Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

[OT?] Chrome OS und Grub

40 views
Skip to first unread message

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 26, 2012, 7:53:21 PM1/26/12
to
Da Chrome OS noch zu neu ist, gibt es wohl noch keine eigene Gruppe. Da
es einen Linux Kern hat, ist es vielleicht gar on topic hier.

Ich habe Chrome OS (genauer Chromium OS Lime) auf einem USB-Stick
installiert. Es scheint auch dort Einstellungen zu speichern. Ist
allerdings recht langsam. Außerdem stört der eingesteckte Stick, wenn ich
das Notebook mal damit rum trage [um anzugeben ;-)].

So überlege ich, die auf der Festplatte vorhandene ca. 10 GB große
Windows Revovery Partition damit zu überschreiben, da die scheinbar
ebenfalls tot ist; zumindest nur Fehlermeldungen nach dem Laden wirft.

Google findet zwar einige Anleitungen, aber die sagen, man soll es per
"dd if=..." machen. Da das Image aber nur rund 256 MB groß ist, würde ich
doch den ganzen anderen Platz verschenken?

Kann die Partition nicht einfach nach ext2 (glaube ich dass Chrome OS die
will) formatieren, und einfach per "cp -a" kopieren? Ist ja auch "nur
Linux", mit dem man das machen kann.

GRUB2 sollte es dann booten können. Oder? Hat jemand schon Erfahrungen
damit gemacht?
--
Andreas
Linux: The choice of a GNU generation.

Frank Streitz

unread,
Jan 27, 2012, 3:30:40 AM1/27/12
to
Am 27.01.2012 01:53, schrieb Andreas Kohlbach:

> Google findet zwar einige Anleitungen, aber die sagen, man soll es per
> "dd if=..." machen. Da das Image aber nur rund 256 MB groß ist, würde ich
> doch den ganzen anderen Platz verschenken?

Dann richte Dir doch einfach so eine Minipartition ein.


Gruß, Frank

Uwe Premer

unread,
Jan 27, 2012, 5:57:54 AM1/27/12
to
Oder andere Möglichkeit:
einfach als VM unter irgendeinem Virtualisierer installieren.
Hatte ich mit Chrome OS auch schonmal gemacht und war dann enttäuscht,
weil meine Chrome OS Version nix konnte (wahrscheinlich zu früher
Entwicklungsstand).

Uwe

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 27, 2012, 8:46:14 PM1/27/12
to
Uwe Premer wrote on 27. January 2012:
>
> Am 27.01.2012 09:30 schrieb Frank Streitz:
>> Am 27.01.2012 01:53, schrieb Andreas Kohlbach:
>>
>>> Google findet zwar einige Anleitungen, aber die sagen, man soll es per
>>> "dd if=..." machen. Da das Image aber nur rund 256 MB groß ist, würde ich
>>> doch den ganzen anderen Platz verschenken?
>>
>> Dann richte Dir doch einfach so eine Minipartition ein.

Ich teile so ungern. ;-)

> Oder andere Möglichkeit:
> einfach als VM unter irgendeinem Virtualisierer installieren.
> Hatte ich mit Chrome OS auch schonmal gemacht und war dann enttäuscht,
> weil meine Chrome OS Version nix konnte (wahrscheinlich zu früher
> Entwicklungsstand).

Nein, es "kann" nichts und soll auch nicht. Es ist praktisch nur der
Chrome-Browser und Netzwerk drumherum. Selbst Einstellungen am System
werden innerhalb des Browser (über den Schraubenschlüssel, wie man das
für Chrome kennt) gemacht.

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 28, 2012, 7:18:49 PM1/28/12
to
Ich werde doch die derzeitige "Windows Recovery" Partition platt
machen. Backup habe ich gemacht. Dazu aber zwei Fragen.

Muss ich wissen, wo grub2 installiert ist? Und wenn ja, wie finde ich das
heraus? Beim alten grub konnte man das IIRC noch in menu.lst selbst
sehen, bei grub2 finde ich nichts. Meine Partitionstabelle sieht eben
noch so aus:

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sda1 2048 27265023 13631488 27 Hidden NTFS WinRE
/dev/sda2 * 27265024 27467775 101376 7 HPFS/NTFS/exFAT
/dev/sda3 27469824 222782323 97656250 7 HPFS/NTFS/exFAT
/dev/sda4 222783486 488396799 132806657 5 Extended
/dev/sda5 222783488 484395007 130805760 83 Linux
/dev/sda6 484397056 488396799 1999872 82 Linux swap /Solaris

Falls der nun in /dev/sda1 steckt, die ich ja mit dem Chrome OS
über bügeln will, kann ich nicht mehr von Platte booten.

Google fand noch, man könnte mittels dd ergründen, ob er in einer der
vorderen Partitionen ist:

dd if=/dev/sda1 bs=1 count=512 | grep -i grub

oder mit sda2 gibt keine Treffer. Gebe ich die Platte selbst an
(/dev/sda), kommt als erstes Buchstabensalat. Darf ich dann annehmen,
dass er im MBR steckt? Ich also /dev/sda1 platt machen kann?

Wenn dem so ist, würde ich per

dd if=/dev/sdb of=/dev/sda1

alles was auf dem Stick (sdb) auf die erste Partition bringen. Sollte man
noch ein "bs=X" hinterher werfen (Stick ist 4GB groß)? Dann ein paar
Zeilen in /etc/grub.d/40_custom einfügen, die ich dazu finden könnte. Und
abschließen ein update-grub, und beim nächsten Boot sollte alles
funktionieren.

Naja, wenn Chrome OS nicht geht, ist das kein Beinbruch. Aber Linux und
ggf. auch Windows sollten schon noch booten.

Frank Streitz

unread,
Jan 29, 2012, 2:50:13 AM1/29/12
to
Am 29.01.2012 01:18, schrieb Andreas Kohlbach:

> Ich werde doch die derzeitige "Windows Recovery" Partition platt
> machen. Backup habe ich gemacht. Dazu aber zwei Fragen.

> Muss ich wissen, wo grub2 installiert ist? Und wenn ja, wie finde ich das
> heraus? Beim alten grub konnte man das IIRC noch in menu.lst selbst
> sehen, bei grub2 finde ich nichts. Meine Partitionstabelle sieht eben

Steht alles in '/boot/grub/grub.cfg'.

[...]

> (/dev/sda), kommt als erstes Buchstabensalat. Darf ich dann annehmen,
> dass er im MBR steckt? Ich also /dev/sda1 platt machen kann?

> Wenn dem so ist, würde ich per

> dd if=/dev/sdb of=/dev/sda1

> alles was auf dem Stick (sdb) auf die erste Partition bringen. Sollte man
> noch ein "bs=X" hinterher werfen (Stick ist 4GB groß)? Dann ein paar
> Zeilen in /etc/grub.d/40_custom einfügen, die ich dazu finden könnte. Und
> abschließen ein update-grub, und beim nächsten Boot sollte alles
> funktionieren.

Ein 'update-grub' sollte eigentlich das OS auch ohne die Zeilen in
'/etc/grub.d/40_custom' finden.

> Naja, wenn Chrome OS nicht geht, ist das kein Beinbruch. Aber Linux und
> ggf. auch Windows sollten schon noch booten.

Wenn Du Grub nicht in den MBR installiert hast, solltest Du das
eigentlich noch wissen. ;-) Aber bei nur einem Linux auf der Platte gibt
es eigentlich keinen Grund, ihn in eine Partition zu installieren.

HTH Frank

Message has been deleted

Sieghard Schicktanz

unread,
Jan 29, 2012, 1:21:40 PM1/29/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Sat, 28 Jan 2012 19:18:49 -0500:

> oder mit sda2 gibt keine Treffer. Gebe ich die Platte selbst an
> (/dev/sda), kommt als erstes Buchstabensalat. Darf ich dann annehmen,
> dass er im MBR steckt? Ich also /dev/sda1 platt machen kann?

Nee, darfste nicht. Im MBR - 512 Byte, von denen einige auch noch die
Partitionstabelle enthalten - hat der bestimmt keinen Platz. Du hast doch
nicht etwa _mehr_ als nur den MBR ausgelesen? Der MBR enthält halt den
allerersten Schritt im Bootvorgang, und der muß möglichst primitiv sein.
Er startet den nächsten Schritt, der beim alten grub und offensichtlich
auch beim grub 2 aus einer umfangreicheren Routine besteht, die in den
Sektoren untergebracht ist, die _auf den MBR folgen_. (Bei grub "1" heißt
das "embedding".) Erst die holt sich beim grub 1 normalerweise den
endgültigen Lader mit der Bedienoberfläche; beim grub 2 könnte das auch
schon standardmäßig die letzte Stufe selber sein. Beide greifen dann
allerdings noch auf das Konfigurationsfile zurück, das in einem Filesystem
auf der Platte liegt, und holen sich von dort die Angaben, was von wo in
letzter Stufe zu booten ist (evtl. mit zusätzlicher Eingriffsmöglichkeit
durch den Benutzer).

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 29, 2012, 8:14:45 PM1/29/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 29. January 2012:
>
> Du schriebst am Sat, 28 Jan 2012 19:18:49 -0500:
>
>> oder mit sda2 gibt keine Treffer. Gebe ich die Platte selbst an
>> (/dev/sda), kommt als erstes Buchstabensalat. Darf ich dann annehmen,
>> dass er im MBR steckt? Ich also /dev/sda1 platt machen kann?
>
> Nee, darfste nicht. Im MBR - 512 Byte, von denen einige auch noch die
> Partitionstabelle enthalten - hat der bestimmt keinen Platz.

Ich hatte das trotzdem gemacht, vor dem Booten aber nochmal grub-install
ausgeführt. Grub kam wieder, konnte aber den neuen Eintrag (Chromium OS)
nicht booten, weil er IIRC den Kernel nicht finden konnte.

Als ich dann die Partitions-ID dann von der voreingestellten 27 auf ee
(das war die, die auf dem USB Stick, von dem ich Chromium OS dorthin
kopierte) änderte, kam Grub nur noch mit einem "Rescue Prompt". Er mochte
also die Partitions-ID "ee" nicht. Als ich die nur wieder (per
Live-Linux) zurück setzte, ging es wieder.

Mir wurde schon gesagt, dass Chrome OS aber möglicherweise mit gängiger
PC-Hardware (noch) nichts anfangen kann, bzw. davon Booten, kann. Auch
wenn es vom Stick selbst läuft.

Ich werde das erst mal sein lassen.

Danke allen.

Frank Streitz

unread,
Jan 30, 2012, 4:06:18 AM1/30/12
to
Am 29.01.2012 19:51, schrieb Andreas Kohlbach:

> Das

> | set root='(hd0,msdos5)'

> ?

1. Festplatte, Partition 5 (1. logische Partition).


Gruß, Frank

Sieghard Schicktanz

unread,
Jan 30, 2012, 2:13:28 PM1/30/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Sun, 29 Jan 2012 20:14:45 -0500:

> > Nee, darfste nicht. Im MBR - 512 Byte, von denen einige auch noch die
> > Partitionstabelle enthalten - hat der bestimmt keinen Platz.
>
> Ich hatte das trotzdem gemacht, vor dem Booten aber nochmal grub-install

Du hast _mit Sicherheit_ nicht nur den MBR untersucht, sondern erheblich
mehr, und deswegen in den weiteren Sektoren am Plattenanfang die Folge-
"Stufe" vom grub gefunden. Der Lader im MBR ist normalerweise nur in der
Lage, eine vorgegebene Anzahl Sektoren von einer vorgegebenen Stelle zu
holen, und genau das macht die "stage_1" beim grub.

> ausgeführt. Grub kam wieder, konnte aber den neuen Eintrag (Chromium OS)
> nicht booten, weil er IIRC den Kernel nicht finden konnte.

Mag sein, wenn der irgendwie "eigenartig" aufgebaut sein sollte oder wenn
die Installationsroutine vielleicht garnicht danach gesucht hat.

> Als ich dann die Partitions-ID dann von der voreingestellten 27 auf ee
> (das war die, die auf dem USB Stick, von dem ich Chromium OS dorthin
> kopierte) änderte, kam Grub nur noch mit einem "Rescue Prompt". Er mochte
> also die Partitions-ID "ee" nicht. Als ich die nur wieder (per
> Live-Linux) zurück setzte, ging es wieder.

Das ist allerdings eigenartig - seit wann kümmert sich der grub um
Partitions-IDs?
Ahhja: "ee" ist GPT - da hat er wohl einen ganz anderen Aufbau der Tabellen
erwartet und natürlich nicht gefunden.
Du hättest Dir mal die Partitionstypenliste von fdisk anzeigen lassen
sollen. Der Stick ist offenbar mit GPT eingerichtet, muß ja ein Riesending
sein... ];->

> Mir wurde schon gesagt, dass Chrome OS aber möglicherweise mit gängiger
> PC-Hardware (noch) nichts anfangen kann, bzw. davon Booten, kann. Auch
> wenn es vom Stick selbst läuft.

Vielleicht läuft's nur, wenn eine GPT vorhanden ist? Ist doch ein
"fortschrittliches" System...

> Ich werde das erst mal sein lassen.

Möglicherweise ... müssen. ?

(Vielleicht weiß da wer was zu GPT oder sonstige Voraussetzungen?)

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 30, 2012, 7:59:46 PM1/30/12
to
D.h. der Grub (bzw. die erste Stufe) ist dort? Sollte mich wundern.

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 30, 2012, 7:51:34 PM1/30/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 30. January 2012:
>
> Du schriebst am Sun, 29 Jan 2012 20:14:45 -0500:

[...]

>> Als ich dann die Partitions-ID dann von der voreingestellten 27 auf ee
>> (das war die, die auf dem USB Stick, von dem ich Chromium OS dorthin
>> kopierte) änderte, kam Grub nur noch mit einem "Rescue Prompt". Er mochte
>> also die Partitions-ID "ee" nicht. Als ich die nur wieder (per
>> Live-Linux) zurück setzte, ging es wieder.
>
> Das ist allerdings eigenartig - seit wann kümmert sich der grub um
> Partitions-IDs?

Das ist /eine/ der Sachen, die das Ganze fehlschlagen ließ.

Weiter, dass beim Einstecken hin und wieder selbst Nautilus keine Angaben
darüber machen kann, was auf dem Stick ist, beim nächsten Einstecken dann
zwei Einträge "C-ROOT" und "C-STATE" findet. Und so zwei Dinge mountet,
obwohl es nur "ein Device" ist:

/media/C-ROOT
/medua/C-STATE

Dann wieder zufällig wieder nicht weiß, was da drauf sein könnte, wenn
ich ihn wieder einstecke.

> Ahhja: "ee" ist GPT - da hat er wohl einen ganz anderen Aufbau der Tabellen
> erwartet und natürlich nicht gefunden.

GPT ist Neuland für mich. Muss mal sehen, wenn ich Zeit finde, mich da
rein zu lesen. Weihnachten? ;-)

> Du hättest Dir mal die Partitionstypenliste von fdisk anzeigen lassen

Ich hatte cfdisk genommen. Und dann aus der "27" ein "ee" gemacht, was
Grub in den Rescue-Mode starten ließ beim nächsten Boot. Nach dem Ändern
direkt noch ein Hinweis, dass es Probleme beim Lesen der [geänderten]
Partitionstabelle gäbe, und ich mal booten solle, um das Problem
möglicherweise zu beseitigen.

> sollen. Der Stick ist offenbar mit GPT eingerichtet, muß ja ein Riesending
> sein... ];->

Nur 4 GB. Das OS davon selbst etwa 2 GB.

Aber sollte es nicht das OS vorschreiben, was die Partitions-ID ist?

>> Mir wurde schon gesagt, dass Chrome OS aber möglicherweise mit gängiger
>> PC-Hardware (noch) nichts anfangen kann, bzw. davon Booten, kann. Auch
>> wenn es vom Stick selbst läuft.
>
> Vielleicht läuft's nur, wenn eine GPT vorhanden ist? Ist doch ein
> "fortschrittliches" System...

Wie gesagt, ich weiß nicht, was GPT ist. Ich muss da also mal bei
gehen. Hat jemand einen Pointer für Anfänger?

>> Ich werde das erst mal sein lassen.
>
> Möglicherweise ... müssen. ?
>
> (Vielleicht weiß da wer was zu GPT oder sonstige Voraussetzungen?)

Siehe oben.

Eben mal was ich beim, Updaten von Grunb finde, wenn der Stick eingesteckt
ist (lange Zeilen, sorry):

Jan 30 19:57:55 localhost linux-boot-prober: debug: found boot partition /dev/BOOT for linux system on /dev/sdb3, but cannot map to existing device
Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug: running /usr/lib/linux-boot-probes/mounted/40grub on mounted /dev/sdb3
Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug: running /usr/lib/linux-boot-probes/mounted/40grub2 on mounted /dev/sdb3
Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug: running /usr/lib/linux-boot-probes/mounted/50lilo on mounted /dev/sdb3
Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug: running /usr/lib/linux-boot-probes/mounted/90fallback on mounted /dev/sdb3
Jan 30 19:57:56 localhost 90fallback: result: /dev/sdb3:/dev/sdb3::/boot/vmlinuz-3.0.13::root=/dev/sdb3
Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug: /usr/lib/linux-boot-probes/mounted/90fallback succeeded
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.580588] usb 1-2: USB disconnect, device number 3
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.611163] EXT2-fs (sdb3): previous I/O error to superblock detected
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.611169]
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.621529] EXT2-fs (sdb3): previous I/O error to superblock detected
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.621536]
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.662806] EXT2-fs (sdb3): previous I/O error to superblock detected
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.662812]
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.679704] EXT2-fs (sdb3): previous I/O error to superblock detected
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.679710]
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.687781] Buffer I/O error on device sdb1, logical block 131072
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.691957] lost page write due to I/O error on sdb1
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.696197] JBD2: I/O error detected when updating journal superblock for sdb1-8.
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.700713] EXT2-fs (sdb3): previous I/O error to superblock detected
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.700718]
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.708132] Buffer I/O error on device sdb1, logical block 0
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.708142] lost page write due to I/O error on sdb1
Jan 30 19:58:07 localhost kernel: [16955.740124] EXT2-fs (sdb3): previous I/O error to superblock detected

Sieghard Schicktanz

unread,
Jan 30, 2012, 8:39:23 PM1/30/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Mon, 30 Jan 2012 19:51:34 -0500:

> > Das ist allerdings eigenartig - seit wann kümmert sich der grub um
> > Partitions-IDs?
>
> Das ist /eine/ der Sachen, die das Ganze fehlschlagen ließ.

Nein, jedenfalls nicht in der Weise, daß da eine _Partitions-ID_ für den
grub unbekömmlich gewesen wäre - er wurde durch diese Information
vollkommen fehlgeleitet.

> > Ahhja: "ee" ist GPT - da hat er wohl einen ganz anderen Aufbau der
> > Tabellen erwartet und natürlich nicht gefunden.
>
> GPT ist Neuland für mich. Muss mal sehen, wenn ich Zeit finde, mich da
> rein zu lesen. Weihnachten? ;-)

GPT ist eine alternative Plattenstruktur zum (für IBM-kompatible PCs)
"herkömmlichen" Partitionierungsschema.
(Allerdings ist das so ziemlich das einzige, was ich darüber mit einiger
Sicherheit sagen kann - mangels Zugriffsmöglichkeiten habe ich damit noch
überhaupt keine Erfahrung.)

> > Du hättest Dir mal die Partitionstypenliste von fdisk anzeigen lassen
>
> Ich hatte cfdisk genommen. Und dann aus der "27" ein "ee" gemacht, was

Ja, und damit dem grub vorgegaukelt, er müßte eine GPT-Platte ansprechen.
Damit hat er sich dann so gründlich verlaufen, daß es

> Grub in den Rescue-Mode starten ließ beim nächsten Boot. Nach dem Ändern
> direkt noch ein Hinweis, dass es Probleme beim Lesen der [geänderten]
> Partitionstabelle gäbe, und ich mal booten solle, um das Problem
> möglicherweise zu beseitigen.

"Vorspiegelung falscher Tatsachen"...
(wenn auch unbekannterweise Deinerseits;)

> > sollen. Der Stick ist offenbar mit GPT eingerichtet, muß ja ein
> > Riesending sein... ];->
>
> Nur 4 GB. Das OS davon selbst etwa 2 GB.

Naja, das Partitionierungsschem ist weitestgehend unabhängig von der
Dateträgergröße.

> Aber sollte es nicht das OS vorschreiben, was die Partitions-ID ist?

Für Windows schon, das richtet sich danach. Linux hat sich darum noch nie
groß gekümmert. Aber das richtige Partitionierungsschema muß es (bzw. sein
Lader) halt doch kennen.

> Wie gesagt, ich weiß nicht, was GPT ist. Ich muss da also mal bei
> gehen. Hat jemand einen Pointer für Anfänger?

Der große Datenkrake mit den vielen "o"s? Evtl. reicht schon die Abkürzung
"GPT" in Verbindung mit "Festplatte" oder "Partitionierung". U.U. findet
sich auch was in den man pages von Linux.

[...]
> Eben mal was ich beim, Updaten von Grunb finde, wenn der Stick eingesteckt
^^^^^ was'n das schon wieder? ;->
> ist (lange Zeilen, sorry):
>
> Jan 30 19:57:55 localhost linux-boot-prober: debug: found boot
> partition /dev/BOOT for linux system on /dev/sdb3, but cannot map to
> existing device Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug:

War das mit der umcodierten Partitions-ID? Da hat der Eintrag für eine
_Platten_-Struktur zu einer _Partition_ wohl udev "ein wenig" verblüfft...

