B.:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Elbvertiefung

Es h�ngt am saisonal schwankenden Oberwasserzufluss.

> Betrachtet man den sehr gro�en Querschnitt zwischen den Hauptdeichlinien
> elbabw�rts vom M�hlenberger Loch (oder was davon �brig ist) und dem
> kleinen (zu kleinen) Retensionsbereich bis zur Staustufe Geesthacht, so
> ist f�r mich schwer vorstellbar, dass das Brackwasser bis oberhalb
> Teufelsbr�ck vordringt.

Das war Ausgang meines Zweifels.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, T�rnberichte
0 new messages