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Single Server/HA: Gibt's da wirklich nix dazwischen?! (cold standby)

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Peter Mairhofer

unread,
May 20, 2013, 3:16:49 PM5/20/13
to
Hi,

Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
etc. (Stromkosten).

Faellt der Hauptserver komplett aus, starte ich *manuell* den
Backupserver mit allen VMs. (Anm: Die Daten selbst werden zusaetzlich
taegl. separat gesichert. Es geht bei dem Konzept darum, moeglichst
rasch einen Ersatz bei Hardwareausfall wie MB, RAM, CPU, Netzteil etc.
zu haben).

Bei Wartungen am Hauptserver benutze ich vzmigrate und verschiebe die
wichtigsten VMs temporaer auf den Backupserver. vzmigrate machst zuerst
ein rsync, friert dann den Container ein, macht ein weiteres rsync (das
sehr schnell geht), kopiert den State der VM auf den Backupserver und
startet die VM dort wieder.

Das ist fuer mich ein perfekter Kompromiss zwischen single-Server und HA.

Das gleiche suche ich nun fuer Xen oder KVM. Kann es wirklich sein dass
sich hier kein vergleichbares Szenario einrichten lasst?!

Konkret suche ich dabei eine Moeglichkeit, die LVM Blockdevices
woechentlich auf den Backupserver zu sichern, ohne dabei immer die
gesamten VMs kopieren zu muessen.

Weiters wuerde ich /srv, /data, /home, /var jeweils per NFS (o.ae.)
einbinden. Nun sollte es die Moeglichkeit geben, den NFS Server mittels
eines "handovers" transparent (aber manuell) auf den Backupserver zu
verschieben (z.B. aehnlich wie oben beschrieben, mit zwei rsnync
Durchlaeufen; allerdings separat pro export).

Wichtig: Kein HA Requirement: Kurze Downtimes sind verkraftbar, das
ganze soll nur manuell angestossen werden. Wenn moeglich sollten die VMs
aber nicht heruntergefahren werden muessen.

Was ich gefunden habe:

- drbd: Ist offenbar nur fuer HA ausgelegt. Fuer ein "Cold Standby"
Szenario wie beschrieben muessten immer alle Daten neu kopiert werden?
(wie bei einem RAID Rebuild)

- lvmsync: Netter Anfang, loest aber nur das Problem mit der schnellen
Migration, nicht das woechentliche, inkrementelle Backup?

- zfsonlinux: zfs send | ssh backupserver ... Woow, cool! Aber erstens
bin ich mir nicht sicher ob ich mich bei einem Linuxsystem komplett auf
ZFS verlassen will. Zweitens frisst mir ZFS bloss meinen wertvollen RAM
weg. Und btrfs (boete aehnliche Funktionen?) ist noch nicht stable.

- iSCSI & Co laesst wiederum keine Migrationen zu


LG,
Peter

Ole Jansen

unread,
May 21, 2013, 3:17:33 AM5/21/13
to
Am 20.05.2013 21:16, schrieb Peter Mairhofer:
> Hi,
>
> Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
> folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
> Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
> woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
> kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
> etc. (Stromkosten).

Wᅵre VirtualBox eventuell was fᅵr Dich?
<https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=1&t=48807>

O.J.


Bastian Blank

unread,
May 21, 2013, 3:30:06 AM5/21/13
to
Ole Jansen wrote:
>> Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
>> folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
>> Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
>> woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
>> kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
>> etc. (Stromkosten).
> Wäre VirtualBox eventuell was für Dich?
><https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=1&t=48807>

Was hat das mit dem Problem zu tun?

Bastian

Bastian Blank

unread,
May 21, 2013, 3:32:42 AM5/21/13
to
Peter Mairhofer wrote:
> Faellt der Hauptserver komplett aus, starte ich *manuell* den
> Backupserver mit allen VMs. (Anm: Die Daten selbst werden zusaetzlich
> taegl. separat gesichert. Es geht bei dem Konzept darum, moeglichst
> rasch einen Ersatz bei Hardwareausfall wie MB, RAM, CPU, Netzteil etc.
> zu haben).

Dann zieht man die Platten aus dem ersten und steckt sie in den zweiten.

> Das gleiche suche ich nun fuer Xen oder KVM. Kann es wirklich sein dass
> sich hier kein vergleichbares Szenario einrichten lasst?!

Doch, nennt sich DRBD.

