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gleichmäßige Verteilung von zentriertem Text

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Friedrich Vosberg

unread,
May 7, 2013, 6:18:09 AM5/7/13
to
Moin.

Gibt es ein Paket, dass eine Umgebung bereitstellt, in der zentrierter
Text gleichm��ig verteilt wird?

Ich will erreichen, dass ein zentrierter Text nicht so umbrochen wird:

| Dieser Text ist leider unsch�n |
| umbrochen. |

Sondern so:

| Dieser Text hingegen |
| ist sch�n umbrochen. |

Womit bekommt man das hin?

Gru�. Friedrich Vosberg

--
http://www.rafv.de
post (at) vatolin (punkt) de

Olaf Meltzer

unread,
May 7, 2013, 6:42:30 AM5/7/13
to
* Friedrich Vosberg schrieb:

> | Dieser Text hingegen |
> | ist schön umbrochen. |
>

\begin{center}
\begin{minipage}{.5\columnwidth}
\centering TEXT
\end{minipage}
\end{center}

Oder auch ohne \centering, falls der zentrierte Absatz im Blocksatz
erscheinen soll.

Gruß -- Olaf Meltzer

--
openSUSE 12.3 - TeX Live 2013-pretest, aktuell mit tlmgr

Friedrich Vosberg

unread,
May 7, 2013, 8:55:27 AM5/7/13
to
Olaf Meltzer <om-ne...@arcor.de> wrote:

> \begin{minipage}{.5\columnwidth}

Nee. Das ist keine L�sung. Denn die Umgebung soll in eine
Dokumentenvorlage eingebaut werden, bei der im Voraus nicht bekannt ist,
wie viele Worte in der Umgebung stehen. Die Logik der Umgebung m�sste in
etwa so lauten:

IF Textl�nge gr��er als die maximal m�gliche Textbreite
THEN dividiere Textl�nge duch Textbreite
THEN runde das Ergebnis auf die n�chste Ganzzahl auf
THEN verteile den Text auf die dieser Ganzzahl entsprechende Anzahl
von Zeilen, wobei jede Zeile m�glichst gleichlang sein soll

Und das m�sste man jetzt nach Texisch �bersetzen.

Gru�. Friedrich

Rolf Niepraschk

unread,
May 7, 2013, 9:22:27 AM5/7/13
to
Am 07.05.2013 12:18, schrieb Friedrich Vosberg:
> Moin.
>
> Gibt es ein Paket, dass eine Umgebung bereitstellt, in der zentrierter
> Text gleichmäßig verteilt wird?
>
...
Vielleicht ist es auch nicht genau das, was Du suchst, aber sieh Dir mal
das Paket "varwidth" an. Die dortige Umgebung ist verwandt mit der
minipage, hat aber Eigenintelligenz.

...Rolf


Friedrich Vosberg

unread,
May 7, 2013, 9:31:56 AM5/7/13
to
Rolf Niepraschk <Rolf.Ni...@gmx.de> wrote:

> Paket "varwidth" [...] hat [...] Eigenintelligenz.

... aber nicht die gew�nschte.

Ulrich D i e z

unread,
May 7, 2013, 7:22:36 PM5/7/13
to
Friedrich Vosberg schrieb:

> Die Logik der Umgebung m锟絪ste in
> etwa so lauten:
>
> IF Textl锟絥ge gr锟斤拷er als die maximal m锟絞liche Textbreite
> THEN dividiere Textl锟絥ge duch Textbreite
> THEN runde das Ergebnis auf die n锟絚hste Ganzzahl auf
> THEN verteile den Text auf die dieser Ganzzahl entsprechende Anzahl
> von Zeilen, wobei jede Zeile m锟絞lichst gleichlang sein soll

Wohl nur ein THEN:

IF Textl锟絥ge gr锟斤拷er als die maximal m锟絞liche Textbreite
THEN
- dividiere Textl锟絥ge duch Textbreite
- runde das Ergebnis auf die n锟絚hste Ganzzahl auf
- verteile den Text auf die dieser Ganzzahl entsprechende Anzahl
von Zeilen, wobei jede Zeile m锟絞lichst gleichlang sein soll
ELSE
- verteile den Text auf einer Zeile
ENDIF


Mir stellt sich allerdings die Frage, was das mit "Zentrieren" von
Text zu tun hat.

