Schönen Gruß,
Edmund Lauterbach
mailto:e.laut...@gmx.de
--
-- Ein Fahrschein - viel Bahnfahren
-- Kleine Rundreise nach Luxemburg und Berlin
-- http://home.arcor.de/souvenirs/lux-b/
>Allerdings nur in Deutschland -
>in Frankreich scheinen die Achsen weniger empfindlich zu sein.
Darf da denn überhaupt mit Wirbelstrom gebremst werden?
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
> auf http://www.sueddeutsche.de/panorama/420/307374/text/3/ ein
> Scan einer DB-Anweisung für Zugführer. Die Bremsen im Wagen "406.6"
> werden wohl nun wirklich abgeschaltet. Allerdings nur in Deutschland -
> in Frankreich scheinen die Achsen weniger empfindlich zu sein.
M.W. wird die Wirbelstrombremse auf dem deutschen Netz sowieso nur
auf den beiden Schnellfahrstrecken Ingolstadt-Nürnber und
Köln-Frankfurt eingesetzt. Sie nach Ankunft in Saarbrücken
auszuschalten, scheint mir etwas überflüssig.
MfG,
L.W.
> >Allerdings nur in Deutschland -
> >in Frankreich scheinen die Achsen weniger empfindlich zu sein.
>
> Darf da denn überhaupt mit Wirbelstrom gebremst werden?
Als Notbremse auf jeden Fall. Ansonsten limitiert auf weit höhere
Geschwindigkeiten als zwischen Ingolstadt und Nürnberg bzw.
Köln-Steinstraße und Frankfurt-Flughafen.
mfG,
L.W.
> Herr Leyendecker von der SZ hat nochmal zu den Problemem der DB mit dem
> ICE3 nachgelegt. Auf
> http://www.sueddeutsche.de/panorama/420/307374/text/ findet sich sein
> Artikel, auf http://www.sueddeutsche.de/panorama/420/307374/text/3/ ein
> Scan einer DB-Anweisung für Zugführer.
Herr Leyendecker ist da leider nicht auf aktuellem Stand. Diese Anweisung
ist schon überholt. Die Wirbelstrombremse am betreffenden Wagen bleibt
nämlich dauerhaft ausgeschaltet.
> ...Die Bremsen im Wagen "406.6"
> werden wohl nun wirklich abgeschaltet. Allerdings nur in Deutschland -
> in Frankreich scheinen die Achsen weniger empfindlich zu sein.
Auch das ist falsch. Die Züge verkehren auch in Frankreich mit an diesem
Wagen ausgeschalteter Wirbelstrombremse.
Mal sehen, was der o.g. Herr noch so herausfindet, was dann auch überholt
ist...
Gruß, Ralf
> Mal sehen, was der o.g. Herr noch so herausfindet, was dann auch überholt
> ist..
interessanter wäre es doch herauszufinden, wenn o.g. Herr überholt wurde
... ?
Falk
--
"Physic" von Septimus Heap als Hörbuch und viele andere HÖRBÜCHER
z.B."Elfenritter" versteigere ich da:
http://search.ebay.de/_W0QQsassZfads2000
PS. Wie macht sich da "neue" MT?
"Falk Schade" <fa...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:48b073ad$0$20708$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...
> interessanter wäre es doch herauszufinden, wenn o.g. Herr überholt wurde
> ... ?
Interessant auch der Hinweis am Ende der Seite:
-------------------------8X---------------------------
Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker
moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass
wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages
einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare
geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für
Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und
für Feiertage.
-------------------------8X---------------------------
Die meinen wohl eher, dass sie durch stärkere Moderation die Qualität der
Nutzerdiskussion erhöhen wollen. Aber den nötigen Personaleinsatz scheuen
sie. Kommt mir bekannt vor. :)
Gruß,
Alex
--
Alex Lovell
B*e*e*e*d
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Edmund Lauterbach <e.laut...@gmx.de> wrote:
>
>> Allerdings nur in Deutschland -
>> in Frankreich scheinen die Achsen weniger empfindlich zu sein.