Bastian

Peter Mairhofer

unread,
May 21, 2013, 3:43:11 AM5/21/13
to
Am 5/21/2013 12:32 AM, schrieb Bastian Blank:
> Peter Mairhofer wrote:
>> Faellt der Hauptserver komplett aus, starte ich *manuell* den
>> Backupserver mit allen VMs. (Anm: Die Daten selbst werden zusaetzlich
>> taegl. separat gesichert. Es geht bei dem Konzept darum, moeglichst
>> rasch einen Ersatz bei Hardwareausfall wie MB, RAM, CPU, Netzteil etc.
>> zu haben).
>
> Dann zieht man die Platten aus dem ersten und steckt sie in den zweiten.

Das verstehe ich, moechte ich aber nicht.

1.) Moechte ich eine zusaetzliche Redundanz auch fuer die Platten haben;
der Backupserver soll/ist ganz autonom

2.) Ich habe nicht immer physischen Zugriff auf den Server weil ich viel
unterwegs bin. Allerdings habe ich mit Powerswitches, serielle Terminals
und Remote KVM ein gutes Szenario um ein "Handover" problemlos remote zu
haben.

>> Das gleiche suche ich nun fuer Xen oder KVM. Kann es wirklich sein dass
>> sich hier kein vergleichbares Szenario einrichten lasst?!
>
> Doch, nennt sich DRBD.

Wenn dem so ist wuerde ich mich sehr freuen.

Doch wie ich in meiner Liste geschrieben habe, glaube ich nicht dass das
geht denn drbd ist fuer "HA" ausgerichtet und erfordert dass beide
Server immer laufen.

Moechte ich woechentlich ein Backup machen, muessten immer die gesamten
Daten kopiert werden (wie bei einem RAID Rebuild); ebenso, wenn ich die
VMs "kurzzeitig" auf den Backupserver schieben moechte.

Oder ist das nicht so?

LG,
Peter

Bernd Hohmann

unread,
May 21, 2013, 4:15:06 AM5/21/13
to
Am 20.05.2013 21:16, schrieb Peter Mairhofer:

> Das ist fuer mich ein perfekter Kompromiss zwischen single-Server und HA.

Letztendlich hast Du eine für Dich tragfähige Lösung gefunden, in den
Szenario würde ich es nicht anders machen.

Bei mir ist es ähnlich, allerdings ehe auf kleinen ISP Betrieb
ausgelegt: es gibt 2 Server die nachts nacheinander ihre VMs
runterfahren und die Images mit LZOP wegpacken. Tagsüber schubst rsync
(gedrosselt) die gepackten Images kreuzweise auf den jeweilig anderen
Server. Sollte ein Server komplett ausfallen, muss ich halt erst die
Images auspacken und starten. 1 Server langt um 2 Server mit etwas
"Ächtz" zu fahren.

Bernd


Ole Jansen

unread,
May 21, 2013, 7:34:30 AM5/21/13
to
Die Frage war nach Möglichkeiten wie sich ein cold standby Backupserver
verwirklichen ließe.

Der OP schrieb von seinem Wunsch Snapshots von den Blockdevices
der laufenden Gäste zu machen ohne diese herunterfahren zu müssen
und diese inkrementell auf den Backupserver zu kopieren.

Bei Virtualbox wäre dafür zfs incl. zvol verfügbar.

O.J.

Message has been deleted

Bernd Hohmann

unread,
May 21, 2013, 6:00:26 PM5/21/13
to
Am 21.05.2013 22:44, schrieb Marcus Jodorf:

> Ich hab eine ESXi laufen und hab noch eine kleinere Linuxschüssel
> danebengehangen, auf deren Raid eine professionelle Backuplösung die
> Daten über NFS inkrementell und deduped rausschiebt, so daß man ein paar
> Wochen Historie vorhalten kann, ohne groß Platz zu brauchen.
> Noch dazu kann man die VMs relativ schnell direkt aus dem Backup heraus
> wieder starten, weil das invers arbeitet und immer die letzte Generation
> ein Vollbackup ist.
> Ok, andere Baustelle, aber ist schon extrem nett und eine vergleichbare
> freie Alternative in solchem Kaliber habe ich leider noch nicht gefunden.

Ich habe da jetzt so recht nicht verstanden, was und wie die
professionelle Backuplösung genau wie "deduped" herausschiebt (frage
deshalb weil ich sowas auch suche). Für Linux macht das bei mir
"rsnapshot" - da ich "rsync" noch nicht so recht auf Windows an den
Start gebracht habe können diese Kisten nicht mit rsnapshot bedient werden.

