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Debian mit Firefox, cdrecord, ...

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Manuel Reimer

unread,
Feb 2, 2012, 1:45:38 PM2/2/12
to
Hallo,

ich bin aktuell am Vergleichen von Distributionen. Vor längerer Zeit hatte ich
schonmal mit Debian zu tun und in der Zwischenzeit auch einige Diskussionen
verfolgt.

Was mir überhaupt nicht zusagt sind die "Sonderwege" von Debian. Ich will gerne
einen echten Firefox und ein echtes cdrecord. Gibt es das für Debian?

Ich suche eine *seriöse* Lösung und nicht irgendein ".deb" von unbekannter
Quelle und ohne Signatur.

Danke schonmal

Gruß

Manuel

Sven Hartge

unread,
Feb 2, 2012, 2:03:44 PM2/2/12
to
Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:

> ich bin aktuell am Vergleichen von Distributionen. Vor längerer Zeit
> hatte ich schonmal mit Debian zu tun und in der Zwischenzeit auch
> einige Diskussionen verfolgt.

> Was mir überhaupt nicht zusagt sind die "Sonderwege" von Debian. Ich
> will gerne einen echten Firefox und ein echtes cdrecord. Gibt es das
> für Debian?

Nein, nicht unter den unten genannten Bedingungen:

> Ich suche eine *seriöse* Lösung und nicht irgendein ".deb" von
> unbekannter Quelle und ohne Signatur.



--
Sigmentation fault. Core dumped.

Paul Muster

unread,
Feb 2, 2012, 2:08:05 PM2/2/12
to
On 02.02.2012 19:45, Manuel Reimer wrote:

> ein echtes cdrecord. Gibt es das für
> Debian?

Ja, ist denn schon Weihnac^WFreitag? Und ist hier das Heise-Forum?


*SCNR* Paul

Message has been deleted

Volker Gringmuth

unread,
Feb 2, 2012, 3:00:19 PM2/2/12
to
Manuel Reimer wrote:

> Was mir überhaupt nicht zusagt sind die "Sonderwege" von Debian. Ich will
> gerne einen echten Firefox und ein echtes cdrecord. Gibt es das für
> Debian?
>
> Ich suche eine *seriöse* Lösung

Witzbold.

Debian geht diese Sonderwege doch gerade deshalb, weil man das sehr strikte
Befolgen der Lizenzphilosophie dort ausgesprochen seriös findet.

Definiere also erstmal „seriöse Lösung“.


vG

Volker Kohaupt

unread,
Feb 2, 2012, 3:38:26 PM2/2/12
to
Manuel Reimer schrieb:
> Hallo,
>
> ich bin aktuell am Vergleichen von Distributionen. Vor längerer Zeit
> hatte ich schonmal mit Debian zu tun und in der Zwischenzeit auch einige
> Diskussionen verfolgt.
>
> Was mir überhaupt nicht zusagt sind die "Sonderwege" von Debian. Ich
> will gerne einen echten Firefox und ein echtes cdrecord. Gibt es das für
> Debian?

Was spricht dagegen sich Firefox von www.mozilla.org zu holen, ist zwar
kein .deb aber dafür ist es das Original.

--
Viele grüße von Volker und dem Pinguin
http://linuxecke.volkoh.de/
*** vokoscreen Screencastprogramm ***
www.kohaupt-online.de/hp
Desktopvideos mit Ton

Helmut Hullen

unread,
Feb 2, 2012, 4:29:00 PM2/2/12
to
Hallo, Manuel,

Du meintest am 02.02.12:

> Was mir überhaupt nicht zusagt sind die "Sonderwege" von Debian. Ich
> will gerne einen echten Firefox und ein echtes cdrecord. Gibt es das
> für Debian?

Warum muss denn alles aus 1 Haus sein? Nicht jede Distribution ist so
fremdenfeindlich.

Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

Message has been deleted

Manuel Reimer

unread,
Feb 3, 2012, 1:08:23 AM2/3/12
to
Volker Gringmuth wrote:
> Debian geht diese Sonderwege doch gerade deshalb, weil man das sehr
> strikte Befolgen der Lizenzphilosophie dort ausgesprochen seriös findet.

Stimme zu, ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt...

Was mich stört, wird auch ganz nett im Ubuntu-Wiki erläutert:
http://wiki.ubuntuusers.de/wodim
| Ursache für die Abspaltung war ein Streit über die Lizenzierung des
| Quellcodes von cdrecord. Leider ist dieser Streit bis in die Gegenwart
| ungelöst.
| [...]
| wodim ist technisch gesehen veraltet. Eine Weiterentwicklung findet
| nicht statt, aber bekannte Fehler werden (soweit möglich) repariert.

