Ich habe hier ein Band (SCSI DDS Tape unter Linux) mit mehreren tar Sicherungen drauf. Dummerweise hat ein anderes Programm einige Daten an dessen Anfang geschrieben, wodurch ich jetzt nicht mehr an die weiter hinten liegenden Daten komme. Gibt es da noch eine Möglichkeit die Daten zu retten? Kann man nicht irgendwie das Band komplett byte-weise auf die Platte ziehen?
>Ich habe hier ein Band (SCSI DDS Tape unter Linux) > mit mehreren tar >Sicherungen drauf. >Dummerweise hat ein anderes Programm einige Daten an >dessen Anfang >geschrieben, wodurch ich jetzt nicht mehr an die >weiter hinten liegenden >Daten komme.
Wieso ? Tar liest doch einfach weiter, wenn es den Header nicht erkennt. Oder hat das "andere" Programm die Daten an den Anfang von allen Sicherungen geschrieben ?
Mit 'mt' kann man Datenbloecke auf dem Band ueberspringen. Man sollte sich nur ein "nonrewinding" Tapedevice aussuchen. Wenn das "rewinding" Tapedevice "/dev/irgendwie" heisst, dann heisst das "nonrewinding" Tapedevice meistens "/dev/nirgendwie"
so long MUFTI -- Eine Unter-Speisekarte wird erscheinen, in der Sie waehlen koennen, entweder zu spielen, oder das Video zu schlingen. (aus einem Software-Handbuch, Stichworte: menu und loop)
> Wieso ? Tar liest doch einfach weiter, wenn es den Header > nicht erkennt. Oder hat das "andere" Programm die Daten > an den Anfang von allen Sicherungen geschrieben ?
Das Problem ist, dass da jetzt wohl ein "End of Tape" Marker am Anfang ist. Jeglicher Versuch darüber hinaus zulesen scheitert in einem "Device not ready".
Ich habe jetzt an anderer Stelle gelesen, dass man da nix mehr machen kann, ausser das Band an so eine "Datenrettungs-Firma" zu geben. Die haben wohl spezielle Laufwerke, die über diese Marke hinweglesen können.
Marco, der fest davon überzeugt war, dass Arkeia nochmal nachfragt bevor es loslegt....
Marco Reichwald <use...@reichwald.org> wrote: >rusmu...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de (Joerg Scheurich aka MUFTI)
>> Wieso ? Tar liest doch einfach weiter, wenn es den Header >> nicht erkennt. Oder hat das "andere" Programm die Daten >> an den Anfang von allen Sicherungen geschrieben ?
>Das Problem ist, dass da jetzt wohl ein "End of Tape" Marker am Anfang >ist. Jeglicher Versuch darüber hinaus zulesen scheitert in einem "Device >not ready".
>Ich habe jetzt an anderer Stelle gelesen, dass man da nix mehr machen >kann, ausser das Band an so eine "Datenrettungs-Firma" zu geben. Die >haben wohl spezielle Laufwerke, die über diese Marke hinweglesen können.
Kannst du nicht einfach den Anfang mit dd auslesen, den "End of Tape"-Marker suchen und ebenfalls mit dd die Stelle mit Müll überschreiben? Oder geht da noch mehr kaputt?
Frank Fuerst <ffr...@rz.uni-potsdam.de> wrote: > Kannst du nicht einfach den Anfang mit dd auslesen, den "End of > Tape"-Marker suchen und ebenfalls mit dd die Stelle mit Müll > überschreiben? Oder geht da noch mehr kaputt?
Dann würde das Laufwerk ja wahrscheinlich wieder einen Marker schreiben. Ich habe jetzt gelesen, dass diese Recoveryfirmen wohl extra für sowas Laufwerke mit gepatchter Firmware haben, welche man so nicht kaufen kann. Warum auch immer...
Marco Reichwald <use...@reichwald.org> writes: > rusmu...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de (Joerg Scheurich aka MUFTI)
> > Wieso ? Tar liest doch einfach weiter, wenn es den Header > > nicht erkennt. Oder hat das "andere" Programm die Daten > > an den Anfang von allen Sicherungen geschrieben ?
> Das Problem ist, dass da jetzt wohl ein "End of Tape" Marker am Anfang > ist. Jeglicher Versuch darüber hinaus zulesen scheitert in einem "Device > not ready".
> Ich habe jetzt an anderer Stelle gelesen, dass man da nix mehr machen > kann, ausser das Band an so eine "Datenrettungs-Firma" zu geben. Die > haben wohl spezielle Laufwerke, die über diese Marke hinweglesen können.