F锟絩 mich sieht das aus wie ein Blocksatz, evtl ohne Silbentrennung,
ohne \parindent am Absatzanfang und mit der letzten Zeile des
Absatzes eben nicht k锟絩zer als die vorhergehenden Zeilen, sondern
auch bis zum rechten Textrand.

Ohne \parindent -> \parindent = 0pt.

Letzte Zeile des Absatzes nicht k锟絩zer -> \parfillskip = 0pt.

Vermeiden, dass in letzter Absatzzeile grosse horizontale
L锟絚ken stehen -> TeX "n锟絫igen", von vorneherein die
Zeilenanzahl klein zu halten, mittels entsprechender Werte
f锟絩 \looseness und \linepenalty.

Ohne Silbentrennung: -> \hyphenpenalty=10000
und \exhyphenpenalty=10000 (und evtl. \pretolerance 'runterschrauben).

Ulrich

Minimalbeispiel


\documentclass[a4paper]{article}
\usepackage{lipsum}

\begin{document}

In 11 gleichlange Zeilen gequetscht:
\medskip

\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
\lipsum[1]
\par
\endgroup

\medskip
In 12 gleichlange Zeilen ohne Silbentrennung gequetscht:
\medskip

\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
\pretolerance=0
\hyphenpenalty=10000
\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
\lipsum[1]
\par
\endgroup


\medskip
In 12 Zeilen gequetscht, so wie es normalerweise passiert:
\medskip

\lipsum[1]

\medskip
Spasseshalber mittels leftskip und rightskip um jew 2cm eingerueckt:
\medskip

\begingroup
%\frenchspacing
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\leftskip=2cm
\rightskip=2cm
\sloppy
%\pretolerance=0
%\hyphenpenalty=10000
%\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
\par
\lipsum[1]
\par
\endgroup

\end{document}

Clemens Niederberger

unread,
May 8, 2013, 3:34:45 AM5/8/13
to
ragged2e's \Centering könnte helfen:

\documentclass{article}
\usepackage{ragged2e}
\textwidth=.4\textwidth
\usepackage{showframe}
\begin{document}

\Centering
Dieser Text ist leider unsch\"on umbrochen.

\end{document}

Grüße

Am 07.05.2013 12:18, schrieb Friedrich Vosberg:
> Moin.
>
> Gibt es ein Paket, dass eine Umgebung bereitstellt, in der zentrierter
> Text gleichmäßig verteilt wird?
>
> Ich will erreichen, dass ein zentrierter Text nicht so umbrochen wird:
>
> | Dieser Text ist leider unschön |
> | umbrochen. |
>
> Sondern so:
>
> | Dieser Text hingegen |
> | ist schön umbrochen. |
>
> Womit bekommt man das hin?
>
> Gruß. Friedrich Vosberg
>


--
----
Clemens Niederberger
www.mychemistry.eu

Axel Berger

unread,
May 8, 2013, 1:18:00 AM5/8/13
to
Ulrich D i e z wrote on Wed, 13-05-08 01:22:
>Mir stellt sich allerdings die Frage, was das mit "Zentrieren" von Text
>zu tun hat.

Ich kann best�tigen, da� so etwas gerade zentriert besonders doof
aussieht. Bei umbrochenen zentrierten �berschriften mu� ich deshalb
fast immer manuell eingreifen. Bei mir ist es meist nur eine pro Text,
bei mehr w�rde ich mich Friedrichs Wunsch nach Automatisierung
anschlie�en.

Axel Berger

unread,
May 8, 2013, 3:25:00 PM5/8/13
to
Clemens Niederberger wrote on Wed, 13-05-08 09:34:
>ragged2e's \Centering k?Annte helfen:

Nein, das verhindert nicht, da� ein einzelnes Wort unsch�n mittig unter
dem Rest steht.

jfbu

unread,
May 8, 2013, 4:54:29 PM5/8/13
to
Le 07/05/13 14:55, Friedrich Vosberg a �crit :
Guten Tag

Vergl. �bung 14.34 von TeXBuch mit seiner L�sung:
\leftskip=0pt plus4em \rightskip=\leftskip \parfillskip=0pt \spaceskip=.3333em \xspaceskip=.5em \pretolerance=9999 \tolerance=9999 \parindent=0pt \hyphenpenalty=9999 \exhyphenpenalty=9999

Herzliche Gr�sse
Jean-Francois

Ulrich D i e z

unread,
May 8, 2013, 6:32:39 PM5/8/13
to
Ich schrieb:

> Mir stellt sich allerdings die Frage, was das mit "Zentrieren" von
> Text zu tun hat.