Und ich als Endnutzer sage nun: Die Lizenz von wodim ist mir ausreichend
frei. Allemal lieber als irgendein Closed-Source-Blob. Ich möchte von
den aktuellsten Fixes im Original-cdrecord profitieren.

> Definiere also erstmal „seriöse Lösung“.

Eine Quelle für ein Paket, der man bedenkenlos trauen kann. Ähnlich
vertrauenswürdig wie die Debian-Pakete selber.

Gruß

Manuel

--
"Alle Macht geht vom Volk aus - aber wo geht sie hin?" - Bertolt Brecht
Alle wollen zurück zur Natur - aber keiner zu Fuß
Beiträge mit *X-No-Html Header* kann ich weder lesen, noch beantworten!

Manuel Reimer

unread,
Feb 3, 2012, 1:12:35 AM2/3/12
to
Hans Gans wrote:
> Bier: CentOS

Habe ich bereits getestet. Hier mangelt es am Repository. Ja, man kann
sich ein zusätzliches Repository einbinden. Wie hochwertig die dortigen
inoffiziellen Pakete aber sind, ist zumindest für mich nicht klar.

> Wein: Gentoo

Binär ist zumindest mir lieber

> Schnaps: LFS

Etwas ähnliches habe ich bereits und so langsam vergeht mir der Spaß
daran, selber für Sicherheitsupdates sorgen zu müssen. Ich nutze die
Distri nicht alleine sondern benötige etwas für meine ganze
Verwandtschaft. Sicherheitsupdates sollen dort bitte zumindest halbwegs
automatisch installierbar sein.

Manuel Reimer

unread,
Feb 3, 2012, 1:16:53 AM2/3/12
to
Volker Kohaupt wrote:
> Was spricht dagegen sich Firefox von www.mozilla.org zu holen, ist zwar
> kein .deb aber dafür ist es das Original.

Firefox ist nichtmal das ganz große Problem. Ubuntu hat ja Firefox. Hier
wäre dann SeaMonkey eher ein Problem. Soweit mir bekannt, war SeaMonkey
von Ubuntu nie besonders gut unterstützt.

"cdrecord" ist da ein besseres Beispiel, da auch bei Ubuntu nicht
Original.

Mir ging es um die generelle Frage "Hat sich schonmal jemand damit
befasst, ein vertrauenswürdiges Repo von "Originalen" zu erstellen".
Wenn die Antwort "Nein" ist, dann ist meine eigentliche Frage
beantwortet.

Manuel Reimer

unread,
Feb 3, 2012, 1:17:40 AM2/3/12
to
Helmut Hullen wrote:
> Warum muss denn alles aus 1 Haus sein? Nicht jede Distribution ist so
> fremdenfeindlich.

Worauf willst du hinaus?

Helmut Hullen

unread,
Feb 3, 2012, 2:00:00 AM2/3/12
to
Hallo, Manuel,

Du meintest am 03.02.12:

>> Warum muss denn alles aus 1 Haus sein? Nicht jede Distribution ist
>> so fremdenfeindlich.

> Worauf willst du hinaus?

Ich benutze Slackware vor allem deshalb, weil ich bei dieser
Distribution ohne grosse (und meistens auch ohne kleine) Probleme Pakete
von vielen Mitbewerbern mitinstallieren kann. Ohne Rattenschwanz von
"Abhängigkeiten".

Florian Rehnisch

unread,
Feb 3, 2012, 3:17:57 AM2/3/12
to
o Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de>:
> einen echten Firefox und ein echtes cdrecord. Gibt es das für Debian?

> Ich suche eine *seriöse* Lösung und nicht irgendein ".deb" von unbekannter
> Quelle und ohne Signatur.

ncftp ftp.berlios.de; tar xjf; smake; smake install

Oder was wolltest Du hoeren. Ich jedenfalls finde es serioes und legitim,
mir Sonderwuensche auf die Weise unter Debian zu erfuellen.

flori

Manuel Reimer

unread,
Feb 3, 2012, 3:29:38 AM2/3/12
to
Helmut Hullen wrote:
> Ich benutze Slackware vor allem deshalb, weil ich bei dieser
> Distribution ohne grosse (und meistens auch ohne kleine) Probleme Pakete
> von vielen Mitbewerbern mitinstallieren kann. Ohne Rattenschwanz von
> "Abhängigkeiten".