>
> Darf da denn überhaupt mit Wirbelstrom gebremst werden?
Wozu wenn man in F 200km/h ohne Mg fährt.
Schon mal einen 200er Corail Wagen mit Mg gesehen?
Ich nicht.
;-)
Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist praktizierte Paranoia. Und das ist auch gut so."
Dirk Moebius in deb*
>Schon mal einen 200er Corail Wagen mit Mg gesehen?
>Ich nicht.
>
>;-)
Ich auch nicht, ich meide Frankreich eh :-)
> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>
> >Schon mal einen 200er Corail Wagen mit Mg gesehen?
> Ich auch nicht, ich meide Frankreich eh :-)
Da ist man in Saarbrücken aber gefährlich nahe dran. Und auf dem
Bahnhof dort steht allerlei SNCF-Material herum.
MfG,
L.W.
Zum einen glaube ich, dass der Herr Leyendecker in Ausübung seines Jobs
durchaus ein paar mehr Sachen rausgefunden hat, als die Leute, die sich
hier so ums Herausfinden (oder nicht) bemühen.
Zum anderen schreiben Journalisten in Tageszeitungen für den eher
bahnfernen Laien und nicht für Leute, die es eh' besserwissen. Die
Aussage des Artikels ist zudem auch dann untermauert ist, wenn die das
gezeigte Schriftstück schon Vergangenheit ist.
Zum Dritten halte ich den Artikel für etwas gequält (noch etwas
rumliegendes Material in einen Panorama-Artikel reingestopft und fertig
ist), befürchte aber, dass er nicht gerade das Image der DB hebt. Für
letzteres ist allerdings Herr Leyendecker nicht verantwortlich.
Schönen Gruß,
Edmund Lauterbach
>> auf http://www.sueddeutsche.de/panorama/420/307374/text/3/ ein
>> Scan einer DB-Anweisung für Zugführer. Die Bremsen im Wagen "406.6"
>> werden wohl nun wirklich abgeschaltet. Allerdings nur in Deutschland -
>> in Frankreich scheinen die Achsen weniger empfindlich zu sein.
> M.W. wird die Wirbelstrombremse auf dem deutschen Netz sowieso nur
> auf den beiden Schnellfahrstrecken Ingolstadt-Nürnber und
> Köln-Frankfurt eingesetzt. Sie nach Ankunft in Saarbrücken
> auszuschalten, scheint mir etwas überflüssig.
Kann mir mal bitte jemand diesen Unsinn erklären mit dem
Abschalten der Wirbelstrombremse und deren Einfluss auf
die Achswellen?
Die hängen doch zwischen den Rädern unter dem Drehgestell
und sollten daher kein Drehmoment durch Bremsen in die
Achsen einbringen.
--
Alles für die Quote!
Bye und Gruß, Andreas.
mailto:andreas.w...@gmx.net
http://misctalker.de
> Die hängen doch zwischen den Rädern unter dem Drehgestell
> und sollten daher kein Drehmoment durch Bremsen in die
> Achsen einbringen.
Umlaufbiegung.
> Kann mir mal bitte jemand diesen Unsinn erklären mit dem
> Abschalten der Wirbelstrombremse und deren Einfluss auf
> die Achswellen?
> Die hängen doch zwischen den Rädern unter dem Drehgestell
> und sollten daher kein Drehmoment durch Bremsen in die
> Achsen einbringen.
>
Wenn die Foucault-Bremse - wie sie richtig heissen sollte - eine
solche Anziehungskraft auf die Gleise ausübt, daß Verwerfungen
derselben ein ernsthaftes Problem darstellen (weshalb diese Bremse nur
auf bestimmten Abschnitten zugelassen ist) dann darf man annehmen, daß
die Kraft, die das Gleis anheben würde, auch das Fahrzeug, genauer
gesagt sein Drehgestell - das besagte Bremse trägt - zum Gleis drückt.
Was einige Tonnen an zusätzlichem Achsdruck bewirken könnte...