Ich muss um Verzeihung bitten:

Wenn TeX einen Absatz so umbricht, dass er bei einer bestimmten
Zeilenbreite gut aussieht, kann es (bspw aufgrund von "horizontal
glue") durchaus sein, dass der Absatz auch bei geringf�gig
schm�lerer Zeilenbreite im Prinzip gleich umbrochen werden w�rde,
bloss eben mit etwas weniger Zwischenraum an den Stellen mit
"horizontal-glue".

Im folgenden Beispiel wird an einer Stelle auch eine in einen
\centering-Absatz eingef�gte varwidth-Umgebung aus dem
varwidth-Paket von Donald Arseneau eingesetzt - varwidth
setzt einen Text mit so wenig Zeilen wie m�glich so schmalen
Zeilen wie m�glich - und dabei inner halb der varwidth-Umgebung
mit Dingen wie
- \centering,
- \leftskip und \rightskip,
- \parindent,
- \parfillskip,
- \sloppy,
- \pretolerance, \hyphenpenalty, \exhyphenpenalty,
- \loosenes und \linepenalty,
- \frenchspacing und \nonfrenchspacing
herumgespielt, um einen Lipsum-Absatz zu setzen.

Im Resultat wird der Text nicht nur auf minimale Zeilenanzahl
bei gleich langen Zeilen getrimmt, sondern dank varwidth
werden die Zeilen auch so schmal wie m�glich gemacht
und die durch die varwidth-Umgebung erzeugte Box wird im
\centering-Absatz zentriert gesetzt.

Einen Wermutstropfen sehe ich aber bei dieser Herangehensweise:

Die varwidth-Umgebung funktioniert weitgehend wie die
minipage-Umgebung und der Text, der in einer varwidth-Umgebung
steht, wird - wie bei minipage - nicht �ber mehrere Seiten
umbrochen, sondern steht immer auf einer Seite.

Ulrich


\documentclass[a4paper]{article}
\usepackage{lipsum}
\usepackage{varwidth}

\hyphenation{gleich-lan-ge ge-quet-scht
vor-her-ge-hen-den ein-ge-rueckt}

\begin{document}

\textbf{Bei erlaubter Silbentrennung in 11
gleichlange Zeilen gequetscht:}%
\medskip

\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
\lipsum[1]
\par
\endgroup

\medskip
\textbf{Bei abgeschalteter Silbentrennung in
12 gleichlange Zeilen gequetscht:}%
\medskip

\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
\pretolerance=0
\hyphenpenalty=10000
\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
\lipsum[1]
\par
\endgroup

\medskip
\textbf{Bei abgeschalteter Silbentrennung in einem
centering-Absatz in eine \texttt{varwidth\{\string\textwidth\}}-%
Umgebung in 12 gleichlange Zeilen gequetscht~\mbox{--} der
Zeilenumbruch bleibt im Prinzip gleich, aber das
Ergebnis wird (in diesem Fall zwar geringfuegig aber dennoch)
schmaeler als im vorhergehenden Beispiel ohne varwidth:}%
\medskip

\begingroup
\centering
\begin{varwidth}{\textwidth}%
\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
\pretolerance=0
\hyphenpenalty=10000
\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
\lipsum[1]%
\par % Beendet den Absatz in der varwidth-Box
\endgroup
\end{varwidth}%
\par%<-Beendet den \centering-Absatz
\endgroup

\newpage
\medskip
\textbf{In 12 Zeilen gequetscht, so wie es normalerweise
passiert:}%
\medskip

\lipsum[1]

\medskip
\textbf{Spasseshalber mittels leftskip und rightskip um jew 2cm
eingerueckt:}%

Ulrich D i e z

unread,
May 8, 2013, 6:38:38 PM5/8/13
to
jfbu schrieb:

> Guten Tag
>
> Vergl. �bung 14.34 von TeXBuch mit seiner L�sung:
> \leftskip=0pt plus4em \rightskip=\leftskip \parfillskip=0pt \spaceskip=.3333em \xspaceskip=.5em \pretolerance=9999 \tolerance=9999
\parindent=0pt \hyphenpenalty=9999 \exhyphenpenalty=9999

Das da oben setzt setzt den Absatz mit so wenig Zeilen wie
m�glich und zentriert jede einzelne Zeile, sodass geringf�gig
verschieden lange Zeilen nicht b�ndig untereinander stehen.

