Sieghard Schicktanz wrote on 04. February 2012:
>
> Du schriebst am Fri, 03 Feb 2012 20:11:09 -0500:
>
>> >> > Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die
>> > ^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> >> > Partition kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der
>> >> ^^^^^^^^^
>> >> Ja, ganz schnöde "dd if=chromiumos.img of=/dev/sdb -bs=4M" oder so.
>> >
>> > Das war _nicht_ die angesprochene Aktion.
>>
>> Ich habe das Image auf den "ganzen" Stick direkt kopiert, nicht in eine
>> seiner Partitionen. Aber ich denke, dass das der "Fehler" war.
>
> Ja, eben, _das_ war _nicht_ die angesprochene Reaktion. Lies halt mal, was
> man Dir schreibt - ich hatte die Situation gemeint, die Du so erzählt
> hattest, daß Dein Computer nicht mehr starten wollte, nachdem Du _den
> Stick_ auf (eine Partition) Deine(r) _Festplatte_ kopiert hattest. Damit
> fing doch die ganze G'schicht an, oder ist das jetzt alles garnicht wahr?
Hatte ich mich undeutlich ausgedrückt?
Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick nach
/dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee änderte. Nachdem
ich (von Live-CD gebootet) nur die Partitions-ID wieder zurück auf 27
setzte (Chromium OS ist immer noch auf /dev/sda1), funktionierte auch
Grub wieder.
>> > Das geht drunter und drüber - das _image_ ist selber nur _2_GB groß -
>> > warum hast Du das eigentlich auf'n _4_GB-Steckerl gebraten?
>>
>> Weil ich keinen Kleineren hatte. ;-)
>
> Nagut, _so_ könnte man das durchgehen lassen. Dann _empfehle_ aber nicht an
> anderer Stelle:
>> >> Wer vielleicht einen 4 GB Stick frei hat, kann ja den das Image (man
>> >> sollte wohl "Lime" nehmen, da "Vanilla" wenig Hardware unterstützt)
>> >> holen und selbst testen.
>
> daß das _andere_ auch so machen sollten. Das kam so, als ob das von der
> offerierenden WebSite so _verlangt_ würde. Solche Schlampereien können
> unangenehme Folgen nach sich ziehen.
Also das Ganze auf Harddisk zu kopieren, oder es nur vom USB Stick (oder
auch das Image für eine VM stattdessen) zu booten, sind schon zwei
verschiedene Dinge. Letzteres kann der machen, der Chromium OS nur mal
sehen will.
Es ist gar nicht vor gesehen, das auf Festplatte laufen zu lassen. Nur
USB oder VM. Der Idee, das auf die Festplatte zu kopieren, kam mir. Und
mittlerweile habe ich auch Infos ergoogelt, dass es andere wohl
schafften. Ich muss nochmal genau finden, wie ich das Problem hier mit
Grub umgehe.
>> Ich hatte erst Windows installiert. Und danach Linux. Und nicht gemerkt,
>> wo Grub seine Teile hin kopierte bei seiner Installation. Und das kann
>> ich offenbar auch nicht herausfinden.
>
> Machst Du immer die Augan zu, wenn Du vor einem Computer-Bildschirm sitzt
> und die Tastatur bedienst? (Sorry, da fällt mir kein "Smilie" zu ein...)
Nein. Aber IIRC sagt eine Installation nicht, wohin er Grub
installiert. Weiter brach die Installation (Debian) an mehreren Stellen
ab.
Ich hatte es von USB installiert (ein Netbook hat natürlich kein DVD/CD),
und der Partitionierer (partmen) hing, weil er sich mit dem USB-Stick nicht
anfreunden konnte. Er hätte ihn eigentlich ignorieren müssen, zumindest
in einen Timeout laufen (ich hatte 10 Minuten gewartet, außerdem zu dem
Zeitpunkt kein Internet, um zu recherchieren). IMO ein Bug im Installer.
Ich hatte den Stick (das Installationsmedium) während der Installation an
der Stelle raus nehmen müssen. Dann eine Shell bekommen, diverse
Installations-Tasks per kill beenden, anderes manuell starten (viel Trial
and error), bis er nach der Partitionierung, die ich ebenfalls manuell
machen musste, und wieder eingestecktem Stick (das System hatte nun auch
"vergessen", dass es einen USB Stick gab; ich hatte es dann per udevadm
und manuellem Mounten wieder daran erinnert) dann irgendwann Grub
installierte. Mir dröhnte da schon der Kopf, dass ich mich nicht
erinnere, ob er sagte, wo Grub installiert wurde.
>> Ich kann nur raten: warum weigert Grub das Laden seiner selbst, wenn ich
>> die Partitions-ID (27, was eine versteckte Recovery Partition war; nun
>> habe ich ja Chromium darauf kopiert) ändere? Das kann doch nur heißen,
>> dass Grub dort Teile von sich haben muss. Andernfalls muss es Grub egal
>
> Nee, das kann auch eine Sicherheitsmaßnahme sein, weil _diese_ Version von
> grub mit der erkannten Partitionierung nicht arbeitsfähig ist. In Deinem
> Fall etwa, weil die installierte "normale" Version für das MsDOS-
> Partitionierungsschema nicht mit einer GPT arbeiten kann, evtl. sogar diese
> beschädigen könnte.