Helmut Hullen

unread,
Jan 31, 2012, 1:28:00 AM1/31/12
to
Hallo, Andreas,

Du meintest am 28.01.12:

> Ich werde doch die derzeitige "Windows Recovery" Partition platt
> machen. Backup habe ich gemacht. Dazu aber zwei Fragen.

> Muss ich wissen, wo grub2 installiert ist? Und wenn ja, wie finde ich
> das heraus?

Ein Teil von "Grub2" steckt entweder im MBR oder aber im 1. Sektor der
derart eingerichteten Partition.

Ich habe mir gerade den 1. Sektor einer solchen Partition angeschaut
(Grub2, nach sdc1 installiert): er endet mit "55AA", ab 0x0188 stehen
die Texte "GRUB", "Geom", "Hard Disk", "Read" und " Error".

Vermutlich suchen Programme wie "SuperGrub2" auch erst mal nach solchen
Indizien.

Einige weitere Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Master_Boot_Record#GRUB

Unterhalb von "/boot/grub/grub.cfg" findest Du (bei Grub2) auch die
Textblöcke, die zu den beim Booten angezeigten Möglichkeiten gehören;
sie beginnen mit "menuentry".

Einfach eine "hidden NTFs"-Partition von 27 nach ee zu ändern, ändert
nichts am Inhalt dieser Partition, insbesondere wird daraus (noch) keine
GPT- oder Linux-Partition. Und soweit ich das verstanden habe, legt
Grub(2) seine (lesbaren) Informationen in einer Linux-Partition ab,
nicht aber in einer Windows-/NTFS-Partition.

Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

Frank Streitz

unread,
Jan 31, 2012, 3:09:56 AM1/31/12
to
Am 31.01.2012 01:59, schrieb Andreas Kohlbach:
> Frank Streitz wrote on 30. January 2012:

>>> Das

>>> | set root='(hd0,msdos5)'

>>> ?

>> 1. Festplatte, Partition 5 (1. logische Partition).

> D.h. der Grub (bzw. die erste Stufe) ist dort? Sollte mich wundern.

Nein, das heißt es nicht! ;-) Es heißt genau das, was ich geschrieben
habe und nicht mehr.

Es bedeutet nur, daß dort der Kernel liegt, den grub booten soll, und
der Rest von grub, der nicht in den mbr paßt, wird auch von da geholt.

Gruß, Frank

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 31, 2012, 7:52:44 PM1/31/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 30. January 2012:
>
> Du schriebst am Mon, 30 Jan 2012 19:51:34 -0500:
>
>> > Das ist allerdings eigenartig - seit wann kümmert sich der grub um
>> > Partitions-IDs?
>>
>> Das ist /eine/ der Sachen, die das Ganze fehlschlagen ließ.
>
> Nein, jedenfalls nicht in der Weise, daß da eine _Partitions-ID_ für den
> grub unbekömmlich gewesen wäre - er wurde durch diese Information
> vollkommen fehlgeleitet.

Das sollte heißen, er kennt ee (noch?) nicht?

> [...]
>> Eben mal was ich beim, Updaten von Grunb finde, wenn der Stick eingesteckt
> ^^^^^ was'n das schon wieder? ;->

Tippfeller. ;-)

>> ist (lange Zeilen, sorry):
>>
>> Jan 30 19:57:55 localhost linux-boot-prober: debug: found boot
>> partition /dev/BOOT for linux system on /dev/sdb3, but cannot map to
>> existing device Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug:
>
> War das mit der umcodierten Partitions-ID? Da hat der Eintrag für eine
> _Platten_-Struktur zu einer _Partition_ wohl udev "ein wenig" verblüfft...

Das war der USB Stick selbst. Als ich den Stick eingesteckt hatte, und
update-grub machte. Mittlerweile habe ich die erstellten Einträge wieder
entfernt. Booten konnte er davon nicht, und brauch er ja auch nicht. Weil
der Rechner ja selbst von USB das Chromium OS booten kann.

Andreas Kohlbach

unread,
Jan 31, 2012, 9:29:36 PM1/31/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 30. January 2012:
>
> Du schriebst am Mon, 30 Jan 2012 19:51:34 -0500:
>
>> Jan 30 19:57:55 localhost linux-boot-prober: debug: found boot
>> partition /dev/BOOT for linux system on /dev/sdb3, but cannot map to
>> existing device Jan 30 19:57:56 localhost linux-boot-prober: debug:
>
> War das mit der umcodierten Partitions-ID? Da hat der Eintrag für eine
> _Platten_-Struktur zu einer _Partition_ wohl udev "ein wenig" verblüfft...

Ich habe hier nochmal die "normalen" Meldungen, wenn er nur eingesteckt
wird. Nur das Wesentliche:

[ 6918.596282] GPT:Primary header thinks Alt. header is not at the end of the disk.
[ 6918.596438] GPT:4005922 != 7669823
[ 6918.596508] GPT:Alternate GPT header not at the end of the disk.
[ 6918.596625] GPT:4005922 != 7669823
[ 6918.596693] GPT: Use GNU Parted to correct GPT errors.
[ 6918.596866] sdb: sdb1 sdb2 sdb3 sdb4 sdb5 sdb6 sdb7 sdb8 sdb9 sdb10 sdb11 sdb12

Nun weiß nicht nicht, ob das Image auf dem Stick "technisch kaputt" ist,
oder Linux tatsächlich nichts mit GPT anfangen kann. Ich werde da jedenfalls
nicht gparted heran gehen. Denn er bootet ja.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 1, 2012, 2:52:24 PM2/1/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Tue, 31 Jan 2012 19:52:44 -0500:

> > Nein, jedenfalls nicht in der Weise, daß da eine _Partitions-ID_ für den
> > grub unbekömmlich gewesen wäre - er wurde durch diese Information
> > vollkommen fehlgeleitet.
>
> Das sollte heißen, er kennt ee (noch?) nicht?

Ne, soll's nicht heißen. Allerdings ist das Spekulation meinerseits. Wie
letztens gesagt, habe ich mit GPTs noch keinen persönlichen Kontakt gehabt.
Ich könnte mir vorstellen, daß ihn die GPT-Kennung veranlasst hat, diese
Partition nicht als solche, sondern als eigenständige Platte mit eigener
Partitionierung anzusehen und zu versuchen, eine GPT-Struktur darauf zu
finden.

...
> >> Jan 30 19:57:55 localhost linux-boot-prober: debug: found boot
> >> partition /dev/BOOT for linux system on /dev/sdb3, but cannot map to
...
> Das war der USB Stick selbst. Als ich den Stick eingesteckt hatte, und
> update-grub machte. Mittlerweile habe ich die erstellten Einträge wieder

Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die Partition
kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der Partitionierung?

Zum Stick schriebst Du am Tue, 31 Jan 2012 21:29:36 -0500 ja:

> Ich habe hier nochmal die "normalen" Meldungen, wenn er nur eingesteckt
> wird. Nur das Wesentliche:
>
> [ 6918.596282] GPT:Primary header thinks Alt. header is not at the end of
> the disk. [ 6918.596438] GPT:4005922 != 7669823

Da ist wohl auch noch ein Problem mit der Partitionierungsstruktur des
Sticks selber vorhanden - GPT verlangt AFAIR irgendeinen bestimmten Eintrag
im letzten Sektor des Datenträgers, und der fehlt offenbar.
(Das kann ja auch noch heiter werden, wenn mal die SSDs und Flash-Speicher
mit GPT daherkommen - wenn bei denen die Sektoren der Reihe nach ausfallen,
weil sie verbraucht sind, dann könnte die Stelle, die als "letzter Sektor"
fungiert, recht beweglich werden. Ob das GPT-Schema _damit_ zurechtkommt?)

> [ 6918.596508] GPT:Alternate GPT header not at the end of the disk.
> [ 6918.596625] GPT:4005922 != 7669823

Oh - da ist ja eine recht happige Diskrepanz. Ist dieser Stick evtl. selber
eine (unvollständige bzw. abgeschnittene) Kopie eines anderen Mediums?
4005922 kommt für einen 4GB-Stick hin, aber das Original scheint (7669823)
ca. 7,5GB groß gewesen zu sein?

> [ 6918.596693] GPT: Use GNU Parted to correct GPT errors.

Das ist eine Aufforderung.

> [ 6918.596866] sdb: sdb1 sdb2 sdb3 sdb4 sdb5 sdb6 sdb7 sdb8 sdb9 sdb10
> sdb11 sdb12

12 Partitionen. Interessant, aber nicht recht plausibel...
Sind evtl. beim Kopieren "einfach" die hinteren Partitionen (ab sdb2)
weggelassen worden?

> Nun weiß nicht nicht, ob das Image auf dem Stick "technisch kaputt" ist,
> oder Linux tatsächlich nichts mit GPT anfangen kann. Ich werde da

Ersteres wahrscheinlich, letzteres definitiv nicht, jedenfalls nicht bei
neueren Kerneln. Wie alt ist denn Deiner, kann der schon GPT? (Aber frag
_damit_ bitte nicht mich - ich hab' die Entwicklung mangels
Anwendungsmöglichkeit nur ganz am Rand verfolgt.)

> jedenfalls nicht gparted heran gehen. Denn er bootet ja.

Auch'n Argument...

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 2, 2012, 7:07:03 PM2/2/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 01. February 2012:
>
> Du schriebst am Tue, 31 Jan 2012 19:52:44 -0500:
> ...
>> >> Jan 30 19:57:55 localhost linux-boot-prober: debug: found boot
>> >> partition /dev/BOOT for linux system on /dev/sdb3, but cannot map to
> ...
>> Das war der USB Stick selbst. Als ich den Stick eingesteckt hatte, und
>> update-grub machte. Mittlerweile habe ich die erstellten Einträge wieder
>
> Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die Partition
> kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der Partitionierung?

Ja, ganz schnöde "dd if=chromiumos.img of=/dev/sdb -bs=4M" oder so.

> Zum Stick schriebst Du am Tue, 31 Jan 2012 21:29:36 -0500 ja:
>
>> Ich habe hier nochmal die "normalen" Meldungen, wenn er nur eingesteckt
>> wird. Nur das Wesentliche:
>>
>> [ 6918.596282] GPT:Primary header thinks Alt. header is not at the end of
>> the disk. [ 6918.596438] GPT:4005922 != 7669823
>
> Da ist wohl auch noch ein Problem mit der Partitionierungsstruktur des
> Sticks selber vorhanden - GPT verlangt AFAIR irgendeinen bestimmten Eintrag
> im letzten Sektor des Datenträgers, und der fehlt offenbar.
> (Das kann ja auch noch heiter werden, wenn mal die SSDs und Flash-Speicher
> mit GPT daherkommen - wenn bei denen die Sektoren der Reihe nach ausfallen,
> weil sie verbraucht sind, dann könnte die Stelle, die als "letzter Sektor"
> fungiert, recht beweglich werden. Ob das GPT-Schema _damit_ zurechtkommt?)

Dann war das "dd" vielleicht nicht gut. Ich habe es aber genau nach
Anleitung von <http://hexxeh.net/> gemacht. Und es geht zumindest, wenn
ich von Stick selbst boote. [1]

>> [ 6918.596508] GPT:Alternate GPT header not at the end of the disk.
>> [ 6918.596625] GPT:4005922 != 7669823
>
> Oh - da ist ja eine recht happige Diskrepanz. Ist dieser Stick evtl. selber
> eine (unvollständige bzw. abgeschnittene) Kopie eines anderen Mediums?
> 4005922 kommt für einen 4GB-Stick hin, aber das Original scheint (7669823)
> ca. 7,5GB groß gewesen zu sein?

Hmm. Vielleicht hat der Maintainer es versaut.

ls -l ChromeOS-Lime-1563.0.2012_01_20_1718-r69628700.img
-rwxr-x--- 2 meinereiner www-data 2051032576 Jan 29 15:20 ChromeOS-Lime-1563.0.2012_01_20_1718-r69628700.img

Also rund 2GB die Datei, die ich saugte.

>> [ 6918.596693] GPT: Use GNU Parted to correct GPT errors.
>
> Das ist eine Aufforderung.

Der ich nicht Folge leisten mag, weil es ja an sich vom Stick
funktioniert.

Weiter lasse ich das ganz bleiben, da ich offenbar mit Grub auch
gedanklich überfordert bin. Denn sda1 ist das einzige, was ich frei
habe. Und so Grub dort Teile hat, soll er die behalten.

Weil als ich nur die Partitions-ID von sda1 änderte, konnte Grub sich
selbst schon nicht mehr laden. Und die werde ich sicher wieder ändern
müssen, so ich Chromium OS von Platte starten will.

>> [ 6918.596866] sdb: sdb1 sdb2 sdb3 sdb4 sdb5 sdb6 sdb7 sdb8 sdb9 sdb10
>> sdb11 sdb12
>
> 12 Partitionen. Interessant, aber nicht recht plausibel...
> Sind evtl. beim Kopieren "einfach" die hinteren Partitionen (ab sdb2)
> weggelassen worden?

Das kann gut sein.

[...]

Ich möchte daher nicht eure Zeit weiter verschwenden. Auch wenn ich doch
an einer Lösung interessiert wäre, möchte ich aber nicht weiter an meiner
Partition herum spielen, oder den Stick verändern.

Wer vielleicht einen 4 GB Stick frei hat, kann ja den das Image (man
sollte wohl "Lime" nehmen, da "Vanilla" wenig Hardware unterstützt) holen
und selbst testen.

Gestern hatte ich endlich Passworte ergoogeln können (username ist
"chronos" und das Passwort ist "facepunch", auch um per sudo dann root zu
werden ist es "facepunch"). Wenn man per CTRL-ALT-F2 auf eine Shell
kommt, fühlt sich das schon an wie Linux (ist es ja auch). :-) Auf F8
btw. läuft das Log runter, mit F1 kommt man wieder in den "Browser".

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 3, 2012, 4:00:27 PM2/3/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Thu, 02 Feb 2012 19:07:03 -0500:

> > Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die
^^^^^^^^^^^^^^^^^
> > Partition kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der Partitionierung?
> ^^^^^^^^^
> Ja, ganz schnöde "dd if=chromiumos.img of=/dev/sdb -bs=4M" oder so.

Das war _nicht_ die angesprochene Aktion.

...
> >> [ 6918.596282] GPT:Primary header thinks Alt. header is not at the end
> >> of the disk. [ 6918.596438] GPT:4005922 != 7669823
...
> Dann war das "dd" vielleicht nicht gut. Ich habe es aber genau nach

Offenbar nicht, aber evtl. sogar nicht mal eines der von Dir gemachten.

> Hmm. Vielleicht hat der Maintainer es versaut.
>
> -rwxr-x--- 2 meinereiner www-data 2051032576 Jan 29 15:20
^^^^^^^^^^
> ChromeOS-Lime-1563.0.2012_01_20_1718-r69628700.img

Das geht drunter und drüber - das _image_ ist selber nur _2_GB groß - warum
hast Du das eigentlich auf'n _4_GB-Steckerl gebraten?
Wenn _das_ in der "Anleitung" stand, die ein "Maintainer" geliefert hat,
dann wär's evtl. angeraten, wenn Du bekanntgäbst, _wo_ Du dieses Machwerk
herhast, daß man sich davon und von anderen Ergüssen dieser Quelle
fernhalten kann...

> gedanklich überfordert bin. Denn sda1 ist das einzige, was ich frei
> habe. Und so Grub dort Teile hat, soll er die behalten.

Wenn die Partition _frei_ ist, dann kann er dort keine Teile haben. Aber
schriebst Du nicht mal, daß das eine NTFS-Partition wäre? Dann ist es
höchst unwahrscheinlich, daß da ein grub drauf instaliert wurde - der wird
im allgemeinen nicht von Windows installiert, sondern von einer Linux-
Distribution, und die pflegen sowas nicht in Partitionen fremder
Betriebssysteme zu machen. Aber was Du tust, ist immer Deine Entscheidung.

> Weil als ich nur die Partitions-ID von sda1 änderte, konnte Grub sich
> selbst schon nicht mehr laden. Und die werde ich sicher wieder ändern
> müssen, so ich Chromium OS von Platte starten will.

Solange Du die in "ee" änder(n mus)st, wird sich der grub dann sicher wieder
verschlucken.

> > 12 Partitionen. Interessant, aber nicht recht plausibel...
> > Sind evtl. beim Kopieren "einfach" die hinteren Partitionen (ab sdb2)
> > weggelassen worden?
>
> Das kann gut sein.

Das ist dann ein ernsthafter Fehler - in dem Fall erzeug man auf dem
Zielmedium eine _neue_, _angepaßte_ Partitionierung. Wer das _nicht_ tut,
zeigt deutliche Anzeichen von gesteigerter Inkompetenz. Oder
rücksichtsloser Ignoranz.

> [...]
> Wer vielleicht einen 4 GB Stick frei hat, kann ja den das Image (man
> sollte wohl "Lime" nehmen, da "Vanilla" wenig Hardware unterstützt) holen
> und selbst testen.

a) Nur, wenn Du sagtest, von wo man das bekommt
b) _nicht_ _dieses_ - das ist definitiv kaputt
c) auch kein anderes, weil zu erwarten ist, daß das genauso gepfuscht ist.

> Gestern hatte ich endlich Passworte ergoogeln können (username ist
> "chronos" und das Passwort ist "facepunch", auch um per sudo dann root zu
^^^^^^^^^
_Das_ passt dazu. Dem Benutzer eins in die Fresse hauen, das ist genau, was
dieses Machwerk tut. Du bist Dir sicher, daß es sich dabei nicht um eine
Malware-Site handelt?

Danke, bin bedient.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 3, 2012, 8:11:09 PM2/3/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 03. February 2012:
>
> Du schriebst am Thu, 02 Feb 2012 19:07:03 -0500:
>
>> > Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> > Partition kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der Partitionierung?
>> ^^^^^^^^^
>> Ja, ganz schnöde "dd if=chromiumos.img of=/dev/sdb -bs=4M" oder so.
>
> Das war _nicht_ die angesprochene Aktion.

Ich habe das Image auf den "ganzen" Stick direkt kopiert, nicht in eine
seiner Partitionen. Aber ich denke, dass das der "Fehler" war.
>>
>> -rwxr-x--- 2 meinereiner www-data 2051032576 Jan 29 15:20
> ^^^^^^^^^^
>> ChromeOS-Lime-1563.0.2012_01_20_1718-r69628700.img
>
> Das geht drunter und drüber - das _image_ ist selber nur _2_GB groß - warum
> hast Du das eigentlich auf'n _4_GB-Steckerl gebraten?

Weil ich keinen Kleineren hatte. ;-)

Der Einfachheit halber. Sonst hätte ich erst Partitionen einrichten
müssen, mich um MBR etc. kümmern müssen. So ging es direkt.

> Wenn _das_ in der "Anleitung" stand, die ein "Maintainer" geliefert hat,
> dann wär's evtl. angeraten, wenn Du bekanntgäbst, _wo_ Du dieses Machwerk
> herhast, daß man sich davon und von anderen Ergüssen dieser Quelle
> fernhalten kann...
>
>> gedanklich überfordert bin. Denn sda1 ist das einzige, was ich frei
>> habe. Und so Grub dort Teile hat, soll er die behalten.
>
> Wenn die Partition _frei_ ist, dann kann er dort keine Teile haben. Aber
> schriebst Du nicht mal, daß das eine NTFS-Partition wäre? Dann ist es
> höchst unwahrscheinlich, daß da ein grub drauf instaliert wurde - der wird
> im allgemeinen nicht von Windows installiert, sondern von einer Linux-
> Distribution, und die pflegen sowas nicht in Partitionen fremder
> Betriebssysteme zu machen. Aber was Du tust, ist immer Deine Entscheidung.

Ich hatte erst Windows installiert. Und danach Linux. Und nicht gemerkt,
wo Grub seine Teile hin kopierte bei seiner Installation. Und das kann
ich offenbar auch nicht herausfinden.

Ich kann nur raten: warum weigert Grub das Laden seiner selbst, wenn ich
die Partitions-ID (27, was eine versteckte Recovery Partition war; nun
habe ich ja Chromium darauf kopiert) ändere? Das kann doch nur heißen,
dass Grub dort Teile von sich haben muss. Andernfalls muss es Grub egal
sein, wenn er eine der Partitionen nicht erkennt. Die hat er dann zu
ignorieren.

>> Weil als ich nur die Partitions-ID von sda1 änderte, konnte Grub sich
>> selbst schon nicht mehr laden. Und die werde ich sicher wieder ändern
>> müssen, so ich Chromium OS von Platte starten will.
>
> Solange Du die in "ee" änder(n mus)st, wird sich der grub dann sicher wieder
> verschlucken.

Was wäre ihm denn sonst genehm? Und auch Chromium OS, was dort nun ist?

>> > 12 Partitionen. Interessant, aber nicht recht plausibel...
>> > Sind evtl. beim Kopieren "einfach" die hinteren Partitionen (ab sdb2)
>> > weggelassen worden?
>>
>> Das kann gut sein.
>
> Das ist dann ein ernsthafter Fehler - in dem Fall erzeug man auf dem
> Zielmedium eine _neue_, _angepaßte_ Partitionierung. Wer das _nicht_ tut,
> zeigt deutliche Anzeichen von gesteigerter Inkompetenz. Oder
> rücksichtsloser Ignoranz.

Ich vermute Ignoranz. Er wollte halt irgendwas für interessierte User
bereit stellen, aber keine Zeit auf das Medium selbst verwenden, sondern
nur auf das Entwickeln des OS selbst.

>> [...]
>> Wer vielleicht einen 4 GB Stick frei hat, kann ja den das Image (man
>> sollte wohl "Lime" nehmen, da "Vanilla" wenig Hardware unterstützt) holen
>> und selbst testen.
>
> a) Nur, wenn Du sagtest, von wo man das bekommt

Hatte ich <http://chromeos.hexxeh.net/lime.php> nicht schon genannt?