Wenn ich richtig verstanden habe, m�chte Friedrich Vosberg
- so wenig Zeilen wie m�glich
- alle Zeilen gleich lang und dabei so schmal wie m�glich.
Da alle gleich langen Zeilen auch schm�ler sein k�nnen als
die verf�gbare Textbreite, sollen in so einem Fall alle
gleich langen Zeilen zentriert werden (und, da sie gleich
lang sind, trotzdem untereinander b�ndig stehen).

In meinem anderen Posting ein Vorschlag, wie man evtl. das
varwidth-Paket von Donald Arseneau einsetzen und dabei
mit Dingen wie
- \centering,
- \leftskip und \rightskip,
- \parindent,
- \parfillskip,
- \sloppy,
- \pretolerance, \hyphenpenalty, \exhyphenpenalty,
- \loosenes und \linepenalty,
- \frenchspacing und \nonfrenchspacing
spielen k�nnte.

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
May 8, 2013, 7:03:50 PM5/8/13
to
Ich schrieb soeben:

> Wenn TeX einen Absatz so umbricht, dass er bei einer bestimmten
> Zeilenbreite gut aussieht, kann es (bspw aufgrund von "horizontal
> glue") durchaus sein, dass der Absatz auch bei geringf�gig
> schm�lerer Zeilenbreite im Prinzip gleich umbrochen werden w�rde,
> bloss eben mit etwas weniger Zwischenraum an den Stellen mit
> "horizontal-glue".

Nachtrag:

Zus�tzlich kann es bspw sein, dass ein Absatz mit Ausnahme
des letzten Wortes in eine Zeile der vorgegebenen maximalen
Zeilenl�nge passt sodass auf jeden Fall zwei Zeilen f�r
den besagten Absatz ben�tigt werden.

Standardm�ssig w�rde TeX nun die Zeilenl�nge voll ausnutzen
und nur das letzte Wort in die zweite Zeile packen und die dann
mit \parfillskip-glue auff�llen.

Mit varwidth werden in so einem Fall zwei gleich lange Zeilen
gesetzt, aber so schmal wie m�glich - d�rfte im skizzierten
Fall auf eine Zeilenl�nge hinauslaufen, die etwas gr�sser ist
als die halbe maximal erlaubte Zeilenl�nge.

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
May 8, 2013, 7:12:12 PM5/8/13
to
Friedrich Vosberg schrieb:

> Rolf Niepraschk <Rolf.Ni...@gmx.de> wrote:
>
> > Paket "varwidth" [...] hat [...] Eigenintelligenz.
>
> ... aber nicht die gew�nschte.

Inwiefern nicht?

Falls es ums Zentrieren geht: Man kann diese
Umgebung auch in einer center-Umgebung aufrufen
oder in einem \centering-Absatz.

Falls die letzte Zeile eines Absatzes nicht so lange
wird wie die �brigen Abs�tze, kann man bspw den
\parfillskip-Glue auf Null setzen(, sollte dann aber
zus�tzlich \sloppy oder dergleichen verwenden).

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
May 8, 2013, 7:37:40 PM5/8/13
to
Axel Berger schrieb:

> Ulrich D i e z wrote on Wed, 13-05-08 01:22:
> >Mir stellt sich allerdings die Frage, was das mit "Zentrieren" von Text
> >zu tun hat.
>
> Ich kann best�tigen, da� so etwas gerade zentriert besonders doof
> aussieht.
[...]

Mir ging es nicht darum, wie es aussieht, sondern ich "stand
auf der Leitung", weil ich nicht daran dachte, dass Zeilen
k�rzer werden k�nnen, wenn man bei vorgegebener maxximaler
Zeilenl�nge "so wenig Zeilen wie m�glich und Zeilenl�nge so
schmal wie m�glich" verlangt.

Ulrich

Clemens Niederberger

unread,
May 9, 2013, 5:01:32 AM5/9/13
to
Am 08.05.2013 21:25, schrieb Axel Berger:
> Clemens Niederberger wrote on Wed, 13-05-08 09:34:
>> ragged2e's \Centering k?Annte helfen:
>
> Nein, das verhindert nicht, daß ein einzelnes Wort unschön mittig unter
> dem Rest steht.
>

Das habe ich auch nicht gesagt. Es liefert jedoch bessere Ergebnisse,
wie man sieht, wenn man in meinem Beispiel \Centering duch \centering
vertauscht.

