Gibt es einen einfachen weg um mit Miktex + Texniccenter ein Latex
Dokument zu erstellen das japanische Schriftzeichen verwendet?
Dabei moechte ich aber nicht irgendeine Spezialkodierung verwenden
sondern UTF8.
Ich moechte damit meine persoenliche Grammatikuebersicht erstellen, es
beinhaltet also Japanisch (Kana und Kanji) und wenn moeglich sogar
deutsche Umlaute.
Falls das nur mit Klimmzuegen moeglich ist wuerd ichs naemlich gleich im
Word machen.
Meine bisherigen Versuche mit CJK (von dem ich bisher noch keine Ahnung
habe) aus dem Internet sind alle mal fehlgeschlagen.
LG
Peter
Ich habe das vor langer Zeit mal gemacht und es funktionierte mit
Umlauten und mit Japanisch. Der Knackpunkt war damals ein ordentlicher
Texteditor der wirklich UTF8 kann.
Unter MikTex sollten die Pakete CJK, CJK-fonts und ruby installiert
sein.
Ich guck mal nach einem alten Testdokument...
Gruß
Jürgen
Hi,
> Ich habe das vor langer Zeit mal gemacht und es funktionierte mit
> Umlauten und mit Japanisch. Der Knackpunkt war damals ein ordentlicher
> Texteditor der wirklich UTF8 kann.
Das sollte kein Problem sein, bin bereits dabei von TexNicCenter auf
Texmaker umzusteigen...
Lokale Encodings hasse ich ja sowieso :)
> Unter MikTex sollten die Pakete CJK, CJK-fonts und ruby installiert
> sein.
> Ich guck mal nach einem alten Testdokument...
Juhuu, das waer super!
LG
Peter
> Hi,
>
> Gibt es einen einfachen weg um mit Miktex + Texniccenter ein Latex
> Dokument zu erstellen das japanische Schriftzeichen verwendet?
>
> Dabei moechte ich aber nicht irgendeine Spezialkodierung verwenden
> sondern UTF8.
Nun, am einfachsten geht es mit xelatex (ist in miktex).
Vorausgesetzt du hast geeignete Schriften, und du weißt, wie du die
Zeichen eingeben kannst (Wobei, soweit ich das sehe, unicode (also
utf8) erst mit TeXnicCenter 2.0 Alpha 1 geht. Du wirst also
wahrscheinlich anderen Editor benutzen müssen).
\documentclass{article}
\usepackage{xeCJK}
\begin{document}
你好Hello
\end{document}
(Ich kann kein chinesisch/japanisch/koreanisch. Sollten die Zeichen
etwas Ungehöriges bedeuten, ist das keine Absicht).
--
Ulrike Fischer
* System: WinXP
* LaTeX: MikTeX 2.8
* Editor: TeXMakerX
die Beispieldatei (Example.tex) mit Kana, Kanji, Furigana und wenn ich
reinschreibe auch Umlaute einwandfrei. Ich habe nichts von der Seite
gelesen, nur das Beispiel copy'n'paste in den editor kopiert und texen
lassen.
Probiers mal.
Gruss Jürgen
Oh, vielen Dank mal!
Verdammt, dass man da so umstaenlich eine Schrift installieren muss ist
schon sehr bloed :-( Aber es scheint zumindest zu funktionieren!
Was bleibt ist ein riesen Problem: Erstelle ich daraus eine PDF Datei
(pdflatex) so sieht diese ganz normal aus. Drucke ich sie aber aus,
werden NUR die japanischen Zeichen gedruckt (und nicht der restliche
normale Text)!
Das Problem tritt bei 2 Druckern (!) auf wovon einer sicher ein
Postscript ist ... beim anderen weiss ich es nicht aber ich denke nicht
dass es PS ist. Also scheint mir das ein generelles Problem zu sein...
Unter der Annahme dass ich nicht unbedingt UTF8 verwenden muss ... gibt
es dann eine einfachere Loesung?
Danke und LG
Peter
ich habe keine Schriftarten installiert, nur das Beispiel
"example.tex" der verlinkten Seite genutzt. Zum setzen habe ich
"texify" ohne zusätzliche Parameter verwendet, aus YAP auf einen
Brother HL-1870 gedruckt und alles war da. Dann das ganze nochmal mit
"pdfLatex" auch ohne irgendwelche Paramter übersetzt und via Acrobat
8.1 gedruckt - Perfekt.
In einen PS Treiber (HP color laser Jet 3800 PS) druckt es auch, und
gsview zeigt auch Japanisch an.
Also bei mir funktioniert alles...
Gruß
Jürgen
>> die Beispieldatei (Example.tex) mit Kana, Kanji, Furigana und wenn ich
>> reinschreibe auch Umlaute einwandfrei. Ich habe nichts von der Seite
>> gelesen, nur das Beispiel copy'n'paste in den editor kopiert und texen
>> lassen.
>
> Verdammt, dass man da so umstaenlich eine Schrift installieren muss ist
> schon sehr bloed :-( Aber es scheint zumindest zu funktionieren!
