> Du schriebst am 22 May 2013 05:52:56 GMT:
>> >> Nein, global routebare weltweit eindeutige IPv6-Adressen. Statische
>> > Die muᅵ es sowieso geben.
>> Bei IPv4 und NAT gibt es sie nicht auf den einzelnen Endgeraeten,
> Aber bei IPv4 ohne NAT. Oder willst Du sagen, daᅵ es bei IPv4 kein einziges
> "Endgerᅵt" mehr gᅵbe, das direkt "am Netz" hᅵngt?
Der "Normalfall" bei Privatkundenanschluessen ist NAT bei IPv4 und
(sofern auch IPv6 verfuegbar ist) global geroutete Adressen bei IPv6.
>> bei IPv6 schon ...
> [eindeutige feste Gerᅵteadressen]
>> Ich lese i.d.R. nur, dass es so sein *koennte*, und das ist korrekt.
> Ja, sicher _kᅵnnte_ es auch anders sein. Aber es wird im allgemeinen so
> "verkauft", als ob es so sein mᅵᅵte und daᅵ das auch noch der allergrᅵᅵte
> Vorteil von IPv6 wᅵre.
Der groesste Vorteil von IPv6 isz die fehlende Notwendigkeit fuer NAT.
Ich habe bisher kaum andere Aussagen gelesen (jedenfalls kaum quali-
fizierte).
> (Ich lese da grade einen Artikel [Elektronik 9/2013,
> S. 42pp, "JavaScript auf Embedded-Gerᅵten"], der da schon in den ersten
> Sᅵtzen ganz tief in diese Argumentation einsteigt. "Marketing Blurb"? Ja,
> sicher - nur sind das leider _die_ Argumentationen, nach denen sich heute
> die "Entscheider" richten...)
Klingt nach "Webdesigner" und deren Netzwerkkenntnisse sind i.d.R.
wher begrenzt ...
>> > ...
>> >> > Die Hersteller werden es fertigbringen, daᅵ die internet-Verbindung
>> >> > fᅵr die Funktion _notwendig_ bestehen muᅵ. Was machste dann?
>> >> Ich wechsele den Hersteller.
>> > Es gibt keinen Hersteller mehr, der es anders macht. Das geht auch
>> > garnicht, weil der Prozessor wichtige Daten "aus der Cloud" benᅵtigt.
>> > Und jetzt?
>> Dann benutze ich statt dessen meinen jetzigen Rechner weiter, der auch
>> ohne staendige Netzwerkverbindung funktioniert ...
> Du brauchst aber neue Software, bei der das nicht mehr der Fall ist. ?
Ich brauche keine solche Software wie du sie beschreibst.
> Nein, Du kommst dem nicht aus.
Wollen wir wetten?
> Wie hᅵltst Du z.B. Dein Linux aktuell?
Indem ich gelegentlich (i.d.R. sogar taeglich) auf Verfuegbarkeit von
Updates checke. Benoetige ich dafuer eine dauerhafte Internetverbindung?
Nein, nicht zwingend. Muss dazu mein Rechner staendig mit dem Software-
hersteller kommunizieren? Nein.
> [eCall]
>> Das waere auch ohne Internet und IPv6 relisierbar. Wenn die Adressierung
> Ja, sicher, es kᅵnnte ein ganz separates System sein. Aber verliert es
> dadurch seine ᅵberwachungsfunktion?
Nein. Also hat das nicht das geringste mit IPv6 zu tun.
>> >> zu knappen Adressraum, das ist Fakt. IPv6 wurde entwickelt, um diese
>> > Das ist nicht Fakt, sondern eine unhaltbare Behauptung.
>> Realitaetsverweigerung ist keine Loesung.
>> NAT ist eine Kruecke, und selbst mit dieser Kruecke kommt man all-
>> maehlich an dem Punkt an, wo es trotz dieser Kruecke nicht mehr reicht.