Welcher Achsdruck, wie man aus der Diskussion um Toilettenwasser
entnehmen kann, als Faktor des Bruches infrage zu kommen scheint.
CdePC
CdePC
> Wenn die Foucault-Bremse - wie sie richtig heissen sollte -
???
Bitte um Erklärung.
kurzes googeln ergibt, dass Foucault französisch ist. Damit ist es die
richtige Bezeichnung!
Christian
> Wenn die Foucault-Bremse - wie sie richtig heissen sollte - eine
> solche Anziehungskraft auf die Gleise ausübt, daß Verwerfungen
> derselben ein ernsthaftes Problem darstellen
Das Problem, das Du anscheinend meinst, resultiert nicht aus
Anziehungskraft, sondern aus Erwärmung.
- R.
--
70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
> kurzes googeln ergibt, dass Foucault französisch ist.
Was hat die Menschheit bloß vor Google gemacht ?
Woher bekamen Chapélon, BienvenÜe und natürlich auch Focault ihre Gedanken ?
> Damit ist es die richtige Bezeichnung!
Nunja, der Franzose an sich leidet etwas an Nationalstolz. Ist aber
gottseidank nicht ansteckend.
Gruß Hans, stets gern 'paux-courrouges' lesend.
> Nunja, der Franzose an sich leidet etwas an Nationalstolz. Ist aber
> gottseidank nicht ansteckend.
Das Problem ist, dass das keine französische Erfindung ist. Damit kann
es nichts taugen und es ist gut für die Welt, wenn man es abschaltet.
Was immer es auch ist.
Gruß - Reinhard.
> Das Problem, das Du anscheinend meinst, resultiert nicht aus
> Anziehungskraft, sondern aus Erwärmung.
>
Es gibt beides:
- Das Gleis erwärmt sich, aber das wurde bei deutschen Temperaturen
und deutschen Zugfolgen (*) nicht als kritisch betrachtet.
- Das Gleis wird verbogen (der Bremsträger im Drehgestell auch),
weshalb die Nutzung dieser Bremse unterhalb einer gewissen
Geschwindigkeit eingeschränkt oder verboten (unterhalb 50kmh?) ist.
Für die Räder/Achsen kommt es einer Masseerhöhung um die 12 To. pro
Fahrzeug gleich.
Zur Einführung der ICE3 (2001?) gab es in der ETR einen umfangreichen
Bericht darüber.
CdePC
* Die SNCF hatte vor 34 Jahren in ihrem "Zébulon" diese Bremse mit
Erfolg getestet, sie wurde aber schließlich für den TGV verworfen, da
bei den manchmal im Süden herrschenden Temperaturen nicht mit den
geplanten Zugfolgen (4 Minuten Abstand) kompatibel.
paux-courrouges schrieb:
> - Das Gleis wird verbogen (der Bremsträger im Drehgestell auch),
> weshalb die Nutzung dieser Bremse unterhalb einer gewissen
> Geschwindigkeit eingeschränkt oder verboten (unterhalb 50kmh?) ist.
Für die Wirkungsweise der Wirbelstrombremse ist es entscheidend, daß ein
elektrischer Leiter in einem Magnetfeld bewegt wird (oder aus einem
anderen Blickwinkel betrachtet das Magnetfeld über einem elektrischen
Leiter). Die relative Bewegung des Magnetfelds zum Leiter induziert im
Leiter einen Strom, der ein der Ursache entgegenwirkendes Magnetfeld
erzeugt, was zu einer Bremswirkung führt. Je stärker das Magnetfeld oder
die Relativgeschwindigkeit sind umso stärker wird die Bremswirkung. Im
Umkehrschluss ergibt sich daraus, daß bei abnehmenden Geschwindigkeiten
die Bremswirkung ebenfalls abnimmt, wenn man die geringere
Geschwindigkeit nicht durch stärkere Erregerströme kompensiert. Ein
Kompromiss zwischen Bremswirkung und Aufwand für größere Ströme
(stärkere Elektronik, stärkere Mechanik und dickere Anschlussleitungen)
ergab beim ICE3 die Grenze von 50km/h zum Abschalten der Wirbelstrombremse.