Ich habe das Beispiel probiert, und miktex hat automatisch immerhin
soviel installiert, dass eine pdf-Datei erstellt wurde. Dabei sind
die japanischen Zeichen pk-Schriften (wohl mit ttf2pk erstellt) und
die englischen W�rter mit cm-super.
> Was bleibt ist ein riesen Problem: Erstelle ich daraus eine PDF Datei
> (pdflatex) so sieht diese ganz normal aus. Drucke ich sie aber aus,
> werden NUR die japanischen Zeichen gedruckt (und nicht der restliche
> normale Text)!
>
> Das Problem tritt bei 2 Druckern (!) auf wovon einer sicher ein
> Postscript ist ... beim anderen weiss ich es nicht aber ich denke nicht
> dass es PS ist. Also scheint mir das ein generelles Problem zu sein...
Schau mal an das Ende der log-Datei des pdflatex-Laufes. Welche
Schriften werden dort erw�hnt? (Mache ggfs ein kleineres Beispiel,
damit es nicht so viele sind.
Du k�nntest auch die pdf-Datei mal ins Netz stellen, dann k�nnen
andere probieren, ob sie sie drucken k�nnen. (Bei mir gab es keine
Probleme).
> Unter der Annahme dass ich nicht unbedingt UTF8 verwenden muss ... gibt
> es dann eine einfachere Loesung?
Mit utf8 hat das Problem nichts zu tun. Und wie ich schon sagte: Die
einfachste M�glichkeit ist xelatex. Damit kannst du direkt
Systemschriften verwenden und musst nichts installieren.
--
Ulrike Fischer
Ok, nochmal. Du hast auch NICHT die cyberbit.ttf Datei lt. Anleitung
installiert??
Also wir arbeiten jetzt mit der *gleichen* example.tex von der dir
genannten Seite (vorher hatte ich meine eigene Datei).
latex example.tex
funktioniert. Oeffne ich die div-Datei in yap, erhalte ich:
Not all fonts could be loaded. See 'File->Document Properties', for details.
Und die japanischen Zeichen erscheinen als Salat aus griechischen
Buchstaben.
pdflatex example.tex schlaegt bei mir fehl:
[...]
(see the transcript file for additional information)Trying to make PK
font cyber
b66 at 720 DPI...
Running miktex-makemf.exe...
miktex-makemf: The cyberb source file could not be found.
Running ttf2pk.exe...
miktex-makepk: PK font cyberb66 could not be created.
!pdfTeX error: pdflatex (file cyberb66): Font cyberb66 at 720 not found
==> Fatal error occurred, no output PDF file produced!
xelatex example.tex
erzeugt mir zwar eine pdf-Datei, in dieser werden die japanischen
Zeichen aber gar nicht dargestellt (weder mit Foxit noch mit Acrobat).
Wenn es was hilft lade ich die Dateien auch gerne wo hoch :)
Danke jedenfalls nochmal.
LG
Peter
Auch nochmal an dich die Frage
*) Du hast NICHTS installiert, also auch nicht die cyberbit.ttf ?
*) Hast du nun mit pdflatex oder xelatex compiliert?
> [...]
> Mit utf8 hat das Problem nichts zu tun. Und wie ich schon sagte: Die
> einfachste M�glichkeit ist xelatex. Damit kannst du direkt
> Systemschriften verwenden und musst nichts installieren.
Bloede Frage: Ist xelatex nur eine Alternative zu pdflatex? Davon hab
ich naemlich noch nie was gehoert und google spuckt auf die Schnelle
auch nix brauchbares aus.
Wenn ja, hat es Nachteile gegenueber pdflatex?
LG
Peter
>> Ich habe das Beispiel probiert, und miktex hat automatisch immerhin
>> soviel installiert, dass eine pdf-Datei erstellt wurde. Dabei sind
>> die japanischen Zeichen pk-Schriften (wohl mit ttf2pk erstellt) und
>> die englischen W�rter mit cm-super.
>
> Auch nochmal an dich die Frage
>
> *) Du hast NICHTS installiert, also auch nicht die cyberbit.ttf ?
Ich habe cyberbit.ttf und sie befindet sich im "normalen"
fonts-Ordner von windows. Dort findet sie ttf2pk (m�glicherweise mit
Hilfe des font-caches von xetex, wei� ich aber nicht).
> *) Hast du nun mit pdflatex oder xelatex compiliert?
Mit pdflatex. F�r xelatex ist das Beispiel nicht geeignet, weil es
f�r 8bit-TeX-Engines ausgelegt ist (xelatex ist eine Unicodeversion
von TeX, inputenc und �hnliche Pakete sind unn�tig und funktionieren
nicht damit).
>> [...]
>> Mit utf8 hat das Problem nichts zu tun. Und wie ich schon sagte: Die
>> einfachste M�glichkeit ist xelatex. Damit kannst du direkt
>> Systemschriften verwenden und musst nichts installieren.
