Linux liegt "vorne" (erste Partition) auf der Festplatte, Vista am Ende
(vierte Partition, alle primär). Sollte das Linux nicht noch Vorteile
bringen, wenn es vorne liegt?
--
Andreas
Linux: The choice of a GNU generation.
Beim Löschen von Dateien, ja.
Sag mal, trollst Du? Du bist doch seit über zehn Jahren dabei, kriegst
Du diese Frage nicht selbst beantwortet?
Grüße
Marc
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Andreas Kohlbach wrote:
> Ich habe mal ISO Images einmal auf die ext3 hier und einmal auf die
> gemountete nfts herunter geladen. Später dann beide von Linux aus
> gelöscht. Jeweils um 700 MB. Bei ntfs war der Prompt fast sofort wieder
> da, bei ext3 hat es schon ein paar Sekunden gedauert. Ist ntfs
> "performanter"?
ja. ext2/3 ist schon seit 10 Jahren für Datenvolumes nicht mehr gut
geeignet. Zum booten ist es OK, aber alles andere würde ich lassen.
Es gibt der Alternativen auch seit Jahren genug. XFS, von mir aus auch
Reiser, neuerdings auch ext4 und btrfs scharrt auch schon mit den Hufen,
wenngleich es dafür wohl noch etwas früh ist. Mit XFS dürfte das Spiel
bereits andersherum ausgehen - sofern man den Unterschied überhaupt noch
merken kann. Ich nutze XFS seit ca. 8 Jahren.
> Linux liegt "vorne" (erste Partition) auf der Festplatte, Vista am Ende
> (vierte Partition, alle primär). Sollte das Linux nicht noch Vorteile
> bringen, wenn es vorne liegt?
Beim Löschen? Nein.
Die Geschwindigkeitsunterschiede der Zonen normaler Desktopplatten sind
heutzutage vollkommen irrelevant (das heißt sie wären nicht vorhanden).
Der größte Geschwindigkeitsnachteil ergibt sich daraus, wenn auf die
erste und die letzte Partition zur gleichen Zeit zugegriffen werden soll
(Lange Spurwechsel-Zeiten).
Marcel
Unsinn. ext3 hat Optionen, die sollte man zu seinem Anwendungsfall
passend setzen, dann klappt das auch mit der angemessenen "Performance".
--
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Du meintest am 16.11.10:
>> Ich habe mal ISO Images einmal auf die ext3 hier und einmal auf die
>> gemountete nfts herunter geladen. Später dann beide von Linux aus
>> gelöscht. Jeweils um 700 MB. Bei ntfs war der Prompt fast sofort
>> wieder da, bei ext3 hat es schon ein paar Sekunden gedauert. Ist
>> ntfs "performanter"?
> ja. ext2/3 ist schon seit 10 Jahren für Datenvolumes nicht mehr gut
> geeignet. Zum booten ist es OK, aber alles andere würde ich lassen.
> Es gibt der Alternativen auch seit Jahren genug. XFS, von mir aus
> auch Reiser, neuerdings auch ext4 und btrfs scharrt auch schon mit
> den Hufen, wenngleich es dafür wohl noch etwas früh ist.
Ich habe das vorhin mal sowohl mit ext3 als auch mit btrfs ausprobiert:
Lesen sowie Löschen einer 1-GByte-Datei geht in beiden Fällen ähnlich
schnell, Löschen dauert (geschätzt) jeweils etwa 1 Sekunde.
NTFS: Löschen geht sehr schnell (habe ich mal versehentlich ausprobiert
...), Schreiben dauert unter Linux viel länger (und erzeugt eine hohe
CPU-Last).
Viele Gruesse
Helmut
"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".
Welchen Optionen wären das? Wie soll man die fehlenden Extents per
Option nachrüsten?
Marcel
Extents sind /eine/ Möglichkeit, die Effizienz eines Dateisystems zu
steigern (auch hier: Je nach Anforderung). Ext3 biete andere Optionen,
die du garantiert auch selbst findest, und die locker ausreichen
dürften, um auf einem Linux-Rechner mir NTFS mehr als nur mithalten zu
können.
