Am 05.04.2012 02:29, schrieb Christoph Schneegans:
das erfrischend eindeutige Fazit der Stiftung
> Warentest paßt in einen Satz: "Ein kostenloses Antivirenprogramm plus
> Windows-Firewall schützen den PC hinreichend."
Naja, stimmt ja auch. Und wenn das Jeder so definitiv kapiert hat,
wird's über kurz oder lang keine kostenlosen AV-Programme mehr geben,
weil niemand mehr AV-Programme kauft.
Ich leite mal nach de.comp.security.virus um.
Gruß
Heiko
>
> Hallo allerseits!
>
> Vor drei Jahren hatte die Stiftung Warentest "Antivirenpakete"
> getestet; der Artikel war mir damals wegen seiner Panikmache übel
> aufgestoßen, vgl.<
news:760e0lF...@mid.individual.net> ff.
>
> Der erneute Test in der aktuellen Ausgabe April 2012 hat ja schon
> hohe Wellen geschlagen, und ich war deshalb gespannt auf die Lektüre.
>
> ***
>
> Tatsächlich finden sich in der Ausgabe zwei Artikel zum Thema; dem
> Produkttest geht noch ein Artikel voraus, der beschreibt, "wie Viren
> und Trojaner funktionieren, was sie abwehrt". Darin wird natürlich
> erst einmal das Mantra rezitiert:
>
> "Ein gutes Antivirenprogramm ist ... elementar für jeden Rechner."
>
> Im Falle einer Infektion wird empfohlen, von einem sauberen Medium zu
> booten und das Antivirenprogramm den Rechner "säubern" zu lassen.
> Sollte dies scheitern, soll der Anwender eine Datensicherung "aus der
> Zeit vor dem Virenbefall" einspielen oder das "Betriebssystem neu
> aufspielen", auch wenn dann alle "Daten und Programme ... futsch"
> seien. Na bitte, es geht doch. Das ist eben die harte Realität.
>
> Ansonsten fallen die praktischen Ratschläge leider sehr knapp aus.
> Das klingt dann auszugsweise so:
>
> "Halten Sie Ihr Antivirenprogramm stets aktuell. Nehmen Sie jedes
> Update Ihrer Software an. Vorsicht beim Herunterladen von Dateien aus
> dem Internet. Nutzen Sie Spam-Filter."
>
> Schade, da hätte man viel mehr aufführen können, was einem Anwender
> echten praktischen Nutzen gebracht hätte.
>
> ***
>
> Im Produkttest erscheinen mir einige Punkte erwähnenswert:
>
> "Zweieinhalb Tage, nachdem neue Versionen von Spyeye, Graftor und Co.
> erstmals auf PCs losgelassen sind, erscheint ihre Signatur bereits
> auf der G-Data-Liste". Damit scheint G Data also am schnellsten zu
> reagieren. 'Zweieinhalb Tage' und 'bereits'? Mir kommt das ziemlich
> lang vor.
>
> Und offenbar wurde gerade die Reaktionszeit besonders gründlich
> untersucht: "Über einen Zeitraum von 52 Tagen aktualisierten wir
> jeden Tag die Signaturdatenbanken der Sicherheitsprogramme und froren
> die virtuellen Rechner in diesem Zustand ein". Das klingt nach einer
> brauchbaren Datenbasis. Und nach Aufwand – laut Editorial hat der
> ganze Test insgesamt 97.000 EUR gekostet.
>
> Beim Test des Dateiscanners fanden Avira und G Data als beste
> Programme "immerhin 96 Prozent". Reicht das? Mir würde es nicht
> reichen. "Das Rundumsorglospaket gibt es nicht", folgert der Artikel.
> Was man aber tun kann, um dennoch sorglos zu surfen, wird leider
> nicht verraten.
>
> Die "Rechnerbelastung" ging mit 20 % in die Gesamtnote ein, und auch
> da findet sich Interessantes:
>
> "Eine große Datei zu kopieren, dauert (bei G Data) ... mehr als
> doppelt so lange wie ohne. Bitdefender belegt 1,24 Gigabyte auf der
> Festplatte. Der Hintergrundwächter belegt ... fast 550 Megabyte
> Arbeitsspeicher." Wow.
>
> Um nun zu verstehen, weshalb die Hersteller die Stiftung Warentest
> öffentlich scharf kritisieren, braucht man den Artikel aber gar nicht
> gelesen zu haben, denn das erfrischend eindeutige Fazit der Stiftung
> Warentest paßt in einen Satz: "Ein kostenloses Antivirenprogramm plus
> Windows-Firewall schützen den PC hinreichend."
>
> Mein eigenes Fazit zum Test: _deutlich_ besser als vor drei Jahren,
> wenn auch mit Schwächen.
>
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