> Beweisen.
Die Zahlen ueber das Wachstum des Internets sind oeffentlich, dass die
letzten /8 Bloecke an die RIRs vergeben sind, ebenfalls, genauso, dass
z.B. das RIPE die letzte Phase der IPv4-Adressvergabe eingelautet hat
und welche Konsequenzen das hat. Die Ueberlegungen von z.B. Comcast,
die zum massiven pushen von IPv6 gefuehrt haben, kann man ebenso im
Netz nachlesen (trotz NAT haette Comcast sonst nach eigener Kalkulation
100000 zusaetzliche IPv4-Adressen benoetigt, aber keine Chance, diese
zu erhalten).
>> > Wieviele Adressen brauchen die Rechnergruppen ("Netzwerke") der Welt,
> ...
>> Stimmt, es sind erheblich mehr. Wenn auf der Erde 6 Milliarden Menschen
>> leben und man jedem Internetzugang gewaehren moechte, koennen allein
>> fuer deren Rechner 4 Mrd. Adressen nicht ausreichen, und da sind noch
> Du argumentierst wie ein Marketeer. Hat jedes Baby einen Rechner mit
> internet-Zugang, und jeder Einsiedler, Mᅵnch oder ᅵhnliche genauso?
Dafuer haben viele Personen auch mehr als einen Rechner, die meisten
Handynutzer hierzulande haben ihren "Zweitrechner" in der Regel immer
dabei ...
> Zudem, wieviele Adressen braucht _ein_ Mensch?
Keine, nur sein IT-Equipment benoetigt welche (auch wenn die meisten
Nutzer keine Ahnung davon haben).
> Du hast Dir offenbar auch noch nie angeschaut, wie das Telefon-Festnetz
> funktioniert (und das Funknetz genauso).
Das Telefon-Festnetz arbeitet mit Leitungsvermittlung (zumindest jetzt
noch), das Internet mit Paketvermittlung. Ist dir der Unterschied klar?
> Nein, Du hast _nicht_ eine eigene Leitung fᅵr ᅵberallhin zur Verfᅵgung,
Die Entsprechung fuer IP-Adressen sind nicht die Leitungen sondern
die Telefonnummern ...
> Deine "eigene" Leitung endet bei der nᅵchsten Vermittlung, und was von
> dort weitergeht, reicht bei weitem nicht dafᅵr, alle dort angeschlossene
> Teilnehmer gleichzeitig ein Gesprᅵch fᅵhren zu lassen.
Die Entsprechung fuer dieses overcommittment waere, dass die Backbone-
Kapazitaeten im Netz nicht dafuer ausreichen, dass jedes Endgeraet
staendig mit der maximalen Datenrate das Netz nutzen kann. Deine
Analogien sind voellig untauglich.
> Das ist _auch_ eine Art von "NAT",
Nein, die Nutzung der selben Telefonnummer fuer verschiedene Endgeraete
entspraeche "NAT"m und das hat sich (obwohl es teilweise moeglich waere)
nur in sehr begrenztem Umfang durchgesetzt (dabei wuerden aber die meisten
NAT.Probleme nicht auftreten, da es sich wie bereits erwaehnt um Lei-
tungsvermittlung und nicht um Paketvermittlung handelt).
> jahrzehntelang in Betrieb, bewᅵhrt und akzeptiert.
... und ist mit NAT in Datennetzen noch weniger vergleichbar als
ein Kuhfladen mit einer Sachertorte (letztere sind zumondest beide
einigermassen rund) ...
>> nicht einmal Server und Infrastruktur (Transfernetze, Router, Load-
>> balancer, Firewalls, etc. drin). Fast jedes heutige Mobiltelefon ist
>> ein "Internetrechner", jedes Tablet, jeder Desktop-PC, jedes SIP-
>> Telefon, jedes "Smart-TV", ...
> Ja, und? Aber doch nie alle gleichzeitig.
