ich bin in der Nacht vom 18. auf den 19. August mit dem Autoreisezug
von Hildesheim nach München gefahren. Da ich die Wartezeit zwischen
Auto-Verladung und Abfahrt des Zuges (23:59 Uhr) nicht im Warteraum
verbringen wollte, bin ich noch auf ein Bierchen in die Innenstadt
gegangen; um 23:45 Uhr sollte ich aber auf dem Abfahrtbahnsteig sein.
War ich auch - bloß kamen weder Zug noch aufklärende Durchsage :-(!
Erst nach einer geschlagenen Stunde ohne jegliche Information wurde
dann gegen 00:45 Uhr angesagt, daß demnächst der verspätete
Autoreisezug aus HH einfahren werde. Soviel mal wieder zum Umgang
der DB mit ihren Kunden ... Aber das ist eigentlich nicht mein Thema.
Es geht vielmehr um folgendes: Trotz der um ca. 1 h verspäteten Abfahrt
kam der Zug quasi pünktlich in München-Ost an. Wie kann das sein?
Zuckelt er sonst immer nur mit halber Kraft durch die Gegend? Oder
gibt es irgendwo Warteaufenthalte?
Es wäre nett, wenn jemand das erklären könnte.
Im voraus dankt
freundlich grüßend
Reinhard
> Es geht vielmehr um folgendes: Trotz der um ca. 1 h verspäteten Abfahrt
> kam der Zug quasi pünktlich in München-Ost an. Wie kann das sein?
> Zuckelt er sonst immer nur mit halber Kraft durch die Gegend? Oder
> gibt es irgendwo Warteaufenthalte?
Nachtzüge haben üblicherweise sehr lässige Fahrzeiten, weil es keinem
was bringt wenn man durch die Landschaft knallt wie angestochen und dann
morgens um 4 in Müchen ist. Ob da nun eher zurückhaltend gefahren wird
oder man gerne mal irgendwo an die Seite genommen wird, weiss ich nicht.
Oli
--
Ausrüstung der örtlichen Aufsicht:
Die örtliche Aufsicht trägt eine rote Mütze.
Konzernrichtlinie 408 der Deutschen Bahn AG, Modul 0325, Absatz 3
> Es geht vielmehr um folgendes: Trotz der um ca. 1 h verspäteten Abfahrt
> kam der Zug quasi pünktlich in München-Ost an. Wie kann das sein?
> Zuckelt er sonst immer nur mit halber Kraft durch die Gegend? Oder
> gibt es irgendwo Warteaufenthalte?
>
> Es wäre nett, wenn jemand das erklären könnte.
Wenn Du einen Zug fahren lassen möchtest, bietet Dir DB Netz Trassen in
unterschiedlicher Qualität, von Express bis Economy. DB Nachtzug fährt
üblicherweise Economy.
Hans-Joachim
--
"Loco shortage by railfreight growth" + "museum in need for money" = ?
http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/file.php?101,file=19244
"Oliver Lemke" <o.l...@tu-bs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6hno8cF...@mid.dfncis.de...
> Reinhard Zwirner schrieb:
>
>> Es geht vielmehr um folgendes: Trotz der um ca. 1 h verspäteten Abfahrt
>> kam der Zug quasi pünktlich in München-Ost an. Wie kann das sein? Zuckelt
>> er sonst immer nur mit halber Kraft durch die Gegend? Oder gibt es
>> irgendwo Warteaufenthalte?
>
> Nachtzüge haben üblicherweise sehr lässige Fahrzeiten, weil es keinem was
> bringt wenn man durch die Landschaft knallt wie angestochen und dann
> morgens um 4 in Müchen ist. Ob da nun eher zurückhaltend gefahren wird
> oder man gerne mal irgendwo an die Seite genommen wird, weiss ich nicht.
Meine Erfahrung als Zugführer nach eher ersteres. Schließlich will man den
Kunden auch ein ruhige Fahrt bieten, um gut schlafen können. Daher wird auch
eher mäßig beschleunigt und frühzeitig gebremst. Das kostet halt Zeit, und
die haben Nacht- und Autozüge i.d.R. auch. Das war für mich als
Rennstrecken-Zub immer eine sehr willkommene Abwechslung!
Gruß,
Alex
--
Alex Lovell
B*e*e*e*d
> "Oliver Lemke" <o.l...@tu-bs.de> schrieb im Newsbeitrag
> Ob da nun eher zurückhaltend gefahren wird oder man gerne mal irgendwo an
> die Seite genommen wird, weiss ich nicht.
Einmal fuhr ich mit ca. -45 auf München zu, da kam der Schlafwagenbetreuer
zu mir und bat mich, doch zu organisieren, dass wir irgendwo rechts
rangenommen werden. Er wollte, dass seine Kunden genug Zeit für's Frühstück
haben. So standen wir dann länger in Riem (glaub ich). Keiner hat gemeckert,
ganz im Gegenteil!