> Marco, der fest davon überzeugt war, dass Arkeia nochmal nachfragt bevor > es loslegt....
Ich habe mal gerüchteweise gehört, dass man in so einem Fall das Band in einen Audio-DAT-Recorder legen kann und damit den End of Tape Marker am Bandanfang überschreiben kann. Dann soll zwar das erste Tar Archiv kaputt sein, aber an die anderen kommt man dann angeblich noch dran. Mangels Audio-DAT-Recorder habe ich das aber nie ausprobieren können.
>> Wieso ? Tar liest doch einfach weiter, wenn es den Header >> nicht erkennt. Oder hat das "andere" Programm die Daten >> an den Anfang von allen Sicherungen geschrieben ? >Das Problem ist, dass da jetzt wohl ein "End of Tape" Marker am Anfang >ist. Jeglicher Versuch darüber hinaus zulesen scheitert in einem "Device >not ready".
Was passiert eigentlich, wenn man mit einem "norewinding tape device" versucht, mit einem physikalischen seek vorwaerts ueber diesen Marker zu huepfen ?
Ausserdem muesste man dem Kernel das "Device not ready" abgewoehnen koennen....
so long MUFTI -- Wenn Ihr CD-ROM Antrieb Brief d nicht ist, tauschen Sie ihren CDROM Antrieb fuer d in der Fuehrung aus. (aus einem Softwarehandbuch, Stichworte: drive und letter)
> Was passiert eigentlich, wenn man mit einem "norewinding tape device" > versucht, mit einem physikalischen seek vorwaerts ueber diesen Marker > zu huepfen ?
Wenn Datenrettungsfirmen extra Laufwerke mit gepatchter Firmware für sowas haben, ist da wohl mit Tricks nix zu machen.
> > Was passiert eigentlich, wenn man mit einem "norewinding tape device" > > versucht, mit einem physikalischen seek vorwaerts ueber diesen Marker > > zu huepfen ?
> Wenn Datenrettungsfirmen extra Laufwerke mit gepatchter Firmware für > sowas haben, ist da wohl mit Tricks nix zu machen.
Kommt drauf an. Sowas ist mir bei einem Exabyte8200 unter Solaris passiert. mt fsf 1 hat da NICHT funktioniert - aber unter Linux! Allerdings wird dann hinter das Ende des geschriebenen Tapefiles positioniert, und ob man den Rest noch einlesen kann, ist mir keider nicht mehr so praesent. Allerdings waren die naechsten Tapefiles zugreifbar.
-- Michael Joosten, SBS C-LAB, jo...@c-lab.de Fuerstenallee 11, 33094 Paderborn, Germany Phone: +49 5251 606127, Fax: +49 5251 606065 C-LAB is a cooperation of University Paderborn & SIEMENS
On Thu, 05 Apr 2001 18:01:11 +0200, <jo...@c-lab.de> typed:
>Marco Reichwald wrote: >> > Was passiert eigentlich, wenn man mit einem "norewinding tape device" >> > versucht, mit einem physikalischen seek vorwaerts ueber diesen Marker >> > zu huepfen ?
>> Wenn Datenrettungsfirmen extra Laufwerke mit gepatchter Firmware für >> sowas haben, ist da wohl mit Tricks nix zu machen.
>Kommt drauf an. Sowas ist mir bei einem Exabyte8200 unter Solaris >passiert. mt fsf 1 hat da NICHT funktioniert - aber unter Linux! >Allerdings wird dann hinter das Ende des geschriebenen Tapefiles >positioniert, und ob man den Rest noch einlesen kann, ist mir keider >nicht mehr so praesent. Allerdings waren die naechsten Tapefiles >zugreifbar.
schon mal mt fsr ausprobiert?
juergen
-- J...@lrz.fh-muenchen.de "This World is about to be Destroyed!"
| rusmu...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de (Joerg Scheurich aka MUFTI) | | > Wieso ? Tar liest doch einfach weiter, wenn es den Header | > nicht erkennt. Oder hat das "andere" Programm die Daten | > an den Anfang von allen Sicherungen geschrieben ? | | Das Problem ist, dass da jetzt wohl ein "End of Tape" Marker am Anfang | ist. Jeglicher Versuch darüber hinaus zulesen scheitert in einem "Device | not ready".
Bei Streamern mit QFA, kann man den Streamer an einer beliebigen Stelle positionieren und dann loslesen. Probier mal mt(1).