> Aber was ich neuerdings auch noch mache, ist periodisch von der
> Linuxkiste die kompletten VMs auch noch mal ganz schlicht über USB3
> auf externe Platten rauszuschieben.
> Erstens paßt davon (2.5er) ein ganzer Stapel ins Bankschließfach und
> zweitens kann man die im Fall der Fälle (falls z.B. sonst alles
> abgefackelt ist), einfach an den nächstbesten Rechner (bzw. einige
> nächstbeste Rechner) anklemmen und die VMs direkt darauf dann im
> Notbetrieb starten.

Ja, sowas mach ich mit VirtualBox in Büros auch: Server und 1-2
repräsentative Workstations virtualisiert und per rsnapshot auf eine
separate Maschine weggepackt (dank 4TB Platten kann man da schon
ordentlich Generationen aufheben). Im Notfall ist der Backuprechner halt
der Server bis was schnelleres im Briefkasten ist :)

> Ein Vorteil im Vergleich zu LTO, worauf wir auch noch zusätzlich sichern.

Ich würde bei einem neuen Projekt gerne auch noch LTO als Sicherung
einbauen (die Bänder nimmt die Azubine mit). Laufen die Bandwerke auch
problemlos mit Linux oder sollte man da der "DAU-Kompatibilität"
geschuldet eher mit einer Windows-Software sichern?

Bernd



Message has been deleted

Lechner Richard

unread,
May 22, 2013, 2:23:16 AM5/22/13
to
Peter Mairhofer wrote:

> Hi,
>
> Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
> folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
> Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
> woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
> kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
> etc. (Stromkosten).

warum nimmst du nicht einfach 2 x stromspar und machst mit drbd je eine
primäre und eine sekundäre partition darauf? dann nutzt du beide server und
hast immer die daten gespiegelt, so hast du keinen leerlaufenden server der
nur strom verbraucht.

kiss?

Michael Baeuerle

unread,
May 22, 2013, 3:04:21 AM5/22/13
to
Marcus Jodorf wrote:
>
> Wir werden LTO allerdings wohl demn�chst ausmustern. Sonst mu� man alle
> paar Jahre den n�chsten Generationssprung mitmachen

Bei LTO ist es Konvention, dass die Laufwerke immer eine Generation
r�ckw�rts noch schreiben und 2 Generationen noch lesen k�nnen. Man muss
also zumindest die Backup-Medien nur alle 2 Generationen wechseln
(solange einem die Kapazit�t noch reicht) und das Archiv erst nach 3
Generationen umkopieren.

> und ein Ersatzlaufwerk
> mu� man im Grunde auch immer parat haben, falls der Serverraum abbrennt.
> Wobei ein LTO sollte man im n�chsten Systemhaus noch ganz gut im Fall
> der F�lle auftreiben k�nnen.

Genau. Und f�r �ltere Medien z.B. aus dem Archiv tut es auch das
ausgemusterete Laufwerk der Vor- oder Vorvorg�ngergeneration.


Micha

Thomas Wildgruber

unread,
May 22, 2013, 8:45:21 AM5/22/13
to
On Wed, 22 May 2013 02:19:49 +0200, Marcus Jodorf wrote:

>> Ich w�rde bei einem neuen Projekt gerne auch noch LTO als Sicherung
>> einbauen (die B�nder nimmt die Azubine mit). Laufen die Bandwerke auch
>> problemlos mit Linux oder sollte man da der "DAU-Kompatibilit�t"
>> geschuldet eher mit einer Windows-Software sichern?
>
> Geht auch mit Linux problemlos. tar, cpio, etc.

Wobei man darauf achten sollte, dass die Software das Laufwerk im Streaming
Mode ansteuert und das System die Daten schnell genung liefern kann um ein
Stop & Go bei blockweiser �bertraung zu vermeiden. Keine Ahnung ob tar oder
cpio das k�nnen aber das sollte man abkl�ren, die Lebensdauer der B�nder
und des Laufwerks leiden deutlich mit Stop & Go...

> Wir werden LTO allerdings wohl demn�chst ausmustern. Sonst mu� man alle
> paar Jahre den n�chsten Generationssprung mitmachen und ein Ersatzlaufwerk
> mu� man im Grunde auch immer parat haben, falls der Serverraum abbrennt.