Gruß,
Alex
--
Alex Lovell
Ef EBIL
> DB Nachtzug fährt
> üblicherweise Economy.
Und da ist Reisendeninformation nicht mehr inbegriffen? In Hildesheim
dürfte dank ESTW der Fahrdienstleiter, der Durchsagen machen könnte,
zwar in Hannover sitzen, aber das ist ja kein genereller Grund, das
auszuschließen. Personal am Bahnhof selbst scheint um diese Zeit keins
mehr da zu sein.
Bei einer kürzlichen Autozug-Reise von Hildesheim nach Lörrach,
Abfahrt eine knappe Stunde früher, wurde die Verspätung immerhin im
Zielanzeiger angegeben.
Gruß - Reinhard.
--
70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
> Und da ist Reisendeninformation nicht mehr inbegriffen? In Hildesheim
> dürfte dank ESTW der Fahrdienstleiter, der Durchsagen machen könnte,
> zwar in Hannover sitzen, aber das ist ja kein genereller Grund, das
> auszuschließen. Personal am Bahnhof selbst scheint um diese Zeit keins
Reisendeninformation auf Bahnhöfen ist Sache von DB Station und Service
und nicht von DB Netz. Daher ist der Fahrdienstleiter der falsche
Ansprechpartner für Durchsagen. Es gibt allerdings Bahnhöfe, an denen
der Fahrdienstleiter von DB Netz im Auftrag von DB Station und Service
Ansagen macht, das sind aber häufig nur die kleinen Bahnhöfe. Hildesheim
gehört m.W. nicht dazu.
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@stellwerke.de, http://home.arcor.de/estw
"Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht."
(Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)
> Es geht vielmehr um folgendes: Trotz der um ca. 1 h verspäteten Abfahrt
> kam der Zug quasi pünktlich in München-Ost an. Wie kann das sein?
> Zuckelt er sonst immer nur mit halber Kraft durch die Gegend? Oder
> gibt es irgendwo Warteaufenthalte?
> Im voraus dankt
> freundlich grüßend
>
> Reinhard
Hallo,
vor vielen Jahren habe ich einen Nachtzug gefahren der planmäßig in
Maulbronn-West über eine Stunde stand. Der sollte nicht zu früh in
Stuttgart ankommen. Die Nachtruhe der Reisenden war wichtiger als die
kurze Fahrzeit.
Gruß Hans
>> DB Nachtzug fährt
>> üblicherweise Economy.
>
> Und da ist Reisendeninformation nicht mehr inbegriffen?
Nein, aber in der Bahnhofsgebühr schon, denke ich / hoffe ich / träume
ich von...
> Reisendeninformation auf Bahnhöfen ist Sache von DB Station und Service
> und nicht von DB Netz. Daher ist der Fahrdienstleiter der falsche
> Ansprechpartner für Durchsagen.
DB StuS hat in Hildesheim schon lange spätestens ab 23 Uhr kein
Personal mehr, jedenfalls keines, das sichtbar wäre. Bis vor ca. 1,5
Jahren gab es aber einen örtlichen Fahrdienstleiter, der solche Dinge
wie Durchsagen übernommen hat. Nach Anschluss an die BZ Hannover ist
der entfallen; wie löst man das in anderen vergleichbaren Fällen?
Gruß - Reinhard
> wie Durchsagen übernommen hat. Nach Anschluss an die BZ Hannover ist
> der entfallen; wie löst man das in anderen vergleichbaren Fällen?
Zentralisierte Ansagestellen von DB Station und Service.
500 km ueber eine ganze Nacht (also wenigstens 8 Stunden) auszudehnen,
ist wohl kaum mehr zu schaffen. Wo wird man denn in diesem Zug geweckt,
wenn man Richtung Wien faehrt? Bei den anderen Zuegen ist das in meinen
Augen immer viel zu frueh, ungefaehr in Linz oder Wels; primaer wohl
um die Bettwaesche noch auf der Strecke komplett zusammenraeumen zu
koennen, und so die Arbeitszeit zu reduzieren. Ab Muenchen blieben dann
aber nur mehr run 4 Stunden zum Schlafen uebrig...
Servus,
Stefan
--
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Stefan. Für glanzvolle Huehner in reizvollen Überschwemmungen!
(Sloganizer)
Woher kam denn dann die Ansage um 00:45 Uhr?
Wundert sich
Reinhard
> Woher kam denn dann die Ansage um 00:45 Uhr?
Schrieb Holger nebenan.
Gruß - Reinhard.
> 500 km ueber eine ganze Nacht (also wenigstens 8 Stunden) auszudehnen,
> ist wohl kaum mehr zu schaffen. Wo wird man denn in diesem Zug geweckt,
Das ist das Problem, daß das Nachtzugkonzept an allen Ecken krankt. Bei
manchen Zügen ist man zu früh am Ziel, bei manchen viel zu spät
(Amsterdam 11 Uhr z.B.). Mitgeführte Sitzwagen werden absichtlich
zwischen Fulda und Frankfurt gesperrt, damit wohl keine auf die Idee
kommt, preiswert wie zu D-Zug-Zeiten nachts zu fahren.