Hast du Java im Browser aktiv? Woher hast du dein Java-Plugin?

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Feb 3, 2012, 4:02:51 AM2/3/12
to
Also schrieb Manuel Reimer:

> Volker Kohaupt wrote:
>> Was spricht dagegen sich Firefox von www.mozilla.org zu holen, ist zwar
>> kein .deb aber dafür ist es das Original.
>
> Firefox ist nichtmal das ganz große Problem. Ubuntu hat ja Firefox. Hier
> wäre dann SeaMonkey eher ein Problem. Soweit mir bekannt, war SeaMonkey
> von Ubuntu nie besonders gut unterstützt.
>
> "cdrecord" ist da ein besseres Beispiel, da auch bei Ubuntu nicht
> Original.
>
> Mir ging es um die generelle Frage "Hat sich schonmal jemand damit
> befasst, ein vertrauenswürdiges Repo von "Originalen" zu erstellen".
> Wenn die Antwort "Nein" ist, dann ist meine eigentliche Frage
> beantwortet.

Im Falle von cdrecord ist es vmtl. am besten, das originale Original ;)
selber aus den Quellen zu bauen.
Ich habe das vor längerem mal probiert, und es ging unter dem
seinerzeitigen Ubuntu (muss 8.xx gewesen sein).
Da ich allerdings keine blasse Ahnung habe, was es braucht, um aus so
einem Eigenkompilat ein *.deb zu bauen (und es mich bis dato auch nicht
sonderlich interessiert hat, BTW), habe ich es damals einfach an der
Paketverwaltung vorbei installiert.

Ansgar

--
*** Musik! ***

Helmut Hullen

unread,
Feb 3, 2012, 4:12:00 AM2/3/12
to
Hallo, Manuel,

Du meintest am 03.02.12:

>> Ich benutze Slackware vor allem deshalb, weil ich bei dieser
>> Distribution ohne grosse (und meistens auch ohne kleine) Probleme
>> Pakete von vielen Mitbewerbern mitinstallieren kann. Ohne
>> Rattenschwanz von "Abhängigkeiten".

> Hast du Java im Browser aktiv?

Nein.

> Woher hast du dein Java-Plugin?

Bei welcher Distribution/Installation?
Ansonsten: einige Anwendungen werden von jeder Distribution
(ein-)gepflegt, bei einer der vielen Distributionen gibt es dafür den
Sammelbegriff "debianisiert". Einige Anwendungen gibt es nicht aus dem
Repositorium jeder Distribution. Da kann ich entweder selbst kompilieren
oder aber von woanders her importieren. Und beim Import von woanders
stellen sich einige Distributionen sehr mäkelig an.

Olaf Salchow

unread,
Feb 3, 2012, 4:46:33 AM2/3/12
to
Manuel Reimer <mre...@expires-29-02-2012.news-group.org> schrieb:
> Hans Gans wrote:
>> Bier: CentOS
>
> Habe ich bereits getestet. Hier mangelt es am Repository. Ja, man kann
> sich ein zusätzliches Repository einbinden. Wie hochwertig die dortigen
> inoffiziellen Pakete aber sind, ist zumindest für mich nicht klar.
>
>> Wein: Gentoo
>
> Binär ist zumindest mir lieber
>
Dann Arch Linux?
So aktuell wie Gentoo, aber binär.
aber Wein? ich weiß nicht ...
ich würde eher sagen: tschechisches Bier.

>> Schnaps: LFS
>
> Etwas ähnliches habe ich bereits und so langsam vergeht mir der Spaß
> daran, selber für Sicherheitsupdates sorgen zu müssen. Ich nutze die
> Distri nicht alleine sondern benötige etwas für meine ganze
> Verwandtschaft. Sicherheitsupdates sollen dort bitte zumindest halbwegs
> automatisch installierbar sein.

Dann ist vielleicht auch das tschechische Bier zu stark. Es sind nicht
nur die Sicherheitsupdates, die regelmäßig kommen, sondern jegliche
Aktualisierungen. Bei unbedachtem Konsum kann es da schon zu Risiken und
Nebenwirkungen kommen und ich würd nicht für die ganze Verwandschaft
Arzt oder Apotheker spielen wollen. :-)

viele Grüße
Olaf
--
ich denke
also spinn ich

Manuel Reimer

unread,
Feb 3, 2012, 4:57:12 AM2/3/12
to
Helmut Hullen wrote:
>> Woher hast du dein Java-Plugin?

> Bei welcher Distribution/Installation?