> b) _nicht_ _dieses_ - das ist definitiv kaputt

Es gibt andere Sourcen.

> c) auch kein anderes, weil zu erwarten ist, daß das genauso gepfuscht ist.

Das heißt, Chromium OS (oder Chrome OS), was Google wohl 2013 auf den
Markt werfen will, ist kaputt? Nun, derzeit ist es übelstes Alpha. Nur
zum Testen.

Und die code.google.com Seiten sind voll von Leuten, die sich um Bugs
etc. kümmern.

Es gibt es auch schon zusammen mit Hardware zu kaufen. Nenn sich dann
Chromebook.

>> Gestern hatte ich endlich Passworte ergoogeln können (username ist
>> "chronos" und das Passwort ist "facepunch", auch um per sudo dann root zu
> ^^^^^^^^^
> _Das_ passt dazu. Dem Benutzer eins in die Fresse hauen, das ist genau, was
> dieses Machwerk tut. Du bist Dir sicher, daß es sich dabei nicht um eine
> Malware-Site handelt?

Die Seite ist einige Jahre alt. Und es ist ja Chromium OS. Wenn das
Malware wäre, wäre das IMO bekannt.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 4, 2012, 1:38:12 PM2/4/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Fri, 03 Feb 2012 20:11:09 -0500:

> >> > Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die
> > ^^^^^^^^^^^^^^^^^
> >> > Partition kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der
> >> ^^^^^^^^^
> >> Ja, ganz schnöde "dd if=chromiumos.img of=/dev/sdb -bs=4M" oder so.
> >
> > Das war _nicht_ die angesprochene Aktion.
>
> Ich habe das Image auf den "ganzen" Stick direkt kopiert, nicht in eine
> seiner Partitionen. Aber ich denke, dass das der "Fehler" war.

Ja, eben, _das_ war _nicht_ die angesprochene Reaktion. Lies halt mal, was
man Dir schreibt - ich hatte die Situation gemeint, die Du so erzählt
hattest, daß Dein Computer nicht mehr starten wollte, nachdem Du _den
Stick_ auf (eine Partition) Deine(r) _Festplatte_ kopiert hattest. Damit
fing doch die ganze G'schicht an, oder ist das jetzt alles garnicht wahr?

> > Das geht drunter und drüber - das _image_ ist selber nur _2_GB groß -
> > warum hast Du das eigentlich auf'n _4_GB-Steckerl gebraten?
>
> Weil ich keinen Kleineren hatte. ;-)

Nagut, _so_ könnte man das durchgehen lassen. Dann _empfehle_ aber nicht an
anderer Stelle:
> >> Wer vielleicht einen 4 GB Stick frei hat, kann ja den das Image (man
> >> sollte wohl "Lime" nehmen, da "Vanilla" wenig Hardware unterstützt)
> >> holen und selbst testen.

daß das _andere_ auch so machen sollten. Das kam so, als ob das von der
offerierenden WebSite so _verlangt_ würde. Solche Schlampereien können
unangenehme Folgen nach sich ziehen.

> Ich hatte erst Windows installiert. Und danach Linux. Und nicht gemerkt,
> wo Grub seine Teile hin kopierte bei seiner Installation. Und das kann
> ich offenbar auch nicht herausfinden.

Machst Du immer die Augan zu, wenn Du vor einem Computer-Bildschirm sitzt
und die Tastatur bedienst? (Sorry, da fällt mir kein "Smilie" zu ein...)

> Ich kann nur raten: warum weigert Grub das Laden seiner selbst, wenn ich
> die Partitions-ID (27, was eine versteckte Recovery Partition war; nun
> habe ich ja Chromium darauf kopiert) ändere? Das kann doch nur heißen,
> dass Grub dort Teile von sich haben muss. Andernfalls muss es Grub egal

Nee, das kann auch eine Sicherheitsmaßnahme sein, weil _diese_ Version von
grub mit der erkannten Partitionierung nicht arbeitsfähig ist. In Deinem
Fall etwa, weil die installierte "normale" Version für das MsDOS-
Partitionierungsschema nicht mit einer GPT arbeiten kann, evtl. sogar diese
beschädigen könnte.

> sein, wenn er eine der Partitionen nicht erkennt. Die hat er dann zu
> ignorieren.

Wenn es eine reguläre Partition ist, könnte man so argumentieren. Du hast
ihm aber eine hybride Partitionierung vorgesetzt, die widersprüchliche
Partitionierungsschemata enthielt und damit anscheinend eine (Fehl-)
Interpretation als unbenutzbar auslöste.
Was machtest Du, wenn Dir ein Buch (oder eine DvD) angeboten würde, das
(die) mit chinesischen Zeichen beschriftet ist? Kaufst Du das (die)
erstmal, um sicherheitshalber nachzuschauen, ob Du das (die) nicht doch
lesen kannst, oder lehnst Du gleich dankend ab?

> Was wäre ihm denn sonst genehm? Und auch Chromium OS, was dort nun ist?

Dem grub wohl alles außer Kennungen für _Partitionierungsschemata_, also
wenigstens nicht "ee", auch nicht "ef" und "f0", denke ich.
Dem Chromium OS? _Das_ wirst Du ausprobieren müssen. Oder anderweitg
erfragen.

> Ich vermute Ignoranz. Er wollte halt irgendwas für interessierte User
> bereit stellen, aber keine Zeit auf das Medium selbst verwenden, sondern
> nur auf das Entwickeln des OS selbst.

Dann ist das "OS" selbst auch indiskutabel. Ein Betriebssystem entwickelt
man nicht mit Ignoranz, sondern mit Sachkenntnis und Sorgfalt. Anderenfalls
kommt nur Müll raus, damit ist das Befassen mit dem Zeugs eh vertane Zeit.

> > a) Nur, wenn Du sagtest, von wo man das bekommt
>
> Hatte ich <http://chromeos.hexxeh.net/lime.php> nicht schon genannt?

Ne, nicht bisher. Liest sich schon so vertrauenswürdig.

> > b) _nicht_ _dieses_ - das ist definitiv kaputt
>
> Es gibt andere Sourcen.

Die wären dann auf Richtigkeit zu prüfen.

> > c) auch kein anderes, weil zu erwarten ist, daß das genauso gepfuscht
> > ist.

> Das heißt, Chromium OS (oder Chrome OS), was Google wohl 2013 auf den
> Markt werfen will, ist kaputt? Nun, derzeit ist es übelstes Alpha. Nur
> zum Testen.

"It shows". Glamorously.

> Es gibt es auch schon zusammen mit Hardware zu kaufen. Nenn sich dann
> Chromebook.

Da kommen ja noch nichtmal die Bananen mit - die sind schon Früchte, wenn
sie verschifft werden. Da wird schon der Same als fertiges Obst verkauft...

> >> "chronos" und das Passwort ist "facepunch", auch um per sudo dann root
> >> zu
> > ^^^^^^^^^
> > _Das_ passt dazu. Dem Benutzer eins in die Fresse hauen, das ist genau,
> > was dieses Machwerk tut. Du bist Dir sicher, daß es sich dabei nicht um
> > eine Malware-Site handelt?
>
> Die Seite ist einige Jahre alt. Und es ist ja Chromium OS. Wenn das
> Malware wäre, wäre das IMO bekannt.

Es _ist_ Malware. Oder besser, "Spyware". Schließlich kommt's von Google.
Naja, wie eben heutzutage üblich.
Die Menschheit ist auf dem Wege, wieder in den Zustand der primitiven
Gesellschaften zurückzukehren, bei denen es dank Großraumhütten oder Zelten
keine Privatsphäre und keine Individualität gab. Im nächsten Schrit gibt's
dann keine Einfamilienwohnungen mehr, sondern nur noch Gemeinschaftshallen
für alle Tätigkeiten. "Brave New World".

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 4, 2012, 8:26:16 PM2/4/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 04. February 2012:
>
> Du schriebst am Fri, 03 Feb 2012 20:11:09 -0500:
>
>> >> > Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die
>> > ^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> >> > Partition kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der
>> >> ^^^^^^^^^
>> >> Ja, ganz schnöde "dd if=chromiumos.img of=/dev/sdb -bs=4M" oder so.
>> >
>> > Das war _nicht_ die angesprochene Aktion.
>>
>> Ich habe das Image auf den "ganzen" Stick direkt kopiert, nicht in eine
>> seiner Partitionen. Aber ich denke, dass das der "Fehler" war.
>
> Ja, eben, _das_ war _nicht_ die angesprochene Reaktion. Lies halt mal, was
> man Dir schreibt - ich hatte die Situation gemeint, die Du so erzählt
> hattest, daß Dein Computer nicht mehr starten wollte, nachdem Du _den
> Stick_ auf (eine Partition) Deine(r) _Festplatte_ kopiert hattest. Damit
> fing doch die ganze G'schicht an, oder ist das jetzt alles garnicht wahr?

Hatte ich mich undeutlich ausgedrückt?

Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick nach
/dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee änderte. Nachdem
ich (von Live-CD gebootet) nur die Partitions-ID wieder zurück auf 27
setzte (Chromium OS ist immer noch auf /dev/sda1), funktionierte auch
Grub wieder.

>> > Das geht drunter und drüber - das _image_ ist selber nur _2_GB groß -
>> > warum hast Du das eigentlich auf'n _4_GB-Steckerl gebraten?
>>
>> Weil ich keinen Kleineren hatte. ;-)
>
> Nagut, _so_ könnte man das durchgehen lassen. Dann _empfehle_ aber nicht an
> anderer Stelle:
>> >> Wer vielleicht einen 4 GB Stick frei hat, kann ja den das Image (man
>> >> sollte wohl "Lime" nehmen, da "Vanilla" wenig Hardware unterstützt)
>> >> holen und selbst testen.
>
> daß das _andere_ auch so machen sollten. Das kam so, als ob das von der
> offerierenden WebSite so _verlangt_ würde. Solche Schlampereien können
> unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Also das Ganze auf Harddisk zu kopieren, oder es nur vom USB Stick (oder
auch das Image für eine VM stattdessen) zu booten, sind schon zwei
verschiedene Dinge. Letzteres kann der machen, der Chromium OS nur mal
sehen will.

Es ist gar nicht vor gesehen, das auf Festplatte laufen zu lassen. Nur
USB oder VM. Der Idee, das auf die Festplatte zu kopieren, kam mir. Und
mittlerweile habe ich auch Infos ergoogelt, dass es andere wohl
schafften. Ich muss nochmal genau finden, wie ich das Problem hier mit
Grub umgehe.

>> Ich hatte erst Windows installiert. Und danach Linux. Und nicht gemerkt,
>> wo Grub seine Teile hin kopierte bei seiner Installation. Und das kann
>> ich offenbar auch nicht herausfinden.
>
> Machst Du immer die Augan zu, wenn Du vor einem Computer-Bildschirm sitzt
> und die Tastatur bedienst? (Sorry, da fällt mir kein "Smilie" zu ein...)

Nein. Aber IIRC sagt eine Installation nicht, wohin er Grub
installiert. Weiter brach die Installation (Debian) an mehreren Stellen
ab.

Ich hatte es von USB installiert (ein Netbook hat natürlich kein DVD/CD),
und der Partitionierer (partmen) hing, weil er sich mit dem USB-Stick nicht
anfreunden konnte. Er hätte ihn eigentlich ignorieren müssen, zumindest
in einen Timeout laufen (ich hatte 10 Minuten gewartet, außerdem zu dem
Zeitpunkt kein Internet, um zu recherchieren). IMO ein Bug im Installer.

Ich hatte den Stick (das Installationsmedium) während der Installation an
der Stelle raus nehmen müssen. Dann eine Shell bekommen, diverse
Installations-Tasks per kill beenden, anderes manuell starten (viel Trial
and error), bis er nach der Partitionierung, die ich ebenfalls manuell
machen musste, und wieder eingestecktem Stick (das System hatte nun auch
"vergessen", dass es einen USB Stick gab; ich hatte es dann per udevadm
und manuellem Mounten wieder daran erinnert) dann irgendwann Grub
installierte. Mir dröhnte da schon der Kopf, dass ich mich nicht
erinnere, ob er sagte, wo Grub installiert wurde.

>> Ich kann nur raten: warum weigert Grub das Laden seiner selbst, wenn ich
>> die Partitions-ID (27, was eine versteckte Recovery Partition war; nun
>> habe ich ja Chromium darauf kopiert) ändere? Das kann doch nur heißen,
>> dass Grub dort Teile von sich haben muss. Andernfalls muss es Grub egal
>
> Nee, das kann auch eine Sicherheitsmaßnahme sein, weil _diese_ Version von
> grub mit der erkannten Partitionierung nicht arbeitsfähig ist. In Deinem
> Fall etwa, weil die installierte "normale" Version für das MsDOS-
> Partitionierungsschema nicht mit einer GPT arbeiten kann, evtl. sogar diese
> beschädigen könnte.

Macht Sinn. Und wie ich nun erfahre, kann man zur Not auch mit der
"rescue" Shell des Grub was machen. Wenn man (vorher) Dinge wie
"set prefix=..." und so kennt.

>> sein, wenn er eine der Partitionen nicht erkennt. Die hat er dann zu
>> ignorieren.
>
> Wenn es eine reguläre Partition ist, könnte man so argumentieren. Du hast
> ihm aber eine hybride Partitionierung vorgesetzt, die widersprüchliche
> Partitionierungsschemata enthielt und damit anscheinend eine (Fehl-)
> Interpretation als unbenutzbar auslöste.
> Was machtest Du, wenn Dir ein Buch (oder eine DvD) angeboten würde, das
> (die) mit chinesischen Zeichen beschriftet ist? Kaufst Du das (die)
> erstmal, um sicherheitshalber nachzuschauen, ob Du das (die) nicht doch
> lesen kannst, oder lehnst Du gleich dankend ab?

Es ist nur eine oder mehrere, *nicht* *zum* *Betrieb* *wichtige*,
Partition(en), mit der/n er nichts anfangen kann. deswegen komplett die
Arbeit zu verweigern, scheint mir unlogisch.

Das wäre, als wenn sich der Windows Boot-Loader weigern würde, Windows zu
booten, weil danach vielleicht noch Linux Partitionen kommen, die für ihn
ja auch unbekannt sind.

[...]

>> Ich vermute Ignoranz. Er wollte halt irgendwas für interessierte User
>> bereit stellen, aber keine Zeit auf das Medium selbst verwenden, sondern
>> nur auf das Entwickeln des OS selbst.
>
> Dann ist das "OS" selbst auch indiskutabel. Ein Betriebssystem entwickelt
> man nicht mit Ignoranz, sondern mit Sachkenntnis und Sorgfalt. Anderenfalls
> kommt nur Müll raus, damit ist das Befassen mit dem Zeugs eh vertane Zeit.

Er hat das nicht entwickelt, sondern Google Inc.

Der Maintainer hier macht dann das, was auch Leute machen, die zur
Entwicklung von Linux beitragen: u.a. exotische Treiber entwickeln - bis
der Kernel selbst den rtl8180 WLAN Treiber konnte, hatte ich einen
Treiber aus Sourcen gebaut, die da noch nicht den Segen von Linus selbst
hatten.

Derzeit läuft Chrome OS nur auf wenig Hardware. U.a. auf der der
Chromebooks. Und der "Lime-Entwickler" stellt eben Treiber für mehr
Hardware bereit.

[...]

>> Es gibt es auch schon zusammen mit Hardware zu kaufen. Nenn sich dann
>> Chromebook.
>
> Da kommen ja noch nichtmal die Bananen mit - die sind schon Früchte, wenn
> sie verschifft werden. Da wird schon der Same als fertiges Obst verkauft...

Chrome OS ist finstere Alpha. *Nicht* für den normalen Benutzer geeignet
oder bestimmt. Ausnahme, wenn man ein Chromebook erwirbt. Darauf, und nur
darauf, läuft es stabil.

Was ich hier mache; es auf "nicht zertifizierter Hardware" laufen zu
lassen, ist Spielerei. Und wenn etwas nicht funktioniert, ist das zu
erwarten.

Es werden noch Monate ins Land gehen, bis Google die erste Version frei
gibt, die für ONU bestimmt ist. Wenn überhaupt. Vielleicht bleibt es nur
für Chromebooks vorbestimmt.

<http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Chrome_OS>

>> >> "chronos" und das Passwort ist "facepunch", auch um per sudo dann root
>> >> zu
>> > ^^^^^^^^^
>> > _Das_ passt dazu. Dem Benutzer eins in die Fresse hauen, das ist genau,
>> > was dieses Machwerk tut. Du bist Dir sicher, daß es sich dabei nicht um
>> > eine Malware-Site handelt?
>>
>> Die Seite ist einige Jahre alt. Und es ist ja Chromium OS. Wenn das
>> Malware wäre, wäre das IMO bekannt.
>
> Es _ist_ Malware. Oder besser, "Spyware". Schließlich kommt's von Google.
> Naja, wie eben heutzutage üblich.

Aber dann dürfte ich auch deren Chromium-Browser nicht einsetzen. Der
steht AFAIK genau so zu Chromium OS wie der Chrome-Browser zu Chrome OS.

AFAIK ist der Chromium-Browser gar Bestandteil gängiger Linux
Distributionen. Der Opera-Browser aber, weil kein Source Code verfügbar
ist, nicht.

"Chromium..." ist aus offenem Quellcode jeweils gebaut. Ich hätte in
beiden Fällen selbst kompilieren müssen, davon ausgehend, dass jemand den
Code geprüft hat. Aber ich vertraue den Binaries daraus.

> Die Menschheit ist auf dem Wege, wieder in den Zustand der primitiven
> Gesellschaften zurückzukehren, bei denen es dank Großraumhütten oder Zelten
> keine Privatsphäre und keine Individualität gab. Im nächsten Schrit gibt's
> dann keine Einfamilienwohnungen mehr, sondern nur noch Gemeinschaftshallen
> für alle Tätigkeiten. "Brave New World".

Damit hast du IMO gar Recht.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 5, 2012, 3:23:32 PM2/5/12
to
Hallo Andreas,

> >> >> > Achso, ja, Du schriebst ja, daß Du den Inhalt des Sticks auf die
> >> > ^^^^^^^^^^^^^^^^^
> >> >> > Partition kopiert hattest - anscheinend _inklusive_ der
> >> >> ^^^^^^^^^
...
> > was man Dir schreibt - ich hatte die Situation gemeint, die Du so
> > erzählt hattest, daß Dein Computer nicht mehr starten wollte, nachdem
> > Du _den Stick_ auf (eine Partition) Deine(r) _Festplatte_ kopiert
> > hattest. Damit fing doch die ganze G'schicht an, oder ist das jetzt
> > alles garnicht wahr?
>
> Hatte ich mich undeutlich ausgedrückt?

Frage zurück - Du hast mich jetzt mindestens dreimal hintereinander falsch
gelesen...

> Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick nach
> /dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee änderte. Nachdem

... und bestätigst jetzt doch meine Auslegung, nachdem Du ständig darauf
verwiesen hast, wie Du _den Stick_ mit _dem Image_ beschrieben hast. Was
hat das damit zu tun?

> Also das Ganze auf Harddisk zu kopieren, oder es nur vom USB Stick (oder
> auch das Image für eine VM stattdessen) zu booten, sind schon zwei
> verschiedene Dinge. Letzteres kann der machen, der Chromium OS nur mal
> sehen will.

Es sind aber auch zwei verschiedene Dinge, einen _partitionierten_ USB-
Stick auf eine _einzelne_ Partition einer Festplatte zu schaufeln oder nur
die _Partition_ des Sticks, in der das gewünschte Betriebssystem liegt.
Du hast ersteres gemacht und bist auf die Nase gefallen, letzteres hätte
ja vielleicht funktioniert. Aber das hast Du offenbar nicht mehr probiert.

> mittlerweile habe ich auch Infos ergoogelt, dass es andere wohl
> schafften. Ich muss nochmal genau finden, wie ich das Problem hier mit
> Grub umgehe.

Wahrscheinlich, indem Du das Zeugs _richtig_ installierst, und nicht
einfach irgendwas auf die Platte klatschst.

...
> Nein. Aber IIRC sagt eine Installation nicht, wohin er Grub
^^^^---------------------------^^?
> installiert. Weiter brach die Installation (Debian) an mehreren Stellen
> ab.

Du hättest da sicher mal nachschauen können, spätestens, nachdem alles
lief.

> außerdem zu dem Zeitpunkt kein Internet, um zu recherchieren). IMO ein
> Bug im Installer.

Nasicher. Klar, "if at first you don't succeed, blame it on others."
Kein weiterer Kommentar.

...
> Es ist nur eine oder mehrere, *nicht* *zum* *Betrieb* *wichtige*,
> Partition(en), mit der/n er nichts anfangen kann. deswegen komplett die
> Arbeit zu verweigern, scheint mir unlogisch.

Na, hast Du Deinem grub auch _gesagt_, daß das eine "*nicht* *zum*
*Betrieb* *wichtige*" Partition ist? Woher soll "er" das denn wissen?
Denkst Du, der oder die Programmierer sind allwissend? Ein Programm "weiß"
schließlich nur das, was seine Programmierer ihm mitgegeben haben. Evtl.
kann es ein paar Daten sammeln, um einige zusätzliche _vorprogrammierte_
Entscheidungen treffen zu können - aber das war's dann auch schon.
Wenn Du mehr willst, dann mußt Du Dich schon an ein Forschungsinstitut für
künstliche Intelligenz wenden. Und sogar da sind die Ergebnisse noch nicht
voll überzeugend.

> Das wäre, als wenn sich der Windows Boot-Loader weigern würde, Windows zu
> booten, weil danach vielleicht noch Linux Partitionen kommen, die für ihn
> ja auch unbekannt sind.