Das sehe ich als nicht relevant, da LTO Laufwerke lesend mehrere
Generationen abw�rts kompatibel sind. Ein aktuelles LTO 6 kann bis zu LTO 4
noch lesen, welches 2006/2007 auf dem Markt gekommen ist. Das sind bis
jetzt 6 Jahre (und es kommen wohl noch zwei Jahre obendrauf, bis LTO 7 an
den Start geht), was jede seri�s angesetzte max Lebensdauer (bzw.
Abschreibungszeitraum) abdecken sollte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Linear_Tape_Open

Bye Tom
--
"Manches Gewissen ist nur rein, weil es nie benutzt wurde" (Robert Lembke)

M. H.

unread,
May 22, 2013, 10:56:44 AM5/22/13
to
> Konkret suche ich dabei eine Moeglichkeit, die LVM Blockdevices
> woechentlich auf den Backupserver zu sichern, ohne dabei immer die
> gesamten VMs kopieren zu muessen.
Hm ... unsere Lᅵsung trifft es nicht ganz aber dafᅵr war sie sehr
einfach aufzusetzen: Wir haben hier einen Proxmox-Server (ist im
Gegensatz zu VMWare auf Debian basierend und lᅵuft daher auf so ziemlich
"jeder" Hardware...)
Das ist eine Virtualisirungslᅵsung fᅵr KVM und OpenVZ. Die Backups
schieben wir nachts per Cronjob auf einen identischen Server, der im
Notfall einspringen kann. Das ganze geht sehr schnell und unkompliziert
- bei uns ist HA aber auch nicht notwendig! Es gibt auch den Weg eines
sog. "Two Node Clusters", so dass man beide Rechner "unter einer Haube"
verwalten kann. Das habe ich aber auch noch nicht probiert. Jedenfalls
sind wir hier mit Proxmox sehr gut zufrieden, so dass ich's empfehlen
kann: http://www.proxmox.com/

> Wenn moeglich sollten die VMs
> aber nicht heruntergefahren werden muessen.
Geht meines Wissens mit der Lᅵsung:
http://pve.proxmox.com/wiki/Two-Node_High_Availability_Cluster

hth,
Michael


Michael Prokop

unread,
May 22, 2013, 12:18:42 PM5/22/13
to
* Marcus Jodorf wrote:
> Bernd Hohmann <bernd.hohma...@freihaendler.com> schrieb:

>> Ich habe da jetzt so recht nicht verstanden, was und wie die
>> professionelle Backuplösung genau wie "deduped" herausschiebt
>> (frage deshalb weil ich sowas auch suche).

> Das ist eine kommerzielle Software, die einige nette Sachen kann. Das
> Ding kann reverse-inkrementell, also die neueste Sicherung ist auf
> Wunsch immer das Vollbackup und die älteren Generationen die Differenz.
> Man kann dann quasi die aktuellste VM-Sicherung direkt aus dem Backup
> ohne groß Gerödel anstarten.
[...]

Von welcher kommerziellen Software sprichst du hier?

-mika-
Message has been deleted

Peter Mairhofer

unread,
May 23, 2013, 3:36:16 AM5/23/13
to
On 2013-05-21 23:23, Lechner Richard wrote:
> Peter Mairhofer wrote:
>> Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
>> folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
>> Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
>> woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
>> kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
>> etc. (Stromkosten).
>
> warum nimmst du nicht einfach 2 x stromspar und machst mit drbd je eine
> primäre und eine sekundäre partition darauf?

Weil ich explizit kein HA benoetige und das zu 99.9%
Ressourcenverschwendung ist. Wenn 1x Stromspar mehr strom spart als 1x
nicht-Stromspar gut, aber 2x Stromspar ist definitiv zu viel.

Im Normalbetrieb soll ganz einfach nur ein Rechner laufen.

LG
Peter

Peter Mairhofer

unread,
May 23, 2013, 3:38:24 AM5/23/13
to
On 2013-05-22 7:56, M. H. wrote:
>> Konkret suche ich dabei eine Moeglichkeit, die LVM Blockdevices
>> woechentlich auf den Backupserver zu sichern, ohne dabei immer die
>> gesamten VMs kopieren zu muessen.
> Hm ... unsere Lᅵsung trifft es nicht ganz aber dafᅵr war sie sehr
> einfach aufzusetzen: Wir haben hier einen Proxmox-Server (ist im
> Gegensatz zu VMWare auf Debian basierend und lᅵuft daher auf so ziemlich
> "jeder" Hardware...)
> Das ist eine Virtualisirungslᅵsung fᅵr KVM und OpenVZ. Die Backups
> schieben wir nachts per Cronjob auf einen identischen Server, der im
> Notfall einspringen kann. Das ganze geht sehr schnell und unkompliziert
> - bei uns ist HA aber auch nicht notwendig!