Slackware 13.37

Helmut Hullen

unread,
Feb 3, 2012, 5:55:00 AM2/3/12
to
Hallo, Manuel,

Du meintest am 03.02.12:

>>> Woher hast du dein Java-Plugin?

>> Bei welcher Distribution/Installation?

> Slackware 13.37

Da würde ich zuerst bei ftp5.gwdg.de nachschauen, im "slackware"-
Verzeichnis. Wenn da nichts ist: "http://slackfind.net". Wenn da nichts
ist (oder mir nicht gefällt): bei anderen Linux-Distributionen. Und erst
wenn ich auch dort nichts finde, dann kompiliere ich selbst.

Ich muss nicht alles aus den vom Distributor angebotenen Repositorien
beziehen. Da bin ich von Microsoft-Zeiten her gewohnt, die Software "von
irgendwo" zu beziehen.
Message has been deleted

Clemens Schueller

unread,
Feb 3, 2012, 8:06:46 AM2/3/12
to
Servus!

Manuel Reimer schrieb am 03.02.2012 um 07:12:
> Hans Gans wrote:


>> Wein: Gentoo
>
> Binär ist zumindest mir lieber

Da könnte Sabayon[1] was für Dich sein - basiert auf gentoo, ist aber
eine Binärdistri.


GreetinX, Clemens Schueller

Footnotes:
[1] www.sabayon.org

Helmut Hullen

unread,
Feb 3, 2012, 8:04:00 AM2/3/12
to
Hallo, Heiko,

Du meintest am 03.02.12:

> * Manuel Reimer <mre...@expires-29-02-2012.news-group.org> schrieb:
>> Und ich als Endnutzer sage nun: Die Lizenz von wodim ist mir
>> ausreichend frei. Allemal lieber als irgendein Closed-Source-Blob.
>> Ich möchte von den aktuellsten Fixes im Original-cdrecord
>> profitieren.

> Das ist technisch ausgesprochen schwierig, weil sich die
> Entwicklungslinien getrennt haben. Einfach so cdrecord-Patches
> einspielen wird nicht funktionieren. Lizenztechnisch dürfte das auch
> nicht gehen, da die CDDL, unter der cdrecord steht, inkompatibel zur
> GPL ist.

Das geht lizenztechnisch. Ist Dir schon mehrfach erklärt worden.

Juergen Ilse

unread,
Feb 3, 2012, 8:42:20 AM2/3/12
to
Hallo,

Helmut Hullen <Hel...@hullen.de> wrote:
> Du meintest am 03.02.12:
>> Das ist technisch ausgesprochen schwierig, weil sich die
>> Entwicklungslinien getrennt haben. Einfach so cdrecord-Patches
>> einspielen wird nicht funktionieren. Lizenztechnisch dürfte das auch
>> nicht gehen, da die CDDL, unter der cdrecord steht, inkompatibel zur
>> GPL ist.
> Das geht lizenztechnisch. Ist Dir schon mehrfach erklärt worden.

s/erklärt/behauptet/

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Peter Köhlmann

unread,
Feb 3, 2012, 9:07:10 AM2/3/12
to
Helmut Hullen wrote:

> Hallo, Heiko,
>
> Du meintest am 03.02.12:
>
>> * Manuel Reimer <mre...@expires-29-02-2012.news-group.org> schrieb:
>>> Und ich als Endnutzer sage nun: Die Lizenz von wodim ist mir
>>> ausreichend frei. Allemal lieber als irgendein Closed-Source-Blob.
>>> Ich möchte von den aktuellsten Fixes im Original-cdrecord
>>> profitieren.
>
>> Das ist technisch ausgesprochen schwierig, weil sich die
>> Entwicklungslinien getrennt haben. Einfach so cdrecord-Patches
>> einspielen wird nicht funktionieren. Lizenztechnisch dürfte das auch
>> nicht gehen, da die CDDL, unter der cdrecord steht, inkompatibel zur
>> GPL ist.
>
> Das geht lizenztechnisch. Ist Dir schon mehrfach erklärt worden.

Von Jörg Schilling, ja.

Und dessen "Erklärungen" sind in etwa so gehaltvoll wie der SCO-Koffer.

Oder wie dein Sig-Trenner

Helmut Hullen

unread,
Feb 3, 2012, 10:35:00 AM2/3/12
to
Hallo, Juergen,

Du meintest am 03.02.12:

>>> Lizenztechnisch dürfte das auch nicht gehen, da die CDDL, unter der
>>> cdrecord steht, inkompatibel zur GPL ist.

>> Das geht lizenztechnisch. Ist Dir schon mehrfach erklärt worden.