> Für die Räder/Achsen kommt es einer Masseerhöhung um die 12 To. pro
> Fahrzeug gleich.
Über den gesamten Geschwindigkeitsbereich, oder nur im niedrigen
Geschwindigkeitsbereich?
> Zur Einführung der ICE3 (2001?) gab es in der ETR einen umfangreichen
> Bericht darüber.
Den kenne ich leider nicht.
Grüßle, Helmut
> Für die Wirkungsweise der Wirbelstrombremse ist es entscheidend, daß ein
> elektrischer Leiter in einem Magnetfeld bewegt wird
> [die weitere, wie immer kompetente Erläuterung hier gekürzt]
Aber nein, Helmut - Du hast doch im Vorposting gelesen, dass die
Grande Nation diese Technik schon vor 34 Jahren perfekt und
selbstverständlich lange vor den Deutschen entwickelt, diese aber
wegen Untauglichkeit verworfen hatte. Wenn nämlich alle 4 Minuten ein
Bester Zug Aller Zeiten bremst, wird es bei dem durchgängig besseren
Wetter, das vor allem in Südfrankreich herrscht, zu warm im Gleis.
Aber halt mal, waren die Verwerfungen nicht durch die immens hohe
Magnetkraft bedingt, die an den Gleisen zerrt?
BTW: Natürlich muss beim Bremsen ein Kraftmoment entstehen, das auf
die Schienen wirkt, aber dem bei der Wb sicherlich gegenüber
bremsenden Rädern veränderten Vektor entgegenwirkend steht ja
gleichzeitig auch ein Zug drauf. Daher kann man Belastungen der Achsen
durchaus wirksam durch das Abschalten verringern, aber den Schienen
dürfte das (nicht die Erwärmung) egal sein.
Gruß - Reinhard.
> > Für die Räder/Achsen kommt es einer Masseerhöhung um die 12 To. pro
> > Fahrzeug gleich.
>
> Über den gesamten Geschwindigkeitsbereich, oder nur im niedrigen
> Geschwindigkeitsbereich?
>
Soweit ich mich entsinne bei maximaler Bremswirkung im "genehmigten"
Geschwindigkeitsbereich. Es war in der ETR Juni 2000.
Für den Herrn Greulich, den es tief enttäuscht, daß die
"technologische Revolution" unter seinem
Fetisch gar nicht so neu war, ein Bild des Zebulon:
http://df.img.v4.skyrock.com/dff/bb9200/pics/1269277426_small.jpg
CdePC
> Für den Herrn Greulich, den es tief enttäuscht, daß die
> "technologische Revolution" unter seinem
> Fetisch gar nicht so neu war, ein Bild des Zebulon:
>
> http://df.img.v4.skyrock.com/dff/bb9200/pics/1269277426_small.jpg
Du kannst dir solche mehr als dummen Unterstellungen sparen, besonders
dann, wenn du anscheinend die Wirkungsweise der technischen
Einrichtung, um die es geht, nicht einmal richtig kennst. Natürlich
stelle ich nicht in Frage, dass in Südfrankreich das Wetter besser ist
als in Norddeutschland.
Dennoch vielen Dank für den Link.
Jean Bernard Léon Foucault (1819 - 1868) hatte den Effekt des
Wirbelstroms erforscht, der bei der Wirbelstrombremse ausgenutzt wird.
Auf französisch heißt das dann auch "Frein à courant Foucault"
Das ist so, wie die X-Strahlen in Deutschland "Röntgen-Strahlen"
genannt werden, obwohl der W. Röntgen bei deren Entdeckung eine
minimale Rolle gespielt hat.
MfG,
L.W.
> Aber halt mal, waren die Verwerfungen nicht durch die immens hohe
> Magnetkraft bedingt, die an den Gleisen zerrt?