Ich nehme an euere Konfiguration ist ebenfalls OpenVZ basiert und
funktioniert rsync-artig?

> Es gibt auch den Weg eines
> sog. "Two Node Clusters", so dass man beide Rechner "unter einer Haube"
> verwalten kann. Das habe ich aber auch noch nicht probiert. Jedenfalls
> sind wir hier mit Proxmox sehr gut zufrieden, so dass ich's empfehlen
> kann: http://www.proxmox.com/
>
>> Wenn moeglich sollten die VMs
>> aber nicht heruntergefahren werden muessen.
> Geht meines Wissens mit der Lᅵsung:
> http://pve.proxmox.com/wiki/Two-Node_High_Availability_Cluster

Danke, wie es aber aussieht setzt das auch auf DRBD auf.

Allerdings hat mir bisher noch niemand sagen koennen ob DRBD in einer
out-of-sync condition wirklich alles neu kopieren muss oder ob es einen
Trick gibt? Har wer Erfahrungen mit drbd?

LG
Peter


Peter Mairhofer

unread,
May 23, 2013, 3:41:55 AM5/23/13
to
On 2013-05-21 4:34, Ole Jansen wrote:
> Am 21.05.2013 09:30, schrieb Bastian Blank:
>> Ole Jansen wrote:
>>>> Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
>>>> folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
>>>> Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
>>>> woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
>>>> kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen
>>>> Wartungen
>>>> etc. (Stromkosten).
>>> Wäre VirtualBox eventuell was für Dich?
>>> <https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=1&t=48807>

Danke, an VirtualBox hab ich prinzipiell schon gedacht, allerdings ist
mir das eher unsympathisch. Hab damit bereits mal gearbeitet und es mir
kam das nach viel Overhead und ganz und gar nicht KISS vor.

Prinzipiell sollte sich die urspruengliche Frage aber nicht von KVM/Xen
unterscheiden, nehme ich an, denn alle setzen auf ein Blockdevice auf.

> [...]
> Der OP schrieb von seinem Wunsch Snapshots von den Blockdevices
> der laufenden Gäste zu machen ohne diese herunterfahren zu müssen
> und diese inkrementell auf den Backupserver zu kopieren.
>
> Bei Virtualbox wäre dafür zfs incl. zvol verfügbar.

ZFS hab ich in meinem Ursprungsposting schon erwaehnt, bin mir aber
nicht sicher ob das eine gute Loesung ist: zfsonlinux wird zwar "stabil"
genannt, allerdings ist es dort nicht heimisch und ich zweifle noch an
der Stabilitaet. Viel wichtiger ist aber, dass mir ZFS den wertvollen
RAM wegfrisst, so gut das FS auch sonst ist.

LG
Peter


Peter Mairhofer

unread,
May 23, 2013, 3:48:02 AM5/23/13
to
Hi,

Wie es aussieht gibts anscheinend wirklich keine gute Loesung dafuer :(

Also werd ich wohl bei OpenVZ bleiben muessen, obwohl es von Debian
nicht mehr unterstuetzt wird :(

Auf die zweite (wichtige) Frage wurde allerdings noch nicht eingegangen:

On 2013-05-20 12:16, Peter Mairhofer wrote:
> [...]
> Weiters wuerde ich /srv, /data, /home, /var jeweils per NFS (o.ae.)
> einbinden. Nun sollte es die Moeglichkeit geben, den NFS Server mittels
> eines "handovers" transparent (aber manuell) auf den Backupserver zu
> verschieben (z.B. aehnlich wie oben beschrieben, mit zwei rsnync
> Durchlaeufen; allerdings separat pro export).

In der Pseudokonfiguration stelle ich mir das so vor:

Die Clients haben als NFS Server server1 and server2 eingetragen.
Die Clients holen sich die Daten automatisch von server1, ausser dieser
ist nicht verfuegbar, dann weichen sie auf server2 aus. Wie bei LDAP.

Im Normalbetrieb ist nur server1 gestartet. Moechte ich server1 nun
herunterfahren und server2 aktivieren mache ich:

server1: # rsync -a /share1 root@server2:/share1
server1: # nfs-server stop
# das sollte nun wenige sekunden dauern
server1: # rsync -a /share1 root@server2:/share1
server2: # nfs-server start

Die clients bemerken lediglich ein "lag".