Macht Sinn. Und wie ich nun erfahre, kann man zur Not auch mit der
"rescue" Shell des Grub was machen. Wenn man (vorher) Dinge wie
"set prefix=..." und so kennt.
>> sein, wenn er eine der Partitionen nicht erkennt. Die hat er dann zu
>> ignorieren.
>
> Wenn es eine reguläre Partition ist, könnte man so argumentieren. Du hast
> ihm aber eine hybride Partitionierung vorgesetzt, die widersprüchliche
> Partitionierungsschemata enthielt und damit anscheinend eine (Fehl-)
> Interpretation als unbenutzbar auslöste.
> Was machtest Du, wenn Dir ein Buch (oder eine DvD) angeboten würde, das
> (die) mit chinesischen Zeichen beschriftet ist? Kaufst Du das (die)
> erstmal, um sicherheitshalber nachzuschauen, ob Du das (die) nicht doch
> lesen kannst, oder lehnst Du gleich dankend ab?
Es ist nur eine oder mehrere, *nicht* *zum* *Betrieb* *wichtige*,
Partition(en), mit der/n er nichts anfangen kann. deswegen komplett die
Arbeit zu verweigern, scheint mir unlogisch.
Das wäre, als wenn sich der Windows Boot-Loader weigern würde, Windows zu
booten, weil danach vielleicht noch Linux Partitionen kommen, die für ihn
ja auch unbekannt sind.
[...]
>> Ich vermute Ignoranz. Er wollte halt irgendwas für interessierte User
>> bereit stellen, aber keine Zeit auf das Medium selbst verwenden, sondern
>> nur auf das Entwickeln des OS selbst.
>
> Dann ist das "OS" selbst auch indiskutabel. Ein Betriebssystem entwickelt
> man nicht mit Ignoranz, sondern mit Sachkenntnis und Sorgfalt. Anderenfalls
> kommt nur Müll raus, damit ist das Befassen mit dem Zeugs eh vertane Zeit.
Er hat das nicht entwickelt, sondern Google Inc.
Der Maintainer hier macht dann das, was auch Leute machen, die zur
Entwicklung von Linux beitragen: u.a. exotische Treiber entwickeln - bis
der Kernel selbst den rtl8180 WLAN Treiber konnte, hatte ich einen
Treiber aus Sourcen gebaut, die da noch nicht den Segen von Linus selbst
hatten.
Derzeit läuft Chrome OS nur auf wenig Hardware. U.a. auf der der
Chromebooks. Und der "Lime-Entwickler" stellt eben Treiber für mehr
Hardware bereit.
[...]
>> Es gibt es auch schon zusammen mit Hardware zu kaufen. Nenn sich dann
>> Chromebook.
>
> Da kommen ja noch nichtmal die Bananen mit - die sind schon Früchte, wenn
> sie verschifft werden. Da wird schon der Same als fertiges Obst verkauft...
Chrome OS ist finstere Alpha. *Nicht* für den normalen Benutzer geeignet
oder bestimmt. Ausnahme, wenn man ein Chromebook erwirbt. Darauf, und nur
darauf, läuft es stabil.
Was ich hier mache; es auf "nicht zertifizierter Hardware" laufen zu
lassen, ist Spielerei. Und wenn etwas nicht funktioniert, ist das zu
erwarten.
Es werden noch Monate ins Land gehen, bis Google die erste Version frei
gibt, die für ONU bestimmt ist. Wenn überhaupt. Vielleicht bleibt es nur
für Chromebooks vorbestimmt.
<
http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Chrome_OS>
>> >> "chronos" und das Passwort ist "facepunch", auch um per sudo dann root
>> >> zu
>> > ^^^^^^^^^
>> > _Das_ passt dazu. Dem Benutzer eins in die Fresse hauen, das ist genau,
>> > was dieses Machwerk tut. Du bist Dir sicher, daß es sich dabei nicht um
>> > eine Malware-Site handelt?
>>
>> Die Seite ist einige Jahre alt. Und es ist ja Chromium OS. Wenn das
>> Malware wäre, wäre das IMO bekannt.
>
> Es _ist_ Malware. Oder besser, "Spyware". Schließlich kommt's von Google.
> Naja, wie eben heutzutage üblich.
Aber dann dürfte ich auch deren Chromium-Browser nicht einsetzen. Der
steht AFAIK genau so zu Chromium OS wie der Chrome-Browser zu Chrome OS.
AFAIK ist der Chromium-Browser gar Bestandteil gängiger Linux
Distributionen. Der Opera-Browser aber, weil kein Source Code verfügbar
ist, nicht.
"Chromium..." ist aus offenem Quellcode jeweils gebaut. Ich hätte in
beiden Fällen selbst kompilieren müssen, davon ausgehend, dass jemand den
Code geprüft hat. Aber ich vertraue den Binaries daraus.
> Die Menschheit ist auf dem Wege, wieder in den Zustand der primitiven
> Gesellschaften zurückzukehren, bei denen es dank Großraumhütten oder Zelten
> keine Privatsphäre und keine Individualität gab. Im nächsten Schrit gibt's
> dann keine Einfamilienwohnungen mehr, sondern nur noch Gemeinschaftshallen
> für alle Tätigkeiten. "Brave New World".
Damit hast du IMO gar Recht.