Am 19.10.2012 16:29, schrieb Frank Boehm:
>
> Notwendiger Aufwand!
>
> Du und ich gehen sicherlich von grundsaetzlich unterschiedlicher
> vorhandener Hardware aus.
>
Möglicherweise. Und ich habe hier auch manches Altmetall rumstehen.
Die Frage ist nur, wie lange man noch Runen und alte Keltenfunde
heiligen möchte - oder sich dann doch mal um wenigstens mittelalte
Hardware gemüht.
Ich habe hier auf einem Rechner mit 128 MByte Speicher auch kein Ubuntu
Linux mehr installieren können - ich habe es nicht bis zum Exzess
analysiert, denke aber mal, daß das RAM für das Installationsfilesystem
zu klein ist.
Nun, das ist ein Symptom unseres heutigen Rumasens mit Ressourcen.
Früher haben selbst komfortable Installationsimages vielleicht 30, 40
MByte gehabt.
Können wir nur noch in Gigabyte denken?
> Helmut und Ich kennen beide sehr genau die von uns verwendete Hardware.
>
> Genuegend RAM damit etwas derartig grosses
> -rw-r--r-- 1 root root 870M 2012-10-18 16:45
filesystem.squashfs.new
> in einer Ramdisk vorgehalten werden kann haben viele der von uns
> betreuten Rechner nicht, bzw. dann bliebe kein Platz mehr zum Arbeiten.
>
> Es kann auch nicht jeder Rechner ueber 512MB grosse Dateien per PXE
> uebers Netz holen. Oft ist es auch deutlich langsamer dieselbe
Ja. Remoteboot geht auch _ETWAS_ kleiner. Ich sprach von Hardware, die
nicht mal eine Floppy ins RAM bekam, also die Uralt-Netware Clients, die
zum Teil mit nicht mal 1 MByte RAM auskommen mussten.
Wenn ich mich ganz dunkel an die ersten Remoteboot Geschichten unter
Linux erinnere, war da mal von Ramdisks von vielleicht 4 MByte die Rede?
Gut, unser "IT Fachmann" wird mir das sicher genauer erklären, aber von
derartigen Größenordungen redete man vor 20 Jahren.
> Datenmenge per PXE zu holen, als spaeter von einem gebooteten OS mit
> NFS oder Samba.
Oder eben einem lokalen Filesystem in einer Ramdisk. Und da haben noch
vor 10 Jahren 128 MByte komfortabelst gereicht.
>
> Allein Images in der Groesse in eine Ramdisk zu laden dauert da viel
> zu lange. Es wird auch gar nicht alles benoetigt.
Kommt darauf an, was man alles reinschmeißt.
>
> PXE fuer Kernel+initrd und notwendigen Rest per NFS, Samba braucht
> wenig Platz und Zeit bis zum Desktop, ist erprobt und funktioniert.
Das ist der gute alte Remoteboot von vor 20 Jahren, IIRC mal Gero
Kuhlmann aus Hannover fragen, wenn sich jemand mit sowas auskennt, dann
der.
Der debugt Dir den PXE Krust vermutlich auch am Binärcode....
>
> Aber selbst ein neuer Rechner braucht deutlich laenger fuer die reine
> Ramdisk Lösung bis zum Desktop. Der spaetere Geschwindigkeitsvorteil
> beim arbeiten ist auch vernachlaessigbar.
>
> Been there, done it.
Die Frage ist doch, was Du mit dem Geraffel überhaupt willst, nun kenne
ich das Heise-Projekt nicht, aber was ich gesehen habe, waren unattended
installations vor allem von Winodws, das geht mittlerweile wohl ganz gut
und wird auch leidlich unterstützt.
Sowas ist z.B. in Schulen nützlich, wenn Schüler ihren Rechner mal
richtig vergurken dürfen - und mann das Ding dann von Geisterhand wieder
richten will.
Ob man mit sowas "normal arbeiten" will, ist eine andere Frage.