>
> BTW: Natürlich muss beim Bremsen ein Kraftmoment entstehen, das auf
> die Schienen wirkt,
Wie nun, eine Kraft oder ein Moment ?
> aber dem bei der Wb sicherlich gegenüber
> bremsenden Rädern veränderten Vektor entgegenwirkend steht ja
> gleichzeitig auch ein Zug drauf. Daher kann man Belastungen der Achsen
> durchaus wirksam durch das Abschalten verringern, aber den Schienen
> dürfte das (nicht die Erwärmung) egal sein.
Die Erwärmung ist den Schienen erstmal egal, aber: Die Frequenz der
induzierten Wirbelströme ist schweinehoch, sodaß diese nur an der
Oberfläche fließen, "Skineffekt". Im Nürnberger Eisenbahnmuseum gab es
vor einigen Jahren für wenig Geld einen Bericht des EBA zu genau diesem
Problem, man befürchtete das Ausglühen der Schienenoberfläche.
Gruß Hans
> Jean Bernard Léon Foucault (1819 - 1868) hatte den Effekt des
> Wirbelstroms erforscht, der bei der Wirbelstrombremse ausgenutzt wird.
Oh, das war mir nicht bekannt.
> Auf französisch heißt das dann auch "Frein à courant Foucault"
>
> Das ist so, wie die X-Strahlen in Deutschland "Röntgen-Strahlen"
> genannt werden, obwohl der W. Röntgen bei deren Entdeckung eine
> minimale Rolle gespielt hat.
Interessanterweie stammt ja auch die Idee zum Foucaultschen Pendel
nicht von Foucault.
Gruß Hans
> Wie nun, eine Kraft oder ein Moment ?
Äh, moment - Kraft und Hebelarm, also Moment.
> > aber dem bei der Wb sicherlich gegenüber
> > bremsenden Rädern veränderten Vektor entgegenwirkend steht ja
> > gleichzeitig auch ein Zug drauf. Daher kann man Belastungen der Achsen
> > durchaus wirksam durch das Abschalten verringern, aber den Schienen
> > dürfte das (nicht die Erwärmung) egal sein.
>
> Die Erwärmung ist den Schienen erstmal egal, aber: Die Frequenz der
> induzierten Wirbelströme ist schweinehoch, sodaß diese nur an der
> Oberfläche fließen, "Skineffekt". Im Nürnberger Eisenbahnmuseum gab es
> vor einigen Jahren für wenig Geld einen Bericht des EBA zu genau diesem
> Problem, man befürchtete das Ausglühen der Schienenoberfläche.
Ah, diese Überlegung war mir neu. Erklärt aber, warum thermische
Probleme so eine große Rolle spielen sollen.
Ich sollte mal wieder nach Nürnberg fahren.
> Interessanterweie stammt ja auch die Idee zum Foucaultschen Pendel
> nicht von Foucault.
Denkst Du jetzt an Gaspard Coriolis oder an diesen italienischen
Professor namens Umberto Eco? ;-)
Auch mich hat es als Kind im Deutschen Museum in den Fingern gejuckt,
den Lauf der Welt mal ein bißchen zu beeinflussen. Hab mich aber
natürlich nicht getraut. Heute gibts das online, da kann keiner dran
drehen: <http://pendelcam.kip.uni-heidelberg.de/>
> Jean Bernard Léon Foucault (1819 - 1868) hatte den Effekt des
>Wirbelstroms erforscht, der bei der Wirbelstrombremse ausgenutzt wird.
Ich dachte, der hieß Eddy?!
SCNR
> > Für die Räder/Achsen kommt es einer Masseerhöhung um die 12 To. pro
> > Fahrzeug gleich.
>
> Über den gesamten Geschwindigkeitsbereich, oder nur im niedrigen
> Geschwindigkeitsbereich?
>
> > Zur Einführung der ICE3 (2001?) gab es in der ETR einen umfangreichen
> > Bericht darüber.
>
> Den kenne ich leider nicht.