Soll es schon gegeben haben.

> [...]
> >> Ich vermute Ignoranz. Er wollte halt irgendwas für interessierte User
...
> Der Maintainer hier macht dann das, was auch Leute machen, die zur
> Entwicklung von Linux beitragen: u.a. exotische Treiber entwickeln - bis

Das will ich ja überhaupt nicht hoffen - aber bei Treibern ist es auch kaum
möglich. Ignoranten bringen da höchstens primitive Abstürze zuwege, schon
für die spektakulären braucht's um Größenordnungen mehr Intelligenz.

> der Kernel selbst den rtl8180 WLAN Treiber konnte, hatte ich einen
> Treiber aus Sourcen gebaut, die da noch nicht den Segen von Linus selbst
> hatten.

Das ist eine ganz andere Dimension.

...
> AFAIK ist der Chromium-Browser gar Bestandteil gängiger Linux
> Distributionen. Der Opera-Browser aber, weil kein Source Code verfügbar
> ist, nicht.

Das ist eine ganz andere Dimension.

(Sachemal - bist Du Künstler? Die haben auch oft so eine verschobene
Weltsicht und bringen die Dimensionen und Größenverhältnisse kunterbunt
durcheinander... ];-> [Sorry, meine Neugier... Antwort nicht benötigt])

> > Zelten keine Privatsphäre und keine Individualität gab. Im nächsten
> > Schrit gibt's dann keine Einfamilienwohnungen mehr, sondern nur noch
> > Gemeinschaftshallen für alle Tätigkeiten. "Brave New World".
>
> Damit hast du IMO gar Recht.

Facebook, Twitter & Co. Bei "Handys" und ähnlichem ist es schon Realität.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 5, 2012, 8:54:01 PM2/5/12
to
Also hätte ich statt sdb dann sdb1 kopieren sollen? Hmm... Nun fällt selbst
mir auf, dass es wohl schlauer gewesen wäre.

[...]

>> Nein. Aber IIRC sagt eine Installation nicht, wohin er Grub
> ^^^^---------------------------^^?
>> installiert. Weiter brach die Installation (Debian) an mehreren Stellen
>> ab.
>
> Du hättest da sicher mal nachschauen können, spätestens, nachdem alles
> lief.

Was mich damals nicht wirklich interessierte, nachdem es dann
lief. Trotzdem...

In /var/log/installer/syslog was dem Datum der Installation entsprechen
mag, finde ich nur

| ... grub-installer: info: Installing grub on '/dev/sda'

was dazu passen könnte.

>> außerdem zu dem Zeitpunkt kein Internet, um zu recherchieren). IMO ein
>> Bug im Installer.
>
> Nasicher. Klar, "if at first you don't succeed, blame it on others."
> Kein weiterer Kommentar.

Wenn der Installer hängt, so lange ein USB Stick eingesteckt ist, er aber
weiter macht (erst mal jammert und dann aussteigt), wenn man den Stick
abzieht, ist das kein Bug? Vielleicht ist es auch ein Hardwarebug, falls
der Stick nicht einer bestimmten Norm entspricht. Es ist aber nicht mein
Fehler gewesen.

> ...
>> Es ist nur eine oder mehrere, *nicht* *zum* *Betrieb* *wichtige*,
>> Partition(en), mit der/n er nichts anfangen kann. deswegen komplett die
>> Arbeit zu verweigern, scheint mir unlogisch.
>
> Na, hast Du Deinem grub auch _gesagt_, daß das eine "*nicht* *zum*
> *Betrieb* *wichtige*" Partition ist? Woher soll "er" das denn wissen?
> Denkst Du, der oder die Programmierer sind allwissend? Ein Programm "weiß"
> schließlich nur das, was seine Programmierer ihm mitgegeben haben. Evtl.
> kann es ein paar Daten sammeln, um einige zusätzliche _vorprogrammierte_
> Entscheidungen treffen zu können - aber das war's dann auch schon.
> Wenn Du mehr willst, dann mußt Du Dich schon an ein Forschungsinstitut für
> künstliche Intelligenz wenden. Und sogar da sind die Ergebnisse noch nicht
> voll überzeugend.

*Wenn* auf sda1 Teile von Grub liegen, okay. Weil er weiß, dass er die
laden muss. Dann darf er aussteigen, wenn er wegen geänderter
Partitions-ID da nicht mehr heran kommt.

Wenn dem aber *nicht* so ist, ist für ihn dort "irgendwas". Teile, die er
braucht, sind dort *nicht*. Und Linux selbst hat er vorher immer schon
erfolgreich von sda5 gebootet. Da braucht man kein allwissender
Programmierer sein; sda1 ist dann "irgendwas", und dieses "irgendwas"
braucht man *nicht* zum Booten von Linux, und überhaupt um nur das
Grub-Menü zu laden. Kein Grund dann die Arbeit zu verweigern.

>> Das wäre, als wenn sich der Windows Boot-Loader weigern würde, Windows zu
>> booten, weil danach vielleicht noch Linux Partitionen kommen, die für ihn
>> ja auch unbekannt sind.
>
> Soll es schon gegeben haben.

Halte ich für ein Gerücht.

[...]

> ...
>> AFAIK ist der Chromium-Browser gar Bestandteil gängiger Linux
>> Distributionen. Der Opera-Browser aber, weil kein Source Code verfügbar
>> ist, nicht.
>
> Das ist eine ganz andere Dimension.
>
> (Sachemal - bist Du Künstler? Die haben auch oft so eine verschobene
> Weltsicht und bringen die Dimensionen und Größenverhältnisse kunterbunt
> durcheinander... ];-> [Sorry, meine Neugier... Antwort nicht benötigt])

Oder ich habe bereits Demenz. Ich habe jedenfalls Probleme zu verstehen,
was du mir eigentlich sagen willst.

>> > Zelten keine Privatsphäre und keine Individualität gab. Im nächsten
>> > Schrit gibt's dann keine Einfamilienwohnungen mehr, sondern nur noch
>> > Gemeinschaftshallen für alle Tätigkeiten. "Brave New World".
>>
>> Damit hast du IMO gar Recht.
>
> Facebook, Twitter & Co. Bei "Handys" und ähnlichem ist es schon Realität.

Ich würde es noch früher ansetzen. Dass man durch das dämliche TV und
Format-Radio schon lange die Gehirnwäsche hinter sich hat.

Oder sich fast jeder von den großen Konzernen als laufende Werbetafel
einspannen lässt. Und ohne, dass man dafür bezahlt würde: Wenn ich sehe,
der alles mit Adidas, Nike, Puma etc. herum läuft, wo ein großes Markenlogo
drauf ist. Das geht so weit, dass das es sogar Bilder mit Fidel Castro in
Adidas Jogging-Jacke gibt. AFAIK ist das nicht "ge-photoshop-ed".

Aber vielleicht habe auch nur ich die Macke, dass ich das pervers finde...

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 6, 2012, 3:43:22 PM2/6/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Sun, 05 Feb 2012 20:54:01 -0500:

> > Frage zurück - Du hast mich jetzt mindestens dreimal hintereinander
> > falsch gelesen...
> >
> >> Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick
> >> nach /dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee änderte.
> >> Nachdem

Ja, eben, genau _darauf_ habe ich mich die ganze Zeit bezogen.

> Also hätte ich statt sdb dann sdb1 kopieren sollen? Hmm... Nun fällt
> selbst mir auf, dass es wohl schlauer gewesen wäre.

Hätte ich nicht gedacht... ];->

> [...]
> In /var/log/installer/syslog was dem Datum der Installation entsprechen
> mag, finde ich nur
>
> | ... grub-installer: info: Installing grub on '/dev/sda'
>
> was dazu passen könnte.

Könnte man wohl so sehen, ja. Aber man hätte ja auch mal nachschauen
können, was der da so noch anderswo installiert hat, und da gibt es nicht
unmäßig viel Variation in der Auswahl der Speicherorte - und dazu gibt es
was, das man gemeinhin "Dokumentation" oder auf (Alt-) Deutsch
"Beschreibung" nennt.

...
> *Wenn* auf sda1 Teile von Grub liegen, okay. Weil er weiß, dass er die
> laden muss. Dann darf er aussteigen, wenn er wegen geänderter
> Partitions-ID da nicht mehr heran kommt.

Das ist überhaupt kein Kriterium - solange nicht die _Zugriffsstruktur_ für
diese Daten geändert wird, ist eine andere Telefonnummer irrelevant.

> Programmierer sein; sda1 ist dann "irgendwas", und dieses "irgendwas"
> braucht man *nicht* zum Booten von Linux, und überhaupt um nur das

Nur dumm, daß das "irgendwas" in diesem Fall eben _kein_ "irgendwas" für
den grub ist, sondern die Information, daß es sich um einen Datenträger mit
einer für ihn nicht verarbeitbaren Struktur, von dem er die Pfoten zu
lassen hat. Die Programmierer haben sich für den Fall halt dafür
entschieden, dann alle _anderen_ evtl. vorhandenen Kriterien zu ignorieren
und auf Sicherheit zu gehen, d.h. die weitere Bearbeitung zu verweigern.

Aber ich verstehe allmählich, warum auf immer mehr Geräten immer mehr
Warnhinweise vor offensichtlich mißbräuchlichen Verwendungen stehen...

> > ...
> > Facebook, Twitter & Co. Bei "Handys" und ähnlichem ist es schon
> > Realität.
>
> Ich würde es noch früher ansetzen. Dass man durch das dämliche TV und
> Format-Radio schon lange die Gehirnwäsche hinter sich hat.

Das könnte stimmen (auch wenn ich keinen blassen Dunst habe, was ein
"Format-Radio" sein soll) - der allererste Großeinsatz von Radio und
Fernsehen war ja zum Zweck einer großangelegten Gehirnwäsche, und er war
katastrophal erfolgreich...

> Oder sich fast jeder von den großen Konzernen als laufende Werbetafel
...
> Aber vielleicht habe auch nur ich die Macke, dass ich das pervers finde...

Das dürften wohl viele so sehen. Wir scheinen an einem Verzweigungspunkt
der Menschheit zu stehen - es entwickeln sich gerade mehrere
unterschiedliche neue Menschentypen, der "integrated internet user", der
"dedicated follower of fashion", der "TV driven consumer" und einige mehr...
];-> SCNR #:-<

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 6, 2012, 8:16:00 PM2/6/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 06. February 2012:
>
> Du schriebst am Sun, 05 Feb 2012 20:54:01 -0500:
>
>> > Frage zurück - Du hast mich jetzt mindestens dreimal hintereinander
>> > falsch gelesen...
>> >
>> >> Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick
>> >> nach /dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee änderte.
>> >> Nachdem
>
> Ja, eben, genau _darauf_ habe ich mich die ganze Zeit bezogen.

Warum sagst du es nicht klar?

>> [...]
>> In /var/log/installer/syslog was dem Datum der Installation entsprechen
>> mag, finde ich nur
>>
>> | ... grub-installer: info: Installing grub on '/dev/sda'
>>
>> was dazu passen könnte.
>
> Könnte man wohl so sehen, ja. Aber man hätte ja auch mal nachschauen
> können, was der da so noch anderswo installiert hat, und da gibt es nicht
> unmäßig viel Variation in der Auswahl der Speicherorte - und dazu gibt es
> was, das man gemeinhin "Dokumentation" oder auf (Alt-) Deutsch
> "Beschreibung" nennt.

Es sollte doch nun noch möglich sein, aus irgend einer Datei oder so,
heraus lesen zu können, wo denn Grub nun tatsächlich sich auf der Platte
verteilt hat.

Wie ich schon erwähnte, konnte man das bei Grub1 noch in der menu.1st
Datei direkt sehen. Weiß denn niemand, ob das nicht bei Grub2 auch
irgendwo zu finden ist?

[...]

>> > ...
>> > Facebook, Twitter & Co. Bei "Handys" und ähnlichem ist es schon
>> > Realität.
>>
>> Ich würde es noch früher ansetzen. Dass man durch das dämliche TV und
>> Format-Radio schon lange die Gehirnwäsche hinter sich hat.
>
> Das könnte stimmen (auch wenn ich keinen blassen Dunst habe, was ein
> "Format-Radio" sein soll) - der allererste Großeinsatz von Radio und
> Fernsehen war ja zum Zweck einer großangelegten Gehirnwäsche, und er war
> katastrophal erfolgreich...

Formatradio ist fast jeder Sender, den man hören kann. Die Moderatoren
haben ständig gute Laune, verschenken ständig Reisen und anderes. Der
Sound ist durch den Kompressor auf höchster Stufe (kaum noch Dynamik in
der Lautstärke der Musik oder der "Moderation"). "News" ist auf wenige
Sekunden oder Minuten reduziert, hat keine Tiefe. Es ist eigentlich eine
Dauerwerbung, unterbrochen von - Werbung.

Und wenn es dann morgens noch einen Morgenmäään gibt, kannst du sicher
sein, einen solchen Sender eingeschaltet zu haben.

Ein klassisches Beispiel der Gewinnmaximierung. Kaum finanzieller Einsatz
(Gewinnspiele werden von den Firmen gezahlt, die dann natürlich erwähnt
werden, die "Moderation" mag mittlerweile vom Computer kommen, auch wenn
man meint, dass da wirklich jemand im Studio ist), und viel Geld von den
Firmen, deren Namen genannt werden.

>> Oder sich fast jeder von den großen Konzernen als laufende Werbetafel
> ...
>> Aber vielleicht habe auch nur ich die Macke, dass ich das pervers finde...
>
> Das dürften wohl viele so sehen. Wir scheinen an einem Verzweigungspunkt
> der Menschheit zu stehen - es entwickeln sich gerade mehrere
> unterschiedliche neue Menschentypen, der "integrated internet user", der
> "dedicated follower of fashion", der "TV driven consumer" und einige mehr...
> ];-> SCNR #:-<

Die neue Generation von Menschen kennt es ja nicht anders. Z.B. kam das
Formatradio etwa 1995 in die Gänge. Das TV war auch in der Zeit bereits
entsprechend flach. Zeit der massiven Klingeltonsendungen.

Diese Generation findet es sicher normal. Und merkt nicht mehr, dass sie
von der Industrie manipuliert wird.

Frank Streitz

unread,
Feb 7, 2012, 2:10:35 AM2/7/12
to
Am 07.02.2012 02:16, schrieb Andreas Kohlbach:

>>> In /var/log/installer/syslog was dem Datum der Installation entsprechen
>>> mag, finde ich nur
>>>
>>> | ... grub-installer: info: Installing grub on '/dev/sda'

> Es sollte doch nun noch möglich sein, aus irgend einer Datei oder so,
> heraus lesen zu können, wo denn Grub nun tatsächlich sich auf der Platte
> verteilt hat.

'/dev/sda' sagt Dir doch, daß er im mbr installiert ist. Andernfalls
wäre eine Partitionnr. angegeben.

Gruß, Frank

Gert Link

unread,
Feb 7, 2012, 3:00:58 AM2/7/12
to
Andreas Kohlbach schrieb:

> Es sollte doch nun noch möglich sein, aus irgend einer Datei oder so,
> heraus lesen zu können, wo denn Grub nun tatsächlich sich auf der Platte
> verteilt hat.

probier's mal mit folgendem Script:

sudo fdisk -l 2>/dev/null | egrep "Disk /|/dev/" | sed "s#^/dev/#Part
/dev/#" | awk '{print $2}' | sed 's/://' | xargs -n1 -IX sudo sh -c
"hexdump -v -s 0x80 -n 2 -e '2/1 \"%x\" \"\\n\"' X | xargs -n1 -IY sh
-c \"case \"Y\" in '48b4') echo X: GRUB 2 v1.96 ;; 'aa75' | '5272')
echo X: GRUB Legacy ;; '7c3c') echo X: GRUB 2 v1.97 oder v1.98 ;; '020')
echo X: GRUB 2 v1.99 ;; *) echo X: Kein GRUB Y ;; esac\""

Quelle: Wiki Ubuntuusers
http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_Umgebung_analysieren


--
Grüße Gert

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 7, 2012, 5:50:21 PM2/7/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Mon, 06 Feb 2012 20:16:00 -0500:

> >> >> Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick
> >> >> nach /dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee
...
> > Ja, eben, genau _darauf_ habe ich mich die ganze Zeit bezogen.
>
> Warum sagst du es nicht klar?

Weil mir nicht recht klar wird, was für Dich hier "klar" bedeuten könnte.

> >> [...]
> Es sollte doch nun noch möglich sein, aus irgend einer Datei oder so,
> heraus lesen zu können, wo denn Grub nun tatsächlich sich auf der Platte
^#
Warum das? Wie und wo der installiert wird, legt der Installateur fest.
Bei einer automatischen Installation ist das das Installationsprogramm,
und in diesem muß sich das dann auch finden (lassen).
Du kannst aber natürlich immer aus einer Vorläuferstufe die Stellen
herausfinden, an denen die Folgestufe zu finden ist. Dazu könnte beim grub
ein Aufruf ähnlich "dd if=/dev/sda bs=1MB count=1 | strings" helfen, der
die lesbaren Texte aus dem ersten MB der Boot-Platte /dev/sda ausfiltert.
(Es reicht schon wesentlich weniger, an die 8KB, aber was soll's?)

> Wie ich schon erwähnte, konnte man das bei Grub1 noch in der menu.1st

Nein, dort konnte man auch nicht sehen, wo die diversen Teile des _grub_
selber lagen, sondern nur wo er die Kernel herholt bzw. andere Systeme.

> Datei direkt sehen. Weiß denn niemand, ob das nicht bei Grub2 auch
> irgendwo zu finden ist?

Noch nie was von der "grub.cfg" gehört, die von grub 2 verwendet werden
soll? Ich würde die eigentlich erstmal in sowas wie /boot/grub suchen.
Allerdings habe ich noch keinen grub 2 hier installiert...

> [...]
> Formatradio ist fast jeder Sender, den man hören kann. Die Moderatoren
> haben ständig gute Laune, verschenken ständig Reisen und anderes. Der
> Sound ist durch den Kompressor auf höchster Stufe (kaum noch Dynamik in
...
Achso, sowas meinst Du. Diese Berieselungssendungen für Gehirnlose.
Ja, die muß ich manchmal ertragen, wenn ich bei Kunden von Kunden bin
und mal wiederwas in Betrieb nehme. Danke - kein weiteres Interesse.

> Die neue Generation von Menschen kennt es ja nicht anders. Z.B. kam das
> Formatradio etwa 1995 in die Gänge. Das TV war auch in der Zeit bereits
> entsprechend flach. Zeit der massiven Klingeltonsendungen.

Das war auch so etwa die Zeit, zu der ich aufhörte, mir sowas noch anzutun,
Was brauch' ich dauernde Schulsendungen für Kriminelle, wenn ich keiner
bin, oder aktuellste Informationen über die Verwandtschaftsverhältnisse von
Stars, die mich sowieso nicht interessieren?

> Diese Generation findet es sicher normal. Und merkt nicht mehr, dass sie
> von der Industrie manipuliert wird.

Schaut - vermehrt - so aus...

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 7, 2012, 6:58:08 PM2/7/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 07. February 2012:
>
> Hallo Andreas,
>
> Du schriebst am Mon, 06 Feb 2012 20:16:00 -0500:
>
>> >> >> Der Grub lud nicht mehr (ins Menü), nachdem ich den Inhalt des Stick
>> >> >> nach /dev/sda1, *und* die Partitions-ID von vorher 27 auf ee
> ...
>> > Ja, eben, genau _darauf_ habe ich mich die ganze Zeit bezogen.
>>
>> Warum sagst du es nicht klar?
>
> Weil mir nicht recht klar wird, was für Dich hier "klar" bedeuten könnte.

Etwas wie "Kopiere sdb1 statt sdb" hätte es bei mir klicken lassen.

>> >> [...]
>> Es sollte doch nun noch möglich sein, aus irgend einer Datei oder so,
>> heraus lesen zu können, wo denn Grub nun tatsächlich sich auf der Platte
> ^#
> Warum das? Wie und wo der installiert wird, legt der Installateur fest.
> Bei einer automatischen Installation ist das das Installationsprogramm,
> und in diesem muß sich das dann auch finden (lassen).
> Du kannst aber natürlich immer aus einer Vorläuferstufe die Stellen
> herausfinden, an denen die Folgestufe zu finden ist. Dazu könnte beim grub
> ein Aufruf ähnlich "dd if=/dev/sda bs=1MB count=1 | strings" helfen, der
> die lesbaren Texte aus dem ersten MB der Boot-Platte /dev/sda ausfiltert.
> (Es reicht schon wesentlich weniger, an die 8KB, aber was soll's?)

Das mit dem "dd" hatte ich eingangs ja erwähnt, und das legte die
Vermutung nahe, dass es nicht in sda1, sondern sda ist. Und das Skript,
was Gert postete, bestätigt das nun auch.

[...]

Somit wäre das wohl geklärt. So dass ich es vielleicht am Wochenende
nochmal versuchen werde. Diesmal aber

dd if=/dev/sdb1 of=?dev/sda1 [bs=4M (oder ohne?)]