>Unsinn. ext3 hat Optionen, die sollte man zu seinem Anwendungsfall
>passend setzen, dann klappt das auch mit der angemessenen "Performance".
Nein. Du kanst alles setzen, was ext3 so zur Unterstützung großer
Dateien hergibt (also eigentlich nur largefile4), die absolut
unterirdische Performance beim Löschen großer und sehr großer Dateien
kriegst du damit nicht weg.
>gelöscht. Jeweils um 700 MB. Bei ntfs war der Prompt fast sofort wieder
>da, bei ext3 hat es schon ein paar Sekunden gedauert.
Ja. Allerdings ist dieser Vorteil nicht auf ntfs beschränkt. xfs z.B.
löscht ähnlich schnell.
Ich gehe regelmäßig mit Videocaptures in der Größenordnung 20..30GB um,
die dann nach Schnitt, Filterung und Recodierung wieder gelöscht werden.
Bei solchen Größenordnungen nervt extX dann so richtig. Deshalb habe ich
schon vor längerer Zeit die Platten für die Videobearbeitung auf xfs
umgestellt.
Auch wenn der OP explizit nach Löschen gefragt hat, so hatte mein
Vorposter doch den Kontext ein wenig erweitert. Und das war -- zumindest
in dieser ALlgemeinheit -- eben Unsinn.
Grüße,
Felix
> Extents sind /eine/ Möglichkeit, die Effizienz eines Dateisystems zu
> steigern (auch hier: Je nach Anforderung). Ext3 biete andere Optionen,
> die du garantiert auch selbst findest, und die locker ausreichen
> dürften, um auf einem Linux-Rechner mir NTFS mehr als nur mithalten zu
> können.
eine option, um das loeschen grosser dateien auf ext3 weniger
ressourcenfressend und langsam zu machen, hat bisher noch niemand finden
koennen.
die autoren von mythtv haben die funktion 'slow deletes' nicht
eingebaut, weil sie so einen grossen spass am coden haben, oder weil sie
keine doku lesen koennen...
--
frobnicate foo
> Andreas Kohlbach wrote:
>
>>gelöscht. Jeweils um 700 MB. Bei ntfs war der Prompt fast sofort wieder
>>da, bei ext3 hat es schon ein paar Sekunden gedauert.
>
> Ja. Allerdings ist dieser Vorteil nicht auf ntfs beschränkt. xfs z.B.
> löscht ähnlich schnell.
>
> Ich gehe regelmäßig mit Videocaptures in der Größenordnung 20..30GB um,
> die dann nach Schnitt, Filterung und Recodierung wieder gelöscht werden.
> Bei solchen Größenordnungen nervt extX dann so richtig.
Nicht wirklich. Ext3 braucht da seine Zeit. Ext4 ist erheblich schneller
> Deshalb habe ich
> schon vor längerer Zeit die Platten für die Videobearbeitung auf xfs
> umgestellt.
Vermutlich eine gute Wahl für den Zweck
--
Micro$oft. What's broken today?
Meinst du mit extX auch ext4? ext4 unterstuetzt ja Extends, damit sollte
das Loeschen grosser Dateien doch eigentlich auch akzeptabel schnell
gehen.
Micha
Fuer den Normalgebrauch als Datengrab arbeitet man nicht nur mit grossen
Dateien (bei deren Loeschung uebrigens eine Menge Filesysteme eher gemaech-
lich sind, so auch jfs, IIRC auch reiserfs). Bei einem "Datengrab" ist die
Performance beim lesen wohl relevanter als die beim loeschen, und da steht
ext3 gar nicht so schlecht da (passende Optionen vorausgesetzt).
Beim schreiben und lesen steht jfs uebrigens auch deutlich besser dar als
beim loeschen, und fuer manche Anwendungsfaelle ist auch die CPU-Belastung
durch Filesystemoperationen relevant, die bei XFS beim schreiben und leoschen
IIRC erheblich hoeher liegt als bei ext2/ext3 (und der Bedarf an Ram ist bei
XFS erheblich hoeher als bei ext2/ext3, was fuer kleine Rechner ein Argument
gegen XFS sein duerfte).
Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Umm. Wenn das Allgemeinwissen ist, habe ich das nicht mitbekommen. Sorry.