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[HH] max. 20t Achslast zum Rbf Hamburg Süd

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Mathias Bölckow

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Aug 24, 2008, 1:01:00 PM8/24/08
to
Moin,
der Haupthafenbahnhof Hamburg Süd kann von Osten, also der Hauptstrecke,
nur noch mit 20t Achslast angefahren werden, da die Niedernfelder Brücke
auf diese Last begrenzt wurde. Schwerere Wagen für den östlichen Teil des
Hafens müssen über den Haupthafenbahnhof Hohe Schaar gefahren werden und
dann mit Diesel über die eingleisige Strecke zwischen den beiden Rbf
gezogen werden. Dabei wird die Reiherstieghubbrücke gequert, die auch
abgängig ist und bald durch einen Neubau ersetzt werden soll.

Pressemeldung der HPA dazu:
http://www.hamburg-port-authority.de/presse-und-aktuelles/news/1-pressemeldungen/203-niedernfelder-bahnbruecken-so-schnell-wie-moeglich-ersetzen.html
http://tinyurl.com/5tbkf6

Artikel in der Welt:
http://www.welt.de/hamburg/arti2333295/Wichtige_Hafenbruecke_ist_vom_Einsturz_bedroht.html
http://tinyurl.com/6q6pfw

Meine Seite zu der Ecke (muss aktualisiert werden):
http://www.veddeler-wasserkreuz.de/

Die DB fährt derzeit ausschließlich mit den E-Loks der BR 145 und 151 über
die Niedernfelder Brücke nach Hamburg Süd. Die meisten Wagen für den Hafen
- viel Container und dann Autos, Bananen, echtes Stückgut, Maschinen, ... -
bleiben unter 20t. Wagen mit höherer Achslast werden in Maschen gesammelt
und dann über die Rethehubbrücke gefahren.

Was die anderen EVU machen, weiß ich nicht. Das Baustofflager an der
HafenCity bekam regelmäßig einen Spezialzug von einer Class66 gezogen. Da
geht m.W. gar nichts mehr und stattdessen fahren täglich grob geschätzt 30
LKW ab Hansaport. Der Gleisanschluss kann nur über die Brücke bedient
werden.

Merkwürdig scheint mir, dass die Achslast und nicht die Meterlast
beschränkt ist. Auch ein Begegnungsverbot kann es nach meiner Beobachtung
auf der zweigleisigen Brücke nicht geben. M.W. ist das Tragwerk mangels
Pflege verrostet und das Widerlager hat Risse.

Seit etwa 1997 ist etwa bekannt, dass die Brücke von 1889 einschließlich
der Widerlager abgängig ist. Die Widerlager stehen auf in den Schlick
gerammten Baumstämmen, die nicht trockenfallen dürfen aber durch die vielen
Elbvertiefungen ständig trocken fallen. HPA wollte die Brücke durch einen
Damm ersetzen. Das hätte allerdings fatale Folgen für die alten,
ungenutzten Hafenbecken, die von der Stadtentwicklung gerade als Qualität
der dortigen Wohngebiete entdeckt wurde. Durch ein von der Norddeutschen
Affinerie bezahltes Gutachten wurde im Sommer 2006 nachgewiesen, dass eine
neue Brücke schneller, zuverlässiger und unwesentich teuer wäre. Warum die
Ausschreibung der Brücke wegen der Koalitionsverhandlungen ins Stocken
geraten sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Über den Neubau bestand
m.W. Einigkeit zwischen der GAL und dem Bürgermeister.

--
Gruß, Mathias Bölckow
http://www.mathias-boelckow.de

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