Aber ihm nicht wieder "ee" als Partitionstyp verpassen. Kann ich von
Linux aus herausfinden, was für ein Dateisystem auf dem Stick wirklich
ist? Müsste ext2 sein, aber sicher weiß ich es nicht.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 7, 2012, 6:48:02 PM2/7/12
to
Das scheint zumindest zu sagen, es sei in sda

/dev/sda: GRUB 2 v1.99
/dev/sda1: Kein GRUB e2f8
/dev/sda2: Kein GRUB 55aa
/dev/sda3: Kein GRUB 55aa
/dev/sda4: Kein GRUB 00
/dev/sda5: Kein GRUB 00
/dev/sda6: Kein GRUB 00
/dev/sdb: Kein GRUB e2f8
/dev/sdb1: Kein GRUB 00

Danke. :-)

Dann werde ich Chromium OS vielleicht doch nochmal auf /dev/sda1
kopieren. Diesmal aber die Partition, nicht den ganzen Stick. Und die
Partitions-ID nicht ändern. Oder doch? Weil der Stick sagt:

fdisk -l/dev/sdb
Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT

Sven Hartge

unread,
Feb 7, 2012, 8:35:12 PM2/7/12
to
Andreas Kohlbach <february1...@spamgourmet.com> wrote:

> Dann werde ich Chromium OS vielleicht doch nochmal auf /dev/sda1
> kopieren. Diesmal aber die Partition, nicht den ganzen Stick. Und die
> Partitions-ID nicht ändern. Oder doch? Weil der Stick sagt:

> fdisk -l/dev/sdb
> Device Boot Start End Blocks Id System
> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT

Dass ist nur der Fake-MBR der GPT, der die GPT selbst vor Tools schützen
soll, die nur das alte MSDOS-Partitionsschema können.

Installiere einmal gdisk (gibts in squeeze-backports) und lass das auf
den Stick los:

gdisk -l /dev/sdb

Beispiel von einem meiner Server:

root@storage-03:~# fdisk -l /dev/sdd

Disk /dev/sdd: 16.0 GB, 16030629888 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 1948 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00000000

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sdd1 1 1949 15654911+ ee GPT

root@storage-03:~# gdisk -l /dev/sdd
GPT fdisk (gdisk) version 0.8.1

Partition table scan:
MBR: protective
BSD: not present
APM: not present
GPT: present

Found valid GPT with protective MBR; using GPT.
Disk /dev/sdd: 31309824 sectors, 14.9 GiB
Logical sector size: 512 bytes
Disk identifier (GUID): 685D6B77-3BD7-4B12-9DC6-58F9E32CB91B
Partition table holds up to 128 entries
First usable sector is 34, last usable sector is 31309790
Partitions will be aligned on 2-sector boundaries
Total free space is 1 sectors (512 bytes)

Number Start (sector) End (sector) Size Code Name
1 34 31104990 14.8 GiB 8300 Linux filesystem
2 31104992 31309790 100.0 MiB EF02 BIOS boot partition

Bei einer ChromeOS-GPT müßtest du Partitionen von folgenden Typen sehen:
7f00 ChromeOS kernel
7f01 ChromeOS root
7f02 ChromeOS reserved



--
Sigmentation fault. Core dumped.

Michael Baeuerle

unread,
Feb 8, 2012, 4:22:48 AM2/8/12
to
Andreas Kohlbach wrote:
>
> Kann ich von
> Linux aus herausfinden, was für ein Dateisystem auf dem Stick wirklich
> ist? Müsste ext2 sein, aber sicher weiß ich es nicht.

Das sollte in der Partitionstabelle stehen (ext2 hat da ueblicherweise
die ID 131 bzw. 83h). Ansonsten ausprobieren mit welchem Treiber es sich
mounten laesst.


Micha

Helmut Hullen

unread,
Feb 8, 2012, 5:12:00 AM2/8/12
to
Hallo, Andreas,

Du meintest am 07.02.12:

[...]

> Aber ihm nicht wieder "ee" als Partitionstyp verpassen. Kann ich von
> Linux aus herausfinden, was für ein Dateisystem auf dem Stick
> wirklich ist? Müsste ext2 sein, aber sicher weiß ich es nicht.

Vielleicht hilft "blkid" weiter, z.B.

blkid /dev/sdb1

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Feb 8, 2012, 11:27:42 AM2/8/12
to
Hallo!

* Helmut Hullen <Hel...@Hullen.de>:

>> Kann ich von Linux aus herausfinden, was für ein Dateisystem
>> auf dem Stick wirklich ist?
> Vielleicht hilft "blkid" weiter, z.B.
> blkid /dev/sdb1

Ich benutze auch gern 'file -s /dev/sdb1'.

Christoph

--
[Mobiltelefon] Hat ausserdem noch richtige Tasten und
ist nicht fuer Mikroben mit Miniwinzwuergfingern gebaut.
(Helmut Fromberger)

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 8, 2012, 1:58:35 PM2/8/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Tue, 07 Feb 2012 18:58:08 -0500:

> > Weil mir nicht recht klar wird, was für Dich hier "klar" bedeuten
> > könnte.
>
> Etwas wie "Kopiere sdb1 statt sdb" hätte es bei mir klicken lassen.

Und das ist _mir_ wieder alles andere als klar, weil - nicht nur bei mir -
solche Dinger wie USB-Sticks eben _nicht_ "sdb" oder so heißen. Das müssen
sie übrigens auch bei Dir nicht immer: steck' einen Stick ein, einen
zweiten dazu, und schau' mal nach, wie die heißen.

> Das mit dem "dd" hatte ich eingangs ja erwähnt, und das legte die
> Vermutung nahe, dass es nicht in sda1, sondern sda ist. Und das Skript,
> was Gert postete, bestätigt das nun auch.

Siehe andere Antwort - nicht vollständig.

> Somit wäre das wohl geklärt. So dass ich es vielleicht am Wochenende
> nochmal versuchen werde. Diesmal aber
>
> dd if=/dev/sdb1 of=?dev/sda1 [bs=4M (oder ohne?)]

Siehe andere Antwort, und lies mal die Antwort von Sven (Hartge).
Der hat offenbar schon bisserl Erfahrung damit und kennt sich zudem noch
mit den Interna der Plattenstrukturen aus.
Daraus kann man nur schließen: Es lohnt sich nicht.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 8, 2012, 1:53:22 PM2/8/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Tue, 07 Feb 2012 18:48:02 -0500:

> > Quelle: Wiki Ubuntuusers
> > http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_Umgebung_analysieren

Aber nur unvollständig.

> Das scheint zumindest zu sagen, es sei in sda
> ...
Naja, minimal bis auf die "grub.cfg", die liegt in einer Linux-Partition,
und dort liegen wohl auch die Kernel mit Zubehör. Mit "strings" sollte da
auch eine Angabe zu finden sein, _wo_ das ist. Bei mir, allerdings grub 1
(Auszug):

Read
Error
0.97
/boot/grub/stage2 /boot/grub/menu.lst
^_[]

Leider kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob da ein Zusatz (hdi,n)
davorsteht, wenn das _nicht_ von der Boot-Partition geholt wird, das sollte
aber wohl der Fall sein.

> Dann werde ich Chromium OS vielleicht doch nochmal auf /dev/sda1
> kopieren. Diesmal aber die Partition, nicht den ganzen Stick. Und die
> Partitions-ID nicht ändern. Oder doch? Weil der Stick sagt:
>
> fdisk -l/dev/sdb
> Device Boot Start End Blocks Id System
> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT

Ja, das dürfte "vergeb'ne Liebesmüh'" sein - wie Sven Dir gezeigt hat, ist
_diese_ Interpretation der Stick-Partitionstabelle schlicht falsch, weil
fdisk mit einer GPT nix anfangen kann. Der Stick enthält ganz was anderes,
und wahrscheinlich ein gleich paar Partitionen, die dann offenbar auch noch
eigene und zudem möglicherweise noch völlig zum alten Schema inkompatible
Kennzeichnungen. Da müßtest Du _zumindest_ wohl Deine Partitionierung
ziemlich weitgehend anpassen, und dann kann's immer noch sein, daß das
schöne verchromte OS die verschmäht, weil sie nicht per GPT eingerichtet
sind. _Dazu_ müßtest Du dann nochmal erheblich mehr Aufwand nebst einem
Komplett-Backup Deiner Platte treiben...
Also laß' die Faxen und vergiß' es - bleib bei dem Stick, damit kannst Du
Dir wenigstens nicht so leicht was kaputtmachen.
Message has been deleted

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 8, 2012, 4:14:03 PM2/8/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 08. February 2012:
>
> Du schriebst am Tue, 07 Feb 2012 18:48:02 -0500:

[...]

>> Dann werde ich Chromium OS vielleicht doch nochmal auf /dev/sda1
>> kopieren. Diesmal aber die Partition, nicht den ganzen Stick. Und die
>> Partitions-ID nicht ändern. Oder doch? Weil der Stick sagt:
>>
>> fdisk -l/dev/sdb
>> Device Boot Start End Blocks Id System
>> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT
>
> Ja, das dürfte "vergeb'ne Liebesmüh'" sein - wie Sven Dir gezeigt hat, ist
> _diese_ Interpretation der Stick-Partitionstabelle schlicht falsch, weil
> fdisk mit einer GPT nix anfangen kann. Der Stick enthält ganz was anderes,
> und wahrscheinlich ein gleich paar Partitionen, die dann offenbar auch noch
> eigene und zudem möglicherweise noch völlig zum alten Schema inkompatible
> Kennzeichnungen.

Ja, er wird in zwei Verzeichnisse gemountet. /media/C-ROOT und
/media/C-STATE .

> Da müßtest Du _zumindest_ wohl Deine Partitionierung ziemlich
> weitgehend anpassen, und dann kann's immer noch sein, daß das schöne
> verchromte OS die verschmäht, weil sie nicht per GPT eingerichtet
> sind. _Dazu_ müßtest Du dann nochmal erheblich mehr Aufwand nebst einem
> Komplett-Backup Deiner Platte treiben...

Oh well...

> Also laß' die Faxen und vergiß' es - bleib bei dem Stick, damit kannst Du
> Dir wenigstens nicht so leicht was kaputtmachen.

Yup. Ich lasse das dann. Danke. Auch an Sven und die anderen.

Sven Hartge

unread,
Feb 8, 2012, 7:20:34 PM2/8/12
to
Sieghard Schicktanz <Sieghard....@schs.de> wrote:

>> Dann werde ich Chromium OS vielleicht doch nochmal auf /dev/sda1
>> kopieren. Diesmal aber die Partition, nicht den ganzen Stick. Und die
>> Partitions-ID nicht ändern. Oder doch? Weil der Stick sagt:
>>
>> fdisk -l/dev/sdb
>> Device Boot Start End Blocks Id System
>> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT

> Ja, das dürfte "vergeb'ne Liebesmüh'" sein - wie Sven Dir gezeigt hat,
> ist _diese_ Interpretation der Stick-Partitionstabelle schlicht
> falsch, weil fdisk mit einer GPT nix anfangen kann. Der Stick enthält
> ganz was anderes, und wahrscheinlich ein gleich paar Partitionen, die
> dann offenbar auch noch eigene und zudem möglicherweise noch völlig
> zum alten Schema inkompatible Kennzeichnungen.

Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im Normalfall:

http://www.chromium.org/chromium-os/chromiumos-design-docs/disk-format

http://virtguru.wordpress.com/2010/10/15/12minutes-chromium-os-internals-disk-lauout-of-gpt-partition-on-usb-and-on-disk-after-install/

sudo cgpt show /dev/sdc
start size part contents
0 1 PMBR (Boot GUID: D2ACCE1D-B67D-0C4D-A791-A36900F3178A)
1 1 Pri GPT header
2 32 Pri GPT table
1527808 2097152 1 Label: "STATE"
Type: Linux data
UUID: 717EF230-0AA3-A744-93CA-2212BA62ACF7
4096 32768 2 Label: "KERN-A"
Type: ChromeOS kernel
UUID: 94CF1545-2BB0-F841-B2A1-56C89560C4C8
Attr: priority=15 tries=15 successful=1
36864 1490944 3 Label: "ROOT-A"
Type: ChromeOS rootfs
UUID: 95E3D9F3-6BF1-C045-8F5F-5CA3DEBB4FD7
3690496 1 4 Label: "KERN-B"
Type: ChromeOS kernel
UUID: 691D6955-7615-064F-96F2-01BD7A67EB2A
Attr: priority=0 tries=15 successful=0
3690497 1 5 Label: "ROOT-B"
Type: ChromeOS rootfs
UUID: 32AFE02C-8EEC-4441-99CC-FC075B39C6E2
34 1 6 Label: "KERN-C"
Type: ChromeOS kernel
UUID: 254AED55-595C-514B-A89B-6E250CC6DE2B
Attr: priority=0 tries=15 successful=0
35 1 7 Label: "ROOT-C"
Type: ChromeOS rootfs
UUID: 336AF7DA-0299-424B-9BC0-A20BF8B3B16E
3624960 32768 8 Label: "OEM"
Type: Linux data
UUID: FEA2E24B-1A8E-5741-B84D-3D42536EFDF5
36 1 9 Label: "reserved"
Type: ChromeOS reserved
UUID: F32EE2ED-95B1-4F4D-B68D-0B7351C2B28C
37 1 10 Label: "reserved"
Type: ChromeOS reserved
UUID: 46CFF8EF-B127-4440-9073-D30ECA8E5064
38 1 11 Label: "reserved"
Type: ChromeOS reserved
UUID: 5FFA6676-EB0C-DC49-B5DE-4230AE959570
3657728 32768 12 Label: "EFI-SYSTEM"
Type: EFI System Partition
UUID: D2ACCE1D-B67D-0C4D-A791-A36900F3178A
7847903 32 INVALID Sec GPT table
1 1 INVALID Sec GPT header

> Da müßtest Du _zumindest_ wohl Deine Partitionierung ziemlich
> weitgehend anpassen, und dann kann's immer noch sein, daß das schöne
> verchromte OS die verschmäht, weil sie nicht per GPT eingerichtet
> sind. _Dazu_ müßtest Du dann nochmal erheblich mehr Aufwand nebst
> einem Komplett-Backup Deiner Platte treiben... Also laß' die Faxen
> und vergiß' es - bleib bei dem Stick, damit kannst Du Dir wenigstens
> nicht so leicht was kaputtmachen.

ChromeOS wurde _nie_ dazu gemacht, parallel zu anderem OS im System
installiert zu sein und schon gar nicht, um auf einer
MSDOS-Partitionstabelle zu laufen.

BTW: Obige URLs habe ich in 30 Sekunden mit Google und dem Suchbegriff
"chromeOS gpt" gefunden.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 9, 2012, 1:34:47 PM2/9/12
to
Hallo Sven,

Du schriebst am Thu, 9 Feb 2012 01:20:34 +0100:

> Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im Normalfall:

Aha, da kommen die mal genannten 12 Partitionen her! Na, das ändert das
Vertrauen in den genannten "Maintainer" doch gleich um mindestens eine
Größenordnung.
Nach unten.

> http://www.chromium.org/chromium-os/chromiumos-design-docs/disk-format
...
Das scheinen aber im wesentlichen "Ruhestätten" für diverse Kernel zu sein,
und sowas ähnliches wie die "mount points" für das Wurzelverzeichnis?
Das scheint die GPT-Partitionen ähnlich zu nutzen wie Linux Verzeichnisse.

> > Da müßtest Du _zumindest_ wohl Deine Partitionierung ziemlich
> > weitgehend anpassen, und dann kann's immer noch sein, daß das schöne
> > verchromte OS die verschmäht, weil sie nicht per GPT eingerichtet
...
> ChromeOS wurde _nie_ dazu gemacht, parallel zu anderem OS im System
> installiert zu sein und schon gar nicht, um auf einer
> MSDOS-Partitionstabelle zu laufen.

So ähnlich hatte ich mir das gedacht. Das passt genau zum Urheber.

> BTW: Obige URLs habe ich in 30 Sekunden mit Google und dem Suchbegriff
> "chromeOS gpt" gefunden.

Falls Du das meinen solltest: Nein, ich habe dazu garnicht gesucht.
Die gegebenen Indizien haben vollauf gereicht.
Auf _meine_ Platte kommt das jedenfalls nicht!

Sven Hartge

unread,
Feb 9, 2012, 3:02:45 PM2/9/12
to
Sieghard Schicktanz <Sieghard....@schs.de> wrote:
> Du schriebst am Thu, 9 Feb 2012 01:20:34 +0100:

>> Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im Normalfall:

>> http://www.chromium.org/chromium-os/chromiumos-design-docs/disk-format

> Das scheinen aber im wesentlichen "Ruhestätten" für diverse Kernel zu
> sein, und sowas ähnliches wie die "mount points" für das
> Wurzelverzeichnis? Das scheint die GPT-Partitionen ähnlich zu nutzen
> wie Linux Verzeichnisse.

Du musst ChromeOS wie ein Appliance-Betriebssystem auf einer FritzBox
sehen. Das Ding muss einfach wartbar sein und sich selbst, wie
Baron Münchhausen, an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen können,
wenn etwas schief gegangen ist, ohne dass der User dafür eingreifen muss
oder überhaupt über Wissen verfügen muss, die ihn zum Eingreifen
bemächtigen.

Im Embedded-Bereich ist es gar nicht so unüblich, eine Partition für
persistente Daten, eine für den Kernel, eine für das /-Dateisystem, eine
für einen Backup-Kernel und ein Backup-/-Dateisystem sowie eine für den
Update-Fall zu haben.

Die von mir im Betrieb eingesetzten SAN-Komponenten haben auch ein
ähnliches Setup: Live-Partition, Backup-Partition, Upgrade-Partition,
Config-Partition, Log-Partition, Daten-Partition.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 9, 2012, 7:48:54 PM2/9/12
to
Sven Hartge wrote on 07. February 2012:
>
> Andreas Kohlbach <february1...@spamgourmet.com> wrote:
>
>> Dann werde ich Chromium OS vielleicht doch nochmal auf /dev/sda1
>> kopieren. Diesmal aber die Partition, nicht den ganzen Stick. Und die
>> Partitions-ID nicht ändern. Oder doch? Weil der Stick sagt:
>
>> fdisk -l/dev/sdb
>> Device Boot Start End Blocks Id System
>> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT
>
> Dass ist nur der Fake-MBR der GPT, der die GPT selbst vor Tools schützen
> soll, die nur das alte MSDOS-Partitionsschema können.
>
> Installiere einmal gdisk (gibts in squeeze-backports) und lass das auf
> den Stick los:

Danke für den Tipp. Aber ich lasse das dann besser doch. Man muss ja
nicht alles kaputt machen. ;-)

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 9, 2012, 8:05:28 PM2/9/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 09. February 2012:
>
> Du schriebst am Thu, 9 Feb 2012 01:20:34 +0100:
>
>> Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im Normalfall:
>
> Aha, da kommen die mal genannten 12 Partitionen her! Na, das ändert das
> Vertrauen in den genannten "Maintainer" doch gleich um mindestens eine
> Größenordnung.
> Nach unten.

Du darfst nicht mit dem Wissen herkömmlicher Betriebssysteme daran
gehen. Wie Sven bereits sagt, ist es nicht vorgesehen, dass Leute wie du
oder gar ich ;-) dabei gehen, und Chromium OS auf "herkömmlicher" PC
Hardware installieren wollen, welche "MSDOS Partitions Tabellen" erwartet
und anderes. Auch wenn es auf PC Hardware zu bekommen ist (derzeit wohl
speziell ausgerüstete Acer und andere Netbooks), was sich dann
"Chromebook" nennt.

Es ist vielleicht ähnlich, dass man das Betriebssystem eines
Mobile-Device auf einem PC laufen lassen will. Wenn dieser Vergleich auch
hinkt, weil die Hardware in diesem Fall zu verschieden ist. Aber
vorgesehen ist das nicht. Und wenn es schief geht, oder sich merkwürdig
(aus der Sicht des PC-Users) antut, kann man dem OS keine Schuld geben.

Und Chromium OS hat nicht *den* Maintainer. Es wird von Google gemacht. Und
der, der die Webseite betreibt, wo ich das her habe, arbeitet AFAIK nicht
für Google, sondern macht das aus Spass an der Freude. Wie gesagt, es ist
nicht vorgesehen oder gar von Google abgesegnet, dass jemand das
macht. Andererseits ist es Open Source, und Google ist sicher dankbar für
Leute, die es debuggen.

Weiter ist dieser Maintainer nicht der einzige, der das (ohne Google's
Segen) macht. Andere mögen es vielleicht besser oder auch schlechter
machen.

Sven Hartge

unread,
Feb 9, 2012, 8:31:10 PM2/9/12
to
Andreas Kohlbach <february1...@spamgourmet.com> wrote:
> Sieghard Schicktanz wrote on 09. February 2012:
>> Du schriebst am Thu, 9 Feb 2012 01:20:34 +0100:

>>> Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im
>>> Normalfall:
>>
>> Aha, da kommen die mal genannten 12 Partitionen her! Na, das ändert
>> das Vertrauen in den genannten "Maintainer" doch gleich um mindestens
>> eine Größenordnung. Nach unten.

> Du darfst nicht mit dem Wissen herkömmlicher Betriebssysteme daran
> gehen. Wie Sven bereits sagt, ist es nicht vorgesehen, dass Leute wie
> du oder gar ich ;-) dabei gehen, und Chromium OS auf "herkömmlicher"
> PC Hardware installieren wollen, welche "MSDOS Partitions Tabellen"
> erwartet und anderes. Auch wenn es auf PC Hardware zu bekommen ist
> (derzeit wohl speziell ausgerüstete Acer und andere Netbooks), was
> sich dann "Chromebook" nennt.

> Es ist vielleicht ähnlich, dass man das Betriebssystem eines
> Mobile-Device auf einem PC laufen lassen will. Wenn dieser Vergleich
> auch hinkt, weil die Hardware in diesem Fall zu verschieden ist. Aber
> vorgesehen ist das nicht. Und wenn es schief geht, oder sich
> merkwürdig (aus der Sicht des PC-Users) antut, kann man dem OS keine
> Schuld geben.

Nein, so schief ist der Vergleich in diesem Falle gar nicht. Von Android
gibt es ja mittlerweile auch eine x86-Portierung, trotzdem würde niemand
ernsthaft vorhaben wollen, dies auf einem PC installieren.