Grüße



----
Clemens Niederberger
www.mychemistry.eu

jfbu

unread,
May 9, 2013, 9:01:14 AM5/9/13
to
Le 09/05/13 00:38, Ulrich D i e z a �crit :
Ja, ich verstehe nur vielleicht ein Wort in zwei, und m�glicherweise
have ich nicht ganz gut die Frage von Friedrich kappiert;
eigentlich finde ich da� ihr Vorschlag ganz gut werkt.

Schreibt man normalerweise �Ich� oder �ich�? ich dachte, es sollte
�Ich� sein, aber da� kommt von ur-Vergangenheit!

Viele Gr��e
Jean-Fran�ois

Markus Kohm

unread,
May 9, 2013, 6:54:05 AM5/9/13
to
Ulrich D i e z (Donnerstag, 9. Mai 2013 01:12):

> Falls die letzte Zeile eines Absatzes nicht so lange
> wird wie die übrigen Absätze, kann man bspw den
> \parfillskip-Glue auf Null setzen(, sollte dann aber
> zusätzlich \sloppy oder dergleichen verwenden).

Das reicht aber nicht.

Tatsächlich bringt ragged2e im Beispiel mehr:

\documentclass[draft]{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage{varwidth}
\usepackage{ragged2e}
\begin{document}

\noindent\begin{minipage}{18em}
\centering
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\end{minipage}

\bigskip

\noindent\begin{minipage}{18em}
\Centering
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\end{minipage}

\bigskip

\noindent\begin{varwidth}{18em}
\centering\setlength{\parfillskip}{0pt}\sloppy
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\end{varwidth}

\bigskip

\noindent\begin{varwidth}{18em}
\Centering\setlength{\parfillskip}{0pt}
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\end{varwidth}

\end{document}

Vorteil von varwidth ist, dass es die 18em (das ist übrigens der größe
ganzahlige Wert, bei dem die minipage entsprechend Friedrichs Beispiel
umbrochen wird) nicht ausschöpft. Dagegen bringt \Centering (ggf. mit einer
Änderung von \parfillskip) schon eher den besseren Umbruch. Wenn man
allerdings keine Trennung haben will, muss man diesbezüglich dann zusätzlich
Hand anlegen.

Gruß
Markus Kohm
--
KOMA-Script, eine Sammlung von Klassen und Paketen für LaTeX2e
Aktuell: KOMA-Script 3.11b (siehe <http://www.komascript.de/release>)
Anleitung: <http://prdownload.berlios.de/koma-script3/scrguide-20120729.pdf>
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Ulrich D i e z

unread,
May 9, 2013, 1:59:48 PM5/9/13
to
Markus Kohm schrieb:

> Vorteil von varwidth ist, dass es die 18em (das ist übrigens der größe
> ganzahlige Wert, bei dem die minipage entsprechend Friedrichs Beispiel
> umbrochen wird) nicht ausschöpft. Dagegen bringt \Centering (ggf. mit einer
> Änderung von \parfillskip) schon eher den besseren Umbruch. Wenn man
> allerdings keine Trennung haben will, muss man diesbezüglich dann zusätzlich
> Hand anlegen.

Dabei, ob Vorteil oder nicht, kommt es wohl auf den
Standpunkt an. Wenn man davon ausgeht, dass wirklich
an die Grenze (von 18em) gegangen werden darf, weil sie
schon so berechnet ist, dass ohnehin gewisse Freiräume
bleiben, ist es kein Vorteil.
Wenn davon auszugehen ist, dass derartige Freiräume
nicht eingerechnet sind, es aber besser aussieht, wenn
diese Freiräume da sind, ist es ein Vorteil.

Meines Erachtens sollte bei 18em noch nicht unbedingt
umbrochen werden, weil der Text gerade noch in diese
maximal erlaubte Breite hineinpasst sofern die Werte von
\spaceskip und \xspacskip auf Null belassen werden und
nicht die normale "Leerzeichenleimberechnung"
aushebeln - zumindest ist der Text in meinen folgenden
Beispielen bei auf Null belassenen/nicht veränderten \spaceskip
und \xspaceskip auch einzeilig nicht breiter als das darunter
hingemalte 18em breite \rule.

