Am 07.05.2012 12:13, schrieb Lothar Planitzer:
> Hallo
> Seit einiger Zeit verfüge ich über die nötige Hard- und Software, um HD
> - Content vom TV mitzuschneiden und zu archivieren.
Willkommen im Club. Ich mach das am Rechner mit einer Technisat Skystar
HD2-PCI-Karte.
>Wenn man einmal vom
> HD-Virus infiziert ist, möchte man eigentlich nichts anderes mehr sehen.
Kann ich verstehen. Ich zeichne jetzt auch Filme erneut auf,die ich in
meiner Sammlung schon längst habe (wenn auch nur in SD).
> Die Schattenseite sind die exorbitanten Datenmengen, die dabei anfallen.
Naja....sooo viel ist das nun auch nicht. Durchschnittlich 6-7GB pro
Stunde finde ich bei unseren heutigen Festplattengrößen nicht mehr so
dramatisch viel.
So wurde z. B. bei dem Mitschnitt von 'Das Boot' (Das
> Erste HD, 6.5.2012) eine Reduzierung von sage und schreibe 73% (von ca.
> 19 GB auf ca 5.6 GB) erzielt, angeblich verlustfrei, was dem optischen
> Eindruck nach tatsächlich der Fall zu sein scheint.
Ohne mir das genannte Programm jetzt angesehen zu haben,würd ich
zumindest bei HD-Material einfach mal drauf tippen,daß das Programm
einfach nur die NALUs rausgefiltert hat,die zumindest bei den
öffentlich-rechtlichen Sendern einen Großteil des Datenstroms aus
machen. Kurze Erklärung an dieser Stelle: die öffentlich-rechtlichen
Sender senden mit einer festen Bitrate. Ist die tatsächliche Bitrate des
Materials niedriger,wird die Differenz einfach durch "Füllmaterial"
aufgefüllt,welches ansich überflüssig ist. Filtert man die NALUs wieder
raus,kommt es tatsächlich zu keiner Verschlechterung der Bildqualität.
Ich zeichne zwar nur selten in HD auf (meist James Bond-Filme im
Samstag-Abend-Programm),aber 60% Ersparnis sind damit auch drin. Dazu
bedarf es übrigens keines kostenpflichtigen Programmes, das macht
mkvmerge kostenlos.
>Die gleichzeitig
> aufgenommene SD-Version (MPEG2 PS) ist dagegen ca 9 GB groß und sieht
> vergleichsweise bescheiden aus. Wie ist das möglich?
Bei vergleichbarer Qualität ist das Verhältnis der Dateigrößen zwischen
h.264 und MPEG2 bei etwa 1:3. D.h. ein Video in h.264 hat bei
vergleichbarer Qualität nur etwa 1/3 der Dateigröße seines MPEG2-Pendants.
> Andere Mitschnitte lassen sich überhaupt nicht nennenswert verkleinern.
> 'Wenn die Gondeln Trauer tragen' (Das Erste HD 21.03.2012, ca. 9GB) ließ
> sich um gerade mal 950 MB reduzieren. Sehr rätselhaft, das Ganze.
Das liegt daran,wie hoch die Bitrate des Quellmaterials tatsächlich war.
Wenn nicht viel mit Nalus aufgefüllt werden musste,lässt sich auch nicht
mehr viel durch deren Entfernung rausfiltern.