Und an Strecken, für die sich Nachtzüge sicherlich lohnen würden
(München/Berlin - London oder Hamburg - Wien oder Frankfurt - Rom) traut
man sich nicht ran.
Und luftgefederte Wagen mit Scheibenbremsen gibt es auf einigen
Relationen auch noch nicht lange...
Das liegt daran, dass jede Relation nur genau einmal pro Nacht bedient
wird. Lange Läufe wie Wien Amsterdam sollte man drei mal bedienen:
Wien 17:00* 20:00* 23:00
München 21:00* 0:00 3:00
Stuttgart 0:00 3:00 6:00*
Köln 5:00* 8:00* 11:00
Amsterdam 8:00 11:00
* bedeutet Freigabe für Tagreisende. (Nagelt mich nicht auf die Fahrzeiten
fest. Das habe ich einfach mal nur so runtergetippt.)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht kommerziell machbar wäre mit
hochwertigen Fahrzeugen und entsprechender Vermarktung. Und dass es einzig
an den verfügbaren Trassen scheitert ... ist da so viel Verkehr nachts?
> Mitgeführte Sitzwagen werden absichtlich
> zwischen Fulda und Frankfurt gesperrt, damit wohl keine auf die Idee
> kommt, preiswert wie zu D-Zug-Zeiten nachts zu fahren.
Inwiefern preisgünstig? Nachtreisezüge sind doch wie IC/EC tarifiert. Dazu
kommt die Reservierungspflicht. Da reist man doch tags im IC/EC
preisgünstiger.
> Und an Strecken, für die sich Nachtzüge sicherlich lohnen würden
> (München/Berlin - London oder Hamburg - Wien oder Frankfurt - Rom) traut
> man sich nicht ran.
Hamburg - Wien gibt's ja AFAIK. Berlin - London scheitert am Starrsinn der
Briten. Frankfurt - Rom an dem der Italiener.
joh
Jürgen
>
> Reinhard Zwirner schrieb:
>
>
>> Es geht vielmehr um folgendes: Trotz der um ca. 1 h verspäteten Abfahrt
>> kam der Zug quasi pünktlich in München-Ost an. Wie kann das sein?
>> Zuckelt er sonst immer nur mit halber Kraft durch die Gegend? Oder
>> gibt es irgendwo Warteaufenthalte?
>>
>> Es wäre nett, wenn jemand das erklären könnte.
>
>
> Wenn Du einen Zug fahren lassen möchtest, bietet Dir DB Netz Trassen in
> unterschiedlicher Qualität, von Express bis Economy. DB Nachtzug fährt
> üblicherweise Economy.
>
Von Berlin nach München hatten wir ab Ingolstadt (da war ich wach) folgende
Trasse: hinter der Regionalbahn Ingolstadt -> München.
Der Lokführer ist abwechselnd stehen geblieben und hat dann wieder auf 120
beschleunigt. Gibt es hier keine Möglichkeit eine Geschwindigkeit zu
berechnen mit der der Zug durchfahren kann ohne Anhalten zu müssen?
>
> Hans-Joachim
>
>
>
>
Georg
> Gibt es hier keine Möglichkeit eine Geschwindigkeit zu
> berechnen mit der der Zug durchfahren kann ohne Anhalten zu müssen?
Erfahrene Lokführer sollten das eigentlich können, automatisch geht
das aber nicht bzw. ist nicht vorgesehen.
Georg Klein schrieb:
> Der Lokführer ist abwechselnd stehen geblieben und hat dann wieder auf 120
> beschleunigt. Gibt es hier keine Möglichkeit eine Geschwindigkeit zu
> berechnen mit der der Zug durchfahren kann ohne Anhalten zu müssen?
Kann man schon, aber
[Suckale]
das geht alles automatisch! Der Lokführer muß gar nichts mehr machen.
[/Suckale]
[GDL]
Lokführer werden fürs Fahren bezahlt, nicht fürs Rechnen.
Rechnen kostet extra.
[/GDL]
[Transnet]
Wir rechnen auch fürs gleiche Geld, solange der dadurch erreichte Gewinn
irgendwie den DB Vorstand erreicht.
[/Transenet]
[ES- Tf]
Energiesparen fängt beim Lokführer an: Jeder unnütze Handgriff ist ein
solcher zuviel. Fahrschalter, Bremse, Fahrschalter, Bremse. Wollt ich
eigentlich nen ruhigen Job oder mich kaputtarbeiten?
[/ES-Tf]
[1000Tf-Dummy]
Boah, ist das nen stressigen Job hier. Ich such mich gleich ma andern
Job, Alda.
[/1000Tf-Dummy]
Bei soviel zu beachten kann man schon mal übersehen wie man es sich und
seinen Fahrgästen möglichst gemütlich und komfortabel einrichtet.
Grüßle, Helmut