Er ist im Netz nur gegen Zahlung zu lesen, aber die Unis stellen
dankenswerterweise ihr Vorlesungsmaterial "auf Linie"
http://www.ids.uni-hannover.de/fileadmin/IDS/ids_lehre/SFZ/4._Vorlesung_Bremstechnik_2007.pdf
Neben dem Kräfteschema werden auch die Kräfte aufgezeigt, hier eine
Anziehungskraft von 25 kN pro Magnet. Sie dürfte von Abstand und
Geschwindigkeit abhängen und dabei, WIMRE, einen Maximalwert um die 3
To erreichen. Sie wirkt, das Gleis anhebend, mittig zwischen den
beiden Achsen des Drehgestells, die jeweils mit 17 To drücken. Da ich
Metallurgie nur im Nebenfach hatte, kann ich mich zu den hier oder da
aufgeführten Gleisverformungen nicht aüssern...
CdePC
CdePC
Hans Bonfigt schrieb:
Du wirst p.c. doch jetzt nicht unterstellen das die damaligen Franzosen
die heutigen Chinesen sind :-)
> Zur Einführung der ICE3 (2001?) gab es in der ETR einen umfangreichen
> Bericht darüber.
Es gibt auch einen längeren Artikel (in zwei Teilen) in "elektrische
bahnen" Vol 102 (2004) Hefte 7 und 8-9.
Darin wird u.a. berichtet, daß die Wirbelstrombremse im Jahre 1996
(nicht vor 30 Jahren) in einer Kooperation zwischen DB (bzw. deren
Lieferanten) und der SNCF auch in einem TGV getestet (Triebzug 511).
Lineare Wirbelstrombremsen werden auch außerhalb des
Eisenbahnwesens
genutzt, z.B. bei Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften, zirkuläre
auch an Prüfständen oder Sportgeräten.
MfG,
L.W.
> "Lüko Willms" <l.wi...@domain.invalid> wrote:
>
> > Jean Bernard Léon Foucault (1819 - 1868) hatte den Effekt des
> >Wirbelstroms erforscht, der bei der Wirbelstrombremse ausgenutzt wird.
>
> Ich dachte, der hieß Eddy?!
Das wird sein englischer Vetter gewesen sein...
MfG,
L.W.
> Neben dem Kräfteschema werden auch die Kräfte aufgezeigt, hier eine
> Anziehungskraft von 25 kN pro Magnet. Sie dürfte von Abstand und
> Geschwindigkeit abhängen und dabei, WIMRE, einen Maximalwert um die 3
> To erreichen. Sie wirkt, das Gleis anhebend, mittig zwischen den
> beiden Achsen des Drehgestells, die jeweils mit 17 To drücken. Da ich
> Metallurgie nur im Nebenfach hatte, kann ich mich zu den hier oder da
> aufgeführten Gleisverformungen nicht aüssern...
Meines Wissens sind die vertikal wirkenden Kräfte relativ gering,
ganz anders bei Magnetschienenbremsen, wo ja ein vertikal wirkendes
Magnetfeld den Bremsklotz auf die Schienen preßt.
MfG,
L.W.
> "Lüko Willms" <l.wi...@domain.invalid> wrote:
>
> > Jean Bernard Léon Foucault (1819 - 1868) hatte den Effekt des
> >Wirbelstroms erforscht, der bei der Wirbelstrombremse ausgenutzt wird.
>
> Ich dachte, der hieß Eddy?!
Das wird sein englischer Vetter gewesen sein...
MfG,
L.W.
> Neben dem Kräfteschema werden auch die Kräfte aufgezeigt, hier eine
> Anziehungskraft von 25 kN pro Magnet.
Ja. Ein knappes Drittel von dem, was eine Magnetschienenbremse
bewirkt. Sind die in Frankreich auch abzuschalten?
> Sie wirkt, das Gleis anhebend, mittig zwischen den
> beiden Achsen des Drehgestells, die jeweils mit 17 To drücken. Da ich
> Metallurgie nur im Nebenfach hatte, kann ich mich zu den hier oder da
> aufgeführten Gleisverformungen nicht aüssern...
Tust Du doch hier.