Bei einer Breite von 17.9em hingegen wird auch bei
unangetasteten spaceskip/xspaceskip umbrochen.

In meinen letzten Postings dachte ich eher daran, \centering
_ausserhalb_ von varwidth zu verwenden, damit es sich
nur darauf auswirkt, wie die von varwidth erzeugte Box
platziert wird, aber nicht auf den Inhalt der Box, der dann
immer noch - mit möglichst schmalen Zeilen - im Blocksatz
erscheint.

Das aber ist auch eine Geschmacksfrage - nicht
ganz aber nahezu gleichlange zentrierte Zeilen sehen mitunter
viel besser aus als "Blocksatz auf Teufel komm raus in der
zentriert platzierten Box bei möglichst schmalen Zeilen" ,
stellen aber vielleicht eine Abweichung von der in
news:1l2i8y7.1yjezje1s0nk3kN%po...@vatolin.de
formulierten Anforderung
", wobei jede Zeile möglichst gleichlang sein soll"
dar.

Ulrich


\documentclass[draft]{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage{varwidth}
\usepackage{ragged2e}
\begin{document}

Einzeilig bei 18em Breite:\smallskip

\begingroup
\centering
\begin{varwidth}{18em}%
\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
%\pretolerance=0
%\hyphenpenalty=10000
%\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\par % Beendet den Absatz in der varwidth-Box
\endgroup
\end{varwidth}%
\par%<-Beendet den \centering-Absatz
\endgroup

18em breites rule:\smallskip\par%
\begingroup
\centering
\rule{18em}{1cm}%
\par
\endgroup

\bigskip

spaceskip/xspaceskip scheint schuld daran zu sein, wenn
bei 18em umbrochen wird und die Zeilen geringfuegig
verschieden lang sind:\smallskip

\begingroup
\centering
\begin{varwidth}{18em}%
\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
%\pretolerance=0
%\hyphenpenalty=10000
%\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
\spaceskip=.33em
\xspaceskip=.45em
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\par % Beendet den Absatz in der varwidth-Box
\endgroup
\end{varwidth}%
\par%<-Beendet den \centering-Absatz
\endgroup

18em breites rule:\smallskip\par%
\begingroup
\centering
\rule{18em}{1cm}%
\par
\endgroup

\bigskip

Nun mit 17.9 pt etwas etwas schmäler und zweizeilig:\smallskip

\begingroup
\centering
\begin{varwidth}{17.9em}%
\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
\pretolerance=0
\hyphenpenalty=10000
\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\par % Beendet den Absatz in der varwidth-Box
\endgroup
\end{varwidth}%
\par%<-Beendet den \centering-Absatz
\endgroup

17.9em breites rule:\smallskip\par%
\begingroup
\centering
\rule{17.9em}{1cm}%
\par
\endgroup

\bigskip

Jetzt noch mit Silbentrennung - seltsam, dass
Silbentrennung bei varwidth breitere Zeilen
bewirkt - muss mal varwidth genauer anschauen:%
\smallskip

\begingroup
\centering
\begin{varwidth}{17.9em}%
\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
%\pretolerance=0
%\hyphenpenalty=10000
%\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
%\spaceskip=.33em
%\xspaceskip=.45em
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\par % Beendet den Absatz in der varwidth-Box
\endgroup
\end{varwidth}%
\par%<-Beendet den \centering-Absatz
\endgroup

17.9em breites rule:\smallskip\par%
\begingroup
\centering
\rule{17.9em}{1cm}%
\par
\endgroup

\bigskip

Jetzt noch mit Silbentrennung und festen
spaceskip/xspaceskip:\smallskip

\begingroup
\centering
\begin{varwidth}{17.9em}%
\begingroup
\parindent=0pt
\parfillskip=0pt
\sloppy
%\pretolerance=0
%\hyphenpenalty=10000
%\exhyphenpenalty=10000
\looseness=-10000
\linepenalty=1000
%\frenchspacing
\spaceskip=.33em
\xspaceskip=.45em
Dieser Text ist leider unschön umbrochen.
\par % Beendet den Absatz in der varwidth-Box
\endgroup
\end{varwidth}%
\par%<-Beendet den \centering-Absatz
\endgroup