Die Infrastruktur, die Server, die Router, ... i.d.R. alle gleichzeitig,
und bei den Endkundengeraeten geht der Trend auch immer mehr zu "always
online" (z.B. weil jemand eigene Serverdienste anbieten moechte, im
Zweifelsfall vielleicht fuer seine eigenen Mobilgeraete, oder weil er
seinen Videorecorder mit Internetanschluss auch von Fern programmieren
koennen moechte, oder weil das Smart-TV staendig nebenbei Programm.
informationen aus dem Netz zieht, oder ...).
>> Wie ich bereits schrieb: NAT ist eine Kruecke, und auch wenn man sich
>> inzwischen daran gewoehnt hat, aendert das daran nichts.
> Und es ᅵndert auch nichts daran, daᅵ es zuverlᅵssig funktioniert und
> bewᅵhrt ist.
Fuer denkenigen, duer den das Internet nicht nur aus dem WWW und evt.
E-Mail besteht, funktioniert es in manchen Bereichen nicht sehr zuver-
laessig und in anderen Bereichen gar nicht. Und ha, das Internet
besteht aus mehr als WWW und E-Mail.
> (BTW, sieh' die externe Adresse doch einfach mal nicht als _Adresse_,
> sondern als Verbindungsnummer, wie die Leitung beim Telefon.
Dadurch, dass du deine schon jetzt unzutreffenden Analogien noch weiter
verbiegst, werden sie nicht wirklich besser ...
>> > Da ist nichts technisch bedingt, das ist reine Politik.
>> Das ist die bloedsinnige Propaganda, wie sie von Vollidioten ohne die
>> geringste Ahnung von der Netzentwicklung immer gern verbreitet wird ...
> Danke, die Einschᅵtzung gebe ich gerne zurᅵck. Es gibt durchaus
> unterschiedliche Mᅵglichkeiten, echte und angenommene Knappheiten zu
> bewᅵltigen.
Ausser IPv6 kamen von Leuten mit Ahnung aber noch keine praktikablen
Vorschlaege (Nein, das ignorieren des Mangels und die Hoffnung, dass
NAT auch zukuenftig reichen wird, ist *keine* praktikable Loiesung).
> Und es gibt durchaus auch Mᅵglichkeiten, Knappheiten kᅵnstlich
> zu erzeugen oder zumindest zu fᅵrdern,
Wo genau soll das bei IPv4 passiert sein?
>> > Die ursprᅵngliche Absicht bei IPv6 war doch durchaus, eine Adressierung
>> > zu schaffen, die es ermᅵglicht, _jedem_ denkbaren teilnehmenden Gerᅵt
>> > eine eindeutige, unverwechselbare Adresse geben zu kᅵnnen.
>> Die urspruengliche Idee war es, die unmoegliche Kruecke NAT loszuwerden,
> Damals war NAT aber eher noch nicht so das Argument.
NAT wurde erfunden, um die bereits damals absehbaren Engpaesse bei
IPv4-Adressen zu ueberbruecken, bis ein Nachfolgeprotokoll fuer IPv4
ohne diese Beschraenkungen verfuegbar ist. Es war von Anfang an nur
als Uebergangsloesung gedacht.
> Aber zugegeben, die genaue Begrᅵndung fᅵr die "Notwendigkeit" einer
> 16 Byte (128 Bit) umfassenden Adresse fᅵr Netzwerkgerᅵte kenne ich nicht.
Es sollte halt reichen, und es ist einfach nicht sinnvoll, hier so etwas
wie "Bitknauserei" zu betreiben ...
> [NAT]
>> > Und zudem reduziert es das Datenaufkommen.)
>> Wie kommst du denn auf das schmale Brett?
> Na, immerhin 12 Byte pro Datenpaket, oder gar 24, weil ja Sender- und
> Empfᅵngeradresse drinstecken...
Was fuer eine schwachsinnige Argumentation ...