> Bloede Frage: Ist xelatex nur eine Alternative zu pdflatex? Davon hab
> ich naemlich noch nie was gehoert und google spuckt auf die Schnelle
> auch nix brauchbares aus.
Schau in dein miktex.
mthelp xetex
mthelp xetexref
mthelp fontspec
Und hier
http://xml.web.cern.ch/XML/lgc2/xetexmain.pdf
> Wenn ja, hat es Nachteile gegenueber pdflatex?
microtype funktioniert nicht.
--
Ulrike Fischer
Aaah, sehr gut, das muss ich natuerlich wissen :)
Das gute dabei: Man braucht sie nur reinkopieren und nicht installieren!
(Normalerweise muss man in Windows die Schriften ja explizit
installieren sodass sie auch in der Registry eingetragen werden).
Jetzt gehts, suuuuuper, danke!
Und nun die Aufloesung wieso er nur die japanischen Zeichen gedruckt habe:
Ich habe noch
\usepackage{ae}
geladen. Hab ich aus irgendeiner Anleitung. Das auskommentiert und jetzt
scheint alles wie am Schnuerchen zu laufen!
Besten Dank!
LG
Peter
>> Ich habe cyberbit.ttf und sie befindet sich im "normalen"
>> fonts-Ordner von windows. Dort findet sie ttf2pk (m�glicherweise mit
>> Hilfe des font-caches von xetex, wei� ich aber nicht).
>
> Aaah, sehr gut, das muss ich natuerlich wissen :)
>
> Das gute dabei: Man braucht sie nur reinkopieren und nicht installieren!
> (Normalerweise muss man in Windows die Schriften ja explizit
> installieren sodass sie auch in der Registry eingetragen werden).
>
> Jetzt gehts, suuuuuper, danke!
Denk daran: Du benutzt Bitmap-Schriften, also nicht skalierbar.
Solange du nur druckst, ist das OK. Wenn du aber eine pdf-Datei f�r
den Bildschirm erstellst, ist das nur zweite Wahl.
>
> Und nun die Aufloesung wieso er nur die japanischen Zeichen gedruckt habe:
>
> Ich habe noch
>
> \usepackage{ae}
>
> geladen. Hab ich aus irgendeiner Anleitung.
Kommt davon, wenn man Bespiele nicht zuerst im Original testet,
sondern "kreativ" erweitert.
ae sollte sowieso nicht benutzt werden, daher werde ich jetzt nicht
versuchen rauszufinden, warum es damit Probleme geben k�nnte.
--
Ulrike Fischer
Ulrike Fischer wrote:
> Am Thu, 26 Nov 2009 21:02:59 +0900 schrieb Peter Mairhofer:
>> Jetzt gehts, suuuuuper, danke!
Leider eh zu frueh gefreut :-(
Jetzt werden die Aufzaehlpunkte nicht gedruckt bei
\begin{itemize}
\item
...
\end{itemize}
Das ist mir auf den ersten Blick natuerlich nicht aufgefallen. Irgendwie
scheint das nicht ganz problemlos zu funktionieren.
> Denk daran: Du benutzt Bitmap-Schriften, also nicht skalierbar.
> Solange du nur druckst, ist das OK. Wenn du aber eine pdf-Datei f�r
> den Bildschirm erstellst, ist das nur zweite Wahl.
Ok, die ist es dann in der Tat.
Die erste Wahl waere also xelatex zu verwenden?
>> Ich habe noch
>>
>> \usepackage{ae}
>>
>> geladen. Hab ich aus irgendeiner Anleitung.
>
> Kommt davon, wenn man Bespiele nicht zuerst im Original testet,
> sondern "kreativ" erweitert.
>
> ae sollte sowieso nicht benutzt werden, daher werde ich jetzt nicht
> versuchen rauszufinden, warum es damit Probleme geben k�nnte.
Eh klar :-)
Ganz so kreativ war die Erweiterung gar nicht, ich hab sie naemlich von
einer Seite die das ganze sehr aehnlich beschreibt:
http://www.wadoku.de/wiki/display/WAD/MikTex
Aber ich hab sie dann eh so lange verglichen und vereint bis ich
draufgekommen bin dass es an ae liegt :)
LG
Peter
Ich habe eben itemize nochmal gecheckt, und es geht bei mir... mit
obigen Beispiel.
Gruß Jürgen
> Leider eh zu frueh gefreut :-(
> Jetzt werden die Aufzaehlpunkte nicht gedruckt bei
> \begin{itemize}
> \item
> ...
> \end{itemize}
Hm. Sowohl die ae-Schriften als auch der Punkt benutzen die
cm-Schriften. Kannst du sowas drucken:
\documentclass{article}
\begin{document}
\begin{itemize}
\item abc
\end{itemize}
\end{document}
Wenn nicht, sende die log-Datei des pdflatex-Laufes. Wenn ja,
versuche ein m�glichst kleines Beispiel, das Probleme macht, zu
erstellen und sende es zusammmen mit seiner log-Datei.
--
Ulrike Fischer
Ist zumindest Chinesisch.
Wörtlich "Du gut"