Gruß - Reinhard.
paux-courrouges schrieb:
Auf Seite 14 des von Dir dankenswerterweise verlinkten Dokuments steht
"max. Anzugskraft: 25kN bei 7mm Luftspalt und 50km/h" je Fahrzeugmagnet.
http://www.freepatentsonline.com/EP0724998.html geht noch ein wenig mehr
ins Detail. Hab ich aber aus Zeitgründen bisher noch nicht ganz
durchgelesen.
Grüßle, Helmut
> Es gibt auch einen längeren Artikel (in zwei Teilen) in "elektrische
> bahnen" Vol 102 (2004) Hefte 7 und 8-9.
> Darin wird u.a. berichtet, daß die Wirbelstrombremse im Jahre 1996
> (nicht vor 30 Jahren) in einer Kooperation zwischen DB (bzw. deren
> Lieferanten) und der SNCF auch in einem TGV getestet (Triebzug 511).
Tja, wieder ein Hinweis, wie Deufrako einseitig ausgelegt wurde...
In "Nouvion, Woimant, Machefert-Tassin- Histoire de la traction
électrique, Band II" gibt es viel zum Erprobungsträger Zébulon von
1974 und seiner linearen WB/FCF.
Darüberhinaus in mindestens zwei Vie du rail und noch mehr RGCFs aus
dieser Zeit).
In der Zeit danach gab es verschiedene Experimente, hier die Details
(von einem Bremsspezialisten) :
http://pagesperso-orange.fr/florent.brisou/Freinage%20organes.htm
Bisheriges Ergebnis für die SNCF, wie man liest: Lohnt die Bohne
nicht...
> Lineare Wirbelstrombremsen werden auch außerhalb des
> Eisenbahnwesens
> genutzt, z.B. bei Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften, zirkuläre
> auch an Prüfständen oder Sportgeräten.
Ja, aber am einfachsten ist es, wenn sie auf eine mit den Rädern
gekuppelte Scheibe wirken: Einige hunderttausend LKWs sind mit sowas
ausgestattet (TELMA), dieser Prinzip wird auch bei den Shinkansen
Zügen genutzt, und er kam auch beim TGV zum Einsatz.
CdePC
> Auf Seite 14 des von Dir dankenswerterweise verlinkten Dokuments steht
> "max. Anzugskraft: 25kN bei 7mm Luftspalt und 50km/h" je Fahrzeugmagnet.
> http://www.freepatentsonline.com/EP0724998.htmlgeht noch ein wenig mehr
> ins Detail. Hab ich aber aus Zeitgründen bisher noch nicht ganz
> durchgelesen.
Das wichtigste steht am Ende
" Fig. 3 veranschaulicht die bei einer Bremsung zwischen Schiene und
Bremse wirkende Anziehungskraft in Abhängigkeit der Erregung O
(Erregung der Bremse) und der Fahrtgeschwindigkeit v. Gut zu erkennen
ist die starke Zunahme dieser Kraft bei einer Abnahme der
Fahrtgeschwindigkeit (z.B. Anstieg von 10 kN bei 300 km/h auf fast 40
kN bei ca. 50 km/h). Die erhöhte Anziehungskraft führt bei niedrigen
Geschwindigkeiten zu einem stärken Durchhängen der Bremse. Diesem
Effekt wirkt die Erfindung durch eine Entlastung der Bremse über die
Hubeinrichtung 8 entgegen."
Ich glaube, daß in der ETR von 32 kN die Rede war. Es wäre ein
glaubwürdiger Mittelwert zwischen den 25kN der Uni-Tabelle und den
"fast 40kN" der Patentschrift.
Wenn es stimmt, daß man nach dem Kölner Bruch mit dem Gedanken spielt,
knapp 700 kg an Toilettenwasser zur Entlastung der Achsen von Bord zu
nehmen, dann dürften die 12 To. an zusätzlichem Achsdruck aus einem
(Wirbelstrom-) Vollbremsvorgang Gegenstand einer kritischen
Betrachtung sein...