ChromeOS kann man durchaus auf einer Ebene mit iOS, Android und WebOS
sehen.

Es gibt aber ein VMware-Image von ChromeOS, dass sogar ganz brauchbar
läuft und dazu noch risikofrei zu benutzen ist. Allerdings finde ich den
URL dazu gerade nicht.
Message has been deleted

Michael Baeuerle

unread,
Feb 10, 2012, 3:47:40 AM2/10/12
to
Andreas Kohlbach wrote:
>
> Ich denke es ist kein ext4.
>
> Aber egal, ich wollte die Finger davon lassen. :-)

Das von Christoph vorgeschlagene "file -s" solltest du noch testen. Das
kann sogar die Partitionstabelle anzeigen wie ich gerade festgestellt
habe. Beispiel:
----------------------------------------------------------------------
# file -s /dev/sdb
/dev/sdb: x86 boot sector; partition 1: ID=0x83 [...]
# file -s /dev/sdb1
/dev/sdb1: Linux rev 1.0 ext3 filesystem data [...]
----------------------------------------------------------------------

Und es ist nichtmal Linux only, das funktioniert z.B. auch auf BSD:
----------------------------------------------------------------------
# file -s /dev/rsd2d
/dev/rsd2d: x86 boot sector; partition 1: ID=0xa9 [...]
# file -s /dev/rsd2e
/dev/rsd2e: Unix Fast File system [v2] (little-endian) [...]
----------------------------------------------------------------------

"-s" hatte ich auch noch nie benutzt, man lernt nie aus ...


Micha

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 10, 2012, 2:54:41 PM2/10/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Thu, 09 Feb 2012 20:05:28 -0500:

> Sieghard Schicktanz wrote on 09. February 2012:
> >
> > Du schriebst am Thu, 9 Feb 2012 01:20:34 +0100:
> >
> >> Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im
> >> Normalfall:
> >
> > Aha, da kommen die mal genannten 12 Partitionen her! Na, das ändert das
> > Vertrauen in den genannten "Maintainer" doch gleich um mindestens eine
> > Größenordnung.
> > Nach unten.
>
> Du darfst nicht mit dem Wissen herkömmlicher Betriebssysteme daran

Das hat mit dem "Wissen [um] herkömmliche[r] Betriebssysteme" nix zu tun,
sondern mit dem Wissen, daß der ein so komplex strukturiertes System, das
original auf einem 7,5GB-Datenträger aufgebaut war, einfach so mir-nichts,
dir-nichts auf 2GB gestutzt hat, dabei in Kauf genommen hat, daß ein Teil
dieser Struktur draufgeht und damit (unwissentlich?) auch noch einen Teil
der Partitionierungsdaten damit demoliert hat.
Ist so ein Vorgehen für Dich Anlaß, so jemandem eine hohe Qualifikation
beizumessen?

> Und der, der die Webseite betreibt, wo ich das her habe, arbeitet AFAIK
> nicht für Google, sondern macht das aus Spass an der Freude. Wie gesagt,

Aber ohne Qualifikation, wie soviele im internet.
Wie hieß das früher doch mal? "Trau', schau' wem..."

> es ist nicht vorgesehen oder gar von Google abgesegnet, dass jemand das

Du bist aber nicht der Ansicht, daß das einen Grund hat?

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 10, 2012, 8:14:58 PM2/10/12
to
Ich bekomme

~# file -s /dev/sdb
/dev/sdb: sticky x86 boot sector; partition 1: ID=0xee, starthead 0,
startsector 1, 4005922 sectors, code offset 0x31

> "-s" hatte ich auch noch nie benutzt, man lernt nie aus ...

Niemals. :-)

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 10, 2012, 8:12:05 PM2/10/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 10. February 2012:
>
> Du schriebst am Thu, 09 Feb 2012 20:05:28 -0500:
>
>> Sieghard Schicktanz wrote on 09. February 2012:
>> >
>> > Du schriebst am Thu, 9 Feb 2012 01:20:34 +0100:
>> >
>> >> Ohja. ChromeOS benutzt _sehr_ viele Partitionen, allein 12 im
>> >> Normalfall:
>> >
>> > Aha, da kommen die mal genannten 12 Partitionen her! Na, das ändert das
>> > Vertrauen in den genannten "Maintainer" doch gleich um mindestens eine
>> > Größenordnung.
>> > Nach unten.
>>
>> Du darfst nicht mit dem Wissen herkömmlicher Betriebssysteme daran
>
> Das hat mit dem "Wissen [um] herkömmliche[r] Betriebssysteme" nix zu tun,
> sondern mit dem Wissen, daß der ein so komplex strukturiertes System, das
> original auf einem 7,5GB-Datenträger aufgebaut war, einfach so mir-nichts,
> dir-nichts auf 2GB gestutzt hat, dabei in Kauf genommen hat, daß ein Teil
> dieser Struktur draufgeht und damit (unwissentlich?) auch noch einen Teil
> der Partitionierungsdaten damit demoliert hat.

Es ist, wenn dem denn so ist, trotzdem lauffähig. Zumindest von einem
USB-Stick.

> Ist so ein Vorgehen für Dich Anlaß, so jemandem eine hohe Qualifikation
> beizumessen?

Es erfüllt seinen Zweck.

[...]

>> es ist nicht vorgesehen oder gar von Google abgesegnet, dass jemand das
>
> Du bist aber nicht der Ansicht, daß das einen Grund hat?

Nein.

Das wäre so, als wenn jemand sich den Linux Kernel schnappt, und eine
weitere Linux Distribution baut. Ggf. gängige Dinge weg lässt oder
verändert. Ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, dass der
Maintainer hier meint, es auf einem NTFS Dateisystem laufen zu
lassen. Das würde nie Linus' Segen bekommen, aber ggf. trotzdem laufen.
Message has been deleted

Michael Baeuerle

unread,
Feb 11, 2012, 4:16:40 AM2/11/12
to
Andreas Kohlbach wrote:
>
> Ich bekomme
>
> ~# file -s /dev/sdb
> /dev/sdb: sticky x86 boot sector; partition 1: ID=0xee, starthead 0,
> startsector 1, 4005922 sectors, code offset 0x31

Na also, das ist doch schonmal eine Aussage. ID EEh bedeutet, dass da
anscheinend eine GPT Partitionstabelle drauf ist. Das Dateisystem faengt
also nicht an der Startposition der Partition 1 im MBR an.


Micha
--
Das Lesen von *Sektoren* gehoert nicht zum "ueblichen" Gebrauch einer
Festplatte. Die *Dateien*, um die es sich hier handelt, [...]
Hans-Peter Diettrich in dchlf

Sven Hartge

unread,
Feb 11, 2012, 7:39:29 AM2/11/12
to
Michael Baeuerle <michael....@gmx.net> wrote:
> Andreas Kohlbach wrote:
>>
>> Ich bekomme
>>
>> ~# file -s /dev/sdb
>> /dev/sdb: sticky x86 boot sector; partition 1: ID=0xee, starthead 0,
>> startsector 1, 4005922 sectors, code offset 0x31

> Na also, das ist doch schonmal eine Aussage. ID EEh bedeutet, dass da
> anscheinend eine GPT Partitionstabelle drauf ist. Das Dateisystem
> faengt also nicht an der Startposition der Partition 1 im MBR an.

Äh, soweit waren wir schon vor ein paar Tagen. Dass, was wie /dev/sdb1
aussieht, ist nur die Dummy-MBR-GPT-Sicherheits-Partition.

Michael Baeuerle

unread,
Feb 11, 2012, 12:32:18 PM2/11/12
to
Sven Hartge wrote:
> Michael Baeuerle wrote:
> >
> > [...]
> > ID EEh bedeutet, dass da
> > anscheinend eine GPT Partitionstabelle drauf ist. Das Dateisystem
> > faengt also nicht an der Startposition der Partition 1 im MBR an.
>
> [...]
> soweit waren wir schon vor ein paar Tagen. Dass, was wie /dev/sdb1
> aussieht, ist nur die Dummy-MBR-GPT-Sicherheits-Partition.

Oerks, dann habe ich diesen Thread wohl nicht genau genug verfolgt.
Sorry.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 11, 2012, 2:27:22 PM2/11/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Fri, 10 Feb 2012 20:12:05 -0500:

> > System, das original auf einem 7,5GB-Datenträger aufgebaut war, einfach
> > so mir-nichts, dir-nichts auf 2GB gestutzt hat, dabei in Kauf genommen
...
> Es ist, wenn dem denn so ist, trotzdem lauffähig. Zumindest von einem
> USB-Stick.

In einem bestimmten Umfeld, unter bestimmten Bedingungen. Aber vielleicht
geht das schon dann nicht mehr, wenn man mal etwas versucht, was Du bisher
nicht gemacht hast.
Außerdem ist ja nicht bekannt, _wie_ die originale Partitionierung
ausgesehen hat - vielleicht war da ja tatsächlich nur ein 2GB-Bereich
belegt? Das ändert zwar nix daran, daß der Verursacher dieses Machwerks so
nebenbei mal die Partitionierung beschädigt hat, würde aber das Vertrauen
in die "korrekte" Lauffähigkeit des Systems selber merklich erhöhen - oder
beseitigen, wenn da was funktionsrelevantes weggestutzt worden sein sollte.

> > Ist so ein Vorgehen für Dich Anlaß, so jemandem eine hohe Qualifikation
> > beizumessen?
>
> Es erfüllt seinen Zweck.

Das ist die falsche Antwort. Danach war nicht gefragt.

D.h. Du würdest auch mit einem Auto mit Einkreisbremse und durchgehender
Lenksäule fahren. Es erfüllt ja seinen Zweck (und so fuhren ja früher auch
viele).
Andererseits läßt sich das ja auch so lösen, daß man den "Zweck" passend
definiert. Man muß ja nicht sagen, _wie_.

> [...]
>
> >> es ist nicht vorgesehen oder gar von Google abgesegnet, dass jemand das
> >
> > Du bist aber nicht der Ansicht, daß das einen Grund hat?
>
> Nein.

Viel Spaß mit Deinem "Format-Computer". ];->

> Das wäre so, als wenn jemand sich den Linux Kernel schnappt, und eine
> weitere Linux Distribution baut. Ggf. gängige Dinge weg lässt oder

Und das ganze dann mit einer Oberfläche verriegelt, die Dich nicht ans
System läßt, ständigen internet-Zugang verlangt, Dich mit Werbung und
unerwünschten Anfragen bombardiert und Deine Daten auf irgendeinem Dir
unbekannten Server "in der Cloud" abliefert.

> verändert. Ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, dass der
> Maintainer hier meint, es auf einem NTFS Dateisystem laufen zu

Ja, _das_ ist an den Haaren herbeigezogen, in dem angesprochenen
Zusammenhang. Es würde aber der Intention von Linux viel eher entsprechen.

> Linux: The choice of a GNU generation.

Und das in dem Zusammenhang...

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 11, 2012, 7:40:52 PM2/11/12
to
Und das ist der Stick, nicht die Platte.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 11, 2012, 7:55:24 PM2/11/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 11. February 2012:
>
> Du schriebst am Fri, 10 Feb 2012 20:12:05 -0500:

[...]

>> > Ist so ein Vorgehen für Dich Anlaß, so jemandem eine hohe Qualifikation
>> > beizumessen?
>>
>> Es erfüllt seinen Zweck.
>
> Das ist die falsche Antwort. Danach war nicht gefragt.
>
> D.h. Du würdest auch mit einem Auto mit Einkreisbremse und durchgehender
> Lenksäule fahren. Es erfüllt ja seinen Zweck (und so fuhren ja früher auch
> viele).
> Andererseits läßt sich das ja auch so lösen, daß man den "Zweck" passend
> definiert. Man muß ja nicht sagen, _wie_.

Autovergleiche... :-)

Aber es kommt eben auf das Umfeld an. Vielleicht irgendwo in Afrika, wo
man durch die Steppe fährt, wo sonst niemand ist, würde ich das
machen. Eben der "passende Zweck".

Und Chromium OS ist eben nicht die typische PC [Windows/Linux/Mac...]
Umgebung, sondern proprietär. D.h die Hardware muss sich nach der Software
richten in diesem Fall.

>> Das wäre so, als wenn jemand sich den Linux Kernel schnappt, und eine
>> weitere Linux Distribution baut. Ggf. gängige Dinge weg lässt oder
>
> Und das ganze dann mit einer Oberfläche verriegelt, die Dich nicht ans
> System läßt, ständigen internet-Zugang verlangt, Dich mit Werbung und
> unerwünschten Anfragen bombardiert und Deine Daten auf irgendeinem Dir
> unbekannten Server "in der Cloud" abliefert.

Es bombardiert nicht mit Werbung oder unerwünschten Anfragen. [1] Es will
aber Internet (auch wenn man ohne kann, siehe unten das Beispiel mit der
tty). Wie dein Mobiltelefon halt, was ohne Provider Netzwerk auch
nutzlos ist.

Mich interessiert es halt. Und da man auch an eine tty kommt (wenn man
weiß wie, und man überhaupt Kenntnisse davon hat), kann man mehr
machen. Der ONU aber eben nicht, weil er das nicht weiß. So wie unter
Linux auch nicht viele auf tty arbeiten können und verloren sind, wenn X
mal nicht hoch kommt.

[...]

>> Linux: The choice of a GNU generation.
>
> Und das in dem Zusammenhang...

Wir sind hier in einer Linux Gruppe. Und Chromium, wie vieles anderes,
nutzt eine Linux Umgebung.

Weißt du überhaupt, auf welchen Slogan "The choice of a GNU generation."
anspielt?

[1] Kannst du das nicht bitte mal auf einen Stick packen und dir selbst
vorher ein Bild darüber machen, bevor du weiter mit Vermutungen kommst?
--
Andreas

Sven Hartge

unread,
Feb 11, 2012, 10:32:42 PM2/11/12
to
Ja, und? Du kannst eine GPT auch auf eine Floppy packen. Wenn ich Typ EE
sehe, dann ist da eine GPT drauf, weil EE der Typ der
Dummy-Schutz-MSDOS-Partition der GPT ist, die verhindert, dass dumme
alte Tools am Datenträger herumpfuschen, in dem die
Dummy-MSDOS-Partitionstabelle dem Tool vorgaukelt, die komplette Platte
wäre mit einer Partition voll.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 12, 2012, 2:28:11 PM2/12/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Sat, 11 Feb 2012 19:55:24 -0500:

> Autovergleiche... :-)

Es gäbe andere, aber die sind für die meisten verstehbar, so sie sie
verstehen wollen.

> Aber es kommt eben auf das Umfeld an. Vielleicht irgendwo in Afrika, wo
> man durch die Steppe fährt, wo sonst niemand ist, würde ich das
> machen. Eben der "passende Zweck".

Warum willst Du dann den Steppenwühler auf der Autobahn fahren?
(Stick auf Festplatte im PC kopieren.)

> Und Chromium OS ist eben nicht die typische PC [Windows/Linux/Mac...]
> Umgebung, sondern proprietär. D.h die Hardware muss sich nach der Software
> richten in diesem Fall.

Der prospektive Benutzer dann aber eben auch.

...
> Es bombardiert nicht mit Werbung oder unerwünschten Anfragen. [1] Es will

Noch nicht, wahrscheinlich. Ganz am Anfang hat Google auch noch keine
Werbung gemacht und die Suchergebnisse nicht nach "Unterstützungsbeiträgen"
sortiert. Sowas kommt imemr erst nach der Einführungsphase, wenn die
Gewohnheiten schon "etabliert" sind.

> aber Internet (auch wenn man ohne kann, siehe unten das Beispiel mit der
> tty). Wie dein Mobiltelefon halt, was ohne Provider Netzwerk auch
> nutzlos ist.

Ich habe kein Mobi(ltele)fon, und ich will auch keins. Allerdings sehe ich
durchaus, daß ein _Kommunikations_gerät ohne Kommunikation_möglichkeit_
reichlich nutzlos ist.
Ein _Computer_ ist aber mal primär kein Kommunikationsgerät, sondern ein
Datenverarbeitungsgerät. Wie es an die Daten kommt, ist dabei Nebensache -
es gibt genügend Möglichkeiten, die mit dem internet (oder einer
Telefonverbindung) nichts zu tun haben.
Dafür eine internet-Verbindung vorauszusetzen ist also einfach widersinnig.

> Mich interessiert es halt. Und da man auch an eine tty kommt (wenn man

Na schön, ich will Dir das Spielzeug ja auch nicht wegnehmen. Du solltest
Dir aber evtl. klarmachen, was damit angerichtet werden kann.

> >> Linux: The choice of a GNU generation.
> >
> > Und das in dem Zusammenhang...
>
> Wir sind hier in einer Linux Gruppe. Und Chromium, wie vieles anderes,
> nutzt eine Linux Umgebung.

Eher wohl den Linux-_Kernel_, der eine (extrem hoch-) "proprietäre"
Umgebung betreiben soll.

> Weißt du überhaupt, auf welchen Slogan "The choice of a GNU generation."
> anspielt?

Ich dachte, das _sei_ ein Slogan?

> [1] Kannst du das nicht bitte mal auf einen Stick packen und dir selbst
> vorher ein Bild darüber machen, bevor du weiter mit Vermutungen
> kommst?

Nein. (Natürlich nicht wegen technischer Unmöglichkeit.)
Mir reicht, was hier schon 'rüber kam.
Message has been deleted

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 12, 2012, 7:55:51 PM2/12/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 12. February 2012:
>
>> Aber es kommt eben auf das Umfeld an. Vielleicht irgendwo in Afrika, wo
>> man durch die Steppe fährt, wo sonst niemand ist, würde ich das
>> machen. Eben der "passende Zweck".
>
> Warum willst Du dann den Steppenwühler auf der Autobahn fahren?
> (Stick auf Festplatte im PC kopieren.)

Um den USB-Stick nicht mit mir herumtragen zu müssen. Außerdem mag ein
Stick ständiges Gelesen- und Geschrieben werden nicht so gern. Ist
außerdem langsam.

>> Und Chromium OS ist eben nicht die typische PC [Windows/Linux/Mac...]
>> Umgebung, sondern proprietär. D.h die Hardware muss sich nach der Software
>> richten in diesem Fall.
>
> Der prospektive Benutzer dann aber eben auch.

Für mich ist es Neugier. Ich würde Chromium OS nicht wirklich einsetzen
wollen.

Btw. ich denke eben darüber nach, es mal mit Haiku zu versuchen, nachdem
es in der VM recht lahm läuft. Ich habe nur wenig RAM hier, was besonders
zu Buche schlägt, wenn auch noch eine VM läuft.

[...]

>> aber Internet (auch wenn man ohne kann, siehe unten das Beispiel mit der
>> tty). Wie dein Mobiltelefon halt, was ohne Provider Netzwerk auch
>> nutzlos ist.
>
> Ich habe kein Mobi(ltele)fon, und ich will auch keins. Allerdings sehe ich
> durchaus, daß ein _Kommunikations_gerät ohne Kommunikation_möglichkeit_
> reichlich nutzlos ist.
> Ein _Computer_ ist aber mal primär kein Kommunikationsgerät, sondern ein
> Datenverarbeitungsgerät. Wie es an die Daten kommt, ist dabei Nebensache -
> es gibt genügend Möglichkeiten, die mit dem internet (oder einer
> Telefonverbindung) nichts zu tun haben.
> Dafür eine internet-Verbindung vorauszusetzen ist also einfach widersinnig.

Das ist beim Chromebook, für das Chrome[ium] OS konzipiert wurde, aber
nicht. Es ist nur ein Browser mit etwas Netzwerk drumherum, was zufällig
auf einer Linux Umgebung läuft. Wer Office etc. will, muss sich mit der
(Google) Wolke anfreunden.

Und nochmal: es ist nicht (kommerziell) vorgesehen, Chrome OS auf jedem
PC laufen haben zu wollen. Was ich hie mache, ist Spielerei. Das will man
als User, der sonst noch andere Dinge mit dem PC macht, nicht.

Obwohl Chrome OS aber wohl das ist, was viele andere eigentlich wollen:
die gehen nur ins Internet. chatten, mailen, Facebook, Spiele (bietet
Google's Webstore auch) ggf. Office. Und sich nicht mit der Maintenance
des PC, Virenscanner oder Firewalls, beschäftigen wollen.

[...]

>> Weißt du überhaupt, auf welchen Slogan "The choice of a GNU generation."
>> anspielt?
>
> Ich dachte, das _sei_ ein Slogan?

Ja, aber das ist "geklaut". Pepsi hatte Mitte der 80ern den Slogan "Pepsi,
the choice of a new generation". Da war gerade Miami Vice ganz groß, und
so machte man u.a. diese Werbung <http://www.youtube.com/watch?v=Mg_ZLGpo5tE>,
falls man die in Deutschland sehen darf.

>> [1] Kannst du das nicht bitte mal auf einen Stick packen und dir selbst
>> vorher ein Bild darüber machen, bevor du weiter mit Vermutungen
>> kommst?
>
> Nein. (Natürlich nicht wegen technischer Unmöglichkeit.)
> Mir reicht, was hier schon 'rüber kam.

Dann lasse bitte Vermutungen aus dem Spiel.
--
Andreas

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 13, 2012, 3:39:15 PM2/13/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Sun, 12 Feb 2012 19:55:51 -0500:

> > (Stick auf Festplatte im PC kopieren.)
>
> Um den USB-Stick nicht mit mir herumtragen zu müssen. Außerdem mag ein

Wenn Du den in Deinem PC stecken hast, mußt Du ihn ja nicht herumtragen.
Und wenn sein Inhalt auf der Festplatte liegt, ist's mit dem 'Rumtragen
auch Essig - außer, die Platte steckt in einem "Portable". Aber da wär' der
Stick wohl bequemer...
Aber wie's Dir beliebt.