Das waere ein Beispiel, aber laesst sich irgendsowas aehnliches machen?

LG
Peter


Michael Prokop

unread,
May 23, 2013, 7:35:09 AM5/23/13
to
* Marcus Jodorf wrote:
> Michael Prokop <dev...@michael-prokop.at> schrieb:

>> Von welcher kommerziellen Software sprichst du hier?

> http://www.veeam.com/de/vm-backup-recovery-replication-software.html

> Die Enterpriseversion davon ist IMHO wirklich sehr nett.

Danke

-mika-
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Matthias Würfl

unread,
May 24, 2013, 6:14:05 AM5/24/13
to
Am 20.05.2013 21:16, schrieb Peter Mairhofer:

> Faellt der Hauptserver komplett aus, starte ich*manuell* den
> Backupserver mit allen VMs. (Anm: Die Daten selbst werden zusaetzlich
> taegl. separat gesichert. Es geht bei dem Konzept darum, moeglichst
> rasch einen Ersatz bei Hardwareausfall wie MB, RAM, CPU, Netzteil etc.
> zu haben).

Ich hatte das mal per drbd (hot Standby) gelᅵst, aber das war dann
letztendlich zu komplex und nicht wirklich das, was ich gebraucht habe.
Im Moment automatisiere ich das Neu-Einrichten und die Konfiguration des
Servers sowie das Zurᅵckspielen des Backups. Nach 30Min bin ich wieder
online - irgendwo im Internet, auf einem beliebigen Server. Quasi ein
"very cold standby" :-)

Grᅵᅵe, Matthias

Ole Jansen

unread,
May 29, 2013, 8:10:07 AM5/29/13
to
Am 23.05.2013 09:41, schrieb Peter Mairhofer:
> On 2013-05-21 4:34, Ole Jansen wrote:
>> Am 21.05.2013 09:30, schrieb Bastian Blank:
>>> Ole Jansen wrote:
>>>>> Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
>>>>> folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
>>>>> Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
>>>>> woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
>>>>> kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen
>>>>> Wartungen
>>>>> etc. (Stromkosten).
>>>> Wäre VirtualBox eventuell was für Dich?
>>>> <https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=1&t=48807>
>
> Danke, an VirtualBox hab ich prinzipiell schon gedacht, allerdings ist
> mir das eher unsympathisch. Hab damit bereits mal gearbeitet und es mir
> kam das nach viel Overhead und ganz und gar nicht KISS vor.

Oracle halt... ;-)

>
> Prinzipiell sollte sich die urspruengliche Frage aber nicht von KVM/Xen
> unterscheiden, nehme ich an, denn alle setzen auf ein Blockdevice auf.
>
>> [...]
>> Der OP schrieb von seinem Wunsch Snapshots von den Blockdevices
>> der laufenden Gäste zu machen ohne diese herunterfahren zu müssen
>> und diese inkrementell auf den Backupserver zu kopieren.
>>
>> Bei Virtualbox wäre dafür zfs incl. zvol verfügbar.
>
> ZFS hab ich in meinem Ursprungsposting schon erwaehnt, bin mir aber
> nicht sicher ob das eine gute Loesung ist: zfsonlinux wird zwar "stabil"
> genannt, allerdings ist es dort nicht heimisch und ich zweifle noch an
> der Stabilitaet.

Virtualbox gibt es neben Linux (ZFSOnLinux und ZFS-Fuse) auch für BSD
oder Solaris als Hostsystem. Ich habe mit ZFS unter FreeBSD ganz gute
Erfahrungen gemacht.

Zu Linux: ZFS-Fuse und ganz neue Kernel machten manchmal Probleme
weil die ZFS Fuse Entwickler nicht schnell genug mit den ganzen
Kernel-Feature Änderungen nachziehen konnten.
ZFSOnLinux gibt es nicht für die neusten Kernel.
Ansonsten war die Stabilität eigentlich immer ganz gut.

> Viel wichtiger ist aber, dass mir ZFS den wertvollen
> RAM wegfrisst, so gut das FS auch sonst ist.

Der Resourcen Verbrauch von ZFS wird schon etwas schlimm wenn Du
Deduplizierung benutzt, ansonsten sollten 2GB extra in den
meisten Fällen reichen. Zusätzliche Features wie eingebautes Raid-Z
bzw. der Schutz vor stiller Korruption das IMHO auch wert.

O.J.
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