> s/erklärt/behauptet/

Gilt genauso für Heikos Standpunkt. Es gibt Betreiber von
Distributionen, die die Rechtslage anders sehen als er.

Peter Köhlmann

unread,
Feb 3, 2012, 12:13:41 PM2/3/12
to
Helmut Hullen wrote:

> Hallo, Juergen,
>
> Du meintest am 03.02.12:
>
>>>> Lizenztechnisch dürfte das auch nicht gehen, da die CDDL, unter der
>>>> cdrecord steht, inkompatibel zur GPL ist.
>
>>> Das geht lizenztechnisch. Ist Dir schon mehrfach erklärt worden.
>
>> s/erklärt/behauptet/
>
> Gilt genauso für Heikos Standpunkt. Es gibt Betreiber von
> Distributionen, die die Rechtslage anders sehen als er.
>

Ziemlich wenige
Message has been deleted

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Feb 3, 2012, 11:43:27 PM2/3/12
to
Hallo!

* Ansgar Strickerschmidt <dropspamhe...@arcor.de>:

> Da ich allerdings keine blasse Ahnung habe, was es braucht, um
> aus so einem Eigenkompilat ein *.deb zu bauen (und es mich bis
> dato auch nicht sonderlich interessiert hat, BTW), habe ich es
> damals einfach an der Paketverwaltung vorbei installiert.

Will man nicht, aber seit Squeeze ist das Paketbauen gefühlt
leichter geworden. Man nimmt sich die Quellen her und vollzieht
sinngemäß folgende Schritte:

1. Sourcen besorgen (bevorzugt als tar.gz)

2. Sourcen entpacken und das Verzeichnis z. B. firefox-10.0
nennen (letzteres sei die Versionsnummer)

3. Hineinwechseln und "dh_make -f /pfad/zu/den/sourcen" aufrufen

4. Tendenziell "single binary" auswählen und dh_make das
"debian"-Verzeichnis erstellen lassen

5. Im "debian"-Verzeichnis mindestens control (insbesondere
Abhängigkeiten eintragen), changelog ("Initial release"-Zeile
anpassen) und copyright (siehe in der Datei vorhandene
Kommentare) anpassen. Bei einfachen Paketen kann man *.ex
(Initscript, zusätzliche READMEs, Hooks für vor und nach der
(De-)Installation, ...) normalerweise problemarm beseitigen,
wenn man nicht weiß, was man hineinschreiben soll.

6. Eventuell muß man das Makefile fixen, falls es kein Präfix für
die Installation unterstützt. Das ist aber selten.

7. Jetzt könnte man mit dpkg-buildpackage das Paket bauen.

Ich bevorzuge aber die Verwendung von "pbuilder --create"
(einmalig[0]) und anschließendem "pdebuild". Ist zwar langsamer,
aber der Bau findet in einem separaten chroot statt. D. h. man
muß sich die ganzen Dev-Pakete nicht ins normale System
installieren, sondern sie werden temporär[1] ins chroot gezogen
und danach wieder entsorgt. Außerdem bemerkt man vergessene
Abhängigkeiten sofort, weil die im (minimalistischen) chroot
nicht existieren (im normalen System könnten sie wegen andere
installierter Programme eventuell vorhanden sein).

Christoph

[0] Nach der Ersteinrichtung genügt "pbuilder --update".
[1] Es gibt einen Cache für die Pakete, d. h. man muß sie nicht
nach jedem Bauversuch erneut laden.

--
Man darf ruhig intelligent sein, man muss sich nur zu helfen wissen.
(unbekannt)

Hannes Kuhnert

unread,
Feb 9, 2012, 3:24:29 AM2/9/12
to
Manuel Reimer schrieb:

> Was mich stört, wird auch ganz nett im Ubuntu-Wiki erläutert:
> http://wiki.ubuntuusers.de/wodim
> | Ursache für die Abspaltung war ein Streit über die Lizenzierung des
> | Quellcodes von cdrecord. Leider ist dieser Streit bis in die Gegenwart
> | ungelöst.
> | [...]
> | wodim ist technisch gesehen veraltet. Eine Weiterentwicklung findet
> | nicht statt, aber bekannte Fehler werden (soweit möglich) repariert.
>
> Und ich als Endnutzer sage nun: Die Lizenz von wodim ist mir ausreichend
s/wodim/cdrecord/ ? Damit wär’s verständlich.

> frei. Allemal lieber als irgendein Closed-Source-Blob. Ich möchte von
> den aktuellsten Fixes im Original-cdrecord profitieren.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
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