17.9em breites rule:\smallskip\par%
\begingroup
\centering
\rule{17.9em}{1cm}%
\par
\endgroup

\newpage

Noch die Beispiele aus dem von mir beantworteten Posting
bei denen die Zeilen in der varwidth-Box zentriert anstatt
im Block gesetzt sind:

Ulrich D i e z

unread,
May 9, 2013, 2:03:33 PM5/9/13
to
[ Dieses Posting supersedet mein
Posting news:kmgoah$lou$1...@news.albasani.net ]


jfbu schrieb:

> Schreibt man normalerweise �Ich� oder �ich�? ich dachte, es sollte
> �Ich� sein

Ausser am Satzanfang schreibt man im Deutschen Pronomina
nur dann mit einem Grossbuchstaben(Majuskel) am Wortanfang,
wenn es darum geht, in Briefen, E-Mails oder sonstigen derartigen
Texten die Adressaten/Empf�nger/Leser direkt anzusprechen.

Mit "ich" spricht man keinen anderen an, sondern macht Aussagen
�ber sich selbst - deshalb schreibt man "ich" - ausser beim
Satzanfang - mit einem Kleinbuchstaben(Minuskel) am Wortanfang.

Beispiel:

Es ist _m_ir eine Freude, _I_hnen und _I_hren Gesch�ftspartnern
mitzuteilen, dass _u_nser gemeinsam entwickeltes Gesch�ftsmodell
Gewinne einbringt. Es freut _m_ich sehr, dass _I_hre und _m_eine
Interessen, also _u_nser aller Interessen, dabei nicht zu kurz gekommen
sind. _I_ch� hoffe, _S_ie werden _S_ich nun nicht gegenseitig vor lauter
Freude die Haare ausreissen.

�Satzanfang.

Bei den Engl�ndern ist es anders: me, myself and _I_ .

Ulrich

jfbu

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May 9, 2013, 5:39:14 PM5/9/13
to
Le 09/05/13 20:03, Ulrich D i e z a �crit :
Das ist jetzt ganz klar f�r _m_ich! Ich danke _I_hnen sehr viel, und jetzt
verstehe ich dass ich mit der Englischen Sprache alles gemischt habe.

Es gibt auch Engl�nder wie Robin von CTAN, die �i� und nicht �I� schreiben.

Holger Marzen

unread,
May 10, 2013, 2:12:39 AM5/10/13
to
* On Thu, 9 May 2013 20:03:33 +0200, Ulrich D i e z wrote:

> [ Dieses Posting supersedet mein
> Posting news:kmgoah$lou$1...@news.albasani.net ]
>
> Mit "ich" spricht man keinen anderen an, sondern macht Aussagen
> über sich selbst - deshalb schreibt man "ich" - ausser beim
> Satzanfang - mit einem Kleinbuchstaben(Minuskel) am Wortanfang.
>
> Beispiel:
>
> Es ist _m_ir eine Freude, _I_hnen und _I_hren Geschäftspartnern
> mitzuteilen, dass _u_nser gemeinsam entwickeltes Geschäftsmodell
> Gewinne einbringt. Es freut _m_ich sehr, dass _I_hre und _m_eine
> Interessen, also _u_nser aller Interessen, dabei nicht zu kurz gekommen
> sind. _I_ch² hoffe, _S_ie werden _S_ich nun nicht gegenseitig vor lauter

M.W. wird "sich" nicht mit großem s begonnen.

Ulrich D i e z

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May 10, 2013, 4:06:06 AM5/10/13
to
Holger Marzen schrieb:

> M.W. wird "sich" nicht mit großem s begonnen.

(Meines Erachtens ein Streitfall und ich habe keinen
aktuellen Rechtschreib-Duden zur Hand... )

Mir wurde in der Schule beigebracht, dass es bei
Reziprokpronomen für eine Grossschreibung darauf
ankäme, ob _auch die angeredete Person_ in die
Reziprozität miteinbezogen ist, während _man selbst
nicht_ miteinbezogen ist, was im gegebenen Beispiel
beides der Fall war.

Andere Leute vertreten den Standpunkt, dass man
Pronomina nur dann gross schreibt, wenn sie sich
_ausschliesslich_ auf die angesprochene Person und
nicht auch auf Dritte beziehen, wobei in diesem Fall die
"Geschäftspartner" in Bezug auf den Autor und die
angesprochene Person die "Dritten" wären...