> Stick ständiges Gelesen- und Geschrieben werden nicht so gern. Ist
> außerdem langsam.

Dem ist natürlich so. Aber wenn das System dem nicht Rechnung trägt, dann
ist das sowieso ungeeignet für so eine Verwendung und sollte daher nicht so
benutzt werden.

> >> Und Chromium OS ist eben nicht die typische PC [Windows/Linux/Mac...]
...
> Für mich ist es Neugier. Ich würde Chromium OS nicht wirklich einsetzen
> wollen.

Zugestanden - wenn ich eine passende Kiste (und die Zeit dazu) hätte,
_könnte_ das für mich sogar auch ein Grund sein.

> Btw. ich denke eben darüber nach, es mal mit Haiku zu versuchen, nachdem
> es in der VM recht lahm läuft. Ich habe nur wenig RAM hier, was besonders
> zu Buche schlägt, wenn auch noch eine VM läuft.

Das hatte ich auch mal ausprobiert, bin aber über einen erfolgreichen Start
und Anschauung der Oberfläche nicht 'rausgekommen...
Es gibt eben viel zu viel anderes zu tun; Betriebssystemtesten ist eben
nicht mein Arbeitsgebiet.

> Das ist beim Chromebook, für das Chrome[ium] OS konzipiert wurde, aber
> nicht. Es ist nur ein Browser mit etwas Netzwerk drumherum, was zufällig

Nagut, also wiedermal ein neues Spielzeug. Sinnvoll nutzen kann man sowas
nicht.

> auf einer Linux Umgebung läuft. Wer Office etc. will, muss sich mit der
> (Google) Wolke anfreunden.

Es gibt sicher genügend Leute aus der "New Society", denen es egal ist, wer
ihre Daten bekommt. Hier weiß man wenigstens, an wen man die abtritt.

BTW, hast Du Dir schonmal die neue Daten"schutz"erklärung von Google
angeschaut? Da wimmelt's nur so von Mitteilungen daß Daten "möglicherweise"
erhoben würden, die gespeichert werden können und kreuz und quer
ausgetauscht. Eigentlich könnte man die in einem Satz zusammenfassen:
"Wir sammeln alle Daten, die wir von Ihnen bekommen können, und tauschen
die unter allen unseren und mit uns liierten Diensten aus."
Message has been deleted

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 14, 2012, 3:15:43 PM2/14/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Mon, 13 Feb 2012 19:57:31 -0500:

> >> Btw. ich denke eben darüber nach, es mal mit Haiku zu versuchen,
... ^^^^^
> Weil sie Internet will. Man hat nur die Auswahl eines der WLAN Netzwerke

Bist Du Dir sicher, daß Du auch darüber sprichst?

> "Schraubenschlüssel" unter "settings". Sogar das Herunterfahren ist nur
> dort zu machen.

_das_ ist ja wohl eher kein Problem - das ist schließlich ein
schwerwiegender Eingriff in die Systemfunktion...

> (tty), dann kann man mit CTRL-ALT-F2 eines Shell bekommen. Username wie
> gesagt "chronos" und Passwort "facepunch". Auch um per "sudo su" root zu
> werden.

Wirklich bei "Haiku"? Wenigstens bei der Version, an die ich mich erinnere,
war das AFAIR _nicht_ so. Verwechselst Du da sicher nichts?

> [...]
> Ja, man kennt es gar nicht anders. Privatsphäre nur vom
> Hören-sagen. Interesse daran hat man vermutlich eh nicht.

Wahrscheinlich _noch_ nicht. Umso schmerzlicher wird dann wohl das
"Erwachen".

> > BTW, hast Du Dir schonmal die neue Daten"schutz"erklärung von Google
...
> > zusammenfassen: "Wir sammeln alle Daten, die wir von Ihnen bekommen
> > können, und tauschen die unter allen unseren und mit uns liierten
> > Diensten aus."
>
> Das mag durchaus sein.
>
> Daten, die Google von mir hat, sind nicht wirklich der Wahrheit
> entsprechend. Adresse, Telefonnummer etc. schon mal gar nicht.

_Die_ Daten sind ja auch nur ein kleiner Teil, und dazu wohl sogar einer,
bei dem die davon ausgehen, daß die Fälschungsrate hoch ist. Die sind ja
auch mehr auf Verhaltensmuster aus - entsprechen die internet-Seiten, die
Du "besuchst", auch nicht Deinen "Surf"-Gewohnheiten? Da wirst Du wohl nicht
viel dagegen tun können, genauso wie gegen die Themen Deiner Suchaktionen
o.ä. Bei vielen Suchfunktionen von Web-Seiten merkt man sogar erst
hinterher, daß man da wieder mal Google "bemüht" hat...

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 15, 2012, 7:52:18 PM2/15/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 14. February 2012:
>
> Hallo Andreas,
>
> Du schriebst am Mon, 13 Feb 2012 19:57:31 -0500:
>
>> >> Btw. ich denke eben darüber nach, es mal mit Haiku zu versuchen,
> ... ^^^^^
>> Weil sie Internet will. Man hat nur die Auswahl eines der WLAN Netzwerke
>
> Bist Du Dir sicher, daß Du auch darüber sprichst?

Das da oben waren zwei verschiedene Dinge.

[...]

>> (tty), dann kann man mit CTRL-ALT-F2 eines Shell bekommen. Username wie
>> gesagt "chronos" und Passwort "facepunch". Auch um per "sudo su" root zu
>> werden.
>
> Wirklich bei "Haiku"? Wenigstens bei der Version, an die ich mich erinnere,
> war das AFAIR _nicht_ so. Verwechselst Du da sicher nichts?

Nein, das war wieder Chromium OS.

>> > BTW, hast Du Dir schonmal die neue Daten"schutz"erklärung von Google
> ...
>> > zusammenfassen: "Wir sammeln alle Daten, die wir von Ihnen bekommen
>> > können, und tauschen die unter allen unseren und mit uns liierten
>> > Diensten aus."
>>
>> Das mag durchaus sein.
>>
>> Daten, die Google von mir hat, sind nicht wirklich der Wahrheit
>> entsprechend. Adresse, Telefonnummer etc. schon mal gar nicht.
>
> _Die_ Daten sind ja auch nur ein kleiner Teil, und dazu wohl sogar einer,
> bei dem die davon ausgehen, daß die Fälschungsrate hoch ist. Die sind ja
> auch mehr auf Verhaltensmuster aus - entsprechen die internet-Seiten, die
> Du "besuchst", auch nicht Deinen "Surf"-Gewohnheiten? Da wirst Du wohl nicht
> viel dagegen tun können, genauso wie gegen die Themen Deiner Suchaktionen
> o.ä. Bei vielen Suchfunktionen von Web-Seiten merkt man sogar erst
> hinterher, daß man da wieder mal Google "bemüht" hat...

Diese "googleanalytics" und anderes filtert mein Werbeproxy (Privoxy)
weg. Ansonsten hast du Recht: da in fast jede Seite irgendwo Google Code
eingebettet hat, kommt man, sofern man gleichzeitig in einen mit Google
affiliated Account eingeloggt war, nicht drum herum, sein Surfverhalten
Google mitzuteilen.

Wenn ich einen

grep google /etc/privoxy/default.action

mache, sind das schon per default eine Unmengen an Dingen, der der Proxy
weg wirft.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 16, 2012, 4:58:14 PM2/16/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Wed, 15 Feb 2012 19:52:18 -0500:

> >> >> Btw. ich denke eben darüber nach, es mal mit Haiku zu versuchen,
> > ... ^^^^^
> >> Weil sie Internet will. Man hat nur die Auswahl eines der WLAN
...
> Das da oben waren zwei verschiedene Dinge.

Ahja. Das war mir nicht ersichtlich.

> >> > BTW, hast Du Dir schonmal die neue Daten"schutz"erklärung von Google
> > ...
> >> > zusammenfassen: "Wir sammeln alle Daten, die wir von Ihnen bekommen
> >> > können, und tauschen die unter allen unseren und mit uns liierten
> >> > Diensten aus."
...
> > Suchfunktionen von Web-Seiten merkt man sogar erst hinterher, daß man
> > da wieder mal Google "bemüht" hat...
>
> Diese "googleanalytics" und anderes filtert mein Werbeproxy (Privoxy)
> weg. Ansonsten hast du Recht: da in fast jede Seite irgendwo Google Code
> eingebettet hat, kommt man, sofern man gleichzeitig in einen mit Google
> affiliated Account eingeloggt war, nicht drum herum, sein Surfverhalten
> Google mitzuteilen.

Dazu brauchst Du nichtmal "in einen mit Google affiliated Account
eingeloggt" sein, der Aufruf der Seite reicht, um die "SSI"s zu aktivieren
- die heißen schließlich nicht umsonst "_Server_ Side Includes".
(Und bevor da wieder diskutiert wird - sicher ist das nicht bei _allen_
der Fall, aber die Möglichkeit besteht.)

> Wenn ich einen
>
> grep google /etc/privoxy/default.action
>
> mache, sind das schon per default eine Unmengen an Dingen, der der Proxy
> weg wirft.
^#
Wenn das erst Dein _Proxy_ wegwirft, dann hast Du schon drauf zugegriffen.
Das muß schon eine Stufe vorher der Browser garnicht anfordern - Du
brauchst also einen Zugriffsfilter dafür, z.B. Adblock oder was ähnliches.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 16, 2012, 6:55:18 PM2/16/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 16. February 2012:
>
> Du schriebst am Wed, 15 Feb 2012 19:52:18 -0500:

[Privoxy]

>> Wenn ich einen
>>
>> grep google /etc/privoxy/default.action
>>
>> mache, sind das schon per default eine Unmengen an Dingen, der der Proxy
>> weg wirft.
> ^#
> Wenn das erst Dein _Proxy_ wegwirft, dann hast Du schon drauf
> zugegriffen.

Dann wundert mich fast, warum das dann in den Regeln überhaupt steht,
wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

> Das muß schon eine Stufe vorher der Browser garnicht anfordern - Du
> brauchst also einen Zugriffsfilter dafür, z.B. Adblock oder was ähnliches.

Woher wissen die, dass da etwas kommt, was sie blockieren sollen, wenn
sie es aber eigentlich nicht sehen dürften? Weil es damit ja bereits
angefordert wurde.

Ich verzweige mal nach de.comp.security.misc, die du IIRC ja auch liest.

Juergen P. Meier

unread,
Feb 17, 2012, 12:18:20 AM2/17/12
to
Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de>:
> Hallo Andreas,
>> >> Weil sie Internet will. Man hat nur die Auswahl eines der WLAN
> ...
>> Das da oben waren zwei verschiedene Dinge.
>
> Ahja. Das war mir nicht ersichtlich.
>
>> >> > BTW, hast Du Dir schonmal die neue Daten"schutz"erklärung von Google
>> > ...
>> >> > zusammenfassen: "Wir sammeln alle Daten, die wir von Ihnen bekommen
>> >> > können, und tauschen die unter allen unseren und mit uns liierten
>> >> > Diensten aus."

Inklusive der DNS resolver! 70 Mrd Anfragen von Idioten korreliert mit
"Geo-Identifikationsdaten" derselben - pro Tag. Eine Geldschmiede ohne
Gleichen. Bei diesen Deppen weis Google auch was ausserhalb des Browsers
so alles getrieben wird.

>> Diese "googleanalytics" und anderes filtert mein Werbeproxy (Privoxy)
>> weg. Ansonsten hast du Recht: da in fast jede Seite irgendwo Google Code
>> eingebettet hat, kommt man, sofern man gleichzeitig in einen mit Google
>> affiliated Account eingeloggt war, nicht drum herum, sein Surfverhalten
>> Google mitzuteilen.

Es ist trivial diese Eingebetten Spionagefunktionen dritter
Webseitenbetreiber rauszufiltern. Bei Google dank der Beschraenkung
auf spezielle Domainnamen ebenso wie bei Facebook, Twitter und Co.

>> Wenn ich einen
>>
>> grep google /etc/privoxy/default.action
>>
>> mache, sind das schon per default eine Unmengen an Dingen, der der Proxy
>> weg wirft.
> ^#
> Wenn das erst Dein _Proxy_ wegwirft, dann hast Du schon drauf zugegriffen.

Falsch.
Privoxy filtert vorwiegend die *Anfragen*. Nur bei teilweise
erwuenschtem Content filtert Privoxy auch Teile der Antwort, allerdings
hier wieder vorwiegend genau die Teile, die zu weiteren Anfragen fuehren
wuerden.

Das Ergebnis ist also genau das erwuenschte.

> Das muß schon eine Stufe vorher der Browser garnicht anfordern - Du
> brauchst also einen Zugriffsfilter dafür, z.B. Adblock oder was ähnliches.

Genau das macht Privoxy.

Bitte Informiere dich genau wie ein Contentfilternder HTTP-Proxy
funktioniert und wie genau das mit dem Grundprinzip von HTML basiertem
Browsen ueber HTTP zusammenspielt.

Mir scheint du hast da ein grundlegend falsches/unvollstaendiges
Verstaendnis aus dem du diese (in konsequenz falschen) Schluesse
ziehst.

Juergen
--
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 17, 2012, 12:42:18 PM2/17/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Thu, 16 Feb 2012 18:55:18 -0500:

> > Wenn das erst Dein _Proxy_ wegwirft, dann hast Du schon drauf
> > zugegriffen.
>
> Dann wundert mich fast, warum das dann in den Regeln überhaupt steht,
> wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
...
> Woher wissen die, dass da etwas kommt, was sie blockieren sollen, wenn
> sie es aber eigentlich nicht sehen dürften? Weil es damit ja bereits
> angefordert wurde.

Es ging hier ja nicht darum, das "Einspielen" von Schad- oder Spionage-
Software zu verhindern, sondern zu vermeiden, daß die _Sendestelle_ (der
_Server_ bzw. dessen Betreiber) Informationen erhält, die er nicht haben
soll. Sicher - wenn dann auch noch diese niedlichen Scriptlets
_installiert_ werden können, sieht das für den Spion nochmal um vieles
angenehmer aus...

> Ich verzweige mal nach de.comp.security.misc, die du IIRC ja auch liest.

Nee, leider nicht, mir reicht die Zeit schon nicht für die einfacheren
Sachen... (obwohl ich das _eigentlich_ machen sollte =:)

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 17, 2012, 7:26:36 PM2/17/12
to
Sieghard Schicktanz wrote on 17. February 2012:
>
> Du schriebst am Thu, 16 Feb 2012 18:55:18 -0500:
>
>> > Wenn das erst Dein _Proxy_ wegwirft, dann hast Du schon drauf
>> > zugegriffen.
>>
>> Dann wundert mich fast, warum das dann in den Regeln überhaupt steht,
>> wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
> ...
>> Woher wissen die, dass da etwas kommt, was sie blockieren sollen, wenn
>> sie es aber eigentlich nicht sehen dürften? Weil es damit ja bereits
>> angefordert wurde.
>
> Es ging hier ja nicht darum, das "Einspielen" von Schad- oder Spionage-
> Software zu verhindern, sondern zu vermeiden, daß die _Sendestelle_ (der
> _Server_ bzw. dessen Betreiber) Informationen erhält, die er nicht haben
> soll. Sicher - wenn dann auch noch diese niedlichen Scriptlets
> _installiert_ werden können, sieht das für den Spion nochmal um vieles
> angenehmer aus...

Hatte ich verstanden. Aber nicht, warum, wenn ich einen Webproxy
verwende, die Gegenstelle trotzdem Informationen bekommt, wenn ich
Adblock nehme, aber nicht. In beiden Fällen muss die Software doch das
HTML kennen, um es behandeln zu können.

Sven hat das später sehr schön erklärt, dass Privoxy es doch macht, wie
man das will. Danke.

Dann f'uppe ich mal posternd.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 18, 2012, 2:13:16 PM2/18/12
to
Hallo Andreas,

Du schriebst am Fri, 17 Feb 2012 19:26:36 -0500:

> > _Server_ bzw. dessen Betreiber) Informationen erhält, die er nicht haben
> > soll. Sicher - wenn dann auch noch diese niedlichen Scriptlets
> > _installiert_ werden können, sieht das für den Spion nochmal um vieles
> > angenehmer aus...
>
> Hatte ich verstanden. Aber nicht, warum, wenn ich einen Webproxy
> verwende, die Gegenstelle trotzdem Informationen bekommt, wenn ich
> Adblock nehme, aber nicht. In beiden Fällen muss die Software doch das
> HTML kennen, um es behandeln zu können.

Das kommt davon, _wo_ die Blockierung eingreift:
Der Proxy kann erst blockieren, wenn die Daten _hereinkommen_,
der "Adblocker" sperrt schon die Anfrage, wenn die Adresse auf seiner
schwarzen Liste steht.

Wenn der Server Deine Anfrage bekommt, hat er ja schon einige Daten von Dir
erhalten. Wenn die Anfrage garnicht erst 'rausgeht, hat er nichts.

> Sven hat das später sehr schön erklärt, dass Privoxy es doch macht, wie
> man das will. Danke.

Dann überprüft der auch die ausgehenden Anfragen und filtert diese schon
beim Senden, er macht also _auch_ das, was der "Adblocker" (der ja nicht
nur Werbe-Hosts filtern kann) tut (Das kann BTW auch der unter Linux
verbreitete Squid). Der Adblocker kümmert sich andererseits überhaupt nicht
um das, was _hereinkommt_.

Juergen Ilse

unread,
Feb 18, 2012, 5:58:51 PM2/18/12
to
Hallo,

Sieghard Schicktanz <Sieghard....@schs.de> wrote:
> Du schriebst am Fri, 17 Feb 2012 19:26:36 -0500:
>> > _Server_ bzw. dessen Betreiber) Informationen erhält, die er nicht haben
>> > soll. Sicher - wenn dann auch noch diese niedlichen Scriptlets
>> > _installiert_ werden können, sieht das für den Spion nochmal um vieles
>> > angenehmer aus...
>> Hatte ich verstanden. Aber nicht, warum, wenn ich einen Webproxy
>> verwende, die Gegenstelle trotzdem Informationen bekommt, wenn ich
>> Adblock nehme, aber nicht. In beiden Fällen muss die Software doch das
>> HTML kennen, um es behandeln zu können.
> Das kommt davon, _wo_ die Blockierung eingreift:
> Der Proxy kann erst blockieren, wenn die Daten _hereinkommen_,
> der "Adblocker" sperrt schon die Anfrage, wenn die Adresse auf seiner
> schwarzen Liste steht.

Es stimmt zwar, dass der Proxy nur "reinkommende Saten" blocken kann,
aber eben auch "reinkommende Daten vom Client" (was dann je nach Kon-
figuration des Proxies eben auch "Anfragen des Clients" umfasst, die
Daten an externe Server uebertragen wuerden). Oder anders gesagt:
Wenn du glaubst, dass "Adblocker" mehr blocken koennten als ein ent-
sprechend konfigurierter Proxy, bist du auf dem Holzweg.

> Wenn der Server Deine Anfrage bekommt, hat er ja schon einige Daten von Dir
> erhalten. Wenn die Anfrage garnicht erst 'rausgeht, hat er nichts.

... und eben deshalb konfiguriert man bei entsprechendem Bedarf den
Proxy so, dass er die unerwuenschten Anfragen gar nicht weiterleitet ...

>> Sven hat das später sehr schön erklärt, dass Privoxy es doch macht, wie
>> man das will. Danke.
> Dann überprüft der auch die ausgehenden Anfragen und filtert diese schon
> beim Senden,

Natuerlich. Das ist ja auch die sinnvollste Loesung. Lediglich wenn man
nicht "URL-basiert" sondern "Content-basiert" filtern wollte (was aber
wohl eher selten implementiert ist) wuerde man quasi "auf dem Rueckweg"
filtern und die Anfrage noch durchlassen. Mir ist kein filternder Proxy
bekannt, der nur letzteres implementieren wuerde, ohne nicht auch (zu-
mindest bei passender Konfiguration) ersteres zu ermoeglichen. "squid"
mit "SquidGuard" wuerde ausschliesslich ersteres (blockieren der Anfragen)
implementieren, viele andere filternde Proxy-Loesungen ebenso.

Es *kann* auch sinnvoll sein, hereinkommende Daten zu filtern, um z.B.
bestimmte Seiteninhalte von "nach hause telefonierendem JavaScript"
der dergleichen zu befreien, bevor sie an den Webbrowser ausgeliefert
werden. Wie gut derartige Dinge wirklich funktionieren, weiss ich nicht
aus eigener Erfahrung, weil ich so etwas nicht einsetze ...

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Peter J. Holzer

unread,
Feb 19, 2012, 5:11:53 AM2/19/12
to
On 2012-02-18 22:58, Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Sieghard Schicktanz <Sieghard....@schs.de> wrote:
>> Du schriebst am Fri, 17 Feb 2012 19:26:36 -0500:
>>> Hatte ich verstanden. Aber nicht, warum, wenn ich einen Webproxy
>>> verwende, die Gegenstelle trotzdem Informationen bekommt, wenn ich
>>> Adblock nehme, aber nicht. In beiden Fällen muss die Software doch das
>>> HTML kennen, um es behandeln zu können.
>> Das kommt davon, _wo_ die Blockierung eingreift:
>> Der Proxy kann erst blockieren, wenn die Daten _hereinkommen_,
>> der "Adblocker" sperrt schon die Anfrage, wenn die Adresse auf seiner
>> schwarzen Liste steht.
>
> Es stimmt zwar, dass der Proxy nur "reinkommende Saten" blocken kann,
> aber eben auch "reinkommende Daten vom Client" (was dann je nach Kon-
> figuration des Proxies eben auch "Anfragen des Clients" umfasst, die
> Daten an externe Server uebertragen wuerden).