CdePC
> > Darin wird u.a. berichtet, daß die Wirbelstrombremse im Jahre 1996
> > (nicht vor 30 Jahren) in einer Kooperation zwischen DB (bzw. deren
> > Lieferanten) und der SNCF auch in einem TGV getestet (Triebzug 511).
>
> Tja, wieder ein Hinweis, wie Deufrako einseitig ausgelegt wurde...
> In "Nouvion, Woimant, Machefert-Tassin- Histoire de la traction
> électrique, Band II" gibt es viel zum Erprobungsträger Zébulon von
> 1974 und seiner linearen WB/FCF.
dazwischen liegen mehr als zwei Jahrzehnte und einiges an
technischer Weiterentwicklung, welche in dem von mir erwähnten Artikel
beschrieben ist.
Daß auf dem Netz der RFF die Wirbelstrombremse nur eingeschränkt
zum Einsatz kommt, steht vielleicht auch im Zusammenhang mit der
Leichtbauweise der Schnellfahrstrecken, die die Achslast auf 17 Tonnen
beschränkt.
MfG,
L.W.
> dazwischen liegen mehr als zwei Jahrzehnte und einiges an
> technischer Weiterentwicklung, welche in dem von mir erwähnten Artikel
> beschrieben ist.
Er liegt mir nicht vor, aber so viel wird es nicht gewesen sein, sonst
würde alle mit dieser Bremse fahren.
> Daß auf dem Netz der RFF die Wirbelstrombremse nur eingeschränkt
> zum Einsatz kommt, steht vielleicht auch im Zusammenhang mit der
> Leichtbauweise der Schnellfahrstrecken, die die Achslast auf 17 Tonnen
> beschränkt.
>
Abgesehen davon, daß die 17 To inzwischen zum UIC-Standard für
Schnellfahrstrecken > 250 kmh geworden sind, war die "leichtgebaute"
Strecke gut genug für 575 kmh, bzw. für eine tägliche Fahrt mit > 500
kmh über einige Wochen.
CdePC.
> Abgesehen davon, daß die 17 To inzwischen zum UIC-Standard für
> Schnellfahrstrecken > 250 kmh geworden sind,
UIC? EC! So wie auch der IBM-PC mit seinem maximal 640 kb und dem
ISA-Bus zum Standard wurde...
> war die "leichtgebaute"
> Strecke gut genug für 575 kmh, bzw. für eine tägliche Fahrt mit > 500
> kmh über einige Wochen.
Toll!
L.W.
>
> UIC? EC! So wie auch der IBM-PC mit seinem maximal 640 kb und dem
> ISA-Bus zum Standard wurde...
>
http://admi.net/eur/loi/leg_euro/fr_301H0290.html
Deutsche Version wahrscheinlich unter /de zu finden.
> Toll!
Finde ich auch.
CdePC
>> Neben dem Kräfteschema werden auch die Kräfte aufgezeigt, hier eine
>> Anziehungskraft von 25 kN pro Magnet. Sie dürfte von Abstand und
>> Geschwindigkeit abhängen und dabei, WIMRE, einen Maximalwert um die 3
>> To erreichen. Sie wirkt, das Gleis anhebend, mittig zwischen den
>> beiden Achsen des Drehgestells, die jeweils mit 17 To drücken. Da ich
>> Metallurgie nur im Nebenfach hatte, kann ich mich zu den hier oder da
>> aufgeführten Gleisverformungen nicht aüssern...
>
> Meines Wissens sind die vertikal wirkenden Kräfte relativ gering,
In Relation gebracht zum Widerstandsmoment des Schienenprofils und ange-
sichts der Tatsache, daß wir es hier nicht mit einer Punkt- sondern einer
Streckenlast zu tun haben, sicherlich.
> ganz anders bei Magnetschienenbremsen, wo ja ein vertikal wirkendes
> Magnetfeld den Bremsklotz auf die Schienen preßt.
Ja, aber der Magnetschienenhobel belastet dann die Schiene nicht.
Gruß Hans