Hallo,
On 23.04.2013 13:37, Heinz-Mario Frühbeis wrote:
> Ich habe mir ja auch halt schon was "angeguckt" und Kundenrezessionen
> durchgeforstet...und da ist die Waage eher nach 2 und weniger Sternen.
naja, ohne die Details zu lesen sagen die Sterne wenig aus. Von "ich bin
zu blöd das Ding zu benutzen" über "mit mäßigen Abstürzen gelaufen" bis
"es funktioniert alles, aber ich habe keine Lust eine Rezension zu
schreiben" ist da alles dabei - oder eben auch nicht.
> In meinem Desktoprechner habe ich eine Samsung 830 128 GB SSD und da ist
> die Waage eher nach 4 Sternen.
AFAIK ist jetzt 840 aktuell. Ich habe kürzlich eine 256er 840 in den
VM-Server gesteckt. Mal sehen wie lange sie durchhält. Extrem sparsam
ist das Teil jedenfalls.
> Da stellt sich mir eben die Frage, was dran ist an vielen schlechten und
> sehr schlechten Bewertungen.
> Und da ich ins Usenet eigentlich Vertrauen habe...habe ich mich
> vertrauensvoll an euch gewandt.
Na, das hört man doch gerne. ;-)
> Also ist es eigentlich vollkommen Schnurz von welchem Hersteller die SSD
> ist?
Bei dem Einsatzzweck eigentlich ja. Ich meine 3 Jahre Garantie haben
alle, ein Backup brauchst Du sowieso und wenn sie verreckt, muss halt
das Backup ran. Ich kann nicht sagen, dass SSDs häufiger verrecken, als
klassische Spindeln. Die Ursachen sind halt andere.
Und in drei Jahren? Wer weiß ob dann noch jemand das Notebook oder die
olle (dann kleine) SSD haben will.
So richtig viele Hersteller stecken da sowieso nicht dahinter. Die
meisten Pappen nur ihr Label drauf und drehen vielleicht noch ein
bisschen an den Overprovisioning-Parametern.
Vielleicht kann man noch ein wenig holen, wenn man die Original
Chip-Hersteller statt den Resellern nimmt. Also Intel oder Samsung. Habe
ich einen vergessen?
Aber selbst das ist keine Garantie. So verkauft Intel für die billigen
Consumerprodukte mittlerweile auch dasselbe Zeug wie andere. Nur bei den
ertragreicheren Profi-Produkten drehen sie noch ihr eigenes Ding.
Im großen und ganzen gibt es zwei Lager, die mit SandForce Chips und die
ohne. SandForce muss man mögen oder hassen. Primär brauchen sie mehr
Strom. Andererseits spart die Komprimierung bei komprimierbaren Inhalten
(z.B. Systempartitionen) etwas Schreibzyklen und vergrößert damit
effektiv die Lebensdauer. Der Performancevorteil der Komprimierung ist
in der Praxis irrelevant. Bei nicht oder Schlecht komprimierbaren
Inhalten (MP3s, Videos, ZIPs, neuere Office-Dokumente) bringt die
Komprimierung hingegen gar nichts.
Fürs Notebook ist aber auch das egal. Da kommt sowieso alles auf eine
SSD. Darunter sind komprimierbare Inhalte ebenso wie unkomprimierbare.
Marcel