Ulrich

Christian Zietz

unread,
May 10, 2013, 4:45:16 AM5/10/13
to
Ulrich D i e z schrieb:

> (Meines Erachtens ein Streitfall und ich habe keinen
> aktuellen Rechtschreib-Duden zur Hand... )

Die Regeln der neuen Rechtschreibung sind da eindeutig: "[...] das
Reflexivpronomen 'sich' schreibt man klein."

Siehe auch:
<http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/gross-und-kleinschreibung#K84>
bzw.
§ 66 in <http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf>

Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Ulrich D i e z

unread,
May 10, 2013, 5:29:02 AM5/10/13
to
Christian Zietz schrieb:

> Ulrich D i e z schrieb:
>
> > (Meines Erachtens ein Streitfall und ich habe keinen
> > aktuellen Rechtschreib-Duden zur Hand... )
>
> Die Regeln der neuen Rechtschreibung sind da eindeutig: "[...] das
> Reflexivpronomen 'sich' schreibt man klein."

In diesem Fall ist es aber kein Reflexivpronomen, sondern
ein Reziprokpronomen und dazu habe ich in "den Amtlichen"
bisher nichts gefunden(, muss aber zugeben, dass ich noch
nicht allzu eifrig gesucht habe...) .

Ulrich

Christian Zietz

unread,
May 10, 2013, 8:08:39 AM5/10/13
to
Ulrich D i e z schrieb:

> In diesem Fall ist es aber kein Reflexivpronomen, sondern
> ein Reziprokpronomen und dazu habe ich in "den Amtlichen"
> bisher nichts gefunden(, muss aber zugeben, dass ich noch
> nicht allzu eifrig gesucht habe...) .

Die amtlichen Rechtschreibregeln scheinen keinen Unterschied in der
Verwendung von "sich" als Reflexiv- oder Reziprokpronomen zu kennen und
der Grammatikduden unterscheidet zwar die beiden Varianten, erwähnt aber
ebenfalls keine Fälle von Großschreibung. Also würde ich es weiterhin
klein schreiben.

Interessehalber: Würdest Du das klassische Reziprokpronomen "einander"
dann also in

Ich hoffe, Sie werden einander nun nicht vor lauter Freude die Haare
ausreissen.

auch groß schreiben?

Markus Kohm

unread,
May 10, 2013, 2:00:26 PM5/10/13
to
jfbu (Donnerstag, 9. Mai 2013 23:39):

> Es gibt auch Engländer wie Robin von CTAN, die »i« und nicht »I«
> schreiben.

Es gibt auch Deutsche, die die Umschalttaste gleich nach Erhalt der Tastatur
weggeworfen haben. Kann man natürlich machen – muss man aber nicht.

Ulrich D i e z

unread,
May 11, 2013, 3:38:54 AM5/11/13
to
Christian Zietz schrieb:

> Interessehalber: Würdest Du das klassische Reziprokpronomen "einander"
> dann also
[...]
> auch groß schreiben?

Okay - ich sehs ein...

Ulrich

Başar Alabay

unread,
May 11, 2013, 4:00:22 AM5/11/13
to
Markus Kohm schrieb:

> Es gibt auch Deutsche, die die Umschalttaste gleich nach Erhalt der Tastatur
> weggeworfen haben. Kann man natürlich machen – muss man aber nicht.

Vermutlich die mit Rechtschreibschwäche, manche kaschieren das mit
»alternativ«.

B. Alabay

--
http://www.thetrial.de/
ケディエ・ばく・ハヤテ・あんら

Markus Kohm

unread,
May 11, 2013, 5:07:10 AM5/11/13
to
Başar Alabay (Samstag, 11. Mai 2013 10:00):

> Vermutlich die mit Rechtschreibschwäche

Das glaube ich nun weniger. Schließlich verwende ich auch
Groß-/Kleinschreibung, wenn auch teilweise mit sehr "kreativer
Orthographie".

Ulrich D i e z

unread,
May 11, 2013, 8:02:00 AM5/11/13
to
Markus Kohm schrieb:
Wenn jemand ganz speziell "i" anstatt "I" zu schreiben pflegt (und es
so gesehen unterlässt, "sich selbst gross zu machen"), heisst das
noch nicht, dass er generell nicht auf Groß- und Kleinschreibung achtet.

Ulrich
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