Richtig.

> Oder anders gesagt: Wenn du glaubst, dass "Adblocker" mehr blocken
> koennten als ein entsprechend konfigurierter Proxy, bist du auf dem
> Holzweg.

Der Schluss ist allerdings nicht richtig. Ein Proxy hat nur den Request
selbst zur Verfügung, um seine Entscheidung zu treffen, ein Addon aber
den gesamten Kontext des Browsers (Inhalt der Seite (soweit bereits
geladen), Aktionen des Users, etc. ...). Theoretisch könnte ein
Adblocker-Addon auch Requests blockieren, bei denen aus dem URL nicht
erkennbar ist, dass es sich um Werbung handelt, sondern nur aus dem
Seitenkontext. Ob er das in der Praxis auch macht, ist eine andere
Frage.

hp


--
_ | Peter J. Holzer | Deprecating human carelessness and
|_|_) | Sysadmin WSR | ignorance has no successful track record.
| | | h...@hjp.at |
__/ | http://www.hjp.at/ | -- Bill Code on as...@irtf.org

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Feb 21, 2012, 9:44:37 PM2/21/12
to
Hallo!

* Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:
> On 2012-02-18 22:58, Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:

>> Oder anders gesagt: Wenn du glaubst, dass "Adblocker" mehr blocken
>> koennten als ein entsprechend konfigurierter Proxy, bist du auf dem
>> Holzweg.
> Der Schluss ist allerdings nicht richtig. Ein Proxy hat nur den Request
> selbst zur Verfügung, um seine Entscheidung zu treffen

Jein. Für den ersten aufgerufene URL trifft das zu, aber wenn
dann auf den Request die Antwort folgt, geht diese ebenfalls durch
den Proxy. Und zumindest für alle Links, die darin wieder
enthalten sind (und üblicherweise folgt man diesen, statt erneut
einen URL im Browser einzutippen), hat der Proxy ab der Antwort
den Kontext. Und neben den direkten Blockieren von Anfragen, wenn
sie auf bestimmte Muster passen, macht Privoxy auch genau das: es
verändert die Serverantwort.

Beispielsweise gibt es eine Filterregel, die auf Einbindungen
von Bildern mit typischen Bannerformaten schaut und diese dann
direkt herausoperiert. Damit erwischt man auch Werbebanner, die
nicht von üblichen Werbehostern kommen (weil sie beispielsweise
unter unauffälligem Namen direkt im Webspace der Site liegen).
Auf ähnliche Weise kann man JavaScript-Aufrufe für neue Fenster
auf Nullbefehle umbiegen und und und ...

> ein Addon aber den gesamten Kontext des Browsers (Inhalt der
> Seite (soweit bereits geladen), Aktionen des Users, etc. ...).

Sofern sich die Aktionen nicht in HTTP-Requests niederschlagen,
hat hier der Adblocker allerdings noch einen gewissen Vorteil.


Hauptvorteil von Adblockern im Browser ist, daß sie meist auf
einem vorgeparsten DOM arbeiten können, wenn sie wollen, und somit
nicht zwingend den Quelltext selbst parsen müssen/können.
Zumindest HTML bearbeitet sich als Baum meist einfacher (die
Reihenfolge von Attributen -- z.B. Höhe und Breite bei Bildern --
kann einem egal sein; man kann ganze Abschnitte leicht entfernen,
statt manuell das Ende des Elements zu suchen), bei (potentiell
separat) eingebundenen JavaScript-Code sieht es da anders aus.

Bei Privoxy macht man eben alles per Regex, und je allgemeiner
es funktionieren soll, desto mehr Aufwand muß man treiben. Da
steht ein "<img ...>" eben nicht mehr zwingend in einer Zeile.
Und bei nicht validem Quelltext muß man die Fehlerbehandlung
selbst machen oder das Suchen&Ersetzen ist mal schnell zu
gründlich.


In dieser Hinsicht ist der tidy-proxy ein interessanter
Fast-Hybrid: Er filtert nur die Antwort (und zwar durch
tidy, um eben das HTML möglichst ordentlich hinzubiegen),
zerlegt aber zugleich das Dokument in einen Baum, um dort
weitere Knoten einzubinden (Statistik, wieviele Fehler
aufgetreten sind ...).

Wenn man den etwas umbaut, kann man Inhaltsfilterung fast
so komfortabel erledigen wie ein Browser-Addon. Auch das
Ersetzen von unerwünschten Links würde dann einfach. Aber
den Regex-Filter, um unerwünschte Anfragen zu verhindern,
müßte man freilich nachrüsten -- ist fast identisch mit
dem Link-Filter, aber man sollte[0] passende HTTP-Antworten
generieren statt den Link im Request zu ersetzen.

Christoph

--
Versuch am Rosenmontag man jemandem von $Arbeitgeber in Koeln zu
erreichen, die sind entweder beim Karneval oder auf der Fluch^W^W^W
im Urlaub.
(Jens Link)

Peter J. Holzer

unread,
Feb 25, 2012, 4:39:50 AM2/25/12
to
On 2012-02-22 02:44, Christoph 'Mehdorn' Weber <spam...@das-mehdorn.de> wrote:
> * Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:
>> On 2012-02-18 22:58, Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
>
>>> Oder anders gesagt: Wenn du glaubst, dass "Adblocker" mehr blocken
>>> koennten als ein entsprechend konfigurierter Proxy, bist du auf dem
>>> Holzweg.
>> Der Schluss ist allerdings nicht richtig. Ein Proxy hat nur den Request
>> selbst zur Verfügung, um seine Entscheidung zu treffen
>
> Jein. Für den ersten aufgerufene URL trifft das zu, aber wenn
> dann auf den Request die Antwort folgt,

Da ist allerdings - im Kontext dieser Diskussion - das Kind bereits in
den Brunnen gefallen, d.h. der Request wurde bereits an den Server
geschickt, und man kann nur noch die Antwort ändern (was dann natürlich
weitere Requests beeinflussen kann).

> geht diese ebenfalls durch den Proxy. Und zumindest für alle Links,
> die darin wieder enthalten sind (und üblicherweise folgt man diesen,
> statt erneut einen URL im Browser einzutippen), hat der Proxy ab der
> Antwort den Kontext.

Ja, aber der Kontext kann sich ziemlich deutlich vom Kontext im Browser
unterscheiden. Nur ein paar Beispiele:

* Der Proxy wird vermutlich kein JavaScript ausführen und damit alle
Änderungen, die per JavaScript am DOM vorgenommen werden, nicht
mitbekommen.
* Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf einen anderen Tab
umschaltet
* Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf den Back-Button
klickt.

Der Proxy sollte sich also davor hüten, seinem internen Kontext
allzuviel Bedeutung zuzumessen.

> Bei Privoxy macht man eben alles per Regex,

Urks. RegExps und HTML passen nicht sonderlich gut zusammen. Das ist
fast das ideale Beispiel für Zawinskis Bonmot mit den zwei Problemen.

> und je allgemeiner es funktionieren soll, desto mehr Aufwand muß man
> treiben.

ACK. Been there, done that. Der Punkt, wo man auf einen ordentlichen
HTML-Parser umsteigt (umsteigen sollte), wenn man HTML parsen möchte,
ist relativ bald erreicht.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 25, 2012, 8:14:56 PM2/25/12
to
Peter J. Holzer wrote on 25. February 2012:
>
> On 2012-02-22 02:44, Christoph 'Mehdorn' Weber <spam...@das-mehdorn.de> wrote:
>> * Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:
>>> On 2012-02-18 22:58, Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
>>
>>>> Oder anders gesagt: Wenn du glaubst, dass "Adblocker" mehr blocken
>>>> koennten als ein entsprechend konfigurierter Proxy, bist du auf dem
>>>> Holzweg.
>>> Der Schluss ist allerdings nicht richtig. Ein Proxy hat nur den Request
>>> selbst zur Verfügung, um seine Entscheidung zu treffen
>>
>> Jein. Für den ersten aufgerufene URL trifft das zu, aber wenn
>> dann auf den Request die Antwort folgt,
>
> Da ist allerdings - im Kontext dieser Diskussion - das Kind bereits in
> den Brunnen gefallen, d.h. der Request wurde bereits an den Server
> geschickt, und man kann nur noch die Antwort ändern (was dann natürlich
> weitere Requests beeinflussen kann).

Einige URLs sind gar nicht aufrufbar. Wenn ich in Privoxy etwas wie
http://ad.wasauchimmer.com eingebe, wird sowohl der direkte Aufruf, als
auch indirekte Vorkommnisse mit "ad" oder auch "count" und vielem
anderen, verhindert.

>> geht diese ebenfalls durch den Proxy. Und zumindest für alle Links,
>> die darin wieder enthalten sind (und üblicherweise folgt man diesen,
>> statt erneut einen URL im Browser einzutippen), hat der Proxy ab der
>> Antwort den Kontext.
>
> Ja, aber der Kontext kann sich ziemlich deutlich vom Kontext im Browser
> unterscheiden. Nur ein paar Beispiele:
>
> * Der Proxy wird vermutlich kein JavaScript ausführen und damit alle
> Änderungen, die per JavaScript am DOM vorgenommen werden, nicht
> mitbekommen.

Doch, er (Privoxy, sicher andere auch) schreibt auch Javascript um.

> * Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf einen anderen Tab
> umschaltet

Warum sollte er das? Er hat ja jede Seite in jedem Tab eh selbst
"gebaut", dass da kein Schaden entstehen sollte.

> * Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf den Back-Button
> klickt.

AFAIK merkt er das und schreibt den Code auch neu.

> Der Proxy sollte sich also davor hüten, seinem internen Kontext
> allzuviel Bedeutung zuzumessen.
>
>> Bei Privoxy macht man eben alles per Regex,
>
> Urks. RegExps und HTML passen nicht sonderlich gut zusammen. Das ist
> fast das ideale Beispiel für Zawinskis Bonmot mit den zwei Problemen.
>
>> und je allgemeiner es funktionieren soll, desto mehr Aufwand muß man
>> treiben.
>
> ACK. Been there, done that. Der Punkt, wo man auf einen ordentlichen
> HTML-Parser umsteigt (umsteigen sollte), wenn man HTML parsen möchte,
> ist relativ bald erreicht.

Testet doch mal selbst. Privoxy gibt es in jedem Linux als Paket, und ist
so schnell installiert. Wenn installiert, lauscht er default an
127.0.0.1 Port 8118, was man entsprechend im Browser seiner Wahl einträgt, um
ihn zu nutzen. Einmal STRG-u im Browser und man sollte den, von Privoxy
umgeschriebenen Code, sehen, inklusive umgeschriebenen Javascript.

Peter J. Holzer

unread,
Feb 26, 2012, 6:11:57 AM2/26/12
to
On 2012-02-26 01:14, Andreas Kohlbach <february1...@spamgourmet.com> wrote:
> Peter J. Holzer wrote on 25. February 2012:
>>
>> On 2012-02-22 02:44, Christoph 'Mehdorn' Weber <spam...@das-mehdorn.de> wrote:
>>> * Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:
>>>> On 2012-02-18 22:58, Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
>>>
>>>>> Oder anders gesagt: Wenn du glaubst, dass "Adblocker" mehr blocken
>>>>> koennten als ein entsprechend konfigurierter Proxy, bist du auf dem
>>>>> Holzweg.
>>>> Der Schluss ist allerdings nicht richtig. Ein Proxy hat nur den Request
^^^^^^^^^^^
>>>> selbst zur Verfügung, um seine Entscheidung zu treffen
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>>>
>>> Jein. Für den ersten aufgerufene URL trifft das zu, aber wenn
>>> dann auf den Request die Antwort folgt,
>>
>> Da ist allerdings - im Kontext dieser Diskussion - das Kind bereits in
>> den Brunnen gefallen, d.h. der Request wurde bereits an den Server
>> geschickt, und man kann nur noch die Antwort ändern (was dann natürlich
>> weitere Requests beeinflussen kann).
>
> Einige URLs sind gar nicht aufrufbar. Wenn ich in Privoxy etwas wie
> http://ad.wasauchimmer.com eingebe, wird sowohl der direkte Aufruf, als
> auch indirekte Vorkommnisse mit "ad" oder auch "count" und vielem
> anderen, verhindert.

Da waren wir schon. Der URL steht schließlich im Request drin (wie
sollte der Proxy die Resource sonst holen) und darauf zu filtern ist
trivial. Das können selbst »normale« Proxys wie Squid, dafür braucht man
keinen Privoxy.


>>> geht diese ebenfalls durch den Proxy. Und zumindest für alle Links,
>>> die darin wieder enthalten sind (und üblicherweise folgt man diesen,
>>> statt erneut einen URL im Browser einzutippen), hat der Proxy ab der
>>> Antwort den Kontext.
>>
>> Ja, aber der Kontext kann sich ziemlich deutlich vom Kontext im Browser
>> unterscheiden. Nur ein paar Beispiele:
>>
>> * Der Proxy wird vermutlich kein JavaScript ausführen und damit alle
>> Änderungen, die per JavaScript am DOM vorgenommen werden, nicht
>> mitbekommen.
>
> Doch, er (Privoxy, sicher andere auch) schreibt auch Javascript um.

Zwischen Umschreiben und Ausführen besteht ein großer Unterschied.


>> * Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf einen anderen Tab
>> umschaltet
>
> Warum sollte er das? Er hat ja jede Seite in jedem Tab eh selbst
> "gebaut", dass da kein Schaden entstehen sollte.

Wenn er Requests im Kontext betrachten will (darum geht es in diesem
Teil der Diskussion), dann muss er wissen, in welchem Kontext der
Request gestellt wurde, und das heißt bei einem Browser mit mehreren
Windows/Tabs, dass er erkennen kann, aus welchem Window/Tab der Request
gekommen ist. Kann er das nicht (und ich glaube, dass das im Allgemeinen
Fall unmöglich ist, auch wenn es in speziellen Fällen geht), dann kann
er den Request nur isoliert betrachten, und das habe ich oben
geschrieben.


>> * Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf den Back-Button
>> klickt.
>
> AFAIK merkt er das und schreibt den Code auch neu.

Wie sollte er? Baut er selber JavaScript-Code in die Seiten ein, um den
Benutzer auszuspionieren? Im Normalfall löst ein Klick auf den
Back-Button keinen Request aus, ein Proxy kann davon nichts mitbekommen.


>> Der Proxy sollte sich also davor hüten, seinem internen Kontext
>> allzuviel Bedeutung zuzumessen.

Diesen Satz möchte ich noch einmal unterstreichen.


>>> Bei Privoxy macht man eben alles per Regex,
>>
>> Urks. RegExps und HTML passen nicht sonderlich gut zusammen. Das ist
>> fast das ideale Beispiel für Zawinskis Bonmot mit den zwei Problemen.
>>
>>> und je allgemeiner es funktionieren soll, desto mehr Aufwand muß man
>>> treiben.
>>
>> ACK. Been there, done that. Der Punkt, wo man auf einen ordentlichen
>> HTML-Parser umsteigt (umsteigen sollte), wenn man HTML parsen möchte,
>> ist relativ bald erreicht.
>
> Testet doch mal selbst. Privoxy gibt es in jedem Linux als Paket, und ist
> so schnell installiert. Wenn installiert, lauscht er default an
> 127.0.0.1 Port 8118, was man entsprechend im Browser seiner Wahl einträgt, um
> ihn zu nutzen. Einmal STRG-u im Browser und man sollte den, von Privoxy
> umgeschriebenen Code, sehen, inklusive umgeschriebenen Javascript.

Ja, und? Niemand hat bezweifelt, dass Privoxy das macht. Abgesehen davon
ist mir vollkommen unklar, was das mit der Diskussion über die Nachteile
von Regexps zur HTML-Manipulation zu tun hat, auf die Du da geantwortet
hast.

Andreas Kohlbach

unread,
Feb 26, 2012, 8:04:19 PM2/26/12
to
Peter J. Holzer wrote on 26. February 2012:
>
> On 2012-02-26 01:14, Andreas Kohlbach <february1...@spamgourmet.com> wrote:
>> Peter J. Holzer wrote on 25. February 2012:
>>>
>>> Ja, aber der Kontext kann sich ziemlich deutlich vom Kontext im Browser
>>> unterscheiden. Nur ein paar Beispiele:
>>>
>>> * Der Proxy wird vermutlich kein JavaScript ausführen und damit alle
>>> Änderungen, die per JavaScript am DOM vorgenommen werden, nicht
>>> mitbekommen.
>>
>> Doch, er (Privoxy, sicher andere auch) schreibt auch Javascript um.
>
> Zwischen Umschreiben und Ausführen besteht ein großer Unterschied.

Was er erkennt, schreibt er um, dass der Browser es nicht ausführt.

[...]

>>> * Der Proxy bemerkt nicht, wenn der Benutzer auf den Back-Button
>>> klickt.
>>
>> AFAIK merkt er das und schreibt den Code auch neu.
>
> Wie sollte er? Baut er selber JavaScript-Code in die Seiten ein, um den
> Benutzer auszuspionieren? Im Normalfall löst ein Klick auf den
> Back-Button keinen Request aus, ein Proxy kann davon nichts mitbekommen.

Er hatte den Code, der beim Back wieder geholt wird, vorher ja selbst
geschrieben.

[...]

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Feb 28, 2012, 11:06:14 AM2/28/12
to
Hallo!

* Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:
> Christoph 'Mehdorn' Weber <spam...@das-mehdorn.de> wrote:

>> Jein. Für den ersten aufgerufene URL trifft das zu, aber wenn
>> dann auf den Request die Antwort folgt,
> Da ist allerdings - im Kontext dieser Diskussion - das Kind bereits in
> den Brunnen gefallen, d.h. der Request wurde bereits an den Server
> geschickt

Das bedeutet aber, daß man seine Surferei direkt beim
Werbeanbieter startet, was man vermutlich eher selten tut,
und der Aufruf insbesondere auch nicht durch Muster im
Request verhindert wurde. Darauf wollte ich an der Stelle
hinaus. Meist startet man über Bookmarks oder eine im
Browser verankerte Suchmaschine, behaupte ich.

Christoph

--
Den Durchsagen in der S-Bahn zufolge gibt es in Muenchen
nur 2 Stationen: Grrzzlbrrzt und Bzzzzlbratz.
(Markus Bellmann)
Message has been deleted

Helmut Hullen

unread,
Mar 8, 2012, 10:48:00 PM3/8/12
to
Hallo, Andreas,

Du meintest am 08.03.12:

> WARNING: GPT (GUID Partition Table) detected on '/dev/sdb'! The util
> fdisk doesn't support GPT. Use GNU Parted.


> Disk /dev/sdb: 3926 MB, 3926949888 bytes

[...]

> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT

> Ich habe nun mal die Partitions-ID nach 83 geändert und nur sdb1 nach
> sda1 per dd kopiert. Erstaunlicherweise bootete grub sogar noch. :-)


Hmmmm - Du weisst, was GPT bedeutet?

Hast Du den Stick (mit restaurierter ID ee) schon mal mit

gdisk -l /dev/sdb

betrachtet?

Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

Andreas Kohlbach

unread,
Mar 26, 2012, 8:28:51 PM3/26/12
to
Andreas Kohlbach wrote on 08. March 2012:
>
> Ist schon etwas her...

Und wieder. ;-)

> Disk /dev/sdb: 3926 MB, 3926949888 bytes
> 256 heads, 63 sectors/track, 475 cylinders, total 7669824 sectors
> Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
> Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
> I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
> Disk identifier: 0x00000000
>
> Device Boot Start End Blocks Id System
> /dev/sdb1 1 4005922 2002961 ee GPT
> --
>
> Ich habe nun mal die Partitions-ID nach 83 geändert und nur sdb1 nach
> sda1 per dd kopiert. Erstaunlicherweise bootete grub sogar noch. :-)
>
> Ich kann das, was ich auf die Platte (sda1) kopiert habe auch
> mounten. Linux sagt es sei ext4. Aber es scheint nur die Hälfte des
> Sticks zu sein. Ich bekomme als label "C-STATE", während da noch ein
> "C-ROOT" sein müsste. Denn dort ist der Linux Kernel von Chromium OS
> drauf. Und auf "C-STATE" gibt es kein vmlinuz*.
>
> Ich weiß nun nicht, wie ich an das "C-ROOT" ran komme, dass ich es auf
> die Platte bekomme. Ich könnte es vielleicht einfach vom gemounteten
> Stick in die "neue" Partition auf der Platte kopieren, würde aber
> erwarten, dass Chromium OS wirklich zwei Partitionen erwartet.

Ich habe nun die Partition auf der Festplatte nach ext2 formatiert und
auch die passende Partitions-ID vergeben, dass den USB Stick mit dem
Chromium OS drauf gemountet, und beide "Partitionen" auf die Festplatte
in diese eine Partition ganz normal kopiert.

Nach etwas Trial & Error mit dem Grub Menü Eintrag bootet Chromium OS nun
auch. Allerdings bringt es Xorg nicht hoch, und mountet die / Partition
auch nur read-only (was ggf. dazu führt, dass Xorg nicht startet), und
einem Segfault des "chryptohome" Dingens. Aber ich bekomme eine Shell und
kann machen und tun. Ich muss halt noch etwas basteln (wohl an den
Parametern, die ich dem Kernel übergebe [1]).

Wie auch immer, ist das ursprüngliche Problem, Chromium OS von Festplatte
gebootet zu bekommen, damit gelöst. Nochmal vielen Dank an alle, vor
allem an Sieghard.

[1] Derzeit

menuentry "ChromiumOS new" {
insmod ext2
set root=(hd0,1)
linux /boot/vmlinuz-3.0.13 root=/dev/sda1 noinitrd init=/sbin/init \
boot=local rootwait ro console=tty2 noresume noswap loglevel=7 \
i915.modeset=1 cros_efi
0 new messages